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Full text of "Origenes Werke ;"

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DIE GRIECHISCHEN 

CHRISTLICHES SCHRIFTSTELLER 

DER 

ERSTEN DREI JAHRHUNDERTE 

HERAUSGEGEBEN VON DER KIRCHENYATER-COMMISSION 
DER KÖNIGL. PREüSSISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN 



ORIGENES 

FÜNFTER BAND 






LEIPZIG 

J. C. HINRICHS'SCHE BUCHHANDLUNG 

1913 



IN DEK EEIHENFOLGE DES ERSCHEINENS BAND 22 



Druck VOL August Pries in Leipzig 

Germany 




Hermann und Elise geb. Hecicmanx 
Wentzel-Stiftüng 



OKIGENES WEEKE 

FÜNFTER BAND 

DE PRINCIPII8 

[ΠΕΡΙ APXiiM 

HERAUSGEGEBEN 

IM AUFTRAGE DER KIRCHENYÄTER-COM5IIS8IOX 

DER KÖNIGL. PREUSSISGHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN 

VON 

HOFRAT PROF. Dr. PAUL KOETSCHAU 

GYMNASIALDIREKTOR IN WEIMAR 






LEIPZIG 

J. C. HINRICHS'SCHE BUCHHANDLUNG 

1913 



TME INSTITUTE ÖF RJEDIAEVAL STÜDl£3 

10 ELMSLEY PLACE 

TORONTO 5, CAi><ADA. 



DEC ^91931 

2 345 



INHALT VON OEIGENES BAND V 



Seite 

Einleitung 

A. Entstehung und Bezeugung von Περί άρχων 

Ι. Ursprungsort, Zeit und Zweck der Schrift IX 

II. Ausgewählte Zeugnisse XV 

B. Handschriftliche Überlieferung 

I. Die Übersetzung Rufins ΧΧ1Π 

1. Die Handschriften ΧΧ1Π 

2. Die Handschriftengruppen α und / XLVI 

8. Der Codex Luculianus LVIII 

4. Orthographica LXVI 

δ. Sonderüberlieferung der ersten Vorrede Rufins .... LXXI 

II. Die Apologie des Pamphilus LXXVII 

1. Die Handschriften LXXIX 

2. Die Citate aus Periarchon LXXXUI 

III. Die Übersetzung des HierOnymus LXXXVIII 

1. Die Citate in dem Briefe an Avitus LXXXIX 

2. Andere Citate aus der Hieronymus-Übersetzung .... XCII 

3. Übersicht über die Fragmente der Hieronymus-Übersetzung XCIII 

IV. Citate aus Rufins Übersetzung XCV 

1. Die Apologie Rufins XCV 

2. Die Excerpte des Anonymus ad Januarium XCVI 

3. Andere Citate XCVIII 

V. Die griechischen Fragmente Cl 

1. Die beiden Capitel der Philokalia CI 

2. Die Fragmente in dem Briefe des Kaisers Justinian . . CV 

3. Sonstige griechische Fragmente CXV 

4. Übersicht über die griechischen Fragmente CXXV 

C. Wiederherstellung von ΙΊερΙ άρχων 

Ι. Mängel der Übersetzung Rufins CXXVllI 

1. Anlaß und Zeit ihrer Entstehung CXXVIII 

2. Die Obersetzungsmethode Rufins CXXIX 

3. Behandlung der Bibelcitate CXXXV 

H. Correctnr der Übersetzung Rufins CXXXVi 

1. Die Polemik der Gegner CXXXVI 

2. Die Parallelen bei Origenes und anderen CXXXVI I 



VIII Inhalt 



D. Inhalt und Gliederung der Schrift 

I. Inhalt der Schrift CXXXVII 

Π. Buch- und Capiteleinteilung CXXXIX 

1. Photius, die Philokalia und der Codex Luculianus .... CXL 

2. Die lateinischen Handschriften BC CXLIII 

3. Dispositionsangaben des Origenes CXLMII 

E. Ausgaben und Schlußwort 

I. Ältere Ausgaben CLII 

II. Die neue Ausgabe CLVI 

Verzeichnis der Abkürzungen CLIX 

Text 

Origenes' Πρ.ρΙ αρχών (De principiis) 1 — 364 

Register 

I. Stellenregister 367 

Altes Testament 367 

Neues Testament 369 

Nichtbiblische Schriften 374 

II. Namenregister 375 

III. Wort- und Sachregister 378 

A. Die griechischen Fragmente 378 

B. Die lateinische Übersetzung Rufins 392 

Nachträge und Berichtigungen 421—423 



Einleitung. 

Α. Entstehiing und Bezeugung von Περί άρχων. 

Ι. Urspruiigsort, Zeit und Zweck der Schrift. 

Wo und wann Origenes die vier Bücher Περί άρχων geschrieben 
hat, erfahren wir aus der Kirchengeschichte des Eusebius VI 24: ταΰτα 
δ' εχείνοις όεοι αν επιϋ-εΐναί ώς εν μεν τω εκτφ των εις το κατά 
Ίωάνν7]ν Έζ.?]γητιχών ΰημαίνει τα πρότερα πέντε εττ' ^Αλεξ,ανδρείας 
έ'τ' οντά αυτόν ονντάξαι . . . ., κατά όε το ενατον των Εις την 
Γένεοιν ... ου μόνον τονς προ τον ενάτου όηλοί επ\ της Αλεξαν- 
δρείας υπεμνηματίοϋ-αί, καΐ εις τους προοτονς δε πέντε και είκοοι 
Ψαλμούς ετί τε τα εις τους Θρήνους (ών εις ημάς έληλύϋ-αοιν τόμοι 
πέντε, εν οίς μέμνηται και των Περί άναΟτάοεως, δυο δ εατίν καΐ 
ταΰτα)' ου μην αλλά και τα Περί αρχών προ της απ Αλεξανδρείας 
μεταναΰτάοεως γράφει, καΐ τους έπιγεγραμμένους Στρωματεΐς, οντάς 
τον άριϋ^μόν δέκα, επΙ της αυτής πόλεως κατά την Αλέξανδρου ουν- 
τάττει βαΟιλείαν .... Demnach bezeugt Eusebius lediglich die Ab- 
fassung von Περϊ αρχών in Alexandria und vor der Übersiedlung des 
Origenes nach Caesarea im 10. Jahr des Severus Alexander (Euseb. 
h. e. VI 26), d. h. vor 230/31 n. Chr.i, gibt aber weder das Entstehungs- 
jahr, noch einen terminus post quem an. Die Reihenfolge der Origenes- 
schriften bei Eusebius h. e. VI 24 ist sicherlich nicht streng chrono- 
logisch, und die Bestimmung κατά την ^Αλεξάνδρου βαΰιλείαν bezieht 
sich nur auf die Stromata. Wenn Eusebius den Johannes-Commentar 
(B. I — V) an die erste, und den Genesis-Commentar (B. I. — VIll) an die 
zweite Stelle rückt, so kann er die Priorität des ersteren vielleicht aus 
Orig., In Joh. I 2 erschlossen haben 2. Da aber i. J. 230/31 weder 
Johannes- noch Genesis- noch Psalmen-Commentar vollendet waren, so 



1) Vgl. Ed. Schwartz, Eusebius Teil III S. CCXX. 

2) Vgl. Harnack, Chronologie II S. 80; Preuschen, Einl. zu Origenes, Werke IV 
S. LXXVIII f. 

Origenes V. Β 






χ Origenes 

ist es wahrscheinlich, daß Origenes, wenn er auch mit der Erklärung 
des Johannesevangeliums begonnen hatte, doch bald darauf auch Genesis 
und Psalmen zu erklären begann und die drei Werke gleichzeitig weiter 
förderte Κ Aus Euseb. h. e. VI 23, 1 (Εζ εκείνον δε καΙ 'S^gr/tvei των 
ίΐς τάς ϋ^ύας γραφας ντιομνημάτων εγίνετο άρχη, ΑμβροοΊου παρορ- 
μώντας αντον μνρίαις οοαις ον προτροπαία ταΐς δια 'λόγων καΐ παρα- 
κληοεοιν αντο μόνον, άλλα καΐ άφ&ονο^τάταις των επιτηδείων χορη- 
γίαις) wird nun mit Kecht geschlossen, daß Origenes auf Betreiben des 
unter Caracalla bekehrten Ambrosius etwa vom Jahre 218 ab Commen- 
tare geschrieben hat. Die Entstehung von Περί αρχών liegt aber 
diesem Zeitpunkt nicht voraus, sondern ist nach demselben, nach dem 
Beginn des Psalmen- und Genesis-Commentars anzusetzen. Dies be- 
weisen folgende Stellen. Orig., De princ. II 4, 4 (132, 8): De quibus 
secundum parvitatem sensus nostri cum secundi psalmi exponeremus illum 
versiculum, in quo ait: »Tunc loquetur ad eos in ira sua, et in furore 
suo conturbabit eos« (Psal. 2, δ), prout potuimus, qualiter hoc intellegi 
deberet, ostendimus. Eusebius (h. e. VI 24) bezeugt, daß die Erklärung 
der ersten 25 Psalmen durch Origenes noch in dessen Alexandrinische 
Zeit fällt; freilich ergibt sich aus dem Citat in De princ. II 4, 4 nicht, 
wie weit bei Abfassung dieser Schrift der Psalmen-Commentar schon 
gefördert war. Etwas weiter führen uns folgende Stellen. Orig., De 
princ. II 3, 6 (123, 13): Verum de huiuscemodi opinionibus plenius in 
illo loco tractavimus, cum requireremus, quid esset quod »In principio 
fecit deus caelum et terram« (Gen. 1, 1). Demnach hatte Origenes, als 
er jene "Worte schrieb, seinen Genesis-Commentar bereits angefangen. 
Daß er aber noch nicht weit darin fortgeschritten war, zeigt eine zweite 
SteUe I 2, 6 (34, 15): . . . eum, qui >ad imaginem et similitudinem dei< 
(vgl. Gen. 1, 26) factus est, hominem, de quo diligentius deo favente, 
cum locum ipsum in Genesi exponere coeperimus, videbimus. Allerdings 
können damals, wenn die Erklärung von Gen, 1, 16— IS dem dritten Buch 
des Genesis-Commentars angehört ^, schon drei Bücher desselben vollendet 
gewesen sein. Wenn aber Buch IV dieses Commentars, in welchem 
wohl Gen. 1, 26 behandelt worden ist, und dazu noch Buch V — VIII, 



1) Daß nach Orig., In Job. I 2, 14 der Anfang des Genesis-Commentars vor 
dem Johannes-Commentar anzusetzen sei, wie Preuschen RE f. prot, Tlieol, XIV^ 
S. 480 meint, läßt sicli aus der eben citierten Stelle nicbt erweisen; vielmelir 
sagt dort (§ 13) Origenes ausdrücklich: άπαρχί/ν om• πράξεων, &ξ ον xrj ^Αλεςαν- 
δρεία έπιδεδημήκαμεν, τίνα αλλην η την εΙς t^jv άτιαρχ^ιν των γραφών [seil, το 
εναγγέλίον] εχρήν γεγονέναι; Die folgende Ausführung soll nur die Gleichsetzung 
von απαρχή und εναγγέλιον rechtfertigen. 

2) Vgl. Philokal. c. 14 γ. 67 Rob. 



Einleitung. Α. Entstehung und Bezeugung von ΠεοΙ αργών XI 

also noch fünf umfangreiche Bücher außer den sonstigen Arbeiten 
vor 23U 31 in Alexandria entstanden sind, so dürfte es sich empfehlen, 
die Abfassung von /ΖερΙ αργιών eher bald nach 220 als kurz vor 230 
anzusetzend Vor diesem Werk sind ferner die zwei Bücher Iltgl 
άναΰτάοεως entstanden, wie De princ. II 10, 1 (173, 7: de quo et in 
aüis quidem libris, quos de resurrectione scripsimus, plenius disputa- 
vimus) beweist; da nun Περί άναοτάοεως von Origenes auch in seinem 
Klageüeder-Commentar, der den Jahren 218 — 230 angehört, citiert wird 
(Euseb. h. e. VI 24), so muß man wohl die Abhandlung über die Auf- 
erstehung, die eine Art von Vorarbeit zu De principiis bildet, noch 
vor den Beginn der großen Commentare, also vor 218 rücken. Die 
jener innerlich verwandte, nur viel umfassendere Schrift über die Grund- 
lehren aber dürfte wohl eben ihrer innerlichen Zugehörigkeit wegen 
nicht zu weit entfernt von jener, d. h. nicht viel nach 220 anzusetzen 
sein. Andererseits liegen die von Eusebius h. e. VI 16 unter CaracaUa 
erwähnten hebräischen Studien des Origenes schon etwas zurück. De 
princ. I 3, 4 (52, 17: "Ελεγε όε 6 Εβραίος . . .) und IV 3, 14 (26) (346, 11: 
Xam et hebraeus doctor ita tradebat . . .) wird die Erklärung einer 
Jesaia-SteUe durch den hebräischen Lehrer des Origenes in der Form 
angeführt, daß dessen Unterricht damals schon einige Zeit abgeschlossen 
gewesen sein muß. Daß Origenes in seinem Commentar zum Römer- 
brief VII 16 (Lom. VII 167: De quibus plenius quidem a nobis in eo 
libello, ubi de arbitrii übertäte disseruimus, pro viribus singula quaeque 
discussa sunt, quae ad instructionem satis superque sufficiantj das dritte 
Buch von Περί αρχών citiert ^, trägt zur genaueren Feststellung der 
Abfassungszeit dieses Werkes ebensowenig bei wie die Beobachtung, 
daß De princ. 1 δ, 4 (75, 25: ne forte velut in transitu de tantis et tam 
absconditis rebus videamur inquirere, quod utique proprium vel opus 
exigit vel laborem) die Erklärung von Ezech. 26. 28 noch nicht als 
vorhanden voraussetzt; sie ist erst in Caesarea und Athen entstanden, 
vgl. Euseb. h. e. VI 32. 

Ist nun mein Ansatz: >nicht lange nach 220-= durch die oben an- 
geführten Zeugnisse und Erwägungen wahrscheinlich gemacht, so fallen 
damit frühere Ansätze von selbst weg. Schnitzer (Origenes über die 
Grundlehren der GlaubensΛvissenschaft S. XIX— XXI) hat das Jahr 213 
angenommen, und Preuschen (RE f. prot. Theol. XIV 3 S. 4So) folgt 



1) »Zwischen 220 und 230< ist der Ansatz von Kattenbusch, Das apost. Sym- 
bol II 13.5. 

2i Vgl. Erich Klostermann in den Sitzungsber. d. Kgl. Pr. Akad. d. Wies, zu 
Berlin 1897, XXXIX S. lü. 

B* 



XII Origenes 

ihm, indem er Περί αρχών mitten in der Abfassung des Genesis-Com- 
mentars zwischen 212 und 215 entstanden sein läßt. Dieser zu frühe 
Ansatz wird durch das bestimmte Zeugnis des Eusebius h. e. VI 23, 1 
(Εξ εκείνον δε, d. h. von 218 ab, καΙ 'ίίριγένεί των εις τας &^είας 
γραφας υπομνημάτων εγίνετο αρχή) widerlegt. Wir haben keinen 
Grund, den Beginn des Genesis-Commentars früher anzunehmen, als 
218; und daß aus Orig., In Joh. I 2, 14 die Priorität des Genesis- 
Commentars vor dem Johannes-Commentar nicht gefolgert werden kann, 
ist schon oben erwähnt worden. Die von Schnitzer a. a. 0. S. XX 
vorgebrachten Gründe sind sämthch unzureichend ^; er scheint zu dem 
früheren Ansatz besonders durch die Meinung veranlaßt worden zu 
sein, daß Origenes »in den Jahren 219 bis 231« die von Eusebius ge- 
nannten Werke gar nicht habe verfassen können: so wenig kennt 
er die ungewöhnliche Arbeitskraft und Leistungsfähigkeit des großen 
Theologen. 

Für wen Origenes die Schrift Περϊ αρχών, d. h. die erste christ- 
lich-kirchliche Dogmatik^, geschrieben hat, sagt er selbst IV 4, δ (32) 
(356, 15: ... prout potuimus in superioribus diximus pro bis, qui in 
fide nostra etiam credendi rationem perquirere solent, et pro bis, qui 
haeretica adversum nos certamina commovent et materiae nomen, quod 
ne ipsi quidem adhuc quäle sit intellegere potuerunt, solent frequentius 
ventilare). Der Verfasser erwartet also, daß Περϊ αρχών zwei von ein- 
ander verschiedene Gruppen von Lesern finden wird: einerseits recht- 
gläubige, aber tiefer forschende Christen, seine Freunde, andererseits 
ketzerische Christen oder heidnische Philosophen, seine Gegner. Jeden- 
falls hat Origenes sein dogmatisches Hauptwerk, in dem platonische, 
stoische und pythagoreische Philosophie mit christlichen Glaubenssätzen 
in ganz wundervoller AVeise zu einem Ganzen verbunden ist, nicht für 
die Einfältigen (die άπλονοτεροι) und nicht für die große Menge ^, 
sondern für die Gebildeten, teils die philosophisch gebildeten Christen, 
teils die mit dem Christentum vertrauten heidnischen Philosophen oder 
Gnostiker — man denke z. B. an den >Valentinianer< Ambrosius — zur 
Belehrung, zur AViderlegung und Bekehrung bestimmt. Daß das Buch 



1) Dies hat schon Redepenning, Origenes I 404 A. 1 nachgewiesen. Vgl. 
jetzt vor allem Harnack, Chronologie II S. 31 A. 1. 

2) Vgl. Redepenning, Origenes I 398. 

3) Hieron., Ep. ad Pamm. et Ocean. 84 (6δ), 10 (Migne SL 22, 751) cit.iert 
einen Brief des Origenes an Fabianus, der 236 — 250 Bischof von Rom war, worin 
Origenes den Ambrosius beschuldigt habe, daß dieser »secreto edila in publicum 
protulerit«. Das ist wohl auf Περί άρχων zu beziehen, wenn es auch nicht aus- 
drücklich gesagt wird; vgl. unten S. XIX. 



Einleitung. Α. Entstehung und Bezeugung von Περί άρχων XIII 

in directem Zusammenhang mit der Lehrtätigkeit des Origenes steht, 
lälit sich nicht beweisen, ist aber wahrscheinlich; denn das ganze Werk 
liest sich wie eine zusammenhängende ßeihe von einzelnen, zunächst münd- 
lich gehaltenen und dann schriftlich festgelegten Lehrvorträgen ^ Aus dieser 
Entstehung des Buchs dürften sich gewisse Wiederholungen und Nach- 
träge, besonders im IV. Buche, und die lebhafte Polemik teils gegen Häre- 
tiker (s. das Wort- und Sachregister), teils gegen die >einiältigen< Christen 
leicht erklären. Den letzteren macht er z. B. ihre materielle Ansicht von 
der Auferstehung zum Vorwurf (II 10, 3 a. Α.), er schilt die oberflächlichen 
Beurteiler und Buchstabenmenschen, die von sinnlichen Freuden im 
Leben der Seligen faseln (11 11, 2 a. Α.), und tadelt die ^simpHciores 
quique . . credentium< (III 2, 1 a. E.), weil sie alle Sünden der Wirk- 
samkeit böser Geister zuschreiben oder die Gottheit zu menschKch auf- 
fassen wollten (IV 2, 1 [8] a. E.). An solchen Stellen zeigt sich Origenes 
als Vertreter der alexandrinischen philosophisch -christlichen γνώϋίς, 
als der christliche Eklektiker und Nachfolger des Clemens von Alexan- 
dria, von dem er sich jedoch durch seinen »unbedingten Biblicismus< 
(Harnack, DG Ρ S. 781 A. 4) unterscheidet. Das bekannte Urteil des 
Porphyrius (Euseb. h. e. VI 19, 7 : Ώριγένης . . . κατά μεν τον βίον χρι- 
οτιανώς ζών καΙ παρανόμως, κατά όε τάς περί των πραγμάτων καΐ 
του ϋ^είον δόξας ελληνίζων τε και τά '^Ελλήνων τοις ό&νείοις υπο- 
βαλλόμενος μνθ^οις) gründet sich wohl vor allem auf die Bücher Περί 
άναοτάοεως und Περί αρχών. Auf das zweite Werk beziehen sich die 
absichtlich allgemein gehaltenen Worte Gregors von Nyssa (De hom. 
opif. 28, Migne SGr 44, 232 A): ol τω προτερφ παριοτάμενοί λόγω 
και πρεοβντέραν της εν οαρκΐ ζωής την πολιτε'ιαν των χρυχών δογ- 
ματίζοντες ον μοι δοκοϋοι των ^Ελληνικών κα&αρενειν δογμάτων, 
των περί της μετενϋωματώοεως αυτοϊς μεμνϋ-ολογη μένων. Deutlicher 
spricht sich Marcell von Ancyra (bei Euseb. c. Marcell. 1 4, S. 22, 29ff Kl.) 
über dieselbe Sache aus: καίτοι ει δεϊ τάλη&ες περί Ώριγένονς ειπείν, 
τοντο προοήκει λέγειν, ότι άρτι των κατά φιλοοοφίαν άποΰτάς μα- 
ϋ^ημάτων, και τοις ϋ^είοις ομιλήοαι προελομενος λόγοις προ της ακρι- 
βούς των γραφών καταλήψεως, διά το πολν καΐ φιλότιμον της 
εξωϋ-εν παιδεύοεως &αττον τον δέοντος άρξάμενος [νπο]γράφειν νπό 
τών τ^Jς φιλοοοφίας παρήχΰ^ϊ/ λόγων, και τίνα δι αυτονς ον καλώς 
γέγραφεν. δηλον δέ' ετι γάρ τών Πλάτωνος μεμνημένος δογμάτων 
και της τών αρχών παρ' αντώ διαφοράς, Περϊ αργιών γέγραφεν βι- 
βλ'ιον, και ταντην τω ονγγράμματι την επιγραφην είλετο. Richtig 
ist hier die von Marcell hervorgehobene Abhängigkeit des Origenes 

1) Vgl. Kattenbusch, Symbol II 166. 



XIV Origenes 

von Piatons Philosophie, nur daß sie nicht so weit ging, wie Marceil 
annimmt. 

Über den von Marcell und andern Schriftstellern und in den HSS 
bezeugten Titel der Schrift hat Schnitzer in seiner Einleitung S. XXI ff 
ausführlich gehandelt und als beste Übersetzung »Grundlehren der 
Glaubens Wissenschaft« richtig festgestellte Origenes selbst spricht über 
den Begriff αρχή ausführlich in seinem Johannes-Commentar I 16 ff 
(IV 2ü ff). Wenn Kufin, der in seiner ersten Vorrede ebenfalls den 
Titel ΠίρΙ αρχών bezeugt (S. δ, 5), als Übersetzung hinzufügt: »quod 
vel de Principiis vel de Principatibus dici potest«, so will er wohl auf 
die zwei verschiedenen Bedeutungen von άρχαί hinweisen, die nach 
seiner Meinung beide für das Werk des Origenes passen würden. In 
einigen HSS (s. den Apparat zu S. 5, 6) steht anstelle von »Principa- 
tibus« die Variante »Principalibus«, die wohl der Vermutung eines 
Lesers, Rufin habe zwei synonyme Ausdrücke zur VV^ahl stellen wollen, 
ihren Ursprung verdankt. 

Eine Schrift mit ähnlichem Titel und Inhalt hat auch Clemens von 
Alexandria, der Vorgänger und Lehrer des Origenes ^, verfaßt; vgl. 
Quis dives salvetur 26, 8 (177, 25 St.): οπΐιρ ev ττ/ Jttρ\ αργών και θεο- 
λογίας εξηγηθεί μνοτηρων τον οωτήρος υπάρχει μαθ^είν. In den 
Stromata wird mehrmals auf eine solche Schrift hingewiesen, in der 
τα περί αρχών φνοιολογη&εντα dargestellt werden sollen, d. h. die 
Grundlehren der griechischen und nichtgriechischen Philosophen nebst 
einer kurzen Behandlung der (oder ihrer) Theologie; vgl. z. B. Strom. 
V 14; 140, 3: οπην'ιχα αν τας περί αρχών όόξας τας παρ' "Ελληοί 
φερομένας άναλεγώμε&α, dazu StählinsNote in seiner Ausgabe II 420, 24. 
Ausführlicher hat über diese Schrift des Clemens Alex. Theodor Zahn, 
Forschungen III S. 38 f, gehandelt. Wenn nun auch aus der einen von 
Zahn angeführten Clemensstelle (Strom. IV 1; 3, 1) hervorgeht, daß 
Clemens beabsichtigt hat, nach den Grundlehren der griechischen Philo- 
sophen auch die wahre Physiologie, die, von der biblischen Kosmogonie 
ausgehend, zur Theologie aufsteigen soll, darzustellen (Zahn a. a. 0. S. 39), 
so hat er doch wahrscheinlich in der von ihm selbst citierten Schrift 
Περί αρχών καΐ ϋ-εολογίας hauptsächlich heidnische Lehren behandelt. 
Eine ausführliche Darstellung der christliehen Grundlehren durch Cle- 
mens ist schon deshalb nicht wahrscheinlich, weil dann für Origenes so 
kurze Zeit danach kaum ein Anlaß für die Behandlung desselben Stoffes 



1) Vgl. auch Redepennitig, Oiigeues 1 394 ff. 

2) Vgl. Theodor Zahn, Forschungen zur Gesch. des ntl. Kanons und der alt- 
kirchl. Lit. III. Teil S. 141. 171. 



Einleitung. Α. Entstehung und Bezeugung von Π(ρϊ ao/öjv XV 

in einem ebenso betitelten AVerke vorgelegen hätte. Origenes hat in 
diesem vielleicht eben das, was sein V^orgänger nur beabsichtigt, aber 
nicht ausgeführt hatte, ausgeführt ' und eine christliche Ergänzung zu 
dessen Darstellung der heidnischen Grundlehren geboten. So mag die 
Anregung zu der Abfassung von ΠίρΙ αργιών dem Origenes wohl von 
Clemens gegeben worden sein; das Verdienst aber, die christlichen 
Glaubenslehren zum ersten Male systematisch und in Verbindung mit 
Lehren griechischer Philosophen dargestellt zu haben, gebührt allein 
dem Origenes 2. Er hat eia für seine Zeit vollkommenes und voll- 
ständiges Werk geschaffen; denn keine der damals und später auf- 
tauchenden dogmatischen Fragen ist darin unberücksichtigt geblieben. 
Περί άρχων war auch lange Zeit hindurch der einzige Versuch einer 
Zusammenfassung der christlichen Glaubenslehre. Abgesehen von Theo- 
dorets d^slow δογμάτων Ιπιτομη (haer. fab. comp. V, Migne SGr 
83, 439 ff), hat erst Johannes Damaseenus im 3. Teil der Πηγή γνώ- 
οεως, der εχόοοις ακριβής της ορθ^οόό^ον τιίοτεως (Migne SGr 94), 
den Versuch Λτiederholt; vgl. Loofs. Leitf. z. Stud. der Dogmengesch.•* 
S. 323. 

II. Ausgewählte Zeugnisse'. 

Die Schrift Περϊ άρχων, welche gewisse Grundanschauungen des 
Origenes und vor allem die Verschmelzung griechischen und christ- 
lichen Geistes, die damals in Alexandria vollzogen wurde ^, klar zum 
Ausdruck bringt, ist von den Freunden und Anhängern des Origenes 
ebenso hoch geschätzt, wie von seinen Feinden und Gegnern schart 
bekämpft und verurteilt worden ^ Sie hat in den Jahrhunderten nach 
des Origenes Tod den hauptsächlichsten Maßstab für die Beurteilung 
seiner Rechtgläubigkeit gebildet, ist der Anlaß zu der heftigen Feind- 
schaft zwischen Hieronymus und Rufin geworden und hat ihrem Ver- 
fasser den Namen eines Ketzers und die Verdammung unter dem Kaiser 
Justinian eingetragen. Welche Bedeutung dieser Schrift von der Nach- 



1) Clemens hatte auch eine Abhandlung Περί άναστάαβως schreiben νοίίβα 
(Paed. I 47, 1. II 104, 3 = I 118, 3. 219, 28 St.; Redepenning, Origenes I 390 A. 9; 
Th, Zahn, Forschungen III 47), Origenes hat sie tatsächlich geschrieben. 

2) Andere Verfasser von Schriften Περί αρχών nennt Fabricius-Harleß, Bibl. 
VII p. 233: i>Libros περί αρχών scripserunt etiam Longinus, Porphyrius, et cuius 
opus adhuc MS. superest, Damascius«. 

3) Sehr reiches Material hat Huet in seinen von mir benutzten Origeniana 
zusammengetragen, aber zu wenig kritisch gesichtet. 

4j Vgl. Thomasius, Origenes S. 17 1. 
ö) Vgl. Redepenning, Origenes 1 392. 



XVI Ori 

weit beigemessen worden ist, ergibt sich aus einzelnen Zeugnissen, die 
hier folgen. 

Pierius, Presbyter unter Diocletian, hat nach Photius, Bibl. Cod. 119 über 
den heil, Geist und die Präexistenz der Seelen wie Origenes (in Περί αρχών) ge- 
lehrt und ist deshalb νέος Ώριγένης genannt worden. 

Theognostus, Hypotyp. 7 BB. hat Περί αρχών benutzt, s. Photiue, Bibl. Cod. 
106, 861j 87 aB.: iv μεν ovv τώ πρώτω λϋγυ) διαλαμβάνει, περί τον πατρός, και 
Sri εατί δημιουργός επιχειρών δεικννναι, και κατά τών νποτιθ-έντων ανναιδιον 
νλην τώ ϋ-εώ. iv δε τώ δεντέρω τίΟ-ηοι μεν επιχειρήματα δι' ών δεΧν φηαι τον 
πατέρα εχειν νϊόν, ν\6ν δε λέγων, κτίσμα αντον άποφαίνει και τών λογικών μόνον 

έπιατατεΐν, καΐ αλλ' αττα, ωσηερ ^Ω,ριγένι^ς, επιφέρει τώ νϊώ ωσπερ δε 

εν τω δεντέρω, ούτω καΐ εν τω τρίτω λόγω περί τον αγίον πνεύματος διαλαμβά- 
νων τί{)-ησι μεν επιχειρήματα τ/)ν τοϋ παναγίου πνεύματος νπαρξιν δεικννειν άπο- 
πειρώμενος, τα δ" άλλα, ωαπερ Ώριγένης εν τψ Περί αρχών, οντω και αντός έν- 
τανθ^α παραληρεί, εν δε τω τετάρτω περί αγγέλων και δαιμόνων ομοίως εκείνω 
κενολογεΐ και οώματα αντοΐς λεπτά άμφιένννοιν. εν δε τώ πέμπτω καΐ εκτω 
περί της ενανΟ-ρωπήαεως τον σωτήρος διαλαμβάνων . ... εν δε τώ εβδόμω, ο καΐ 
περί &εοϋ δημιονργίας επιγράφει, εναεβέατερόν πως περί τε τών άλλων διαλαμ- 
βάνει και μάλιστα προς τω τέλει τοϋ λόγου περί τοϋ νιου. 

Παμφίλον τοϋ μάρτυρος και Ενοεβίον νπερ ^Ωριγένονς bei Photius, Bibl. 
Cod. 118 erwähnt. Fünf Bücher seien von Pamphilus im Gefängnis in Anwesen- 
heit des Eusebius, das 6. von Eusebius nach dem Tod des Pamphilus (IG. Febr. 310) 
ausgearbeitet, και άλλοι δε πλείστοι κατ' εκείνο καιροϋ και άξιολογώτατοι απο- 
λογίας υπέρ αντοϋ αννετάξαντο. Das erste Buch der Apologie des Pamphilus, 
durch die lateinische Übersetzung Rufins erhalten, bietet zahlreiche Fragmente 
aus Περί αρχών. 

Eusebius, Hist. eccles. VI 24, oben S. IX abgedruckt. 

Marceil US von Ancyra (bei Euseb. c. Marcell. I 4, S. 23, öffKl.) citiert Περί 
αργών, s. ob. S. XIII. 

Athanasius, De decretis Nicaen. Syn. c. 27 (ed. Ben. Paris 1698 I 1 p. 232 f): 
Περί δε τοϋ άϊδίως αννεΐναι τον λόγον τώ πατρί, και μή ετέρας ουσίας η υποστά- 
σεως αλλά τής τοϋ πατρός ϊδιον αυτόν είναι, ως ειρήκααιν οι εν τ(] σννόδω, εξέστω 
πάλιν νμας άκοϋσαι και παρά τον φιλόπονου ^Ωριγένονς. α μεν γαρ ως ζητών και 
γνμνάζων έγραψε, ταϋτα μί} ως αυτόν φρονοϋντος δεχέαθ-ίο τις' αλλ α τών προς 
εριν φιλονεικονντων εν τώ ζητεΐν, άδεώς ορίζων αποφαίνεται, τούτο τοϋ φιλό- 
πονου το φρόνημα εστί. μετά γοΰν τά ως εν γυμνάσια λεγόμενα προς τους αϊρε- 
τικονς ενΟ-νς αυτός επιφέρει τά ίδια, λέγων οί'τως' (es folgt ein Fragment aus 
Περί αρχών IV 4, 1 [28] S. 349, 15 ff). 

Athanasius,Ep. IV9f adSerap. (ed. Ben. Paris 16981 1 p. 702 f): Παλαιοί μεν 
ovv άνδρες, ^Ωριγένης ο πολυμαθ^ης και φιλόπονος και Θεέιγνωστος ό θαυμάσιος 
και σπουδαίος {τούτων γαρ τοις περί τούτων [ά. h., daß die Sünde gegen den heil. 
Geist nicht vergeben wird] σννταγματίοις ένέτυχον, υτε τίιν έπιστολην εγραψας], αμ- 
φότεροι γαρ περί τούτου γράφουσι, ταύτην είναι την εις το αγίον πνεΰμα βλασφη- 
μίαν λέγοντες, υταν ο\ καταξιωΟ-έντες εν τω βαπτίσματι της διορεάς τοϋ άγιου 
πνεύματος ηαλινδρομήαωσιν εις το άμαρτάνειν. δια τοϋτο γάρ μτ]δε άφεσιν αύτονς 
λήψεαθ-αί φασι, κα&ά και ό Παΰ/.ος εν τ^ προς ^Εβραίους λέγει ι6, 4 — 6). ταϋτα 
δε κοιν?] μεν λέγηυσι, και ιδίαν δε έκαστος προστί&ησι διάνοιαν. (10) Ό μεν γάρ 



Einleitung. Α. Entstehung und Bezeugung von Περί άρχων XVII 

Ώιηγή•?ις καΐ τ/μ' αΐτίαν της κατά των τοιούτων κρίσεως οντω λέγει' Ό μεν θ-εός 
και πατ/]ρ εις πάντα όιήκει και πάντα αννέχει, αχρνχά τε και εμχρνχα, λογικά τε 
και άλογα' τον δε νίοϋ η δνναμις εις τα λογικά μόνα διατείνει, εν οίς είοι κατη- 
χονμενοι και"Ε?.ληνες, οι μηδέπο) πιοτείσαντες' το δε πνεϋμα το αγιον εις μόνονς 
εστί τοις μεταλαβόντας αντον εν τ^ τον βαπτίσματος δόσει. όταν τοίννν κατή- 
χονμενοι και "Ελληνες άμαρτάνωσιν, εις μεν τον νιόν άυαρτάνονσιν, επεί εν αντοΐς 
εστίν, ωσπερ ε'ι'ρηται' δύνανται δε όμως λαμβάνειν άφεοιν, όταν καταξιωθ^ώσι 
δωρεάς της παλιγγενεσίας, υταν δε οί βαπτισθ^έντες αμαρτάνωσι, τίιν τοιαίτην 
παρανομίαν εις το πνεϋμα το αγιον φ&άνειν φησίν, επειδίι εν αντω γενόμενος 
ημαρτε' και δια τοντο άανγγνωστον είναι την κατ^ αντον τιμωρίαν. Dies scheinbar 
wörtliche Citat ist Paraphrase und Erweiterung von Περί άρχων Ι 3, δ, S. 55, 4 ff. 

Athanasius, De conimuni essentia Patris, Filii et Spiritus s. (ed. Ben. Paris 
1698 II p. 25 BC): και εάν πάλιν τοϊτο άληΟ-ές, δια τι λοιπόν εγκαλείται ό αί^λιος 
Ώριγένης, τέλος κηρvττυJV της κολάαεως εν αις φηοι σνγχώρησιν πάσης αμαρτίας 
γενέσΟ-αι και τοις άνθ-ρώποις και τοις δαίμοοι παρά &εον; Ygl. Quaest. ad Αη- 
tioch. 72, ebenda p.284E. Dies Citat bezieht sich auf Περί άρχων II 10,8, S. 182, IGff. 

Athanasius, Vita Anton. 74 wird von Justinian, Ep. ad Mennam (Mansi IX 
504 Ε ) als angebliches Zeugnis gegen Origenes und seine in Περί άρχων vor- 
getragene Lehre vom Fall der Seelen herangezogen. Aber daß dort Origenes ge- 
meint ist, läßt sich nicht beweisen. Dagegen enthält die von Justinian ebenda 
p. 506 D citierte Stelle aus Athanas., Ep. ad Epictet. {είκότως καταγνώαονται 
εαντών πάντες οΐ νομίζοντες προ της Μαρίας είναι τ/)ν εξ αντής σάρκα, και προ 
ταύτης εσχηκέναι χρνχην άνθ^ρωπίνην τον &εί>ν λόγον, καΐ εν αντη προ της επιδη- 
μίας άεΐ γεγενησθ-αι, vgl. zum Text Georg Ludwig, Athanasii ep. ad Epictet., 
Diss. inaug. Jenae 1911, p. 13) eine Kritik von Περί άρχων IV 4, 4 (31), S. 353, 13. 

Gregorius Nyss., De anima, ed. Morelli Paris 1638 II p. 113 Β (= Migne SGr 
45, 221AJ: τοις γαρ βα&μονς των χρν/ών και τάς αναβάσεις, ας Ώριγένης εισάγει, 
μηδέν σνναδοίαας ταΐς Ο-είαις γραψαΐς μηδέ προσήκουσας τοις τών Χριστιανών 
δόγμασι, παραλειπτεον. Vgl. Περί άρχων Ι 8, 4, S. 103, 12. 

Gregorius Nyss., De hom. opitic. 28, ed. Morelli Paris 1633 1 119 CD (= Migne 
SGr 44, 229 BC): Τάχα γαρ ονκ εξω της προκειμένης ήμϊν πραγματείας έατι το 
διεξετάσαι το άμφιβαλλϋμενον εν ταΐς έκκ?.ησίαις περί ι})νχής τε και σώματος, 
τοις μεν γαρ τών προ ημών δοκεΐ, οΊς ό περί τών αρχών έπραγματεύ&η λόγος, 
καθ-άπερ τινά δημον εν ίδιαζονοί;/ πολιτεία τάς ψνχάς προνψεστάναι λέγειν κτλ. 
Hiermit ist zu verbinden Gregor. Nyss., De an. et resurr., ebenda III p. 233 D 
—234 Α (= Migne SGr 46, 112 C— 113 D), beide Stücke gehören zu Περί άρχων 
Ι 8, 4, S. 102, 12 ff'. Das erste Citat findet sich auch bei Justinian, Ep. ad Mennam 
(Mansi IX p. 508 B). 

Ein Anonymus bei Photius, Bibl. Cod. 117 hat — nach Eusebins und vor 
Justinian — ein βιβλίον νπερ 'ί^ριγένονς καΐ τών αντον ^εοατνγών δογμάτων εν 
τόμοι: ε' geschrieben. Als Zeugen für Origenes waren dort genannt: Dionys. von 
Alex., Demetrius, Clemens, Pamphilus, Eusebius; für die Lehre von der Prä- 
existenz der Seelen waren Stellen aus der Schrift und den Vätern beigebracht. 
Über die Trinität habe Origenes nichts Ketzerisches gesagt, sondern τ?/ν τών προσ- 
ώπων τριάδα gelehrt. Das Übrige sei von Origenes γνμνασίας χάριν gesagt 
oder von Heterodoxen interpoliert. Dem Origenes würden fälschlich 15 Punkte 
(die größtenteils aus Περί άρχων entnommen sind) vorgeworfen: τα δε κε<[άλαιά 
έστι ταϋτα' φασίν αυτόν παραγγέλλειν μή προσεύχεσ&αι τιο νιώ, και μίι είναι 



XVIII Origenes 

αντον απλώς άγα&όν, και μ^ι γινώσκειν τον πατέρα ώς αυτός εαυτόν, καΐ τάς 
λογικάς φίαεις εις αλόγων είακρίνεαΒαι οώματα. καΐ είναι μετεναωμάτωσιν, και 
οτι η τοϋ οωτήρος tpv/J] ή τον Αδάμ ήν, και ότι ουκ εατιν αιώνιος κόλαοις, ονόε 
σαρκός αη'.αταοις, και οτι ον κακόν η μαγεία, και ότι τιοιητικη των ηραττομένων ^ 
αστρονομία [vgl. hierzu Theophil. ΑΙ., Ερ. synod. 2 (Migne SL 22, 76ο fj], και υτι 
παύεται ό μονογενής τής βασιλείας, και υτι εκ καταπτώσεως ήλίί-ον οί άγιοι εις 
τόν κόσμον αλλ' ου δι' ετέρων &εραπείαν, καΐ υτι ό πατήρ και τω νιώ αόρατος, 
και υτι τα Χερονβιμ επίνοιαι τον νϊοϋ είσιν, και υτι ή εικών τον d -εοϋ ώς προς 
εκείνον, ον εστίν είκών, καθ-' ο εΙκών, ουκ εστίν άλήΟ-εια. Vgl. zum letzten Punkt 
Περί άρχων Ι 2, G, S. 36, 7—10. Wie wenig wurde damals, wie viel später von 
Justinian an Περί άρ/ίόν beanstandet! 

Didymus Alex, hat nach Sokrates, hist. eccl. IV 25 Commentare zu Periar- 
chon verfaßt, die Hieron., Apol. II 16 (Migne SL 23, 438' >breves commentarioloä< 
nennt. Sokrates schreibt: ερμψεΐααι δε και τα Περί άρ/ών Ώριγένονς, υπομνή- 
ματα τε έκδονς εις αυτά, δι' ων σννίοτησιν, ώς ειη άριστα γεγραμμένα, κ αΐ μάτην 
ερεσχελοϊαιν οΙ κατηγορεϊν τόν άνδρα και τα βιβλία διααϊρειν απονδάζοντες' 
μηδέ γαρ αντονς δίναο&αί φησιν ελεΐν τήν τοϋ ανδρός αύνεσιν. Ahnlich spricht 
sich Hieron. a. a. 0. aus. 

Epiphanias, Ancorat. 63: &ανμάζω γαρ ώς αληθώς, πώς τίνες ανέχονται 
τον βλαοψημήσαντος τόν εαντον δεσπότην. άναγνώτωσαν Ώριγένονς τα περί 
αρχών οί τοιούτοι, και μαθέτωσαν οι δοκονντες είναι νιοι τής εκκλησίας της κα- 
θολικής, και μή τόν νϊόν άπό τής τον πατρός &εότητος χωρίζειν τολμάτωσαν. 
Dann folgt das zu De princ. I 1, 8. S. 25, 16 ö' in den Testimonien abgedruckte 
Fragment. 

Theophilus Alex., Ep. synod. ad episcopos Palaestinos et ad Cyprios c. 2 
Errores Origenis, bei Hieron., Ep. 92 (Migne SL 22, 762): Nam cum legeretur 
Volumen Περί άρ'χών, quem nos De principiis possumus dicere, in quibus scriptum 
est quod ... (es folgen mehrere Bruchstücke). 

Ebenda c. 4 (767) : Praeterea in libris Περί αργιών et hoc persuadere conatur, 
quod vivens Dei sermo non assumpserit corpus humanum etc., vgl. De princ. IV 
4, δ (32), S. 355, 14 tf. 

Rufinus, Apol. I 20 (Migne SL 21, OÖS): Quatuor libri sunt isti [sciL Περί 
άρχών\ quos interpretatus sum, in quibus de Trinitate sparsim per singulas paene 
paginas disputatur. 

Ebenda I 21 (559): et omnia, quae a me vel improbabilia praetermissa fuerant, 
inseruit [seil. Hieronymus in seiner Übersetzung von Περ\ άρχων], quo scilicet 
nunc contra sententiam suam Romani per ipsum Origenis cognoscant [-unt Migne] 
mala et ignorent bona. Hiermit sind die Vorreden Rufins vor dem I. und III. Buch 
De princ. zu vergleichen. 

Hieronymus, Ep. ad Rufin. 81, 1 (Migne SL 22, 735): Praefatiuncula librorum 
Περί αργιών ad me missa est, quam ex stilo iutellexi tuam esse, in qua oblique, 
immo aperte, ego petor. 

Hieronymus, Apol. III δ (Migne SL 23, 460): ... in libris Περί αργιών, 
ubi sie contexta sunt omnia et alterum pendet ex altero, ut quidquid tollere vel 
addere volueris [tollere volueris aut addere Cod. Par. 1872], quasi pannus in vesti- 
mento statim appareat. 

Pammachius et Oceanus, Ep. ad Hieron. 83 (64) (Migne SL 22, 743): 
Sanctus aliquis ex fratribus schedulas ad nos cuiusdam [seil. Rufini] detulit, quae 



Einleitung. Α. Entstehung und Bezeugung von ΠβρΙ αρχών XIX 

Origeuis volumen, quod Περί αρχών inscribitur, in latinum sermonem conversum 
tenerent. Et quoniam in bis multa sunt, quae tenuitatem nostri ingenii permo- 
vent, quaeque minus catholiee dicta existimamus, suspicamur etiam ad excusa- 
tionem auctoris multa de libris eins esse subti-acta, quae apertam impietatem 
eiusdem monstrare potuissent . . . ideshalb wird Hieron. um eine zuverlässige 
Übersetzung von Περί αρχών gebeten). 

Hieronymus, Ep. ad Pammach. et Ocean. 84 (Göi, 7 (Migne SL 22, 749): 
Centum quinquaginta anni prope sunt, ex quo Origencs mortuus est Tyri. Quis 
Latinorum ausus est unquam transferre libros eius de resurrectione, Περί αρχών, 
οτρωματίας et τόμονςΊ quis per infame opus se ipsum voluit infamari? Dann 
-werden Hilarius, Victorinus, Ambrosius als Übersetzer und Benutzer des Origenes 
e rwähnt. 

Ebenda c. 10 (Col. 751): Ipse Origenes in epistola, quam scribit ad Fabia- 
num, Romanae urbis episcopum [a. 236 — 250], poenitentiam agit, cur talia scripserit, 
et causas temeritatis in Ambrosium refert, quod secreto edita in publicum protu- 
lerit; et quid adhuc ενρεαύ.ογοναιν aliena esse quae displicent? 

Ebenda c. 12 (Col. 752): Quid autem laboris in libris transferendis Περί 
άρχων sustinuerim, vestro iudicio derelinquo; dum et mutare quippiam de Gi-aeco 
non est vertentis sed evertentis, et eadem ad verbum exprimere nequaquam eius, 
qui servare velit eloquii venustatem. 

Hieronymus, Apol. adv. libros Rufini missa ad Pammachium et Marcellam 
1 1 (Migne SL 23, 397): Et vestris et multorum litteris didici, obici mihi in schola 
Tyranni [seil. Rufini] . . . cur Περί αργών libros in Latinum verterim (vgl. I 6, 
Col. 401). 

Ebenda I 7 (Col. 402j: Ego ... in libris Περί άρ/ών simpliciter quod in 
Graeco habebatur expressi (während Rufin in seiner Übersetzung anstößige Stellen 
geändert hat). 

Hieronymus, Ep. 124 ad Avitum c. 1. 2 u. 15 (Migne SL 22, 1059f 1072): 
1. Ante annos circiter decem sanctus vir Pammachius ad me cuiusdam schedulas 
misit, quae Origenis Περί αργιών interpretata volumina continerent, imo vitiata; 
hoc magnopere postulans, ut Graecam veritatem Latina servaret translatio, et in 
utramque partem seu bene seu male dixisset ille, qui scripsit, absque iuterpretis 
patrocinio Romana lingua cognosceret. Feci ut voluit misique ei libros, quos 
cum legisset, exhorruit et roclusit scrinio, ne prolati in vulgus multoi-um animos 
vulnerarent. Α quodam fratre, qui habebat >zelum Dei, sed non secundum scien- 
tiam<, rogatus ut traderet ad legendum, quasi statim reddituro, propter angustiam 
temporis fraudem non potuit suspicari, Qui acceperat legendos, adhibitis notariis 
opus omne descripsit et multo celerius quam promiserat codicem reddidit. Eadem- 
que temeritate et, ut levius dicam, ineptia quod male surripuerat peius aliis 
credidit. Et quia difficile grandes libri de rebus mysticis disputantes notarum 
possunt servare compendin, praesertim qui furtim celeriterqne dictantur: ita in 
illis confusa sunt ouinia, ut et ordine in plei-isque et sensu careant. Quamobrem 
petis, Avite carissime, ut ipsum ad te exemplar dirigam, quod a me olim trans- 
latum et nulli alii traditum, a supradicto fratre perverse editum est. 2. Accipe 
igitur quod petisti: sed ita, ut scias detcstanda tibi in eis esse quam plurima . . . 
15. Cum haec ita se habeant, quae insania est, paucis de Filio et Spiritu sancto 
commutatis, quae apertam blasphemiam praeferebant, caetera ita ut scripta sunt 



XX Origenes 

protulisse in medium et impia voce laudasse, cum utique et illa et ista de uno 
impietatis fönte processerint? 

Augustinus, De civ. dei XI 23 (De errore, in quo Origenis doctrina cul- 
patur): Eine Origenes iure culpatur. In libris enim, quos appellant ütoi άρχων, 
id est De principiis, hoc sensit, hoc scripsit (d. h. Lehren vom Fall und der Ein- 
körperung der Seelen). 

Sokrates, bist. eccl. VI 13 (Sokrates verteidigt den Origenes; sein Gewährs- 
mann ist wohl hauptsächlich der Arianer Timotheos, der πανταχού τε τον Ώριγένην 
εκά}.ει ώς άληθ-ή μάρτνρα των ίπ' αντον λεγομένων, hist. eccl. VII 6. Sokrates 
berichtet, daß Origenes zuerst von Methodius von Olympus, dann von Eustathius 
von Antiochia und Apollinarius, zuletzt von Theophilus angegrifien worden sei. 
Jeder habe nur einzelne Ansichten des Origenes bekämpft, die andern also ge- 
billigt. Methodius habe später in dem Dialog Ξενών seine frühere Stellung zu 
Origenes widerrufen.): ii&avaoioq δε . . . εν τοις κατά Άρειανών λόγοις μεγάλ?^ 
τ^ φων?'/ μάρτυρα τήζ οικείας πίστεως τον άνδρα καλεί, τονς εκείνον λόγονς τοΓς 
Ιδίοις αννάπτων καΐ λέγων >0 &ανμαστός φησι καΐ φιλοπονώτατος Ωριγένης τάδε 
περί τον νίον και &εον ty ημετέρα δόξ^ μαρτνρεΐ, αντ'αιδιον αντον λέγων τώ 
ηατρί<. ε?.αΟ-ον ονν βαντονς οι λοιδορήααντες Ώριγένην βλαοφημήααντες και τον 
έπαινέτην αντον ^ΑΟ^ανάοιον. Vgl. Περί άρχων IV 4, 1 (28), S. 349, löif und 
oben S. XVI. 

Ebenda VI 17: ^ΕρωτηΟ-εΙς [seil. Θεόψύ.ος] ovv νπό τίνος, πώς ά άπεκήρνξε 
ταντα ασπάζεται πάλιν, ταντα άπεκρίνατο' Τα ^Ωριγένονς εοικε βιβλία λειμώνι 
πάντων άν&έων. ει τι ονν εν αντοϊς εφεύρω καλόν, τοντο δρέπομαι, ει δέ τι μοι 
άκανί^ώδες φανείη, τοντο ώς κεντονν νπερβαίνω. Das letztere traf wohl vor allem 
bei Περί αρχών zii, 

Leontius Byzant., De sectis, Act. X 4 — 6 (Migne SGr 86, 1, 1264 ff): 
"Aciov δε και περί Ώριγένονς και τών αντον δογμάτων ειπείν, ό τοίννν Ώριγένης 
αρχαίος άνθρωπος ών τών προ Κωνσταντίνον γενομένων μέγας τε ην και πεπαι- 
δευμένος εις τ>)ν άγίαν γραψην γραμματικός τε ήν Περί δε τα δόγματα 

τοιοντος ην. νπόβασιν έλεγε τον νιου, ωσπερ μετά ταντα οι ΆρειανοΙ απολο- 
γούνται νπερ αντον ?.έγοντες οτι οι αρχαίοι τών πατέρων ονκ έφρόντιζον ακρι- 
βολογίας, μήπω γαρ άναψανεισών τών αιρέσεων απλοίατερον έκέγρηντο ταΐς 
λέξεαιν ^υτε δε άνεφάνησαν, τότε ηρξατο έκαστος τών πατέρων εαντόν άσψα?.ίζε- 
σ&αι. ημείς δε λέγομεν οτι ονχ ώς άπ/.οίστερον κεχρημένος ταΐς λέξεσιν νπόβασιν 

έδόξασεν, άλλα Τω υντι ίσχνρώς άντελαμβάνετο τούτον τοϋ δόγματος 

(δ.) Τό δε περί τής προνπάρξεώς εατι και αποκαταστάσεως. Dann folgen Citate 
aus Περί αρχών 18, 1, S. 95, 14ff. II 10, 8, S. 182, IGtf mit Widerlegung. 

Facundus Hermian., Pro defens. trium Cap. 116 i^Migne SL 67, 556 f): Non 
enim credendum est Origenis deliramentis , qui suspicatur humanarum animarum 
ßubstantias longe ante quam in corporibus essent, non solum fuisse, verum etiam 
peccasse et prius quidem mentes, postea vero animas factas, cum pro peccatorum 
suorum meritis in corpora truderentur, cum dicat apostolus (Rom. 9, 20) und IV 4 
(67, 627): asserentis (seil. Origenis) animas humanas ante corpora in quadam 
beata vita praeexstitisse, et omnes, quae fuerint aeterno supplicio destinatae, in 
pristinam beatitudinem cum diabolo et angelis eius restitui. Vgl. ΠεοΙ αρχών 
II 8, 3. 10, 8. 

Kaiser Justinian gibt seinem Brief an Mennas (bei Mansi IX 489 ff) am 
Schluß eine Sammlung von Stellen aus Περί αρχών bei, die den Verfasser nach 



Einleitung. Α. Entstehung und Bezeugung von Περί άρχων XXI 

Meinung des Kaisers der Ketzerei überführen, geht aber auch in dem Brief selbst 
auf einzelne Stellen von Περί αρχών ein, um die angebliche Gottlosigkeit des 
Origenes zu beweisen. Die Schrift Περί άρχων wird nicht überall ausdrücklich 
citiert, ist aber sicherlich fast immer gemeint. Ich gebe einige Proben. Προσ• 
τί&ησί δε ταΐς εαντον βλασφημίαις καΐ τοντο, εν τω Περί αργών αυτόν πρώτ<ο 
λόγω επ' αυτής ?.έξεως ειπών ούτως (ρ. 489 Β 1. — Τι γαρ έτερον παρά τα το) 
Πλάτωνι είρημένα τω τήν ''Ελληνικών μανίαν πλατίναντι Ώριγένης εξέθ-ετο; ή 
παρά τίνος ετέρου "Λρειος λαβών τήν οίκείαν σννεγράχρατο νόσον; (ρ. 492 CD). — 
Έατι δε ή τοιαύτη κακοδοξία της Ώριγένονς φρενοβλαβείας' υν και. οί πατέρες 
ημών ως διαστρέφοντα την ά?.ήθ^ειαν άπεκήρυξαν και άνεθ-εμάτισαν. ον γαρ 
εφρΰνηαεν ως Χριστιανός, αλλά ταΐς '^Ε?.λήνων άκολονθ-ήσας (ρλυαρίαις πεπλάνηται 
(ρ. δ12 Β). — Am Schluß (ρ. 521 Ε— 524 D) fordert der Kaiser den Mennas und 
die andern Bischöfe auf, das Anathem über Origenes auszusprechen. Dann folgen 
(p. 524 Ε — 533 Α) die Auszüge aus Περί άρχων, neun ketzerische Lehren des Origenes 
(p. 533 Α — D: Präexisteuz der Seelen, der Seele Jesu, des Leibes vor der Geburt, 
Wesen Christi, kugelförmige Auferstehungskörper, beseelte Himmelskörper, Wieder- 
holung des Leidens Christi, Begrenzung der Macht Gottes, Begrenzung der ewigen 
Strafen) und endlich das Anathem. 

Διδασκαλία τον άγίον Βαρσανονφίον επΙ Ανρη /uavov επιακόπον Γάζης 
περί τών Ώριγένονς, Εναγρίου καΐ Διδύμου φρονημάτων ed. Montfaucon in Bibl. 
Coisl. ρ. 394 (Migne SGr 39, 240): \Αδελφος ήρώτηαε τον αγιον γέροντα τον άββάν 
Βαρσανούφιον λέγων Ουκ οίδα. Πάτερ, πώς ενέπεσα εις τά βιβλία τον Ώριγένονς 
καΐ Διδύμου καΐ εΙς τά Γνωστικά Εναγρίου καΐ εις τά τών μαθ-ημάτων αντον. 
και λέγονσιν οτι ονκ έδημιονργηΟ-ησαν αϊ τών άν&ρώπων χρνχαΐ μετά τών σωμά- 
των, άλλα προνπήρχον αυτών νόες γνμνοί ονσαι, τοντέστιν ασώματοι, ομοίως 
καΐ οϊ άγγελοι νόες γνμνοΙ ήσαν, και οί δαίμονες νύες γνμνοΙ ήσαν. καΐ οί μεν 
άνχ)•ρωποι παραβάντες κατεδικάσ&ησαν εις το σώμα τοντο. οί δε άγγελοι γεγόνασιν 
άγγελοι, τηρήσαντες εαυτούς, οί δε δαίμονες άπο πολλής κακίας τοιοντοι γεγόνα- 
σιν' καΐ οσα άλλα λέγονσιν τοιαύτα, καΐ πάλιν, οτι δεΐ μέλλονσαν κόλασιν τέλος 
λαβείν, καΐ εχονσιν οί άν&ρωποι καΐ οί άγγελοι και οί δαίμονες έπανελθ^εΐν ής 
[forti ίας] νπήρχον νύες γυμνοί' υ λέγουσιν άποκατάστασιν. Vgl. Περί άρχων 
Ι 8, 1. II 8, 3. 10, 8. 

Isidorus Hisp., Etymol. VIII 5, 40 (Migne SL 82, ρ. 356): Origeniani ab Origene 
auctore exorti sunt, dicentes quod non possit Filius videre Patrem, nee Spiritus 
sanctus Filium. Animas quoque in mundi principio dicunt peccasse et pro diver- 
sitate peccatorum a coelis usque ad terras diversa corpora, quasi vincula, meruisse, 
eaque causa factum fuisse mundum. Vgl. Περί άρχων Ι 1, 8. II 8, 3. 4. 

Isidorus Hisp., Carm. Nr. 4 (ed. A.Riese, Rhein. Mus. 1910 S. 497 Wey): 
1 nie ego, Origenes, doctor verissimus olim, 
Quem primum fidei (iraecia clara dedit, 
Celsus erara meritis et clarus copia fandi: 
Praeruptus subito lingua nocente rui. 
5 Condere, si credis, studui tot milia libros, 
Quot legio missos ducit in arma vires. 
NuUa meos imiquam tetigit blasphemia sonsus, 

Sed vigil et ])rudens, tutus ab hoste fui. 
Sola mihi casum Periarchon dicta dederunt, 
10 His me coniectum impia tela preinunt. 



XXII Origenes 

So der von A. Riese im Rhein. Mus. neu herausgegebene Text. Folgende Va- 
rianten finden sich im Cod. Par. 12125 lat. saec. IX (G) fol. Iv (wo das von dem 
Marginator saec. XI I geschriebene Stück die Überschrift hat: Titulus Origenis 
super tumulum eius, a se ipso conpositusj: 2 Graecia] grä = gratia 3. 4 < 
5 Si mihi credere vis libros tot milia scripsi, daneben umrahmt: sex milia 
sexcentos sexaginta sex 6 ducit] mittit 8 Sed probus atque vigil 10 impia] 
undique. Vgl. Huet, Origen. II, IV sect. 3, 17 p. 228. 

Maximus Confessor, Schol. in libr. De ecclesiast. hierarchia Dionys. Areo- 
pag. Cap. VI §6 (Migne SGr 4, 173): Mi] ovv τις των ^Ωριγένονς μυστών oltaS-w 
το παρόν ρητον σννηγορεΐν τ^ κακοπίστω αντον όύξ^, φάσκων υτι άεΐ πτώσις καΐ 
άνάκλισις καΐ μετάπτωσις των ουρανίων γίνεται νοών, ως φηαιν Ώριγενης μεν έν 
τω Περί άρχων πρόηω λόγω όντως• Ό τοίνυν λόγος οίμαι κτλ. (es folgen zwei 
kleine Bruchstücke, s. unten Β V 3). 

Ebenda Cap. VII, I § 2 (Migne SGr 4, 176i: zu Ψυχαΐς συζυγίας. Αιρε- 
τικοί τίνες τότε γεγόνασιν, ώς οι περί Σίμωνα τον μάγον καΐ τους συν αύτώ, ο'ΐ- 
τινες αίΟ-^ριον εφασκον εί'γε και άρα εσεσ&αι σώμα ταϊς ψυχαΐς. ^Ιστέον δε υτι 
και ^Ωριγένης το αυτό φησιν εν τινι τών αντοΰ συγγραμμάτων εν άλλοις δε καΐ 
αυτό παντελώς απαρνείται, παοαν σωματικ^ιν φύσιν εις άνυπαρξίαν χωρειν 
(vgl. unten S. 281 Test. 6—12) δογματίζων. Άνάγνο}Θ-ι Μεθ-οδίου τοϋ αγίου μάρτυρος 
και ^Ολυμπίου ΐΑΛριανουπόλεως επισκόπου της Ανκίας τα κατ^ αυτόν νπ' αυτών 
περί αναστάσεως γραψεντα και Αντιπάτρου τοϋ Βόοτρων επισκόπου , και μαΘ-ήσ^ι 
Tijv μυΟ-ώδη αυτόν και άλλόκοτον ληρωδίαν. 

Anastasius Sinait., Viae dux cap. V De sauctis conciliis (Migne SGr 89, 
102): γέγονεν έπΙ ^ΐονατινιανον τοϋ βασιλέως ή πέμπτη οίκονμενικί^ σύνοδος κατά 
Ώριγένονς και διδύμου και Εναγρίου τών ματαιοφρόνο^ν, λεγόντων τάς ημετέρας 
ψνχας μετά τών δαιμόνων εξ ουρανού καταπεσεΐν εις τα σώματα ημών, και υτι 
τέλος έχει ή κό?.ααις, καΐ άποκαΟ•ίσταται cJt' αυτής πάλιν ό διάβολος εις την άρ• 
χαίαν αυτοϋ τάξιν την άγγελικήν. κατέκρινε δε ή αυτί] αγία σίνοδος και Σεβήρον 
και το φρόνημα αυτοϋ καΐ πάντα τον ?.έγοντα προϋπάρχειν τάς ιρυχάς ημών προ 
τών σωμάτων. Vgl. Περί αρχών Ι 8, 1. II 10, 8, S. 182, Ιο ff. Die Verurteilung der 
drei Theologen durch die fünfte ökumenische Sjmode wird ganz ähnlich auch von 
Photius, Ep. I 1. 8 (Migne SGr 102, 592 D 644 f) berichtet. 

Johannes Damasc, De fide orthod. II 12 (Migne SGr 94, 1, 921): "Αμα δε 
το σώμα καΐ η ιρνχί} πέπλασται, ου το μεν πρότερον το δε ύστερον κατά τά ^Ωρι• 
γένους ληρήματα. Ebenda IV 6 (1112): Ουχ ως τίνες ψευδηγοροϋσι, προ της έκ 
ΠαρΘ-ένου σαρκώσεως ό νους ηνώ&η τώ θ^εώ λόγω καΐ εκ τότε έκλή&η Χριστός• 
τοντο τών Ώριγένονς ληρημάτων το ατόπημα [1. άτοπώτατον'^], προυπαρξιν ψυχών 
δογματίσαντος. \'gl. Περί άρ•χών IV 4, 4 (31), S. 353, 13. 

Photius, Bibl. Cod. 8 ρ. 3b 4^Β.: Ανεγνώσ9^η Ώριγένους το Περί άρχων, 
λόγοι δ' (dann folgt eine kurze Inhaltsangabe nach den Capitel Überschriften). 

Johannes Scotus Erigena, De divis. nat. V (Migne SL 122,929 A— 930 D): 
et quod non in omni rationali creatura >mors aculeusque eius<, peccatum dico, 
omnisque malitia interitura sit, sed in parte creaturae iuterimentur, in parte per- 
manebunt, audi magnum Origenem, diligentissimum rerum inquisitorem, in tertio 
libro Περί αρχών de consummatione mundi, hoc est de summo bono, ad quod 
universa rationabilis natura festlnat, ut >Deus omnia in omnibus sit«: non enim 
alia consummatio mundi est praeter Deum, >omnia in omnibus esse< tractantem 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung XXIII 

et dicentem: Quae sint ergo ista omnia recipere non possunt = Ueoi 

άρχων III 6, 2—5, S. 283, 12—287, 9. 

Über die Nachwirkungen von Πίρϊ αρχών im Mittelalter bis zu 
den Katharern und Aveiter bis zu Saint-Martin vgl. Denis, De la philos. 
d'Origene p. 567 — 611. 



B. Handschriftliche Überlieferung. 

Das griechische Original von Περϊ αρχών scheint für immer ver- 
loren zu sein, wenigstens ist bis jetzt keine Spur von dem Vorhanden- 
sein einer griechischen HS, die das ganze Werk enthielte, aufgetaucht. 
Als letzter hat der gelehrte Photius eine solche HS eingesehen und in seiner 
Bibliothek (Cod. 8) beschrieben. Daß aber Περϊ αρχών im griechischen 
Original in den Jahrhunderten nach Photius aus dem Orient in das 
Abendland gekommen sei, erscheint mir nicht wahrscheinlich. Bessa- 
rion, der eifrigste Sammler von Origenes-HSS ^ hätte sicherlich eine 
Abschrift anfertigen lassen, wenn er durch seine Agenten Kunde von 
dem Original bekommen hätte. Aber ihm wie seinen Zeitgenossen 
waren nur die beiden in der Philokalia überlieferten griechischen Bruch- 
stücke bekannt. Seitdem aber sind auch die Bibliotheken des Ostens 
so oft und sorgfältig durchforscht worden, daß wir wohl die Hoffnung 
auf Wiederentdeckung des Originals aufgeben müssen. 

Unsere Kenntnis von Περί αρχών beruht demnach hauptsächlich 
auf der in zahlreichen HSS erhaltenen lateinischen Übersetzung Kufins. 
Zur Ergänzung und Correctur derselben dienen zwei größere und 
mehrere kleinere griechische Bruchstücke, ferner das erste, von Eutin 
ins Lateinische übersetzte Buch der Apologie des Pampbilus für Origenes, 
endlich einige Überreste der leider verlorenen lateinischen Übersetzung 
des Hieronymus. 

I. Die Übersetzung Bufins. 

1. Die Handschriften. 

Ich stelle hier die wichtigsten HSS, die auch sämtlich für Her- 
stellung des Textes herangezogen worden sind, voran und lasse dann 
deren nachweisbare Abschriften und die späteren und für die Text- 
herstellung nicht in Betracht kommenden HSS folgen. 



1) Vgl. Origenes, Werke I S. XVII. 



XXIV Origenes 

1, Codex Augiensis, jetzt Nr. CLX in der Großherzoglich Ba- 
dischen Hof- und Landesbibliothek in Karlsruhe, wohin nach dem Ka- 
talog dieser Bibliothek (I, 1891, S. IS) die Handschriftensammlung des 
Benedictinerklosters auf der Insel Reichenau in ihrem Bestand vom 
Jahre 1804 überführt worden ist. Auf dem Vorderdeckel ist eine alte 
Zahl, vermutlich 39, aufgeklebt; darüber der Inhalt, ebenfalls auf einem 
aufgeklebten Zettel mit alter Schrift geschrieben: Ruffinus in libros 
origenis periarchon quod de principiis vel principalibus dici potest^. 
Außer den vollständigen 4 Büchern Periarchon auf fol. 1^ — 111 ^ mit 
dem Anfang fol. l"": INCIPIT PROLOGUS RUFINI PRBI AD MA- 
CH ARIUM. Scio quam plurimos . . . fol. 1^: INCIPIT LIBER PRMUS 
PERIARCON ORIGENIS EMENDATUxM enthält die HS auf fol. 111 ν 
— 113^ noch Excerpte aus dem ersten Buch der Apologie des Pam- 
philus, denen die vollständige praefatio Rufini vorausgeht, und Excerpte 
aus der Schrift Rufins De adulteratione librorum Origenis (== Lom, 

XXIV 289, 1. 388, 18. 383, 17. 329, 2. 362, 15, 370, 3. 379, 10. 298, 16. 

XXV 398,9—400, 9), Ende: fol. 113^' . . . que a regno di separat eos 
qui tales sunt DECLINAMUS. Fol. 114 ist leer, fol. 115 ^ enthält 
2 Hexameter von jüngerer Hand: Sordida quaeque placent iniustis 
quos gravat ira Utque malos placent iustos crutiant male lingua. Das 
zum Schreiben verwendete Pergament ist teils geglättet, teils nur wenig 
bearbeitet, teilweise dünn, meist aber stärker, oft ungleich und mit 
Löchern versehen, auch nicht gleichmäßig beschnitten. Das Format ist 
Großquart (28 χ 24 V2 cm, Schriftraum: 20 V2 x 19 cm durchschnittlich). 
Auf jeder Seite stehen 27 mit trockenem Griffel gezogene Zeilen, die 
aber beim Schreiben nicht immer sorgfältig beachtet worden sind. 
Quaternionenangaben (Buchstaben Α bis Q und Zahlen I bis XVI) sind 
am Ende jeder Lage erhalten, wie die folgende Übersicht zeigt: fol. 1 — 8: 
Α 1, 9—16: Β Η, 17—24: C ΠΙ, 25—31 (1 Blatt fehlt): D IUI, 32—39: 
Ε V, 40—47: F VI, 48-55: G VH, 56—61 (2 Blätter fehlen): Η VHI, 
62—69: I Villi, 70—77: Κ X, 78—85: L XI, 86-87 (6 Blätter fehlen): 
Μ ΧΠ, 88-95: Ν ΧΠΙ, 96-103: Ο ΧΠΠ, 104—111: Ρ XV, 112—115 
(4 Blätter fehlen): Q XVI. Im ganzen sind 5 Blätter ausgeschnitten, 
aber nicht mitgerechnet worden. Die 16 Lagen sind ungleich groß, 
sodaß nicht 128, sondern nur 115 gezählte Blätter vorhanden sind. 
Die IV. Lage hat also nur 7, die VIII. 6, die XII. 2, die letzte 4 Blätter. 
Es fällt auf, daß Lage VIII und Lage XII am Schluß größere Schrift 
aufweisen. Ob sich zwei Schreiber in die Arbeit geteilt haben, oder 



1) Die hier und anders-wo gebrauchten Abkürzungen löse ich in der Regel 
auf, außer wo ein Grund für ihre Beibehaltung vorlag. 



Einleitung. Β, Handschriftliche Überlieferung XXV 

ob der eine Schreiber das neue Buch mit einer neuen Lage hat be- 
ginnen wollen, ist nicht klar. Rubra fehlen; die Tinte ist dunkel und 
deutlich zu lesen, die Initialen sind einfach und kunstlos. Wir haben 
also keine Prunk- sondern eine Gebrauchshandschrift vor uns, die 
dem Schriftcharakter nach am Anfang des X. Jahrhunderts entstanden 
zu sein scheint. Entweder hat ein Schreiber das Ganze zu verschie- 
denen Zeiten und mit teilweise verschiedener Schrift geschrieben, oder 
es haben sich zwei Schreiber von derselben Schule in die Arbeit ge- 
teilt. Bei dieser Annahme würde sich die teilweise Verschiedenheit der 
Schrift leichter erklären. Die offene Form des a, die anfangs vorherrscht, 
Avird nämlich von fol. 11 ab seltener, hört fol. 13 '^ fast ganz auf, be- 
ginnt aber fol. lö'^, dann fol. 53^, 60^, Tl^, 102'" streckenweise wieder 
aufzutauchen. Ferner ist fol. 30 ^ sehr flüchtig und schlecht, fol. 31^, 
44 Γ sind sehr groß, fol. 60^', 61 ^, 82 r, 87 ^ verschieden, bald g-rößer bald 
kleiner geschrieben. Jedenfalls merkt man der Schrift oft die Eile des 
Schreibers an. AYenn auch Abkürzungen im allgemeinen selten und 
meist nur am Zeilenende angewendet sind, so finden sich doch zahl- 
reiche Auslassungs- und Flüchtigkeitsfehler, die sich an manchen Stellen 
geradezu häufen. Außer Buchstaben sind Silben und Worte öfters über- 
gangen worden; so lesen wir z. B. iustiam (statt iustitiam), miseridiae 
(st. misericordiae), pectum (st. peccatum), restuat (st. restituat). Umge- 
kehrt sind Silben verdoppelt worden, z. B. definititio, virtutute. Falsche 
AVorttrennung (von II. H. corrigiert) findet sich z. B. S. 287, 17: terre- 
natum. deinde (1. H.). Von Abkürzungen begegnen außer den conven- 
tioneUen und sacralen, wie dd ihu χ|κ) Tu xpTane sce, auch : aut , com- 
inticias, el (== eins), gle, l, nrä, oin(=omnes), onlps (= omnipotens), 
pFop und <ppt (= propter), scdm (= secundum). scla, st (= sunt), ura 
(= vestra), sowie -är (== -arunt) und der nach links offne Haken für 
die Endung -us. Die orthographischen Einzelheiten sind unten im 
4. Abschnitt gesammelt. Die 1. Hand hat einige Schreibfehler verbessert 
und Auslassungen am Rand nachgetragen. Von ihr ist eine ziemlich 
gleichzeitige IL Hand zu unterscheiden, die mit trocknem Griffel Ver- 
besserungen über der Zeile oder auch am Rand beigefügt und dann 
durch ein χ am Rand auf diese Verbesserungen hingewiesen hat, da- 
mit sie nicht übersehen würden. Dieselbe oder eine jüngere Hand hat 
mit Blei einige Randbemerkungen (Inhaltsangaben) geschrieben. End- 
lich ist mit Sicherheit eine III. jüngere Hand (etwa saec. XIV/XV) fest- 
zustellen, die meist nö oder nö bn (= nota bene) mit gelegentlichen 
Zusätzen an den Rand schreibt. Auch von IL Hand findet sich Nota 
und I^ (= require), letzteres auch gelegentlich von I.Hand, am Rand. 
Die Handschrift ist gut erhalten (nur das erste Blatt ist auf der 
Origenee V. C 



XXVI Origeaes 

Vorderseite dunkler geworden, weil das V^orsetzblatt fehlt, und in den 
ersten Blättern finden sich einige Wurmliicher) und verdankt die gute 
Erhaltung dem alten interessanten Einband. Dieser besteht aus zwei 
Eichenholzdeckeln, die oben und unten, und außerdem durch drei Per- 
gamentstreifen in der Mitte, auf welche die Lagen aufgereiht sind, zu- 
sammengehalten werden. Die drei Pergamentblätter, welche ursprüng- 
lich hinten und auf jeder Innenseite der beiden Deckel aufgeklebt waren, 
fehlen jetzt. Die Schrift der Blätter ist aber teilweise auf den Deckeln 
abgedruckt. Mit Hilfe eines Spiegels lassen sich einzelne Λ\^orte lesen, 
z. B. Exaudi nos misericors — ORAT VESPERTINA SÜP MALA — 
Vox nostra te dne semper deprecetur et ad aures tuae pietatis ascendat. 
Diese Proben zeigen, daß die Pergamentblätter Gebete enthalten habend 
Endlich ist noch hervorzuheben, daß fol. 1^ mehrere Lücken aufweist. 
Offenbar ist hier die Vorlage teilweise unleserlich gewesen. Daraus 
kann man schließen, daß auch die Vorlage mit Periarchon, d. h. mit 
dem Prologus Rufini prbi ad Macharium begonnen hat, und daß das 
erste Blatt ohne genügenden Schutz gewesen und beschädigt worden 
ist. Ich habe die HS in Jena vom September bis Dezember 1902 voll- 
ständig verglichen, wobei ich eine von Professor Johannes Wrobel an- 
gefertigte und der Berliner Kirchenväter-Commission überlassene Colla- 
tion zugrunde legen konnte. Als Collationsexemplar diente für diese 
und die andern von mir verglichenen HSS die Ausgabe von Migne, 
Patrol. gr. latine tantum edit. tom. VIII, Paris 1856. 

2. Codex Bambergensis Β IV 27 (953), früher bibL cathedr. A66, 
membr., saec. XI, in Folio (29,8x22,4 cm, Schriftraum: 22,8 χ 14,5 cm), 
148 f oll. '^, 30—32 mit Griffel gezogene Linien auf jeder Seite. Inhalt: 
1. fol. 1"^ — 147 '^ die 4 BB. von Origenes' Periarchon interprete Ruüno 
vollständig, jedem Buch geht eine ausführliche Capitulatio voraus; 2. 
fol. 147V, j^48r Excerpte von jüngerer Hand, etwa saec. XIII, über die 
Seelen der Heiligen, Jacob, die ersten Menschen, Bibelübersetzungen, 
Heiligenverehrung nach Augustin u. a. 

Das Pergament ist teils dick, teils dünn und beschnitten. Quater- 
nionenzahlen , teilweise erhalten, sind am Ende jeder Lage angegeben 
gewesen. Die Lagen haben acht, aber auch weniger Blätter enthalten. 
Die Tinte ist meist dunkel und gut zu lesen. Initialen sind einfach, 
mit Tinte geschrieben. Die Rubra zeigen ein blasses Rot. Der Schreiber 
hat sorgfältig und mit kräftiger Hand geschrieben, Abkürzungen (außer 

1) Bei der Entziiierung in Jena, Herbst 1902, hat mir Ernst von Dobschütz 
wertvolle Hilfe geleistet. 

2) Bei Jaeck, Beschreibung der öffentl. Bibl. zu Bamberg, Nürnberg 1S31 S. 120 
Nr. 9ö3 sind nur 147 foU. angegeben. 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung XXVII 

deu gebräucWicbsten) und Kandnoten sind sehr selten. Eine IL Hand 
scheint den Codex durchcorrigiert und auf jeder verso-Seite mit feiner 
kleiner Schrift: periarchon, und recto: lib I II III 1ΠΙ geschrieben zu 
haben, wovon der Buchbinder nur Spuren übriggelassen hat. Eine 
jüngere III. Hand hat einige Namen an den Rand geschrieben, die im 
Text vorkommen. Vgl. unten S. XXXV. 

Die HS stammt, wie mir Herr Bibliothekar Fischer am 4. März 
1902 mitgeteilt hat, aus der DombibHothek und ist dort 1611 auf Ver- 
anlassung des Dompropstes Erasmus Neustetter gen. Stürmer und des 
Domdechanten Hector von Kotzau mit dem schönen Einband (Holz- 
deckel mit gepreßtem Schweinsleder überzogen) versehen worden. Sie 
wird in dem von Becker, Catalogi § SO abgedruckten HSS- Verzeichnis 
des Coenobium S. Älichaelis Bambergae a. 1112 — 23 unter Xr. 214 und 
in dem Katalog der Bamberger Domcapitel-Bibliothek saec. XlII gleich zu 
Anfang erwähnt (vgl. Petzholdts N. Anzeiger f. Bibl. u. Bibl.-AViss. IST 7 
S. 276 und Jaeck, Beschr. d. Bamb. Bibl. II p. XLIII) und ist vielleicht 
von Kaiser Heinrich IL dem Domstift überwiesen worden; vgl. 0. Hart- 
wig, CentralbL f. Bibl. III (18S6) S. 165. Ich habe die HS vom Dezember 
1901 bis Februar 1902 in Jena verglichen. 

3. Codex Casinensis Nr. 343 membr., in Großquart. Die HS ist 
aus zwei Teilen zusammengesetzt: 1. fol. 1 — 126 (p. 1 — 252) saec. XII 
enthält 30 Homilien des Origenes, und zwar 17 über Genesis und 13 
über Exodus, 2.foL 127^—198^ (p. 254—396) saec. X— XI Origenes' Peri- 
archon, doch unvollständig am Ende. Der Anfang fol. 127 ^ (p. 254) 
oben lautet: Preptia ;, i Hb' periaf Scio quam plurimos .... Die 

HS endigt mit De princ. III 5,5 (S. 276,11), nur daß dahinter noch die 

Capitelüberschrift XIII zu III 5,6 : Que s(it) causa ut übü di ipse patri 

subiciendus dicitur; • (Rubrum) folgt. Dies sind die letzten \Vorte der 
dunkel und unleserlich gewordenen letzten Seite. Offenbar haben sich 
die folgenden Quaternionen, die den Rest des HL Buches und das IV. 
Buch enthielten, schon vor Jahrhunderten abgelöst und sind verloren 
gegangen; dadurch ist p. 396 die letzte Seite, und ohne Schutz dunkel und 
schadhaft geworden. Die HS zeigt dieselbe Capitulatio vor Buch Ι -III 
wie Codex B, doch ist Codex C älter als Β und in langobardischer 
Schrift, die in zwei Columnen angeordnet ist, geschrieben. Auf jeder 
Seite stehen zweimal 36 Zeilen. Die Schrift ist klar, kräftig und bis 
auf wenige Stellen gut zu lesen. Correcturen der I. Hand sind selten, 
häufiger die einer IL wohl gleichzeitigen Hand, die den Text von Fehlern 
gereinigt, aber gelegentlich auch falsch verbessert hat. Im Text finden wir 
häufige Auslassungen infolge von Horaoioteleuton, e und e und ae wer- 
den ziemlich willlvürlich verwendet; das a zeigt meist eine oben etwas 

C* 



XXVIII Origenea 

geöffnete Form. Die Initialen sind einfach, die Rubra nicht mit Un- 
cialen geschrieben, Abkürzungen für et, sed, enim, post, sunt, est (am 
Zeilenende), auch für qua, homo, david und misericordia finden sich, 
allerdings nicht häufig, vor. Bemerkenswert ist der gelegentliche Ge- 
brauch von Accenten zur Bezeichnung der richtigen Betonung einiger 
AVörter, sowie die Setzung des Fragezeichens zu Anfang des betreffen- 
den Satzes. Randnoten von I. Hand sind sehr selten. Eine größere 
Randbemerkung einer jüngeren Hand (etwa saec. XIV — XV) steht auf 
p. 257; sie handelt, soweit ich sie mit Amellis Hilfe habe entziffern 
können, von der Ketzerei des Origenes. 

Codex C ist von A. Reifferscheid (Bibl. patr. lat. Ital. Η 420 f) genau 
beschrieben; vgl. auch Montfaucon, Bibl Bibl. 1 226 C Nr. 343. In dem 
HSS-Katalog vom Jahre 1532, welchen der Cod. Vat. 3961 enthält, ist 
Codex C erwähnt, vgl. Bibl. Casin. vol. I (1S74) p. XVIII. LXIV. LXXXII; 
er ist wohl in Monte Cassino selbst geschrieben worden. Im Juli und 
August 1903 habe ich die HS im Archiv des Klosters selbst verglichen. 

4. Codex Parisinus-Sangermanensis (ursprünglich Corbeiensis) lat. 
Nr. 12125 membr., saec. IX, in Großquart (31 V2 x 26 V2 cm, Schrift- 
raum: 22 X 19 cm) mit der Signatur: Sti Germani a Pratis N. 199 olim 
104, lib sei pet corbeie Origenis de principiis, enthält 1. fol. 1^' von 
einer Hand saec. XII, welche einige Randnoten im Codex geschrieben 
hat, acht Zeilen mit der Überschrift: Titulus Origenis sup tumulum eins, 
a se ipso cöpositus (vgl. oben S. XXII), 2. fol. 2^ ein Fragment des Hiero- 
nymus. De vir. ill. LXXV über Pamphilus, 3. fol. 2^ — 2^ Inhaltsangabe 
des Codex: In hoc codice sunt hbri origenis de periarchon id est de 
principiis sive principatibus IUI. nee non et apo////logetieum sei pam- 
phyli martyris pro origene primus über continet haee, 4. fol. 2^ — 32^ 
das von Rufin übersetzte I. Buch der Apologie des Pamphilus mit dem 
Prolog Rufins, Anfang: Cognoseendae veritatis amore permotus . . . 
Ende: faciliora peceata sunt, 5. fol. 32 ^ — 37 >" Rufin, De adulteratione 
librorum Origenis liber seeundus, Anfang: In bis quae in superiore 
libro . . . Ende: declinamus, 6. fol. 37 ^ — 156^ Origenis Periarchon voll- 
ständig mit den zwei Vorreden Rufins vor Buch I und III, Anfang: 
Scio quam plurimos . . . Ende: sentiendum est. Endlich ist noch ein 
Blatt, fol. 157, mit alter Schrift saec. IX oder X, angeklebt, Anfang: 
inponi. aliud cuidam similitudini . . . Ende: ut se inclinavit ad diu ad- 
orandum. id utique. Der Inhalt ist eine allegorische Erklärung von 
Gen. 37, 31 — 33. Am untern Rand der Rückseite steht: qt. HL, also 
haben wir hier das letzte Blatt des III. Quaternio, dem ursprünglich 
noch 23 Blätter (vermutlich die Erklärung von Stellen aus Gen. 1—37, 
30) vorausgegangen sind. 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung XXIX 

Die HS, auf Pergament von verschiedener Dicke und Güte zwar 
nicht ganz gleichmäßig, aber meist sehr schön und mit wenigen Correc- 
turen wohl von einer Hand' geschrieben und mit prächtigen Initialen und 
Überschriften vom Rubricator geschmückt, ist sehr gut erhalten. Ab- 
kürzungen außer den Conventionellen : dö dnö spm scm ihm xpm aplm 
eplae eccla ffs epi irl s e Φ u. ä. sind nicht häufig, doch finden sich 
folgende: eet er dr timtium s. (=sive) aü q<(=quia) qm (qn qnm) pter 
tram omä omps quib. spälibus relq q. (=que) earx iterx verx -m^ oder: 
-m (= -mus) min^ (= minus) -t (= -tur). Ferner sind nt rt st ur us ns 
ND, besonders am Zeilenende, auch No Ex Et Si zu einer Ligatur ver- 
bunden. Das offene, zwei aneinander gerückten c vergleichbare a be- 
gegnet dem Leser auch in der Mitte der Worte ziemlich oft. Die ortho- 
graphischen Eigentümlichkeiten der HS s. unten im 4. Abschnitt. 

Zahlreiche Nägelspuren am Rand weisen auf frühere Benutzung 
der HS hin. Correcturen und Nachträge hat entweder der Schreiber 
selbst später, oder ein gleichzeitiger Corrector hinzugefügi;. Von dieser 
I. Hand ist eine jüngere Π. Hand, etwa saec. XH, von der die Zeilen 
auf fol. Iv und Eandnoten und grob gezeichnete Hände mit Köpfen 
darüber (durch welche bemerkenswerte oder der Erklärung bedürftige 
Stellen bezeichnet werden sollen) herrühren, leicht zu unterscheiden. 
Vielleicht ist es dieselbe Hand, welche gelegentlich mit dem Griffel etwas 
gemalt oder geschrieben hat, was meist unleserlich ist. Quaternionen- 
angaben fehlen jetzt, die Numerierung ist modern; es lassen sich aber 
folgende 21 Lagen feststellen: 1—9, 10—17, 18—25, 26—33, 34—41, 
42—49, 50—52, 53—60, 61—68, 69—76, 77—84, 85—92, 93—100, 
1(11-104,105-112,113-120, 121—128, 129—136, 137—144, 145-152, 
153 — 156; nach fol. 156 sind 2 Blätter, vor fol. 51 ist ein Blatt heraus- 
geschnitten, und der ersten Lage ist noch ein Blatt zuzurechnen, so- 
daß die Zahl der Blätter ursprünglich 160 betrug. Jede Seite enthält 
24 gezogene Linien, auf welchen die Schrift steht. Die Tinte ist rotgelb, 
die Farbe der Initialen usav. etwas verblaßt. 

Die HS ist beschrieben bei Montfaucon, Bibl. Bibl. II p. 1125 D 
Nr. 104, und bei Delisle, BibL de l'ecole des chartes XXVIII (1867) p. 
350 No. 12 125. Sie wird in dem von Delisle (Le Cabinet des MSS 
de la bibL nat. tom. Η , Paris 1874 , fol. , p. 435) veröffentHchten alten 
Katalog von Corbie saec. XI / XII unter III Nr. 88 (wohl identisch mit 
Nr. 232 des L Katalogs, ebenda p. 431, vgl Becker, Catalogi p. 190 u. 
279) erwähnt und befand sich also anfangs in der Klosterbibliothek von 
Corbie a. d. Somme und ist von da i. .1. 1638 (Delisle a. a. 0. p. 137) nach 



1) Vielleicht gfcammen fol. 53 — 69 von einem andern Schreiber her. 



XXX Origenes 

St. Germain des Pres und dann in die Pariser Nationalbibliothek ge- 
kommen. Der schöne Einband aus rotem Leder stammt aus dem Jahr 
1855. Ich habe die HS in Jena Mai bis August 1902 verglichen. 

5. Codex Metensis, früher in der Klosterbibliothek S. Arnulfi, seit 
1793 in der Stadtbibliothek von Metz, Nr. 225 membr., saec. X, in Quart 
(26 Va X 23 cm, Schriftraum: 19 x 16 cm), enthält 1. Eusebi Hieronimi 
ad Eiparium presbiterum contra Vigilantium. Anfang: Acceptis pri- 
mum litteris tuis . . , Ende: excidetur et in igne mittetur, 2. Hieron., 
De vir. ill. LXXV über Pamphilus (vgl. oben G), 3. auf dem fol. S"" die 
Capitulatio von Periarchon, darüber zwei Zeilen in blasser feiner Schrift, 
von denen die obere vom Buchbinder zur Hälfte weggeschnitten ist: In 
hoc codice sunt libri origenis de [?] periarchon id est de principiis * 
* * * [in der Lücke können außer (sive principatibus) noch etwa 20 
Buchstaben gestanden haben, vgl oben G] scT pamphili martiris pro 
origene primus über continet hec, 4. fol. 3^ — 39 '^ das von Rufin über- 
setzte L Buch der Apologie des Pamphilus mit der Vorrede Rufins: 
Incipit Apologeticum sei Pamphili martyris pro Origene de Periarchon. 
Cognoscendae veritatis amore permotus . . . Ende: et faciliora peccata 
sunt. Finit apologeticus pro origene secundum pamfilum martyrem de 
greco in latinum translatus, 5. fol. 39^ — 45' Rufin, De adulteratione 
librorum orig libri Π. Anfang : In his quae in superiore libro . . . Ende : 
declinamus. Darunter steht, in Kreuzesform geschrieben: ora pro me 
und die Bemerkung des Diakonen Donatus, über die unten im dritten 
Abschnitt zu sprechen sein wird, 6. fol. 45 ' — 17 1^ Origenis Periarchon 
vollständig mit den zwei Vorreden Rufins vor Buch I und Hl. Anfang: 
Prologus Rufini prbi in libro primo periarchon origenis presbiteri. Scio 
quam plumos [so] . . . fol. 46 '^ unten: Explicit liber sei pamphyli marty- 
ris pro origene et rufini prbi pfatio q eü transtulit de greco, fol. 46^ 
oben: Inc. origenis periarchon id est de principiis sive principatibus. 
Omnes qui credunt . . . Ende fol. 17 1'^ unten: sentiendum est. dö vo- 
lente et adiuvante legi. Expl Liber IUI in nomine patris et filii et sps 
sei. Qui legis memento mei cum veneris in regno di quod paratum 
est scis ab origine mundi (alles von I. Hand; eine ähnliche Xotiz steht 
auch vor der praefatio des HI. Buchs, ebenso in G, vgl. S. 193. 5 Test.). 

Das zum Schreiben verwendete Pergament ist, wie in G. von ver- 
schiedener Stärke und Güte. Die Blätter sind nicht numeriert, dafür 
aber Quaternionenzahlen angegeben. Anfänglich waren 175 Blätter in 
22 Lagen angeordnet vorhanden, nämlich in der I. und XIX. je lU Blätter, 
in der XV. nur 7 (da ein Blatt wohl als ungeeignet herausgeschnitten 
Λvorden ist, der Text zeigt keine Lücke) und in der letzten Lage 4, 
in allen übrigen 8. In dem IX. Quaternio sind aber von einem Be- 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung XXXI 

sitzer oder Leser des Codex aus dogmatischen Bedenken zwei Blätter 
entfernt und vorher auf fol. 69^' 7 Zeilen, nachher auf fol. 70 "^ alle 
Zeilen bis auf die letzte (halb) ausradiert worden. Der Abschnitt De 
fine vel consummatione (I6, S. 7S,7 — 85,24) fehlt also jetzt in M, wenig- 
stens zum größten Teil. Denn in den beiden radierten Stücken habe 
ich noch jedes Wort und jeden Buchstaben aus den Resten feststellen 
können, sodaß nur S. 78,14 animum gerit — S. 84,25 in omnibus illis, 
d. h. die 2 ausgeschnittenen Blätter, in der HS Μ verloren sind. Die 
HS ist sonst gut erhalten, nur weisen die letzten Blätter einige Brand- 
spuren auf, und das Schluß-Deckblatt ist zerschnitten. Nägeleindrücke 
am Rand beweisen frühere Benutzung. Auf jeder Seite befinden sich 
23 oder 25 mit dem GrifPel gezogene Linien, auf denen die Schrift 
steht. Die Tinte ist blaßrötlich, mitunter dunkler. Initialen in Rot 
sind selten. Von dem Schreiber, der gelegentlich selbst Schreibfehler 
verbessert hat, ist ein ziemlich gleichzeitiger Corrector, der die HS 
durchgearbeitet und viele Rasuren vorgenommen hat, und eine dritte 
spätere Hand zu unterscheiden. Ganz selten hat noch eine vierte Hand, 
Λvie es scheint, mit schAvarzer Tinte und junger Schrift Bemerkungen 
gemacht. Die Zahl der Varianten und Randnoten ist sehr gering. Ab- 
kürzungen und Ligaturen, z. B. nt st rt ns ρ ρ b. (oder b;) i tue 
φ tjq außer den Conventionellen, Avie ds sps u. ä., sind selten und nur gegen 
Ende der HS und am Zeilenende häufiger verAvendet. Dasselbe oben 
offene a der HS G findet sich gelegentlich auch in M. Der Schreiber 
des Codex Μ verwechselt öfters e und i, e und u, ο und u, ο und e, 
u und b, ae und e. Eigentümlich ist die nicht seltene Bezeichnung 
der Aussprache durch Zeichen bei Worten, wo diese zweifelhaft war, 
z. B. comedet eädem eadem invenimus invenit latere pervidi repetitis 
tritürat venimus. Die Orthographica sind unten im Abschnitt 4 zu- 
sammengestellt. 

Auf dem ersten beschriebenen Blatt (recto) ist der Stempel der Stadt- 
bibliothek von Metz zu sehn. Über die Herkunft des Codex M, der 
einen alten braunen Ledereinband hat, liest man im Catalogue Generale 
des MSS des bibl. publ. des Departements tom. V 4« Paris 1879 p. 9S: 
»De Saint- ArnouD, mais ayant appartenu d'abord a une autre maison, 
dont le nom a ete soigneusement gratte, d. h. auf den beiden Deck- 
blättern am Anfang und am Schiuli der HS. Auf der Vorderseite des 
letzten Blattes steht (vielleicht von H.Hand?) die mir unverständliche 

1) Vgl. Gallia christiana XIII p. 893 und Histoire de Metz par des rcligieux 
Benedictins de la Congrögat. de S. Vanne tora. 1 Metz 1769 4" p. 214 ff. Dieses 
Benedictinerkloeter ist in Metz um 600 gegründet worden. 



XXXII , Origenea 

Angabe: Saml. 7 d. 11. dhunart, und darunter sind, von der Hand des 
Marginators wie es scheint, folgende Zeilen geschrieben: Liber sei 
P////////////////////// [etwa 14 — 15 Buchstaben getilgt] epi q eü qcunq; modo 
abstulerit sit////////////// [etwa 10 — 12 Buchstaben getilgt] IN ETERNVM, 
amen. Eine entsprechende Notiz findet sich auch auf dem ersten Deckblatt 
(verso) von späterer Hand mit dunklerer Tinte: Liber sei ]}Ι!ΐ!ΐΙΙ': :!ii:i!:!iij!i /' 
[etwa 16 Buchstaben fehlen] epi si quis iniuriam, die vermutlich ähnlich 
lauten sollte wie jene am Schluß der HS, aber nicht vollendet worden ist. 
Die Rasur hat leider so geringe Reste des ursprünglichen Namens stehn 
lassen, daß es mir trotz liebenswürdiger Unterstützung von mehreren 
Seiten (besonders von Herrn Schüttauf, Beamten der Firma Zeiß in Jena) 
nicht möglich gewesen ist, über Vermutungen hinaus zu kommen. Hinter 
sit hat wohl sicher maledictus gestanden, und der erste Buchstabe des 
Namens ist sehr wahrscheinlich p, so daß man auf Paulini (oder Pauli) 
ensis epi raten kann. Bischöfe dieses Namens hat es aber meh- 
rere und an mehreren Orten gegeben, sodaß der frühere Besitzer von 
Μ wohl kaum noch festgestellt werden kann. Ich habe den Codex Μ 
vom September bis November 1901 in Jena verglichen. 
Ab 6. Codex Abrincensis (Avranches) Nr. 66 (früher 104) membr., 
saec. XllI (nicht XII) in Folio (271,2 χ 19 cm), enthält 1. fol. 1^: hi ver- 
sus scripti sunt in sepulero dominico. Anfang: hie leo dormivit qui per- 
vigil omnia cernit . . . Dann: Versus qui sunt in templo domini. An- 
fang: Corpore sopitus, sed mente iachob vigil intus . . . bis: Rex pius 
omne datum reddet tibi multiplicatum. Vgl. L. Delisle, Bibl. de l'ecole 
des chartes 1868 p. 607, 2. fol. 1^ von I. Hand: In hoc libro ista con- 
tinentur. Apologeticus pamphili martiris pro origene 1. l^f Ruffinus de 
corruptione librorum origenis ab emulis .1. l^^ peryareon origenis . 1. IUI. 
Unten: Ex libro ///// virorum illustrium . . . über Pamphilus, 3. fol. 2^ 
Ineipit praefatio Rufini in Apologeticum Pamüli martyris pro Origene, 
ab eodem Rufino de graeco in latinum translatum. Cognoscende veri- 
tatis amore ... bis fol. 16^, 4. fol. 16 ^ Libellus eiiisdem Rufini, quo 
modo haeretici libros Origenis corruperunt. In bis que in superiore 
libro ... bis fol. 19 >" , 5. fol. 19^' Incipit praefacio rufini presbiteri in 
librum origenis, qui vocatur periarchon, quem transtulit de greco in 
latinum. Scio quam plurimos fratrum . . . Capitulatio von Buch I— IV 
vor dem I. Buche fol. 20 ^ , dann der Text von Periarchon. Ende fol. 
Si^ : propter quod et propheta dicit. reminiscentur. Dies war der ur- 
sprüngliche Schluß, etwas später ist noch vom Marginator die Fort- 
setzung des Cilats angefügt: et convertentur ad dominum et cetera 
(= De princ. IV 4, 9 [36], S. 363, 11 f), dann Rubrum: explicit liber 
lIII^s origenis presbiteri periarchon translatus de greco in latinum a 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung XXX ΠΙ 

nitino aquileiensi presbitero, 6. fol. S4^' die Ordinationsangaben des 
Martinus und Gaudiosus, über die unten im Abschnitt 3 und 4 ge- 
handelt werden wird, und 7. ebenda: Quatuor quadragesime penitenti- 
bus . . . Ende: victum quadragesimale. Die 84 Blätter von grobem 
Pergament sind gut erhalten. Auf jeder Seite finden sich 40 — 42 ge- 
zogene Linien. Für die Schrift ist dunkle Tinte, für Initialen und Rubra 
rote und blaue Farbe verwendet. Der Schreiber, welcher mit vielen 
Abkürzungen, wie sie im saec. Xlll üblich sind\ aber klar und deutlich 
schreibt, hat auch Correcturen und Nachträge selbst geschrieben. Das- 
selbe hat ein ziemlich gleichzeitiger Corrector und Marginator getan. 

Die mit einem alten dunklen Ledereinband versehene HS, die jetzt 
der Stadtbibliothek von Avranches zugehört, befand sich vorher in dem 
Michaelskloster auf der Höhe vor der Stadt. Sie ist erwähnt von 
Montfaucon, Bibl. Bibl. Η ρ. 1360 Α Nr. 203 und beschrieben im Cata- 
logue des Depart. X (1S89) und 4^ tom. IV p. 457. Ich habe den Co- 
dex Ab vom Mai bis Juli 1904 in Eisenach verglichen. 

7. Codex Parisinus (Sorbonicus) lat. Nr. 16322 (früher 266, auf 
fol. 2 ^ unten steht auch 657) membr., saec. XUI in Folio, enthält 1. den Brief 
des Hieronymus an Riparius gegen Vigilantius, 2. das L Buch derPamphi- 
lus-Apologie, 3, Rufin, De adulteratione librorum Origenis, 4. die 4 Bücher 
Periarchon, Ende: quod et propheta dicit. reminiscentur fol. 128^ (==De 
princ. IV 4, 9 [36], S. 363, llf , wie im Codex Ab). Die HS aus gelb- 
lichem mittelstarken Pergament ist gut erhalten. Auf der Seite stehen 
meist 31 Schriftzeilen auf gezogenen Linien. Blatt 1 scheint vorgesetzt 
zu sein, es folgen 15 Lagen zu je 8 Blättern, dann ist fol. 122 hinzu- 
gefügt, und die letzte Lage zählt 6 Blätter (fol. 123—128). Die Qua- 
ternionenzahlen 1 bis XY sind alt, die Zahl XVI ist von jüngerer Hand 
hinzugefügt. Der Schreiber, Avelcher dunkle Tinte verwendet, hat selbst 
Nachträge und Randnoten geschrieben. Daneben gibt es auch Notizen 
von einer IL jüngeren Hand, wohl saec. XV. Die zahlreichen Initialen 
sind meist recht zierlich mit roter und blauer Farbe ausgemalt; der 
Raum für die Initialen war vom Schreiber frei gelassen Avorden. 

Erwähnt ist die HS bei Delisle, BibL de l'ecole des chartes 1870 
(31) p. 137. Auf fol. 1"^ des Codex steht der Stempel der Bibliotheque 
Imperiale, auf fol. 2'" stehen die Stempel der Bibliotheque Nationale 
und der Bibliotheque de la Sorbonne (ebenso fol 128 ν ). Der Einband 
ist modern. Ich habe den Codex S vom Januar bis April 1903 in Jena 
verglichen. Vgl. unten S. XXX IX. 

1) Auch weniger übliche finden sich, z. B. ro (= ratio) sc'^iam (= scientiam) cä 
(= causa) η (= natura) a ( = autem) dms (= dicimus) düt (= dicunt). 



XXXIV Origenes 

8. Codex Cameracensis (Cambrai, Cathedrale, ancien 61) Nr. 454 
(früher 425, vgl. G. Haenel Catal. libror. mss. Lips. 1S30 4» Col. 1U5) 
membr., saec. XII in Folio (32 χ 22 ^g cm), enthält auf fol. 2^ : Prolo- 
gus Eufini in periarchon origenis (Rubrum). Scio quam plurimos frm . . . 
dann die 4 Bücher Periarchon vollständig; Ende fol. 91: ... quam 
supra exposuimus sentiendum est. Am Anfang der HS ist als Vor- 
setzblatt merkwürdigerweise eine Dublette von fol. 17 des Codex (doch 
so, daß die verso-Seite zur recto-Seite geworden ist) vorgeheftet, dieses 
fol. 1^' beginnt mit: hec credibilius astruantur (= S. 73, 10 f der Aus- 
gabe), und fol. 1' schließt mit: regibus dedi te ostentacionem (= S. 74, 
25 f) daran an^. Vermutlich sind fol. 16 und 17 als unbrauchbar vom 
Schreiber ausgesondert und nochmals geschrieben worden. Die Qua- 
ternionen sind von 1 bis XI numeriert, die letzten 2 Blätter ohne Nummer 
angefügt. Die Schrift ist auf den 91 Blättern in 2 Columnen zu je 
35 Zeilen zwischen gezogenen Linien angeordnet und sieht kräftig und 
sauber, aber auch etwas eckig und steif aus. Man bemerkt nur wenige 
Correcturen von I. Hand, aber viele Rubra und Initialen in roter, 
grüner und blauer Farbe. 

Auf fol. 2^ oben steht eine jetzt leider durch Rasur getilgte Be- 
sitzangabe: lib' eccle////////////////// [etwa 25 Buchstaben getilgt] si qs eü abs- 
tulerit anathema sit. am. Wenn nun in der Beschreibung der HS im 
Catal. des Depart, XVII (1891) S. 168 vermutet wird, daß: Liber ecclesie 
de Monte Sancti Martini dagestanden habe, so scheint dies nach den 
Spuren wahrscheinlich zu sein; aber die Lücke ist dadurch noch nicht 
ausgefüllt. Nach Gallia Christiana, vol. ΠΙ Col. 192 (>Mons S. Martini 
iuxta CasteUetum ad Scaldis Üuvii fontes, abbatia est ordinis Praemon- 
stratentis, B. Mariae sacra, Laudunensisque S. Martini abbatiae fiba«) 
und mit Rücksicht auf die üblichen Abkürzungen ist vielmehr folgen- 
der AVortlaut zu vermuten: lilj eccle sce marie de monte sei martini 
si qs eü usw. 

Ich habe den Codex Cameracensis i. J. 19U3 in Jena so weit ver- 
glichen, als es nötig war, um seinen Ursprung festzustellen. Er ist 
eine Abschrift des Codex Bambergensis. Aus einer großen Anzahl von 
Beweisstellen hebe ich folgende hervor. Am Schluß der ersten Vor- 
rede Rufins S. 6, 16 fügt Cam. dieselben Worte wie Β und C (s. Appa- 
rat) hinzu, ist also zu diesen HSS zu stellen. Da Cam. aber nicht cau- 
tissima wie C, sondern (utihssimä fehlerhaft statt) utihssima Avie Β durch 

1) Da an dieser Stelle (De princ. I δ, 4) Ezech. 28 citiert und besprochen wird, 
heißt es in der Beschreibung der HS (Cat. des Dep. XVII, 1891, S. 168i irrtümlich, 
daß fol.l ein ^Fragment de la prophetie d' Ezechiel (eh. XXVII— XXVIII): invec- 
tives contre Tyr.» enthielte. 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung XXXV 

Conjectur bietet, so ist er mit diesem verwandt. Cam. stimmt aber 
ferner in Fehlern, die nur B, aber nicht C hat. mit jenem überein, 
z. B. gibt er zweimal in den Text eingedrungene Eandnoten, wodurch 
der Text sinnlos wird, ohne dies zu bemerken wieder, vgl. S. 16, 9 
huiusmodi] alibi huius modi huius mundi Β Cam. und S. 21, 13 μονάς] 
monas grece non solitarium significat usw., ebenda h'ag] enas enas 
grece dicitur etc. Β Cam. Ferner S. 45, 12 vigor] virgo Β Cam. S. 62, 
17 nulla umquam] nullam quam Β Cam. S. 259, IS sicut] si cum Β 
Cam. S. 267, 31 tepore] tempe B* Cam. S. 26S, 16 positam] positae 
B* posite Cam. S. 275, 12 defectus] defunctus B* Cam. Die letzten 
Stellen zeigen, daß Β erst nach der Abschrift von Cam. von IL Hand 
durchcorrigiert worden ist. Mitunter wagt Cam. eine Verbesserung, 
z. B. S. S6, 3 Xunc ergo] nun ergo Β non ergo Cam. (falsche Correc- 
tur), in der Regel übernimmt er aber alle Fehler von B. Da er nir- 
gends mehr als dieser Codex, vielmehr dieselben Textlücken hat, so 
darf man Cam. mit Sicherheit als Abschrift von Β bezeichnen. 

9. Codex Signiacensis, jetzt in Charleville, Nr. 207 (vol. IV einer 
hs. Ausgabe von Origenis opera in VI voll.) membr., saec. XII in Folio 
(36 ','2 X 26 cm), enthält 1. Prefatio origenis super cantica canticorum 
[Rubrum]. Epythalamium id e nuptiale Carmen in modum lii videtur 
dragmatis a salomone conscriptüs Quem . . . Ende auf dem 2. Blatt 
des S. Quaternio (2. Col. Mitte): tc proficiet in virtutib: et florebit in 
lide. amen, Explicit Iüd ΙΠΙ^^^ origenis in canticü canticorum. Dann 
ohne Spatium: 2. Incipit prologus rufini pl)ri in piarcon origenis [Ru- 
brum]. Scio quam plurimos . . . Explicit piarcon origenis liber quartus. 
Ohne Spatium: 3. Titulus origenis super tumulum eins a se ipso com- 
positus [Rubrum]. Dies stimmt genau mit dem 1. Stück in G (s. ob. 
S. XXVIII), nur daß fehlerhaft Bis statt His und vorher verba statt dicta 
geschrieben ist. Dann ohne Spatium : 4. Incipit liber Adamantii origenis 
presbiteri & doctoris eximii de singularitate clericorum [Rubrum]. Miseram 
quide uobis ante tempus eplam . . . Proteruitatis enim iam cepta st. 
repsentari semp in medium. Dieses letzte Stück stimmt so aufiällig 
mit dem von ΛΥ. v. Hartel benutzten Codex C (nunc Parisinus 13 331. 
olim Sangermanensis S39 saec. IX, vgl. Cypriani opera ed. G. Hartel 
III 3 p. 173fr) überein, daß es gewiß von C abgeschrieben ist, doch von 
Ci oder C*, nicht von C"^ (z. B. vgl. Hartel p. 2192- om. ac Sig., p. 219^8 
uos Sig.). Sig. ist übrigens unvollständig, er bricht ab mit: in medium 
= Hartel p. 22i)^ Das Pergament ist ungleichmäßig, teils gröber, teils 
feiner, öfters fehlt ein Stück am Blatt. Die IS Quaternionen sind mit 
Ausnahme des letzten numeriert. Die Schrift ist in 2 Columnen mit 
je 37 (selten 3S) Zeilen zwischen den gezogenen Linien angeordnet. 



XXXVl Origenes 

Easuren und Correcturen von L Hand sind selten, und fein ausgeführt. 
Rubra sind vorhanden. 

Die aus Signi stammende HS ist, wie meine Untersuchung i. J. 
1903 in Jena ergeben hat, von G abgeschrieben. Sie stimmt nämlich 
mit G in Lücken und in Fehlern, die sich nur in G, sonst nicht finden, 
auffällig überein. Ich gebe einzelne Beispiele. S. 155, 5f fehlen die 
Worte: et non dicit bis mente nur in G und Sig., S. 40, 15 initio<! nur 
G Sig. Das 6. Capitel des I. Buches, De fine vel consummatione , das 
in Μ nachträglich getilgt ist (s. ob. S. XXXI), fehlt jetzt auch in Sig.: 
1 Blatt ist ausgeschnitten und die Schrift, soweit nötig, radiert. Zu 
dieser Verstümmelung hat wohl die von I. Hand in G dem 6. Capitel 
beigeschriebene Mahnung: Abhinc caute lege usque ad crucem den 
Schreiber oder Corrector von Sig. veranlaßt; übrigens sind in Sig. am 
Kopf der beiden letzten radierten Columnen noch die Worte: caute 
lege zu erkennen. In folgenden Fehlern stimmen nur G und Sig. zu- 
sammen: S. 18, 15 esse] e G est Sig., S. 23, 16 tarn] tamq; G^ tamque 
Sig. (der Schreiber hat die Tilgungspunkte in G übersehn), S. 41. 12 si 
filius non sit] si filius sit G*M nisi filius sit G^^o" Sig., S. 7(1, 10 ista] 

11 

ira G^o" illa Sig., S. 114, 13 f pro correctione] pro resurrectione nur G 
Sig. Der Schreiber des Codex Sig. gibt aber nicht bloß, wie der des 
Codex Cameracensis, seine Vorlage mechanisch und fehlerhaft wieder, 
sondern sucht sie auch gelegentlich nach dem Sinn zu verbessern, mit- 
unter nicht ohne Glück. Z. B. schreibt Sig. S. 32, 17 richtig generanti 
für generati GM und S. 73, 15 ebenso richtig secundum pietatis re- 
gulam opinandum sit, während GM s. p. regula inopinandum sit bieten; 
ferner S. 168, 15 audierunt zwar nicht richtig, aber geschickt für adie- 
runt 7 und S. 176, 12 reparandi mit α richtig (praeparandi 7), löst auch 
das Rätsel in G (S. 168, 1): obscuram lumina reclausa richtig so auf: 
obscura illuminare, clausa usw. Mitunter ist die Correctur von Sig. 
aber auch falsch, z. B. S. 16, 5 qui] que, doch e auf Rasur, Sig. (der 
Schreiber hat also den scheinbaren Fehler qui verbessert), S. 17,3 et^ 
<GM, der Schreiber von Sig. merkt die Lücke, setzt aber vel statt et 
ein, S. 107, 30 verbi sui ac sapientiae] uerbis nie sapientie G verbi sive 
sapientie Sig. An andern Stellen kehrt zwar der fehlerhafte Wortlaut 
von G in Sig. wieder, aber ein r(equire> am Rand deutet den Fehler 
an, z. B. S. 191, 18 multa] ex multu G Sig., S. 267, 30 bei einer Lücke 
in G, S. 268, 28 zu nisi und vel (statt velut) usw. Diese Beispiele 
mögen genügen, um zu zeigen, daß der Schreiber des Codex Sig. be- 
müht gewesen ist, einen verständlichen Text nach G herzustellen. Er 
hat auch, abweichend von G, die Capitelangaben in übersichtlicher Zu- 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung XXXVll 

sammenstellung den einzelnen Büchern als Kubra vorausgeschickt. Be- 
schrieben ist der Codex Sig. im Catal. des Depart. tom. V 4^ p. 642. 

10. Codex Trecensis (Troyes) Nr. 669 (früher Clairvaux F. IS) 
membr., saec. XIl in Folio, enthält genau dieselben Stücke und in der- 
selben Reihenfolge wie Codex M, nämlich 1. den Brief des Hieronymus 
an Riparius gegen Vigilantius, 2. ein Stück aus Hieron., De vir. ill. 
LXXV, 3. Inhaltsangabe des Codex, 4. das von Rufin übersetzte I. Buch 
der Apologie des Pamphilus mit dem Prologus Rufins vorher, 5. Rufins 
Schrift De adulteratione librorum Origenis und daran anschließend die 
Notiz des Diakonen Donatus, letztere durch Punkte getilgt, 6. fol. 41^ 
Prologus rufini pb'ri in libro primo periarchon origenis presbiti. Scio 
quam pluriinos . . . dann fol. 43^' — 44"^ die Capitulatio von Periarchon, 
dann: Incipit liber Primus Origenis periarchon id e de Principiis sive 
Principalib; (1 in ras.). De fide iana. Omnes qui credunt . . . Ende 
des IV. Buchs: fol. 161^ sentiendum e. dö volente et adiuvante legi, 
und am Rand von alter Hand: Explicit liber quartus periarchon. Dar- 
unter und oben stehen Notizen von junger Hand, Fortsetzung der 
Notizen auf den Vorsetzblättern. Auf dem letzten Blatt (verso) findet 
sich neben andern Notizen oben die Besitzangabe: LiB siJe Marie de 
Clara valle, dann folgen zwei ausradierte Zeilen, 4 Zeilen über Adam- 
Christus und dann in drei Zeilen: Magis(ter) Reginaldus de Corbosio 
Rem archid' universis praesentes litteras. Dann steht zwischen ver- 
schiedenen Notizen noch eine alte Signatur: f. 18. Die HS ist auf 
grobem, löcherigen Pergament in 2 Columnen geschrieben, auf der Seite 
befinden sich je 30 gezogene Linien. Die vorhandenen 20 Quaternionen 
= 161 foU. sind numeriert. Die Schrift ist kräftig, steif, meist eckig, 
doch auch noch rund gestaltet; Rubra und Initialen dienen zum Schmuck 
des Textes. Es finden sich viele Correcturen und Rasuren von der 
ersten, einer gleichzeitigen und einer späteren Hand. Die HS scheint 
systematisch — vielleicht für eine Abschrift — durchcorrigiert zu sein. 

Aus Clairvaux ist die HS in die Bibliothek von Troyes gekommen. 
Beschrieben ist sie im Catal. des Depart. tom. II 4^ p. 2S2, vgl. auch 
Montfaucon, Bibl.Bibl.II p. 1366 B, Bibl. Clarevallensis, wo ohne Nummern 
mehreres von Origenes, zuletzt: expositio in Ep. ad Rom. interprete 
Rufino und: Apologia St. Pamphili Martyris pro Origene angeführt wird. 
Ich habe den Codex Trecensis i. J. 1903 in Jena eingehend geprüft 
und seine Abhängigkeit von dem Codex Μ festgestellt. Denn 1. zeigt 
Codex Trec. denselben Inhalt wie Codex M, auch Notizen, die nur Μ 
hat, und die gar nicht zum Text gehören. 2. fehlt De princ. I Cap. 6 
(De fine vel consummatione), das in Μ durch Herausschneiden und 
Rasur getilgt ist, in Trec. Man könnte fast vermuten, daß dessen 



XXXVIII Origenes 

Schreiber die Verstümmelung von Μ vorgenommen hat, da in Trec. 
am Rand mehrfach caute lege von 1. Hand beigeschrieben ist. 3. In 
dem Stück aus Hieron., De vir. ill. LXXV, liest Μ in der Überschrift 
dazu fehlerhaft: in defessione, Codex Trec. hat: in defensione, doch η 
aus s corrigiert. 4. In dem an dritter Stelle stehenden Inhaltsverzeichnis 
ist in Μ wie in Trec. die Praefatio Rufins als 1 gezählt, und liber 
jjrimus fehlt dann. Im Codex Trec. ist ferner die Überschrift des jetzt 
in beiden HSS fehlenden 6. Capitels des I. Buches durchgestrichen und 
dafür unten am Rand von späterer Hand eingesetzt: de contrariis vir- 
tutibus. 5. Von Anfang an begegnen uns in Sig. dieselben Eigentüm- 
lichkeiten, Fehler, Sonderlesarten, Correcturen^ die Μ aufweist. Cha- 
rakteristisch sind z. B. folgende Stellen: S. 8, 1 Moyse] moyse_n Μ 
(d. h. η soll durch den Strich mit e verbunden werden) moysen Trec, 
der Abschreiber gab also zuerst seine \^orlage Μ wieder, corrigierte 
aber dann die ungewöhnliche Form. S. 8, 11 post adsumptionem eins 
in caelos] post adsumptionem [d zu s corr.] //////// in caelos M, durch die 
Rasur ist eius getilgt worden, wäe man an den Resten sieht; post adsum- 
psitionem [d zu s corr.] eius [übergeschr.] in caelos Trec.^ S. 13, 10 non 
satis] nos satis M, doch a. R. ganz schwach und blaß von späterer H. 
η = non beigeschrieben; non satis Trec, doch von I.Hand aus nos 
satis corrigiert. S. 14, 8 quam plurimos] quam plurimos M^ quam 
plurimum Trec, d. d. der Abschreiber übernahm zuerst die Correctur 
seiner Vorlage, fand aber dann, daß die ursprüngliche Lesart auch be- 
merkenswert sei, und schrieb deshalb die Variante darüber. S. 195, 15 
credulitas] credulitatis M°orr credulitas aus credulitatis corr. Trec. 
S. 245, 5 bietet Trec wieder dieselbe falsche Lesart und auch die falsche 
Correctur von Μ (s. den App.). Gelegentlich hat der Corrector des 
Codex Trec. auch das Richtige gefunden, z. B. S. 234, 29 spiramus 
durch Correctur aus spiramur, wie M' hat, oder S. 228, 22 f conlati 

collati 

Tyrii] conlatyrii Μ cqnlatyrii Trec^orr ^sw. Nirgends findet sich aber 
eine Stelle, wo Trec mehr als Μ bietet oder unabhängig von Μ er- 
scheint. Daher ist Trec. mit Sicherheit als Abschrift von Μ zu be- 
zeichnen. 

11. Codex Matritensis Bibl. nac Α 15, membr., saec XIIIXIV in 
Folio, am Anfang verstümmelt, in zwei Columnen und mit vielen Ab- 
kürzungen geschrieben, enthält auf 295 Blättern 1. Homilien des Ori- 
genes, teils von Hieronymus, teils von Rufin übersetzt, 2. Origenes, In 
Ep. ad Rom. 10 BB., von Rufin übersetzt, 3. auf fol. 260rb Hieronymus. 
De vir. ill. c. LXXV über Pamphilus, 4. Apologie des Pamphilus B. I 
mit dem Prolog Rufins, 5. Rufin, De adulteratione hbrorum Origenis, 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung XXXIX 

6. fol. 276'" a— 295'" a Origenes, Periarchon in 2 Büchern übersetzt von 
Rufin, bis: sensiendum est = Schluß des IV. Buches. Am Ende der HS 
(fol. 295'^ a) steht: Hie est finis librorum periarchon origenis a rufino 
expositorum secundum antiquum exemplar monasterii curie dei ordinis 
cystertien^is prope aurelianis p. VH. leucas in foresta. Die Abtei Curia 
Dei (La Cour-Dieu, früher: Curia, la Court-Dieu) ist nach L. Janauseheck, 
Orig. Cisterc. tom. I, Vindob. 1S77 4^ p. 6f im Jahre 1119 gegründet. 
Die erAvähnte HS kann natürlich älter gewesen sein. 

Beschrieben ist der Codex Matrit. in der Bibl. patr. lat. Hispan. I 
ed. AV. V. Hartel (nach Loewe), AVien 1887, p. 313 f. Eine Probecollation 
haben mir im August 1899 die Herren Dr. Bruno Violet und Pfarrer 
Gaebelein freundlichst besorgi;. Danach geht Matr. an folgenden Stellen 
mit GMö gegen ABC: S. 16, 9 ac] vel, S. 18, 24f c^ poss. intell. quod 
die, S. 20, 4 deum] dnm, S. 21, 3 forte <, S. 21, 9 universitatis] Teri- 
tatis. Von der Gruppe / stimmt G am wenigsten mit Matr. überein, 
etwas mehr M*, am meisten aber σ; vgl. S. 7, 14 et << öMatr., S. S, 8 
H- enim öMatr., S. 17, 10 illuminatur öMatr., S. 17, 16 quis < öMatr., 
S. 19, 23 rite öMatr. usw. Endlich steht Matr. dem Codex S näher als 
dem Codex Ab, wie folgende Stellen beweisen: S. 7, 12 ab] ad SMatr., 
S. 19, 21 cv. quia locus est in iherosolimis ubi SMatr., S. 20, 3 ymagini 
SMatr. (imagini Ab), S. 20, 4 garazin SMatr. (Ab richtig), S. 21, 5 quidem 
SMatr. (quidam Ab). Daher könnte man vermuten, daß Matr. von S 
abgeschrieben sei, wenn nicht die Xotiz am Schluß der HS als Vorlage 
ein »antiquum exemplar« bezeugte. Auch bietet S am Schluß weniger 
als Matr. Mein Material reicht nicht aus, um die Vorlage des Matr. 
mit Sicherheit zu bestimmen. Soviel aber läßt sich behaupten, daß der 
Text des Codex Matr. mit dem des Codex S am engsten verwandt, 
aber noch schlechter als dieser ist und deshalb beiseite gelassen 
werden kann. 

12. Codex Parisinus lat. Regius, olim Colbertinus, Nr. 1645membr., 
saec. XIV, enthält 1. Origenes, Periarchon 4 Bücher, Anfang: Incipit 
prefa(ti)o rufini in libros origenis qui appellantur periarchon id est de 
principiis sive principalibus. Vor den einzelnen Büchern steht die 
Capitelangabe, 2. Origenes, In illud loannis: In principio erat verbum, 
3. — 7. Petri Damiani sermones et epistolae, 8. Anonymi Carmen ele- 
giacum de incarnatione Dominica. Vgl. Montfaucon , Bibl. Bibl. Π 
ρ. 1344 Α, Codd. MSS. Abbatiae Fulcardi montis Nr. 38. Delisle, Le 
Cabinet des MSS. I (1868) p. 533. Catal. cod. mss. Bibl. regiae HI 
(1744) S. 162. Λν. AVeiuberger, 51. Progr. des K. K. Staatsgymnas. Iglau 
1901 S. 10. 

Dieser von Delarue für seine Ausgabe benutzte Codex, der i. J. 1682 



XL Origenes 

aus der Bibliothek der Abtei τοη Foucarmont in Colberts Bibliothek 
gekommen ist, gehört wegen principalibus statt principatibus in der 
Überschrift (vgl. S. 5, 6 App.) zu der Gruppe /. Delarue gibt nur zwei- 
mal Sonderlesarten des Codex Colbert. an, nämlich zu S. 19, 23 vel rite 
mit und S. 31, 9 saperent mit ö. Danach unterliegt es keinem Zweifel, 
daß diese junge HS zu der Gruppe ö gehört und für die Textherstellung 
nicht in Betracht kommt. 

13. Codex Parisinus lat. Nr. 17 348, Colleg. Navarr. 89, membr,, 
in Folio (32 χ 22 cm, Schriftraum: 23xl6cmj, saec. XIV, enthält auf 
120 Blättern 1. die Apologie des Pamphilus, Buch I, und 2. Origenes, 
Periarchon Yollständig; Anfang fol. 2ΐ>^: Incipit prologus rufini pres- 
biteri in librum primum periarchon origenis presbiteri. Scio quam 
plurimos . . . Ende fol. lOS^b: senciendum est; 3. Oratio ad sacer- 
dotes fol. 108vb — i2()^h. Die HS ist in zwei Columnen auf jeder Seite, 
eng und mit vielen Abkürzungen geschrieben. Eaum für Initialen ist 
freigelassen; Capitelüberschriften sind rot eingetragen. Vgl. die Be- 
schreibung bei Delisle, Bibl. de l'ecole des chartes 31 (1870) p. 501. 
Ich habe die HS in AVeimar verglichen und festgesteUb, daß sie für 
Merlins Ausgabe grundlegend gewesen ist; s. unten Ε I. Sie enthält 
zahlreiche Fehler und Änderungen, die in Merlins Text übergegangen 
sind, daneben aber gelegentlich auch gute Lesarten. Im allgemeinen 
gehört sie zur Gruppe /, vermeidet aber einige Lücken von /, z. B. 
S. 109, 7 f. 114, 17, und stammt daher entweder von einem jetzt ver- 
lorenen Glied der Gruppe / ab, oder hat gelegentlich noch eine zweite 
Vorlage aus der Gruppe α gehabt. Der Text des Codex Xavarr. bietet 
aber nirgends mehr als Gruppe α und 7, er ist vielmehr durchschnittlich 
geringwertiger als der von und braucht deshalb nicht berücksichtigt 
zu werden. 

14. Codex Avenionensis (Freres Precheurs d'Avignon) Xr. 309, 
alte Xummer 145, membr., in Folio (27,6 χ 19,4 cm) saec. XV, enthält 
auf 113 Blättern: Origenis über Periarchon, Anfang fol. 1: Incipit pro- 
logus Eufini presbyteri ad Macharium. Scio quam plurimos . . . fol. 2 : 
Incipit liber primus Periarchon Origenis emendatum. Omnes qui cre- 
dunt .... Ende fol. 112: . . . que a regno Dei separat eos qui tales 
sunt. Auf fol. 113 V steht eine Besitzangabe: Ex Kbris magistri Mar- 
ciaHs AuribelH. Beschrieben ist der Codex im Catal. des Depart. XXVll 1 
(1894) p. 225; vgl. auch G. Haenel, Catal. libror. mss. Lips. 1S30 4», 
Col. 52. Das AVort »emendatum« in der Überschrift des I. Buches und 
der Schluß (wo allerdings das letzte Wort »declinamus« fehlt) sind 
zwei Beweise, daß dieser Codex von Α abstammt; vgl. oben S. XXIV. 

15. Codex Laurentianus plut. XXH c. 9 membr., inFoHo, saec. XV. 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung XL! 

Diese mit herrlichen Initialen geschmückte Prachthandschrift enthält 
1. Origenes' Periarchon, voraus die Vorrede Kuhns: Rufini presbiteri 
in libros periarchon origenis ab eo e greco translatos in latinum. Scio 
quioniam [so] plurimos . . . legentibus generet. Explicit prefatio Ruffini. 
Incipit liber primus periarcö origenis. Die Bücher und Capitel sind 
nicht numeriert, sondern die Anlange durch Initialen gekennzeichnet. 
Der Schluß lautet: propter quod et propheta dicit reminiscentur 
(S. 363, 11 f, vgl. oben S. XXXII. XXXIII), darunter steht noch (Ru- 
brum): Explicit liber quartus et utimus [so] periarcon, 2. Die Apologie 
des Pamphilus, Buch I, mit der Vorrede Rufins, 3. Rufin, De adul- 
teratione, Ende: c|ui tales sunt declinamus. 

Der verstümmelte Schluß von Periarchon beweist, daß diese junge 
HS zu der Gruppe ö gehört. Was sie an besondern Lesarten hat, sind 
teils Fehler, teils willkürliche Änderungen. Eine Probecollation von 
diesem und dem folgenden Codex habe ich i. J. 19U2 von Otto Stählin 
erhalten. Erwähnt ist die HS bei Montfaucon, Bibl. Bibl. 1 289 A. 

16. Codex Laurentianus Bibl. Leop. Medic. Fesul. LIV, membr., 
in Folio, saec. XV. Inhalt fol. 193 — 255: Origenes' Periarchon, voraus 
die Vorrede Rufins. Anfang: Translatio Rufini presbiteri periarchon 
origenis incipit feliciter. Scio quoniam plurimos . . . legentibus generet. 
Finit prefatio rufini pbri super periarchon orig. Incipit translatio ex- 
planationum periarchon orig. Der Schluß des IV. Buches lautet genau 
so wie bei der vorhergehenden HS: propter quod et propheta dicit 
reminiscentur. Dann folgt noch (Rubrum): Periarchon Origenis claris- 
simi doctoris liber quartus explicit. Die Probecollation Otto Stählins 
ergibt eine enge Verwandtschaft zwischen den beiden Codd. Laurentiani. 
Entweder ist dieser von jenem abgeschrieben, oder beide stammen, was 
wahrscheinlicher ist, von derselben Vorlage ab. Jedenfalls kommen 
beide für den Text nicht in Betracht. 

Vgl. die Beschreibung bei Bandini, Suppl. ad Cod. lat. II p. 760 ff 
und Montfaucon, Bibl. Bibl. I 420 AD. Stählin teilte mir noch mit, daß 
die Codices Florent. Dominic. B. Mariae unter dem Namen »Codices 
Sanctae crucis< 1765 in die Laurentiana gekommen sind, aber nicht 
alle; vom plut. I dextr. befinden sich nur 10 (lateinische) Codices in der 
Laurentiana. 

17. Codex Venetus Μ a r c i a η u s lat. XVllI Cl. III 2 Nr. 3S (fondo antico), 
membr., in Folio, saec. XV, enthält 1. Origenes' Periarchon, Ende: 
propter quod et propheta dicit reminiscentur (= S. 363, 11 f. vgl. oben 
S. XXXII. XXXIII), 2. Pamphilus, Apologie Buch I, 3. Rufin, De adultera- 
tione. Dieser Codex Bessarioneus >splendidus< (vgl. Valentiuelli Π ρ. 1) hat 
keine Capitelangaben und kein Inhaltsverzeichnis; doch werden die Capitel- 

Orlgenes V. D 



XLII Origenes 

anfange fast immer durch schöne Initialen angedeutet. Wegen des 
Schlusses gehört die HS zur Gruppe O. Eine von Erich Klostermann 
für mich i. J. 1902 angefertigte Probecollation hat diese Verwandtschaft 
noch weiter bestätigt und gelehrt, daß Codex Marc, aufs engste mit 
den oben beschriebenen Codices Laurentiani zusammengeht. Diese drei 
ungefähr gleichalterigen HSS stimmen in Sonderlesarten, Fehlern und 
Lücken evident überein, berühren sich auch mit Cod. Matrit., sodaß 
man einen gemeinsamen Ursprung dieser HSS annehmen muß. Der 
Text ist, wie bei den Codd. Laurentiani, noch schlechter als der von o, 

18. Codex Oxoniensis Bodleianus Canon. Patr. lat. Nr. 199. char- 
tac, saec. XV, in Folio (29 x 21 cm), mit 32 Linien auf der Seite und 
von zwei Händen (fol. 1 — 90 und 91 — 173) geschrieben, enthält 1. Ori- 
genes' Periarchon von fol. 1 ab mit dem Schluß fol, 130^: propter quod 
et propheta dicit reminiscentur (S. 363, llf, vgl. oben S. XXXH. XXXIII), 
2. Pamphilus, Apologie B. I von fol. 130 ' bis 173: eos qui tales sunt 
declinamus. FINIS. Mehrfach sind größere Auslassungen am Rande 
nachgetragen, auch finden sich Lücken unausgefüUt, meist für griechische 
AVorte; hier steht oft ein .g. am Rand. Die Überschriften fehlen, dafür 
gibt es aber bunte (grüne und rote) Initialen. Von diesem Codex hat 
mir Ernst von Dobschütz einige Notizen gegeben. Wegen des Schlusses 
ist die HS zu der Gruppe ö zu stellen, 

19. Codex Monacensis lat. Nr. 23881 (1007) in Folio, saec, XV, 
ist aus einem größeren Bande herausgenommen, beginnt mit fol. 97 
(95. 96 leer) und schließt mit fol. 168. Die HS ist von H. Schedel ge- 
schrieben (vgl. Catal. codd. mss. bibl, reg. Monac. IV 4 p. 105) und 
enthält die 4 Bücher Origenes' Periarchon vollständig. Die mir von 
Otto Stählin i, J. 1903 übermittelten Notizen erweisen den Cod. Mon. 
als Abschrift des Codex B. Denn mit Β stimmen Anfang und Ende 
der 1. Vorrede Rufins, ferner die Capitelangaben über den einzelnen 
Büchern und endHch das Fehlen der 2. Vorrede Rufins. 

20. Codex Vaticanus Urbinas lat. Nr. 44, saec, XV, enthält auf 
150 Blättern 1, Origenes' Periarchon mit dem Schluß: propter quod 
et propheta dicit reminiscentur (S. 363, llf, vgl. oben S. XXXIl. XXXIII), 
2. Pamphilus, Apologie B. I, 3. Rufin, De adulteratione. In dem von 
J. Possevinus, Appar. sacer tom. II Col. 1608 abgedruckten Katalog 
von ürbino und Pesaro p. 33 wird unter den dort augeführten ΛVerken 
des Origenes auch Periarchon erwähnt; vgl. E. Preuschen, Einl. zu 
Origenes, Werke IV S. XXXIII f. Die Notizen über die Vatican-HSS 
von Origenes' Periarchon verdanke ich Dr, Theodor Schermann, der 
diese HSS für mich i. J. 1903 eingesehen hat. Diese jungen HSS ge- 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung XLIU 

hören des Schlusses wegen sämtlich zur Gruppe ο und sind ohne ΛYert 
für den Text. 

21. Codex Vaticanus ürbinas lat. Xr. 45S, anno 1473 scriptus; 
bietet auf 179 Blättern denselben Inhalt Avie Urbinas 44 und ist nach 
Schermanns Ansicht eine Abschrift desselben. 

22. Codex Vaticanus lat. Xr. 214 saec. XV, chart., enthält zuerst 
genau dasselbe wie Urbinas 44 und schließt ebenfalls das IV. Buch von 
Periarehon mit reminiscentur. Dann folgen noch auf fol. 163: Expos. 
Origenis In principio erat Verbum (vgl. oben Codex Par. Colbert. 1645), 
Didymus De spiritu s. interprete Hieronymo. Vgl. den Katalog der 
Bibl. Vatic. I von Vattasso und Franchi de' CavaHeri 19U2. 

23. Codex Romanus Bibl. Angel., olim Aegidii Viterbiensis Ord. 
S. Aug. et Card., Xr. 1244, chart.. saec. XVI, enthält auf fol. 1 — llu (am 
Anfang fehlt ein Blatt, Avodurch der größte Teil der ersten Vorrede 
Eufins verloren gegangen ist) die 4 Bücher von Rufin, Periarehon. 
Xach Schermanns Xotizen gehört auch diese HS zur Gruppe o. 

24. Codex Romanus Basil, S. Petri 11. 192 D, membr., 176 Blätter, 
3S Zeilen auf jeder Seite, von einer Hand. Diese HS ist bei Mont- 
faucon, Bibl. Bibl. I 158 Α erwähnt. Theodor Schermann, der diese 
nicht leicht zugängliche HS i. J. 1903 geprüft hat, weist sie dem saec. 
XIII/XIV zu. Fol. V beginnt: PREPHATIO (Rubrum). Scio quam 
plurimos ... bis fol. 2^^ .... quae bona sunt teuere. EXPLICIT PRE- 
FATIO . HEG continet Origenis Periarehon. 1. I. Dann folgen 3U Capitel- 
überschriften. Dann die Überschrift des 1. Capitels (Rubrum) und 
Omnes qui credunt ac certi sunt .... als Anfang des 1. Capitels, 
darauf die übrigen des ersten Buchs. Dasselbe wiederholt sich bei 
dem zweiten und dritten Buche. Auf fol. Sl^ (= S. 276, 6) hört das 
III. Buch mit den Worten: quidam legentes vel intelleger ne^ auf. 
Unten stehen mit roter Tinte die ΛVorte geschrieben: Residuum huius 
operis habetur in opusculo huic annexo. Unten ist etwas radiert, doch 
noch »Periarehon «zu lesen. Fol. 92 '^ ist leer, auf fol. 93 ^ steht: Cre- 
dimus scaiu trinitatem, mit fol. 107 ^ beginnt ein Proverbiencommentar. 

Unter der gleichen Xummer 11. J92D ist, wie Theodor Schermann 
mir mitgeteilt hat, noch eine kleine HS von 47 foll., chart., 25 Zeilen 
auf der Seite, wohl saec. XVI, vorhanden. Am Anfang steht die Xotiz: 
Tres alii Hbri periarehon origenis habentur in alio volumine huic annexo. 
Fol. l'' beginnt mit den AVorten: Incipit Kber quartus et ultinuis Ori- 
genis Periarehon. 1. De prineipiis vel de principalibus. V^erum quo- 
niam .... Ende fol. 47: propterea dicit reminiscentur. Periarehon 
Origenis clarissimi doctoris Liber quartus explicit. 

D* 



XLIV . Origenes 

Das mitgeteilte Material genügt um zu beweisen, daß dieser Codex 
eine Abschrift des Codex Casin. (C) ist. Der Schreiber hat die letzte 
etwas beschädigte Seite von C nicht ganz lesen können und daher 
nicht bis zu Ende (S. 276, 11) abgeschrieben. Später ist in einem An- 
hang das fehlende vierte Buch, aber wiederum nur bis reminiscentur 
(S. 363, 11 f), ergänzt worden, das dritte Buch aber unvollständig ver- 
blieben. Die Ergänzung scheint aus Cod. Laurent. Bibl. Leop. Medic. Fesul. 
LIV (s. ob. S. XLl) zu stammen, denn beide HSS haben die charakte- 
ristische Unterschrift, die sich sonst nicht findet. Endlich hat Theodor 
Schermann noch festgestellt, daß die beiden Codices Vaticani Reginenses 
Nr. 82 und 1309 (vgl. Montfaucon, Bibl. Bibl. I 15 C und 43 C) die vier 
Bücher Periarchon nicht enthalten. 



An die Aufzählung dieser 24, mir persönlich oder durch gütige 
Mitteilungen näher bekannt gewordenen Handschriften schließe ich eine 
Liste von solchen Handschriften an, die ich nur aus Katalogen oder 
anderen gedruckten Notizen kenne. Leider müssen diese Handschriften 
zum Teil als verloren betrachtet werden. 

25. Codex Sangallensis, erwähnt in dem alten Handschriftenver- 
zeichnis von St. Gallen aus dem IX. Jahrhundert; vgl Catalogi biblio- 
thecarum antiqui, coli. G. Becker ^, Bonnae 1SS5, § 15 p. 34. Danach 
hat St. Gallen in alter Zeit fünf Bände Origenes (1. — 3. In epistolas Pauli, 
4. In Genesin, Exodum et Leviticum, 5. Periarchon, Nr. 1S9 — 193) be- 
sessen. 

26. Codex Laureshamensis (Lorsch), bei Becker § 37 in einem 
Katalog saec. X als Nr. 307 so angeführt: libri IUI jcsqI άρχων emen- 
dati, translati a Rufino presbytero et Macario missi, in uno volumine. 
Dann folgt als Nr. 308: apologeticum Pamphili martyris in Origenem in 
uno codice, während als Nr. 306 die von Rufin übersetzten 10 Homi- 
lien zum Römerbrief vorausgehn. In dem Kloster Lorsch haben sich 
verhältnismäßig viele HSS des Origenes befunden. Die Bibliothek ist 



1) Der Index Beckers, von dem die Vorrede (p. IV) sagt; »Addidi indicem 
locapletem, qui commentarii loco et falso scripta corrigeret et parum notos scrip 
tores, quantum indagare potui, designaret», war für meine Zwecke unbrauchbar 
Um zu zeigen, wie viel s. v. Origenes fehlt, gebe ich ein vollständigeres Verzeich 
nis der Stellen; die Zahlen Beckers sind cursiv gedruckt: 7, TS. 79. S,lSsq. 11, 
76 sq. 15,lS9sq. 21, lOsq. 22,217—219. 32, Ulsqq. 480. 36,24. 87,294sqq. 324 
42,81sq. 51, 27 sq. 55, 8. 30. 49. 68,89. 69,86. 70,16. 2ö. 72,25. 75,29. 76,62sq 
78,9. 79, 233 sq. 80,214. 216. 81, 9. 83, 8. 86, 35sq. 95.86—90. 96,18. 100, 3. 109 
22. 113,44. 115,161. 170.243. 117,65. 118,20. 125,131sq. 127,44—46. 140. 100—164 
129,45. 750,47.86 sq. 



I 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung XLV 

Mitte des 16. Jahrhunderts von Lorsch nach Heidelberg überführt worden; 
Lorscher HSS kamen dann i. J. 1623 als Codices Palatini nach Korn, 
viele andere sind verloren gegangen. Vgl. Mai, Spicil. Rom. vol. V 
ISl. XXXIV 14; Gottlieb, Über mittelalt. Bibl., Leipz. 1890, S. 337; Franz 
Falk, Beiträge zur ßeconstruction der alten Bibl. Fuldensis u. Bibl. 
Laureshamensis (im XXVI. Beiheft zum Centralbl. f. BibliotheksAvesen, 
Leipz. 1902) S. 49 f. 

27. Codex Fuldensis. In dem von Karl Scherer herausgegebenen 
Fuldaer Handschriften-Katalog des 16. Jahrhunderts (XXVI. Beiheft zum 
Centralbl. f. Bibliothekswesen, Leipz. 1902) S. 94 (190) werden unter 
Repos. III Ordo quartus 7 Handschriften des Origenes, darunter an 
dritter Stelle: »liber Periarchon foL« angeführt. 

28. Codex Massauensis (abbaye de Massay) wird in dem Cod. Vaticau. 
3324 saec. XI fol. Ulf unter Nr. 90 so citiert: Periacon, de auctoritate 
canonum 1. Offenbar ist >Periarchon< zu lesen, vgl. DeHsle, Le Cabi- 
net des MSS tome II Append. Bibliotheque de l'abbaye de Massay. 

29. Codex Sanmartinus. In dem >Catalogue des MSS de Saint- 
Martin-des-Champs< (bei Delisle, Le Cabinet des MSS de la bibl. nat. 
tome II p. 237) wird dieser Codex so citiert: Origenes de periarchon. 
Er hat sich Anfang des XllL Jahrhunderts dort befunden. Delisle be- 
merkt hierzu: »II est ä craindre que la plupart des titres conserves 
dans le cabinet de Saint-Martin n'aient peri pendant la Revolution«. 

30. Codex Verdunensis. Dom. Bruno Albers 0. S. B. hat mir 
i. J. 1903 mitgeteilt, daß bei D. Ursmer Berliere 0. S. B., Les manuscrits 
de l'ancienne abbaye de Saint-Vanne de Verdun (Extrait du >Biblio- 
graphe moderne< 1897 Nr. 5), Besangon 1897, Imprimerie et Lithographie 
de Paul Jacquin, p. 7 unter Nr. 9 eine HS in Quart, membr., enthaltend 
Periarchon d' Origenes, erwähnt wird. Unter den von Delarue be- 
nutzten HSS wird von ihm an 1. Stelle ein Codex Virodunensis saec. 
IX genannt. Es fällt auf, daß von Delarue nur einmal eine Lesart 
dieser HS erAvähnt wird: S. 86, 29, wo Virod. mit β Mo solum (AG solem) 
hat. Sollte Codex Virodun. vielleicht mit Cod. Μ identisch sein, und 
sollte ihn Delarue wegen seiner Übereinstimmung mit G nicht weiter be- 
achtet haben? 

31. Codex Aurelianensis (Fleury 110) Nr. 222 (194), membr., in 
Folio (23,5 X 12 cm), saec. XII, 216 Seiten mit 2 Columnen, enthält 
p. 105 Prefatio sancti Hieronymi in Origenem. Coguoscende verita- 
tis amore permoti . . . (= Anfang der Apologie des Pamphilus), p. 106 
Secundum edicionem Pamphyli martyris ... bis: propterea. que de pro- 
pheta dicit, reminiscentur. Dies ist der Schluß von Periarchon in der 
HSS-Gruppe σ, also gehört der Codex Aurel. dazu und ist ohne Wert. 



XLVI Origenes 

Es folgen dann noch Schriften Augustins; vgl. Catal. general des MSS 
des Depart., Orleans (Nr. Xll) 1 889. 

32. Codex Friulensis, membr., in Folio, saec. XV. Bei Mazzatinti, 
Inventar, dei mss 1893, vol. III p. 111 (Sandaniele del Friuli Nr. 21) 
liest man: Origenis Periarchon in lat. translat. a Rufino presbitero. — 
Rufini über, quo edocet qualiter 0. de singulis capitulis scarum Script, 
senserit. — Expositio Origenis pulcherrima quarta: In principio erat 
verbum usw. — S. Dydimi De S(5o Spiritu in lat. translat. a s. Hieronymo. 
Vgl. oben Nr. 12, S. XXXIX, und Zeitschr. f. östr. Gymnas. 1901 S. 73. 

33. Codex Populetanus (Pöblet)*, vgl. Villanueva, Viage literario 
a las iglesias de Espana, tom. XX 149, über die Abteibibliothek von 
Pöblet bei Tarragona: »Un vol. fol. ms. del siglo XIV que contiene: S. 
Basilii Exameron, S. Augustini Retractationes , et librum de Natura et 
gratia, S. Hylarii Pictaviensis de Synodis, Origenis Periarchon interprete 
Ruffino, y Pamphili Martiris Apologia pro Origine [so]«. Diese Miscellan- 
handschrift dürfte wohl, wenn sie noch vorhanden ist, keinen AVert haben. 

34. Codex Remensis monasterii sancti Remigii, von Delarue in 
der ersten Anmerkung zu seiner Ausgabe von Periarchon unter den 
von ihm benutzten Η SS an 6. Stelle erwähnt. AVenn der dort zuerst 
genannte Codex Virodunensis saec. IX vielleicht identisch ist mit dem 
oben unter Nr. 30 citierten Codex Verdunensis, so würde von den 
HSS Delarues nur der Codex Remensis als unbekannt übrig bleiben. 
Denn sein Codex Corbeiensis saec. IX ist = oben Nr. 4, Codex Colber- 
tinus = Nr. 12, Codex Sorbonicus = Nr. 7, Codex monasterii de Monte 
sancti Michaelis in Periculo maris = Nr. 6. Delarue nennt den Codex 
Remensis an letzter SteUe und gibt sein Alter nicht an; daraus kann 
man schließen, daß dieser Codex ungefähr so alt wie Ab und S und 
wohl nicht sehr wertvoll gewesen ist. Delarue erwähnt nur selten eine 
Lesart dieser HS. Wenn Cod. Remig. S. 3, 5 in quo (= Μ^ο"•)^ S. 4, 9 
comprobat (= Gö) und S. 6, 4 faceret (= μ) liest, so gehört er der ge- 
ringeren HSS-Gruppe γ an. 

2. Die Handschriftengruppen α und γ. 

Nach Aufzählung aller mir bekannten HSS, die Origenes' Peri- 
archon enthalten, sollen deren Verwandtschaftsverhältnisse, soweit dies 
noch nicht geschehen ist, dargelegt werden. AVenn die ganz jungen, die 
bereits oben S. XXXIV — XL besprochenen und die mir nicht zugänglichen 
HSS ausscheiden, so bleiben nur 7 HSS übrig, die oben S. XXIV— XXXIII 

1) Vgl. L. Janauscheck, Orig. Cisterc. I p. 127 Nr. CCCXXII über Populetuin 
(Pöblet etc.). 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung XLVII 

beschrieben und von mir zur Textberstellung herangezogen worden sind. 
Sie zerfallen, um das Hauptergebnis meiner Untersuchungen vorauszu- 
schicken, in zwei Gruppen: eine bessere α (Codices ABC), und eine 
geringere 7 (Codices GMSAb). Abgesehn von anderen Gründen, schei- 
den sich die beiden Gruppen dadurch scharf von einander, daß Gruppe 
α den Abschnitt De creaturis vel conditionibus (S. 65, 8 — 68, 15) ent- 
hält, der in der Gruppe 7 fehlt, d. h. in der hs. Quelle dieser Gruppe 
aus dogmatischen Rücksichten entweder nachträglich getilgt, oder schon 
von dem Schreiber übergangen worden ist. 



Die Gruppe a. 

Von den drei Handschriften, aus denen die Gruppe α besteht, sind 
Β und C zuerst zu besprechen. Sie müssen deshalb als eng zusammen- 
gehörig betrachtet werden, weil beide, im Gegensatz zu den übrigen 
HSS, auch zu A, eine sehr ausführliche und, abgesehn von Kleinig- 
keiten, übereinstimmende Capitulatio vor den einzelnen Büchern haben. 
Ferner fehlt nur in Β und C die zweite Vorrede Rufins (vor dem Π1. 
Buche). Endlich stimmen beide HSS auch in einer Anzahl von Sonder- 
lesarten und Fehlern überein. Zunächst ist die Frage zu beantworten, 
ob die dem Anschein nach jüngere HS Β von C abgeschrieben ist. 
Nun findet sich in C eine größere Zahl von Auslassungen, die teils 
durch Homoioteleuton, teils durch andere Nachlässigkeiten des Schreibers 
verschuldet sind, z. B. S. 13, 9 et hoc ipsum initium, S. 14, 8 quendam, 
S. 17, 25 consumit quidem et exterminat sed, S. 19, llf ubi — spiritus 
est, S. 20, 1 distinctionem^ — ad, S. 20, 21 atque inaestimabiliter, S. 28, 
6f priusquam terram faceret, S. 30, 12 per hoc — 14 aperiat et usw. 
Alle diese ausgelassenen Worte und Sätze stehen aber in B, sodaß 
C als Vorlage für Β nicht gedient haben kann. Wollten wir aber um- 
gekehrt wider die AVahrscheinlichkeit Β als älter und als Vorlage von 
C ansetzen, so würde dies aus denselben Gründen unmöglich sein. Denn 
wenn auch der Schreiber von B, im Gegensatz zu dem flüchtigen und 
nachlässigen Schreiber von C, seine Aufgabe mit lobenswerter Sorgfalt 
erledigt und seine Vorlage ziemhch lückenlos und treu Aviedergegeben hat, 
so fehlen doch auch in Β gelegentlich kleine ΛVörter, die in C vorhanden 
sind, z,B, S. 53, 17 de, S,95,8 ac, S. 101, 29 apti, S.113,9 ipsa, S. 154, 
28 dei, S, 182, 5 ex, S. 196, 25 sed, S. 206, 24 quo ait, S. 208, 20 deus, 
S. 217, 30 in, S. 252, 19 est. ΛVenn man nun annehmen wollte, daß 
diese kleinen Lücken von dem Abschreiber richtig ausgefüllt worden 
wären, .so hätte er dies doch an zwei Stellen (S. 252, 21, wo quibus 
certamen adhuc, und S. 100, 17 f, wo sancta est, non recipit poUutionem; 



XLVIII Origenes 

naturaliter enim vel substantialiter in Β fehlt) nicht ermöglichen können. 
Deshalb bleibt nur die Annahme einer gemeinsamen Quelle von Β und 
C übrig, die ich β nenne. Diese Handschrift hat zu der Zeit, als Β 
abgeschrieben wurde, Eandnoten (von mir durch Klammern bezeichnet) 
enthalten, die der Schreiber von Β unrichtig mit in den Text aufge- 
nommen hat, nämlich S. 21, 13: omni ex parte monas [monas' grece 
non solitarium significat sed hoc quod nullam aliam in se speciem habet 
permixtam nee esse ex ulla adiunctione compositum] et ut ita dicam 
enas [enas grece dicitur quod ita unum est per naturam ut alterius vel 
secundae ahcuius adiectionis in eo non intellegatur ammixtio] et mens 
usw., S. 171, 15 vel etiam [alibi perosus] odibilis extiterit. Andere Rand- 
noten hat der Schreiber von Β ebenfalls an den Rand gesetzt: S. 33, 
10 f aporroea sive manatio iutellegi potest quod profluit ex aliquo sicut 
ex fönte fluius (1. fluviusj; S. 34, 20 f in hoc apertissime unius substan- 
tiae (ac na)turae filium dicit sicut erat seth cum adam (ac na ist von 
späterer Hand mit schwarzer Tinte corrigiert); S. 122,23.24 und S. 123, 
1 die Transscription der betreffenden griechischen Worte: -r planetas 
; aplane < speram. Sowohl Β als C haben aus β eine Randnote in 
den Text übernommen S. 88, 14 f: planetae [id est errantes] moventur, 
und in beiden HSS findet sich S. 196, 29 f: [a se autem moveri dicunt 
animantia] a se autem moventur animantia eine Doppellesart, d. h. eine 
vom Rand in den Text eingedrungene Verbesserung neben der ursprüng- 
hchen Lesart. Aus diesen zwei Stellen kann man schließen, daß die 
früher erwähnten, von Β aus β übernommenen Randnoten dort schon 
gestanden haben, als C abgeschrieben worden ist. Die Randnoten in 
Β von Π. Hand, nämlich S. 13, 7: N(ota) de anima nichil horum in 
scripturis definitum, S. 173, 8: <ori)genes fecit librum de resurrectione 
corporum, S. 180, 10 (hie>remias, Z. 1.5 (esai)as, S. 181, 1 De malis 
dispensator(ibus) , S. 273, 6 Isaias, Z. 8 Ecclesiast(es) sind natürlich 
jüngeren Ursprungs. Dasselbe gilt von den zw^ei Randnoten in C. näm- 
lich S. 261, 9 (zu der dort in C stehenden Überschrift): Η — \- Xota 
quod dicitur opinio magis quam ratio; et recole, quid aristoteles de 
opiniöne tractaverit und S. 262, 3f: x x perpendat tue fraternitatis 
astutia, quam cautissime dixerat: non aliter poterit responderi, ut divina 

1) Vgl. Maximiis, Schol. in Lib. De coelesti hierarchia S. Dionysü Areopag. 
VII 3 (Migne SGr IV 76 i: "Ou δέ εσην hvag καΐ μονάς, xal Ενάγριος 6 ανόσιος 
έν τξ δητίρα ίχατοντάδί κεφα?.αΙω τρίτο) φησί τοντο' »Αυτός εατι μονάς, ίτιειδ/] 
το &εΐον αττλοϋν καΐ άδιαίρετύν εατι- τούτον χάριν μονάς' και μονάς γάρ, άριΘ^μητι- 
κώς ειπείν, άτιλή καΐ άονν&ετός εατιν βνάς δε δια τοντο, επειδή και προς εαντι/ν 
ηνωται η άγια Τριάς φυσικώς, καΐ ενοΐ πάντας τους αντ^ πλησιάζοντας κατά το 
είρημένον εν τω Εναγγελίω (Job. 17, 22)" "Ινα ωσιν αυτοί εν, ωσπερ και ήμεΐς εν 
εσμεν.' 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung XLIX 

Providentia demonstretur (die beiden letzten AVorte teilweise erloschen, 
ebenso eine dritte Randnote zu S. 269, 5ff). Die nur der HS Β oder C 
eigentümlichen Fehler ^ und Correcturen können hier übergangen werden. 
Dagegen scheint mir eine Aufzählung derjenigen Textstellen, wo schon 
β Correcturen vorgenommen hat, nicht unwichtig zu sein. 

Auslassungen in ß: S. 14S, 7f Tempus — disserere (als schein- 
bar unnötige AViederholung des vorausgehenden Satzes) — S. 149, 15 
quid poterat (als unnötig angesehen) — S. 193/4 Praefatio Rufini (als 
scheinbar nicht zum Text gehörig) — S. 252, 20 erat in (wohl ab- 
sichtlich). 

Zusätze in /3: S. 6,16 generet -(- In omnibus — tenete. — S. SS, 5 
+ enim — S. 9S, 21 -|- et — S. 132, 19 -f etiam — S. 2U4, 32 -f aiunt 
(ohne Grund, wie der griech. Text zeigt) — S. 209, 31 -}- eum (zur Er- 
leichterung der Co.) — S. 224, 31 + in eo (unnötig) — S. 22S, IS ~- ab 
(unrichtig) — S. 352, 3 -|- vel spiritum sanctum Β (C fehlt). 

Correcturen in ß: S. 22, 19 loci] mentis — S. 26, 2 ff noscere, 
nosci für cognoscere, cognosci — S. 30, 3 deformatio] formatio und 
S. 35, 3 deformatur] formatur (allerdings S. 46, 13 formatur auch α, 
vgl. S. 174, 13 f 17) — S. 32, 13 earum] eis — S. 51, 9 Verum tarnen] 
verum in his omnibus — S. 53, 12 animantia] animalia — S. 57, 15 fit 
A/ (Fehler) sit Ab (richtige Correctur) fiat β (falsche Correctur) — 
S. 62, 9 adsint] assistant — S. 63, 17 Non enim] nee sane — S. 72, 11 
-|- videatur (zur Erleichterung der Co., aber dann liegt die Schwierig- 
keit in der Beziehung der folgenden Worte (Z. 12): similiter — virt.) — 
S. 73, 27 si velit ac neglegatj si forte se neglegat — S. 87, 18 f Vesti- 
mentum non est mundum] indumentum earum non esse mundum — 
S. 139, 17 quoquej enim /3Mi<=orr Pg, _ g. 140^ 9 nuUus alius nisi] mun- 
dus ignorat et (ganz willkürliche Correctur) — S. 147, 26 ff quod ds 
Creator et conditor mundi idem esset et pater dm nostri ihn xpi legisque 
et prophetarum β — S, 14S, 5 debuit demonstrari^ monstraretur — 
S. 14S, 9 nominavit. Sciendum ergo primo in loco est quod sicut idem 
ipse deus β — S. 152, 15 f et confirmatio ex scae scripturae auctoritate 
descendit cum dicitur β — S. 171, 16f qui comparati reliquis mehori- 
bus meritis sunt, ad exornandum mundi statum otficium praebere (con- 
pati reliquis hat β nicht verstanden, deshalb weggelassen und vorher 
corrigiert) — S. 214, 23 videtur] videatur — S. 219, 24 acceptis semini- 
bus β (germinare intransitiv verstanden) — S. 221, 23 cum] ubi — 



1) Die Fehler im Cod. Β erinnern an die Fehler der von F. Knoell beschrie- 
benen Uncialhandschrift Vat. lat. 3375 saec. VII (CSEL vol. IX 1 p. Vllf. Sollte 
Codex β dieser HS ähnlich gewesen sein? 



L Origenes 

S. 233, 18 nemo sani sensus nisi dei misericordiae — adscribet] nemo 
qui sani sensus est alii nisi dei misericordiae — adscribet — S. 237, 30 
quibus] bis — S. 238, 13 illud vas, quod] illum, qui — Z. 14 quod] qui 

— Z. 15 illud] ipsum (also die ganze Stelle systematisch corrigiert) — 
S. 240, 24 vel salvandae vel perditae β — S. 247, 31 adiutorio] adiumento 

— S. 249,31 impleamus] ministremus — S, 251,17 et nihil] nihilque — 
S. 352, 4 ratione] iide Β (C fehlt) — Z. IS coercita] constricta Β (C fehlt). 

Bibelvarianten in ß: S. S5, 1 transiet] transibit — S. 136,4 mor- 
tuus] mortificatus — S. 245, 24 f perversum] tortuosum — S. 298, 22 eos] 
+ in non gente Β (C fehlt). 

Anscheinend richtige Sonderlesarten in ß: S. 62, 12 solam 
β (statt solum) — S. 116, 12 + numquam enim vixit (des Zusammen- 
hangs wegen richtig) — S. 169, 14 credetur (statt creditur) — S. 196, 27 
dicunt (statt dicuntur) — S. 266, 20 addunt (statt aiunt) — S. 269, 12 
deplere (ß allein richtig) — S. 342, 22 + cogitasse (nur B, C fehlt). 

Aus dieser Liste ergibt sich, daß der hauptsächlich von Β dar- 
gebotene und durch C an einigen Stellen verbesserte Text von ß, der 
etwa dem saec. VIII (oder IX) angehört, tatsächlich eine von gelehrter 
Hand vorgenommene Textrecension darstellt, deren Benutzung durch 
ausführliche Inhaltsangaben erleichtert werden sollte ^ Da C in Monte 
Cassino entstanden, und Β Avahrscheinlich aus Italien nach Bamberg 
gebracht worden ist, so dürfte wohl auch der Ursprung von β in 
Monte Cassino zu suchen sein. Ob die Correcturen des gelehrten 
Schreibers von β ganz oder teilweise auf hs. Grundlage beruhen, oder 
ob sie sämtlich Vermutungen ohne hs. Grundlage sind, wird sich schwer 
entscheiden lassen. Auf eine zweite Vorlage von β scheint S. 171, 15 
die Variante: alibi perosus (s. oben S. XLVIII) hinzudeuten. Hieraus kann 
man vielleicht auch in andern Fällen auf hs. Begründung einer Sonder- 
lesart von β schliessen. 

Jedenfalls wird man die einzelnen Sonderlesarten von β zunächst 
an dem Text von Α zu prüfen haben. Denn hier ist uns der α -Text 
zwar mit vielen Auslassungen und Fehlern, aber doch frei von will- 
kürlicher Bearbeitung erhalten. Während also β die Lücken von Α 
ergänzt, zeigt uns A, wo β von dem Text der gemeinsamen Vorlage 
abgewichen ist. Die dem Codex Α eigentümlichen Fehler hier anzu- 
führen erscheint unnötig. Der Schreiber hat größtenteils, besonders 
gegen Ende, viel zu flüchtig geschrieben und seine Vorlage nicht noch- 



1) Auf β trifft also die allgemeine Bemerkung von Ed. Schwartz über die 
Überlieferung griechischer Prosawerke (Eusebius, Kirchengeschichte S.TeilS.CXLYIj 
vollständig zu. Die Inhaltsangaben sind unten D II 2 abgedruckt. 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung LI 

mals verglichen; am Anfang ist diese auch lückenhaft und schwer 
lesbar gewesen. Daher lassen sich etwa 190 Auslassungen und 580 
Schreibfehler und Sonderlesarten in Α zusammenrechnen. Unter den 
Varianten sind z. B. folgende bemerkenswert. S. 172, 16 ist accepisse 
in β γ, causam habuisse videatur in Α überKefert. Sollte dies aus einer 
falsch verstandenen Randnote herstammen? Merkwürdig ist S. 213, 30 
benignitatis für longanimitatis in A, während S. 203, 27 letzteres auch 
in Α steht. S. 248, 26 finden wir statt conluctatio in Α ursprünglich 
lucta, von II. Hand zu luctamen corrigiert•. S. 132, 23 stand in der 
Vorlage von Α statt tali usi Avahrscheinlich aliusi, woraus A^ alius si 
machte, während die II. Hand abusi darüber schrieb. Daß die I. Hand 
auch geändert hat, beweist S. 274, 1. 3, wo zweimal in Α latini aus 
latine corrigiert ist. Auf eine in Uncialen geschriebene Vorlage ohne 
V^'^orttrennung lassen z. B. folgende Stellen schließen: S. 167, 15 super- 
filium A* superfluum A*^»", d.h. A* hat FLUÜM als FILIUM gelesen; 
S. 218, 19 ac semina receperunt] adseminare coeperunt A; S. 253, 5 certa 
mensura] certamen supra A; S. 297, 21 ludae, istum] iudaeis dum A; 
S. 316, 25 consequenti] e sequenti (aus CSEQUENTI) A. Auf Rand- 
noten in der Vorlage weist z. B. S. 149, 15 hin: spiritale quid / spiri- 
talem sensum quid Α {β läßt das ihm unverständliche quid poterat aus); 

spiritalem sensum 

also stand vermutlich in a: spiritale quid. Die IL Hand in A, welche 
mit trocknem GrrifFel Verbesserungen überschreibt, hat die Lücken zwar 
gelegentlich bemerkt, aber nicht ausfüllen können. Sie hat also keine 
HS benutzt. Der Corrector war aber ein kluger und gelehrter Mann, 
dem eine Anzahl von Verbesserungen auch ohne hs. Hilfe wohl ge- 
lungen sind. So hat er z. B. S. 342, 12 aus der Corruptel & eleuabrentur 
(A^) richtig tela vibrentur erschlossen und S. 112, 21 das richtige nam- 
que über das falsche numquam geschrieben. Aber S. 343, 3 corrigiert 
die IL Hand das corrupte omni zu omnis statt zu omnium, und S. 346, 11 
schreibt sie rei über das falsche omnis, anstatt daraus omnium zu 
machen; endlich S. 363, 22 verbessert sie corum (= chorum) in Α un- 
richtig durch ein darüber geschriebenes decorem. Die Varianten in Α 
sind also bloße Vermutungen und dürfen daher nur dann berücksichtigt 
werden, wenn sie mit β oder / übereinstimmen. 

Die gemeinsame Vorlage von Α und β scheint also eine Uucial- 
handschrift gewesen zu sein. Als β daraus abgeschrieben \vurde (etwa 
saec. VIII), war sie am Anfang noch unversehrt; als Α im saec. X ent- 
stand, war die Vorlage am Anfang teilweise beschädigt (s. ob. S. XXVI). 
Wo ist nun diese alte Vorlage des Codex Augiensis zu suchen? Dieser ist 
im saec. X sehr schnell und flüchtig geschrieben worden (s. ob. S. XX\'. L). 



LH Origenes 

Nun wird berichtet i, daß der Abt Engelbert 11. von St. Gallen (924—933) 
bei dem Hunneneinfall i. J. 92ö die Bibliothek nach Reichenau geflüchtet 
habe; Reichenau habe dann zwar dieselbe Anzahl, aber nicht dieselben 
AVerke zurückgegeben. Das deutet darauf hin, daß die beiden Abteien 
auch sonst gegenseitig HSS zum Lesen oder Abschreiben ausgetauscht 
und es mit der Rückgabe nicht allzu genau genommen haben ^. In 
dem von Becker unter Nr. 15 abgedruckten Bibliothekskatalog von 
St. Gallen aus dem saec. IX erscheint Periarchon als Nr. 193, voraus 
gehen zwei Nummern: Origenes In epp. Pauli und Origenes In Genesim 
Exodum et Leviticum (vgl. ob. S. XLIV). In dem am Ende des IX. Jahr- 
hunderts geschriebenen Katalog 22, und zwar unter den Additamenta, 
die vielleicht erst im X. Jahrhundert hinzugefügt sind, erscheinen zwar 
die beiden zuletzt genannten Origenes-HSS, aber Periarchon fehlt, und 
an dessen Stelle, sogar zwischen den beiden Origenes-HSS, steht als 
Nr. 218: Expositio Pelagii sup oiöles eplas Pauli. Das ist auffällig. Am 
Ende des saec. IX oder Anfang des saec. X ist also der Codex, welcher 
Periarchon enthielt, nicht mehr in St, Gallen vorhanden gewesen. Sollte 
er vielleicht nach Reichenau verliehen, dort zurückbehalten und durch 
einen andern Codex ersetzt worden sein? So viel kann man wenigstens 
vermuten, daß die alte St, Galler-HS damals nicht spurlos verschwunden, 
sondern gelesen und auch abgeschrieben w^orden ist. Der Codex Au- 
giensis stammt also vielleicht von dem St. Galler ab. AYäre diese Ver- 
mutung richtig, so würde weiter zu schließen sein, daß sich der 
St. Galler Codex ursprünglich in Monte Cassino befunden hat, und daß 
dort β etwa im VIII. Jahrhundert von ihm abgeschrieben worden ist. 
Vielleicht läßt sich diese Vermutung noch auf einem andern Wege 
wahrscheinlich machen. Doch vorher sind die gegenseitigen Beziehungen 
der die Gruppe / bildenden HSS klarzulegen. 

Die Gruppe /. 

AVie in der Gruppe α die HSS Β und C, so sind in der Gruppe / 
die HSS G und Μ sehr nahe verwandt. Die Übereinstimmung in 
Lücken und Fehlern zwischen G und M* ist stellenweise so auffällig, 



1) \'gl. Weidmann, Geschichte der Bibl. von St. Gallen . . . 1841, S. 16. 

2) Ein Beispiel für diese engen Beziehungen zwischen Reichenau und St. 
Gallen ist von L. Traube in der Testgesch. d. Regula S. Benedicti (Abh. d. bist. 
Gl. d. Kgl. Bayr. Akad. d. Wiss. XXI, 111. Abt.) S. 665 erwähnt. Ygl. auch Sa- 
muel Berger, Histoire de la Vulgate pendant les premiers siecles du moyeu age, 
Paris 1893, p. 56: »11 n'est pas possible de separer Reichenau de Saint-Gall. Les 
deux abbayes etaient unies par les liens les plus etroits<t etc. 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung LIII 

daß man zunächst geneigt ist, die eine HS als die Abschrift der andern 
anzusehen. Aber M, anscheinend jünger als Gr, kann unmöglich von G 
herstammen, wie folgende Stellen beweisen. Z. B. S. 13u, 1 steht legem 
in M, fehlt in G; dasselbe gilt von ignis S. 145, 11, von et non dicit 
— mente S. Ιδδ, 5f, von a mortuis S. 174, 4 f , von facere ebenda Z. 19. 
Ferner liest Μ S. 140, 13 richtig ac talibus, G dagegen falsch actibus, 
umgekehrt S. 144, 1 Μ unrichtig dilectio nisi, G richtig dilectionis ///// 
und S. 107, 30 wieder G fehlerhaft: verbis uie sapientie ^ und Μ ganz 
deutlich und richtig: verbi sui ac sapientiae. Wollte man aber an- 
nehmen, daß G das höhere Alter nur vortäusche und tatsächlich von 
Μ abgeschrieben sei, so würden folgende Stellen dagegen sprechen: 
S. 25, 1 inde G (mit a) de M*, S. 31, 13 ad vivendum G (mit a) ad 
vivent dum M* (adviverent dum M*<^°"), S. 76, 11 unusquisque G (richtig) 
unusque M, S. 262, 5 priores G (mit a) prohises M* (prores M^^orr)^ 
S. 330, 23 perplurima G (mit a) quamplurima M, S. 351, 26 summam] 
sümae G summam (wohl während des Schreibens aus summae corri- 
giert) M^ Wenn aber weder Μ von G, noch G von Μ abgeleitet 
werden kann, so bleibt nur die Annahme einer gemeinsamen Quelle, 
die ich μ nenne, übrig. Hierfür zeugen auch folgende Stellen: S. 268,30 
suggeruntur] suggerentur aus suggeruntur G ^ suggerentur M^orr^ §_ 302, 17 
cum] eum GM, S. 302, 31 eruditi sunt] eruditionibus GM, S. 335, 29 ba- 
biolone G babolone M* babilone M^orr (^also μ: babolone), S. 33S, 14 
ut eueniat] ut eü GM (d. h. μ hatte die Buchstaben eniat ausgelassen), 
S. 352, 16 intra] ita GM. 

Die Vorlage von GM (= μ) hat, wie es scheint, nicht viele Correc- 
turen und Varianten und gar keine Randnoten enthalten. Denn sonst 
würden sich in GM Randnoten und etwas mehr Varianten von I. Hand 
linden. So aber enthält Μ nur eine bemerkenswerte Notiz von Π. Hand 
zu S. 56, 8 — i5:_Nota. Qualiter dividat operationem patris et filii ab 
operatione sps sei. Ebenso ist G von einer Π. Hand, etwa im saec. XII 
in Corbie, mit folgenden Randbemerkungen versehen worden, die nicht 
nur einzelne Stellen erklären, sondern auch den Verfasser des Werkes 
gegen Angriffe verteidigen sollen. 

S. 33,10 ff eminentia vel humilitas. aporesis paupertas interpreta- 
tur. unde apls aporiamur et non destituimur [II Kor. 4, S]. et 
in epla senece ad paulum. ne cum aporia et dedecore etc. 

40,17 f ne in infinitum progressus fieret perveniemus etc. 

48,7 zu abusive] minus proprie. 

59,12 zu veniam] si auditur. 

1) Cod. Sign, macht hieraus: verbi eive sapientie. So entstehen Varianten. 



LIV Origenes 

S. 60, 6 zu (in)operatio] intima operatio. 

60, 19 f zu inoperatur] intime operatur. 

61, 19 zu proficit] nobis non sibi. 

78, 16 — 18 hinc habes quod potius disserendo quam asserendo dicta 

haec sunt habenda [?]. 
84, 3 ί zu probato] Q. e. d. cogita si tenor disputationis id per- 

suadere potest, necne et ita sane dicta percurres. 
84, 6 — 12 ex hoc loco quidam imponunt origeni quod senserit de- 
mones fore saluandos. cui errori ipse plane contradicit in 
epla quadam sua, ut legitur supra in libello ruffini de 
adulteratione, capitlo: Quidam eorum [vgl. Lom. XXV 388]. 
84, 16 zu opinor] non ait ut assero, vel ut diffinio. 
89, 1 zu motus] igitur a simili nee motus maris vel fluminum 
sine anima est, quod falsum est, unde verisimile est hunc 
tractatum origenis non esse. 
142, δ zu initio creaturae] Nota, scilicet creationis sue, quoniam 

assüpta est. 
216, 22 zu Ita] Nota, argumentum pro confessione. 
216, 26 zu quae res] Nisi [?] ignorantia eorum quae sequuntur. 
221, 17 f zu substantialiter] in anima scilicet et corpore, quorum 

neutrum esse desinit. 
235, 17 motus ergo a dö est, sed abusio motus a nobis. quod est 

notabile. 
242, 18 zu opinamar] ut sit opinio disserentis potius quam assertio 

credentis. 
262, 4 mihi] intellige secundum opinionem disserentis potius quam 
secundum fidem asserentis. 

262, 7 aliquid] hoc autem non est exj)lorate fidei, sed opinionis 

philosophice. 

263, 9 disserta] non asserta, quod est notabile. 

273,4 credimus] exempla [?] stultorum, ut licentius arguat. 

273, 12 ante nos] non ante hunc mundum. 

276, iff et hoc nota philosophicum esse, non fide probatum. 

Die Vorlage von GM (= μ) hat alle die Fehler, Verschreibungen 
oder Lücken von teils größerem teils geringerem Umfang, die sich in 
GM gemeinsam vorfinden, schon enthalten. Man darf wohl annehmen, 
daß der Schreiber oder Corrector von μ die Fehler seiner Vorlage (= 7) 
übernommen hat und in Ermangelung einer andern HS , etwa aus der 
Gruppe α, nicht in der Lage gewesen ist, sie verbessern zu können. 
Natürlich konnten ebensowenig die Correctoren von GM ohne Hilfe 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung LV 

einer anderen HS diese Fehler beseitigen. Daher kommt es, daß der 
Text von μ (und /) erheblich schlechter ist, als der von a. Immerhin 
ist der Text von μ noch etwas besser, als der von Gruppe σ, als deren 
Vertreter ich die Codices Ab und S, beide saec. Xlll, ausgewählt habe. 
Diese beiden HSS sind zwar von einander unabhängig, da sowohl Ab 
als S Lücken enthalten, die in der andern HS fehlen (z. B. S. 29, 3 
autem, S. 42, 21 plenius, S. 43, 13f omnipotens — venturus est <C Ab, 
S. 56, 19 et in sanctis, S. 60, 16 autem, S. 64, 4 eius << S), zeigen aber 
sehr enge Verwandtschaft in gleichen Fehlern und willkürlichen Correc- 
turen sowie darin, daß sie mit reminiscentur (S, 363, llf) endigen, also 
unvollständig sind. Den gleichen Schluß bieten die oben unter den 
Nummern 15 und 16 (Laurent.), 17 (Marc), IS (Bodl), 20 und 21 (Urbi- 
nas), 22 (Vatic.) beschriebenen HSS; ferner gehören, wie oben gezeigt 
ist, zur Gruppe ο noch die HSS 11 (Matr.), 12 (Colbert.), 13 (Xavarr.), 
23 (Roman.). Daß der Text der Gruppe ö, der im wesentlichen seit 
Delarue unser Vulgattext ist, um eine ganze Stufe tiefer steht, als der- 
jenige der Gruppe μ, ergibt sich z. B. aus folgenden Stellen. S. 22, 3 
alienum una sola] esse alienum et una sola ö, S. 25, 4 alicui] aliquibus 
ö (wegen aliis Z. 5), S. SO, 9 pro suis unusquisque motibus varie acti α 
pro s. u. motibus varie actibus G (M fehlt) pro s. u. motibus et varie- 
tatibus ö, S. S5, 7 schreibt unrichtig sit statt fit und schiebt deshalb 

lapte 
willkürlich ut vor inmutatio ein, S. 101, 29 apti iudicantur] apte iudi- 

cantur Ab ηΓ apte apte iudeant"ir S, also hat die Vorlage von AbS 
(= ö) Varianten enthalten, S. 266, 13 schiebt ö willkürlich videntur vor 
trahere ein, weil vorher nonne statt non corrigiert war; vgl. auch den 
Apparat zu S. 357, 29 und 362, 18. Im übrigen zeigt ö größtenteils, 
im Gegensatz zu α, dieselben Lücken und Fehler wie //, oder setzt sie 
voraus, sodaß ο unzweifelhaft mit μ sehr nah verwandt ist. Man könnte 
zunächst μ als Vorlage von ö annehmen. Indessen würden die Ab- 
weichungen der Gruppe ο von μ dann doch zu groß sein, als daß sie 
allein aus einer systematisch durchgeführton Correctur von (die ja 
tatsächlich vorliegt) erklärt werden könnten. Entscheidend für die An- 
nahme einer gewissen Selbständigkeit von ο gegenüber μ sind nun eine 
Anzahl von Stellen, aus denen ich folgende ausAvähle. S. 62, 5 utique 
ao itaque μ, S. 70, 10 sciamus ao sciam μ, S. 71, 10 tot et tantis aG 
tote tantis GM* (tantis Μ^ο"), S. 77, 23 potest ao <C μ, S. 110, 17 di- 
centes ao dicent G dicent zu dicant corr. Μ ^, S. 147, 12 Cuius aO cum 
/M, S. 154, 20 stultam aS stultum Ab, wie die Vorlage von μ (= /) ge- 
lesen hat, da G tum und M* stum (M<=o" stolidum) haben, S. 157, 14 
dicitur ao, <C μ, S. 178,22 emendationis ao emendaueris GM* (emeu- 



LVI Origenes 

datis M°o")^ s. 248, 2 initia aö inimicitia //, S. 271, 4 unum ao <, μ, 
S. 302, 31 eruditi sunt ao eruditionibus μ. Danach kann ö unmöglich 
von μ abgeleitet werden, sondern muß mit μ zusammen eine gemein- 
same Quelle (= /) haben. Nur so ist es erklärlich, daß ö (sonst ganz 
unabhängig von a) einige nahe Beziehungen zu α aufweist, die μ nicht 
hat. Wenn aber ö neben μ direct von / herstammt, so ist es nicht 
nur möglich, sondern auch wahrscheinlich, daß in ϋ gelegentlich etwas 
bewahrt worden ist, das sogar in α fehlt. Dies ist m. E. der Fall 
S. 101, 6f bei den Worten: vel ceteri ordines — officium, die der Zu- 
sammenhang als notwendig und echt erweist, und S. 219, 28 bei dem 
Satz: qui prius increpabat, da dieser als Wiederaufnahme von Z. 22 
gefordert wird. 

So sind wir durch ο wieder zu α zurückgeführt worden und können 
jetzt die Frage, in welchem Verhältnis α und γ zu einander stehn, zu 
entscheiden suchen. Daß α und / aus derselben Quelle geflossen sind, 
wird durch eine Anzahl von gemeinsamen Fehlern, Lücken und Ver- 
schreibungen, die im 3. Abschnitt zusammengestellt werden sollen, vor 
allem aber dadurch erwiesen, daß S. 98, 7 das Kubrum: »De his, qui 
naturas esse spiritales diversas adfirmant« in den Text von A/ einge- 
drungen ist, und daß S. 263, 12 die Überschrift: »Utrum verum sit quod 
quidam dicunt, quasi binas animas esse per singulos« in α und / (in 
γ als Text betrachtet) an falscher Stelle steht. Charakteristisch für die 
Sonderfehler von / sind z. B. folgende Stellen: 
S. 84,25 futuris spatiis ac saecuhs « 

futuris spatii saeculis γ (d. h. SAG vor SAE übersehn). 
212,24 intentione conceperat α 

intentio nee ceperat μ (intentione acceperat M^<=o") 
intentione permansuram cernebat ö. Daraus ergibt sich, daß 
schon / wie μ gelesen und durch mangelnde Wort.trennung 
Fehler verursacht hat. Die gemeinsame Vorlage bot wohl: 
INTENTIONECCEPERAT; vgl. oben S. LI. 
256,16 eum unam α 

cummunam GM* 

communem M^corfö, also in / war C statt Ε gesetzt. 
293,28 animis inicere α 
animi sincere μ 
admiscere sie S 

admiserere (zu admittere corr.) sie Ab. Auch hier hat fehlende 
Worttrennung in γ die Corru]3telen verschuldet. 
Lücken in / sind fast auf jeder Seite der Ausgabe bemerkt, sodaß 
ich hier keine Beispiele zu geben brauche. Aus dem Augeführten er- 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung LYll 

hellt, daß der Text der Gruppe a, welcher aus den HSS ABC gewonnen 
werden kann, den durch Fehler und Lücken entstellten Text von / 
(=GM, AbS) erheblich an Wert übertrifft. Der Unterschied ist tat- 
sächlich so groß, daß man annehmen möchte, α sei auch für γ die Quelle 
gewesen. Diese Annahme scheint auch dadurch begründet, daß viele 
Seiten hindurch die Gruppe γ nicht mehr, sondern oft weniger bietet 
als a. Aber schon die beiden oben angeführten Stellen, wo o, d. h. also 
7, Lücken von α ausfüllt, sprechen für Selbständigkeit von γ neben a. 
Hierzu kommen noch folgende Stellen. S. 246, 29 potestates γ richtig, 
putantes α falsch. S. 93, 13 f wird Phil. 1, 23 von γ so citiert: Optarem 
enim resolvi vel redire, während in α resolvi vel fehlt. Diese Variante 
steht aber gleich darauf (Z. 21) sowohl in α als auch in /, daraus folgt, 
daß vorher α eine Lücke hat, die / richtig ausfüllt. Doppelübersetzungen 
bietet Eufin in De princ. auch anderswo, z. B. verbum est vel ratio 
(= χ6γος εοτίν) S. 100, 14 f. Ferner haben nur Α S. 130, 2 und β S. 130, 6 
ein Rubrum, eine Art von Überschrift, die in y fehlt. AVäre / aus α 
abgeschrieben, so ließe sich das Fehlen des Rubrums in γ nicht erklären, 
da / sogar Notizen, die nicht zum Text gehören, aus der Stammhand- 
schrift übernommen hat. Andererseits fehlt S. 131, 22. 23 patrem nur 
in α, ebenso S. 140, 11 est, 179, 2 quidem, 180, 9 in peccata, 181, 3 sit, 
181, 24 a. Das Verhältnis zwischen α und γ ist besonders klar da zu 
erkennen, wo das griechische Original erhalten ist. S. 202, 14 z. B. läßt 
α in demCitat »Si populus mens usw.« das "Wort meus aus, der griechische 
Text ti ο λαός μου beweist aber, daß γ es richtig bietet. Ebenda Z. IS 
liest α: nolite resistere unrichtig, /: non resistere {μη άντιοτηναι) 
richtig. Da nun im allgemeinen, abgesehn von den Fehlern, / mit α 
nicht nur in den Hauptsachen, sondern auch in Einzelheiten, wie unten 
S. LXniff gezeigt werden soll, übereinstimmt, so darf man schließen, daß 
die Codices α und / eine gemeinsame Vorlage gehabt haben. Daß 
aber der Text in γ nur an wenigen Stellen besser ist als in «, erklärt 
sich daraus, daß β eine sorgfältige Abschrift von « war, die von Β 
ebenso sorgfältig wiedergegeben worden ist, sodaß wir mit Hiuzunahme 
von Α und C in der Tat den Text von α ziemlich rein Λvieder her- 
stellen können; hierzu kommt, daß aller VV"ahrscheinlichkeit nach auch 
Codex α von seiner Vorlage genau abgeschrieben oder mit ihr hinterher 
sorgfältig verglichen, und daß hier die dringende Mahnung Rufins 8.0,6 ff 
getreulich beachtet worden ist. Dagegen scheinen μ und ö, aber auch 
7, mit viel geringerer Sorgfalt geschrieben oder corrigiert zu sein. Für 
die Selbständigkeit der Gruppe γ neben der Gruppe α sprechen aber 
noch folgende Erwägungen. Die beiden ältesten Vertreter der Gruppe 
7, die Codices G und M, enthalten vor den 4 Büchern Periarchon das 

Origenes V. Ε 



LVIII Origenes 

erste von Rufin übersetzte Buch der Apologie des Pamphilus mit dessen 
Anhang (Rufin, De adulteratione) und außerdem vor diesen beiden Stücken 
gleichsam als Einleitung den Abschnitt über Pamphilus aus Hieronymus, 
De viris illustribus; Μ allein schickt diesem Stück auch noch den Brief 
des Hieronymus an Riparius gegen Vigilantius voraus. Vermutlich ist 
diese Verbindung der einzelnen Schriften im Interesse des Origenes er- 
folgt und stellt eine durch die genannten Stücke vermehrte und gleich- 
sam geschützte Ausgabe von Periarchon dar, wie sie aus den Kreisen 
Rufins selbst hervorgegangen sein kann und tatsächlich auch in dem 
Codex Luculianus, dem gemeinsamen Stammvater der Gruppen α und 7, 
vorgelegen zu haben scheint; vgl. unten Abschnitt 3, S. LXlIf. In der 
Gruppe α finden wir zunächst nur die 4 Bücher Periarchon, in C nicht 
einmal vollständig. Aber der älteste Vertreter dieser Gruppe, Codex 
A, bietet am Schluß noch einzelne willkürlich aneinander gereihte Frag- 
mente aus der Apologie des Pamphilus B. I und aus Rufin, De adulteratione. 
Erwägt man nun, daß die Vorlage von Α am Anfang beschädigt ge- 
wiesen ist (s. ob. S. XXVI. LI), so wird man denselben Inhalt wie in μ ur- 
sprünglich auch in α voraussetzen und annehmen müssen, daß der Codex α 
am Anfang eine Anzahl von Blättern verloren hatte und nur noch Trümmer 
der Pamphilus-Apologie enthielt, die der Schreiber von Α wenigstens 
als Anhang zu Periarchon übernehmen wollte. Wahrscheinlich hat aber 
schon β (etwa saec. VIII) denselben Zustand der gemeinsamen Vorlage α 
vorgefunden und deshalb nur Periarchon abgeschrieben. Die Beschädigung 
des Codex α mag also recht weit zurückliegen, sodaß auch deshalb 
eine Ableitung des Codex 7 von α untunlich sein dürfte. EndKch fehlen 
in der Gruppe α auch ein paar nicht zum Text gehörige Notizen, die 
in der gemeinsamen Vorlage von αγ gestanden haben und in 7 bewahrt 
geblieben sind; wahrscheinlich hat sie schon Codex α nicht enthalten; 
vgl. den folgenden Abschnitt. Daher mußte zwar einerseits der α -Text 
bei dieser neuen Ausgabe die Grundlage bilden, während der 7-Text 
mehr zur ControUe und Bestätigung der einzelnen Lesarten von α heran- 
zuziehen w^ar, als daß ihm eine selbständige Geltung hätte beigemessen 
werden können; andererseits mußten aber, außer einzelnen Sonderles- 
arten von β und α, auch die Varianten der selbständigen Gruppe 7 im 
Apparat mit angegeben werden. Denn nur hierdurch ließ sich ein Bild 
der gesamten Textüberlieferung gewinnen. 



3. Der Codex Luculianus. 

Wir haben oben S. L — LH wahrscheinlich zu machen gesucht, 
daß die Quelle von BC eine Casinenser HS saec. VIH (= ß), und die 



Einleitung. Β. Handschriftliche Cberliefening LIX 

Vorlage von β und Α eine alte HS der St. Galler Bibliothek gewesen 
sei, die sich ebenfalls früher in Monte Cassino befunden habe. Daß dort 
schon sehr früh zahlreiche HSS teils geschrieben, teils von anderswoher 
gesammelt worden sind, ist bekannt. Der Einbruch der Langobarden 
5Si veranlaßte freilich die Mönche zur Flucht nach Rom; erst nach 
137 Jahren, im saec. Ylll. kehrten sie mit der Bibliothek nach Monte 
Cassino zurück ^ Xun liegen noch klare Zeugnisse dafür vor, daß die 
zur Gruppe γ gehörigen HSS in letzter Linie auf eine HS des VI. (oder 
V.) Jahrhunderts zurückgehn, die sich ursprünglich in der Nähe von 
Monte Cassino befunden hatte und vermutlich später ebendahin gebracht 
Avorden ist. Zwischen dem Ende des III. und dem Anfang des IV. Buches 
von Periarchon stehen nämHch in GM und S, und am Ende des IV. Buches 
in Ab folgende fast ganz, bis auf ein paar Kleinigkeiten, übereinstim- 
mende Zeilen: 

In nomine diöi dies ordinationis nostrae id est martini prbi et 

gaudiosi diaconi hie est tertio idus martias tertio post consulatum 

basili vc indictione septima. 

Item in di nomine dies ordinationis meae id est gaudiosi prbi 

indictione quarta decima quarto decimo kl iän anno primo domni 

iustini imp eodem consule reg dnö η ihu xpö in saecula saeculorum. 
Die Anordnung und der Wortlaut zeigen, daß wir diese Zeilen als zwei 
von einander zeitlich verschiedene Notizen betrachten müssen, die nur 
des gleichen Inhalts wegen nach einander an derselben hierzu geeigneten 
Stelle einer alten HS eingetragen worden sind. Sie berichten uns, daß 
die Ordination des Presbyters Martinus und des Diakonen Gaudiosus 
am 13. März des 3. Jahres nach dem Consulat des Fl. Basiüus (a. d. 541) 
in der 7. Indiction, also 544, und die Ordination des Presbyters Gau- 
diosus am 19. December des 1. Jahres des Kaisers Justin IL in der 
14. Indiction, also 565, stattgefunden hat^. Die Xamen Martinus und 
Gaudiosus tun hier nichts zur Sache; ob der Presbyter Gaudiosus der- 
selbe ist, der 599 als VII. Bischof von Gubbio (Eugubium) erwähnt 
wird 3, ist für unsern Zweck gleichgiltig. AVichtig sind die Xotizen, 
die uns ein glücklicher Zufall in 4 HSS erhalten hat, nicht nur des- 
halb, Aveil sie die enge Zusammengehörigkeit dieser HSS erweisen, 
sondern auch deshalb, weil sie uns den Stammvater dieser HSS, aus 



1) Vgl. Bibl. Casinens. tom. I Proleg. p. V u. Ludwig Traube, Text^jesch. d. 
Regula S. Benedict! (Abh. d. bist. Cl. d. Kgl. Bair. Ak. d.Wiss. XXI, III. Abt., München 



1898)S. Ü27. üOfJf. 

2) Vgl. Clinton, Fasti Rom. I p. 774. 776. 
S) Vgl. Gams, Series episcoporum p. G99. 



LX Origenes 

dem sie zugleich mit dem Text übernommen worden sind, etwas ge- 
nauer kennen lehren. Diese Urhandschrift ist also schon i. J. 544 , in 
welchem die erste Notiz geschrieben ist, yorhanden gewesen und noch 
i. J. 565, in welches die zweite Notiz gehört, an demselben Ort ver- 
blieben. Wenn nun diese nicht zum Text gehörigen Notizen, die von 
Martinus und Gaudiosus an einer leeren Stelle zwischen dem III. und 
IV. Buch zur Erinnerung niedergeschrieben worden waren, nicht nur in 
μ sondern auch in ο erhalten geblieben sind, während später die II. Hand 
in Μ die Zeilen als unnötig oder störend durchgestrichen hat, sodaß sie 
sich in Abschriften von Μ nicht mehr vorfinden, da darf man wohl 
eben aus der Erhaltung der Notizen in μ und ö schKeßen, daß zwischen 
jenem alten Codex saec, VI (oder V) und den Codices μ und ο (etwa 
saec. VlII und X) nur sehr wenige Zwischenglieder, ja vielleicht nur 
das eine, Codex 7, anzunehmen sind. Wo hat sich aber der alte Stamm- 
Codex befunden? Hierauf geben uns folgende Eintragungen, die eben- 
falls glücklicherweise erhalten geblieben sind, Antwort, Nur in M, 
und auch hier von I. Hand, wie es scheint, durchgestrichen 1. steht 
zwischen Eufins Schrift De adulteratione und dem Anfang der ersten 
Vorrede Rufins zu Periarchon folgende Notiz: 

Donatus diaconus in aedibus beati apostoh petri dö volente pro- 
prium codice vicees pc basili vc Indicione decima infirmus et debilis 
legi legi legi. 

Das ist das 20. Jahr nach dem Consulat des Fl. Basihus in der 10. In- 
diction, also 562. Damals hat Donatus in einem dem heil. Petrus ge- 
weihten Kloster denselben alten Codex in Händen gehabt, gelesen und 
verbessert. Hiermit ist zu vergleichen das in Halbunciale geschriebene 
Autograph 2 desselben Donatus im Codex Casinensis Nr. 15il, Teil II, 
saec. VI, fol. 248 ν vom Jahr 569 (568): 

-)- donatus gratia di pbr proprium codicem iustino augusto tertio 
post consolatum eins in aedibus beati petri in castello lucullano in- 
firmus legi legi legi-t-H — κ 

Da haben wir endlich die genaue Ortsangabe: das Peterskloster, dem 
die Presbyter Martinus und Gaudiosus und der Diakon Donatus (i. J. 
569 ebenfalls Presbyter) angehörten, befand sich im CasteU LucuUanum. 
Ich nenne deshalb den alten Codex von Periarchon, den dort der Diakon 



1) Vermutlich hat also der Schreiber von G wie der von ο diese Notiz nach 
eigenem Urteil weggelassen. 

2) Vgl. Reiflerscheid, Bibl. patr. lat. Ital. II, Monte Cassino, p. 416—421 und 
Bibl. Casin. 111 p. 317 b u. 334 Cod. CL. 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung LXl 

Donatus i. J. 562 gelesen und wohl auch corrigiert hat \ Codex Lucul- 
lanus (L). Die Lage jenes Castells läßt sich nicht genau bestimmen. 
Sicher ist soviel, daß es in der Umgebung von Neapel gesucht werden 
muß. Dahin ist der letzte weströmische Kaiser verbannt, dahin der 
Leib des heil. Severinus überführt, und dort für die Schüler Severins 
von Barbaria ein Kloster eingerichtet worden (492 — 496, alsGelasiusL 
Bischof von Rom war^). In diesem Kloster hat sich der Codex Lu- 
cullanus schon i. J. 544 (s. oben S. LX) oder noch früher, vielleicht be- 
reits am Ende des saec. V, befunden. Infolge der Zerstörung des Ca- 
stellum Lucullanum um 900 überführte man die Gebeine des heil. 
Severinus am 13. Sept. 902 nach Neapel. Vermutlich ist der Codex 
LucuUanus schon eine geraume Zeit vorher, vielleicht schon am Ende 
des saec. VI, nach Monte Cassino gekommen ^, um dort copiert zu werden, 
und so sind dann die beiden von dem gleichen Stamm ausgehenden 
Aste der hs. Überlieferung von Periarchon, α und γ, entstanden. AVährend 
7 jene drei für uns so wichtigen Eintragungen mit übernommen hat, 
sind sie in der Copie α weggebKeben; der Grund läßt sich nicht an- 
geben. AVenn nun der Codex Lueullanus wirklich schon dem Ende des 
saee. V angehört, so darf man vielleicht noch folgende Vermutung über 
seinen früheren Besitzer hinzufügen. Der erste Abt des Petersklosters im 
Castellum Lucullanum war Eugip(p)ius (-{- vor 543/4), ein gelehrter 
Mann, der in ausgedehntem Briefwechsel mit anderen Gelehrten stand, 
in den heiligen Schriften belesen war** und eine schöne Bibliothek^ und 
Schreibsklaven besaß. Bekannt ist sein Florilegium aus Augustins ΛVerken, 
das 492—511 entstanden ist, und seine Vita S. Severini. Seine Biblio- 
thek wird ausdrücklich in einer, den Eintragungen des Diakonen Dona- 
tus ähnlichen und zeitlich ihnen nahe stehenden Notiz vom Jahre 558 

1) Im Codex Casin. 150 saec. Vi finden sich Correcturen von der Hand des 
L'onatus. Vgl. auch die 'ähnliche Notiz in dem bekannten Codex Fuldensis p. 398, 
27 — 29 am Schluß der Apostelgeschichte: + victor famulus χρϊ et eius gratiaepisc 
capuae legi VI non. mai. d. ind. nona quinq. p~c basilii vc es (= 2. Mai 546) bei 
E. Ranke, Marburgi & Lipsiae 18(38 Proleg. p. VlJl. 

2) Vgl.Mon. (ierni. hist., Scriptor. rer. Langobard. et Ital. s. VI— IX p. 207, 31. 
409,5; W. Wattenbach, Deutschlands Geschichtsquellen im MA< 1877 I S. 42; 
Büdinger, SB der Wiener Akad., phil. hist. Cl. XCI, 1878, S. 801f. 

3) Leider kann man aus dem ältesten Katalog von Monte Cassino, den 
L. Traube aus einem Codex Cavensis saec. VIII in seiner Textgesch. d. Regula S. 
Benedict! rAbh. d. hist. Cl. d. Kgl.Bair. Ak. d. Wiss. XXI, III. Abt. S. 711) abge- 
druckt hat, gar nichts Sicheres entnehmen. 

4) Vgl. Cassiodor.l, De instit, divin. litt. c. XXIII (Migne SL 70,1137); Isi- 
dof. Hisp., De vir. ill. c. XXVI (Migne SL 83, 1097). 

.")) Vgl. L. Traube, Vorlesungen und Abbandlungen I 108. 



LXII Origenes 

erwähnt, deren Abschrift in dem Evangeliencodex Epternacensis (Paris, 
Bibl. nationale 9389) saec. VIII (IX) erhalten ist. Sie lautet: 

proemendavi ut potui secundum codicem de bibliotheca eugipi 

praespiteri quem ferunt fuisse sei hieronimi indictione .VI. p. cön. bas- 

silii VC anno septimo decimo ^ 

Echternach war von IVilibrord (f 739) begründet worden. Dahin 
kam also aus Italien die Abschrift einer Bibelhandschrift, welche der 
Bibliothek des Eugip(p)ius zugehörte und früher im Besitz des Hiero- 
nymus gewesen sein sollte. In ähnlicher Weise mögen wohl auch 
andere Klosterbibliotheken, besonders die von St. Gallen, ausgestattet 
worden sein. Ich vermute also, daß der Codex Luculianus ursprünglich 
in der Bibliothek des Abtes Eugip(p)ius gewesen und von da aus in 
den Besitz des Diakonen Donatus gekommen ist. Jener Codex scheint 
dem Originale Eufins zeitlich recht nahe gestanden zu haben. Aber 
auf welchem Wege kann eine Abschrift desselben nach Lucullanum in 
die Bibliothek des Eugip(p)ius gelangt sein? Im IV. und V. Jahrhundert 
herrschte ein reger literarischer Verkehr unter der gelehrten Geistlich- 
keit Italiens. Auch zwischen Rufin und Paulinus von Nola haben 
enge Beziehungen bestanden, wie der dem II. Buch der Schrift De 
benedictionibus Patriarcharum vorausgehende Brief des Eufinus an 
Paulinus von Nola zeigt. Ferner scheint dieser gelehrte Bischof Interesse 
für Origenes' Periarchon gehabt zu haben, da ihn Hieronymus, Ep. 
LXXXV (CLIII) auf die 4 Bücher Periarchon hinweist, >quos nuper 
Pammachio nostro iubente interpretatus sum<. Darf man da vielleicht 
vermuten, daß Rufin dem Bischof Paulinus von Nola eine Abschrift 
seiner Übersetzung von Origenes' Periarchon verbunden mit seiner 
Übersetzung des I. Buches der Apologie des Pamphilus nebst Anhang 
zugeschickt hat, und daß der Codex LucuUanus von diesem Exemplar 
abstammt? Soviel wenigstens darf man mit großer Wahrscheinlichkeit 
behaupten, daß schon der Codex LucuUanus dieselben Schriften und in 
derselben Aufeinanderfolge wie μ (und γ) geboten hat. Denn die oben 
S. LX abgedruckte Correcturnotiz des Donatus steht in M, stand also 
in μ (/), zwischen dem Ende von Rufin, De adulteratione und dem 
Anfang der ersten Vorrede Rufins zu Periarchon. Da nun solche Be- 
merkungen ihren natürlichen Platz nicht am Anfang, sondern am Schluß 
oder höchstens innerhalb der corrigierten Schrift haben, und da der- 
selbe Donatus eine ganz ähnliche Bemerkung im Codex Casin. 150 
innerhalb des betreffenden Werkes eingefügt hat (s. oben S. LX), so 

1) Vgl. Histoire de la Vulgate pendant les pretniers siecles du moyen age 
par Samuel Berger, Paris 1893, p. 52 f [und J. M. Heer, Evangelium Gatianum, 
Freiburg i. B, 1910 p. XLIII ff; p. XLIV ein Facsimile der Subscriptio. Wey]. 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung LXIII 

läßt die Stellung jener Correcturnotiz in Μ {μ— γ) nur den Schluß zu, 
daß schon der Codex Luculianus die Apologie des Pamphilus B. I und 
die Schrift De adulteratione yor den 4 Büchern Periarchon enthielt. 
Diese Anordnung der genannten Schriften weist aber sehr wahrschein- 
lich auf eine von Rufin oder von Freunden Rufins veranstaltete Aus- 
gabe hin. 

Doch kehren wir aus dem Gebiete der Combinationen wieder zu 
den Tatsachen zurück. Den Codex Luculianus, den gemeinsamen Stamm- 
vater der Handschriftengruppen α und /, können wir aus deren Über- 
einstimmung bis zu einem gewissen Grade wieder herstellen und zur 
Grundlage des Textes machen. AVir können auch nachweisen, wo er 
fehlerhaft war und welche Schreibung er bei dem und jenem AVort 
anzuwenden pflegte. Allerdings ist in solchen Feststellungen eine ge- 
wisse Vorsicht nötig, da wir die Möglichkeit nicht ausschliessen dürfen, 
daß derartige Fehler und orthographische Eigentümlichkeiten erst von 
α und γ herrühren. 

Mit ziemlicher Sicherheit lassen sich folgende Fehler von L fest- 
stellen. 

S. 12, 9 o^ esse rationabilem a/PaJan 

23,27 arbitrentur αγ 

30, 6 descripta ac praefigurata αγ 

35, 7 voluutatis Pa(ö)Jan und ο (Correctur) voluntas αμΫα.{μ) 

39.17 Quinque] quique λγ 
43, 3 antiquiorj antiquius αγ 
43, 8 quae] qui αγ 

44,13 pure nee sincere αγ 

44. 18 quae] qui αγ 

53, 7 f essent intellegenda] esset intellegendum αγ 
54, 12 in unitatem αγ 

62. 11 exj et αγ 

72, 9 f illud ipsum obluctans ac resistens] illum ipsum obluctantem 
(conluctantem A) ac resistentem αγ 

81. 12 alius^] vel αγ 

82,25 existant] existunt αγ (da Z. 22 non solum ■< «G) 
88, 11 Lücke αγ 
90, 8 spectat] exspectat A^B/ 
92, 7 inquirendum est] -dus est αγ 
94,25 Lücke α γ 
98, 8 Lücke αγ 

99,23—25 et rursum — bonura est «< αγ, Lücke aus Pa zu ergänzen 
101, 15 potestates] potestas αγ 



LXIV Origenes 

S. 108, 8 moverej moverent ay 

110,15 arguant] arguunt ay (auch sonst mehrmals Indic. statt des 

Conj. gesetzt, vgl. z. B. S. 205, 19) 
119, 7 erit < α/ 
119, 9 educet] educat /9/ 

120.19 Lücke ay 

120.20 pervenient] perveniunt ay 
121,15 Lücke ay 

122.15 Lücke ay 

126, 4 hi qui fehlerhaft ay 

127,22 Lücke ay 

143, 1 Lücke et/ Jan 

144, 5 Lücke ay (nicht Jan) 
149,13 Lücke ay 

156, 6 perfectiorisj perfectiore ay 

157.16 inde] id est (= id e) ay (vgl. App. zu S. 197, 15) 
163,13 quos] quo eos ay 

170, 16 condicio, neque] conditione quae Κμ (also war in L die 

Worttrennung nicht durchgeführt) 
170, 16 vel] et ay 
170,24:27 respondet] -dit ay 
172, 1 quibus] quae ay 
177,13 qua] quam a/Pa 
179, 8 quae] quaeque AB/ 
181, 12 ponetur] ponitur ay 
187,22 Lücke ay 
189,25 Lücke ay 
190, 15 digredietur] digreditur ay 

195. 15 Lücke ay 

198,33 animum] animos ay 
199,21 Lücke ay 
200,29 ita] et ay 

202.16 Lücke ay 

202.17 Lücke ay 
206,15 Lücke ay 

212,17 constringit] stringit ay 

218,25 Lücke ay 

228,19 Lücke ay 

243,29 necl vel ay 

247,27 Lücke ay 

252, 4 Lücke ay 



J 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung LXV 

S. 253, 6,7 Lücke ay 
25S, 12 Lücke ay 
260,28 cum movetur] commovetur BC*/ (also war com statt cum 

in L geschrieben) 
267,23 Lücke ay 
268,28 ubi] nisi ay (unrichtig) 

280.15 possibilitate — data] possibilitatem — datam ay 

306, 23 f et — eligere] ut — eligere μ ut — et eligere AM'corr ^t — 

eligeret Bö 
318,20 adumbrabimus] adumbravimus ay 
318,23 Lücke ay (durch den griech. Text bestätigt) 
330,23 Lücke ay (ein Citat fehlt, vgl. Philokal.) 
335,30 prophetatas] prophetata ABö propheta μ 

342. 12 scuta] s////cuta BM secuta GAb* 

345.16 qua] quam ay mit Pa(Mö) 

346. 13 Lücke ay (durch Pa ergänzt) 
350,10 erat] fuerit ay 

358, 4 Lücke ay. 
Bierzu kommen noch solche Fehler, die A/ (oder /S/) bieten, während 
/5 (oder A) sie verbessert hat. Ferner ist wohl schon in L propriae mit 
proprie, his mit is, hü mit ü u. ä. ebenso wie in den jüngeren HSS 
verwechselt, und praeces, praetium, aedem (statt Eden), inquid, diHciis, 
recipisse, eligerunt, liniamenta. nequetiae, virtutium, diversitatium, ad- 
dextris. informam (st. informem), armoniam, cerub, cherubin, seraphin, 
garizin. satanan, facellationibus (S. 180,1) u. ä. geschrieben gewesen, 
vgl. unten Abschnitt 4. Nach Stellen wie S. 15, 6. 21. 274, Iff zu ur- 
teilen, scheinen die griechischen Worte schon in L lateinisch transcri- 
biert gewesen zu sein. Endlich hat es schon in L Rubra oder Über- 
schriften gegeben, die vermutlich in dessen Vorlage am Rand beigefügt 
waren. AYenigstens würde es sich bei dieser Annahme am leichtesten 
erklären lassen, daß an zwei Stellen (S. 98, 7 und S, 263, 1 2) eine Über- 
schrift mitten in den Text hineingeraten ist; vgl. oben S. LVI. 

Der Codex L hat also schon einen teilweise fehlerhaften Text ent- 
halten, obwohl er doch dem Original zeitlich sehr nahe steht. ΛVeder 
der Diakon Donatus noch ein anderer Corrector hat die Fehler von L 
beseitigt, vermutlich weil er kein zweites Exemplar zur Vorgleichung 
in Händen hatte. Unsere Aufgabe war es, die Fehler von L wenigstens 
anzumerken oder, wo es mit Hilfe von Citaten möglich war. zu be- 
seitigen. Im allgemeinen aber, das darf man wohl behaupten, läßt sich 
der Text der oben erwähnten, von Rufin selbst oder seinen Freunden 
veranstalteten Recension von Periarchon wieder herstellen. "Wo An- 



LXVI 



Origenes 



stoße vorliegen, muß man sich stets fragen, wem sie zur Last fallen, 
ob dem Codex L oder nicht vielmehr dem Übersetzer Rufin selbst. 



p.c. 

nach 220 
398 



Handschriften 
von Origenes' De principiis. 

Περί αργιών 
Übersetzung Rufins 




4. Orthographica. 

Codex A. 

1. Vocale. 

a einfach: isac (öfters) 

ae und e: adseverare aedem aeduceretur aequidem aetatae aetiam aeuae 
animalae appaellantur braevissimae caeperit chaldeam corporaee craeatura demonia 
divine egipti egypto (öfters) enigmate equissima etas extreme faecit a fatiae foedae 
grecarum grecae (Adv.) hebrei inestimabilem inherens integrae (Adr.) interprae- 
tando intuende iudea littaere maeae mataeriae meliorae meroris michnhael mi- 
cheas occurraere operaetur paeritiae pene plaeue praetiosis prebere precipuus pre- 
cursores predicabant preparata presenti prestantiora preter pphaotis propriae (Adv.) 
qiiaeat quaendam quamq. (st. quam quae, öfters) querunt questio salomonae se- 
culis (öfters) sepae (st. saepe) sivae subsistaentia tante tutaelae variaetas 

e caudata: absque atque neque (überhaupt sehr oft bei angehängtem que) 
cer§ ecclesie incorporeae inveniet meruerint patre pietatis precipue prophetam 
(a. ä,) s^ veteribus 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung LXVII 

ae, oe und e: amoetysto caeperit coetos faetoris (öfters) foenicis incoeptum 
paenale poene 

a und o: salamon (öfters) 

au, 08 und u: obaudientes; defrudati 

e und i: deversis devulsio elimentum energuminos fici (st. feci) indegeat 
intelligibili (sonst -eile-) liniamenta lineamentis (corr. von II. H.) malivolis origine 
paracletum (e zu i corr. von I. H., so öfters) recipisse vertute (von I. H. corr.) 
vexisse (st. vixisse, so von II. H. corr.) 

e und oe: coepit (st. cepit) 

i einfach und doppelt: dis tyri (öfters); eii (= ei) fuiit hü (= hi, öfters) 

i und y: aegiptum (egiptia u. ä.) berillo crisolito chrisoprasso hystoriae 
(öfters) iacincto misteria (öfters, aber auch mysteria) onicae onichino paradyso 
(öfters) paralypomenon phylosophos presbiteris radyce scitharum 

und u: apostulorum epistula (öfters) fabolosum fulgor (fulgori) luxoria 
purus (st. poris) tribSlos utpote (utpute oder utpote öfters) virolentos 

V und u: diluii (v fehlt) euuangelio (öfters) plua — pluae (st. pluvia — pluviae) 

u zugesetzt oder fehlend: perurguet urgueri; qum restinguntur 

2. Consonanten. 

b und p: babtisma (babtismiini) describsimus dilabsi labsu nubtialibus (öfters) 
obtamus ^briam puplicanis puplice scribtuni (öfters) scribtura (öfters) supiecta 
suptile turbibus turbitudinem 

b und v: aceruioris (doch von I. H. corr.) discrepauit (von II. H. corr.) ob- 
eeruabimus (= Perf.) 

b einfach: sabati (öfters) 

c und ch (cch): arcangelo (öfters) ai'cangelico (LH.) archanis (dagegen arcana 
arcanorum von I. H. corr.) cerub chalchedonio chorinthiis chorintho choruscent 
enoc hiezehihele machari nabucchodonosor nichil ocheanus Periarcon scola 

c doppelt: coccleis 

c und d: quicquid und quidquid abwechselnd, letzteres später häufiger 

c und g: crassetur docmata gregorum (I. H.) 

c und qu: consecuntur eloquutos loquutus (u. ä. öfters) persequutus prose- 
quuta qua (st. con• und umgekehrt) qualisquumque quum (später sehr oft, ge- 
legentlich zu cü corr.) quur (öfters) 

c und t: addutitur adiacencia apercius audatiae benefitium capatia cicius 
crutiantur delitiarum diffitile discuciat dititur (st. dicitur) duriciam effitiunt (u. ä. 
öfters) explecionem faties (öfters) fatilius (II. H. corr.) fatio (u. ä. öfters) felitior 
felititas fornatibus gracia greti (st. graoci) indissatiabilis inditium introdutit iuditium 
iusticia (öfters) laeticiae luaceriae inalicia martioni mendatia miratulis moethatus 
(st. moechatus) mordatioris nastitur obitiunt ociosus offitimn pacientia (öfters) 
partitipare pai'tius perfeccionis pernitiem pertipientes pocius pollititationibus 
praeiuditio printipalia printipatu printipes printipio pronunciandum prospiti pro- 
vintiae purifitatoruiu racionem raditibus respitiens scifitationis senciendum sim- 
plitiorum sotiat spetialia speties (u. ä. öfters) subplitiis supplitium substancialiter 
Buffitiam (u. ä.) suffitioutia suspitiones tercius 

d und t: adque aliut aput (öfters) capud dauit dura (st. tum) illut inquid 
(öfters) iudaeis. dura (st. ludae istuni) iudicanti (st. -di) otio (st. odio) relinquind 
(st. -quit) set stadio velud (öfters, einmal aus velut corr.) 



LXVni Origenes 

d doppelt: quiddam (st. quidam) sedducant 

f und ph: effesiorum (efl'eaiis efesios) fantasia (u. ä.) filosophorum pamfilus 
sferam (sonst: sphera und spera) 

f einfach: diferentias difert 

g statt i: agebat (st. aiebat) 

h zugesetzt oder fehlend: abitator habraam (H.H. corr.) habundantiam 
habundantius in ac (st. in hac) aduc (I. H. corr.) et ec (I. H. corr.) harena armo- 
niam athomos cartis corum coturno esaia (I. H. corr.) exibendum gabrihelo hü 
bis (u. ä. öfters) hisrl istoriis nihilhominus (öfters) omiliticos onorem ospites ospi- 
tium superhabundantes thomis umidam (umidum) umor hutero 

1 und 11: epullsis intelegunt invallida tnedellam (corr. I. H.) uietalum nilhil 
querellarum stolliditatem tolleranda vellint 

1 fehlt: saua (st. salva) saaator (corr. I. H.) 

m und n: ascemsionem comsuniniatio (u. ä. öfters, wechselnd mit comsump- 
matio) comsumment comtamininate (so) conplemdam inbrium inmortale inpedit 
inpenitens inpetrato uienbroruui (u. ä. öfters) tamem tanquam (so selten) unquani 
venintamen 

ni zugesetzt oder einfach: commedet semptem; gramaticus 

η zugesetzt oder fehlend: connici constrinctio obtunsior (öfters) propin- 
n 
quintas relanxandas singnis; cofisi (I. H. corr.) 

ρ zugesetzt oder fehlend: absorta assumtum (I. H. corr.) calumpnias 
comsumpmatio condempnare (öfters) condempnationis contempnis (u. ä. öfters) 
conteranunt (I. H. cori•.) dampna dampnationem damnemur proter in salmis scri- 
turis (öfters) 

ρ und pp: oportunam (öfters) oppinantur repperiet (repperiendus) saphyro 
suplicia 

ρ und ph: eulpureique (H.H. corr.) sulpuris 

r doppelt und einfach: corrinthios; feri (st. ferri) ferri (st. feri) 

s na chxfe hl endoder zugesetzt: expectatio exsuere exsuviae extinguetur 
exultabant 

s und c: cytas (= Scythas) 

s und z: zmaragdo zmyrnensium 

s doppelt und einfach: desscriptio elissabeth fantassia; colosenses habuise 
pervenise posidebunt posunt 

t und th: amoetj'sto chrysolito deutheronomium 

t einfach: literam (literis u. ä. öfters) 

Assimilation: ad dextris (öfters) amministratus ammirabuntur ammii-an- 
dam ammiratio (öfters) ammittens ammittit ammixtionis ammonere (öfters) an- 
nuebam annuntiatur ascribere asscribitur (u. ä.) assumsit (u. ä. öfters) astruere 
quemammodum (öfters) succepit 

Assimilation vermieden: adfligens (adfligit) adtentius adtulisse adsenint 
conmissam obprimantar subcumbere subplantat (u. ä. öfters) subpliciorum. 

Codex G. 
1. Yocale. 
ae und e: aecclesiastica aescam caelans (caelata) cetere demonibus deprae- 
cator enigmate expraesserat fenum greco (grecarum) hebreos bec heresis innumere 



I 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung LXIX 

inpenitens interpraetantur iudeo longeuus materie merebunt meroris nequae 
(= neque) nonainae paenitus penitet praeces praeciosis (praetiosos öfters) prestan- 
tior propriae (Adv.) querere questio rectae (Adv.) seculum tedium tristae 

e caudata: sehr häufig, z. B. ceperit enigmate equa hec nominate precipue 
preee queritis scientie secula sepe 

ae, 06 und e: foetoreni 

e und i: benificia diliciis (dilitiis) malivolie 

e und u: medullam 

i und y: hierusolymis hystoriam pamphylus phylosophari phylosophi pres- 
biteri scitas sydone 

und u: compus diabulo fortuitu (öfters) gomurra (öfters) hierusolimis 
(zweimal, sonst: hieros.) 

u und y: amathusto beruUio 

u fehlt: antiqum 

y statt e: paraclytum (öfters) 

y fehlt: mosi (u. ä. öfters) 
2. Consonanten. 

b und p: obtarem optinet (u. ä. öfters) 

b und v: aceruissimas 

c und ch (cch): archa archanorum (u. ä. öfters) cerubin chorinthiis enoc 
iachinto machari scema scola (öfters) 

c zugesetzt oder fehlend: uncxit; maledito 

c und d: quicquid (meist quidquid) 

c und g: trigesimo vigesimum (öfters) 

c und qu: co (= quo) consecuntur relicum sicqueut (= sicut) ventrilocum 

c und t: audatie benefitia capatia (öfters) efficatia inicio (= initio) iuditio 
martioni mendatia mordatioris ociosus offitii paciamur partius praeiuditio precium 
sacietas (öfters) siciunt supplitia 

d und t: atquiescere illut (öfters) in quid velud (I. H. corr.) 

f und ph: fantasiam faraone (u. ä.) fenicis filosophis 

h zugesetzt oder fehlend: arena (und harenaj armoniam athomos bahal 
habraham (öfters) habundantia haebrietates helisabeth hephesios hiesu (öfters) 
hisrahelitae bis (= is öfters) is (= bis) nihilhominus (öfters) omeliticos speram 
(u. ä. öfters) thomis troni umana (I. H. corr.) umor 

1 und 11: ilico metalum (1. H. corr.); apollogetico 

m und n: aedem amima; eandenq. inmemor inpeditus inperitus 

η zugesetzt: derelinquerunt occansiones (öfters) 

ρ zugesetzt oder fehlend: hiemps temptatis (öfters); absorta assum- 
tionem promtis 

ρ und pp: apellatur (öfters) oportunam (u.a. öfters); oppinandura repperiendus 

r einfach: coruptione 

s nach χ fehlend: execrabilis existunt extinguetur 

s einfach: inmisione posunt supergresus 

s doppelt: commisserat 

s und z: zmaragdo zmyrnensium 

t und th: chrysolito 

Assimilation: ummirationis ammittit ammonere assuesceus assumsit astrin- 
gitur quemammodum 



LXX Origenes 

Assimilation vermieden: adfuisse adnuere adsertio (öfters) adsumeret 
adeumptione conlocatur conmendat inrationabiles obprobrii subplantavit. 



Codex M. 

1. Vocale. 

ae und e: aptae (Adv.) braevitatis caelans (= Celans) caelata (= celata) 
conquaeri depraecator depraehendimus expraessa faeminae (I. H. corr.) faetoris 
(u. ä.) grecarum haebetior hec heresis interpraetando nimiaetates paenitus peni- 
tentiam (u. ä.) plenae (Adv., öfters) praeces praeciosis (u. ä. öfters) praecipuae 
praetium prescientiae prestari (öfters) propriae (Adv., öfters) purae (Adv,) que- 
cumquae querere speciae spraetis tenuae vite 

e caudata: avidissime (Adv.) consequetur ecclesiis ^nigmatae (doch an 
späterer Stelle: enigmatae) manifeste (Adv.) sincere (Adv.) 

e und i: congemescit (I. H. corr.) diliciis (dilitiis) genisi (öfters) malivoliä 
paracleti (öfters) quatenus vidilicet 

e und u: medullam 

i einfach: fili (öfters als Gen. sing.) 

i zugesetzt: qualitatium (öfters) virtutium (öfters) 

i und y: pamphylus presbiteri scythas (zu scithas corr. von LH.) 

e und y: paraclesis (I. H. corr.) paracletum (I. H. corr.) 

ο und u: doabulum (zu diabolum corr. von I. H.) fortuitu (fortuito, go- 
naurra (öfters) 

u und y: amathusto (zu amethisto corr.) berullio 

u und i: cornipeta (zu cornupeta von I. H. corr.) 

u fehlt: dilui (= diluuii) 

y fehlt: mosi (zu moysi von I. H. corr.) 

e und u: geruadi (I. H.) 

2. Consonanten. 

b und p: optinet (u. ä. öfters) suptilium 

b und v: aceruissimas liboris 

c und ch (cch): acab archa archanorum caleb (I. H.) cerub (I. H.) cenibin 
(I. H.) chorinthiis drachonem enoc iachinto machari simulachris (öfters) 

c und d: quicquid (sonst quidquid) 

c und g: trigesimum — vigesimum (öfters) 

c und qu: co (= quo) consecuntur siqut (I. H.) 

c und s: incertus (st. insertus) 

c und t: apercius audatiae benefitia (öfters) capatia (öfters) discucientes 
(öfters) erudicio (u. ä.) ociosus (u. ä.) offitia (öfters) pacienter pacientiae (u. ä. 
öfters) participacionem praefaciuncula sacietas vicia 

d und t: aliquit (öfters) aliut (öfters) athuc (öfters) atquiescere illut (öfters) 
inquid (öfters) mendatia numquit quit (öfters) siquit (öfters) supplitia (suplitia) 

f und ph: fantasiam faraonis (u. ä. öfters) fenicis filosophari filosophi (u. ä.) 
paraflexia 

h zugesetzt oder fehlend: armoniam athomos bahal cartis ebreis habun- 
dantibus helisabeth hiesu (öfters) bis (= is, öfters) is (I. H. = is) inherat michabelo 
omeliticos speram (öfters) tesaurizasti (I. H.) 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung LXXI 

1 und 11: ilico; quaerellarum 

m und n: aedem conparatio conposuit conprobavit contenptum inmemor 
inmutet inpeditus 

η zugesetzt: obtu°ionis (I. H.) occansiones (u. ä. öfters) quadragensimae 
vanitStium (I. H.) 

ρ zugesetzt oder fehlend: hiemps; absorta 

ρ und pp: apellatur (öfters) oportunam oppinandum repperiendus supliciis 

ρ und ph: sulpureique 

s nach χ fehlend: existunt extinguetur 

ε doppelt: commisserat fantassia occassio (u. ä.) 

8 und z: zmaragdo zmyrnensium 

t und th: chrysolito 

t zugesetzt: istrahel (öfters) 

Assimilation: ammittit ammonere quemammodum 

Assimilation vermieden (in μ viel mehr als in A): adfirmatur adfuisse 
adnuere adprobari adsensum adsertiones (öfters) adseruit (öfters) adsumptione ad- 
sumtum adsumunt (u. ä. öfters) conlocatur inlata inlicitum (I. H.) subplantavit. 



δ. Sonderüberlieferung der ersten Vorrede Rufins. 

Die an Macarius gerichtete erste Vorrede Ruiins legt die Grund- 
sätze dar, nach denen Eufin bei der Übertragung von Origenes' /7ερΙ 
aQyov verfahren ist. Er beruft sich, ohne einen Namen zu nennen, 
auf das Beispiel und den Vorgang des Hieronymus und stellt diesen 
als Verehrer und Lobredner des Origenes hin. Dies mußte dem Hiero- 
nymus in einer Zeit, wo er gegen Origenes Stellung nahm, unangenehm 
sein. »Praefatiuncula librorum Περί αρχών ad me missa est, quam ex 
stilo intellexi tuam esse, in qua oblique, immo aperte, ego petor« schreibt 
Hieronymus in dem Brief an ßufin (LXXXI, Migne SL 22, 735). So 
ist denn diese Vorrede der Anlaß zu dem heftigen Streit des Hierony- 
mus mit Rufin über Origenes und dessen Glaubenslehren geworden. 
Da nun Hieronymus in seiner Apologie auf die Vorrede Rufins mehr- 
fach Bezug nimmt, so erklärt es sich leicht, daß diese Vorrede außer 
in den Handschriften, welche Periarchon enthalten, auch in einer An- 
zahl von Handschriften der Werke des Hieronymus vorliegt. In der 
Regel findet sich die Vorrede als Brief betrachtet = Nr. SO (63) bei Migne 
SL 22, 733 — 735 und verbunden mit folgenden Schriften: Rufin. ad 
Anastas. , Pammach. et Ocean. ad Hieron., Hieron. ad Pammach. et 
Ocean., Hieron. contra Rufinum, Rufin. contra Hieron. Die den Streit 
des Hieronymus und Rufinus betreffenden Schriften sind also, Λvie man 
vermuten kann, ursprünglich in einer besonderen Sammlung vereinigt 
gewesen. Von folgenden Handschriften der Sonderüberlieferung des 
Prologs habe ich Kenntnis erhalten. 



LXXIl Origenes 

V 1. Codex Veronensis (Capitularbibliothek) XV 13, membr.. in 

Quart, 127 Blätter, saec. VUI (Gaius-Palimpsest) enthält 32 Stücke fast 
nur von Hieronymus, die in dem Index fol. 1^ und 2 verzeichnet sind. 
Nr. XXmifol.SS'• oben beginnt: INCPT PRAEFATIO RUFINI LIBRO- 
RUM PERIARCON quos de GREGO TRANSTÜLIT IN LATINIJM. 
Scio quam plurimus . . . Schluß fol. S7 : legentibus generet. EXPL . 
APOLOGIA quam pro se misit rufinus ad anastasium romanae urbis 
episcopum. Audivi quosdam . . . Vgl. Wiener Sitz.- Ber. phil. bist. CL 
1865 XLIX S. 69ff und ReifPerscheid, Bibl. patr. lat. Italica I p. 72 f. Ich 
habe den Codex infolge der Liebenswürdigkeit des Herrn Präfecten 
P. Ehrle im August 1903 in der Vaticanischen Bibliothek, wo jener sich 
damals befand, vergleichen können. Neben guten Lesarten weist der 
Cod. Veron. aücb eine Anzahl von Schreibfehlern auf. Die Schrift ist 
zwar teilweise zerstört, aber doch im allgemeinen noch zu lesen. 

2. Codex Berolinensis-Meermanianus Nr. 17 (Phillips 1674, alte 
Nr. ML 41), membr., in Folio (ca. 25 χ 16 cm), 324 Blätter, saec. IX, 
enthält 70 Stücke, meist von Hieronymus. Nr. 63 auf fol. 296 be- 
ginnt: Incip pref rufini librorum periarcon quos de greco transtuHt in 
latinum. Scio quam plurimos . . . Schluß: legentibus generet. Apologia 
quam pro se misit rufinus ad anastasium romanae urbis episcopum. 
Vgl. das Verzeichnis der Meerman-HSS der Kön. BibKothek, BerHn 1S92 
S. 19 und die HSS- Verzeichnisse der Kön. Bibl. zu Berlin, 12. Bd. Ver- 
zeichnis der latein. HSS von Valentin Rose, I. Bd. Berlin 1S93 S. 17 ff. 
Quaternionen sind angegeben, Randnoten und Text Verbesserungen zahl- 
reich. Auf fol. 1"" oben steht: Collegii Par. Soc*'« Jesu (Kat. no. 447). 
Die schon von Rose erkannte Verwandtschaft mit dem Cod. Veron. 
saec. VIII besteht darin, daß dieser die Vorlage jenes gebildet hat. Das 
ergibt sich aus der Vergleichung der Collation des Cod. Berol.. welche 
mir Carl Schmidt freundlichst besorgt hat, mit der des Cod. Veron. 
ziemlich zweifellos. Z. B. schreibt Cod. Veron. in den Worten: in quod 
etiam cum frater (S. 3, 5) das cum so, daß es als eum gelesen werden 
konnte. Im Cod. Berol. steht ursprünglich eum frater , dies ist dann 
zu confrater corrigiert worden. Auch haben beide HSS von I. Hand 
largeturum (S. 4, 3), redicebam (S. 4, 10) und lassen die Worte: dispu- 
tat in quibus (S. 5, S) weg. Jedenfalls sind sich die beiden Codices ähn- 
lich wie zwei Zwillingsbrüder, daher kann der jüngere, Cod. Berol., un- 
berücksichtigt bleiben. 

r 3. Codex Rotomagensis (Saint-Ouen de Ronen) Nr. 453 i^A 425), 

membr., in Folio (23 χ 17 cm), 100 Blätter, saec. X, enthält Schriften 
und Briefe des Hieronymus und auf fol. 4 Rufini apologia ad Anastasium 
papam de fide sua. Epistola Jeronimi ad Rufinum. Praefatio Rufini 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung LXXIII 

presbiteri librorum peri archon [Origenisl. Scio quam plurimi . . . Dann 
folgt der Brief des Pammach. u. Ocean. mit der Antwort, des Hierony- 
mus und dessen Apologie. Einzelne Stücke am Anfang und Ende der 
HS sind im saec. XII hinzugefügt worden. Vgl. Montfaucon, Bibl. 
Bibl. II p. 1237 E. Catalogue des Depart. I (1886) S. 92. Ich habe von 
dieser HS und ebenso von den unten erwähnten Codd. Atrebat. 127 und 
724, Abrinc. 66 und 73 und Parisin. 12162 und 185(1 und 189(i Colla- 
tionen von Johannes Wrobel benutzen können. 

4. Codex Kotomagensis (Rouen, Fecamp) Nr. 452 (A 400, alte 
Nr. Α 394), membr., in Folio (25,8 χ 19 cm), 112 Blätter, saec. XIII, 
enthält meist Schriften des Hieronymus und die Vorrede Eufins inmitten 
derselben Schriften wie Cod. Rotom. 453, sodaß wohl eine nähere 
Verwandtschaft der beiden Codd. Rotom. anzunehmen ist. Vgl. Mont- 
faucon, Bibl. Bibl. II p. 1237 DE; Catalogue des Depart. I (1886) S. 92. 

5. Codex Pari sin US Eegius (olim Bigotianus) Nr. 1872, membr., 
saec. XI, enthält 1. Pammach. et Ocean. ep. ad Hieron. mit dessen Ant- 
wort, 2. Hieron. ad Pammach. et Marcellam contra accusatorem defensio, 
3. Hieron., Ep. ad Rufin., 4. Prefatio Rufini prbi librorum Periarchon 
quos de greco transtulit in latinum, 5. Rufini apologia ad Anastas., 
6. Hieron. ep. contra Rufin., 7. Rufini contra Hieron, Hbri duo, 8,-10. 
kommen nicht in Betracht, Vgl. Catal, codd. mss. Bibl. reg. III (1744) 
p. 204. Von dieser HS und von dem Cod. Parisin. Reg. Nr. 1800 habe 
ich durch Vermittlung von Herrn Professor Carl Schmidt eine Collation 
des Herrn Dr. Junker erhalten. 

6. Codex Parisinus Nr. 12 162, membr., saec. XI, enthält 1. De- 
fensio Jeronymi contra accusatorem, 2. Hieron., Ep. ad Rufin., 3. Pre- 
fatio Rufini super peri arcon, 4. Invectio Jeronymi in scripta Rufini, 
5. Dialogus Jeronymi, 6. De nominibus hebreis. Vgl, Bibliotheque de 
l'ecole des chartes XXVIII (1867) p, 352 (Inventaire des MSS Latins de 
Saint-Germain des-Pres Nr, 11 929 — 12 633) und Delisle, Le cabinet des 
mss, II p, 434 Nr, 46 des dritten der alten Kataloge von Corbie. 

7. Codex Parisinus Regius (olim Tellerianus) Nr. ISOO, membr., 
saec. XHI, enthält unter 12 Stücken an 4, Stelle: Pammach. et Oceani 
ep. ad Hieron., 5. Rufini presbyteri praefatio in libros Origenis περί 
αρχών, 6. Rufini apologia ad Anastas,, 7. Hieron. ad Pammach. et 
Ocean. contra Rufin,, 8. Hieron. ad Pammach, et Marcellam, ep. ad 
Rufin, Dann Rufin gegen Hieron. und Hieron. gegen Rufin,, (3. Buch). 
Vgl, Catal, codd, mss, Bibl. reg. HI (1744) p, 195. 

8. Codex Parisinus Regius (olim TeUerianus) Nr. ls50, membr., 
saec. X\\[, hat von Nr. 4 bis 10 genau denselben Inhalt wie die vorher- 
gehende HS. Vgl. Catal. codd. mss. Bibl. reg. III (1744) p. 200. 

OrigenesV, F 



LXXIV Origenes 

9. Codex Parisinus Eegiiis Nr. 1890, membr., a. 1483, enthält 
an 6. Stelle: Eufini praefatio in libros Origenis π^ρϊ αρχών, 7. Pammach. 
et Ocean. ep. ad Hieron., 8. Rufini apologia ad Anastas., 9. Rufiu 
gegen Hieron. Dann folgen 10. — 15. noch Stücke anderer Art. Vgl. 
Catal. codd. mss. Bibl. reg. HI (1744) p. 206. 

10. Codex Parisinus Regius Nr. 1896, membr., saec. XV, hat an 

2. Stelle: Rufini presbyteri praefatio in libros Origenis περί άρχων, 

3. Pammach. et Ocean. ep. ad Hieron., 4. Rufini apologia ad Anastas., 
dann noch 5. — 13. verschiedene Stücke. Vgl. Catal. codd. mss. Bibl. 
reg. m (1744) p. 207. 

11. Codex Parisinus Regius (olim Colbertinus) Nr. 2668, membr., 
saec. XV, hat 1. Rufin gegen Hieron., 2. Hieron. gegen Rufin., 3. Hieron. 
ep. ad Rufin., 4. Rufini praefatio in libros Origenis περί άρχων, 5. Ru- 
fini apologia ad Anastas., 6. Hieron. epp. adv. Rufin., 7. — 9. noch drei 
Schriften des Hieron. Vgl. Catal. codd. mss. Bibl. reg. Hl (1744) p. 312. 

12. Codex Parisinus Mazarin. Nr. 574(268), membr., saec. XV, 
enthält an 6. Stelle Rufins Prolog zu Periarchon. Voraus gehen Pam- 
philus, Apol. Buch I und Rufin, De adulteratione; an den Prolog 
schließen sich an Schriften des Hieron. und Rufio. 

13. Codex Abrincensis (Avranches) Nr. 73, membr., 101 Blätter, 
in Folio (29,5 x 22,8 cm), saec. XII, enthält 1. Ep. Pammach. et Oceani, 

2. Hieron. ad Pammach. et Ocean., 3. Hieron. ad Pammach. et Mar- 
ceUam pro se contra accusatorem defensio, 4. Hieron. ep. ad Rufin., 
5. Prefatio Ruffini presbiteri librorum periarchon quos de graeco trans- 
tulit in latinum , 6. Rufini apologia ad Anastas., 7. Hieron. gegen 
Rufin, 8. Rufin gegen Hieron. Vgl. Montfaucon, Bibl. Bibl. II 1360 
Ε Nr. 200. Catal. des Depart. tom. X (1889) p. 34. 

14. Codex Atrebatensis (Arras, Abtei de Saint-Vaast' 1628. B. 25) 
Nr. 127, membr., in Kleinfolio, 147 Blätter, schöne Initialen und Rubra, 
saec. XII, enthält 1. Hieron. ad Desider., 2. Hieron. contra lovinian., 

3. Ep. Pammach. et Oceani ad Hieron., 4. Prefacio Rufini presbiteri 
librorum Peri arcon, quos de greco transtuHt in latinum, 5. Rufin. ad 
Anastas., 6. Hieron. ad Pammach. et Ocean., 7. Hieron. contra Rufin. 
Die Stücke 8 und 9 gehören nicht hierher. Vgl. Catal. des Depart. tom. 
IV 40 p. 62. 

15. Codex Atrebatensis (Arras, Mont-Saint-Eloi) Nr. 724, membr., 
in Kleinfolio, 142 Blätter, Initialen und Rubra, saec. XII, enthält 1. Ep. 
Pammach. et Oceani ad Hieron., 2. Hieron. ad Pammach. et Ocean., 
3. Prefatio Rufini presbiteri librorum periarchon quos de greco trans- 
tulit in latinum. Scio quam plurimos . . ., 4. Rufin. ad Anastas., 5. Hieron. 
ad Pammach. et Marcellam, 6. Hieron. gegen Rufin, 7. Hieron. ep. 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung LXXV 

ad Kafin., S. Rufin gegen Hieron., 9. Hieron. gegen Rufin. Vgl. Catal. 
des Depart. tom. IV 4 « p. 2S8. 

16. Codex Signiacensis (Charleville, D XXVI. Liber Sanctae Mariae 
Signiaci) Nr. 196 <! tom. HI, membr., in Folio, saec. XII, enthält Briefe 
und Schriften des Hieron., darunter: Praefatio Rufini in libris Periar- 
chon. Vgl. Catal. des Depart. tom. V 4 » p. 634. 

17. Codex Aurelianensis (Orleans, S. Benoit-sur-Loire ou Fleury) 
Nr. 153 (130), membr., in Quart (20,4 χ 19,6 cm), 127 Seiten, saec. XII, 
enthält Schriften des Hieron. und p. 59 : praefacio Rufini presbiteri libro- 
rum Peri archon quos a graeco transtulit in latinum. Scio quam pluri- 
mos . . . Vgl. Catal. des Depart. tom. XII (18S9) p. 65. 

18. Codex Tolosanus Nr. 155 (I 40), saec. XV. Inhalt: Schriften 
des Ambrosius und Hieronymus. An 55. Stelle (fol. 230): Praefatio Ru- 
fini presbiteri librorum Peri archon, quos de graeco transtuHt in latinum. 
Vgl. Catal. des Depart. tom. VII 4 » p. 77. 

19. Codex Vindobonensis (Höhend. 4^ 27) Nr. 1005, membr., 
323 Blätter, saec. XV, enthält an 4. Stelle (fol. 28^— 30^: Tyrannius 
Rufinus, Praefatio in Origenis libros περϊ αρχών, dann Schriften des 
Hieronymus. Vgl, Tabulae codd. Vindob. I 173 f und Katalog der Kais. 
Wiener Bibl. I 173 Cod. 1005. 

20. Codex Basileensis Α IV 7, chart., saec. XV in. Der Prolog Ru- 
fins steht im II. Teil der HS von fol. CXX ab. Sonst enthält die HS 
meistenteils Schriften des Hieron. Mitteilung des Herrn OberbibHothekars 
Dr. C. Chr. BernouUi, vgl. Haenel, Catal. Col. 600. 614. 617. 618. 626. 
638. 641. 648. 

21. Codex Oxoniensis (Oxford, Colleg. Ball.) Nr. 229, membr., in 
Folio (34,3 X 23,5 cm), 172 Blätter mit 2 Columnen (26,2 χ 8 cm) 
und 40 Linien und bunten eigenartigen Initialen, saec. XII, enthält auf 
fol. 6"^ Prefatio Rufini librorum periarchon quos de greco transtulit in 
latinum. Dann folgen nicht 3 BB. Origenes' Periarchon, sondern 3 BB. 
Hieron., Apol. adv. Rufin. Der Irrtum stammt von Coxe, der in seinem 
Katalog p. 75 unrichtig angibt: Origenis Periarchon libri tres ad Pani- 
machium et Marcellam cum Praefatione Ruffiui. Im Codex steht fol. 7 r 
als Rubrum: Explicit pfacio. Incipit liber primus. Außerdem finden 
sich in der HS noch Schriften, die auf den Streit des Hieron. mit Rufin 
Bezug haben. Von einer Hand des XVI. saec, ist auf fol. 1 geschrieben : 
liber domus de Balliolo in oxon. ex dono Willüu Grey Elieus, epi. 
Dieser Bischof von Ely und high treasurer (-]- 1478) reiste in Italien 
(Florenz, Padua), sammelte viele HSS und vermachte diese dem Balliol 
College. Der Codex scheint mit Codex Paris. 12 162 saec. XI verwandt 
/u sein. Eine Collation und Mitteilungen über den Codex Oxon. ver- 

F* 



LXXVI Origenes 

danke ich Ernst von Dobschütz. Vgl. Ed. Bernard, Catal. libror. mss. 
AngKae et Hibern., Oxon. 1697, fol. tom. II p. 9. 

22. Codex Casinensis lat. Nr. 295, membr., saec. X med., enthält 
unter Schriften des Hieron. und Kufin auch den Prolog zu Periarchon. 
Voraus geht: Ad Kusticü monachü exortäXII, am Ende: Explicit. Incipit 
Prefatio Eufini presbiteri librorum periarchon. quos de greco transtulit 
in latinum. XVII. Dann ein schöner blauer Initial. Schluß: legentibus 
generet. Explicit. Incipit apologia eiusdem rufini pbri. quam pro se 
misit ad anastasium romane urbis epm. XVIII. Ich habe den Prolog 
im August 1903 verglichen und hierbei eine gewisse Verwandtschaft 
zwischen Cod. Cas. und Cod. Eotomag. 453 (r) gefunden. 

23. Codex Vaticanus Reginensis Miscell. lat. 557 fol. 25—29, saec. 
XII. Voraus geht: Si inter vos una fides e ilico pax sequetur. Darauf: 
Incip prologus rufini in periarchon origenis (Rubrum). Scio quam plu- 
rimos . . . Ich habe diese HS im August 1903 in Rom eingesehn und 
soweit verglichen, daß ich ihre Verwandtschaft mit den Codd. r p^ und 
Atreb. 724 feststellen konnte. 

Anhangsweise gebe ich noch folgende Notizen. 

A. Mai druckt im Spicil. Rom. V 204 ff ein Breviarium codicum 
Monasterü Corbeiensis (in Germania) ab, wo unter Nr. VI 9 (p. 205) er- 
wähnt ist: Epistola Hieronymi ad Rufin., 10. Praefatio Rufini super 
περί άρχων, 11. Invectio Hieronymi in scripta Rufini . . . und unter 
Nr. VIII 13 (p. 206) Origenis super cantica, 14. Apologeticus Pamphili 
περϊ αρχών Origenis, 15. Homiliae super cantica et prophetas et super 
numeros. 

H. Omont teilt in der Revue des Bibliotheques I p. 3ff einen aus 
dem Jahr 1049 stammenden Katalog der Abteibibüothek von Lobbes 
(au diocese de Liege, gegründet i. J. 654) mit. Unter Nr. 5S (p. 7) findet 
sich dort: Rufini prefatio in libris periarchon Origenis. Eiusdem Ru- 
fini apologia quam pro se misit ad Anastasium, Romanae urbis epi- 
scopum (dann Hieron. gegen Rufin und Rufin gegen Hieron.). Ferner 
ebenda unter Nr. 71 (p. 8): Apologeticus Pamphili martiris pro Origene 
lib. I, Rufin, De adulteratione librorum Origenis lib. I. vol. I. Diese alten 
und, wie ich glaube, wertvollen HSS sind vermutlich durch eine Feuers- 
brunst i. J. 1546 mit den übriffen HSS zusammen vernichtet worden. 



Wenn auch die Vorrede Rufins zu kurz ist, als daß das gegenseitige 
Verhältnis der oben genannten HSS durchweg erwiesen werden könnte, 
so lassen sich doch einige Tatsachen feststellen. Codex v, von dem 
der Cod. Berol. wohl sicher abzuleiten ist, weist verschiedene Lücken und 
Fehler auf, die in den übrigen HSS (soweit ich sie kenne) nicht vor- 



Einleitung. Β. Handschriftliclie Überlieferung LXXVII 

kommen; er bildet also einen besondern Zweig des Stammbaums, dem 
nur Cod. Abrinc. 73 saec. Xli etwas näher steht. Die beiden nächst- 
ältesten HSS, Cod. r und Cas. saec. X, sind mit einander verwandt. Zu 
Cod. r stellen sich ferner die Pariser HSS 1872. 12 162, wozu dann auch 
Par. ISOO. 1S50 und Atreb. 127. 724 treten. Eine besondere Beziehung 
scheint zwischen Cod.r und Cod. Abrinc. 73 und Atreb. 127. 724 zu bestehen. 
Vom Cod. Atreb. 127 ist wahrscheinlich Par. 1S50 abgeschrieben. Es 
genügte also für die Textherstellung, die Varianten von den vier ältesten 
und von einander unabhängigen HSS vrp^p^ anzugeben und die andern, 
die meist auch recht jung sind, beiseite zu lassen. Wenn man nun 
den aus den genannten vier HSS gewonnenen Text der Sonderüber- 
lieferung des Prologs mit dem der Gesamtüberlieferung vergleicht, ohne 
die Fehler der einzelnen HSS auf beiden Seiten zu berücksichtigen, so 
ergibt sich eine erfreuliehe Übereinstimmung der beiden Zweige der Text- 
überlieferung. Es fällt auf, daß sich S. 6, 4 sogar der Fehler calum- 
uiosos gemeinsam in Α und in ν p^ p^ findet, und daß S. 6, 12 aKquis 
nicht nur in βμ, sondern auch in v(?) p^ p- steht. S. 5, 10 wird das 
richtige traxerunt von ACM* ν r p^ p^ bezeugt, also ist traxerant Cor- 
reetur von BGM* und ö. Ähnlich steht es mit der Bezeugung von 
principatibus (S. 5, 6) durch A*BC und ν r p^; daher muß principalibus 
als ziemlich nahe liegende Correctur von A^/p^ angesehn werden. Da- 
her stimme ich jetzt auch Hilberg zu, der als Kenner des Eufinschen 
Sprachgebrauchs S. 3, 3 graecarum, von α μ und ν p^* p^ bezeugt, liest 
und graecarum litterarum (so ö r ρ ^ corr) ^Is Correctur verwirft , und 
gleich darauf S. 3, 5 die Wortstellung cum frater mit βγ (wozu auch 
Cas* mit cö frät tritt) der in meinem Text gewählten vorzieht. 

II. Die Apologie des Painphilus. 

Eusebius schreibt in seiner Kirchengeschichte VI 33, 4: καΐ άλλα 
μίν ovv μνρία 'ί^ρίγίνονς Jti-Qt μνημί] παραδιδόαϋιν των χαϋ•' ?)μας 
οι ττρεοβντεροί, α καϊ παρ?/θειν μοι δοκώ, ον της ένεοτώοης έχόμενα 
πραγματείας' όοα δε αναγκαία των ττερϊ αυτόν διαγνώναι ην, ταϋτα 
καϊ εκ της νπερ αντον πεπονημένης ημίν τε καϊ τω καϋ•' ημας Ιερώ 
μάρτνρι Παμφίλσ) απολογίας πάρεοτιν άναλεξαοϋ^αι, ην των φιλαιτίων 
ένεκα ΟνμπονΊΐοαντες άλληλοις δια ϋπονδης πεποιημεϋ•α ^ Pamphilus 
von Caesarea, der am IG. Februar 310 den Märtyrertod erlitt, hat also 
während seiner Gefangenschaft in den Jahren 308 und 309 unter Bei- 
hilfe des Eusebius eine Apologie für Origenes in 5 Büchern geschrieben, 

1) Vgl. auch Sokrates h. e. III 7. 



LXXVIII Origenes 

welchen Eusebius nach dem Tod des Pamphilus noch ein 6. Buch hinzu- 
fügte ^ Photius hat die ganze Apologie noch griechisch gelesen, vgl. 
Bibl. Cod. IIS, wo wir auch ziemlich genaue Angaben über den Inhalt 
der Apologie finden: Παμφίλον τον μάρτυρος καϊ Ευοεβίον νπίρ ^L^^iyt- 
νονς τόμοι ς' . . . xcu αλλοί δε πλείοτοι κατ εκείνο καιρόν καϊ άξιο- 
λογώτατοι άττολογίας νπερ αντον οννετάξ,αντο. Von diesen 6 Büchern 
der Apologie des Pamphilus-Eusebius hat Rufin das erste i. J. 397 ins 
Lateinische übersetzt. In seiner Apologie I 11 (Migne SL 21, ö4S) er- 
zählt er glaubwürdig, daß er durch die AA'ißbegierde des Macarius, der 
sich mit Büchern >adversus fatum vel mathesim< beschäftigte, veranlaßt 
worden sei, zuerst die Apologie des Pamphilus, und dann die 4 Bücher 
Periarchon ins Lateinische zu übertragen (vgl. ebenda c. 12 p. 549). Die 
beiden Schriften sind ja inhaltlich deshalb verwandt, weil im I. Buche 
der Apologie eine größere Anzahl von Stellen aus Periarchon citiert 
und besprochen wird. In seiner Übersetzung der Apologie, Buch I hat 
Rufin dasselbe Verfahren angewandt, wie bei Periarchon, vgl.' Hieron., 
Apol. I 8 (Migne SL 23, 403: hoc idem faciens in Apologia quasi Pam- 
phili, quod et in Origenis ΙΙερΙ αργών translatione fecisti). Dem Hiero- 
nymus war natürlich nach dem Ausbruch des Streites um die Lehren 
des Origenes das frühere Eintreten des Märtyrers Pamphilus für diesen 
peinlich, und er bemühte sich deshalb, freilich vergebens, die Autor- 
schaft der Apologie dem Eusebius allein zuzuschieben. Z. B, behauptet 
er Ep. CXXXII ad Ctesiphont. c. 3 (Migne SL 22, 1152), daß Rufin 
das erste der 6 Bücher der Apologie des Eusebius fälschlich mit dem 
Namen des Märtyrers Pamphilus versehen habe »quo scilicet egregia 
illa quatuor Origenis Περί αργών volumina Latinis infunderet auribus«. 
Und doch hatte Hieronymus selbst früher (De vir. illustr. c. 75) den 
wahren Sachverhalt berichtet: »Scripsit [seil. Pamphilus], autequam Euse- 
bius scriberet, apologeticum pro Origene« . . . 

Gedruckt findet sich die Apologie des Pamphilus-Rufin in den Ge- 
samtausgaben des Origenes. In der >Vita Rufini< (Migne SL 21, 124) 
wird die editio princeps genannt: >studio Constantii Hierothei Canonici 
regularis Sancti Salvatoris latine edita Venetiis apud Lazarum Soardum 
a. d. 1514 in folio<, diese Ausgabe habe Erasmus in seinen I. Band der 
Origenes-Ausgabe (vollendet von Beatus Rhenanus, Basileae apud Fro- 
benium a. d. 1536) übernommen. Bei Delarue steht die Schrift im 
IV. Band; daraus hat sie Lommatzsch in seinem XXIV. Band, Berolini 
1846, abgedruckt. Diesen Abdruck habe ich meinen Collationen zu- 

1) Vgl. Ed. Schwartz, Artikel Eusebios in Pauly-Wissowas RE YI 1 Sp. 1375. 
1384; Grützmacher, Hieronymus ΠΙ (1908) S. 84; Bardenhewer, Gesch. d. altkirchl. 
Lit. II 244 ff; Barnack, Chronologie II 115. 



Einleitung. Β. Handschriftliche üherliefening LXXIX 

gründe gelegt. Leider ist bei Lommatzsch da, wo das griechische von 
Pamphilus citierte Original erhalten ist, nur dieses, ohne die Übersetzung 
Rufins, gedruckt worden. Die Ausgabe von Routh, Reliquiae sacrae^ 
IV 339 — 392, bietet kaum die Hälfte der Apologie »plerumque omissis 
excerptis ex Origene, quae tantum Latine supersunt«, und ist schon 
deshalb für unsere Zwecke unbrauchbar. 

Wenn uns nun auch nur der 6. Teil der Apologie, und dazu in 
der Übersetzung Rufins, erhalten geblieben ist, so könnte doch diese 
Parallelüberlieferung vielleicht dem Texte von Periarchon Nutzen 
bringen oder wenigstens einen guten Maßstab zur Beurteilung seines 
AVertes abgeben. Daher müssen wir zunächst die Textüberheferuug 
des ersten Buches der Apologie des Pamphilus, übersetzt von Rufiu, 
prüfen und dann den Text der Apologie da, wo er Citate aus Peri- 
archon enthält, mit dem Text von L vergleichen. 

1. Die Handschriften. 

Schon oben S. LVHf ist auf die Tatsache hingewiesen worden, daß 
Avir die Überlieferung der Apologie des Pamphilus-Rufin der Gruppe / 
verdanken, während in dem ältesten Vertreter der Gruppe α nur noch 
ein paar Fragmente davon erhalten sind. Vollständig bieten also die 
Apologie zunächst folgende HSS: 

1. Codex Parisinus Sangermanensis (Corbeiensis) lat. Xr. 12125, PafG) 
membr., saec. IX, an 4. Stelle (s. oben S. XXVllI). 

2. Codex Metensis (S. Arnulfi)Nr. 225, membr., saec.X. an 4. Stelle PaiM) 
(s. oben S. XXX). 

3. Codex Abrincensis (Avranches) Xr. 66 (K'4), membr., saec. XllI, PaiAb) 
an 3. Stelle (s. oben S. XXXII). 

4. Codex Parisinus(Sorbonicus)Xr.l6322, (266). membr.. saec. XUl, Pa iS) 
an 2. Stelle (s. oben S. XXXIll). 

Alles was oben über die Verwandtschaft dieser vier von mir voll- 
ständig, also auch für die Apologie, verglichenen HSS gesagt worden 
ist, gilt, obwohl es sich zunächst auf die 4 Bücher Periarchon bezog, 
auch für die Apologie. Denn es kann keinem Zweifel unterliegen, daß 
derselbe Inhalt, der sich sowohl in den gemeinsamen Vorlagen von 
GM = // und von AbS = ö als auch ^ in der gemeinsamen Quelle von Pai/o Pi 
/Uö, d. h. in 7, vorgefunden hat und also ursprünglich aus dem Codex 
Luculianus stammt, jedesmal zusammen weiter überliefert worden ist. 
Die Annahme dieser gleichmäßigen gemeinsamen Überlieferung wird 
auch durch eine Prüfung des Textes der Apologie bestätigt. Im übrigen 
verweise ich auf das oben S. LVIIff Gesagte, besonders auf die durch 



LXXX Origenes 

mitüberlieferte, nicht zum Text gehörige Notizen bezeugte enge Zu- 
sammengehörigkeit dieser vier HSS und zugleich auf den inhaltlich engen 
Zusammenhang der hier auf einander folgenden einzelnen Stücke. Daß 
in der Gruppe y die Apologie als untrennbar verbunden mit Periarchon 
betrachtet wird, beweist z. B. im Codex Μ die Stellung der Capitulatio 
von Periarchon vor der Apologie mit Anhang, worauf dann erst der 
Text von Periarchon folgt (s. oben S. XXXj. 

Mit G und Μ ist auch folgende HS, trotz teilweise anderen Inhalts, 
sehr nahe verwandt: 

δ. Codex Parisinus Regius Nr. 1641 (alte Nummer: 3731. 9. A, 
Colbertinus 2634), membr., saec. XIII, in Folio (32x22 cm), enthält 
1. auf fol. 1^ — 77^ Origenis explanationum super epistolam Pauli ad 
Romanos libri decem Rufino interprete, Ende: quae possumus dnö diri- 
gente dictabimus, 2. dahinter sofort das Rubrum: ExpHc tractatus ori- 
genis sup eplam pauli ad romanos. Incip excusatio librorimi origenis. 
Ex libro virorum illustrium iheronimi presbiteri capitulo septuagesimo 
quinto. de pamphilo martyre, qui in defensione librorum origenis 
scripsit apologeticum. Pamphilus .... maximini, 3. Rubrum: Incipit 
^logus Rufini presbiteri in apologetico [so] pamphili martyris. Cogno- 
scende veritatis amore pmotus . . . Auf fol. 78^ beginnt mit den Worten: 
Finit j)logus Incipit apologeticus pamphih martyris j) origene liber in 
latinum translatus. Nichil mirum frs videmini ... die Apologie, sie 
endigt auf fol. 88^... quorum leviora et facihora peccata sunt. Finit 
apologeticus j) origene secundum pamphilum martyrem de greco in 
latinum translatus. Dann sofort 4. Incipit de adulteratione librorum 
origenis liber secundus. In his quae in superiori libro. Die HS, am 
Schluß verstümmelt, endigt fol. 89 ^ mit den \Vorten: secundum sei 
apl'i commonitione teuere quae bona sunt. Si qd ante inven | = Lom. 
XXV 399, 18, es fehlen also noch etwa 11 Zeilen. 

Das letzte Blatt (90) hat in einer jetzt verwischten Zeile in der 
Mitte (Anfang: Liber) vermutlich die Angabe des früheren Besitzers 
enthalten. Darunter steht noch eine Zeile von jüngerer Hand: 
annus miUenus centenus septuagenus 
primus erat pmas q ruit ense tomas. 

Die HS, auf gewöhnlichem Pergament in 2 Columnen (5U — 52 ge- 
zogene Linien auf jeder Seite) geschrieben, ist oben links an der Ecke be- 
schädigt; am Anfang fehlt, wie die Quaternionenzahlen I — X beweisen, 
nichts, dagegen am Schluß ist mindestens ein Blatt mit der Quaternionen- 
zahl XI ausgefallen. Die beiden letzten Lagen enthielten je 9, die neun ersten 
je 8 Blätter, zusammen 90, abgesehen von dem Schutzblatt am Ende. 
Die Schrift ist eckig, kräftig; große Buchstaben sind gelegentlich aus- 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung LXXXI 

gerückt, die Initialen nicht sehr kunstvoll, aber in verschiedenen Farben 
ausgeführt. Abkürzungen sind nicht so zahlreich wie etwa im Cod. 
Par. Sorbon. (S). Auf der ersten und letzten Zeile der Seiten sind 
gelegentlich wie in Urkunden die Hasten der Buchstaben nach oben 
oder unten verlängert. Die HS ist im Catal. codd. mss. Bibl. regiae Π1 
(1744) p. 162 beschrieben und von mir im Sommer 19U6 in Eisenach 
verglichen worden. 

Abgesehn von dem 1. Stück stimmt diese HS durchweg in Einzel- 
heiten auffällig mit G überein. Z. B. Lom. XXIV 298, 11 defensionis] 
depensionis nur GPar; 298, 13 et aHenum] & ab alienum G^ & alienü 
(aber während des Schreibens aus & abienü corrigiert) Par; 299, 14 
dicam] dicamus nur GPar; 301, 2 exercitius nur GPar; 318, 16 de omni 
iure exercitii (Corruptel) G und Par; 346, 10 humana est] humanae G 
humane Par. Hierzu treten noch verschiedene Lücken, die GPar ge- 
meinsam haben, z. B. 312, 19 etiam Mö << GPar; 313, 9f De quo — 
ecclesiasticus Mö << GPar; 325, 19f fide quoque invisibilibus M^c«'^'^ 
<C GPar (ö setzt dafür aus Conjectur rursumque); oder umgekehrt: 
371, 1 cum GPar licet ö < M; 376, 6 et GPar < Μ ö; 386, 8f et etiam 
eos GPar et iam in eosM^corr et eos ö. Solche und ähnliche offenbare 
Übereinstimmungen können nur durch Abhängigkeit des Par von G 
erklärt Λverden. Nur wenige Stellen sprechen scheinbar dagegen. Hier 
hat der Schreiber von Par entweder corrigiert oder eine andere Bibel- 
lesart vorgezogen. Zwei Stellen machen noch Schwierigkeiten: S. 2S9,4f 
qui se lesos [übergeschr.] putant ab eoM^ qui se putant ab eo G qui sepu- 
tant ab eo lesos ö qui se putant lesos ab eo Par. Hier bietet Par das Wort, 
welches in G fehlt, aber weder da, wo es Μ ^ einfügt, noch da, wohin 
es ö stellt, hat es also Avohl vermutungsweise eingeschoben. S. 366, 2 
hat Par mit ο labore, das GM auslassen, aber wiederum an anderer 
Stelle als o. Daher kann man auch hier annehmen, daß Par glücklich 
conjiciert hat. Codex Par. 1641 ist also aus der Zahl der selbständigen 
HSS zu streichen. Dasselbe Urteil müssen wir auch über die folgende 
HS aussprechen: 

6. Codex Trecensis (Troyes) Nr. 669 (früher Clairvaux F. 18) 
membr., saec.XII (s. obenS.XXXVlIf). Da dieser Codex inhaltlich genau 
mit Μ übereinstimmt und die 4 Bücher Periarchon ohne Zweifel von 
Μ abgeschrieben hat (s. oben S. XXXVlIf), so muß man die gleiche Ent- 
stehung auch bei der Apologie annehmen. Demnach bleiben nur die 
Codices GM(= μ) und Ab S(= ö), d. h. die Vertreter der Handschriften- 
gruppe 7, zur Herstellung des Textes der Apologie übrig. Von dem 
weit besseren Text der Handschriftengruppe α sind, wie schon oben 
(S. LXXIX) erwähnt, nur noch einige Fragmente vorhanden im: 



LXXXII Origenes 

7. Codex Augiensis (Karlsruhe) Nr. 160, membr., saec. X. Vgl. 
oben S. XXIV die Beschreibung mit Angabe der Fragmente am Schluß 
der HS. Leider ist kein einziges Fragment aus Periarchon erhalten, 
sodaß der ct-Text der Apologie als gänzlich verloren betrachtet wer- 
den muß. 

Auch aus den übrigen HSS, die ich noch aufzählen will, ist kein 
Gewinn für den Text zu entnehmen, da sie ebenfalls zur Gruppe y ge- 
hören und noch jünger als die oben genannten HSS sind. 

8. Codex Parisinus lat. Nr. 17348 (Colleg. Navarr. 89), membr., 
saec. XIV, vgl. oben S. XL. 

9. Codex Parisinus (Mazarin.) Nr. 574 (268), membr., saec. XV^, 
in Folio (32,5x21,8 cm), enthält von fol. 220 ab: Prologus Eufini 
presbiteri in apologeticum Eusebii, Cesariensis episcopi, heretici arriani, 
pro Origene, quod Rufinus transtulit de greco in latinum imponendo ei 
falsum titulum: Apologeticum Pamphili martyris pro Origene, von fol. 
236 ab: Opusculum Apologeticum Rufiui presbiteri ad Macharium de 
adulteracione librorum Origenis, von fol. 239 ab: Prefatio Rufini pres- 
biteri in quatuor libros peri Archon Origenis, quos e greco transtulit 
in latinum. Dann folgen noch Schriften des Hieronymus und Rufinus,. 
die den Streit wegen Origenes betreffen, vgl. den Catal. Mazar. I (1SS5) p. 
234 — 238. Diese in 2 Columnen und von zwei verschiedenen Händen 
geschriebene junge Miscellanhandschrift ist jedenfalls ohne Wert. 

10. Codex Matritensis, Bibl. nac. Α 15, membr., saec. XHl/XIV, 
vgl. oben S. XXXVHIf. Wenn der Periarchon-Text des Matrit., wie ich oben 
nachgewiesen habe, zu der Gruppe 6 gehört und besonders mit S nahe 
verwandt ist, so darf man dasselbe von dem Apologie-Text vermuten. 
Die Vorlage des Matrit., ein Codex Curiae Dei, hat wahrscheinlich 
schon denselben Inhalt gehabt, der sich, von den beiden ersten Stücken 
abgesehen, mit dem Inhalt von GMAbS deckt, also die oben S. LH ff 
besprochene /-Recension darstellt. Bemerkenswert ist bei dem Cod. 
Matrit. noch der Umstand, daß er, ebenso \vie Cod. Par. Reg. 1641, am 
Anfang die 10 Bücher des von Rufin übersetzten Römerbrief-Commeu- 
tars des Origenes enthält. Danach scheint zwischen den beiden HSS 
noch eine besondere, über ihre gemeinsame Zugehörigkeit zu der Gruppe 
7 hinausgehende Verwandtschaft vorzuliegen. 

11. Codex Laurentianus plut. XXII c. 9, membr., saec. XV; vgl. 
oben S. XL f. Da der Periarchon-Text dieser HS zur Gruppe ö gehört, 
so gilt das gleiche auch von dem direct darauf folgenden Apologie-Text. 

12. Codex Venetus Marcianus lat. XVIII Cl. lll 2 Nr. 38, membr., 
saec. XV, vgl. oben S. XLIf. Diese HS ist, wie der Cod. Laureut., ein 
Gbed der Gruppe o. 



uh 



Einleitung. Β. Handschriftliclie Überlieferang LXXXJII 

13. Codex Oxoniensis Bodleianus Canon. Patr. lat. Nr. 199, chartac, 
saec. XV, vgl. oben S. XLII. Auch dieser Codex gehört, Avie die vor- 
hergehenden, zur Gruppe o. 

14. Codex Populetanus (Pöblet), vgl. oben S. XLVI. 

Delarue erwähnt in der ersten Note zu der Apologie, daß er den 
Text mit 6 HSS verglichen habe. Davon sind 4 schon oben unter Nr. 1. 
3. 4. 5 besprochen worden; es bleiben noch zwei HSS Delarues übrig: 

15. Codex Remensis S. Remigii, vermutlich identisch mit dem 
oben S. XLVI genannten Codex, und 

16. Codex S. Vitoni, mir ebenso unbekannt, wie Nr. 15. Delarue 
stellt in der Aufzählung die beiden HSS zu S und Ab; sie sind gewiß 
nicht älter als diese und vermutlich ähnlichen Ursprungs. Von Nr. 16 
findet sich bei Delarue, soviel ich sehe, nur einmal eine Variante an- 
gegeben: Lom. XXIV 308, 20 onere] clade. Da nun >onere< in μ fehlt 
und >clade< sich nur in ö findet, so ist schon aus dieser einen Angabe 
bei Nr. 16 die Zugehörigkeit zu der Gruppe 6 zu erschließen. 

Delarue gibt in seiner Ausgabe der Apologie meistens Varianten 
von S, in zweiter Linie von Ab und Cod. Par. Reg. 1641 an; der Codex 
S. Remigii wird nur dreimal erwähnt: p. 294, 11, wo er eine von der 
sonstigen Überlieferung abweichende willkürliche Correctur bietet, 
p. 321, 3, wo er >infamantur< mit S liest \ und p. 406, 10, wo er in 
der Lesart: >quam quem illi< (statt: >quam quae illi< μ und >quam ea 
quae illi< ö) zwar originell erscheint, aber wahrscheinlich wiederum die 
ihm unverständliche Vorlage corrigiert hat. 

Endlich ist noch eine HS zu nennen : 

17. Codex Rotomagensis (Ronen, Fecamp) Nr. 448 (A 371, alte 
Nummer: Α 194), membr., saec. ΧΠ. Sie ist im Catal. des Depart. I 
(1886) p. 90 beschrieben. Danach enthält sie jetzt: S. Hieronymi ex- 
positio super Marcum evangelistam, d. h. von vier Stücken das letzte, 
dem ursprünglich, wie der Index (saec. XV) am Ende beweist, 1. Marti- 
rologium, 2. Expositio in Ecclesiasticum, 3. Apologeticus Pamphili mar- 
tiris pro excusatione Origenis vorausgegangen waren. 

2. Die Citate aus Periarchon. 

Von Pamphilus sind im ganzen folgende 26 Fragmente, und zwar 
1—16 aus dem L Buch, 17 — 22 aus dem H. Buch, 23—26 aus dem 
IV. Buch Περί άρχων, in dem I. Buche seiner Apologie citiert worden: 

1) Ab hab celebrantur, darüber von 1. H. i infamantur; die Variante hat also 
wahrscheinlich in α gestanden und ist von Ab als Variante behandelt, von S aber 
in den Text aufgenommen worden. 



LXXXIV Origenes 



1. 


S. 8,20— 14,13 =Lo 


m. p. 304—310 


2. 


„ 16,4 — 15 


, „ 310f 


3. 


„ 20,5 — 22,3 


„ 321—323 


4. 


„ 28,17— 30,2 


„ 329 f 


δ. 


„ 30,19— 31,4 


„ 331 


6. 


„ 32,15— 33,3 


, „ 333f 


7. 


„ 35,5 — 36,7 


, „ 359f 


8. 


„ 40,9 — 41,7 


, „ 331f 


9. 


„ 45,1 —9 


„ 332 f 


10. 


„ 49,20— 50,13 


„ 338—340 


11. 


, 51,9 — 11 


„ 340 


12. 


„ 54,20— 57,1 (5) , 


„ 341—343 


13. 


„ 59,5 — 15 


„ 344 


14. 


„ 99,14— 25 


„ 336f 


15. 


„ 100,11—101,1 


„ 337 f 


16. 


„ 105,11— 13 


„ 404f 


17. 


„ 126,22—127,19 


„ 324 f 


18. 


„ 139,8 -140,12 


„ 325 


19. 


„ 148,7 — 15 


„ 335 


20. 


„ 177,10—178,12 


„ 392f 


21. 


„ 179,11— 21 


„ 393f 


22. 


„ 180,14— 22 


„ 394 f 


23. 


„ 294,19—300,28 


„ 349-353 


24. 


„ 329,14—330,28 


„ 374-376 


25. 


„ 345,11—347,4 


„ 345—348 


26. 


„ 348,12-349,3 


„ 361. 



Diese 26 Fragmente füllen ungefähr 570 Zeilen meiner Ausgabe 
aus. Bevor wir nun den Wert des Apologie -Textes für den von 
Periarchon feststellen können, ist zunächst die Vorfrage zu beantworten: 
ob jener Text etwa nach diesem corrigiert ist. In dem Codex M, den 
ein Corrector auch sonst fleißig durchgearbeitet hat (s. oben S. XXXI), 
finden sich an drei Stellen: S. 99, 15 f 100, 11 139, 10 f Ergänzungen 
von Textlücken der Apologie aus dem Text von Periarchon, den der 
Corrector in demselben Codex für diesen Zweck nachgeschlagen hatte. 
Von einer systematischen Vergleich ung ist aber nichts zu bemerken, 
und in den übrigen HSS findet sich überhaupt keine Spur einer solchen 
Vergleichung. Die beiden Texte sind also fast völlig unabhängig von 
einander geblieben. Zweitens ist zu erwägen, ob dieselbe Übersetzung 
der betrefPenden Stücke von Περί άρχων durch Rufin sowohl in der 
Apologie als auch in Periarchon vorliegt oder nicht. Da nun Eufin 
das I. Buch der Apologie nicht allzulange vor Περί αρχών übersetzt hat. 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung 



LXXXV 



so liegt die Annahme nahe, daß von ihm die bereits übersetzten Stücke 
in die Übertragung von Περί άρχων einfach übernommen worden sind. 
Durch eine Prüfung der beiden Texte wird diese Annahme im allge- 
gemeinen bestätigt. Xur an folgenden Stellen finden sich starke Ab- 
weichuno'en : 



S. Per. 

57,1 — 5 Ex eo autem, qui vere 
est, qui dixit per Moysen: »Ego 
sum qui sum«, omnia quae sunt 
participium trahunt; quae parti- 
cipatio dei patris pervenit in 
omnes tam iustos quam pecca- 
tores et rationabiles atque irra- 
tionabiles et in omnia omnino 
quae sunt. 

99,1-4 f Secundum nos vero nihil 
est in omni rationabili creatura, 
quod non tam boni quam mali 
sit capax. 
11)5,11 — 13 Quas nos non solum 
non suscipimus, sed et omnes 
has assertiones eorum contra 
fidem nostram venientes refu- 
tamus atque respuimus. (Ruf. 
ganz ungenau und willkürlich.) 

148,7 f Tempus est ergo nunc de 
spiritu sancto nos pro viribus 
pauca disserere. 

180,14 — 16 Quoniam autem et ea 
poena, quae per ignem inferri 
dicitur, pro adiutorio intellegi- 
tur adhiberi, Esaias docet, qui 
de Israhel quidem sie dicit: 

348,12 f quae supra dicta sunt, 

13 — 15 nunc commonitionis gra- 
tia eorum, quae sparsim dixi- 
mus, recapitulare singula et 
prirao omnium de patre et filio 
et spiritu sancto repetere. 



Pa 

Sed et hoc ipsum, quod est et 
permanet omnis creatura, operatio 
est Dei patris, qui dixit: »Ego sum 
qui sum«, quae pervenit super om- 
nes. Ipse est enim, »quisolem suum 
oriri iubet super bonos et malos, 
et pluit super iustos et iniustos«. 



Nulla ergo natura est, secundum 
quod nos sentimus, quae non pos- 
sit recipere malum. 

Sed haec, quantum ad nos per- 
tinet, non sint dogmata, sed dis- 
cussionis gratia dicta sint et abi- 
ciantur. Pro eo autem solo dicta 
sunt, ne videatur quaestio mota 
non esse discussa. (Richtigkeit durch 
Hieron., Ep. ad Avit, 4 bewiesen). 

Tempus est nunc nos pro viribus 
de spiritu sancto pauca describere. 

Quoniam autem pernecessaria 
poena est ea, quae per ignem in- 
ferri dicitur, Esaias docens de Is- 
rael quidem sie dicit: 

quae de patre et fiho et spiritu 
sancto disseruimus, 

de bis quoque, quae a nobis re- 
licta fuerant, pauca repetere. 



LXXXVI Origenee 

Aus diesen sechs Parallelen ergibt sich die Tatsache, daß Rufin an 
einigen Stellen seine frühere Übersetzung später corrigiert hat. Im 
übrigen aber hat er sie unverändert übernommen. 

AYenn wir nun nach Erledigung dieser Vorfragen den Text der 
Apologie mit dem von Periarchon vergleichen wollen, so ist vor allem 
zu bedenken, daß der erstere dem zw^eiten an Wert deshalb nach- 
stehen muß, weil wir für jenen nur HSS der Gruppe 7, für diesen aber 
auch HSS der Gruppe α heranziehen können. Hier werden also die 
Fehler von / durch α corrigiert, dort aber fehlt die Correctur, so- 
daß der aus einer Vergleichung sich ergebende Gewinn für den Text 
recht gering ist. Zwar haben wir an 22 Stellen im Text der Apologie 
ein Mehr gegenüber dem von Periarchon, aber in den meisten Fällen 
(S. 11, 2 32, 15 36, 3 56, 19 lÜÜ, 25 127, 2. 5 140, 2. 7. 9. 10 17b, 
6. 7 180, 21 299, 26 345, 13 347, 4) handelt es sich hier um willkür- 
liche oder durch einen andern Bibeltext verursachte Zusätze. Nur an 
folgenden Stellen sind diese der Erwägung wert: S. 41, 2, wo die Les- 
art von Pa vielleicht den Weg zur Heilung der Stelle weist, S. 41, 5, 
wo das Wort ei in Pa durch C eine wertvolle Bezeugung erhält, und 
S. 139, 20, wo die Worte: sive quae in caeKs sive quae in terra sunt 
ebensogut als Auslassung von L wie als Zusatz von Pa betrachtet 
werden können. An zwei Stellen halte ich sogar die Zusätze von Pa 
für richtig: S. 99, 23 — 25 et rursum — bonum est und S. 346, 13 idcirco, 
weil beides durch den Zusammenhang und die Construction gefor- 
dert wird. 

Varianten kann man, die verschiedene Wortstellung mit eingerech- 
net, etwa 130 zählen, eine im Verhältnis zu den 570 Zeilen nicht ge- 
ringe Zahl. Aber nur selten kann man schwanken, ob der Text der 
Apologie für den von Periarchon Berücksichtigung verdient oder etwa 
als die frühere, der Apologie eigentümliche Textgestalt anzusehen ist. 
Man vergleiche z. B. den Text an folgenden Stellen: 



S. Per. 


Pa 


9,6 f mererentur — percepissent 


percipere merebautur 


10 ostenderent 


ostendere valerent 


14 cum nihil esset 


ex nullis 


10,12 per phantasiam 


per imaginem 


14,10 una sententia est 


unus est sensus 


16,8. 56,11. 12 f sine anima 


exanima 


20,5 corporeum 


corporale 


127,9 praedicenda 


gerenda 


19 caeli 


sohs 



Einleitung. Β. Handscliiiftliche Überlieferung 



LXXXVII 



S. Per. 

178,2 effervescit 
295,10 supplicioruru 

21 credulitate 
296,29 exultabant 
297,20 qnod de Juda dicta sint 

25 f nee erit hostia 

29 f repositum est 
299,23 doctrina 
300,16 in utero 

17 quod est interpretatum 
329,28 constant 
345.12 divinae 



Pa 

concitatur 

af'flictionuna 

persuasione (ττειϋ-ονς) 

gloriabantur {έοεμνννοντο) 

de Juda 

nee est sacrificium 

repromissum est 

praedicatione 

in ventre 

quod interpretatur 

Vera sunt 

divitiarum 



An mehreren Stellen haben Varianten des Bibeltextes den Text der 
Apologie beeinflußt, an andern liegt sicherlich eine Verbesserung der 
früheren Übersetzung durch Rufin Yor. Häufig sind in Pa auch offen- 
bare Fehler, wie man sie bei dem /-Text erwarten muß. Z. B. 
S. 40, 14 semel] semen Pa (μ) tamen Pa (σ) 

56, 17 bonis] novis (aus Metathesis entstanden) Pa ^ 

330, 26 f inquietos] inquiteos (Metathesis) Pa (Gö) inquid eos 

Pa (Ml) 
Interessant ist außerdem folgende Stelle: 
S. 55, 2 sit participem fieri patris] sit participem filii patris Pa (M) 
sit participem //,7/ vel patris Pa (G) sit esse participem filii vel 
patris Pa (ö). 
Der Fehler der Vorlage filii statt fieri hat also in den Pa-HSS ver- 
schiedene Corruptelen verursacht. 

An Lücken entfallen in Pa auf die 570 Textzeilen im ganzen 66, 
darunter 5 größere (S. 45,5 295, 25 f 297, 30 f 298, 22 f 299,21), die 
durch Homoioteleuton verschuldet sind; meist fehlt nur ein Wort, das 
der Schreiber infolge von Nachlässigkeit übergangen hat. Die große 
Zahl dieser Fehler beweist, daß der /-Text von Pa ursprünglich nicht 
sehr sorgfältig geschrieben und nachträglich nicht genau durchgesehen 
und corrigiert worden ist. 

Der Nutzen, den die Vergleichung des Apologie-Textes gewährt, 
ist also ziemlich unbedeutend. Umgekehrt können wir den Apologie-Text 
häufig aus Periarchon verbessern. Dementsprechend darf man den 
Apologie-Text auch für andere Schriften des Origenes, die darin citiert 
sind, nur mit großer Vorsicht verwenden und muß stets auf Lücken 
und Fehler ähnlicher Art, Λνΐβ die oben angegebenen, gefaßt sein. 



LXXXVIII Origenes 

III. Die Übersetzung des Hieroiiymus. 

IJber die Entstehung und die Schicksale seiner lateinischen Über- 
setzung von IltQl αργών spricht Hieronymus an mehreren Stellen, be- 
sonders in dem Brief an Avitus ^ (Ep. 124 c. 1. 2, Migne SL 22, 1059 f, 
vgl. oben unter den Zeugnissen S. XlXf). Die Veranlassung zu der Über- 
setzung haben danach Pammachius und Oceanus gegeben, die dem 
Hieronymus die Übersetzung Rufins mit der Bitte zuschickten, das 
Original auch seinerseits ins Lateinische zu übertragen, und zwar im 
Gegensatze zu Rufin »ad fidem, quemadmodum ab ipso auctore editus 
est« , um Interpolationen Rufins nachzuweisen und Ketzerisches zu 
widerlegen; vgl. den Brief des Pammach. und Ocean., Ep. 83 (64) 
(Migne SL 22, 743) und Hieron., Apol. I 6 (Migne SL 23, 401 f ). Hiero- 
nymus erfüllte den Wunsch sofort; den sprachkundigen Übersetzer 
reizte wohl die schwierige, von Rufin nur mangelhaft gelöste Aufgabe. 
Mit großer Kunst hat er auch, soviel wir noch aus den erhaltenen Bruch- 
stücken schließen können, den schwierigen griechischen Text einerseits 
genau und sinngemäß, andererseits in elegantem Latein wiedergegeben. 
Wir dürfen ihm glauben, wenn er die große darauf verwendete Mühe 
hervorhebt, »dum et mutare quippiam de Graeco, non est vertentis sed 
evertentis; et eadem ad verbum exprimere, nequaquam eins, qui ser- 
vare velit eloquii venustatem« (Ep. ad Pammach. et Ocean. 84 [651, 12, 
Migne SL 22, 752). Er tat es ja vor allem, um seinen gehaßten Gegner, 
von dem er sich durch das unzeitgemäße Lob seiner Origenesüber- 
setzungen beleidigt glaubte, zu übertrumpfen: wenn er dessen Übersetzer- 
blößen aufdecken und rügen wollte, mußte seine eigene Übersetzung 
untadelhaft, vollständig und dem Original entsprechend sein. Lnmer 
wieder macht er dem Rufin zum Vorwurf, daß er anstößige Stellen 
geändert habe; von seiner Übersetzung dagegen rühmt er: »Ego . . . 
in libris Περί αργών simpliciter quod in Graeco habebatur expressi« 
(Hieron., Apol. 1 7, Migne SL 23, 402)2. d^s wird auch von Rufin (Apol. 
I 21, Migne SL 21, 559, in den Vi'Orten: istos ipsos nunc libros, quos ego 
transtuleram, reinterpretatus est et ea omnia, quae a me velut impro- 
babilia praetermissa fuerant, inseruit) lediglich bestätigt. 

Wir müssen daher den Verlust der Übersetzung des Hieronymus 
sehr bedauern. Wäre sie erhalten geblieben, so könnten wir den 
Untergang des Originals leichter verschmerzen, denn das Original würde 
sich dann mit Heranziehung der indirecten Überlieferung an vielen 

1) Vgl. Grützmacher, Hieronymus III 227 f. 

2) Ähnlich spricht sich Hieronymus Ep. 85 ad Paulin. c. 3 (^ligne SL 22. 
753) aus. 



Einleitung. Β, Handschriftliche Überlieferung LXXXIX 

Stellen völlig reconstruieren lassen. Daß die Übersetzung Rufins, wo 
die anstößigen Stellen fehlten, erhalten geblieben, und die Übersetzung 
des Hieronymus, wo alles Ketzerische deutlich zu lesen war, verloren 
gegangen ist, erscheint ganz erklärlich. Rechtgläubige Männer mußten 
es ja als ihre Pflicht ansehen, das ketzerische Gift zu beseitigen anstatt 
zu verbreiten; von Pammachius berichtet Hieronymus selbst, daß er, 
als er die Übersetzung gelesen, »exhorruit et reclusit scrinio, ne pro- 
lati [seil, libri Periarchon] in vulgus maltorum animos vulnerarent« 
(Ep. ad Avit. 1, Migne SL 22, 1U59). Ebenda erzählt Hieronymus, daß 
jemand seine Übersetzung ohne Erlaubnis des Pammachius eilig und 
fehlerhaft habe abschreiben lassend Da diese fehlerhafte Abschrift 
auch dem Avitus zu Gesicht gekommen war, bat dieser seinen Freund 
Hieronymus, ihm ein fehlerfreies Exemplar zu übersenden. Der Er- 
füllung dieses AYunsches verdanken wir die Erhaltung der meisten und 
wichtigsten Bruchstücke aus der Übersetzung des Hieronymus. 



1. Die Citate in dem Briefe an Avitus. 

Um seine Polemik gegen Rufin und seine StellungDahme gegen 
den >Ketzer< Origenes zu rechtfertigen, hat Hieronymus in dem Briefe 
an Avitus '-, dem er ein Exemplar seiner Übersetzung beilegte, alle 
die Stellen, welche er für ketzerisch hielt, meist Avörtlich aus seiner 
authentischen Übersetzung angeführt, um den Avitus ausdrücklich auf 
sie aufmerksam zu machen. Hierdurch und durch die griechischen 
Fragmente in dem Briefe des Kaisers Justinian (s. unten Abschnitt V 2) 
sind uns nun glücklicherweise gerade die Stellen, welche Rufin als be- 
denklich übergangen hatte, gerettet worden. 

Die Bedeutung der etwa 5U Bruchstücke in dem Briefe an Avitus 
wird dadurch noch erhöht, daß sie in genauer Aufeinanderfolge, so 
wie sie in der Übersetzung gestanden haben, in dem Briefe citiert 
werden; auch versäumt Hieronymus meistens nicht anzugeben, wie weit 
die einzelnen Stücke von einander entfernt sind. Mit Hilfe dieser Bruch- 
stücke kann also nicht nur die lückenhafte und teilweise gefälschte 
Übersetzung Rufins ergänzt und corrigiert, sondern auch die richtige 
Einordnung der griechischen Fragmente ermöglicht werden. Ja, man 
kann behaupten, daß gerade diejenigen Stellen von Πίρι αρχώΐ', welelie 
Rufin hatte unterdrücken oder abschΛvächen wollen, uns in erfreulicher 



1) Vgl. Grützmacher, Hieronymus HI 42 f. 

2) Nach Grützraacher, Hieronymus I 88 »eher vor 410 als 411 < geschrieben, 
also etwa 10 Jahre später als der Brief an Pamniach. 

Origenes V. G 



XC Origenes 

Vollständigkeit und genügend bezeugt vorliegen. Denn Hieronymus 
hat diese Stellen infolge genauester Kenntnis des Originals so voll- 
ständig wie nur mögüch zusammenstellen können — und wollen: daher 
übertrifft diese Sammlung an Vollständigkeit sogar die des Kaisers 
Justinian. 

Durch das liebenswürdige Entgegenkommen des Herausgebers der 
Hieronymusbriefe in dem AViener Corpus der lateinischen Kirchenväter 
bin ich in den Stand gesetzt worden, einen auf Grund der ältesten 
und besten HSS hergestellten Text der Bruchstücke bieten zu können. 
Herr Professor Hilberg hat folgende HSS für den Brief ad Avitum 
verglichen: 

1. Codex Turicensis Augiensis Nr. 49 saec. IX = /7 

2. Codex Vaticanus lat, Nr. 355 + 356 saec. IX — X = D 

3. Codex Berolinensis lat. Nr. IS saec. XII = B. 

Der consensus Z7DB stellt, wie mir Hilberg am 11. 12. 190S mit- 
teilte, den besten Text dar. Wenn Vallarsis Text davon abweicht, so 
beruht er entweder auf jungen HSS oder auf Conjectur. Von den 
drei oben genannten HSS ist Β am wenigsten zuverlässig, sie erweist 
sich in den Briefen »als eine mit zahlreichen willkürlichen, wenn auch 
oft bestechenden Änderungen durchsetzte HS. Doch finden sich Fälle, 
wo sie allein das Richtige bietet«. Ich bin dem consensus von /7DB 
gefolgt und habe nur in besonderen Fällen die mir von Hilberg zur 
Verfügung gestellten Varianten notiert und verweise für Einzelheiten 
auf Hilbergs Ausgabe. 

An folgenden acht Stellen kann eine Lücke des Rufintextes durch 
Hieronymus ausgefüllt werden: 

S. 25, 16 Sicut enim — 26, 2 filium 

64, 14 Grandis — 16 conligari 

90, 22 Solem — 91, 4 vestitos 

93, 28 In fine — 94, 9 fiant 
161, 6 νους — 15 distributae sunt 
182, 10 Nisi forte — 13 exordia 
281, 13 lUud — 282, 20 vivendum est 
339, 7 Et quia — 17 trnderentur. 

In der Einordnung dieser Fragmente, abgesehn vom zAveiten, bin 
ich Schnitzer gefolgi. Auch sonst habe ich mich meist seinem Vorgang 
anschließen können. Bei dem zweiten Fragment »Grandis — conligari« 
bin ich von Schnitzer abgewichen aus folgenden Gründen. 

Das Fragment wird von Hieronymus so eingeführt: »Cumque ve- 



Einleitung. Β. Handschrittliche Überlieferung XCI 

nisset ad rationabiles creaturas et dixisset eas per neglegentiam ad 
terrena corpora esse dilapsas, etiam haec addidit: Grandis — conli- 
gari.« Also gehört es mit za der Erörterung des Falls der rationabiles 
creaturae, aber an das Ende dieser Erörterung. Da ferner das Frag- 
ment: »Quibus moti disputationibus — verterentur« mit der Formel »in 
consequentibus« (die ganz allgemein >im folgenden« bedeutet) an jenes 
angeschlossen wird und seinen sichern Platz am Ende des fünften 
Capitels, S. 78, 1 — 5 hat, so müssen die Worte: »Grandis — conligari« 
vorher, nicht allzuweit von S, 78, 1 — 5 eingeordnet werden. Schnitzer 
hat dies S. 73, 6 getan. Aber für die von ihm dort angenommene 
Lücke liegt nicht der geringste Grund vor, auch würde eine Einschal- 
tung nur den straffen Gedankengang zerreißen, nicht vervollständigen. 
Dagegen haben wir S. (34, 7 ff deutliche Anzeichen dafür, daß hier der 
Text lückenhaft ist. Denn die Z. 3f versprochene Ausführung: »vel 
quae sit adsumptio scientiae, vel quae sit eins abolitio« fehlt, und der 
Abschnitt »De imminutione vel lapsu« ist überhaupt entgegen der Art 
des Origenes recht inhaltlos und dürftig. Von dem »lapsus« ist fast 
gar keine Rede, und der Excurs »de anima«, den Origenes S. 65, 3f 
entschuldigen zu müssen glaubt, ist überhaupt nicht vorhanden. Beim 
Fall der rationabiles creaturae handelt es sich natürlich um Seelen, die 
beim Fall in verschiedene Körper, zuletzt sogar in die von vernunft- 
losen Zugtieren, eingefügt werden. Origenes hatte also schon I 4, 1 
>per excessum< das vorweggenommen, was I 8, 4 erörtert wird. An 
beiden Stellen hat Rufin, um diese ihm anstößige Theorie zu be- 
seitigen, kräftig gestrichen und geändert. Hieronymus hat leider an 
der ersten Stelle nur einen Teil des Verlorenen gerettet. 

Wenn nun auch einzelne Lücken nicht vollständig beseitigt und nicht 
alle Schwierigkeiten gehoben worden sind, so dürften doch die acht Frag- 
mente wohl ihren relativ besten Platz erhalten haben. Die Schwierigkeit 
der Einordnung im allgemeinen besteht eben darin, daß Λvir Stücke aus 
der Übersetzung des Hieronymus in die ganz anders geartete und an den 
betreffenden Stellen lückenhafte oder verkürzte Übersetzung des Rufinus 
einschalten müssen: hier etwas Ganzes oder Vollkommenes zu erzielen, 
ist einfach unmöglich. Auch bietet Hieronymus oft keine wörtlichen 
Fragmente, sondern referiert nur, wenn auch meistens, wie man an- 
nehmen muß, recht genau. Ich habe daher darauf verzichtet, Stücke 
aus der Hieronymus-Übersetzung anderswo, als da, wo sicherlich Lücken 
bei Rufin vorhanden sind, einzufügen, und die Version des Hieronymus 
lieber als Parallele unter den Text gesetzt. Bei starken Abweichungen 
wird man natürlich in der Regel den Text des Hieronymus dem des 
Rufin vorziehen. 

G* 



XCIl Origenes 

2. Andere Citate aus der Hieronymus-Ubersetzung. 

Außer in dem Brief an Avitus hat Hieronymus, soviel ich sehe, 
seine Übersetzung nur selten citiert oder verwendet, nämlich: 

1. c. Joh. Hieros. c. 7 (Migne SL 23, 360) = S. 25, 16—26, 2. Zu 
dieser Stelle liegen verschiedene, auch griechische Parallelen vor; mir 
scheint aber die in den Text eingefügte Version dem Orginal am 
nächsten zu kommen. Wenn Rufin Apol. I 19 dieselbe Stelle in einer 
kürzeren Form wiedergibt, so ist dies eben mehr ein Referat als wört- 
liche Wiedergabe. 

2. Hieron. c. Joh. Hieros. c. 16 (Migne SL 23, 368) = S. 64, 9—13. 
Daß dieses, allerdings nicht ganz wörtHch von Hieronymus citierte 
Fragment an der genannten Stelle einzufügen ist, wird durch die Ein- 
führung des gleich darauf folgenden, in dem Brief an Avitus stehendeu 
Fragments bewiesen. Denn mit den Worten: »eas per neglegentiam 
ad terrena corpora esse dilapsas« wird der Inhalt jenes Fragments an- 
gegeben und diesem dadurch seine Stelle vor den Worten »Grandis — 
conligari« (S. 64, 14 — 16) angewiesen. 

3. Hieron. c. Joh. Hieros. c. 19 (Migne SL 23, 370) »per scalam 
Jacob paulatira rationabiles creaturas ad ultimum gradum . . . descen- 
dere« habe ich S. 64, 7 ff vermutungsweise mit erwähnt. Man wird 
die Stelle ja zunächst dem Genesis-Commentar zuzuweisen geneigt sein; 
aber da Hieronymus vorher seine Übersetzung von Πίρϊ αρχών citiert 
hat, so könnte doch auch dieses Fragment, das ganz ähnlichen Inhalt 
wie das vorhergehende aufweist, ebendaher stammen. 

4. In derselben Schrift referiert Hieronymus c. 16 p. 368 und c. 19 
p. 370 über die Dämonenlehre des Origenes; die beiden Stellen stimmen 
mit dem S. 83, 9 ff citierten Fragment aus dem Brief an Avitus so 
augenscheinlich überein, daß man für alle drei Stellen die Übersetzung 
von Periarchon als Quelle betrachten muß. 

5. Ebenda c. 17 p. 369 (= S. 90, 22 ff Test.) finden sich Ausfüh- 
rungen über die Körper der Gestirne, die vielleicht das Original aus- 
führlicher und genauer wiedergeben als das in den Text eingefügte 
Fragment aus dem Brief an Avitus. Da wir aber nur ein Referat, 
kein wörtliches Fragment haben, so läßt sich hier über Vermutungen 
nicht hinauskommen. 

6. Die große Lücke bei Rufin in dem Capitel »De angelis« S. 95, 
10 ff hat sicherlich Erörterungen über Ursprung und Wohnung der 
guten und bösen Engelmächte enthalten. Deshalb scheinen mir bei 
Hieron., In Ep. ad Ephes. I und Apol. II 8 einzelne, aber nicht wörtlich 
citierte Stücke daraus erhalten zu sein. 



I 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung 



XCIII 



7. An den beiden S. 178 Test, citierten Stellen aus Hieron., In Ep. 
ad Ephes. 111 5 und Apol. II 7 scheint dem Hieronymus die im Brief an Avi- 
tus mitgeteilte Stelle aus Periarchon (S. 177, 15 ίϊ) vorgeschwebt zu haben. 

3. Übersicht über die Fragmente der Hieronymus-Übersetzuug. 

1. Buch. 



Seite 


ürsprungsort 


Anfang und Ende 


Bemerkungen 


10,6 


Ep. 


ad Avit. 2 


Christum — factum 


nicht VFÖrtlich 


11,3 


Ep. 


ad Avit. 2 


Tertium dignitate — con- 
firmans 


! nicht wörtlich 


25,16 


c. Joh. Hieros. 7 


Sicut enim — videre fi- 


als wörtliches Citat in 








lium 


den Text eingefügt 


3o.8f 


Ep. 


ad Avit. 2 


nihil — infectum esse 


nicht wörtlich 


36,7 


Ep. 


ad Avit. 2 


Filium — ia Filio 


nicht wörtlich 


37,2 f 


Ep. 


ad Avit. 2 


Deum ]iatrem — magnus 
esse videatur 


vermutungsweise in den 
TextRutins einzufügen 


38,18 


Ep. 


ad Avit. 2 


Duarum statuarum — 
conparans 


nicht wörtlich , Ruf. 
stimmt 


46,13 


Ep. 


ad Avit. 2 


Deum patrem — et cae- 
tera 


nicht wörtliches Referat, 
Ruf. lückenhaft 


05,4 


Ep. 


ad Avit. 2 


Filium quoque — quae 
sancta dicuntur 


nicht ganz wörtlich, 
griech. Frg. bei Justin, 
erhalten; Ruf. hat 
Lücke 


04,9 


c. J 


uh. Hieros. 10 


cunctas rationabiles — 
carnibus alligari 


Lücke bei Ruf., die durch 
die beiden Hieron. - 


64,14 


Ep. 


ad Avit. 3 


Grandis neglegentiae — 
conligari 


Fragmente nicht gauz 
ausgefüllt wird 


78,1 


Ep. 


ad Avit. 3 


Quibus moti — verteren- 
tur 


Rufins Übersetzung un- 
genau 


79,22 


Ep. 


ad Avit. 3 


Rursumque nasci — homo 
fiat 


Ruf. ungenau und lücken- 
haft 


81,27 


Ep. 


ad Avit. 3 


Qui vero — iient 


Ruf. ungenau 


82,20 


Ep. 


ad Avit. 3 


Qui vero non fuerint 
meriti — sortientur 


Ruf. hat gekürzt und ge- 
ändert 


83,9 


Ep. 


ad Avit. 3 


Ipsosque daomones — 
dignitatem 


Ruf. lückenhaft 


85,15.20 


Ep. 


ad Avit. 4 


Corporales — potest 


Ruf. parallel 


90,22 ' 


Ep. 


ad Avit. 4 


Solem quoque — vestitos 


bei Ruf. Lücke 


93,28 


Ep. 


ad Avit. 4 


In fine — tiant 


bei Ruf. Lücke 


99,25 f 


Ep. 


ad Avit. 4 


diaboluni — virtuteni 


Ruf. parallel 


lü4,8 


Ep. 


ad Avit. 4 


angelum sive animain — 
]iecoris 


nicht wörtliches Referat; 
Ruf. verkürzt und än- 
dert 


105,11 


Ep. 


ad Avit. 4 


haec iuxta — viderentur ' 


Pami^h. genauer als Ruf. 



XCIV 



Origenes 



Π. Bach. 



Seite 


Ursprungsort 


Anfang und Ende 


Bemerkungen 


113,13 


Ep. 


ad Avit. 5 


raundos — et similis 


nicht wörtliches Referat 


114,26 


Ep. 


ad Avit. 5 


Si omnia — necessarius 


Ruf. ungenau und lücken - 




(u. 


ä. Stellen) 


Sit 


haft 


117,9 


Ep. 


ad Avit. 5 


Sin autem — operari 


Ruf. entsprechend 


117,23 


Ep. 


ad Avit. 5 


Si liaec — contendunt 


Ruf. ungenau 


125,1 


Ep. 


ad Avit. 5 


Triplex ergo— servabitur 


Ruf. parallel 


130,27 


Ep. 


ad Avit. 6 


Restat ut — visibilis erit 


Ruf. parallel 


142,4 


Ep. 


ad Avit. 6 


Nulla alia anima — a me 


Ruf. kürzer 


155,10 


Ep. 


ad Avit. 6 


ipso 
ünde cum infinita cau- 
tione — perseveret 


Ruf. hier ungenauer und 
breiter als Hieron. 


161,6 


Ep. 


ad Avit. 6 


νους, id est mens, — dis- 
tributae sunt 


Lücke bei Ruf. 


177,15 


Ep. 


ad Avit. 7 


Ignem — confoditur 


nicht ganz wörtlich. Ruf. 
parallel 


182,10 


Ep. 


ad Avit. 7 


Nisi forte — sumet exor- 
dia 


Ruf. hat Lücke, die durch 
Hieron. nicht ganz aus- 
gefüllt wird 


191,20 


Ep. 


ad Avit. 7 


Cumque in tantum — 
facie ad faciem 


Ruf. ungenau 



m. Buch. 



238,9(21) Ep. ad Avit. 8 
Ep. ad Avit. 8 
Ep. ad Avit. 8 
Ep. ad Avit. 8 
Ep. ad Avit. 8 



239,4 (21) 
240,11 (31) 
242,12 
261,10.17 



273,1 

274,12 
275,19 
276,1 

281,6 

281,13 



ad Avit. 9 
ad Avit. 9 
ad Avit. 9 
ad Avit. 9 

ad Avit. 9 a 

ad Avit. 9 a 



Sin autem ■ 



fratre 



Ut autem — praecesse- 

runt 
Juxta nos — paratum 

Ego arbitror — virtutem 
iSed et hoc — confitetur] 
I Et e contrario — guber- 
l nari I 

Nobis autem — post alium 
Divinius — in spe 
alii vero — credimus 
Quem rerum — collocare 

Quia ut crebro — incor- 

poralis 
niud quoque — vivendum 

est 



Ruf. parallel, ebenso Phi- 
lokalia 

Ruf. und Philokalia pa- 
rallel 

Ruf. etwas breiter, Phi- 
lokalia parallel 

Ruf.u.Philokaliaparallel 

Hieron. nicht ganz wört- 
lich; Ruf. parallel 

Ruf. parallel 
Ruf. hat geändert 
Ruf. nicht genau 
Ruf. hat stark geküivt 

u. geändert 
Ruf. ungenau 

Lücke bei Ruf., durch 
Hieron. nicht ganz 
ausgefüllt 



I 



Eialeitung. Β. Haudschriftliche Überlieferung 



xcv 



Seite 



Ursprungsort 



Anfang und Ende 



Bemerkungen 



284,10 j Ep. ad Avit. 10 | Nee dubiuni est — ami- j Ruf. hat fast alles dies 

1 sere virtutem weggelassen 

290,22 Ep. ad Avit. 10 Et erit — est melior Ruf. parallel 











iV. Buch. 




337,12 


Ep. 


ad Avit. 


11 


Et forsitan — loca 


Hieron. hier weniger ge- 
nau, als Ruf. 


339,7.17 


Ep. 


ad Avit. 


11 


Et quia — truderentur 
— caelum sit 


Lücke bei Ruf., Hier, im 
2. Stück nicht wörtlich 


342,6 


Ep. 


ad Avit. 


11 


In fine — esse superatos 


Ruf. weniger genau als 
Hierou. 


343,23- 


Ep. 


ad Avit. 


12 


Sicut — praedicatum — 


Ruf. weniger genau als 


344,8 








salventur 


Hieron.; für das 2.Stück 
Justinian Fr. 30 pa- 
rallel, bei Ruf. Lücke 


359,20 


Ep. 


ad Avit. 


13 


Si enim Patrem — Filius 
Patrem 


Ruf. hat stark gekürzt 
und geändert 


36'), 1 


Ep. 


ad Avit. 


13 


Pater vero — quam a 
Filio 


Ruf. läßt aus und ändert, 
wie der griech. Text 
beweist 


361,6.9 


Ep. 


ad Avit. 


14 


Si quis — variari 


Ruf. hat geändert u. aus- 
gelassen 


362,3 


Ep. 


ad Avit. 


14 


Intellectualem — sub- 
stantiae 


Ruf. parallel. 



lY. Citate aus ßuflns Übersetzung. 

1. Die Apologie Rufins. 

Wenn man in der Streitschrift des Hieronymus die von ihm gegen 
Kutinus erhobenen Vorwürfe liest, so könnte mau meinen, Rufinus habe, 
um sich und sein Verfahren zu rechtfertigen, in der Apologie einzelne, 
von ihm übersetzte Stellen behandelt und dabei den Text von Periarchon 
öfters citiert. Dies hat er leider nicht getan; er hat zwar mehrere 
Stücke seiner ersten Vorrede im I. und 11. Buch der Apologie ange- 
führt, aber — wenn man von einer in der Schrift De adulteratione 
(Lom. XXV 384) frei citierten Stelle aus Periarchon I 3, 3 (S. 51,9—11) 
absehen will — nur einmal ein längeres Stück aus seiner Periarchon- 
Übersetzung 1 1, 8. 9 (S. 24, 22—27, 1, davon S. 25, 13 Quodsi — Ki 
consequenter sogar z\veimal) in der Apologie 1 17 (Migne SL 21, 554 f) 
wörtlich citiert. Indessen reicht dieses eine Stück schon hin, um den 



XCVI Origenes 

Text der Apologie beurteilen zu können. Freilich darf dabei nicht über- 
sehen werden, daß Rufin möglicherweise ungenau citiert, oder sogar 
etwas geändert hat. Vielleicht hat er quidem S. 26, 2 nachträglich ein- 
gefügt, vielleicht auch quia non statt non enim S. 25, 5, naturae statt 
creaturae (= φνοεως) S. 25, 11, noscere — nosci statt cognoscere — 
cognosci (agnosci) S. 26, 2f 10 f 14 und vel statt et ebenda Z. 10 ge- 
schrieben. Aber andere Varianten der Apologie: impossibile statt im- 
possibilis S. 25, 12, Sed si statt Quodsi S. 25, 13, requiris statt requiras 
ebenda, qui statt quae S, 25, 14 und die andere AVortstellung S. 25, 
10. 14 dürften wohl eher als Fehler des Apologie-Textes anzusehen 
sein. Wenn in diesem res S. 26, 3 fehlt, so muß das mit Rücksicht 
auf S. 131, 15 (entgegen meiner im Apparat geäußerten Ansicht) als 
falsche Correctur betrachtet werden; die Auslassung von etiam S. 26, 1(5 
(mit A) und von id S. 26, 18 sind wohl durch Nachlässigkeit ver- 
schuldete Fehler. Der Text von L übertrifft also sicherlich den Apologie- 
Text an Güte. Dieses Urteil wird durch Prüfung der Citate aus der 
I. Vorrede nur bestätigt. Hier läßt die Apologie ohne Grund die Worte 
per illum — ignem S. 6, 9f und alias S. 5, 7 aus und schreibt unrichtig 
contrarii statt contra id S. 5, 11 f, viderint S. 6, 1 (mit γ) und faceret 
S. 6, 4 (mit μ). An den beiden letzten Stellen ist die Übereinstimmung 
des Apologie-Textes mit der geringeren Handschriftengruppe / bemerkens- 
wert. Nach diesem Befund wird man wohl auch S. 5, 7. 8f den Text 
von L hinsichtlich der Wortstellung vorziehen und nicht mit der Apo- 
logie S. 6, 2 et zu atque corrigieren. Höchstens S. 4, 23 könnte der 
Apologie-Text mit a semet ipso (was zweimal überliefert ist) das Richtige 
bieten. Die Güte des L-Textes von Periarchon wird also an dieser 
Stelle durch den Vergleich mit dem von ihm ganz unabhängigen Apo- 
logie-Text in erfreulicher ΛVeise nachgewiesen. 



2. Die Excerpte des Anonymus ad Januarium. 

In der Appendix des VIII. Bandes der Benedictinerausgabe der 
Werke Augustins steht an 8. Stelle Col. 47 48 Mitte: »De incarnatione 
Verbi, ad Januarium libri duo, coUecti ex Origenis opere Periarchon, 
juxta versionem Ruffini«. Das I. Buch reicht von Col. 47—54, das 
IL Buch von da bis Col. 58. Leider fehlt ein Vorwort zu diesem Stück ; 
am Rande sind gelegentlich Lesarten aus HSS (Vaticauus, Victorinus) 
notiert. Diese HSS festzustellen ist mir nicht möglich gewesen. Immer- 
hin kann man nach dem Text und den mitgeteilten Varianten ein U^rteil 
über Ursprung und Wert des Jan-Textes gewinnen. Freilich muß man 
diesen Text, der nur anhangsweise und offenbar nicht sehr sors'fältio• 



Einleitung. Β, Handschrii'tliclie Überlieferung XCYII 

gedruckt ist ^ mit einer gewissen Vorsicht benutzen. AVie der Heraus- 
geber seineu Text bebandelt bat, ergibt sich z. B. daraus, daß er S. 279, 17 
et Filio im Text zu patre hinzufügt und a. R. gauz naiv bemerkt: »MSS 
uon habent & filio: nee Origenes fd. h. in Periarchon]«. Solche Eigen- 
mächtigkeiten, auch offenbare Druckfehler im Jan-Text habe ich nicht 
notiert, dagegen da, \vo eine hs. Variante am Rande steht, diese statt 
oder neben der Textlesart angegeben; vgl. z. B. S. 34, 13: in illo Jan- 
Text; S. 39,2 deitatis] divinitatis Jan-HSS claritatis Jan-Text; S. 44, 6: 
Jesus est] + omnipotens Jan-Text. Der Herausgeber hat seinen Text 
häufig bei Bibelstellen geändert; vgl. S. 52, 12 53, 21 146. 24 353, 16f. 
An manchen Stellen ist freilich ohne Kenntnis der zugrunde Hegenden 
HSS schAver zu entscheiden, ob die Änderungen von dem Herausgeber, 
oder nicht schon von dem anonymen Verfasser der Auszüge vorge- 
nommen worden sind. Vermutlich rühren die zahlreichen größeren und 
kleineren Auslassungen meistens von diesem her. 

Folgende Stücke des Rufin-Textes sind bei dem Anonymus vor- 
handen: S. 9, 12 Species — 14, 13 condonatur; S. 16, 4 Est — 15 rep- 
pererit; S. 29, 12 nos semper — 63, 7 elapsum (mit Auslassungen); 
S. 141, 25 Igitur — 147, 19 recipiantur; S. 277, 3 Unde — 279, 17 f 
saecula; S. 2S3, S ubique — 284, 10 in omnibus erit; S. 348, 12 Tem- 
pus est — 356, 10 trinitatis. Eine Vergleichung des Jan-Textes mit 
dem von L ergibt nun folgendes Resultat. Daß Jan aus L geflossen ist, 
seheinen diese Stellen zu beweisen: S. 12, 9 oo esse ration. LPaJan 
(Fehler); S. 44, 18 quae Merhn qui LJan (Fehler); S. 350, 8 cv^ dicere 
uisi LJan (Fehler). Daß sich aber in Jan teilweise ein besserer Text 
als in ci/ findet, ergibt sich aus folgenden Stellen: S. 43, 3 antiquior 
Jan antiquius (-us) aj\ S. 43, 8 quae Jan qui α/; S. 44, 13 pura nee 
sincera Jan pure nee sincere ay\ S. 54, 12 in unitate Jan in unitatem 
c/; S. 144, 5 ei Jan < «/; S. 350, 10 erat Jan fuerit ay\ vielleicht ist 
auch S. 31, 5 der Zusatz et via bei Jan richtig. Nun muß die dem Jan- 
Text zugrunde liegende HS trotzdem, wie ich glaube, aus L abgeleitet, 
und die besseren Lesarten müssen einem Corrector zugeschrieben Averden, 
da sieh Jan, abgesehn von seinen zahlreichen Sonderlesarten, die meist 
Fehler darstellen, im übrigen eng mit der Gruppe α berührt. Ich gebe 
folgende Beispiele: 

S. 16, 7 distinguitur aPa Jan dcsignatur / 

S. 31,9 sapientes α Jan sapiens (saperent) y 

S. 34, 6 quae Α Jan (juaeque {iy 

1) Als BtMspiel erwähne ich nur, diiB S. 54, St die Worte: per prot. — Spiritus 
-anotus doiiyelt gedruckt sind. 



XCVIII Origenes 

S. 39, 2 merae α Jan mirae / 

S. 45, 15 f atque omnibus actibus /3 Jan actibus Α < / 

S. 48, 3 refert y fert α Jan (Fehler). 
Wenn durch diese und ähnliche Stellen die Verwandtschaft des 
Textes von Jan und α erwiesen wird, so deuten andere Stellen sogar 
einen engeren Zusammenhang zwischen Jan und /3 an: S. 13, 1 possunt 
/9 Jan; S. 43, 19 vero^] ergo C Jan; S. 47, 14 nej nee /3 Jan; S. 53, 15 
dicit] docet /9 Jan; S. 62, 9 adsint Α / assistant /3 Jan; S. 352, 4 ratione] 
fide Β (C fehlt) Jan, Daher muß Jan als Textzeuge für die Gruppe « 
gelten und hat besonders da, wo C fehlt (d, h. für die drei letzten 
Excerpte, da C S. 276, 11 abbricht) einigen Wert. Aus einer vorhan- 
denen HS ist der Jan-Text offenbar nicht geflossen, auch von einer 
solchen nicht beeinflußt worden; vielmehr scheint er auf einen alten 
V^ertreter der Gruppe α, vielleicht auf diesen Codex α selbst, durch 
Mittelglieder zurückzugehen. Außer den oben erwähnten Lücken weist 
der Jan-Text auch zahlreiche Fehler auf, wie sie in jüngeren HSS 
üblich sind. Als solche wird man die beiden in der Augustin-Ausgabe 
genannten HSS (Vaticanus und Victorinus) ansehn müssen. Dies ist 
wenigstens von der zweiten HS wegen der aus ihr zu S. lU, llf mit- 
geteilten corrigierten Lesart: »passus in veritate, et non per phantasiani, 
communicavit hanc mortem vere mortuus« mit ziemlicher Sicherheit 
anzunehmen. Sieht man nun sowohl von den zahlreichen Lücken als 
auch von den der jungen Textüberlieferung eigenen Fehlern ab, so stellt 
das was übrig bleibt einen relativ guten Text dar und trägt sogar zur 
Verbesserung des L-Textes mit bei. Deshalb mußten die Varianten des 
Jan-Textes möglichst vollständig in dem Apparat verzeichnet werden. 
Die früheren Herausgeber scheinen den Wert dieser Parallel-Über- 
lieferung nicht recht erkannt zu haben, sonst hätten sie bessern Ge- 
brauch davon gemacht und wären z. ß. S. 352, 28 f nicht der schlechten 
Lesart von y gefolgt. 

3. Andere Citate. 

Im Jahre 1902 hat mir D. Johannes Dräseke, der damals die 
Quellen des Johannes Scotus Erigena untersuchte ^ bei diesem ein Citat 
aus Feriarchon Hl 6, 2— 5(S. 283, 12f— 287, 9) freundlichst nachgewiesen. 
Es steht in dem V. Buche des großen Werkes De divisione naturae 
(in der Ausgabe von H. Jos. Floss 1853 = Migoe SL 122, 928 D— 930 D. 
in der von Schlüter 1838 p. 496—498) und wird von Erigena so ein- 

1) Vgl. Job. Dräseke, Job. Scotus Erigena, Leipzig 1903 (= Stud. z. Gesch. 
d. Th. u. d. Kirche, her. v. Bonwetsch u. Seeberg 1X2). 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung XCIX 

geleitet: et quod non in omni rationali creatiira >mors aculeusque eius<, 
>peccatuni< dico, omnisque malitia interitura sit, sed in parte creaturae 
iuterimentur, in parte permanebunt, audi magnum Origenem, diligen- 
tissimum rerum inquisitorem, in tertio libro /ΖερΊ αρχών de consum- 
matione mundi (hoc est de summo bono, ad quod universa rationabilis 
natura festinat, ut >Deus omnia in omnibus< sit; non enim alia consum- 
matio mundi est praeter >Deum omnia in omnibus esse<) tractantem et 
dieentem: »Quae sint ergo ista omnia — recipere non possunt«. Dies 
ist das einzige wörtliche Citat aus Periarchon; es dürfte aber keinem 
Zweifel unterliegen, daß Erigena nicht nur Periarchon, sondern über- 
haupt den Origenes (in lateinischer Übersetzung) genau gelesen und 
sich dessen Gedanken angeeignet und diese auch in seinen Werken ver- 
Avertet hat. Wenigstens klingt hier manches an Origenes an, wenn dieser 
auch unter den Quellen des Erigena (Migne SL 122, S60A) nicht, und sonst 
nur selten erwähnt wird; vgl. z. B. »Dens ονοία incomprehensibilis« 
(p. 443 Β = De princ. I 1, δ, S. 20, 7), »in suis causis praecedentibus« 
(p. 444 = De princ. 118, 3, S. 161, 13; S. 23S Test. u. ö.), »totumque 
ferrum liquefactum, ut diximus, igneum, imo etiam ignis apparet, ma- 
nentibus tamen eorum substantiis« (p. 451 Β = De princ. 116, 6^ S. 145, 
iifP) usw. Es würde eine dankbare Aufgabe sein, festzustellen, inwie- 
weit Erigena Gedanken des Origenes auch da, wo er ihn nicht nennt, 
verwertet hat. Der Name des Origenes, stets mit großer Hochachtung 
genannt, findet sich p. S15 C, SIS BD, S32D, 930 D; außerdem haben 
wir auch noch ein Citat aus dem III. Buche des Kömerbrief-Commen- 
tars des Origenes p. 922 C (= Lom. VI 166 f). 

Da nun Erigena am Hofe Karls des Kahlen lebte und besonders 
um die Mitte des 9. Jahrhunderts in Frankreich wirkte, so muß der 
von ihm benutzte Codex von Periarchon spätestens im 9. Jahrhundert, 
vermutlich aber früher entstanden sein. Ferner ist es wahrscheinlich, 
daß sich dieser Codex in Frankreich befunden hat. Sind doch auch die 
Werke des Erigena in mehreren Pariser HSS, die ursprünglich dem 
Kloster S. Germain-des-Pres angehörten, und außer in der von A. Schmitt ^ 
entdeckten Bamberger HS noch in einer von Avranches enthalten. Der 
von Erigena gebrauchte Periarchon-Text stimmt, wie eine Vergleichung 
zeigt, im allgemeinen mit dem von L überein. Aus zAvei Stellen (S. 2S3, 
20 ei < /Sc und S. 287, 2 destruetur /Sc) kann man auf Zugehörig- 
keit zu der Gruppe / schließen; doch reicht das Material nicht hin, 
um dies mit Bestimmtheit behaupten zu können. Allerdings scheinen 



1) Progr. des Kön. Neuen Gymniis. in Bamberg 100l»,-vgl. die Anzeige von 
Dräseke Zfw Th XLIV, S. 478—480 u. die Abhandlung desselben XLVJ, S. 563—580. 



C Origenes 

die verschiedenen Auslassungen in Sc, die nicht in y vorkommen 
(S. 283, 19. 2S4, 9. 285, 8. 14. 15. 17), auf schlechterer Überlieferung des 
Sc-Textes zu beruhen, aber Sc hat auch Sonderlesarten, die sich weder 
aus 7 noch aus α belegen lassen, nämlich S. 283, 20 + modus et men- 
sura mit Del, S. 285, 6 + a, S. 285, 9 + fecisse (wegen der Auslassung 
von apud Z. 8), S. 285, 23 f+ et aeterna facta sunt (wohl Fehler des 
Schreibers der Vorlage, der übernommen worden ist), S. 286, 2 produci 
(statt perduci), S. 286, 10 + diabolus (Fehler), S. 287, 5 non esse non 
possunt] nee esse non possent. Die Mehrzahl dieser Lesarten sind 
offenbare Fehler; S. 286, 6 ist sogar eine Inhaltsangabe: »de simplicitate 
et unitate corporum post resurrectionem« in den Text eingedrungen, die 
in L nicht vorkommt. Man muß also den Sc-Text im allgemeinen als 
fehlerhaft und geringwertig bezeichnen. Nur an einer Stelle (S. 283, 20) 
scheint er mir das Richtige bewahrt zu haben. Denn die "Worte modus 
et mensura geben erstens einen guten Sinn, ferner würde die Lesart 
von AB (C fehlt) /: Omnes motus sui deus sit in dieser Allgemeinheit 
nicht recht zu dem Wort: >in omnibus omnia esse deum< stimmen, 
auch ist omnis von Jan und sui von AB/ bezeugt, endhch hat Dela- 
rae die Worte modus et mensura im Text. AVenn man aus seinem 
Schweigen schließen darf, so hat er das Citat bei Erigeua nicht gekannt 
(er hätte dazu ja das ganze Werk De divisione naturae durchlesen 
müssen!), hat also die Worte vermutlich in einer HS gefunden. Da 
nun Delarue zwei Codices: Virodunensis und Remensis (s. oben S. XLV. 
XLVI) , die mir nicht bekannt sind, mit benutzt hat, so könnte er 
hier, wie an einigen andern Stellen, wo er mehr als aj bietet, die 
Worte aus derselben hs. Quelle wie Erigena entnommen haben. Auf- ί 
fällig ist auch , daß bei Delarue eine Zeile vorher dieselben Worte κ 
wie in Sc (sentiat, deum cogitet, deum) fehlen; demnach hat Delarue 
hier, wie mir scheint, wenn nicht den Text des Erigena, so doch den 
Text der von Erigena benutzten HS oder einer Abschrift derselben vor 
Augen gehabt. 

"Carl ΛVeyman ^ hatte die Güte mich darauf hinzmveisen, daß Orig.. 
De princ. Uli, 11 (S. 213, 20ff) von Faustus von Reji (De gratia lll, 
p. 59, 10 ff ed. Engelbrecht) benutzt worden ist. Nach der einen Lesart: 
S. 213, 23 feci (statt fecit) läßt sich vermuten, daß Faustus (der im 
letzten Viertel des fünften Jahrhunderts schrieb) eine HS aus der Gruppe / 
benutzt hat. Jedenfalls können wir feststellen, daß der Text von Peri- 
archon schon im saec. V in Frankreich vorhanden gewesen ist. 



1) Vgl. Philologus 54, 1895, S. 184 f. 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung CI 

\. Die griechischen Fragmente. 

Daß wir uns von dem wirklichen Inhalt des dogmatischen Haupt- 
Averks des Origenes und von seinen dort dargelegten philosophischen 
und theologischen Grundanschauungen ein verhältnismäßig klares Bild 
machen können, verdanken wir außer den Fragmenten der Hieronymus- 
übersetzung vor allem den griechischen Fragmenten, die uns teüs durch 
Freunde teüs durch Gegner des Origenes erhalten worden sind. Basi- 
lius und Gregorius Theologus haben ihrer Blütenlese aus den AVerken 
des Origenes auch zwei Stücke aus Περί αρχών, Buch III und IV, ein- 
verleibt, die dogmatisch ohne Anstoß waren. Einer der heftigsten 
Gegner des Origenes aber, der rechtgläubige Kaiser Justinian, hat zwar 
einerseits den Verlust der ganzen Schrift durch deren Verdammung mit 
verschuldet, andererseits aber eine erhebliche Anzahl von Fragmenten 
daraus erhalten. Da diese größtenteils dem I. und IL Buch entnommen 
sind, so verteilen sich die griechisch erhaltenen Reste erfreulicherweise 
auf alle vier Bücher, 

1. Die beiden Capitel der Philokalia. 

Wegen der Textüberlieferung der beiden in der PhilokaHa er- 
haltenen Fragmente 26 und 2S verweise ich auf Origenes, AVerke I, 
Einleitung LXVI — LXX und wiederhole hier nur die Hauptsachen. 

1. Codex Venetus Marc. gr. 47 saec. XI (= B) bietet trotz seiner Γ! 
nicht seltenen Auslassungen und Schreibfehler doch den verhältnismäßig 
besten Text und ist vermutlich nur durch ein Mittelglied aus der Stamm- 
handschrift Φ saec. VII abzuleiten. Die übrigen Philokalia-HSS sind 
alle unter einander verwandt und gehen durch einen gemeinsamen Ar- 
chetypus auf die Stammhandschrift Φ saec. VII zurück. Die wich- 
tigsten sind: 

2. Codex Patmius 27U saec. X (= Pat), Pat 

3. Codex Parisinus Suppl. Gr. 615 saec. XIII, lückenhaft, sowie C 
dessen Abschrift: 

4. Codex Basileensis 31 (A III 9) saec. XVI (= Bas), Bas 
δ. Codex Venetus Marcianus gr. 122 a. 1343 (= D), D 
(5. Codex Venetus Marcianus gr. 48 saec. XIV, XV (= E), κ 
7. Codex Parisinus gr. 456 a. 1426 (=H, meist genau mit Ε über- 11 

einstimmend und diesen ersetzend). 

Die Codices C (Bas) D Ε Η enthalten den Schlechteren Text; der von 
Pat ist zwar reich an Schreibfehlern, aber seinem höheren Alter ent- 
sjuechend doch auch besser und dem von Β ähnlicher. Ich habe Β 



eil Origenes 

und D i. J. 19ü3 in Venedig, und Bas und Η i. J. 1909 in AVeimar an 
den betreffenden Stellen verglichen; die Lesarten von Pat und C sind 
die Eobinsons. 

Außerdem liegt noch eine teilweise Parallelüberlieferung in einer 
schon von Robinson benutzten Catenenhaudschrift vor: 

8. Codex Monacensis gr. Nr. 412, menibr., in Folio, saec. XII, ent- 
hält eine Catene zum Römerbrief, die bei Gramer im IV. Band abge- 
druckt ist. Vgl. über diese HS: Karo und Lietzmann, Catenarum grae- 
car. catalog. fasc. II S. 600 f (= Nachr. d. Kön. Ges. d. Wiss. zuGötting., 
phil.-hist. KL 1902 H. δ) und Robinsons Einleitung zur Philokalia p. XXX f. 
Auf S. 215 dieser HS steht der größte Teil des 25. Capitels der Philo- 
kalia und auf S. 346ff mit der Randbemerkung: εκ τ Ι.χλογ τον o)Qi- 
(γέ)ν(ονς) ein Auszug aus dem 21. Capitel, nämlich: 

1. S. 206, 10—214, 5f = p. 158, 14—162, 9 Rob. 

2. S. 229, 8 —233, 13 = p. 170, 3 —172, 17 „ 

3. S. 235, 9 —244, 2f = p. 173, 17—177, 15 „ (mit Auslassungen), 
aber in der Reihenfolge 2, 1, 3; außerdem wird das vorher ausgelassene 
Stück S. 239, 9-240, 5 = p. 175, 21—176, 2 Rob. auf S. 365 der HS 
mit der Randbemerkung: ώρι(γέ)ν(ονς) έχ τ έκλογ nachgetragen. Ich 
habe diese Stücke i. J. 1909 hier in Weimar verglichen; Abweichungen 
meines Apparates von dem Apparat Robinsons beruhen auf dieser Nach- 
vergleichung. 

Der Catenentext bietet nur einmal eine Verbesserung des Φ -Textes: 
S. 239, 11 ώς Cat καΙ Φ. Aber der Unterschied zwischen den Abkür- 
zungen von ως und και ist so gering, daß der Catenenschreiber hier 
bewußt oder unbewußt den Philokaliatext verbessert haben kann. Jeden- 
falls liegt kein Grund vor, den Catenentext nicht aus Φ abzuleiten. 
Allerdings enthält Cat (abgesehn von zahlreichen beabsichtigten oder 
nicht beabsichtigten Auslassungen) eine verhältnismäßig große Zahl von 
Sonderlesarten: aber keine einzige kann mit Recht anstatt der Φ -Les- 
art in den Text gesetzt werden. An zwei Stellen stimmt Cat mit Η 
überein: S. 207, 15 sh]] ην Η Cat und S. 231, 9 λέγοιμεν] λέγομεν Η 
Cat; dies können zufällige Übereinstimmungen sein. Mit CD oder C 
geht Cat S. 207, 8 + τώ CD Cat, S. 208, 3 καΧ < CCat, S. 210, 2 ο 
<CCat, S. 211, 4 e/t/oz^fiöar CD Cat, S. 231, 2 αυτόί^ < C D Cat. 
Bemerkenswert ist auch: S. 211, 12 /}-<PatCD, nachgetragen Cat\ dies 
beweist also nachträgliche Correctur des Catenentextes. Aus den an- 
geführten Stellen scheint eine nähere VerΛvandtschaft zwischen Cat und 
der Vorlage von CD (=λ) hervorzugehen. Da aber Cat z. B. S. 210. llf 
die den beiden HSS CD gemeinsame, also schon in ihrer Vorlage vor- 
handene Lücke nicht aufweist und außerdem auch Beziehuno-en zu Pat 



Einleitung. Β. Handscbriftlicbe Überlieferung CHI 

und H, Λνίβ ich oben erwähnt habe, zeigt, so dürfte sein Text eher 
aus der gemeinsamen Vorlage von Pat und λ und H, also aus 7 (etwa 
saec. VIII) ' stammen. 

Durch Vergleichung von Philokalia-7 mit Β können wir also den 
Φ -Text des VII. Jahrhunderts mit einiger Sicherheit wiederherstellen. 
Die Philokalia aber gibt uns nicht nur ein großes griechisches Stück 
vom 111. und IV. Buch /7θρί άοχώ ι» in verhältnismäßig alter und gesicher- 
ter Form, sondern gewährt uns auch einen vortrefPlichen und sichern 
Maßstab, um die Übersetzungsmethode Eutins kennen und richtig be- 
urteilen zu lernen. Allerdings können wir hier nach dem griechischen 
Text nicht mit unbedingter Sicherheit entscheiden, ob Rufin da einen Zusatz 
gemacht hat, wo im griechischen Text die entsprechenden AVorte fehlen. 
Denn die >Blütenlese< aus den Werken des Origenes bietet eben keine 
Gewähr dafür, daß wir dort stets den Text des Originals unverkürzt 
lesen. Dagegen lassen sich Lücken bei Rufin da, wo der griechische 
Text mehr bietet, sicher feststellen. Im allgemeinen muß man also 
jede wesentliche Abweichung der Übersetzung Rufins vom griechischen 
Text für sich prüfen und stets die Möglichkeit erwägen, daß auch Rufin 
(der ja die beiden letzten Bücher etwas langsamer und weniger flüchtig 
als die beiden ersten übersetzt hat) gelegentlich sogar den griechischen 
Text ergänzen und verbessern kann. 

Wir betrachten einige Stellen, wo Differenzen zwischen Φ und 
Rufin vorliegen. S. 202, 16 fehlt der Schluß des Citats Z. 2 καΐ hm — 
3 xriv χείρα μου in der Übersetzung Rufins, aber auch in B. Eier 
finden sich jedoch auch sonst zahlreiche Lücken; man braucht daher 
nicht an die Möglichkeit zu denken, daß etwa erst PhilokaHa-/ den 
Schluß des Citats aus dem Bibeltext nachgetragen habe. Das wäre 
auch kaum glaublich. Vielmehr gibt es m. E. nur zwei MögHchkeiten : 
entweder hat Rufin die fehlenden IVorte aus Nachlässigkeit nicht über- 
setzt, oder er hat sie übersetzt, sie sind aber in L ausgefallen. Mir 
ist das letztere wahrscheinlicher; dann würde die Fehlerliste von L um 
eine Auslassung bereichert werden. — S. 206, 15 fehlt bei Rufin ein 
ganzes Citat: Gal. 5, 8. Hier liegt wohl eher Nachlässigkeit des Über- 
setzers vor; oder wollte Rufin den Zusammenhang von Rom. 9, 18. 19 
und 20. 21 nicht durch ein anderes Citat unterbrechen? — S. 211, 12 
glaube ich eine Lücke im griechischen Text annehmen zu müssen, die 
von den Excerptoren nicht angedeutet worden ist. Denn die über- 
schießenden Worte Rufins S. 211, 32 non tamen — 212, 14 excultum 
schließen den Gedanken sehr wirksam und ganz nach Art des Origenes 
ab, während der griechische Text hier unvollständig und abgebrochen 

1) Vgl. den Stammbiium auf S. LXX der Einleitung zu Origenes, Werke J. 



CIV Origenes 

erscheint. Beweisend hierfür scheinen mir die AVorte Ruiins: »non tarnen 
unius eiusdemque culturae« zusein, denn sie enthalten gerade den zweiten 
Teil des Gedankens, der im griechischen Text vermißt wird. Hier hat 
uns also Rufin ein Stück von Periarchon gerettet, das im griechischen 
Philokaliatext verloren war. — S. 242, δ wird das Vorhandensein einer 
Lücke im griechischen Text, für die jede Andeutung fehlt, durch die 
Übereinstimmung von Hieronymus (Ep. ad Avit. S) und Eufin Z. 12 — 22 
sicher nachgewiesen. Offenbar ist den Excerptoren die Ansicht des 
Origenes, daß aus Menschen Dämonen, und umgekehrt, werden könnten, 
anstößig erschienen und deshalb gestrichen Λvorden. — S. 295, 11 fehlt 
eines von den drei Schriftbeispielen, die in solchen Fällen Origenes 
mindestens beizubringen pflegt, ist aber bei Rufin erhalten, nämlich 
Matth. 24, 14. Die Lücke ist vermutlich wegen des Gleichklangs τοΙς 
t&veoi 'AOL in Φ entstanden. — S. 318, 23 haben wir dagegen eine Lücke 
im Rufintext. Dort ist in L ein verbaler Ausdruck, der den griechischen 
AVorten ο οκοπος . ■ . ην προηγουμένως (Ζ. 9. 11) entsprechen würde, 
ausgefallen. — S. 330, 23 fehlt bei Rufin das Citat Matth. 5, 22, es ist 
wohl des gleichen Anfangs wegen (»Ego autem«) von dem Schreiber 
von L übergangen worden. — S. 332, 11 αλλ' ονόε — S. 333, 28 γεγε- 
νημένων suchen wir vergeblich in der Rufin-Übersetzung. Die Möglich- 
keit, daß die Excerptoren das ganze Stück anderswoher entnommen 
und hier eingefügt hätten, muß deshalb beiseite gelassen werden, weil 
durch die Worte: Kai tva μη έπιόιατρίβωμεν τω λόγοι τω περί τον 
>εν χρνπτω Ίονδαίον< και τω περί >τοϋ εοω ανί)ρώπον< Ιοραηλίτον 
(S. 333, 8f) der innere Zusammenhang des ganzen bei Rufin fehlenden 
Stückes mit dem vorhergehenden sicher nachgewiesen wird. Rufin hat 
den Abschnitt als scheinbar unnötig oder als anstößig wegen der dort 
gebrauchten ανάγωγη μνοτική weggelassen. — S. 334, 12 ist dagegen 
wieder eine Lücke im griechischen Text festzustellen. Denn die AVorte 
»de qua — accidisse« (Z. 28 — 31) enthalten einen zwar neuen, aber für 
den Zusammenhang notwendigen Gedanken, den Rufin aus eigener Über- 
legung gar nicht hätte hinzufügen können. — Je weiter gegen Ende 
des IV. Buches, desto lückenhafter wird — wohl aus dogmatischen 
Gründen — der griechische Text. Die Lücke S. 33(i, 13 ist durch y.al 
μεθ^ έτερα in Φ angegeben; sie wird durch Rufins Übersetzung S. 336, 27 
bis 337, 11 ergänzt. — Auch für die nicht angedeutete Lücke S. 338, 1 
haben wir Ergänzung durch Rufin (Z. 7— 10). Denn daß hier im grie- 
chischen Text eine Lücke klafi't. Rufin aber das Original vollständig 
wiedergegeben hat, scheint mir ziemlich sicher. Die Erklärung von 
Psal. 85, 13 ist so eigenartig Origenisch, daß die Möglichkeit, sie rühre 
von Rufin her, wohl als ausgeschlossen gelten muß. Auch passen die 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung CV 

Worte y.al πάρα τοίοόε (S. 338, 1) gar nicht recht zu dem Vorher- 
gehenden, können auch gar nicht organisch mit dem vorausgehenden 
Satz zusammengefügt werden, da dieser, gut gegliedert und parallel 
aufgebaut, naturgemäß mit γ^ειρόνων (Ζ. i) endigt. Entweder haben die 
Excerptoren das durch Eufin S. 33S, 7— lU erhaltene Stück absichtlich 
weggelassen und dabei den Zusammenhang und die Construction ver- 
letzt, oder, was mir annehmbarer erscheint, das Stück ist in Φ durch 
Nachlässigkeit des Schreibers ausgefallen. — S. 338, 6 ist wiederum 
eine, diesmal recht große, Lücke in Φ nicht angegeben. SicherHch haben 
die Excerptoren den anstößigen Abschnitt nicht mit aufnehmen wollen. 
Er ist uns durch Eufin (S. 338, 19— S. 339, 25 f) und Hieronymus (Ep. 
ad Avit. 1 1) ziemHch vollständig erhalten geblieben. Die besprochenen 
Stellen haben gezeigt, daß die Philokalia-Fragmente zwar nicht allein 
und an und für sich, aber doch in Verbindung mit der Übersetzung 
Rufins und den Fragmenten der Hieronymus-Übersetzung uns das Ori- 
ginal in erwünschter Vollständigkeit reconstruieren lassen. 

2. Die Fragmente in dem Briefe des Kaisers Justinian. 

Mansi hat im EX. Band seiner >Sacrorum conciliorum nova et am- 
plissima collectio< p. 524 Ε — 533 Α den Brief des Kaisers Justinian 
an den Patriarchen von Konstantinopel Mennas abgedruckt. Dort citiert 
der Kaiser, um die Ketzereien des Origenes nachzuweisen, eine Anzahl 
von Stellen aus Περί αργών. Leider sind diese Stellen nur sachlich 
geordnet und nicht nach ihrer Aufeinanderfolge in Περί άρχων ange- 
geben, auch stimmen die Buchangaben nicht immer, sodaß die Ein- 
ordnung der einzelnen Stücke teilweise Mühe macht und zu keinen 
sicheren Ergebnissen führt. 

Welche HS von Mansi benutzt worden ist, kann ich nicht sagen; 
vielleicht ist es der von Montfaucon Bibl. Bibl. I p, 559 Ε beschriebene 
Codex der Kaiserlichen Bibliothek in Wien, Nr. LVlll bombyc. grae- 
cus, der außer >Acta concilii CP. contra Anthimum< auch >Justiniani 
Imperatoris Tractatus contra Origenis errores< enthält. Durch die 
Güte meines zu früh verstorbenen Freundes Heinrich Geizer habe ich 
im Herbst 1902 eine Collation der betreffenden Stücke in dem Codex 
Athous (= Ath) mon. Iviron 381 (olim 236 Lambr. 4501) saec. XV 
fol. 305 Γ ff erhalten. Die Varianten sind in meinem Apparate notiert. 
Auf den Codex Monacensis (= Mon) graecus 186, chart., in Folio, 
saec. XV (i. J. 1446 geschrieben) ^ bin ich leider erst nach dem Druck 

1) Vgl. die genaue Angabe des Inhalts in der Inaug.-Diss. von Georg Lud- 
wig, Athanasii epistula ad Epicteturu, Jenae 1911, p. 32tf. 

Origenes V. Η 



CVI Origenes 

des Textes aufmerksam geworden. Diese HS, die an δ. Stelle fol. 111 fF 
den Brief des Justinian an Mennas enthält, zeigt zwar noch mehr 
Schreibfehler als die vom Athos, ist aber selbständig und geht mit Ath 
wohl auf dieselbe Quelle zurück. Die Excerpte aus ütgt αρχών werden 
in beiden HSS durch die Worte Justinians eingeleitet: βουλόμενοι öh 
πάντας τονς χρίΟτιανονς γνώναι ώς τα ώριγένει ονγγίγραμμένα παν- 
τελώς αλλότρια της αλ?]ϋ-οΰς των χριοτιανών τυγχάνει ττίοτεως. οννεί- 
δομεν εκ τών πολλών αντοΰ καΐ άμετρων βλαϋφημιών ολίγας επ 
αυτής λέξεως παραϋ-εϊναι. ΙχουΟι δε ούτως. Die einzelnen Fragmente 
folgen in dieser Ordnung aufeinander (Ath ist zugrunde gelegt, von 
Mon sind Varianten angegeben): 

+ ωρί/έζ-Όνς (<C Mon) εκ τοΰ πρώτου λόγου τοϋ περί αρχών βι- 
βλίου: — ^Ότί ό μεν Θς — τα άλλα άγια (9 S. 55, 4). 

-(- οτι πεπεραομένη εΰτίν ή τον θϋ καΐ πρς δνναμίς. εκ τοΰ β 
λόγου τοΰ αντοΰ βιβλίου. Πεπεραΰμένην γαρ είναι — διακοομηοαι 
(24 S. 164, 3). 

Ύοΰ αυτοί; (<C Ath) εκ τοΰ δ λόγου τοΰ αυτοΰ βιβλίου. Μηδε\ς προο- 
κοπτέτω — διαρκεί (38 S. 359, 16). 

"Οτι κτίύμα (χτίοματα Μοη) καΐ γενητος {γεννητός Μοη) ο υιός, εχ 
τοΰ αυτοΰ (<C αυ. Μοη) δ λόγου. Ούτος {Ούτω Μοη) δη 6 νίος — εις 
έργα αυτοΰ (32 S. 349, 11). 

Οτι και περιέχεται μετά τών άλλων κτιομάτων ο υιός υπό τοΰ 
προς' καΐ κατά πάντα μείζων εΟτΙν 6 πηρ τοΰ υιοΰ, καΐ αόρατος αυτώ 
(αυτοΰ Μοη) τυγχάνει, εκ τοΰ αυτοΰ περί αρχών (<C π. ά. Ath) δ λόγου. 
Ει δε ο (Ο δε Μοη) πηρ — η υπό τοΰ υίοΰ (39 S. 360, 1). 

Εκ τοΰ πρώτου λόγου τοΰ αυτοΰ βιβλίου. Γενόμενοι τοίνυν — 
άληϋειαν τυγχάνοντα (4 S. 36, 10). 

Τοΰ αυτοΰ (<^ Ath) 4- εκ τοΰ αντοΰ λόγον. Ούτω τοίνυν — 
άπαραλλάκτως αγαθός (6 S. 47, 3). 

+ Οτι μετά τοΰ υιοΰ και το άγιον πνα κτίομα ειπών, ουνηρίϋ-μηοε 
τοις άλλοις κτίομαΰι. διό και λειτουργικά αυτά ζώα καλεί, εκ {<CMon) 
τοΰ δ λόγου τοΰ περί αρχών βιβλίου (<< βιβλ. Ath). "Οτι μεν ούν — 
πειθ-όμε&α (7 S. 52, 1). καΐ μετά τίνα. "Ελεγε δε 6 Εβραίος — εϊρ?]- 
ται (8 S. 52, 17)._ 

+ Εκ τον β λογού τοΰ περί άρχουν βιβλίου, οτι ψιλον άνον (^ό άν&ρ. 
ψ. Μοη) λέγει τον κν: — Jia τοΰτο — και Ουνδοξαοϋ^ήναι αυτώ (20 
S. 143, 18). 

-f- Οτι αυνάιδια τώ ϋ^ώ {τοΰ &εοϋ Μοη) τα κτίοματα' εκ τοΰ α 
λόγου τοΰ περί αρχών βιβλίου « βιβλ. Ath). Πώc δε — χρώμενα (δ 
S. 42, 11). 

Έκ τοΰ αντοΰ λόγον. Πάντα τά γένη — ποτέ (10 S. 68, 10). 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung CVII 

+ Περϊ της ττρονττάρξεως των χρνχών, εκ τοΰ πρώτον λόγου τοΰ 
« τον Μοη) περί αρχών βιβλίου. Έξ ίδιας αίτιας — κόϋμω (11 S. 80, 15). 

+ Έκ τον αύτοϊι λόγου, ότι ει μεταβάλλοιεν (μεταβάλοιεν Μοη) 
έπι το κρείττον οί δαίμονες, ουμπληρώοουοί ποτέ άνϋ^ρωπότητα- 
Οίμαι δε — άνθροίπότητα (12 S. 83, 5). 

+ Περϊ της των «των Μοη) ανωΟ-εν εις οώμα καταγωγής. Ούτω 
δη — απορρεόντων (18 S. 107, 1). 

-f- Ότι καΐ τον εννδρον εοϋ•^ ότε αίρεΐται βίον η ψυχή {καΐ — ψυχή 
an das vorige Fragment angeschlossen von Mon und Mansi). εκ τοΰ 
δευτέρου λόγου τοΰ περϊ αρχών βιβλίου «τοΰ περϊ α. βιβλίου Ath). 
'/Γ ψυχή — αλόγου ζώου (cv) ζώου άλ. Μοη). Έκ τοΰ αυτοΰ λόγου, 
οτι εοται τελεία ή (<Ι?) Ath) τών Οωμάτων άπόΟ^εϋις. ΕΙ δε τα υπο- 
τεταγμένα — νποκαταβη (19 S, 118, 4). 

Εκτου γ λόγον τοΰ αντον βιβλίον περϊ τον αντοΰ. -{-Λεγομένου — 
άψυχα είοίν (21 S. 282, 21). 

Έκ τοΰ β λόγον τοΰ περϊ αρχών βιβλίου {<^τοΰ π. ά. /9. Ath), πώς 
νους γέγονεν ψυχή, καΐ ψυχή καΟαρϋ-είΟα γίνεται νους (die \yorte 
πώς — νους setzt Μοη in dieser Form ans Ende des folgenden Frag- 
ments: πώς ovv γέγονε ψνχή. και ψνχή κατορ&ωϋείοα γίνεται νονς). 
Πάρα την άπόπτ€θθιν — είναι νους (23b S. 161, 2; vgl. Test. 2 — 6). 

^Εκ τοΰ αντοΰ λόγον {<C. λόγον Μοη) περϊ τοΰ αντοΰ. ''62οπερ αώ- 
ϋαι — ουκ εΰται ψυχή (21 S. 155, 13). 

+ ^Εκ τον τετάρτου λόγου. 'Ανάγκη — άεΐ /iVfö^ai (40 S. 361, 9). 

+ Εκ τοΰ πρώτου λόγου τοΰ αντοΰ βιβλίον, οτι εμψνχος 6 ήλιος 
και ή ϋελήνη καΐ οί άοτέρες. ^Ότι δε πρεσβυτέρα — δύναοϋ^αι (13 
S. 91, 4). 

Εκ τοΰ αυτοΰ λόγου (<C λόγου Ath). + Ν^ομίζω (» Κάλλιον άνα- 
λύοαι [so] καϊ ονν Χριοτώ είναι' πολλώ γαρ μάλλον κρεϊοοον* stellt 
noch vor νομίζω Μοώ) — λεκτέον (14 S. 93, 15). 

+ Εκ τοΰ δ λόγου τοΰ αυτοΰ βιβλίου, οτι καϊ ύπερ δαιμόνων 
δει τον χν οτρω&ήναι. καϊ πολλάκις τοΰτο εις τους έοομένους αιώνας. 
Άλλα καν — ου φοβηΟηοόμε&α (30 S. 344, 8). 

Έκ τοΰ αυτοΰ λόγου. Τις νουν έχων — και άοτέρων (29 S. 323, 5). 

Hieran schließt sich die Einleitung zu den neun gegen Origenes und 
seine Anhänger gerichteten Anathematismen: Τούτων τοίνυν όντως 
εχόντων καϊ πάοι δήλων γενομένων τών παρά ώριγένους είρημένων 
βλααφημιών, προοήχει τον επ αύτφ άναϋ^εματιομόν οντω γίνεο&αι. 
Dann folgen die neun Anathematismen selbst, jede mit der Formel be- 
ginnend: El τις λέγει ή έχει. Ich gebe einen Abdruck nach Mansi IX 
533, dessen Text ich nach Cod. Mon. verbessere, 

1. ΕΪ τις λέγει ή έχει προνπάρχειν τάς τών άνΟρο)πων ψνχάς. 

Η* 



CVIII Origenes 

ola πρώην νόας ονοας καΐ αγίας δννάμίΐς' κόρον όϊ λαβονοας της 
ϋ•είας 0•εο3ρΊας καϊ προς το χείρον τραπύοας καΐ öia τοντο άποψν- 
γείΰας μεν της τοϋ &εον αγάπης, εντεν&εν δε ψνχας όνομαοϋείοας 
χάΐ τιμωρίας χάριν εις {τα Μοη) οώματα καταπεμφ&είϋας, άνάϋ-εμα 
εοτω. 

2. την τοϋ χνρίου ψνχην προνπάρχειν καϊ ήνωμένην γεγε- 

vrjo&at τω &εω λόγο) προ της εκ παρϋ-ένον ϋαρκώοεώς τε καϊ γεννη- 
οέως, ά. ε. 

3. πρώτον πεπλάο&αί το οώμα τοϋ κυρίου ημών 'Γηοοϋ 

ΧριΟτοΰ εν ττ} μήτρα της αγίας παρ&ένου καϊ μετά ταϋτα ενωϋ-ηναί 
αντώ τον ΰ^εόν λόγον καϊ την ιρυγ^ήν ως προνπάρξαοαν, ά. ε. 

4. — — παΟί τοΙς επουρανίοις {ούρανίοις Μοη) τάγμαοιν έξο- 
μοιω&ηναι τον τοϋ ϋ-εοϋ λόγον, γενόμενον τοίς ΧερουβΙμ Χερουβ'ιμ 
καϊ τοις ΣεραφΧμ ΣεραφΙμ καϊ πάοαις απλώς ταΐς ανω όννάμεοιν 
έξομοιωϋ^έντα, ά. ε. 

5. εν τγι άναοτάοεί οφαιροειόή τα τοίν άνΟ^ρώπων εγείρεο&αι 

οώματα καϊ ούχ ομολογεί όρ&ίους ήμας εγείρεοϋσ.ί, ά. ϊ. (Nr. 5 ist 
6 im Cod. Μοη). 

6. • ουρανον καϊ ήλιον καϊ ΰεληνην καϊ αοτέρας καϊ ύδατα 

τα. υπεράνω τών ουρανών έμψυχους καϊ ύλικας {λογικάς Paganinus 
Gaudentius) είναι τινας δυνάμεις, ά. ε. (Nr. 6 ist δ im Cod. Μοη). 

7. οτι (<C Μοη) ο δεϋπότης Χριοτός εν τω μέλλοντι αίώνι 

ύταυρω&ήοεταί νπερ δαιμόνων κα&ά καϊ νπερ άνΟ^ρώπων. ά. ε. 

8. η πεπεραομένην είναι την τοϋ ϋ^εοϋ δύναμιν, καϊ τοϋαϋτα 

αυτόν δημιουργηΰαι , οοων {oöov Mansi) περιδράξαο&αι καϊ νοείν 
ήδυνατο, η τα κτίΰματα Ουνα'ίδια είναι τω ϋ^εώ, α. ε. (καϊ νοεϊν — 
τω ϋ-εώ <C Mansi), 

9. πρόϋκαιρον είναι την τών δαιμόνων καϊ άοεβών άν&ρώ- 

πων κόλαΟιν, καϊ τέλος κατά τίνα χ^ρόνον αυτήν ε^,ειν, ήγουν άπο- 
κατάΰταοιν γενέο&αι δαιμόνων ή άοεβών άν&ρώπων, ά. ε. 

Diese neun einzelnen Anathematismen werden durch ein alles zu- 
sammenfassendes Anathem folgendermaßen beschlossen: 

Ανά&εμα καϊ Ω,ριγενει τώ καϊ Αδαμαντίου τω καϊ (<^ καϊ Mansi) 
ταϋτα εκΟ-εμένορ μετά τών μυοαρών αυτόν καϊ έπικαταράτων εναγών 
τε (<C ε. τε Μοη) δογμάτων καϊ παντϊ προοώπω φρονοϋντι ταϋτα ή 
έκδικοϋντι ή κατά τι παντελώς εν οίωδήποτε χρόνω τούτων άντιποι- 
είο&αι τολμώντι{-\- εν χώ ίϋ τώ χώ' ημών, ώ ή δόξα εις τους αιώνας 
τών αιώνων αμήν. Μοη). 

Den Text der von Justinian citierten Fragmente habe ich nach 
Mansi und dem Cod. Athous hergestellt. Der Cod. Monacensis 186 hat 
nur wenige bemerkenswerte Lesarten. Der Vollständigkeit wegen teile 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung CIX 

ich hierunter sämtliche Abweichungen des Codex Mon. von meinem 
Texte mit, wobei ich bloJie Schreibfehler beiseite lasse. 

S. 42, 11 το] τα ε/οντά τι] έχον τι αντω] αύτοΐς 
12 fi = Cod. Äth. 

S. 47, 3 λεχθ^ήσεται 

4 τον <Ζ αυτό τύ άγαθ-όν 

5 ο •< ώς απλώς = Mansi 
8 της άγαθ: = Cod. Ath. 

S. Ö2. 1 των όλων] των άλλων 

2 αυτής < 

S. 53, 3 τό < άββακονμ 

4 ειρηται <. 

S. 56, 2 τύ] τον ΰπερ έατΐν] ώ γάρ έστιν έ/.αττόνως δε] ελαττον. ώς δε, 

4 ηττόνως] ήττον, ώς 

6 τό πνενμα τό αγιον] τό αγιον πνενμα 
S. 68, 10 f άλλος δέ τις 

11 καθ^εν άρι9-μώ = Κοβ 
S. 81, 1 μεταπτώσεις] μεταπιπτοίαης 

6 νπό = Cod. Ath. 

7 τε <Ζ όντως 

8 και τάς εξουσίας 

9 ταχθ-έντων] τάχα δε δε <. «π'] άντ' σνστήσεται] συμβήαεται 
S. 93. 1δ vor νομίζω οτι {γαρ <) + »Κάλλιον άναλίσαι, και συν χριστώ είναι' 

πολλψ γάρ μάλλον κρεΐσσον* 

17 f τό επιμ.] τοϋ επιμ. 

18 τω ουρανίω τούτω] τον υννόν τούτον 
20 αστέρων <; 

S. 104, 8 προσκ?.ιναμένη = Mansi 

9 νπό] από 

10 άποκτενοϋται υπό (και Ο καΐ μετ^ υλίγα = Cod. Ath. u. Mansi 

13 σώμα τοιονδε η τοιοϋδε cv? ζώον άλογου = Mansi 
S. 107, 3 οο αίτιον λέγειν 

S. 118, 4 νποταγέντα = Mansi a. R. 

S. 143, 21 f δε τον μηδέποτε κεχωρισμένον 

S. 155, 13 CVD ^λ^ε τό άπολωλός ό σηρ , μι'ντοι] + γε 

14 είΐ ήν = Red 

1δ μένει] μεν ή 'ψΐ'χ'ί'^] + "vre τό άπολωλός, άπολωλός. 

16 ει < απωλώλει, 
S. 156, 1 ούτω] αντό, 
S. 161, 3 γενομένη = Mansi 

4 εφ' απερ 

6 νονς^] πώς ονν γέγονε ψυχή, και ψνχί] κατοοθ^ωΟεΐσα γίνεται νονς, 
S. Test. 2—6. 
S. 164, 4 μή] ου 

8 αυγκροτεΖν 

9 διακοσμήσαι = Cod. Ath. 
S. 282, 21 γενέσθαι ίόσπεη < 

22 'ότέ\ ο ντε 



ex Origenes 

S. 282, 25 εστίν] είοιν 

S. 323, 5 γοϋν < οΐήσεται] όρίσεται 

S. 344, 9 περί των ουρανίων τόπων αυτό] αυτός 

S. 345, 1 εν τοις επουρανίοις = Cod. Ath. ορα = Cod. Ath, 

3 ούτως 

3f καΐ τα έξης εως 
S. 349, 11 ούτος] οντω δή = Cod. Ath. γεννη&είς, = Mansi 

13 τής'^< 

14 αντϊ]] αυτή όδόν 

S. 359, 19 ανάγκη ορών μέχρι πόσων όιαρκεΐν {είναι und πεπερασμένων ■<) 
S. 360, 1 £ί δε ό πατ?]ρ] Ό δε πηρ 
5 μου^ <. 

Merkwürdig ist die consequente Schreibung μονογεννης u. ä. Die 
Sonderlesarten des Mon. sind teils Fehler, teils Bestätigungen von Les- 
arten des Cod. Ath. oder Mansis u. a. Beachtung verdienen S. 47, 4 
αντο το άγα&όν, S. 93, 15 die Einfügung des Citats Phil. 1, 23 vor 
νομίζω und S. 155, 13 μέντοι γε, anderes ist fraglich. 

Die Fragmente aus Justinians Brief an Mennas habe ich, unter 
Benutzung von Schnitzers Ansätzen, in den Text an denjenigen Stellen 
eingefügt, wo es mir nach der Übersetzung des Rufin oder des Hiero- 
nymus oder aus sonstigen Gründen richtig oder wahrscheinlich erschien. 
Einige Fragmente, besonders weniger umfangreiche, sicher unterzu- 
bringen ist deshalb recht schwer, weil Rufin gerade an solchen Stellen 
gekürzt oder geändeit hat. 

Dies ist schon der Fall beim 4. Fragment (dem 1. aus Justinians 
Brief) S. 36, 10. Bei Justinian wird es nur mit den AYorten: εκ τον 
πρώτον λόγου τον αντον βίβλίον eingeleitet, und weder Rufin noch 
Hieronymus geben uns einen Anhalt für seine Einordnung. Nun sind 
in dem Fragment die HauptbegrifFe: είκών (das wegen τοίννν Ζ. Κ) 
vorausgegangen sein muß) und αλήϋ-εια (Ζ. 13), Beides verbunden findet 
sich im I. Buch nur S. 36, 7£F vor. Also ist es sehr wahrscheinlich, 
daß das Fragment hierher gehört und von Rufin bei der Übersetzung 
ganz übergangen oder verwischt und verändert worden ist. Darauf, 
daß am Ende des 6. Abschnitts, S. 37, 2, Rufins Text lückenhaft ist, 
deutet das — leider indirecte — Referat des Hieronymus, Ep. ad Avit, 2 
(= Test. S. 37, 2f) hin. Wenn sich hier auch der ursprüngliche Wort- 
laut nicht mehr herstellen läßt, so doch vielleicht der Gedankengang, 
Vor dem griechischen Fragment hat der Satz Rufins: »Imago — noster« 
(S. 36, 7f), ferner der Satz des Hieronymus: »conparatus Patri non est 
veritas; apud nos autem — imaginaria veritas videtur« (Test, S. 36, 7 — 10) 
gestanden, und zuletzt (was Rufin ganz gestrichen hat) der von Hiero- 
nymus berichtete Gedanke: »Dens Pater est lumen inconprehensibile, 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung CXI 

Christus conlatione Patris splendor est perparvus, qui — magnus esse 
videtur« (Test. S. 37, 2f), womit auch der von Theophil. Alex, erwähnte 
Vergleich (ebenda) verbunden gewesen sein kann. Da hier auch Hie- 
ronymus leider nur referiert , so läßt sich in seinen Wortlaut das 
griechische Fragment nicht sicher einfügen. Immerhin wird durch 
Hieronymus die von mir angenommene Einschaltung des Fragments 
bestätigt. Denn in dem Briefe an Avitus geht er von Anfang bis Ende 
jedes Buches den AVortlaut des Origenes durch und notiert der Reihe 
nach das angeblich Ketzerische (vgl. oben S.LXXXIX). Da nun das nächste 
Stück bei ihm zu S. 38, 18 ff gehört, so muß das von >imago — veritas< 
handelnde Stück vorher angesetzt werden: dann bleibt nur S. 36 übrig. 

Das Fragment 7* S. 52, 1 — 3 gehört eng mit Fragment 8 S. 52, 17 ff 
zusammen, da dieses mit den AVorten: και μ^τα τινά an jenes ange- 
reiht wird. Da nun das zweite sicher an der genannten Stelle einzu- 
fügen ist, so muß das erste kurz vorher gestanden haben. Beide Frag- 
mente sind bei Justinian mit dieser Überschrift versehen: + οτί μετά 
τον νίον και το άγιον πνα κτίομα εΙπών, Ουνηρίϋ^μηϋε τοις άλλοις 
κτίομαοι. όιο καΐ λειτουργικά αυτά ζώα καλεϊ. εκ τον ό λόγον τον 
περί αρχών. Da das 8. Fragment sicher dem 1. Buch zugehört, so gilt 
dies auch vom 7., daher ist A' als aus A' verschrieben anzusehen. 

Für Fragment 7 paßt m. E. nur die gewählte Stelle kurz vor dem 
Ende des 3. Abschnitts. Rufin hat das Fragment als anstößig über- 
gangen, verrät aber die Lücke durch das jetzt nicht recht verständliche 
»igitur« S. 52, 3. Diese Partikel hat nur dann einen Sinn, wenn vorher 
von λειτουργικά ζώα τον &εον και πατρός τών όλων bei der AVelt- 
schöpfung die Rede gewesen ist. Vorher hat der im Frg. 7 ausge- 
sprochene Gedanke von dem Zusammenhang alles dessen, was γεν7]τόν 
gegenüber dem einen άγένιμος ϋεός ist, gestanden. \V eichen Umfang 
die Lücke hat und in welcher Weise Frg. 7 an das Vorhergehende — 
ob unmittelbar oder mittelbar — anzuschließen ist, das läßt sich bei 
der Ungenauigkeit Rufins nicht mehr erkennen. Rufin selbst gibt den 
Inhalt der Lücke De adult. (Lom. XXV 384, 6) referierend so an: »inter 
ceteras creaturas factum esse Spiritura sanctum«. Dasselbe wird durch 
andere Zeugen (s. die Test.) bestätigt. Schnitzer (S. 43 Anm.*) hat 
unter Benutzung von Orig., In Job. II 11 (IV 67, 15: Ύαντα δε έπΙ 
πολν ίξήταοται Οαφεοτερον ίόεϊν βονλομένοις, πώς, ει πάντα όι 
αντον έγένετο, και το πνενμα οιά τον λόγον εγένετο) die Lücke nach 
Joh. 1, 3 ergänzt, aber dabei Frg. 7 und dessen Überschrift nicht be- 
rücksichtigt. Eher kimute man an folgende Ergänzung denken: (Des- 
halb dürfen wir hier nur mit aller Vorsicht eine Vermutung äußern: 
oTi μεν ovv παν, ό τι ποτέ παρά τον πάτερα και ϋεον τών όλων 



CXII Origenes 

γενητόν tOTLV, Ix της αυτής (είναι) άχολονθ^ίας πειϋ-όμεϋα, so dürften 
von dem unge wordenen Gott- Vater am Anfang οοφία-λόγυς und πνεύμα 
in gleicher IVeise ihren Ursprung genommen, aber zugleich als ζώα 
λειτουργικά dem Gott- Vater zur Seite gestanden haben). Indessen sind 
alle solche Vermutungen durchaus unsicher, da wir leider das Buch 
des Genesis-Commentars, in welchem Origenes Gen. 1, 2 ausführlich 
erörtert hatte, nicht mehr besitzen. 

Als πρώτη των πολλών καϊ άμετρων βλαΟφημιών hat Justinian 
in dem Brief an Mennas (Mansi IX 524) das mit [ότι] 6 μεν ϋ-ευς καϊ 
πατήρ (S. 55, 4) beginnende Frg. 9 allen übrigen vorangestellt. In der 
Tat mußte es wegen der hier gelehrten Unterordnung des Sohnes unter 
den Vater und des heil. Geistes unter Vater und Sohn zur Zeit Justinians 
besonders anstößig erscheinen. Rufin hat es, vermutlich in der Meinung, 
es sei interpoliert, sowohl hier als auch in der Übersetzung der Apo- 
logie des Pamphilus stillschweigend übergangen. An welcher Stelle 
ist es aber ausgefallen? Schnitzer (S. 46 Anm.*) meint, Rufin habe 
>die Lehre von der Tätigkeit des Sohnes ganz weggelassen und das 
übrige entstellt.< Nun wird S. 55, 3f das Thema für die folgende Aus- 
führung angegeben: Beschreibung der operatio specialis des heiligen 
Geistes und — der notwendigen Ergänzung wegen — auch derjenigen 
des Vaters und des Sohnes. Hierher paßt das griechische Frg. ausge- 
zeichnet als Einleitung zum folgenden, da es gleichsam die Einfluß- 
sphären der drei Hypostasen der Gottheit von einander abgrenzt. Daher 
konnte es auch Rufin, ohne stärker ändern zu müssen, einfach weg- 
lassen. Nun entsteht die Frage, ob er nicht auch in dem Abschnitt 
S. 56, 8 ff geändert hat. Ich halte dies nicht für wahrscheinlich, ver- 
mute aber, daß die Worte (patris autem) vor et in mutis animal. 
(S. 56, 10) ausgefallen sind*. Denn der Ausdruck: »operationem qui- 
dem esse Patris et Filii« (S. 56, 8f) läßt erwarten, daß dann gefolgt 
ist: »Patris autem« (oder: »Filii autem«). Den griechischen Text hat 
übrigens Hieronymus, Ep. ad Avit. 2 (s. Test. S. 55) ziemlich wörtlich 
wiedergegeben; vorher mag ein Ausdruck wie όηλον ο* εοτίν gestanden 
haben. 

Fragment 18 gehört ohne Zweifel zu S. IGT, Iff, deckt sich aber 
nur mit den Hauptgedanken, sodaß die Frage entsteht, ob nicht 
Justinians Gewährsmann beim Excerpieren gekürzt hat. Ihm kam es 
natürlich nur auf die Hauptsachen an, aus denen die Ketzerei des 
Origenes bewiesen werden konnte: die Nebengedanken durften weg- 



1) E. Klostermann hat eine noch größere Einschaltung versucht, die manchf 
für sich hat, vgl. den Nachtrag zu S. 56, 8—10. 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung CXIII 

bleiben. Nun fehlen hier 1. propter quam — extitisse (S. 107, 7f), 
2. praeeipue — videtur (S. 107,9 — 11) im griechischen Text, zwei Stücke, 
die für die Darlegung der Hauptansicht als entbehrlich gelten müssen. 
Das erste Stück enthält offenbar einen Gedanken des Origenes und ist 
sicherlich nicht von Eufin hinzugefügt, der den griechischen Text 
zwar zu verbreitern oder zu verkürzen, aber nicht zu erweitern pflegt. 
Das zweite kann ebensowenig Erfindung Rufins sein, da es vortrefflich 
in den Gedankengang des Origenes hineinpaßt; höchstens könnte es 
aus dem Commentar des Didymus hinzugefügt sein. Aber der hat ja 
doch auch nicht sowohl ergänzt und erweitert, als gemildert und er- 
klärt. Danach scheint es mir sicher zu sein, daß hier das griechische 
Fragment an zwei Stellen lückenhaft ist und der Ergänzung durch 
Eufln bedarf. 

AhnKch verhält es sich beim 24. Fragment, das sicher zu S. 164, Iff 
gehört, aber am Anfang lückenhaft ist. Auch hier kommt uns Rufin 
zu Hilfe, der S. 164, 10 ff ziemlich genau übersetzt hat. Wir dürfen 
demnach Z. 1 (10) {ovv; für »ergo« und {οίητέον) für »putandum est« 
einschalten und ferner annehmen, daß die Worte »vel intellectualium — 
diximus« (Z. 11 f) von Rufin aus dem griechischen Original übersetzt 
sind und dort (hinter ονϋίών Ζ. 2) etwa so gelautet haben: η λογιχών 
η o:TroöOTi^oT ovv ονομαΟτέον ονς νόας άνοτέρο^ ίίπομεν. Am Ende 
des Fragments hat Rufin wiederum sogar einen ganzen Satz: πεποίηχε — 
όιαχοομηοαι (Ζ. 6 — 9) ausgelassen. Dieser Satz wird aber außerdem noch 
von Theophil. ΑΙ., Ep. pasch. Π 17 wörtlich als Origenisch citiert. Die 
von Rufin S. 165, 4 f citierte Schriftstelle hat natürlich der Gewährs- 
mann Justinians nicht mit excerpiert, weil sie seinen Zwecken wenig 
entsprach. Sie schließt offenbar direct an διαχοομηοαι (S. 164, 9) an. 
Schnitzer S. 139 Anm. * und ** hat den Sachverhalt nicht richtig er- 
kannt, wenn er einerseits meint, jene Schrittstelle müsse früher ein- 
gescholjen werden, und andererseits dem Justinian absichtliches Über- 
gehen der Stelle schuld gibt; auch übersieht er, daß Rufin einen ganzen 
Satz absichtlich weggelassen hat. 

Der Schluß des Abschnittes Π ID, S (De resurrectione et iudicio, 
S. 1S2, 10 ff) liegt in der Übersetzung Rufins sicherlich verstümmelt 
vor. Mit ziemlicher Sicherheit habe ich Z. 10 — 13 ein Fragment aus 
Hieronymus, Ep. ad Avit. 7 (vgl. oben S. XC) einschalten können. Da 
hier die Rede von >corpus hoc pingue atque terrenum< ist, so war der 
Übergang zu der Lehre von der Reinigung der Seele in einem irdischen 
Kerker — dem Leibe — ganz natürlich gegeben. Von alledem ist nur 
das kurze Sätzchen: »Similiter quoque etiam de >carcere< sentiendum 
est« erhalten. Hiermit kann sich Origenes, der breite Ausführungen und 



CXIV Origenes 

Excurse liebt, wenn er die Sache auch so kurz wie möglich behandelt 
haben mag (S. 183, 6f), nicht begnügt haben: es ist zu vermuten, daß 
Kufin auch hier gekürzt hat. Nun liegen mehrere Citate und Hinweise 
darauf vor, daß von Origenes die άποκατάοταϋις, άνάοταοις, κόλαοις 
behandelt worden sind (vgl. die Test. S. 182 f). Wo kann dies aber 
sonst geschehen sein, als in dem Abschnitt De resurrectione et iudicio? 
Ferner stimmen die zwei von mir vermutungsweise S. 182, 15 —183, 5 
eingefügten Citate des Leontius Byz. und des Justinian sachlich durch- 
aus überein und gehören beide ihrem Inhalt nach in den Zusammen- 
hang am Schluß von Π 10, 8. Auch die Aufeinanderfolge scheint mir 
so, wie ich sie gegeben, richtig zu sein. Denn die allgemeine Er- 
örterung der νεκρών άνάοταϋις und der κόλαϋις οώματος schließt sich 
naturgemäß an die Ausführung über >carcer< S. 182, 14 an; dann folgt 
der specielle Gedanke, daß auch bei den άοεβεΐς und δαίμονες die 
Strafe begrenzt ist. Allerdings glaube ich nicht, daß mit diesen beiden 
griechischen Fragmenten die Lücke ganz ausgefüllt wird. \Venn auch 
die Erörterungen über die Auferstehung deshalb kürzer sein konnten, 
weil die Specialschrift des Origenes Περϊ άναοτάϋεο^ς vorlag, so mußte 
Origenes doch in dem zweiten Abschnitt De iudicio etwas ausführlicher 
sein; er betont ja auch, daß er nur, um nicht zu sehr abzuschweifen, 
sich so kurz gefaßt habe (S. 183, 6f). Wie Eufin am Ende von Π 10, 3 
(S. 176, 20) die Lehre des Origenes von der Beschaffenheit des Auf- 
erstehungsleibes gestrichen zu haben scheint, so hat er, wie ich über- 
zeugt bin, am Ende von II 10, 8 eine der Hauptlehren des Origenes, 
die von der Begrenzung der ewigen Strafen und von der άποκατά- 
ΰταοις, vollständig unterdrückt. Seine Verkürzung des Urtextes konnte 
ja Kufin hier sogar mit den ΛVorten des Origenes (_S. 183, 6f ) recht- 
fertigen. 

Zum Schluß möchte ich noch betonen, daß sich in dem sehr um- 
fangreichen Schreiben des Kaisers Justinian an Mennas (Mansi IX von 
p. 489 Β ab) wichtige Parallelen zu den Excerpten aus Περϊ αρχών und 
zu den am Schluß des Briefes stehenden neun Anathematismen finden. 
Dies beweist, daß der Briefschreiber die Excerptensammlung ' immer 
vor Augen gehabt und benutzt hat. Wenn auch die Parallelen meist 
keine wörtlichen Citate sind, so dienen sie doch im allgemeinen auch 
zur Bestätigung gewisser Lesarten. Ich habe möglichst alle derartigen 
Berührungen unter den Testimonien angegeben. Es scheint mir nun 

1) Theodor Schermann (Griech. HSS-Bestände in den Bibl. der christl. Kul- 
turcentren des 5.-7. Jhrbs., Oriens Christ. IV, 1904, S. 152 [vgl. auch Tu NF XIII 1, 
1904, S. 47 ff Wei/]) vermutet, daß in den Citaten Justiniaus die von den Mönchen 
aus Jerusalem ihm übergebene Sfcellensammlung erblickt werden müsse. 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung CXV 

keinem Zweifel zu unterliegen, daß, wenn die Excerpte als Citate aus 
Περί αρχών ausdrücklich bezeugt sind, auch die neun Anathematismen 
am Schluß und die sonstigen Berührungen im Briefe vorher ebenfalls 
aus ΠερΧ άρχων stammen und mehrfach zur Ergänzung der griechischen 
Reste verwendet werden können. Ferner sind in den Brief an Mennas 
noch Zeugnisse von orthodoxen Vätern eingefügt. Auch diese gehen 
m. E. durchweg auf Περί άρχων zurück, tragen aber nur wenig zur 
Besserung oder Erweiterung des Textes bei. Sie beziehen sich auch 
größtenteils nur auf die Präexistenz der Seelen. Ob hier außer Περί άρχων 
die verlorene Schrift Περί άναΟτάοεως benutzt ist, scheint mir fraglich 
zu sein. Dagegen hat Basilius, Hexaem. 111 gegen Ende, der p. 513 Ε 
(Mansi) von Justinian als Zeuge gegen Origenes citiert wird, wohl 
sicher den Genesis-Commentar des Origenes benutzt. 

3. Sonstige griechische Fragmente. 

An einigen Stellen von Περί άρχων, w^o sicherlich Lücken vor- 
handen sind, bieten die Excerpte Justinians nur geringe oder keine 
Hilfe. Dafür haben wir gerade dort teils Referate anderer Schrift- 
steller, die den Inhalt des Fehlenden darbieten, teils Citate, die 
wenigstens notdürftig die Lücken ergänzen. Besonders schlimm scheint 
Rufin die beiden Abschnitte >De angelis< (I 8) und >De anima< (II S) 
behandelt zu haben Κ In beiden stimmen die HSS-Gruppen α und / 
im ganzen überein, also muß die Verstümmelung auf Rufin selbst zu- 
rückgehen. Zunächst ist klar, daß Origenes über die Engel im all- 
gemeinen, ihren Ursprung, ihr Verhältnis zu den Seelen usw. nicht 
nur die 22 Zeilen (S. 94, 16—95, 10) geschrieben haben kann, die den 
Anfang des Abschnittes bilden. Dieses Stück wäre auch, verglichen 
mit dem Mittelstück ( S. 98, 8 — 102, 10 ), ganz ungewöhnlich kurz und 
dürftig. Ferner suchen wir in unserem Rufintext vergeblich, was in 
der Ep. synod. des Theophilus Alex. c. 2, bei Epiphan., Haer. 64, 4, 
bei Antipater von Bostra adv. Orig. und bei Hieronymus in dem Brief 
an Avitus c. 4 (vgl. die Test, zu S. 95, 14) als ketzerische Ansicht des 
Origenes über die Engel angeführt wird, d. h. alles, was Origenes von 
dem Ursprung und Sündenfall der Engel und ihrer Beziehung zu den 
Dämonen usw. in diesem Capitel seines Werkes vorgetragen haben 
muß. Das von Rufin übersetzte Stück am Anfang des Capitels enthält 



1) Auf diese Abschnitte ist wohl vor allem der Vorwurf des Hieronymus: 
„Quis tibi dedit hanc licentiain, ut niulta de interpretatione decideres?" (Apol. in 
Ruf. II IIb, Migne SL 23, 434) zu beziehen. 



CXVI Origenes 

nichts Ketzerisches und sieht so harmlos aus, daß mau vermuteu kauti. 
Rufin habe auch hier noch einiges verwischt und geändert. Nur soviel 
scheint mir wahrscheinlich zu sein, daß wir den Anfang des Capitels 
in Rufins Übersetzung haben, und daß die Lücke erst S. 95, ID beginnt. 
Meine Ergänzung ist, das betone ich auch hier ausdrücklich, lediglich 
ein Versuch, durch Zusammensetzung verschiedener Stücke eine Vor- 
stellung davon zu geben, was Origenes hier geschrieben haben kann. 
Die meisten Fragmente sind von Antipater von Bostra in seiner Schrift 
gegen Origenes erhalten. In den Sacra Parall. II habeu wir von p. 769 Ε 
ab zusammenhängende Excerpte aus Origenes. Daß diese aus Πίρϊ 
άρχων stammen, wird dadurch bewiesen, daß die Fragmente 2. 3. KJ 
(vgl. unten die Übersicht) ihren sicheren Platz in /ΖερΙ αργιών haben; 
auch weist die Erwähnung des hebräischen Lehrers des Origenes (p. 77 ID, 
vgl. Frg. 8) ebenfalls auf Περί αρχών hin. Da nun die sämtlichen 
Stücke inhaltlich eng zusammengehören \ so bedurfte es nur einiger 
Umstellungen, um den Rahmen zu schaffen, in welchen die übrigen 
dem Inhalt nach verwandten Fragmente aus Leontius Byz., Epiphanius 
und Theophilus Alex, eingeordnet werden konnten. Leontius, der das 
zusammenhängende Stück S. 95, 14 — 97, If bietet, gibt De sectis, Act. Xö 
eine Darstellung der Lehre des Origenes von der προυπαρξ^ΐζ und άπο- 
χατάοταοις, worauf dann die V^iderlegung folgt. Die erstere kann 
Leontius, wie ich glaube, nirgends sonst gefunden haben als in ΙΙερϊ 
άρχων, und zwar wegen der mehrfach erwähnten Engel in dem Ab- 
schnitt De angelis. Dem Inhalt nach paßt das Fragment des Leontius 
vortrefflich an den Anfang der Lücke und steht in engem Zusammen- 
hang mit Stellen bei Antipater. Von ουόε γαρ προοο^τιοληπτίιζ 
(S. 96, 11 f) ab wird das Fragment durch φηοίν als wörtliches Citat 
gekennzeichnet; aber auch vorher dürfte wohl nicht allzuviel fehlen. 
An das Fragment des Leontius reiht sich das des Epiphanius so un- 
mittelbar an, daß ich keine Lücke dazwischen angenommen habe. 
Dagegen ist die Einordnung der bei Theophilus-Hieronymus erhaltenen 
Worte S. 97, S — 11 schwieriger. Doch soviel scheint mir wahrschein- 
lich zu sein, daß der Zusammenhang S. 97, 5 — 15 durch eine Art von 
Parenthese schon bei Origenes unterbrochen gewesen ist; dennS. 97, 11 
wird der vorher Z. 5f begonnene Hauptgedanke durch eine kurze 



1) Über die Gleichsetzung von νΰες und άγγελοι vgl. Maximus, Scbol. in lib. 
De divinis uom. Dionys. Areop. 1 (Migne SGr 4, 18S: περί τών αγγέλων, οί•,' 
εϊω&εν όνομάζειν,χατά τινας τών της εξω φι?.οσοφίας νόας) und über den Begriff 
νύες Maximus, Schol. in lib. De coelesti hierarchia S. Dionys. Areop. I § 2 (Migne 
SGr 4, 32: Νόας καλονοι καΐ ol παρ' "Ελλησι φιλόσοφοι τάς ί'οερας ήτοι άγγε- 
λιχάς δυνάμεις^. 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung CXVII 

Recapitulation wieder aufgenommen. Die Einschaltung, die ich aus 
Theophilus Alex., Ep. syn. c. 2 (= Ep. XCII bei Hieron.) entnommen 
habe, gehört nach den einleitenden Worten des Theophilus (»Nam cum 
legeretur volumen IJeqI αρχών^) sicher zu Περί αρχών und ist nur in 
dem Capitel De angelis unterzubringen. 

Während ich also durch ein aus Antipater, Leontius, Epiphanius, 
Theophilus hergestelltes Mosaik die Lücke am Anfang des Capitels 
De angelis auszufüllen versucht habe, scheint mir für die Ergänzung 
der großen Lücke am Ende Gregor von Nyssa das erforderliche Mate- 
rial zu liefern. Das Vorhandensein dieser Lücke wird durch Worte 
des Hieronymus (Ep. ad Avit. 4 p. 1Ü63: »ad extremum sermone la- 
tissimo disputavit angelum sive animam aufc certe daemonem .... 
pro magnitudine neglegentiae et stultitiae iumentum posse fieri«) mit 
Sicherheit bewiesen; denn bei Rufin ist von diesem >sermo latissimus< 
nichts zu entdecken. Natürlich hat Rufin das, was ihm ketzerisch er- 
schien, weggelassen. Bezeichnend für das Verfahren Rufins ist hier 
seine Übersetzung des von Justinian überlieferten Fragments 17 ^ (S. 104, 
S — 13, vgl. S. 105, 1 — δ). Offenbar hat Rufin wenigstens den Schluß 
des Capitels für seine Übersetzung noch retten wollen. Er macht dies 
dadurch mögHch, daß er die Ansicht des Origenes ^gewissen Leuten< 
unterschiebt und als ketzerisch verwirft. Daß wirklich Origenes so 
gelehrt hat, wird obendrein noch durch Hieronymus a. a. 0. bestätigt. 
Da also der »sermo latissimus•^ oder die >nefanda disputatio< (Hieron.) 
in dieses Fragment am Schluß ausmündet, so müssen wir vorher das 
Passende einzuschalten suchen. Origenes hat nach Hieronymus in der 
Lücke den >decessus animarum< erörtert, wobei der Verdacht, er ver- 
trete die Lehre von der μετεμψνχωοις, laut werden konnte. Diese 
Lehre des Origenes von dem >decessus animarum< finden wir nun bei 
Gregor von Nyssa in den Schriften De anima et resurrectione und 
De hominis opificio, die sich beide ergänzen (vgl. die Test. S. 102 — 104), 
ziemlich wörtlich vor. In der Schrift De hom. opif. 28 (Migne SGr 44, 
229 B) liegt in den Worten: Τάχα γαρ ουκ εξω της προκείμενης ι)μΙν 
πραγματείας Ιοτ'ι, το όιεξετάοαι το άμφιβα?.λόμενον εν ταΐς εχχλη- 
οίαις περί ψνχης τε καΐ οώματος' τοις μεν γαρ των προ ημών 
όοκεϊ, οις 6 περί των αρχών επραγματενϋ^η λόγος, καθάπερ 
τινά όημον . . . (vgl. Test, zu S. 102, 12 f) der Beweis vor, daß Gregor, 
obwohl er den Origenes nicht direct nennt, doch sein AVerk Περί 
αρχών benutzt hat. Dasselbe ergibt sich aus der Vergleichung von 
S. 103, 12 {όίά τών αυτών άνιεναι βαθμών) mit den in den Test. 
hierzu citierten Worten Gregors aus einer anderen Schrift (. . . ας 
ίίριγένης είαάγει, d. h. in Περί αρχών). Freilich erhalten wir auch 



CXV1]I Origones 

hier nicht den genauen Wortlaut, sondern ein ziemlich wörtliches 
Referat, das von S. 103, 18 ab wegen der Hinzufügung von χαϋ^ώς 
φαοιν in ein wörtliches Citat übergeht. Das, was Rufin an dieser Stelle 
ausgelassen hatte, scheint mir also von Gregor von Nyssa im wesent- 
lichen gerettet zu sein. 

In dem Capitel De anima (II 8, 3) setze ich zwei durch das Stück 
S. 158, 9 — 159, 2 von einander getrennte Lücken an. Die erste ist mit 
Sicherheit durch das bei Epiphanius, Haer. 64, 4 aufbewahrte Fragment 
zu ergänzen. Denn Epiphanius sagt dort ausdrücklich, daß Origenes 
für die (von Rufin S. 157, 15 ff wiedergegebene) Lehre von der Seele 
μαρτυρίας άπο των &είων γραφών hinzugefügt habe. Rufin hat 
diese Zeugnisse für bedenklich gehalten und deshalb übergangen, Epi- 
phanius hat sie uns gerade deshalb überliefert. Allerdings scheint am 
Schluß des Epiphanius-Fragments noch einiges zu fehlen, vgl. die Test, 
zu S. 158, 2 — 8. Das Vorhandensein der anderen Lücke wird schon 
durch die Worte des Hieronymus, Ep. ad. Avit. 6 p. 1065: Et post 
multum de anima tractatum haec intulit (d. h. S. 161, 6 — 15) aus- 
reichend bewiesen. Denn in der uns vorliegenden Übersetzung Rufins 
ist diese Erörterung recht kurz und dürftig, sie bezieht sich fast nur 
auf die Etymologie von χρνχη (S. 156, 13 — 159, 2). Dies ist deshalb 
um so auffälliger, weil Origenes in den Worten: Verum utrum propter- 
ea inperfecta sit, quod a perfectione decidit, an talis a deo facta sit, 
cum per ordinem singula discuti coeperint, requiremus (S. 154, 
25 — 27) eine genaue Besprechung der einzelnen Punkte angekündigt 
hatte. Wir suchen diese bei Rufin vergeblich, gerade eine der Haupt- 
lehren des Origenes: »quod anima a perfectione decidit« fehlt. Ein Rest 
davon ist in einem Fragment Justinians (S. 161, 2—6) und in einem 
daran anschließenden Citat des Hieronymus, Ep. ad Avit. 6 p. 1065 
(S. 161, 6—15) erhalten; beide Stücke handeln von dem S. 162, 1 von 
Rufin erwähnten >decessus mentis ac devolutio<, lassen sich aber in 
dem vorausgehenden Teil der Übersetzung Rufins nicht unter- 
bringen. Daraus folgt, daß Rufin ein ganzes Stück des Originals hier 
gestrichen und durch den kurzen Abschnitt S. 158, 17 — 159, 2 ersetzt 
hat, um einen Übergang zu Abschnitt 4 (S. 162, 1 ff) zu gewinnen. 
Hierbei hat Rufin (S. 158, 21 f) auch die Bibeistelle benutzt, die Justi- 
uian im Original (S. 161, 5 f) bietet. 

Wenn also, wie ich glaube, bewiesen ist, daß hinter S. 159, 2 ein 
großes Stück von Periarchon fehlt, so fragt sich nun, ob wir das 
Fehlende irgendwoher ergänzen können. Am Anfang des Abschnittes 
II 8 zeichnet Origenes den Gang der Untersuchung folgendermaßen: 
»nos etiam de anima generaliter inquirere et ab inferioribus incipientes 



I 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung CXIX 

ad superiora conscendere« (S. 152, 11 f). Demnach müssen die höch- 
sten und kühnsten Speculationen über die Seele — die zugleich später 
den meisten Anstoß boten — am Ende des Abschnittes gestanden 
haben, d.h. hinter S. 159,2 und vor den beiden Fragmenten des Justinian 
und Hieronymus (S. 161, 6 — 15); ihr Inhalt aber ist >decessus mentis< 
(S. 162, 1), d. h. Ursprung und Fall der Seelen und, wie die beiden 
eben genannten Fragmente zeigen, das Verhältnis von ψνχη und νονς. 
Dieses Stück von 11, 8 muß zugleich die genauere Ausführung der 
Lehre von dem Fall der rationabiles creaturae gewesen sein, die schon 
I 4, 1 (S. 64, 7 ff) in Form eines Excurses von Origenes vorgetragen 
worden war. Wo finden wir nun Citate, die den erwähnten Voraussetz- 
ungen entsprechen? Am Schluß des Briefes an Mennas faßt Justinian die 
vorher in den Excerpten und sonstigen Anführungen bereits erwähnten 
Ketzereien des Origenes in 9 Anathematismen zusammen, an deren 
Schluß die übliche Verfluchung des Vertreters dieser Sätze steht. 
Außer diesen 9 sind aber auch 15 Anathematismen (abgedruckt 
aus einer Wiener HS bei Mansi IX 396 — 400 und Hahn, Bibl. d. Symb.-^ 
S. 227 f ) gegen Origenes erhalten, über die letzteren urteilt Hahn 
(a. a. 0. S. 227 A. 436) folgendermaßen: »Sie sind übrigens nur eine 
Überarbeitung der 10 [1. 9] Anathematismen (Mansi T, IS p. 533, Har- 
duin Ϊ. III p. 282), welche der Kaiser Justinian in einem kurz zuvor 
an Mennas erlassenen Edicte zur Annahme empfohlen hatte«. Ich 
halte diese Annahme für unrichtig; denn die folgende Übersicht be- 
weist, daß von den 9 Anathematismen Justinians nur 6 den 15 Anathe- 
matismen einigermaßen parallel sind, während sich 3 mit jenen gar 
nicht berühren. Umgekehrt haben von den 15 Anathematismen 8 gar 
keine Beziehung zu den 9 Anathematismen. Daraus folgt, daß die 
beiden Gruppen unabhängig von einander sind und, der Berührungen 
wegen, auf eine gemeinsame Quelle zurückgehen. 

Die 15 Anathematismen, j Die 9 Anathematismen, 

Nr. I— VI unten S. CXXIff abgedruckt. oben S. CVII f abgedruckt. 

I. Thema: jcQOVjrag^iq των ψυ- 
χών, άποκατάοταοις, 
II. νόες ijOav αί χρνχαί, 

III. desgleichen die Gestirne, 

IV. Sturz und Einkörperung der 
λογικά, 

V. Gleichheit der Engel und der 

Menschenseelen, 
VI. 2 Arten von Dämonen, ein 



1. Präexistenz der Seelen, 
6. Himmelskörper beseelt. 



cxx 



Origenes 



νους = Christus, == δημωνς)- 
ycxoq, 
VII. χένωοις Christi: ist allen alles 4. Christus ist ähnlich den himmli- 

geworden, , sehen Wesen geworden, 

VIII. νους mit λόγος verbunden | 2. 3(?). Präexistenz der Seele Jesu 
= Christus, und Bildung seines Leibes, 

IX. νους ist herab- und aufge- 
stiegen, 
X. Auferstehungsleib Christi und 5. Kugelförmige Auferstehungs- 

der Menschen, körper, 

XL αναίρεοις των Οοοματων, 
ΧΠ. Vereinigung des Logos mit 
Himmelsmächten, Teufel und 
Menschen, 

XIII. Kein Unterschied zwischen 
Christus und den λογικά, 

XIV. μία Ινας των λογικών, άπο- 
καταοταοις, 

XV. αρχή των νοών == τελ,ος. 



Zu IL in. IV. V. VL Χ. XI. j 7. Christus später für Dämooen 
XII. XIII. XIV. haben wir Parallelen 1 gekreuzigt, 

in dem Schreiben Justinians an die 8. Gottes Schöpfermacht begrenzt, 
Synode. die Schöpfung gleich ewig mit 

j Gott, 
9. κόλαοις begrenzt, ατιοκατάοτα- 
οις δαιμόνων. 



Wenn nun die 9 Anathematismen aus Περϊ αρχών entnommen sind 
(s. ob. S. CXV), so ist diese Schrift die gemeinsame Quelle für überein- 
stimmende Stücke der beiden Gruppen. Daß nicht alle 9 parallel 
sind, erklärt sich daraus, daß das Thema der 15 Anathematismen 
{προυπαρζ,ις τών ψνχών, άποκατάοταοις) enger, das der 9 umfassen- 
der ist. Nun sind aber die 15 Anathematismen mit dem bei Georg. 
Cedrenus erhaltenen und bei Mansi (IX 533 — 537) abgedruckten Γράμμα 
τοΰ βαοιλέως Ίουοτίνιανον Jrρ6c την άγίαν Οννοδον περί '^ί.ίριγένονς 
και τών ομοφρόνων αντοΰ ebenfalls, und zw^ar sehr nahe, verwandt. 
Auch hier liegt keine Abhängigkeit der einen Schrift von der anderen 
vor. Denn wenn auch beide im ersten Drittel größtenteils wörtlich 
parallel sind, so hören die Berührungen von Nr. VI ab ziemlich ganz 
auf, es stimmen nur noch einzelne wenige Sätze überein, und dazu ist 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überliefening CXXl 

die Aufeinanderfolge der parallelen Sätze an beiden Stellen verschieden. 
Dies läßt sich nur so erklären, daß eine gemeinsame Quelle, d. h. Περί 
αργών, und zwar ziemlich wörtlich benutzt worden ist. 

Der Anlaß des Synodalschreibens Justinians war die Tatsache, daß 
einige Jerusalemische Mönche, >Πνϋ•αγόρα καΙ Πλάτωνι xcd Ώ,ριγένεί 
τω \4οαμαντί€ρ< usw. folgend, ketzerische Lehren verbreiteten. Die 
Citate werden so eingeleitet: λεγονοι γάρ, d. h. jene Mönche. Ist etwa 
hier an eine besondere Erklärung oder Schrift jener Mönche zu denken? 
Ich glaube nicht; vielmehr scheint mir das Ganze nur eine Einkleidung 
zu sein, um außer dem Erzketzer Origenes auch dessen Gesinnungs- 
genossen mit zu treffen. Eine Stelle am Schluß des Schreibens erklärt 
die obige Zusammenstellung von Pythagoras, Piaton und Origenes. Denn 
am Schluß werden eben Ansichten und AVorte des Pythagoras und 
Piaton berichtet und wird ein Citat aus Piatons Phaedrus gegeben. 
Nach der daran angeschlossenen Kritik werden dann >Πνΰ^αγόρας 
τοίνυν καΐ Πλάτων y.ai ΠλωτΙνοζ< als Zeugen für die Unsterblich- 
keit der Seelen und deren προνπαρ^ις citiert. Schließlich wird nur 
noch der eine όνϋΟίβηζ Origenes erwähnt. AYenn man den nur bei- 
läufig genannten Plotin beiseite läßt, so bleiben neben Origenes nur 
Pythagoras und Piaton übrig. Diese beiden konnte Justinian sehr gut 
bei Origenes citiert gefunden haben. Jedenfalls kann durch diese Ein- 
kleidung unser oben gewonnenes Ergebnis, daß Πίρϊ άρχων Quelle des 
Synodalschreibens ist, nicht erschüttert werden. Denn dieses Ergebnis 
wird endlich noch dadurch bestätigt, daß sich außer in dem Synodal- 
schreiben Justinians auch in seinem Brief an Mennas wörtliche Paral- 
lelen zu den 15 Anathematismen finden. Da nun, wie die Excerpte 
mit den Ortsangaben beweisen, Justinian sein Material zur Verdammung 
des Ketzers Origenes lediglich dessen Schrift Περϊ αργών entnimmt, 
so haben wir in diesen Parallelen die sicherste Bestätigung dafür, daß 
die 15 Anathematismen Avenigstens im ersten Drittel fast wörtlich aus 
ΠίρΙ αργών herausgezogen sind. Die folgende Übersicht mag meine 
Ausführungen verdeutlichen. Ich gebe einen Abdruck nach Mansi, 
ohne mehr als ganz naheliegende Verbesserungen hinzuzufügen, 

löAnathematismeu der Synode Γράμμα τοϋ βαοίλέως^ΐονοτινιανον 
zu Constantinopel vom Jahre προς την άγίαν οννοόον περί ^ίίρι- 
543 gegen Origenes (Mansi IX γένονς χαϊ τών ομοφρόνων αύτον. 
396—400; Hahn, Bibl, d, Symb,^ (Mansi IX 536— 5:}7). 

S, 227-229), 
1 1. El τις την μνΟώόη προνπαρ- 
ξίν των ψυχα)ν και την ταντη tJto- 

OrigenesV. Ι 



CXXII 



Origenes 



μένην τερατώδη άποκατάοταοιν 
πρεοβενει' ά. ε. 
5 Π. Εϊ τις λέγει, πάντων των 

λογικών την παραγωγην νόας άΰω- 
μάτονς καϊ άνλονς γεγονεναι όίχα 
παντός άρι&μον καϊ ονόματος, ως 
ενάδα πάντων τούτων γενέο&αι 

10 τγι ταντότητι της ουοίας καϊ δυνά- 
μεως καϊ ενεργείας καϊ τγι προς 
τον &εον λόγον ενώϋει τε καϊ 
γνώϋει' κόρον δε αντάς λαβείν της 
&είας ϋ^εωρίας, καϊ προς το χείρον 

15 τραπήναι κατά την εκάοτον άνα- 
λογίαν της έπϊ τοΰτο ροπής, καϊ 
είληφέναι οώματα λεπτομερέοτερα 
η παχύτερα καϊ 6νόμα(τα) κληρώ- 
6α0&αΐ δια το ως ονομάτων οντω 

20 χαϊ ϋο^μάτων διαφοράς είναι των 
άνω δυνάμεων' καϊ έντεϋ&εν τους 
μεν Χερονβίμ, τους δε αρχάς καϊ 
εξονοίας η κυριότητας η ϋ-ρόνους 
καϊ αγγέλους καϊ οοα εοτϊν ουρά- 

25 νια τάγματα γεγονεναι τε καϊ ονο- 
μαοθ^ηναι' ά. ε. 

III. Εϊ τις λέγει, τον ηλιον 
καϊ την οελήνην καϊ τους αοτέρας, 
καϊ αυτά της αυτής των λογικών 

30 ενάδος οντά, εκ παρατροπης της 
επϊ το χείρον γεγονεναι τοΰτο, 
όπερ εΟτ'ιν, α. ε. 

IV. Εϊ τις λέγει, τά λογικά 
τά της ϋ-είας αγάπης άποψυγέντα 

3δ ϋώμαοι παχυτέροις τοις καϋ•' ημάς 
ενδυϋηναι καϊ ανθρώπους όνο- 
μαοϋ-ηναί' τά δε επϊ το άκρον της 
κακίας εληλακότα ψυχροίς καϊ ζο- 
φεροίς ενδυθ^ηναι ϋώμαοι καϊ δαί- 

40 μονάς η >πνευματικά της πονηρΊας< 
είναι τε καϊ καλείοϋαι' ά. ε. 

V. Εϊ τις λέγει, kS. αγγελικής 
χαταΰτάοεως καϊ άρχαγγελικής 



νοες ήοαν 
δ'ι/α 
παντός άρι&μοΰ τε καϊ ονόματος, 
ως ενάδα πάντων είναι τών λο- 
γικών τη τάυτότητι της ουο'ιας 
κα\ ενεργείας καϊ τη δυνάμει (καϊ) 
τη προς τον ϋ^εόν λόγον ενώοει τε 
καϊ γνώοει. καϊ ως κόρον αυτών 
λαμβανόντων της d -είας αγάπης 
καϊ ϋ^εωρίας κατά άναλογίαν της 
επϊ το χείρον εκάοτου τροπής 
λεπτομερέοτερα η καϊ παχύτερα 
οώματα άμφιάΰαΰϋ-αι καϊ ονόματα 
κληρώοαο&αι. 

κάντεΰϋ^εν τάς ουρά- 
νιους καϊ λειτουργικάς υποοτηναι 
δυνάμεις. 



αλλά μην καϊ ηλιον καϊ οελήνην 
καϊ τους άοτέρας, καϊ αυτά της 
αυτής τών λογικών ενάδος οντά, 
εκ της έπϊ τά χείρω τροπής 
τοΰτο γεγονεναι, όπερ εΐοί. 

τά δε επϊ π λείο ν της ϋ^είας 
αγάπης άποψυγέντα λογικά ψι^χάς 
ονομαο&ηναι καϊ ϋώμαοι παγυ- 
τέροις τοις καϋ•' ημάς εμβληθ-η- 
ναι. τά δε επϊ το άκρον της κα- 
κίας εληλακότα ψνχροΐς καϊ ζοφε- 
ροϊς ενδε&ηναι ϋώμαϋΐ καϊ δαίμονας 
όνομαϋϋηναι γενόμενα. 

καϊ οτι εξ αγγελικής μεν καταϋτα- 
οεως ψυχική γι- 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung 



CXXUI 



ψνχικην χατάοταοιν γίνεοϋ -ac, έκ όε 

4δ ψνχ(ικ)ης όαιμονιώόη καϊ άν&ρω- 
πίνην, εκ όε άνθ-ρωπίνης αγγέλους 
πάλιν χαΐ δαίμονας γίνεοθ-αι, χαΐ 
εχαοτον τάγμα των ουρανίων δυ- 
νάμεων η όλον εκ των κάτω η 

δΟ εκ των άνω η εκ των άνω καϊ 
των κάτω ΟυνεΟτηκέναί' ά. ε. 

VI. Εϊ τις λέγει, διττον πε- 
φηνεναι το γένος των δαιμόνων, 
Ουγκροτουμενον εκ τε ψυχών άν- 

55 Ο-ρωπινων και εκ κρειττόνων κατα- 
πιπτόντων εις τοϋτο πνευμάτων 
ενα δε νουν εκ πάοης της δηϋ^εν 
ενάδος των λογικών άχίνϊ^τον 
μεϊναι της ϋείας αγάπης καϊ ϋεω- 

60 ρίας, ον Χριοτόν καϊ βαϋιλέα γε- 
γονότα πάντων των λογικών παρ- 
αγαγείν παοαν την οωματικην 
φύοιν, ουρανόν τε καϊ γην καϊ τα 
εν μέοω' 



νεται καταοταΰις, εκ δε της ψυχι- 
κής δαιμονιώδης τε καϊ άνϋ^ρω- 
πίνη. 



ενα όε μόνον νουν εχ πάοης της 
ενάδος τών λογικών άκλόνητον 
μεϊναι χ αϊ άκίνητον της ϋ-είας 
αγάπης καϊ ϋ-εωρίας, ός καϊ Χρι- 
οτος βαοιλενς ϋεος καϊ άνϋ^ρω- 
πος γεγονέναι [Ι. γέγονεν]. 



Hierzu kommen noch folgende Parallelen aus Justinians Brief an 
Mennas: 

Z. 6f πρώτον μεν νόας ονοας καϊ αγίας δυνάμεις ρ. 492D, 

Ζ. 13 — 15 έπειτα κόρον λαβούοας της ϋ-είας ϋ-εωρίας καϊ προς το 
χεϊρον_ τραπείοας ebenda, 

Ζ. 34—36 καϊ δια τοϋτο της ϋ^εοϋ αγάπης άποψυγείοας καϊ έν- 
τεϋΰ-εν ψνχάς ονομαο&είοας καϊ τιμωρίας χάριν τοις Οοίμααιν έμβλη- 
ϋ-είΰας ebenda. 

Endlich möchte ich auch noch auf folgende Stellen hinweisen. 
Maximus Confessor, Schol. in lib. De ecclesiastica hierarchia c. VI § VI 
(Migne SGr 4, 172) schreibt: Σημείωοαι ότι ουδεμία λώβη τυγχάνει 
εν τινι τών ουρανίων δυνάμεων, ο δοξ,άζει '£2ριγένης χαϊ οι τα τού- 
του φρονοϋντες, φάοκοντες οτι κατά την άναλογίαν της παρα- 
τροπής εκαοτον τσ)ν ουρανίων ταγμάτων την τοιάνδε καϊ ονο- 
μαοίαν καϊ ταξιν εκληρώοατ ο , καϊ οώμαοιν ένεδέϋ-ηϋαν λεπτο- 
τέροις, εις παιδείαν της εαυτα)ν επϊ το χείρον παρατροπής' αλλά 
πάναγνοί είοι δηλονότι καϊ άοώματοι νόες, ως ε^ άρχεις εκτίοϋηοαν. 
ότι δε άοώματοι είοιν αί ουράνιοι δυνάμεις, δια^^όρως εγνως εν 
τοις εμπροοϋεν. Die gesperrten Worte finden sich genau ebenso in 

I* 



CXXIV Origenes 

dem II. Anathematismus (S. 159, 4. Sff) vor, und der Gedanke ist genau 
derselbe wie dort. Also wird auch durch diese Parallele Origenes als 
Verfasser dieses Stückes bezeugt. Ebenda p. 173 citiert Maximus den 
Euagrius (der natürlich die Ansichten des Origenes wiedergibt): ^ΈκαΟτον 
τάγμα των ουρανίων δυνάμεων η όλον ix των κάτω η όλον tx των 
άνω η εκ των avco καΐ εκ των κάτω οννέοττρίε. Und an einer zweiten 
Stelle: Εξ, αγγελικής καταοταΟεως καΐ αρχαγγελικης ψυχική καταοτα- 
οις γίνεται' εκ όε της ψυχικής οαιμονιώ07]ς χαΐ άνϋρωπίν/]' ίκ όε 
της avQ -ρωπίνης άγγελοι πάλιν και δαίμονες γίνονται. Diese zwei 
Citate stimmen in veränderter Reihenfolge fast wörtlich mit dem 
V. Anathematismus (S. 160, 8—12) überein. Da nun die Anathematis- 
men II — Via genau den Inhalt haben, den wir für die Ausfüllung der 
von mir angesetzten Lücke brauchen, da sie in sich eng zusammen- 
hängen, weil der Begriff ενάς immer wiederkehrt, und da ihre Her- 
kunft aus Περί αρχών durch dreifache Parallelen genügend bezeugt ist, 
so habe ich mich für berechtigt gehalten, diese Fragmente S. 159 f als 
nicht wörtliche, aber sachlich richtige Ergänzung in den Text einzu- 
fügen. Außerdem schien es mir richtig, die Parallelen zur Vervoll- 
ständigung des Textes heranzuziehen und auch an zwei Stellen (S. 160, 6 f. 
160,19 — 161,2) hierher gehörige Sätze aus Justinians Brief an Mennas 
einzuschalten. An den zweiten Einschub fügen sich dann S. 161, 2—15 
die beiden Fragmente des Justinian und des Hieronymus sinngemäß an. 
Ich reihe hier ein Fragment ein, das ich erst nach dem Druck des 
Textes habe fixieren können und deshalb hier nachtrage. Maximus 
Confessor, Schol. in lib. De ecclesiastica hierarchia cap. VI § VI 
(Migne SGr 4, 173) schreibt: Μη ούν τις των Ώριγένους μυοτών 
οίέοθ^ω το παρόν ρητον Ουν7]γορε1ν τη κακοπίοτοι αυτοΰ δόξ,η, 
φαοκων ότι άεΐ πτώοις καΐ άνάκλιοις και μετάπτωΰΐς των 
ουρανίων γίνεται νοών, ως φηοιν 'ί2ριγένης μεν εν τω Περί 
αρχών πρώτψ λόγω οΰτως' *0 τοίνυν λόγος, οιμαι, δείκνυοι 
πας, παν ό τι ποτέ λογιχον από παντός οντινοοοϋν λογικού 
δύναοϋ^αι γενέθ&αι• καΐ μετά βραχέα επάγει λέγων' Μετά το έπι 
παοι τέλος πάλιν άπόρρευοις καΐ κατάπτωοις γίνεται. Das 
erste Stück gehört zu Ι 6, 3 (S. S4, 16—18). Rufin hat am Anfang 
genau, am Ende ungenau übersetzt. Das zweite Stück aber, das sich 
>μετά βραχέα< an das erste anschließen müßte, scheint von Rufin über- 
gangen zu sein. Denn es kann seine Stelle nur am Ende des 3. Ab- 
schnitts gehabt haben, dort aber bietet Rufins Übersetzung nichts Ent- 
sprechendes. 

Zum Schluß möchte ich noch einen Irrtum richtig stellen. In der 
Vita Rufini (Mignß SL 21, 126) wird ein Fragment aus Periarchon 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung 



cxxv 



erwähnt: »Locum etiam ex eodice MS adfert Nicolaus Fullerus in Mi- 
scellaneis theologicis lib. IVcap. 13«, vgl. auch Fabricius-Harless, Bibl. VII 
p. 233. In der Ausgabe der Miscellanea, Londini 1617 4*^, die ich be- 
nutzt habe, wird p. 552 am Kand περί αρχών 1. 6. MS. (nicht I 6, wie 
es zuerst scheint) citiert und p. 559 das Fragment wörtlich angeführt. 
Es ist nicht aus Periarchon, sondern aus Origenes c. Geis. VI 32 
(II 102, 17—20) entnommen. 

4. Übersicht 
über die griechischen Fragmente; 

* kennzeichnet die vermutungsweise ^eingeordneten Fragmente. 
I. Buch. 



Nr. 


i Seite 

1 


Urspi 


ungsort 


Anfang und Ende 


Bemerkungen 


1 


7,G 


1 Euseb. c. 


Mareen. 1 4 


Ol πεπιστενκότες — ή 


Anfang von Ι 1. Ruf. 






i 






a?Jid-sia<' 


parallel 


2 


14,14 


Antipatei 


V. 


Bostra 


"Ονομα ασωμάτου — ή 


Ruf. stimmt übereiu 






adv. Orig. 


(Joh. 


γρα(ρή 








Dam., Sacra 


Par. II 










770 Le Quien) 






3 


16,1 


Antipater 


V. 


Bostra 


Εν τώ κηρύγματι — 


Ruf. stimmt überein 






adv. Orig. 


(Joh. 


ίσαφήνισεν 








Dam., Sacra 


Par. Π 










770) 










'% 


30, 10 


Justinian, 


Ep. adMen- 


γενόμενοι τοίννν — 


Lücke bei Ruf. 






nam p. 


525 




άλήΒ^ειαν τνγχά- 
νοντα 




5 


42,11 


Justinian, 

p. 528 
Justinian, 


Ep. 


ad M. 


Πώς όε — χρώμενα 


Ruf. parallel 


6 


47,3 


Ep. 


ad M. 


οντω τοίννν — άπαρ• 


bei Ruf. stark ver- 






p. 525 






αλλάκτως άγα9•ός 


kürzt 


*7 


52,1 


Justinian, 
p. 528 


Ep. 


ad M. 


οτι μεν ονν — πειΒ-ό- 
με&α * * * λει- 
τουργικά ζώα 


Lücke bei Ruf. 


8 


52,17 


Justinian, 
p. 528 


Ep. 


ad M. 


"Ελεγε δε ό "Εβραίος 
— εΐ'ρηται 


Ruf. stimmt übereiu 


9 


ö5,4 


Justinian, 
p. 524 


Ep. 


ad M. 

1 


[ΰτι] ό μεν &εός — τ« 
άλλα άγια 


Lücke bei Ruf. 


10 


08,10 


Justinian, 
p. 528 


Ep. 


adM. 


πάντα τα γένη — ποτέ 


Ruf. parallel, doch 
nicht genau 


11 


80,15 


Justinian, 
p. 528 


Ep. 


ad M. 


Έξ ιδίας αίτιας — κό• 
α μ«) 


Ruf. ungenau 


12 


83,5 


Justinian, 
p. 529 


Ep. 


ad M. 


Ο'ίμαι δΐ — άνΟ^ρωπό- 
τητα 


Ruf. lückenhaft 



CXXVI 



n'igenes 



Nr. Seite 



Ursprungßort 



Anfang und Ende 



Bemerkungen 



12a 84, 16 



91,4 



Maximus Confessor, 
Schol. in lib. De 
eccl. hier. c. VI § VI 
(Migne SGr IV 173) 
Justinian, Ep. ad M. 
p. 532 
93,15 Justinian, Ep. ad M. 

j p. 532 
95, 14 ' Antipater v. Bostra 
' (Sacra Par. II 770f); 
Leont.Byz., De sect. 
Act. X5; Epiphan., 
Haer. 64, 4; Theo- 
I pliiL ΑΙ., Ep. synod. 
c. 2 
100, 4 Antipater v. Bostra 
(Sacra Par. II 771) 
102, 12 Gregor. Nyss. De an. 
et res. u. De hom. 
opif. 
104,8 Justinian, Ep. ad M. 
; p. 529 



Ό τοίννν λόγος — ' Ruf. ungenau 
χατάπτωσις γίνεται Ι 



ort Ss πρεσβυτέρα — Ruf. ungenau 

δννασθ^αι 
νομίζω γαρ — αστέ- Ruf. fast ganz genau 

ρων λεκτεον 
ovx ηρξατο ό &εός — bei Ruf. Lücke; ver- 
αημαίνονται \ mutungsweise von 

mir zusammenge- 



setzt und eingefügt 



Ruf. parallel, doch 

erweitert 
bei Ruf. Lücke; ver- 
mutungsweise ein- 
gefügt 
ιρνχη — αλόγου Ruf. verkürzt und 
ζώου i ändert 



αλλ' διάβολος — εΙς 

τοντο ή).&θϊ> 
ε&νη τινά — γίνεται 



Ή 



II. Buch. 



107, 1 Justinian, Ep. ad Μ. 
ρ. 529 



118,4 
143, 18 
155, 13 



ούτω ör/ — απορρεόν- 
των 



Justinian, Ep. ad Μ. ει δε τα νποτεταγμενα 
ρ. 529 —νποκαταβ^ 

Justinian, Ep. ad Μ. | άια τοντο — και σιν 
ρ. 528 δοξαο&ήναι αντω 

Justinian, Ep. ad Μ. j ωσπερ αώσαι — ονκ 
ρ. 532 Ι εσται ψνχή 



158, 2 Epiphan., Haer. 64, 4 : το γαρ ειπείν — δι- 

καιοπραγίαν 
159,4 Anathem. II — Via Α. πάντων τών λογικών 
Const. Syn. a. 543 — μέλλοντας 

161, 2 ] Justinian, Ep. ad Μ. παρά τήν άπόπτωαιν 
ρ. 529 — είναι νους 



2 Lücken im griech. 
Text von Ruf. aus- 
gefüllt, der auch 
sonst hier genauer 
übersetzt hat. 

Hier, genau parallel, 
Ruf. weniger genau 

Ruf. kürzt 

Ruf. hat etwas er- 
weitert und freier, 
Hieron. genauer 
j übersetzt 

Lücke bei Ruf. 

Lücke bei Ruf.; ver- 
mutungsweise ein- 
gefügt 

Ruf. ungenau 

I 



Einleitung. Β. Handschriftliche Überlieferung 



CXXVII 



Nr. 



Seite 



Ursprungsort 



Anfang und Ende 



Bemerkungen 



24 



164,1 



*2δ I 182,16 

i 



Justinian, Ep. ad M. 
p. 489 u. 525 

Leont. Byz., De sect. 
Act. X 6 = Justi- 
nian, Ep. ad M. p. 
517 C 



iv τ§ * έπινοονμέν^ Ruf. ungenau 

— διακοσμήσαι 
γίνεται νεκρών — αν- Lücke bei Ruf. 

τών τάξιν 



26 



27 



111. Buch. 

195, 4 Philokalia, Cap. 21 | ΈπεΙ δε iv τω — περί Ruf. im ganzen pa- 
— 244,4 τον αντεξονοίον rallel 

282, 21 Justinian, Ep. ad M. Αεγομένον — αχρνχά Ruf. parallel 
p. 529 ; έατιν j 



28 


292,8 
-341, 4 f 


29 


323,5 


30 


344,8 


31 


348, 5 ! 


02 


349, 11 


33 


349,15 


34 


350,14 


»=35 


353, 13 


36 


353, 18 


37 


354, 15 


38 


359, 16 


39 


360,1 


40 


361,9 



Philokalia, Cap. 1 



Justiniau, Ep. ad M. 

p. 533 
Justinian, Ep. ad M. 

p. 532 
j Marcell v. Ancyra(Eu- 

seb. c. Marc. 1 4 Fr. 

32 Kl.) 
Justinian, Ep. ad M. 

p. 525 
Athanasius.De decret. 

Nicaen. syn. c. 27 
Athanasius, De decret. 

Nicaen. syn. c. 27 
Justinian, Ep. ad M. 

p. 506 D 
Theophil. ΑΙ., Ep. 

pasch. II 16 
Theophil. ΑΙ., Ep. 

pasch. II 16 
Justinian, Ep. ad M. 

p. 525 



IV. Buch. 



ΈπεΙ δε'' τιερί τηλι- 
κοίτων — i] ανα- 
ρίθμητος 

Τις γονν νουν ε/ων 
— καΐ άατέρων 

Άλλα καν — ον ψοβη- 
&ησόμε&α 

"Ωρα — καΐ τον προ- 
βεβλημένον 



Justinian, 
ρ. 525 

Justinian, 
ρ. 532 



Ερ. ad Μ. 

Ερ. ad Μ. 



ούτος d?) ό νιος — εις 

εργ« αντοϋ 
ει εοτιν είκών — και 

ζωη ονκ ην 
άλΛ' ον θέμις εστίν — 

νοηθ-ήσεται 
ή τον κνρίον χρνχίι — 

σαρκώσεως 
ον δήπον γαρ — αντήν 

ωαπερ ο νως — εν 
εισιν 

ΜηδεΙς δε — πεπερα- 
σμένων διαρκεί 

Ει δε ό πατί]ρ — η νπό 
τον νιου 

ανάγκη — αεΙ γίνε- 
α&αι 



Ruf. parallel, einmal 
auch Hieron. 

parallel mit Philokal. 
und Ruf. 

Lücke bei Ruf., Hie- 
ron, parallel 

Ruf. parallel 



Lücke bei Ruf. 
Ruf. parallel 
Lücke bei Ruf. 

Lücke bei Ruf. ver- 
mutet 

Ruf, parallel, hat aber 
gekürzt 

fehlt zur Hälfte bei 
Ruf. 

Lücke bei Ruf, 

Hieron. parallel, Ruf. 

läßt aus und ändert 
Hieron. parallel. Ruf. 

läßt aus und ändert 



CJULVin Orig^nes 



C. Wiederherstellung von Πίοι άρχων. 

Die Bedeutäng der griecmschen Fragmente nnd der Reste der 
ffieronymus-Cbersetzung für den Text von Ufpi άοχών ist schon oben 
Β ΠΙ und V betont worden. Wäre auch nichts weiter von dem griechischen 
Text erhalten, als was wir jetzt haben, so könnten wir doch für den 
FalL daß die genaue HieronTmus-Cberserzung vollständig überliefert wäre. 
mit deren Hilfe nicht nur feststellen, wo Bufin ungenau übersetzt oder 
Lacken gelassen hat, sondern auch eine Wiederherstellung des Originals 
durch Betroversion versuchen. So aber müssen wir, abgesehn von 
wenigen Stellen, darauf verzichten. Denn die Arbeit Eu&ns stellt eher 
eine Bearbeitung als eine Cbersetzxmg des griechischen Originals dar 
und ist im einzelnen so wenig zuverlässig, daß sie stets der Controlle 
bedarf, um benutzbar zu werden. Ich versuche dies in den folgenden 
Abschnitten nachzuweisen. 



I. Mängel der rbersetzung Kufins. 

Κ J. Kimmel hat in seiner Schriit De Kufino Eusebii interprete. 
Gferae 1S3S. p. SüfF gezeigt, wie ungenau Eutin das "Werk des Eusebius 
übersetzt, und welche Freiheiten er sich erlaubt hat. >Omisit et muta- 
vit ea, qnae ex sua de dogmatis ChrLstianis cogitandi ratione non satis 
recta videbantur« (j). 147), Xeben Auslassungen finden sich auch Zu- 
sätze Bufins aus anderen Quellen (p. 174 — ISl i. Rufins griechische 
Kenntnisse sind gering (p, 192 — 201), und im Girieren anderer Autoren 
ist Bufin ungenau fp. 217 — 220)*. Dieselben Fehler und Mängel, nur 
in verstärktem Maße, treffen wir in der Übersetztmg von Πε(Λ άρχων 
an. Denn hier liegen noch besondere Gründe für ungenaue Behandlung 
und Yerfalschung des Originals vor. 

1. Anlaß und Zeit ihrer Entstehung. 

Die Obersetzung Bufins ist in Rom in einer Zeit entstanden, wo 
foT und gegen Origenes gestritten wurde ^. Xach vorausgegangenen 
Kämpfen wurde im Jahre 4<iO der Origenismus auf einer Alexandri- 
nischen Synode unter Vorsitz des Bischofs Theophüus verdammt^. 
Kurz Torher. in der Fastenzeit des Jahres 39S, hatt« aber Rufin auf 



1) Vgl anch dasUrteü von Ed, Schwartz, Panly-Wissowas RE, Euseb. Sp. Wßi. 

2) TgL hierüber die Aasfahmngen von Grfitzmacber, Hieronrmas DT, K08. 
Cap. X. 

3» TgL Grützmacher, Hieronymus I 69. ΙΠ 49£E. 



Einleitung- C. Wiededrersteilaii^ χαπ. Hsg'i. οαχών 

Dräiigeii des Macarins die beiden, ersten Bii<!iier τοπ. Hsot ιχοχών 
ziemlicL• eilig, and einige Zeit darauf die beiden Letzten Böcinar eirwaa 
langsamer übersetzt. rgL die zweite Vorrede S. 1'ΐ3•. 6ffi, SotiL• vor 39}? 
liegt seine Übertragnng des L Buciies der Apoicoie des PampfuIoiL 
Beide Übersetzungen verfaßte er in apolögetisiiiein Lrrterese . vgL 
Periarclion S. 5. äDf 19-5. 15 t 194. 16—1"^. ^Eufin vaar eben, an Ait- 
hänger des Origenes und sucirte dessen Leitren. soTveit (iies liamals mJ3^- 
Ii(?ii war. im. Abendland zu verteidigen^. Er berief ä<!ii ieskalb saiät 
in der Vorrede ι S. 3, 5 ff) seiner Übersetzung von Hsgi άρχων auf ^ias 
Vorbild des Hieronymus. ohne ihiL bei Xamen zu nennen. Dieser aber 
hielt es damals für klüger, sieh τοη Origenes loszusagen und zugieBTi 
Eutin, den Apologeten des Otigenes-. in maßloser Weise anzugreifen. 
Er tat dies vor allem in den drei Büchern seiner rm Jahre ■^)1 ver- 
(iffentlichten Streits«: kriffc gegen Eutin'- und in seiner Übersetzung von 
Περί άρχων, die den ♦>rigenes der Ketzerei überfähren und zugLeoÄ 
Ruiin. den Verteidiger des Thigenes. der Mitschuld verdächcbi machen 
sollte. 3 Duplex in opere meo utilitas f^it^'r. schreibt HierTinjDius. ApoLlT 
(Mgne SL 2->. 402•. jdum et haeretieus auctor prodümr et non veras 
interpres arguitur.? 



2. Die Übersetzuugsmethode EnfiiEs;. 

Wenn auch Hieronrmus in seiner Polemik gegen Bnfin kern durefc- 
weg glaubwürdiger Zeuge ist*, so dürfte doch folgende BMnffEbmg: 
über das Verfahren Eutins zutrefEend sein: sAbstußb quae erant^ dieeas 
ab haereticis depravata. et addidit quae non erant. asserens ab eodaai 
in locis alüs disputata« ( ApoL I 7. Migne SL 23^. -401). Penn ebiHi?- 
dasselbe gibt Eulin an mehreren Stellen als sein eigenes Verfahren 
an. vgl. sein Nachwort zu der Übersetzung des Bijmerbrief-Commentars. 
z.B. die Worte: »etiam si addere aliqua videor et explere quaie desunC» 
aut breviare quae longa sunt« (Lom. VII -M?01 femer seine Apologie 
I 21 (Migne SL 21. 559): »et omnia. quae a me vel ut W>ftr imprt>- 
babüia praetermissa ftierant. inseruit«. d. h. HieronTmus in seiner Über- 
setzung, »quo scilicet nunc contra senfaentiam soam Koniani per ipsont 

1 ) VgL Gnitzmaciter. PüeroaTmos Ol 35» 

2' "Vgl. Grützmaeirer. Hieroaymos IH TS — Sl. 

3' Vgl. das scharfe TJrtifil Paul de Lagardesv 3titteilTmü??n. »ίίίοώι^α iS&t. 
S. 53f. Man braaebfc mit dea obea im. Text eitiecten. Wortifn nur .itii tbiaKndum: 
»Paacisque fcestimonüs de Filio Dei eä Spirttm Sanoco com.r. i.; äciet>ik> 

displicituni Romards. eefceca Oisqne ad inem tnCiigri dimis:-- S^ Äi^e 

SL 23. 403 > za venjleiciten. am eiaen. olfenbanio. Wui«i«pra':.: - • -ίίτ. 



CXXX Origenes 

Origenis cognoscant mala et ignorent bona« und besonders seine erste 
Vorrede: »Sicubi ergo nos in libris eius aliquid contra id invenimus, 
quod ab ipso in ceteris locis pie de trinitate fuerat definitum, velut 
adulteratum hoc et alienum aut praetermisimus aut secundum eam re- 
gulam protulimus, quam ab ipso frequenter invenimus adfirmatam. 

Si qua sane obscurius protulit, nos, ut manifestier fieret locus, 

ea quae de ipsa re in aliis eius libris apertius legeramus adiecimus 
explanationi studentes« (S. 5, 11 — 18). In der zweiten Vorrede wieder- 
holt er seinen Grundsatz, Ketzerisches als interpoliert wegzulassen 
(S, 194, 2 — 4), und betont, daß er Ausführungen des Origenes >de 
creaturis rationabilibus< nur dann, wenn sich Origenes wiederholt habe, 
>brevitatis gratia< gekürzt habe (S. 194, 4 — 10). Die hauptsächlichsten 
Kürzungen scheinen demnach im 1., IL und IV. Buche vorzuliegen. 
Ferner hat Rufin die Trinitätslehre des Origenes durch Auslassungen 
oder Verbesserungen dem orthodoxen Bekenntnis angepaßt. Daß hier- 
bei der Subordinatianismus des Origenes gründlich beseitigt wurde, 
ist selbstverständlich. Damit aber nicht genug! Wenn der Übersetzer 
aus apologetischen Gründen alles wegließ, was er als ketzerisch ansah, 
so läßt sich dies verstehen; er hat aber auch da, wo nach seiner 
Meinung zu dunkele Ausdrücke vorlagen, aus anderen Schriften iStücke 
eingeschaltet; und dazu kommt, daß er nirgends, mag die Lücke oder 
die Interpolation auch noch so groß sein, irgendeine Andeutung über 
seine Textveränderungen macht. Daher ist seine Arbeit schon mehr- 
fach mit Recht als >ein "Werk absoluter VV^illkür<^ bezeichnet worden. 

Aber auch an solchen Stellen, wo zu Änderungen gar kern Grund 
vorlag , hat Flüchtigkeit oder Unklarheit des Übersetzers den Ge- 
dankengang des Originals verändert oder verdorben. Wie ungenau 
Rufin verfahren ist, ergibt sich aus folgenden Beispielen. S. 1*21, IT 
wird von Rufin ein Citat des Clemens Rom. übersetzt, dasselbe wird 
S. 122 , 14 f zur Hälfte wiederholt. An den beiden kurz hinter ein- 
ander folgenden Stellen bietet der Text Rufins folgende Varianten: 
1. est < Ruf 2, 2. Wortstellung verschieden, 3. trans Ruf ^ post Ruf^. 
Rufin scheint gar nicht bemerkt zu haben, daß er dasselbe Citat 
kurz vorher schon übersetzt hatte. — S. 125, 17 wird κληρονομηοονοιν 
(Matth. 5, 4) mit >hereditate percipient< und S. 126, 10 mit >hereditate 
possidebunt< wiedergegeben. — S. 213, 6 ist χ(>7/οτοτ;?τ« (Z.21) mit>pa- 
tientiam<, Z. 11 χρηοτότητος (Ζ. 29) mit >bonitatis<, aber S. 214, 9 (2H) 
mit >benignitatis< übersetzt. 

Ein deutliches Beispiel, wie Rufin anstößige Stellen behandelt hat, 

1) VgL Grützmacher, Hieronymus UI 39. 



Einleitung. C. Wiederherstellung von Περί άρχων CXXXI 

steht auf S. 164 f. Hier hatte Origenes, wie das erhaltene griechische 
Fragment beweist, von der Begrenztheit der Macht Gottes gesprochen. 
Rufin läßt diesen Gedanken nicht einfach aus, sondern ändert ihn um 
und spricht lediglich von der Begrenztheit der Schöpfung nach Zahl 
und Maß und verwirft die entgegengesetzte Ansicht »gewisser Leute*. 
Dabei schiebt er, zum Übergang, aus dem folgenden eine Anspielung 
auf Weish. Sal. 11, 20 (21) vor, während dieselbe Stelle im Original 
— auf die Creaturen bezogen — erst hinter dem griechischen Frag- 
ment gestanden hat. Endlich läßt er die Ausführung S. 164, 6 — 9 ganz 
weg und begnügt sich mit der Übersetzung des Satzes Z. 1 f. Vielleicht 
ist aber das ausgelassene Stück S. 165, 7 f von Rufin mit verwendet 
Avorden, wenn sich hier Origenes nicht, wie so oft, wiederholt hat. — 
Eine Einschaltung Rufins soll nach Hieronymus, Apol. II 11 (Migne SL 
23, 434), S. 26, 2 ff vorliegen. »In primo libro Περί άρχών^, sagt Hie- 
ronymus, »ubi Origenes lingua sacrilega blasphemavit, quod Filius 
Patrem non videat, tu etiam causas reddis, quasi ex persona eins, qui 
scripsit, et Didymi ^ interpretaris οχόλιον, in quo ille casso labore 
conatur alienum errorem defendere, quod Origenes quidem bene dixe- 
rit, sed nos simplices homines et cicures Enniani nee illius sapientiam 
nee tuam, qui interpretatus es, intelligere possumus.« Danach kann 
man vermuten, daß S. 26, 2 — 14 ganz oder teilweise aus dem Commen- 
tar des Didymus herrühre. Aber soU man dem Hieronymus Glauben 
schenken? Vielleicht handelt es sich nur um eine ganz nebensächliche 
Einfügung. 

Etwas besser können wir die Methode Rufins am Anfang des III. 
und IV. Buches kennen lernen, wo die zwei längeren griechischen 
Fragmente der Philokalia eine genauere ControUe ermöglichen. Robinson 
hat in der Einleitung seiner Ausgabe p. XXXI — XXXVIH bereits die 
Hauptstellen besprochen; ich gebe im folgenden die Resultate einer 
systematischen Vergleichung des Philokaliatextes mit der Übersetzung 
Rufins. 



a) Lücken Rufins. 

S. 196, 2 ίνα — το ζητοΰμενον <C Ruf. 

S. 202, 10 fehlt der Schluß des Citats Psal. 80, 15 bei Ruf, aber 
auch in B. Sollte ein Stück in den übrigen Codd. zu- 
gesetzt worden sein? Das ist doch unwahrscheinlich; 
s. oben S. CHE 

1) Vgl. oben die »Zeugnisse« S. XVIII. 



CXXXII Origenes 

S. 206, 15 fehlt das Citat Gal. 5, 8 (Z. 2); vielleicht ist es vom 

Schreiber des Cod. L ausgelassen worden, s. oben S. CHI. 
S. 216, 10 (30) ως — νψωϋ^ηϋεται < Ruf. 
S. 233, 8—10 zweimaliges Citat Rom. 9, 16 < Ruf. 
S. 234, 8 Jia?uv — 12 αντεξονοιοι << Ruf. 
S. 235, 3 η άναιρείν <C Ruf. 
S. 241, 10 f ονκ In — Ίΰραηλΐται < Ruf. 
S. 292, 12 της τε λεγ. — καινής < Ruf. 
S. 294, 2 πανταχού της οικουμένης <C Ruf. 
S. 297, 11 ονόε δήλων < Ruf (aber Ζ. 18 [4] übersetzt). 
S. 297, 14 f επεϊ όε — μηρών αντον < Ruf Ζ. 29 (ob der Fehler 

erst in L?) 
S. 298, 7 παρεζηλωϋάν με επ ov ϋ-εώ und Ζ. 8. 12 kjt' ονκ εΘ-νει 

< Ruf. 
S. 298 9 ίνα καταιοχννη — έξε?.εξ(^το 6 &ε6ς < Ruf wohl Λvegen 

Homoioteleuton. 
S. 300, 2 νΐόν, και το όνομα αντοΰ -< Ruf. 

4f ίοχνκότες ήτταοΰ-αι <; Ruf. 

9f εβόομήκοντα -< Ruf. 
S. 323, If ονόε — εμφα'ινοντα •< Ruf. 
S. 325, 6 πολλοί — 9 φϋ^άΰαι <C Ruf. 
S. 328, 2 τις όε — Α άποβάλοι < Ruf (dafür Ζ. 17 Aut — 19 Pauli 

zugesetzt). 
S. 330, 7 εγώ όε — S καΐ^ <C Ruf (wohl in L Avegen Homoioteleuton 

ausgefallen, s. oben S. CIV). 
11 ft και — 13 ϋ^εον <C; Ruf absichtlich, dafür: »et alia quam 

plurima«. 
S. 331, 3 — 12 <; Ruf, der hier stark gekürzt hat. 
S. 332, 9 ov γαρ — 10 ϋ-εον < Ruf absichtlich, da ονόε (Ζ. 10) mit 

Non (Z. 28) übersetzt ist. 
S. 332, 11 αλλ' ονόέ — S. 333, 28 γεγενημενων < Ruf, s, obenS. CIV. 
S. 334, 4f Rom. 9, 8 < Ruf. 
S. 335, 11 και Τνρον και Τνρίων <! Ruf. 
S. 336, 2 η αρξοντος < Ruf. 

b) Zusätze Rufins. 

S. 212, 29 Zusatz Rufins aus Exod. (s. Test.). 
S. 226, 19 Psal. 7, 10 + Ruf. 

26 f virtutis aula + Ruf. 

34 fP Matth. 7, 6 + Ruf. 



II 



Einleitung. C. Wiederherstellung von ΙΙερΙ αρχών CXXXill 

S. 227, 34f IKor. 12, 11 + Ruf. 

S. 235, 20—22 Eöm. 7, 18 f(?) + Ruf. 

S. 236, 24 iu fornicatione + Ruf, 

S. 241, 2S convenit regulae pietatis + Ruf (dieser Ausdruck ist Avohl 
auch anderswo Zusatz Rufins). 

S. 242, 8f usquequo — gradum + Ruf. 
10 f et usque — demergi + Ruf• 

S. 297, 22 quem nominant patriarcbam + Ruf. 

S. 302, 21 et ex semet — 22 f conscriptos + Ruf. 

S. 306, 29 f adstare praesepibus et + Ruf. 

S. 308, 29 pro mediocritate sensus nostri + Ruf. 

S. 311, 24 licet per excessum quendam + Ruf. 

S. 315, 22 f nee multa — patet + Ruf. 

S. 323, 17 f Sed — pulsemus + Ruf. 

S. 325, 21 f Sed et — inveniuntur + Ruf (Z. 6f weggelassen). 

S. 326, 31 f id ist — iaceat + Ruf. 

S. 327, 23 Sed et illud — 26 debeat (oder wenigstens Z. 24 in bis 
— 25 pruinis) + Ruf. Wenn Z. 9 eine Lücke im griecbi- 
scben Text ist, so bat dort böcbstens gestanden: άλλα καϊ 
το >μήτε όνο χίτώι•ας< εχειν >μητε νποδηματα< πώς δυ- 
νατόν töTL φνλαχϋήναι; 

S. 330, 24 et cum ait — 26 suo + Ruf. 

S. 334, 16 f secundum — 18 interpraetatur + Ruf. 

c) Rufin übersetzt ungenau. 

S. 197, 7 f κηροπλαοτείν (falscb übersetzt). 
S. 198, 2 — 5 sebr breit übersetzt. 
9 — 11 ungenau übersetzt. 
S. 199, 15 — 18 breitere Ausführung von πι&ανότητας. 
22 — 31 ungenaue Wiedergabe von Z. 4 — 11. 
33 ff unnötig breiter Ausdruck. 
S. 201, 18 — 20 ungenaue Übersetzung von Z. If. Origenes betont 
nur, daß z. T. Männer erst im reifen Alter, nach der dem 
Jugendalter eigentümlichen Unbeständigkeit, zur άκολαοία 
kommen. 
S. 204, 22 breitere Ausführung, die wie ein Zusatz wirkt. 
S. 208, 2 feine Zeile bei Ruf ganz anders übersetzt; ob Ruf die Stelle 
verstanden hat? 
26 — 28 unnötig breit. 
S. 211, 16—28 (= Z. 5—10) unnötig breite Ausmalung. 



CXXXIV Origenes 

S. 212, 19 — 22 breite Ausführung, die nicht im griech. Text steht. 

S. 214, 25 ungenau übersetzt, ob falsch verstanden? 

S. 215, 13 — 16 und 17 — 23 Zusätze und weitere Ausführungen Rufins 
mit 2 Bibelstellen. Ob dies aus einer andern Schrift des 
Origenes stammt? Auch Z. 26— S. 216, 22 sind ganz un- 
genaue Wiedergabe von S. 215, 8—216, 3. Ob Rufin επου- 
ρανίους statt Ιαυτους gelesen hat? 

S. 217, 24—32 etwas breitere Ausführung von Z. 9— S. 218, 2. 

S. 222, 33 f unrichtig übersetzt, Z. 13 — 15 wohl nicht verstanden. 

S. 223, 13 (30) stimmt das Citat nicht ganz, aber Φ ist vielleicht hier 
nicht richtig. 

S. 225, 31 — 33 sind Z. 14—18 ungenau und verkürzt wiedergegeben. 

S. 226, 11—227, 2 (226, 24—227, 16) scheint Ruf nicht verstanden 
und deshalb rhetorisch erweitert zu haben. 

S. 227,13—228, 2f (227, 32—228, 20) ist breit und nicht genau über- 
setzt, der Begriff >pietatis regula< (228, 13f ) nicht bei Orig. 

S. 230, 20 ist der Zusammenhang durch >ergo< nicht richtig angegeben. 

S. 231, 6 άνηνύτως == sine causa Z. 20 (Z. 20 — 32 unnötige Er- 
weiterung). 

S. 234, 8—12 in Z. 24 stark verkürzt oder Auslassung. 

S. 240, 6—11 in Z. 20—31 sehr erweitert. 

S. 241, 17 Construction von τούτου τον βίου Ζ. 3 ungenau. 

S. 293, If ovot'jcco — διελεχϋ•7]μεν ungenau übersetzt Z. iSf. 

4 ff hat Ruf die Construction wohl nicht verstanden und des- 
halb Z. 22 ff ungenau übersetzt. 

S. 297, 5 ϋ^λίβεο&αι nicht ausgedrückt, auch sonst ungenau. 

S. 301, 5 ουκ απ. — πεποιηκαοιν ist Ζ. 21f ungenau übersetzt (vgl. 
S. 295, 20). 

S. 302, 28 f unnötige Änderung der Construction. 

S. 303, 5—12 ist von Rufin Z. 18-29 phantasievoll erweitert (Z. 7f 
fehlt der Vergleich). 

S. 304, 21 f ist Z. 5 ungenau übersetzt. 

S. 310, 21 f ungenau = Z. 5f. 

S. 311, 1 scheint Ruf (Z. 17) τ in mit τινί {τ ιοί) verwechselt zu haben. 
27 f (llf) unnötige Veränderung der Construction. 

S. 315, 25 primo (= Z. 7 εν τ^ πρώτ?]) ungenau, aber nicht zu corri- 
gieren, da »Tum deinde« Z. 26 folgt. 
30 f sind Z. 12 — 14 ungenau und lückenhaft wiedergegeben. 

S. 316, 17 unnötige Änderung der Satzverbindung Z. 1. 

S. 318, 11—319, 5 sehr breit und weitschweifig S. 318,26 — 319, 22 
übersetzt. 



' 



Einleitung. C. Wiederherstellung von Περί άρχων CXXXV 

S. 321, 27—32 unnötige Erweiterung. 

S. 327, 12 λαβείν] Ruf scheint nach Matth. 5, 29. 18, 9 ßaXeiv gelesen 

zu haben, da er »eruatur« (Z. 30) übersetzt. 
S. 33ü, 20 ordnet Euf die Gebote anders als Z. 4. 
S. 335, 5 ungenau in Z. 20 f wiedergegeben. 

28 f sind die Städte- statt der Völkernamen (Z. 13) eingesetzt. 
S. 339, 18 — 340, 15 ist es nicht ganz sicher, ob Erweiterung von 
S. 339, 1 bei Rufin, oder Verkürzung dieses Stücks in Φ 
vorliegt. 
Das angeführte Material dürfte wohl hinreichen, um das von Rufin 
bei seinen Übersetzungen angewandte Verfahren richtig einzuschätzen. 
Wenn wir außerdem bedenken, daß Rufin, obwohl er am Anfang des 
III. und IV. Buches am wenigsten Anlaß hatte, Stücke aus dogmatischen 
Bedenken auszulassen oder zu verändern, doch hier so viele Lücken, 
Zusätze und Änderungen verschuldet hat, so müssen wir leider an- 
nehmen, daß im übrigen seine Übersetzung noch weniger dem Original 
entspricht, als hier. Für die Übersetzung der beiden ersten Bücher 
hat sich Rufin, da Macarius zur Eile drängte, offenbar auch nicht ge- 
nügend Zeit genommen. 

3. Behandlung der Bibelcitate. 

Die Frage, wie Rufin mit den von Origenes citierten Schriftstelleu 
verfahren ist, erfordert eine besondere und eingehende Untersuchung. 
Ich habe sämtliche Citate geprüft und hoffe die Resultate meiner Unter- 
suchung an einem andern Ort veröffentlichen zu können. Hier mögen 
vorläufig folgende Bemerkungen Platz finden. Im allgemeinen hat 
Rufiu die Schriftstellen sorgfältiger als das übrige behandelt und ge- 
nauer übersetzt. Gelegentlich hat er dem Wortlaut des Originals eine 
ihm vertraute Variante vorgezogen und kleinere Änderungen angebracht. 
Eine einzige >versio latina< scheint er weder für das AT noch für das 
NT consequent benutzt zu haben ^ Sonst wären die Differenzen bei 
der Wiederholung desselben Citats, wenn man auch die Flüchtigkeit 
Rufins berücksichtigt, doch kaum zu erklären. Auf Flüchtigkeit gehen 
vermutlich Abweichungen in der AVortstellung, z. B. S. 170, 20 und 
31. 32, oder in der Satzform, z. B. 170, 25 (numquid) und S. 171, 2 
(Ergo), zurück. Ähnlich sind folgende Stellen: S. 258, 10 übersetzt 
Rufin δόξης (I Kor. 2, 8) naturgemäß mit »gloriae« (Cod. A), dagegen 
drei Zeilen weiter mit »raaiestatis« (Cod. F). Origenes hat doch sicher- 

1) Ebenso urteilt Redepenning in seiner Ausgabe p, 331 Anm. 3. 



CXXXVI Origenes 

lieh an beiden Stellen όόξης geschrieben (vgl. Orig., Werke 111 162, 
17 f 273, 24), Rufin aber hat in seinem Hang zur Ungenauigkeit mit 
dem Ausdruck gewechselt. S, 214, 11 und 15 steht i'i^a τι έοκλήρννας 
im griechischen Text; Rufin übersetzt es das erste Mal mit »quare 
indurasti« (Z. 29), das zweite Mal mit »Ad quid, domine, indurasti« (Z. 33). 
S. 206, 3ff 14ff und 235, llff 24 fi' wird Rom. 9, 18-21 citiert. Die 
Mitte des Citats ist an beiden Stellen bei Rufin gleich, aber Anfang 
und Ende sind yerschieden; vgl. S. 239, 24 240, 15 fp. S. 245, 22 über- 
setzt Rufin Pred. Sah 10,4 μη αφ(]ς mit »ne dimittas« (ne dimiseris 
Cod. Am.), S. 250, 30 aber mit »ne relinquas«. Das mag hier genügen. 

II. Correctur der Übersetzung Rufins. 

Wenn wir auch die von Rufin in seiner Übersetzung angeAvandte 
Methode verwerfen und ihre großen Mängel sehr stark hervorheben 
müssen, so dürfen wir doch andererseits nicht verkennen, daß wir zur 
Controlle und Correctur der Fehler und Mängel Rufins ein reiches 
Material zur Verfügung haben. Hierauf ist schon oben gelegentlich 
hingewiesen worden. Dieses Material wird uns teils durch die Gegner 
des Origenes und Rufin, teils durch Origenes selbst und seine Anhänger 
in Parallelstellen dargeboten. 

1. Die Polemik der Gegner. 

Der Kampf des Hieronymus gegen Rufin wurde mit einer solchen 
Schärfe und Gehässigkeit geführt, daß man mit Sicherheit annehmen 
kann, Hieronymus habe alles den Rufin belastende Material in seinen 
Briefen und Streitschriften zusammengetragen. In den an Avitus ge- 
sandten Excerpten aus Περϊ αρχών fehlt sicherlich nichts Wichtiges. 
Wir hätten davon für die Textherstellung noch mehr Gewinn, wenn 
Hieronymus immer wörtlich citiert hätte; aber auch so können wir zu- 
frieden sein. Theophilus von Alexandria hat nur einzelne Lehren des 
Origenes in seinen Rundschreiben hervorgehoben. Viel mehr wird aber 
unsere Kenntnis des Originals durch die fast durchweg wörtlich citierten 
Fragmente Justinians und der späteren Gegner des Origenes bereichert, 
die den großen Theologen eitleren mußten, wenn sie seine Ketzereien 
bekämpfen wollten. Endlich ist am Anfang des 111. und IV. Buches 
je ein großes und zusammenhängendes Stück vom Original durch die 
Philokalia gerettet worden. Fassen wir dies alles zusammen, so ist das 
Ergebnis doch nicht allzu dürftig. Auch erscheint es sehr wohl mög- 
lich, daß eine systematische Durcharbeitung der späteren Kirchen- 



Einleitung. D. Inhalt und Gliederung der Schrift CXXXVU 

Schriftsteller und der Catenen-HSS noch manches Fragment oder manche 
Parallele zu den hier gedruckten hinzufügen wird. 

. 2. Die Parallelen bei Origenes und anderen. 

Zur Correctur der Rufin'schen Übersetzung dienen auch Parallel- 
steUen, besonders bei Origenes. Dieser wiederholt sich bekanntlich in 
seinen Schriften vielfach, und so kann zum Verständnis oder zur Ver- 
besserung der einen Stelle manche andere herangezogen werden. Aus 
diesem Grunde habe ich Parallelstellen in den Testimonien mögKchst 
reichlich gegeben. Allerdings müssen wir bedenken, daß nur griechische 
Parallelstellen wirklichen Wert haben. Denn aUe lateinischen Über- 
setzungen Rufins — in geringerem Maße die des Hieronymus — müssen, 
wie oben im Abschnitt CI 2 dargelegt worden ist, mit großer Vorsicht 
benutzt werden. Außer den Citaten können Parallelen bei späteren 
Schriftstellern besonders für Lücken, die in Rufins Übersetzung vor- 
liegen, gute Verwendung finden. Origenes hat auf alle späteren grie- 
chischen Theologen, mochten sie seine Anhänger oder Gegner sein, so 
stark eingewirkt, daß in ihren Schriften überall Spuren dieser Ein- 
wirkung vorliegen. Oft würd der Name des Origenes nicht genannt, 
aber seine Lehren werden benutzt oder bekämpft. Die Aufgabe, den 
Ursprung solcher späteren Ansichten festzustellen und, wenn es ge- 
schehen kann, auf Origenes zurückzuführen, ist nicht leicht. Vieles 
bleibt hier Vermutung, nur einiges wird zur Wahrscheinhchkeit. Ich 
habe es aber für richtig gehalten, Lücken bei Rufin, vor allem die große 
in 1 8 und Π 8, nicht leer zu lassen, sondern mit einem möglichen oder 
auch wahrscheinlichen Inhalt zu versehen und dadurch die lückenhafte 
Übersetzung Rufins wenigstens einigermaßen zu ergänzen. Für die 
einzelnen Stellen ist oben Β V 3 zu vergleichen. 



D. Inhalt und Gliederung der Schrift. 

I. Inhalt der Sclirift. 

An den Anfang seines Werkes hat Origenes einen kurzen Abriß der 
damals geltenden Glaubenslehre gestellt. Sie wird von Origenes III 1, 1 
(S. 195, 4) als το κή(»νγμα το Ικχληοιαϋτικόν und in einem bei Anti- 
pater von Bostra erhaltenen griechischen Fragment Praef. 10 (S. 16, 1) als 
το χηρνγμα bezeichnet, was Rufin mit »ecclesiastica praedicatio« (S. 16, 

Origenes V. Κ 



CXXXVIU Oiigenes 

4. vgl. S. 195, 14) übersetzt. Da das genannte Fragment und auch ein 
zweites (S. 14, 14) mit Rufins Übersetzung übereinstimmen, so darf man 
annehmen, daß Eufin die Einleitung im allgemeinen nicht verändert 
hat. Einschaltungen und Erweiterungen kann er aber, z. B. S. S, 2öiF, 
vorgenommen haben. Diese Glaubenslehre führt Origenes auf die Apostel 
zurück (S. 9. If) und betont, daß diese zwar allen Gläubigen gewisse 
notwendige Hauptlehren überhefert, aber deren Begründung nur den 
Geistbegabten vorbehalten hätten (S. 9, 3 ff). Hiermit will Origenes 
offenbar die Berechtigung seines dogmatischen Werkes erweisen. Dann 
werden die einzelnen Teile dieses χήρνγμα aufgezählt: ein Gott, der 
alles geschaffen, die Propheten und Jesus Christus gesandt hat, der 
Gott des alten und neuen Bundes; Jesus Christus, vor der Schöpfung 
aus dem Vater geboren, mitwirkend bei der Schöpfung, Mensch geworden, 
von einer Jungfrau aus dem heil. Geist geboren, wahrhaftig gestorben 
und auferstanden und erhöht; der heilige Geist, über dessen Ursprung 
und "Wesen noch nachzuforschen ist, der aber sowohl Propheten als 
Apostel erleuchtet hat. Dann folgt die Lehre von der Unsterblichkeit 
und Bestrafung der Seele, ihrer freien "Willensbestimmung und ihrem 
Kampf mit den feindlichen Mächten. Über den Ursprung der Seele 
hat dagegen das yJjQvyua nichts festgestellt, ebenso auch nichts über 
"Wesen imd Ursprung des Teufels und seiner Diener. Ferner lehrt das 
χήονγμα zeitlichen Anfang und zeitliches Ende dieser "Welt, sagt aber 
nicht, was vorher gewesen sei oder später sein werde. Ferner lehrt es 
Inspiration und tieferen Sinn der heiligen Schrift. "VS^eiter enthält das 
κήρυγμα die Lehre von den Engeln und guten Mächten, sagt aber über 
ihren Ursprung, ihren Aufenthaltsort und ihr "Wesen ebensowenig 
etwas aus, wie über die Belebtheit der Gestirne. Diese Lehren muß 
man, so schließt die Vorrede, zugrunde legen, wenn man mit Hufe von 
Schriftbeweisen ein ganzes (dogmatisches) "Werk schaffen will. 

"Was bezweckt nun Origenes mit seiner Einleitung? Offenbar will er 
bekräftigen, daß er die in der Kirche giltigen Glaubenssätze ebenfalls 
bekennt und unverändert festhält. Da er aber zugleich auch hervor- 
hebt, welche Punkte in dem χήρνγμα noch nicht festgelegt waren, 
sondern der Untersuchung durch geistbegabte Gelehrte harrten, ver- 
steht er es sehr geschickt, sich für seine philosophisch-theologischen 
Speculationen über das "Wesen des heiUgen Geistes, den Ursprung der 
Seelen und der Engel und des Teufels, die TVelterneuerung, die Belebt- 
heit der Gestirne, neben der Erörterung der eigentlichen Grundlehreu 
(άρχαί) Raum und Berechtigung zu schaffen. Tatsächhch folgt also 
Origenes in seinem "Werke den einzelnen Teilen des κ/)ρνγμα, verweilt 
aber bei dem Unsichern und Problematischen viel länger als bei jenen 



Einleitung. D. Iniialt und Gliederung der Schrift CXXXIX 

Lehren ^, sodaß die Disposition des Ganzen gelegentlich etwas verwischt 
erscheint. Im I. Buche wird die Lehre τοη der Gottheit (Vater, Sohn, 
Geist) und den göttlichen \'ernuiiftwesen, ihrem Ursprung und Sein, 
ihrer Freiheit, ihrem Fall, ihrer Wiederbringung vorgetragen. Da zu 
den Vernunft wesen auch Engel und Gestirne gehören, so mußte über 
deren ITrsprung und Wesen, femer über den Unterschied von Geist 
und Materie ausführlich gesprochen werden. Das U. Buch handelt 
von der "Welt (ihrem AYesen, Anfang und Ende und der Entstehung 
neuer Welten) und der Menschheit, die, gebunden an die irdischen 
Körper, sündigt und von der Gottheit abfäUt und der Erlösung durch 
den menschgewordenen, sündlosen Logos sowie der Erleuchtung und 
Heiligung durch den heiligen Geist bedarf. Hierbei wird die Identität 
des gerechten und gütigen Gottes hervorgehoben und das Verhältnis 
der Seele {^Ι^νχή) zum Geiste {νους), der Abfall der Geister (Seelen) und 
der Begriff ψνχη ausführlich erörtert. Den Schluß bildet die Be- 
sprechung der letzten Dinge (Weltende, Gericht, HöUenstrafen, Auf- 
erstehung, seliges Leben). Im HI. Buche wird von der Beziehung der 
Menschheit zur Gottheit, von Sünde und Erlösung, Willensfreiheit und 
Gottes Gerechtigkeit, dem Kampf mit den bösen Mächten und den 
Leidenschaften, dem sittlichen Weltzweck und der Erziehung der Geister, 
der Wiederbringung des AUs und der Vollendung in der Gottheit ge- 
sprochen. Das IV. Buch bringt, außer einer Eecapitulation der Haupt- 
lehren mit einzelnen Nachträgen am Schluß, die Lehre von der Inspiration 
der heiligen Schrift, dem dreifachen Schriftsinn und der Notwendigkeit, 
die Schritt geistig auszulegen, um ein höheres Verständnis der gött- 
lichen Geheimnisse zu gewinnen. Abgesehn von der Zusammenfassung 
des in B. 1 — III Gesagten am Schluß des IV. Buches, trifft man auch 
in B. I — III mehrfach Wiederholungen an. Dies erklärt sich, wie 
Harnack (Dogmengeschichte ^ I 663 Anm.) richtig bemerkt, daraus, daß 
»Origenes bestrebt gewesen ist, in jedem der drei ersten Teüe ein Ganzes 
zu liefern«. Die Überschriften dieser vier in sich abgeschlossenen Bücher 
würden kurz gefaßt so lauten: Gott, Welt, Freiheit, Offenbarung. 

II. Bnch- nnd Capiteleinteilung:. 

Die Einteilung von Πεοι αρχών in 4 Bücher wird durch lustinian 
m seinen Excerpten, durch Photius. der in seiner Bibliothek (Cod. S) 
eine Aufzählung der Capitelüberschriften gibt, durch die Philokalia, wo 
Buch III und IV citiert werden, und durch die zweite Vorrede Rufins 
(S. 193, 6. 9) ausreichend bezeugt. Hierzu tritt das Zeugnis der latei- 

1) Vgl. die interessante Aufzählung der zu behandelnden einzelnen Problenie 
B. IY2, 7. 8 (319, 5ff). 

K* 



CXL Origenes 

nischen HSS, welche die Übersetzung Eutins enthalten, oder vielmehr 
das des gemeinsamen Stammvaters, des Codex LucuUanus. Photius gibt 
wohl die Überschriften nach seiner HS ziemlich genau und vollständig 
an; nur liegt bei ihm ein offenbarer Fehler vor, der entweder ihm 
selbst oder einem Abschreiber zur Last fällt: das Capitel Πίρ\ τέλους 
steht bei ihm unrichtig als erstes des IV. Buches, anstatt als letztes des 

III. Buches. Den Fehler berichtigt, abgesehn von Kufin, auch Hiero- 
nymus in dem Brief an Avitus 10 (Migne SL 22, 1069), da er ein Citat 
aus diesem Capitel ausdrücklich als dem Schluß des 111. Buches ange- 
hörig bezeichnet. 

1. Photius, die Philokalia und der Codex Luculianus. 

Es fragt sich nun, ob die von Photius überlieferten Capitelüber- 
schriffcen als ursprünglich, oder als erst später in den HSS hinzuge- 
fügt angesehn werden müssen. In der Philokalia hat das aus dem An- 
fang des III. Buches entnommene 21. Capitel folgende Überschrift: Π^ρϊ 
αντεξονοΊον, καΐ των δοχούντων τοντο αναιρεί ν ρητών γραφικών 
λνοις καΐ ερμηνεία. Die beiden ersten Worte stehen als Überschrift 
des 1. Capitels des III. Buches auch bei Photius, und die Überschrift des 
Cod. L: »De arhitrii libertate« stimmt genau dazu. Gelegentlich sind 
ja die Überschriften der Philokalia etwas wortreich und enthalten mehr, 
als in der Vorlage stand. Beim 1. Capitel der Philokalia, das den ο 
ersten Capiteln des IV. Buches von Περί αρχών entspricht, ist dies aber 
wohl nicht der Fall. Die Philokalia bietet die Überschritt: Περί τον 
ϋ-εοπνεΰοτον της -θείας γραφής, και πα)ς ταντην άναγνωοτέον καϊ 
νοητέον τις τε 6 της εν αυτή άϋαφείας λόγος και τοΰ κατά το ρητόν 
εν τιΟιν άδιwάτoυ η αλόγου. Dieser Wortlaut ist weiter nichts als 
eine Zusammenfassung der Überschriften der drei ersten Capitel des 

IV. Buches und stimmt im allgemeinen mit Photius überein. Nur ist 
dieser kürzer ( Οτι ϋ^εΐαι αί γραφαί. Οπως όεΐ αναγινώοκειν και νοείν 
τάς γραφάς) und läßt — der Grund ist nicht ersichtlich — die Über- 
schrift des 3. (und auch des 4.) Capitels des IV. Buches überhaupt weg. 
Von den 3 lateinischen Überschriften stimmt die erste mehr mit der 
Philokalia, als mit Photius; daher habe ich im Text den Wortlaut der 
Philokalia vorgezogen. Die zweite und dritte lateinische Überschrift 
(s. unten den AVortlaut) weichen von der griechischen Fassung der Phi- 
lokalia (und des Photius) stark ab und scheinen absichtlich geändert 
zu sein. Jedenfalls beweist aber die allgemeine Übereinstimmung der 
Philokalia und des Photius, daß die griechischen Überschriften alt sind. 
Sie gehen vermutlich auf die in Caesarea durch Pamphilus und Eusebius 
veranstaltete Ausgabe der Schriften des Origenes zurück. 



Einleitung. D. Inhalt und Gliederung der Schrift 



CXLl 



In den aus dem Codex L abzuleitenden lateinischen HSS tritt deut- 
lich das Bestreben hervor, die wenigen ursprünglichen Capitelüber- 
schriften des griechischen Originals, um einen bessern Überblick herzu- 
stellen, teils durch fortgesetzte Gliederung zu vermehren, teils durch 
Hinzufügen zu ergänzen und zu erweitern. Daß der Schreiber des Codex 
L bereits in seiner Vorlage Capitelüberschriften vorgefunden haben muß, 
ist oben S. LXV dargelegt worden. Daraus folgt, daß die Capitulatio 
des Codex L sehr wahrscheinlich auf Rufin selbst zurückgeht. Viel- 
leicht ist sie aber bei ihm noch kürzer und der griechischen ähnlicher 
gewesen und später erweitert^worden. Den Höhepunkt in dieser Sucht, 
immer neue Rubra anzubringen und die Zahl der einzelnen Capitel 
immer zu vergrößern, hat der Schreiber (oder vielmehr Bearbeiter) des 
Codex ß, über den oben S. L das Nötige gesagt ist, erreicht. Um 
das Verhältnis der Capitelüberschriften zu einander deutlich zu machen, 
habe ich im folgenden die griechischen fürB. I— III nach Photius, für 
B. IV nach der Philokalia, mit Hinzufügung der Parallelen des Photius, 
und die lateinischen nach Codex L nebeneinander abdrucken lassen. 



Buch I. 



Προοίμιον. 
ii . Περί .τατρός. 
β'. Περί χριΰτον. 
γ . Περί αγίου πνεύματος. 



ό . Περί λογικών φύοί 



Praefatio S. 7—16. 
Caput Ι. De deo. S. 16—27. 
„ Η. De Christo. S. 27—48. 
„ HL De spiritu sancto. S. 48 
—63. 
[ „ IV. De imminutione vel lapsu. 

S. 63-65.] 
[ „ IV *, De creaturis vel condi- 
tionibus. S. 65—68.] 
„ V. De rationabilibus naturis. 
S. 68— ()9. 
[ „ V^ De contrariis virtutibus. 
S. 70—78.] 
„ VI. De fine vel consumma- 

tione. S. 78 — 85. 
„ VII. De incorporeis et corpo- 

ribus. S. 85—94. 
„ VIII. De angelis. S. 94—98. 
[ „ VIIK De his, qui naturas esse 
spiritales diversas adfir- 
mant. S. 98—105.1 



CXLII 



Origenes 



Buch IL 



«'. Περί χόομον καϊ των sv αντώ 
χτιομάτων 



β'. Ότι είς ΰ-εος νόμου καϊ προ- 
φητών, και ότι 6 αυτός πα- 
λαιάς και καινής όια&ήκης 
ϋ-εός. 

γ'. Περί της τον ϋωτήρος έναν- 

■θ^ρωπηοεως. 
ό'. "Οτι το αυτό πνεύμα εν Μωοεΐ 

και τοις άλλοις προφηταις καϊ 

άγ'ιοις άποοτόλοις. 
ε'. Περί ψυχής- 



Περί άναοτάοεωςκαι κολάΰεως. 



ζ'. Περί επαγγελιών. 



Caput Ι. De mundo. S. 106—111. 
„ 11. De perpetuitate corpo- 

reae naturae. S.lll — 113. 
„ 111. De initio mundi et causis 

eius. S. 113—126. 
„ IV. Quia unus est deus legis 

et prophetarum et do- 

mini nostri lesu Christi 

pater. S. 126—132. 
, V. De iusto et bono. S. 132 

—139. 
„ VI. De incarnatione Christi. 

S. 139-147. 
„ Vll. De spiritu sancto. S. 147 

—152. 

„ Vlll. De anima. S. 152—163. 

„ IX. De mundo et motibus 
rationabilium creatura- 
rum vel bonarum vel 
malarum et de causis 
eorum. S. 163—172. 

„ X. De resurrectione et iudi- 
cio. S. 172—183. 

„ XL De repromissionibus. S. 
183—192. 



Buch 111. 



a'. Περί αυτεξονοίου. 



Πώς 6 διάβολος και αί άντι- 
κείμεναι δυνάμεις κατά τας 
γραφας οτρατεύονται τώ αν- 
^ρωπ'ινφ γένει. 



Caput 1. De arbitrii libertate. 
S. 195—244. 

„ IL De contrariis potestati- 
bus. S. 244—256. 

„ 111. De triplici sapieutia. S. 
256—263.] 

„ IV. Utrum verum sit quod 
quidam dicunt, quasi bi- 
nas animas esse per sin- 
sulos. S. 263—270. 



Einleitung. D. Inhalt und Gliederung der Schrift 



CXLIII 



7'. "Οτι γενητος 6 κόομος και φθ^αρ- 

τος άπο χρόνου αρξαμενος. 
ό'. Περί τελονς. 



Caput V. Quod mundus ex tempore 
coeperit. S. 271—279. 
„ VI. De consummatione mun- 
di. S. 279—291. 



Buch IV. 



τον d -εοπνενοτον της 
γραφής {οτι ϋ-εΐαί αί 



α . Περί 

ϋ^είας 

γραφαί Phot.). 
β'. Πώς άναγνωϋτέον και νοητέον 

την ϋ^είαν γραφην (όπως όεΐ 

άναγινώοκειν και νοεΐν τας 

γραφάς Phot.). 

7'. Τις ό της εν τ^ ΰ-εία γραφχι 
άϋαφείας λόγος και τον κατά 
το ρητον εν τιϋιν άόννάτον η 
άλόγον (<C Phot.). 

(ό'. Άνακεφαλαίωοις περί πατρός 
και νιου καϊ άγίον πνεύματος^) 



Caput Ι. Quod scripturae divinitus 
inspiratae sunt. S. 292 — 
305. 

„ II. Quod multi spiritaliter 
non intellegentes scrip- 
turas et male intelle- 
gendo in haereses decli- 
narint. S. 305—323. 

„ III. Exempla scripturarum 
de ratione intellegendae 
scripturae. S. 323 — 347. 

„ IV. Anacefaleosis de patre 
et filio et spiritu sancto 
ceterisque, quae superius 
dicta sunt. S. 348—364. 



2. Die lateinischen Handschriften BC. 

Ich habe oben S. L die Vermutung ausgesprochen, daß der Stammvater 
der Codices BC (= /?) in dem Kloster Monte Cassino entstanden sei. Nur 
an einer so bedeutenden Bildungsstätte, wie dieses Kloster in jenen 
Jahrhunderten des Mittelalters war, konnte die gelehrte Textrecension 
entstehen, die wir aus der Vergleichung von Cod. Β und C zu er- 
schließen imstande sind. AVie eingehend und sorgfältig die 4 Bücher 
Periarchon damals in Monte Cassino, wie ich vermute, studiert worden 
sind, beweist besonders die ausführliche Capitulatio in Β und C, die 
teils den einzelnen Büchern vorausgeschickt ist, teils über jedem Ab- 
schnitt als Kubrum wiederholt wird. Ich gebe im folgenden einen 
Abdruck desjenigen Textes, der durch Vergleichung der Capitelverzeich- 
nisse (= Cap.) vor den einzelnen Büchern und der Rubra im Text der HSS 
BC für den Codex β erschlossen werden kann. Hierbei ist zu bedenken, 
daß Β alle 4 Bücher vollständig enthält, C aber schon III 5, 5 (S. 276, 11) 
endigt. Diese Capitelübersicht scheint mir als ausführliche Inhalts- 
angabe interessant und nützlich zu sein. Offenbare Schreibfehler der 



CXLIV Origenes 

HSS sind nicht berücksichtigt. Am Rande sind die Capitel von Cod. L 
angemerkt. 

HAEC CONTINET ORIGENIS PERIARCHOX 
LIBER PRIMUS. 

Cod. L I. Quod omnis veritas nonnisi a χρο et ab his qui a xJJo sunt inspirati 

discenda sit. 
II. Quoniam ipsi qui χρο credunt diverse de dogmatibus sentiunt, quae 
(Praef.) sint quae secundura auctoritatem scribturarum ex definito tenenda 

sint, et quae sint quae ratione sola et coniecturis, quia scribtura- 
rum auctoritate carent, prudenter opinanda sint. 
III. De appellatione asomati, id est incorporei. 
(I) IV. De dö quod neque ipse corpus sit neque in corpore positus. 

V. Quomodo rationabilis creatura participium sc! Sps capere dicatur. 
VI. Quod substantia di, qaae tota mens est, nee corporea nee ex di- 

versis composita possit intellegi. 
VII. Quod penitus natura di visibilis non sit. 

(II) VUI. De χρο quod diversis appellationibus nunc unum esse cum patre 
secundum divinitatis naturam docetur, nunc etiam cum hominibus 
secundum dispensationem carnis assumptae. 

IX. Quod sicut semper pater, ita semper et filius, et quomodo intellegi 
debeat »dnä creavit me initium [B i. Text, in initium C in initio Β 
Gap.] viarum suarum« {Prov. 8, 22). 
X. Quod non corporali progenie pater filium genuit, sed ut cor verbum, 

ut voluntatem mens, ut sapientiam sensus, ut splendorem lux. 
XI. Quod homousius sit filius patri , id est unius cum eo substantiae, 
et quod virtus aeterna de aeterna virtute sit, et quomodo omni- 
potens sit ds ac de omnipotente omnipotens natus sit filius. 
XII. De omnipotentia χρΊ filii di, quod eadem sit quae patris eademque 

substantia et inoperatio. 
XIII. De bonitate filii di, et quomodo intellegi debeat quod scriptum est 
»nemo bonus nisi unus ds pater» {Mark, 10, 18). 

(III) XIV. De spü scö quod neque creatura esse usquam in scribturis scis 
legatur, neque in aliquo a virtute et potestate patris ac filii differat. 

XV. De seraphin. 

XVI. Quod sps scs tantummodo scis detur, et quod patris et filii et sps 
sc! inoperationes vel efficientiae nunc [non C] separentur in scrib- 
turis propter personarum vel proprietatum distinctionem, nunc ad 
unü revocentur et indiscrete habeantur propter substantiae uni- 
tatem, et cum varia trinitatis dispensatio referatur, ad unum tarnen 
dm omnium summa revocetur. 

(IV) XVII. De imminutione [immutatione Β Gap.] vel labsu rationabilium. 
(IVa) XVIII. De creaturis vel conditionibus et virtutibus di, per quas creat et 

benefacit his quos creavit. 
XIX. Quod cum semper ds beneficus fuerit, semper habuerit creatm-as 
quibus benefaceret. 



Einleitung. D. Inhalt und Gliederung der Schrift CXLV 

Cod. L (V) XX. De rationabilibus [rafcionalibus C Cap.] naturis et ordinibus earum 
nominibusque vel officiis. 
(Va) XXI. De contrariis potestatibus, quod etiam istae a do bonae creatae 
sunt et in natura quidem habeant, ut et boni capaces sint, sed in 
voluntate non habeant, et quod ordines et gi-adus quosdam habeant 
in nialitia secundum quod ex [B i. Text u. C et Β Gap.] ipsis eorum 
vocabulis indicatur. 
XXII. Quid ,Quod G] hiezecihel [iezechiel G] de quadam maligna virtute 
et ex pristina bonitate dilabsa sub vocabulo principis tyri, quid 
[quod CCap.] etiam de alia simili esaias propheta commemorat. 
CVIi ΧΧΙΠ. De fine vel consummatione nee non et de principio rerum sed et 
diversitate ordinum ac restitutione in unum. 
XXIV. Quae sint rationabili naturae emendationum species, et quae uti- 
litas correptionis et poenae tarn in teraporalibus quam etiam in 
aeternis, et quod finis mundi per immutationem habitus eius fiat, 
non per interitü substantiae corporalis. 
(Vllj XXV. De incorporeis et corporibus. 
XXVI. De sole et luna ac stellis. 

XXVII. Quomodo secundü sermone apostoli pauli >creatura vanitati sub- 
iecta est^ [Rom. 8, 20). 
(VIU) XXVm. De angelis. 

(Villa) XXIX. De his, qui diversas naturas esse spiritales [spüäles GCap.] affirmant, 
et quod omnis rationabilis creatura boni malique sit capax atque 
ex altero venire possit in alterum. 
XXX, Quod per arbitrü libertatem tripertito modo ex rationabili creatura 
caelestes ac terrestres atque iuferni, qui sunt contrariarum pote- 
statum ordines, facti sint [sunt Β i. Text G Gap.]. 

IXC'IPIUXT CAXONES LIBRI SECUNDI. 

il) I. De rationibus causisque mundi et his, quae ante ipsum vel post 

ipsum opinanda sint [sunt C Gap.]. 
II. De qualitate naturae corporeae vel materiae. 
(llj III. De perpetuitate corporeae naturae. 

(Illj IV. De initio mundi et causis eius. 

V. Quod semper animae usurae sint corporibus suis, cum ea incornipta 

et imraortalia ex resurrectione receperint [susceperint G Gap.]. 
VI. Quae asserant hi, qui putant animas quandoque corporibus caritm^as. 
VII. Quid responderi debeat his, qui naturam corporeä negantessemansurä. 
VIII. Quod multa sint saecula et diversa [indiversa G i. Text], ex quibus 
alia iam fuisse, alia futura dicantur [dicuntur C Gap.]. 
IX. Quae ratio sit mundi vel vocabuli eius vel numeri, quaeve vel ubi 
beatitudinis summa. 
(IV) X. Quia unus est ds legis et prophetai-um et diu ihü γρι pater. 

XI. De eo, quod scribtum est »dm nemo vidit umquam« {Joh. 1, 18). 
(V) XII. De iusto et bono dö [dö < G], 

(VI) XIII. De incarnatione χρι, et quod verbum di non nudam humanae na- 
turae carnem, sed aniraa racdiante susceperit. 



CXLVI Origenes 

Cod. L XIV. Quod anima ihü non forfcuito nee pro aliqua acceptione peraonae, 
sed virtutum suarum et puritatis merito, ut vas verbi di esset, 
electa est. 
(VII) XV. De spü scö. 

XVI. Quae sit paracleti significantia [significatio C Gap.] in spü scö, 
qiiae vero in filio di. 
(VIII) XVII. De animaruni ratione et statu et diversitate et ipsius nominis si- 
gnificantia. 
XVIII. Quae sit significantia animae, quaeve sps vel mentis. 
XIX. Quomodo intellegenda sit anima salvatoris, quomodo etiam, ubi 
ipsius di anima in scribturis nominatur. 
(IX) XX. De mundo et motibus rationabilium creaturarum vel bouarö vel 

malarum et de causis eorum. 
XXI. Cum diversa sit in hoc mundo nascendi sors et vitae condicio, 
quomodo et bis, qui dicunt haec pro diversis naturis animarum 
bonis malisque accidere, respondendum sit et Providentia di in- 
culpabilis assignetur, dum pro suis unam quamque animam vel 
mentem meritis dispensat ac motibus. 
XXII. Quod rationabilium creaturarum prima conditio diversitatem habere 
non potuit, quia creantis iustitia creaturis suis primos ortus dis- 
pares dare non poterat; restare ut ex propriis animorum motibus 
in singulis quibusque nata videatur esse diversitas. 
(X) XXIII. De resurrectione et [+ de G] iudicio. 

XXIV. Quomodo ex corpore corruptibili incorruptibile resurgat et ex aui- 
mali spiritale, et ita ^gloriam incorruptioL•is< adquirat, ut veritatem 
propriae substantiae non amittat. 

XXV. Quibus quantisque modis >ignis< intellegi debeat, qui peccatoribus 
praeparatus est, quid intellegi debeant >tenebrae exteriores<, quid 
etiam sit 'dividi et partem eins cum infidelibus poni<, qui [qd CT 
carcer vel cetera suppliciorum genera. 

XXVI. Quod a dö quae fiunt sie bona sunt omnia, ut etiam poena quae 
infertur ab eo ad emendationem inferatur, non ad interitum. 
(XI) XXVII. De repromissionibus. 

XXVIII. Quo sensu >manducandi et bibendi in futuro saeculo<, quo etiam >re- 
gnandi vel potestatem habendi super alios< accipi debeat repromissio. 

XXIX. Quod cupiditas scientiae arcanorum di naturaliter mentibus insita 
sit, et per hanc omne quidquid in praesenti saeculo videtur oecul- 
tum in futuro mens et assequi gestiat et exuta pondere corrnptionis 
facilius possit adipisci. 
XXX. Quod nihil sine summa ratione sit quod a dö factum est sive cae- 
lestium sive terrestrium ; quam ratione etiamsi in praesenti saeculo 
hominibus adsequi inpossibile est, possibile tamen sit in futuro, 
cum anima vel meritis vel eruditione profecerit ; convenire namque 
bonitati di ut eorum intellegentiam non subtrahat animae, quorum 
intuitum praestitit et [< G] aspectum. 

XXXI. Quod gradibus quibusdam per diversas locorum qualitates et 
glorias conscendatur ad regna caelorum, et simul cum locorü pro- 
fectibus etiam ratio eorum proficientibus ac scientia clarescat. 



Einleitung. D. Inhalt und Gliederung der Schrift CXLVII 

Cod. L XXXI I. Quod cum mens ad summam perfectionis ascenderit, cibus ei sit 
di sapieutia et potus rei-um scientia [et p. r. sc. < C], et his ali- 
mentis aut incrementum capiat, si adhuc indiget incrementis, aut 
stabilitatem teneat, si in id loci ventum est, ubi addi iam nihil possit. 

HAEC CONTINET PERIARCHON LIBER TERTIUS 

(1) I. De arbitrii libertate cum absolutionibus quaestionum, quae ad- 

versum hoc de scribturis obtendi [so C, ostendi B] solent. 
(II) II. De contrariis potestatibus, quaeve sint istae et quomodo humano 
generi adversentur. 

III. Quod non omne quod delinquunt homines diabolo adscribendum est, 
sed quaedam, immo quam plurima ex humanis vitiis exordium 
sumant, etiamsi finem diabolo cooperante percipiant [precipiant G 
i. Text perficiant Β Gap.] 

IV. De diversitatibus temptationum vel agonum. 

V. Quantis vel qualibus modis sive ad bonü sive ad malum cogitatio 

humana moveatur. 
VI. Quod temptationes hominibus non sine dö veniant, et mensuras et 
tempus et modum certaminis et quis homo adversum quem ex 
principibus vel potestatibus vel rectoribus mundi certare debeat, 
ipse statuat. 

(III) VII. Quae sit diversitas inter >sapientiä di< et >sapientiam mundi huius< 

et »sapientiam principum mundi huius«, vel quomodo quis deci- 
piatur per hanc sapientiam, quae est >principum huius mundi<. 
VIII. Quomodo vel pseudoprophetae inspirentur, ut hereses doceant, vel 
prophetae, ut verbum di aununtient. 
IX. Quia legimus nonnullos ante nativitatem adhuc in utero matris 
spü scö repletos, alios vcro spiritu maligno, ut saepe compertum 
est, quae huius causae habenda sit opinio magis quam ratio. 

(IV) X. Quae siut diversorum de anima opiniones, et utrum verum sit quod 

quidam dicunt quasi binas animas esse per singulos ''et utrum 

— singulos < C]. 
(V) XI. Quod mundus ex tempore coeperit et finem speret. 

XII. Quod etiam ante hunc visibilem mundum fuerint creaturae ratio- 

nabiles, quas et tunc dispensabat ds et nunc dispensat et in futu- 

inim dispensubit, nee umquam ab earum dispeusatione cessetur. 
ΧΠΙ. Quae sit causa, ut verbum di in carne veniret, et quomodo sub- 

iectis Omnibus >ipse patri subiciendus* dicatur [dicitur BG i. Text]. 
(VI) XIV. De cousummatione mundi, et quid sit summum bonum vel quae 

perfectio omnium. 
XV. Qualiter intellegi debeat spiritale fspirituale C'j corpus, quod ex 

resurrectione futurum promittit apostolus, et quia ex hoc ipso cor- 

p:)re, in quo nunc sunms, in melius mutato [inmutato C] orit illud, 

«luod >gloriosum< et >spiritale< nominatur. 
XVI. Quod ad omncm permutationem, quam voluerit di, sequax sit 

natura corporea et ideo in summa omnium perfectione summae 

claritatis capax futura sit. 



CXLVIII Origenes 

INCIPIUNT CANONES LIBKI QUAKTI. 

Cod. L (I) T. Qaod divinitus inspiratae sunt scribturae. 

(II) II. Quod multi spiritaliter non intellegentes scribturas et male intelle- 
ge ndo in hereses declinaiint. 

(III) III. Quo ordine vel quo sensu intellegi debeant scribturae divinae. 
IV. Exempla scribturarum de ratione intellegendae scripturae. 

V. Quod licet allegoriae recipiendae sint in scripturis divinis, taiuen 
etiain historiae rationem constare in quam plurimis confitendum, 
nee turbari posse spiritalem sensum, ubi littera consequentiam 
suam servat. 
VI. De hierusalem caelesti aliisque >civitatibus<, quarum >potestateni 
fidelis quisque servus et bonus dispensator ac prudens in futuro 
sae;:uIo< dicitur >accepturus<. 
VII. Quod quae scribtura de gentibus et nationibus dicit, haec spirita- 
liter aptius ad diversitates referuntur [referantur Β i. Text] ani- 
marum, quae victae a peccato >captivae< dicantur effectae. 
Vi II. Certum esse scriptura,s de divinis [scr. divinitus Β i. Text] loqui et 
supra quam humanus capei'e soleat auditus, et ideo neque intel- 
lectum esse in propatulo nee humanas usque quaque assertione» 
in divinis [indiunis Β Gap., divinis Β i. Text] sensibus expetendad 
fexpcctandas Β i. Text]. 
IX. Non esse erga sermonum pugnas et diti'erentias aegrotandum, sed 
qualicumque sermone quid scribturae sensus indicare voluerit 
requirendum. 

(IV) X. Anacefaleosis de patre et filio et spü scö ceterisque, quae superius 

dicta sunt. 



3. Dispositionsangaben des Origenes. 

Wir haben oben S. CXXXVlIf festgestellt, daß das χηρνγμα mit 
seinen einzelnen Lehrsätzen bei Abfassung γοη ΙΙερΙ αρχών als Grundlage 
gedient hat. Origenes konnte auch diese Lehrsätze in ihrer Aufeinander- 
folge sehr gut als eine Art von Dispositionssehema benutzen und des- 
halb von einer Capiteleinteiliing und von Capitelübersehriften absehen. 
Diese sind wahrscheinlich erst in der Reeension des Pamphilus-Eusebius 
hinzugefügt worden. Origenes hat in dieser Schrift nicht einmal die 
Abgrenzung der einzelnen Bücher von einander ebenso consequent, 
wie z. B. später in den 8 Büchern gegen Celsus, angegeben. Zwar steht 
eine entsprechende Bemerkung am Schluß des 111. Buches (S. 291, 5): 
»Nos vero in his finem libri tertii faciamus«, und am Anfang des 
IL Buches (S. 106, 8) wird in Rufins Übersetzung >superior libellus< 
erwähnt. Dagegen hängen Buch II und III, auch wenn wir S. 195. 
10 — 13 als Zusatz Rufins ansehen, so eng zusammen, daß nur die zweite 
Vorrede Rufins hier eine scharfe Grenze bildet. Für das Verständnis 



Einleitung. D. Inhalt und Gliederung der Schrift CXLIX 

der Composition der ganzen Schrift scheint es mir nun nicht unwichtig 
zu sein, die Dispositionsangaben, welche sich im Text von Περί αρχών 
vorfinden, hier zusammenzustellen. 

Praef. 1, S. 8, ö: nisi studii nobis esset, praesens hoc opus omni qua possu- 
raus brevitate succingere. 

Anlaß zur Abfassung und Thema, Praef. 2, S. 8, 14: Quoniam ergo multi ex 
his, qui Christo se credere profitentur, non solum in parvis et minimis discordant, 
verum etiam in magnis et maximis, id est vel de deo vel de ipso domino Jesu 
Christo vel de spiritu sancto, non solum autem de his, sed et de aliis creaturis, 
id est vel de dominationibus vel de virtutibus sanctis: propter hoc necessarium 
videtur prius de his singulis certam lineam manifestamque regulam 
ponere, tum deinde etiam de ceteris quaerere. Vgl. auch die Aufzählung 
der einzelnen Teile seines Themas IV 2, 7 (14), S. 319, 3ff. 

Praef. 10, S. lü, 0: Oportet igitur velnt elementis ac fundamentis huiusmodi 
uti secundum mandatum, quod dicit: »luluminate vobis lumen scientiae«, omnem 
qui cupit seriem quandam et corpus ex horum omnium [d. h, der einzelnen Punkte 
der kirchlichen Überlieferung] ratione perficere, ut .... et unum . . corpus effi- 
ciat exemplis et affirmationibus, vel his, quas in sanctis scripturis invenerit, vel 
quas ex consequentiae ipsius indagine ac recti tenore reppererit. 

11,9, S. 27, 16: naturam dei intellegentes, nunc quid sibi nomen Christi 
velit videamus. 

I 2, 10, S. 42, 20: de quibus plenius in locis propriis, in quibus de «"eaturis 
ei US disputandum fuerit, disseremus. 

13,1, S. 48, 17: Consequens igitur est nunc, ut de spiritu sancto quam 
possumus breviter requiramus. (Voraus geht 12, 13, S. 48, 12: Sed contenti his, 
de quibus superius disseruimus, consequenter etiam reliqua perquiramus). 

I 3, 8, S. 60, 22: His igitur de unitate patris et filii ac spiritus sancti prote- 
statis, redeamus nunc ad eum ordinem, quem disserere coeperamus. 

I δ, 1, S. 68, 19: Post eam dissertionem, quam de patre et filio et spiritu 
sancto, quantum valuimus, breviter digessimus, consequens est etiam de naturis 
rationabilibus ac de speciebus earum et ordinibus vel officiis tarn sanctarum 
qnain etiam malignarum virtixtum, sed et de his, qui inter has id est bonas et 
malas medii quidam sunt et adhuc in agone atque in certamine positi, pauca 
disserere. 

1 5, 2, S. 70, 28: In eo sane loco, in quo de rationabilibus naturis disseri- 
mus, .... 

Ι 7, 1, S. 8ö, 27: Haec quidcm, quae superius disseruimus, generali nobis ser- 
mone digesta sint, . . . pertractata atque discussa de rationabilibus naturis, 
post eumlocum, quem de patre et filio et spiritu sancto pro nostris viribus 
exposuimus. Nunc ergo videamus quae sint, de quibus disserere in consequentibus 
convenit secundum dogma nostrum, id est secundum ecclesiae fidera. 

I 8, 4, S. Κ '5, 14: Verumtamen suo in loco et tempore confntato hoc pervorso 
dogmate atque depulso, ea quae de scripturis sanctis ab illis prolata sunt, qualiter 
intellegi debeant exponemus. 

Π 1, 1, S. 106, 8: Consequens nunc videtur, licet oinnia, quae superiore libello 
disserta sunt, de mundo atque eius ordinatione disserta sint, proprie tamen pauca 
de ipso mundo ropetere, id est de initio eins ac fine vel his, quae inter iui- 



CL Origenes 

tium ac finem eius per divinam providentiam dispensantur, seu de bis, quae 
ante mundum vel post mundum patantur (vgl. S. 107, 10). 

Π 3, 6, S. 121, 1: His pro nostris viribus de mundi ratione dissertis, non vi- 
detur incongruum etiam ipsius mundi appellatio quid sibi velit inquirere. 

114,1, S. 126, 22: His per ordinein prout potuimus breviter digestis, conse- 
quens est secundum id, quod ex initio proposuimus (Praef. 4), confutare etiam 
eos, qui putant (daß der Gott des ATs verschieden sei von dem des NTs). 

116,1, S. 139, 6: Tempus est his decursis repetere nos de incarnatione 
domini et salvatoris nostri, quomodo vel homo factus est vel inter homines con- 
versatus est. Pro viribus igitur nostris psrexiguis considerata ex openim suorum 
magis quam ex nostri sensu s contemplatione divina natura, intuitisque nihilominus 

creaturis eius visibilibus. fide quoque invisibilibus contemplatis superest 

ut harum omnium creaturarum et dei medium, id est mediatorem quaeramus. 

II 7, 1, S. 147,24: Quia ergo post primas illas dissertiones, quas de patre 
et filio et spiritu sancto in initiis secundum quod res poposcerat exposuimus, 
Visum est rursum repetere nos debere et ostendere quod deus idem esset creator et 
conditor mundi et pater domini nostri lesu Christi, id est legis et prophetarum 
atque evangeliorum unus atque idem deus, tum deinde etiam de Christo, 
quod is, qui verbum et sapientia dei superius fuerat ostensus, etiam qualitcr homo 
factus est in consequentibus debuit demonstrari: superest ut etiam de spiritu 
sancto quam possumus breviter repetamus. Tempus est ergo nunc de spiritu 
sancto nos pro viribus pauca disserere . . . 

118,1, S. 152, 11: Post haec iam ordo deposcit nos etiam de anima gene- 
raliter inquirere . . ., vgl. S. 163, 17. 

119, 1, S. 163, 24: Sed nunc ad propositae disputationis ordinem redeamus et 
intueamur initium creaturae, quodcumque illud initium creantis dei mens 
potuerit intueri. 

1110,1, S. 172, 28: Sed quoniam nos sermo commonuit de iudicio futuro 

videamus quid etiam de his sentiri oporteat. Sed ut ad haec compe- 

tenti ordine veniatur, prius mihi videtur de resurrectione sermo movendus . . . 

II 10, 8, S. 1S3, 6: Sed sufficiant ista in praesenti loco, quae interim nunc, ut 
dicendi ordo servaretur, quam paucissimis dicta sunt. 

II 11, 1, S. Ib3, 11: Videamus nunc breviter, quid etiam de repromissionibus 
sentiendum sit. 

III 1, 1, S. 195, 4: 'Enel δε tv τω κηριγ}ΐατι τω ίκκληοίαοτίχω τΐΐΟίίχίται 6 

περί κρίσεως δικαίας θ^εοϋ λόγος φ^ρε και [τα] περί τον αντεξοχσίον ιδία 

ολίγα διαλάβωμεν . . ., vgl. S. 244, 3: και ταντα μεν αίτάρκως ήμιν κατεσκενάα9^ω 
περί τον ανιεξονσίον. 

III 2, 1, S. "^Ai, 14: Videndum nunc est secundum scripturas, quomodo con- 
trariae virtutes vel ipse diabolus reluctantur humano generi . . . 

III 2, 7, S. 255, 27: fed necessitas nos traxit paulo amplius evagari de con- 
luctatione adversarum virtutum . . . Nunc vero videamus quomodo homiaes etiam 
in peccatum falsae scientiae delabuntur . . 

111 3, 1, S. 257, 8: Λ'erum de sapientia dei in locis propriis requiremus . . ., vgl. 
IV 3, 14(26). Nunc vero quoniam quidem in manibus est tractatus de contrariis 
virtutibus . . 

111 3, 6, S. 263, 9: Verum sufficiant ista pro viribus disserta a nobis de his 
virtutibus, quae humano generi adversantur. 



Einleitung. D. Inhalt und Gliederung der Schrift. CLI 

1114,1, S. 263, 14: Nunc ergo ne de humanis quidem temptationibus 

riilendum puto, quae , posteaquam de his temptationibus exposuimus, quae 

plus quam humanae dicuntur, ... 

1114,3, S. 268, 18: Haec autem tractavimus volentes singularum assertionum 
disserere opiniones, ampliore quam voluimus usi excursu . . . 

1115,1, S. 271,4: Post haec iam quoniam quidem unum de ecclesiasticis 
definitionibus habetur . . . quod mundus hie factus sit et ex certo tempore 
coeperit et . . . solvendus sit, etiam de hoc pauca repetere non videtur 
absurdum. 

111 6, 1, S. 279, 22: De fine vero et consummatione omnium iam quidem 
et in superioribus pro viribus nostris disseruimus, secundum quod divinae scrip- 
turae indulsit auctoritas, quae sufficere ad instructionem putamus, paucis etiam 
nunc ammonitis, quoniam in hunc nos locum quaestionis ordo perduxit. 

111 6, 3, S. 285, δ : De qua re plenius nobis in superioribus (U 3, 2. 3) quae 
occurrere potuerunt pertractata atque digesta sunt. 

III 6, ü, S. 291, 3: Hactenus nobis etiam corporeae naturae vel spiritalis 
corporis ratione discussa, arbitrio legentis relinquimus ex utroque quod melius 
iudicaverit eligendum. Nos vero in his finem libri tertii faciamus. 

IV 1, 1, S. 292, 12: λόγω τε πειρώμεθ^α κρατίνειν ημών r/)v πίστιν .... φέρε 
και τιερί τούτων (seil, των γραφών) ολίγα ώς εν επιτομή δια?.άβωμεν . . . 

IV 1, 6, S. 301, 8: ^-ίτίοόεικνΐντες δε ώς εν επιτομή περί τής θ^εότητος Ίηοοϋ . . . 

IV 2, 1, S. 30δ, 10: Μετά το ώς εν επιδρομ^Ι είρηκ^ναι περί τον Ο-εοπνεν- 
οτονς είναι τας θ-είας γραφάς, άναγκαϊον επεξε?.Θ-εΐν τώ τρόπω τής ανα- 
γνώσεως καΐ νοήσεο)ς αυτών . . . 

IV 3, 1δ (27), S. 347, 23: Verum haec per excessum quendam . . . breviter 
dixisse sufiiciat . . . 

I V 4, 1 (28 , S. 348, 5 : "Ωρα, επαναλαβόντα περί πατρός κ αϊ νΙοΰ καΐ 
αγίου πνεύματος, ολίγα τών τότε παραλελειμμένων διεξελ&εΐν. 

IV 4, 3 (30), S. 3δ2, 4: His igitur nobis de trinitatis ratione breviter repetitis, 
consequens est etiam illud pariter admonere, quod . . . (vgl. Z. 14j. 

IV 4, δ (32), 8.356, 14: Sed et mundi huius visibilis ratio, quoniam vel 
maxiraa etiam de hoc haberi quaestio solet, qualiter se habeat, prout potuimus 
in superioribus (II 3, 1 — δ. 1, 4; diximus . . . (vgl. S. 3δ9, 9 — 11). 

IV 4, 9(36), S. 361, 14: Puto sane operi huic nostro contrarium non videri, si 
etiam de inmortalitate rationabilium naturarum quam possumus breviter 
repetamus. 

IV 4, 10 (37) Schluß, S. 364, 14: De his autem, quae diximus, vel de reliquis, quae 
consequentia sunt, secundum haue iormam, quam supra exposuimus, sentiendura est. 

Aus diesen Dispo.sitions-Bemerkimgen im Text von Περί αρχών 
ergibt sich, daß Origenes bei der Abfassung seiner Schrift einen be- 
stimmten Plan verfolgt hat. Wenn er gelegentlich auch von diesem 
Plan abweicht und seiner Gewohnheit entsprechend Excurse einfügt, 
so kehrt er doch immer wieder zu seinem Hauptthema zurück. Be- 
merkenswert ist auch, daß er nicht unterläßt anzugeben, wenn er einen 
schon früher behandelten Punkt nochmals behandelt. Die άιαχεφα- 
λαίωοις aber, das letzte Capital des IV^. Buches, scheint darauf hinzu- 



CLII Oiigenes 

deuten, daß Origenes frühere Capitel weder umzuarbeiten noch zu be- 
reichern wünschte, sondern das Material, das er inzwischen noch ge- 
sammelt hatte, lieber in Form einer Zusammenfassung des ganzen 
schon behandelten Stoffes yorlegen wollte. Daß bei einem solchen 
Verfahren Wiederholungen unvermeidlich waren, ist natürlich. Zu- 
gleich legt aber die άνακεφα^Μίωΰις Zeugnis für die Sorgfalt und 
Genauigkeit des Origenes ab. Diese tritt uns auch bei der Behandlung 
seines Themas im einzelnen mehrfach entgegen. Man vergleiche z. B. 
die Disposition von II 3, 1 (S. 113, 13ff). Hier erwägt Origenes 1., ob 
vor dieser Welt eine andere existiert hat, und wenn ja, ob sie so be- 
schaffen gewesen ist, wie die jetzige; oder ob keine Welt vorher anzu- 
nehmen ist; ferner 2., ob nach dieser Welt das Gericht mit Reinigung 
und Läuterung durch Strafen eintreten, und dann das Ende der Welt 
folgen wird; oder ob zur sittlichen Besserung der Menschheit eine 
andere Welt wiederum erstehen wird, der jetzigen ähnlich, oder besser, 
oder schlechter als diese; und wie lange sie bestehen, oder ob sie über- 
haupt sein wird; ferner 3., ob einmal eine Zeit kommen wird, wo 
nirgends eine Welt vorhanden ist, oder ob es eine Zeit gegeben hat, 
wo überhaupt keine Welt existierte; endlich 4., ob mehrere Welten 
existiert haben oder existieren werden, oder ob es sich einmal ereignet, 
daß eine Welt der andern ganz gleich in jeder Hinsicht ist. 



E. Ausgaben und Schlußwort. 

I. Ältere Ausgaben. 

Zu dem folgenden Verzeichnis vgl. Fabricius-Harleß, Bibl. Vll 
207—239 und Richardson, The Ante-Nicene Fathers. Bibliographical 
Synopsis, Buffalo 1887 p. 50 — 55, ferner Delarue in der Praefatio des 
I.Bandes seiner Ausgabe p. IV ff und Schnitzer, Grundlehren, S. LXIIff. 

1. Die editio princeps der lateinischen Übersetzung von Περί 
αρχών hat Jacob Merlin im IV. Band seiner Folioausgabe der AVerke 
des Origenes, Paris, »in edibus loannis parui: et lodoci Badii Ascensii«, 
1512. 1519. 1522. 1530 (Nachdruck Venedig 1516) besorgt. 

Merlin, der wegen seiner Ausgabe von Mitgliedern der Pariser 
theologischen Fakultät angegriffen wurde, scheint dies vorher geahnt 
zu haben und sucht deshalb den Origenes in einer wortreichen, an den 
Magister Michael Boudet gerichteten Vorrede zu verteidigen. Der 
Herausgeber fügt am Schluß der Vorrede hinzu: »E Nauarra parisiensi. 
Pridie Kaien. Nouemb. Anno ab incarnatione dnica. MDXIl«. Der 



Einleitung, Ε. Ausgaben und Schlußwort CLIII 

IV. tomus enthält: Contra Geis. lib. | Periarchon i. de principiis li. 
Threni seu planctus Origenis. tractatus | Apologia Pamphili Martyris 
pro Origene | Ruffinus de depravatione librorum praecipue Origenis. 
Die beiden tomi III und IV sind (wie I und II) zu einem Band ver- 
einigt, dem eine »Epistola nuncupatoria Jacobi Merlini. In Apologiam 
Origenis« vorausgeht mit dem Anfang: »lacobus Merlinus Victurniensis 

sacrae tbeologiae professor immeritus« und dem Schluß: »Valete. 

Ε Navarra Parrhisien. Finis«. Dem IV. tomus geht noch voraus: »Ori- 
genis vita et opera latinitate donata, loannis Tritthemius abbas Span- 
hemensis in libro de scriptoribus ecclesiasticis: de vita et scriptis Ori- 
genis«. Darauf folgt die Capitulatio der IV Bücher Periarchon und 
der Text vollständig. Am Schluß des tomus IV steht: »Finis quartae 
partis operum Origenis Adamantii. In edibus Ascensianis. Idibus 
octob. MDXII« und nach einem Schlußwort, wo das Privilegium des 
Königs Ludwig XII. erwähnt wird, »E chalcographia nostra in academia 
Parrhisiorum. Decimo quarto Kaien. Novembris MDXII«, 

Über die editio princeps gibt Delarue tom. I praef. p. VII folgendes 
Urteil ab: »Merlinus incidit, uti conjicio, in unicum codicem Sorboni- 
cum, accuratum quidem, sed frequentibus abbreviaturis ita implicitum, 
ut ei pene ad singula verba haeserit aqua, divinarit potius quam legerit, 
et divinando absurdas saepissime et ridiculas pro genuinis obtrudat 
lectiones«. Auch p. XVII wird Cod. Sorbon. (Par. lat. 16322 s. XIII, 
s. oben S. XXXIII) als Quelle für Merlin genannt; mit Unrecht. Delarue 
scheint weder Merlins Ausgabe mit Cod. S verglichen, noch an den 
Codex Parisin. lat, Nr. 17 348, Colleg. Navarr. 89 (s. oben S. XL) ge- 
dacht zu haben, den doch Merlin, der »E Navarra Parrhisiensi« schreibt, 
gekannt haben muß. In der Tat ist dieser Codex Navarr. die hs. 
Grundlage der editio princeps. Dies wird durch zahlreiche Überein- 
stimmungen bewiesen, wenn auch Merlin vielfach abweicht, weil er den 
lücken- und fehlerhaften Text dieser HS lesbar machen wollte. Über 
die Verwandtschaft des Codex Navarr. mit der Handschriften-Gruppe / 
ist schon oben S. XL gesprochen worden. Der nach dieser einen HS 
saec. XIV hergestellte Text Merlins ist natürKch sehr fehlerhaft und 
viel schlechter als der von Delarue, aber da Codex Navarr. an einigen 
Stellen Lesarten der Gruppe α bietet, so ist er gelegentlich besser als 
jener. Ich habe den Text der Merlinschen Ausgabe nicht vollständig 
durcharbeiten, sondern nur an zahlreichen Stellen prüfen und dabei 
feststellen können, daß Delarue im ganzen 261 Lücken der editio prin- 
ceps, darunter 45 größere, nachweist. Daraus erklärt sich wohl vor 
allem sein geringschätziges Urteil über diese Ausgabe. 

2. Die zweibändige Folioausgabe des Erasmus, nach dessen Tod 

Cr ige η es V. L 



CLIV Origeues 

vollendet und herausgegeben von Beatus Rhenanus , Basil. 1536 bei 
Froben, spätere Auflagen ebenda 1551, 1557 und (mit den Prolegomena 
des Simon Grynaeus ad Tbo. Erastum) 1571. 

Der Titel des ersten Abdrucks lautet: Origenis Adamantii eximii 
Scripturarum interpretis opera, quae quidem extant omnia, per Des. 
Erasmum Roterodamum partim versa, partim vigilanter recognita, cum 
praefatione de Vita, Phrasi, Docendi ratione, k Operibus ilHus, adiectis 
epistolaBeatiRhenani nuncupatoria, quae pleraque de vita obituque ipsius 
Erasmi cognitu digna eontinet, et indice copiosissimo. Apud Inclytam 
Basileam ex officina Frobeniana [das Signum Froben. steht darüber 
an. MDXXXVl Mense septembri. 

Dann folgt der Brief des Beatus Rheu. an den Erzbischof Hermann 
V. Köln , datiert aus » Sletstadt decimo octavo calend. Septembreis. 
Anno ä partu virginis matris MDXXXVl«; dann das Leben des Origenes 
von Erasmus und Ausführungen über seine Lehre und Schriften. Die 
Aufeinanderfolge der Schriften ist dieselbe wie bei Merlin: 

Periarchon, id est de principiis, libri | Threni seu planctus 
Origenis Tractatus | Apologia Pamphili Martyris pro Origene 
Liber | Ruffinus de depravatione librorum praecipue Origenis Liber. 

Der Neudruck der Ausgabe des Erasmus von Grynaeus hat den 
Titel: Origenis Adamantii magni illius et vetusti scripturarum inter- 
pretis opera quae quidem extant omnia doctiss. virorum studio iam 
olim translata et recognita nunc vero ulteriore cura, sincera fide, ab 
innumeris repurgata mendis. Cum vita Auctoris et Indice copiosissimo. 
Basileae Per Eusebium Episcopium, et Nicolai Fr. haeredes. MDLXXl. 
Dann folgt: Clarissimo viro D, Thomae Erasto, Doctori medico, Johannes 
Jacobus Grynaeus S. D. Der Schluß lautet: Postridie Calendas Septem- 
bris Anno MDLXXl. Das Übrige deckt sich genau mit der Ausgabe 
des Erasmus, und der Text beider stimmt, abgesehn von Verbesse- 
rungen der Herausgeber, mit Merlin überein. 

3. Die zweibändige Folioausgabe von Gilbert Genebrard, Paris 
1574 (wiederholt 1604, 1619), zeigt nur darin eine Verbesserung gegen- 
über den vorigen Ausgaben, daß Genebrard im Buch 111 und IV die 
Philokaliastücke neu übersetzt hat. 

4. Origenis opera omnia. Opera et studio Domni Caroli Delarue, 
Presbyteri et monachi Benedictini e congregatione S. Mauri. Tomus 
primus. Parisiis 1733, in Fol. Vorausgeht dasΛVidmungsschreiben an den 
Papst Clemens ΧΠ. Dann folgt p. I— XVH die Praefatio , darauf 
p. 42—195 an 4. Stelle der Text von Π^ρΙ αρχών, eingeleitet durch 
eine Admonitio. Diese Ausgabe, die bis jetzt für Periarchon maß- 
gebend geblieben ist, stellt einen erheblichen Fortschritt, verglichen 



Einleitung. Ε. Ausgaben und Schlußwort CLV 

mit deu früheren Ausgaben, dar. Denn Delarue hat zuerst die grie- 
chischen Fragmente und die Parallelen des Hieronymus neben Eutins 
lateinische Übersetzung gestellt und für letztere ein reiches Hand- 
schriftenmaterial herangezogen, nämlich (vgl. oben S. XLVl): 1. Viro- 
dunensis saec. IX, 2. Corbeiensis saec. IX, 3. Colbertinus (= Paris. Keg. 
1645 saec. XIV), 4. Sorbonicus (= Paris. 16322 saec. XIII), δ. Mona- 
sterii de Monte Sancti Michaelis in Periculo maris (^= Abrinc. 66 saec. 
XIII), 6. Monasterii Sancti Kemigii Rhemensis. Freilich sind diese HSS 
Aveder Yollständig ausgenutzt, noch kritisch verwertet worden. Dazu 
kommt, daß sie sämtlich (die Codices Virodunensis und Remensis, die 
mir unbekannt sind, nicht ausgenommen) der Handschriften-Gruppe y 
angehören. Dies wird dadurch bewiesen, daß der Text Delarues fast 
alle die in meinem Apparat verzeichneten Lücken von y aufAveist und 
nur an ein paar Stellen von / abweicht. Ich habe die Textlücken bei 
Delarue, um einen Maßstab zur Beurteilung seiner Ausgabe zu finden, 
zusammengezählt und folgendes Resultat erhalten: 

B. I: 88 kleine 7 große 

B. II: 113 „ lU „ 

B.III: 122 „ 8 „ 

B.IV:_82 „ ^ „ 
zusammen 405 kleine 33 große Lücken. 
Bei Merlin hatte Delarue nur 261 Lücken nachgewiesen! In diesen Lücken 
sehen wir den einen großen Mangel von Delarues Ausgabe ; der andere 
besteht darin, daß dort bei weitem nicht alle Schriftstellen verzeichnet 
sind. Seitdem ist weder in diesem noch in jenem Punkt ein Fortschritt 
zu verzeichnen; denn die noch übrigen Ausgaben sind lediglich Wieder- 
holungen der Ausgabe Delarues, nämlich: 

Γ). die von Oberthür, AVürzburg 1781, 8-; 

6. die der Collectio selecta Patrum, ed. Caillau et Guillon, Lipsiae, 
Parisiis et Bruxellis, tom. VII 1829; 

7. die von Lommatzsch, in der Gesamtausgabe vol. XXI, Bero- 
lini 1847, 80; 

8. die vonMigue, Patrologia, SGr XI (1857) und SGr, Latine tan- 
tum edit., VIII (1856); endlich 

9. die einzige und, wie es scheint, sehr viel benutzte Separataus- 
gabe: Origenes De principiis. Primum separatim edidit et annotatione 
in usum academicum instruxit Ern. Rud. Redepen niug, Lipsiae 
1836, 8". Der Herausgeber äußert sich in der Epistola dedicatoria 
(p. IX) folgendermaßen: »Quoties fieri potuit a Ruaei . . . lectione non 
discessi« und (p. XII): »in versionis latinae textu constituendo varie- 
tatom lectionis nee desideravi nee affectavi«. Richtig ist, was er von 

L* 



CLVI Origenes 

den HSS Delarues (p. X) bemerkt: »(quum) tarn mirum plerumque ser- 
vent consensum, ut ex iino eodemque codice archetypo eos descriptos 
esse vix dubium videatur«. Besonderes Gewicht hat er auf die Emen- 
dation der griechischen Fragmente verwendet: »ubi a praecessoribus 
destitutum me sentirem, quid ipse possem expertus sum « (p. XIII), ist 
aber dabei nicht immer glücklich gewesen. Einen Rückschritt bedeutet 
bei ihm die Trennung der griechischen Fragmente von der lateinischen 
Übersetzung Rufins, die Redepenning (p. XIII) vergeblich zu recht- 
fertigen sucht. Noch schlimmer aber steht es in dieser Separatausgabe 
mit den Bibelcitaten. Redepenning hat sich nicht nur nicht der Mühe 
unterzogen, die Citate zu vervollständigen, sondern sie nicht einmal 
richtiggestellt. Z. B. S. 177, 9 f meiner Ausgabe fehlt bei Redepenning 
I Kor. 3, 12, obwohl die Stelle ganz bekannt, und Paulus dort genannt 
ist; ferner stehen p. 239 Red. (= S. 189, 15. 17) zwei Fehler hinter- 
einander: Ephes. Π 2. 3 statt Ephes. 2, 2 und IThess. IV 16 statt I Thess. 
4, 17, p. 250 Red. (= S. 205, 25) steht Mark. XII 4 statt Mark. 4, 12 usw. 
Genug, diese Ausgabe ist wie die von Lommatzsch eine bequeme Hand- 
ausgabe; aber mit verschiedenen Mängeln behaftet, verdient sie das 
Lob nicht, das ihr mehrfach gespendet Avorden ist. Ich habe sie als 
Druckexemplar verwendet. 

Als wichtige Hilfsmittel für das Verständnis des Textes mögen an 
dieser Stelle noch genannt sein: 

10. die drei Bücher »Origeniana«, die der gelehrte Bischof Peter 
Daniel Huet in Verbindung mit Commentaren des Origenes zur heil. 
Schrift Rothomagi MDCLXVIII in Folio (später in den Origenes-Aus- 
gaben wieder abgedruckt) hat erscheinen lassen. Wir finden dort ein 
reiches Material zu dem Leben, den Lehren und Schriften des Origenes, 
das noch jetzt sehr wertvoll ist. 

11. Origenes über die Grundlehren der Glaubens Wissenschaft. 
AViederherstellungsversuch von Dr. Karl Fr. Schnitzer, Professor an 
der Kantonsschule in Aarau. Stuttgart, 1835. Schnitzer hat die grie- 
chischen Fragmente sowie die sonstige indirecte Überlieferung mit 
großem Fleiß zusammengetragen, mit der Übersetzung Rufins klug und 
scharfsinnig verbunden und dem Ganzen in seinem ΛViederherstellungs- 
versuch eine gute deutsche Form gegeben. Das Buch ist mir bei der 
Textherstellung eine wertvolle Hilfe gewesen. 



II. Die neue Ausgabe. 

Die Vorarbeiten zu der vorliegenden Ausgabe reichen bis zum An- 
fange dieses Jahrhunderts zurück. Sie wurden in Jena begonnen und 



Einleitung. Ε. Ausgaben und Schlußwort CLVII 

durch die Berufung des Herausgebers nach Eisenach Ostern 1904 und 
seine Versetzung nach Weimar Michaelis 190S zweimal auf längere 
Zeit unterbrochen. Auch in den letzten Jahren war mir, vermehrter 
Amtsgeschäfte wegen, nur selten eine längere zusammenhängende Arbeits- 
zeit vergönnt. Seit Ostern 1904 fehlte mir auch eine größere Bibliothek 
am Ort. Gewisse Unebenheiten und Inconsequenzen möge man mit 
diesen persönlichen Verhältnissen entschuldigen. Das Manuscript des 
Textes Λvurde im März 1911 abgeschlossen , der Druck im Mai 1911 
begonnen und im Februar 1912 vollendet. Die Herstellung der Kegister 
(März bis August 1912) und die Abfassung der Einleitung (September 
bis December 1912) erforderten so viel Zeit, daß die Ausgabe erst im 
Jahre 1913 erscheinen kann. Sie unterscheidet sich von allen frühereu 
dadurch, daß hier zum ersten Male die bessere Handschriftengruppe α 
herangezogen und verwertet, und im Zusammenhang des Ganzen der 
nur in α erhaltene Abschnitt »De creaturis vel conditionibus« (I 4, 3) 
gedruckt worden ist. Durch Vergleichung der Gruppen α und / habe 
ich den Text des Codex LucuUanus wieder herzustellen und möglichst 
von Fehlern zu reinigen, ferner die griechischen Fragmente ebenso wie 
die Citate des Hieronymus und anderer an den richtigen Stellen ein- 
zuordnen gesucht. Wenn ich vielleicht hier und da zu kühn gewesen 
bin, so möge man bedenken, daß es sich um Versuche handelte, an 
heillos verdorbenen Stellen wenigstens teilweise das Ursprüngliche 
wiederzugewinnen. In der Rechtschreibung des lateinischen Textes 
habe ich jedesmal die Form gewählt, die durch vollständige oder teil- 
Aveise Übereinstimmung der Handschriftengruppen « und γ als die wahr- 
scheinliche Schreibung des Codex LucuUanus erwiesen worden war. 
Da aber der Schreiber dieser HS, wie sich aus der Überlieferung ergibt. 
nicht eonsequent verfahren ist, so läßt natürlich auch der gedruckte 
Text die Consequenz vermissen. Mein Vorbild war hierbei die von 
Th. Mommsen herausgegebene Rufin-Übersetzung der Kirchengesehichte 
Eusebs. In zweifelhaften Fällen ist die Schreibung von α der von / 
vorgezogen worden. In den Testimonien habe ich, da die lateinische 
Übersetzung eines verlorenen griechischen Originals herausgegeben 
werden sollte, so viel wie möglich griechische Parallelstellen gesammelt. 
Die Namen der Avichtigsten Autoren für die indirecte Überlieferung, 
d. h. des Hieronymus, Justinian, Photius, sind der Übersichtlichkeit 
wegen durch Fettdruck hervorgehoben. Den Apparat habe ich kurz 
gefaßt. Z. B. sind Verbesserungen von offenbaren Schreibfehlern durch 
die I. H. nicht angegeben. Da es viel mehr auf die Lesarten der Hand- 
schriftengruppen, als auf die der einzelnen Η SS ankam, so sind sämt- 
liche Sonderlesarten der HSS mit wenig Ausnahmen aus dem Apparat 



CLVIII Origenes 

entfernt worden. Auch lag keine Veranlassung vor, fehlerhafte Les- 
arten Delarues, die durch die Handschriftengruppe 7 verschuldet sind 
und durch « ohne weiteres corrigiert Λverden, in den Apparat aufzu- 
nehmen. Die Orthographica, nur bei Bibelstellen im Apparat notiert, 
linden sich zusammengestellt in der Einleitung Β 1 4. In dem Namen- 
register sind griechische und lateinische Eigennamen vereinigt; da- 
gegen mußten zwei IVort- und Sachregister, ein griechisches und ein 
lateinisches, gebildet werden. Sehr gern hätte ich ein griechisch- 
lateinisches Kegister beigegeben; ich habe darauf verzichtet, weil es 
verlorene Mühe gewesen wäre. Die Übersetzung Rufins ist so ungenau 
und inconsequent, daß man aus dem lateinischen AYortlaut für das 
verlorene griechische Original nichts schließen kann. In der Ein- 
leitung habe ich alle wichtigen Punkte, die für den Text in Betracht 
kommen, zu erörtern versucht. Einiges konnte nur angedeutet, nicht 
ausgeführt werden; trotzdem ist die Einleitung bei der StofFmenge 
leider recht umfangreich geworden. 



Zum Schluß sei allen Behörden und Gelehrten, die diese Ausgabe 
gefördert haben, vor allem dem Präfecten der Vaticana P. Ehrle, dem 
früheren Bibliothekar in Monte Cassino Ambrosio Amelli. den Vor- 
ständen der Bibliotheken in Gotha, Jena, AVeimar, ferner den Herren 
Professor Hilberg und Director Julius Koch für Mitteilung von Hiero- 
nymus-Collationen, sowie allen schon früher im Text genannten freund- 
lichen Helfern auch hier ergebenster Dank ausgesprochen. Ganz be- 
sonders aber fühle ich mich den Herren Gotthold Gundermann. Erich 
Klostermann, Carl Schmidt und Carl Weyman, die sämtHche Druck- 
bogen mit mir gelesen und sehr wertvolle Beiträge zur Textverbesserung 
und Vervollständigung der Testimonien beigesteuert haben, zu auf- 
richtigstem und dauerndem Dank verpflichtet. 

AVeimar, Silvester 1912. 

Paul Eoetschau. 



Yerzeiclmis der Abkürzangen. 

L Origenes, De prineipiis: 

L == Codex Luculianus saec. V/VI 
= αγ 

α = Α,? 

Α = Cod. Augien.s. (Karlsruhe) saec. X 
/9 = BC 

Β = Cod. Bamberg, saec. XI 
C = Cod. Casineus. saec. X/XI 
γ = μσ 

μ = GM 

6 = Cod. Paris. Germ. saec. IX 
Μ = Cod. Metens. saec. X 
σ = Ab S 

Ab = Cod. Abriac. saec. XIIl 
S -= Cod. Paris. Sorb. saec. XIII 

II. Das erste VorΛvort Rufius außerdem: 

V = Cod. Veron. (Gaius-Palimpsest) saec. VIII 

r = Cod. Rotomag. saec. X 
pi = Cod. Paris. Reg. 1872 saec. XI 
p2 = Cod. Paris. 12162 saec. XI 

111. Die beiden Philokaliafragmeute in Buch III. IV: 
Β = Cod. Ven. Marc. 47 saec. XI 
Pat = Cod. Patm. 270 saec. X 
C == Cod. Par. 615 saec. XIII, dafür auch dessen Abschrift: 

Bas = Cod. Basil. saec. XVI 
D == Cod. Ven. 122 saec. XIV 

Ε = Cod. Ven. 48 saec. XIV/XV, dafür der von gleicher Vorlage stammende 
Η = Cod. Par. 456 saec. XV 
Cat = Catene zum Römerbrief im Cod. Mou. gr. 412 

IV. Die Citate aus Pamphilus. Apologie Buch I: 
Pa (G) = Cod. G I 

Pa(M) = Cod. Μ s. oben Abschnitt I 

Pa (σ) = Cod. Ab und sJ 



CLX Origenes 

V. Sonstige Abkürzungen: 

Del = Delarues Ausgabe 
Gu = Gotthold Gundermann 
Hier = Hieronymus 
Hi = Isidor Hilberg 
Jan = Anonyrpus, De incaruatione Verbi ad Januarium (Augustin, Opp. ed. 

Ben. Vlll Append.) 
Kl = Erich Klostermann 
Koe = Paul Koetschau 

Pa = Pamphilus, Apologie (Lom. XXIV) 
Red = Origenes De principiis ed. E. R. Redepenning, Lipsiae 1836 
Ruf = Rufinus (besonders seine Apologie) 
Schnitzer = Origenes über die Grundlehren der Glaubens Wissenschaft, Wieder- 
herstellungsversuch von K. Fr. Schnitzel*, Stuttgart 1835 
Sc = loannes Scotus Erigena 
Wey = Carl Weyman 
Zahlen am Rand sind die der Ausgabe Delarues 
Zahlen mit Rob sind die der Philokaliaausgabe von Robinson 
t bezeichnet nicht geheilte Textverderbnisse 
* „ Lücken im Text (und über der Zeile bei griech. Fragmenten deren 

vermutungsweise Einordnung) 
[ ] „ zu tilgende Einschübe 

V ) „ Einschaltungen in den Text 

l[]| „ die mit den vorausgehenden oder nachfolgenden griech. Fragmenten 

parallele Übersetzung Ruiins. 



ΩΡΙΓΕΝ0Υ2 
ΠΕΡΙ ΑΡΧί>Ν ΤΟΜΟΙ Δ' 

ORIGENIS 
DE PRINCIPIIS LlßPI IV 

RUFINO INTERPRETE 



Origenes V. 



l 



PRAEFATIO RUFINL 

1. Scio quam plurimos fratrum, scientiae scripturarum desiderio 45 
provocatos, poposcisse ab aliquantis eruditis viris et graecarum litte- 
rarum peritis, ut Origenem Romaniim facerent et latinis auribus eum 
5 donarent. In quod etiam frater et collega noster ab episcopo Damaso 
deprecatus, cum homilias duas de Cantico canticorum in latinum trans- 
tulisset ex graeco, ita in illo opere ornate magnificeque praefatus est, 
ut cuivis legendi Origenem et avidissime perquirendi desiderium cummo- 
veret, dicens illius animae convenire quod dictum est quia »introduxit 
10 me rex in cubiculum suum«, adserens eum quod, cum >in ceteris libris 

5 vfil Hieron., Apol. 1 1 {Mirjne SL XXIII 397) III 12 (466) 27 (477) 41 (487) — 
9 vr/l. Hieron., Praef. in Homil. Orig. in Cant. (III p. 499 Vall."^) — 9 f Hohel. 1, 3 
[Viilg.) — 10 f vgl. Hieron., Praef. in Homil. Orig. in Gant. (III p. 499 Vall."^: 
Origenes, quum in ceteris libris omnes vicerit, in Cantico canticorum ipse se vicit), 
Ep. 84 ad Pamm. et Ocean. c. 7 {Migne SL XXII 749: si dixero: Origenes, cum in 
ceteris libris omnes vicerit, in Cantico canticorum ipse se vicit); Piif., Apol. in 
Hieron. II 14 {Migne SL XXI Ö97) 

1 Überschrift: INCIPIT PROLOGÜS RUFINI PRBI AD MACHARIÜM ^ AD 
MACHARIÜ RUFFINUS IN PERIARCHON Β PROLOGÜS RUFINI PRBI IN 
LIBRO PRIMO PERIARCHON ORIGENIS PRESBITERI μ Incipit pfacio rufini 
psbri in librü origenis q vocatur piarchon, que transtulit de greco in latinum Ab 
lii-o am Schluß: Explicit j)logus ad machariü); INCPT PRAEF ATIO RUFINI 
LIBRORUM PERIARCON quos de GREGO TRANSTULIT IN LATINUM ν PRE- 
FATIO RUFJNI LIBRORU PERIARCHON ORIGENIS HERETICI ;• PREFATIO 
RUFINI PRBI LIBRORU PERIARCHON QUOS DE GRECO TRANSTULIT IN LA- 
TINUM /;! PRAEFATIO RUFINI PRESBITERI IN LIBRIS PERIARCHON p\ Zu 
praefatio vgl. u. S. 5, 20 2ind Hieron., Apol. adv. Ruf II 11 b {Migne SL XXIII 
434 f) 14 (436) III 12 (466) 14 (467) 20 (472); praefatiuncula: Praef Ruf x.u Buch III 
a. A. u. Hieron., Apol. I 11 (405) \l 15 (437) III 11 (465) 14 (468) 27 (477); prologus: 
Hieron., Apol. I 7 (402) III 35 (482), n-echselnd mit praefatio ebenda HI 14 (467 f ) 
3 graecarum litterarum arp^cwr graecarum αμνρ^*ρ'^ 5 In quodj In quo//// Jl/ 
in quo p"^ Inter quos Merlin Del \ frater] cum frater β cum {oder eum) frater r 
noster] 4- cum σ (J cum /- 7)e/ ut J/icorr^ i ^2 <;/, ,, | homelias r r/j2 omelias /<> 
8 cuivis] cuius M* (huius il/''"''' ν cuiusvis rp- 10 eum < i» | cum] eum r 

1* 



4 Origenes 

omnes vincat, in Canticis canticorum etiam ipse se viceriK Pollicetur 
sane in ipsa praefatione se et ipsos in Cantica canticorum libros et alios 
quam plurimos Origenis romanis auribus largiturum. Sed ille, ut video, 
in stilo proprio placens rem maioris gloriae sequitur, ut >pater verbi< 
5 sit potius quam interpres. Nos ergo rem ab illo quidem coeptam se- 
quimur et probatam, sed uon aequis eloquentiae viribus tanti viri ornare 
possumus dicta. Unde vereor ne vitio meo id accidat, ut is vir, quem 
ille >alterum post apostolos ecclesiae doctorem< scientiae ac sapientiae 
merito comprobavit, inopia sermonis nostri longe se inferior videatur. 

10 2. Quod ego saepe considerans reticebam, nee deprecantibus me 

frequenter in hoc opus fratribus adnuebam. Sed tua vis, fidelissime 
frater Macari, tanta est, cui obsistere ne imperitia quidem potest. j 
Propter quod, ne te ultra tam gravem paterer exactorem, etiam contra 
propositum meum cessi, ea tamen lege atque eo | ordine, ut quantum 46 

15 fieri potest in interpretando sequar regulam praecessorum et eius prae- 
cipue viri, cuius superius fecimus mentionem. Qui cum ultra septua- 
ginta libellos Origenis, quos homileticos appellavit, aliquantos etiam 
de tomis in apostolum scriptis transtulisset in latinum, in quibus cum 
aliquanta ofPendicula inveniantur in graeco, ita elimavit omnia inter- 

20 pretando atque purgavit, ut nihil in illis quod a fide nostra discrepet 
latinus lector inveniat. Hunc ergo etiam nos, licet non eloquentiae 
viribus, disciplinae tarnen regulis in quantum possumus sequimur, ob- 
servantes scilicet ne ea, quae in libris Origenis a se ipso discrepantia 
inveniuntur atque contraria, proferamus. 

4 >patei• verbi< uohl nach Plato, Sympos. p. 177 D: πατ^ιρ τον λύγον IVey- 
man — 7 f vgl. Hieron., Praef. in XIV. Hotnil. Orig. in Exech. {Lom. XIV 4); Ruf., 
Apol. II 13 {Migne SLXX.I 596, hier magistrum statt doctorem) — 15 sequar — 

22 sequimur citiert Hieron., Apol. I 3 (400) — 15 f vgl. Hicron., Ep. ad Pamm. 
et Oeean. c. 7 [Migne SL XXII 749) — 16 ff vgl. Hieron., Apol. III 12 (466) — 
18 in quibus — 21 inveniat frei citiert rott Ruf., Apol. II 45 (621) — 21 Hunc 
— 24 proferamus citiert Ruf., Apol. I 14 (551) — 22 ff vgl. Ruf, Ad Anastas. c. 7 
{Migne SL XXI 026) 

1 vincat] vicerit Ruf, Apol. Π 14 [Migne SL XXI 597) | in Cantico Rufin 
ebenda \ etiam < Ruf. ebenda 2 ipsa < y 8 alterum < r | ac sapien- 
tiae <. γ 9 comprobat Ga | se] esse γ <i r 10 ergo r 11 opus < γ 
I vis < J. 13tam<y 14 in quantum v, z^. w. Z. 22 lä m<C Arp^p^ 16fsep- 
tuagena ν Π omileticos β omiliticos Α homeliticas r homeliaticosp^ omeliticos γνρ^ 
I aliquanta r 19 f in interpretando A^co'^rCμAb 21 ergo <r 22 sequamur Α 

23 a semet ipso Ruf Apol. (xweimal) 



I 






Praefatio Rufini 1. 2. 3. 4 5 

3. Cuius diversitatis causam pleniiis tibi in Apologetieo, quem 
Pamphilus pro libris ipsius Origenis scripsit, edidimus, brevissimo libello 
superaddito, in quo evidentibus, ut arbitror, probamentis corruptos 
esse in quam plurimis ab haereticis et malivolis libros eins ostendimus, 
5 et praecipue istos, quos nunc exigis ut interpreter, id est ΠΕΡΙ ΑΡΧΩΝ, 
quod vel de Principiis vel de Principatibus dici potest, qui sunt re 
Vera alias et obscurissimi et difficillimi. De rebus enim ibi talibus 
disputat, in quibus philosophi omni sua aetate consumpta invenire 
potuerunt nihil. Hie vero noster quantum potuit id egit, ut creatoris 

10 fidem et creaturarum rationem, quam illi ad impietatem traxerunt, ad 
pietatem iste converteret. Sicubi ergo nos in libris eius aliquid contra 
id invenimus, quod ab ipso in ceteris locis pie de trinitate fuerat defi- 
nitum, velut adulteratum hoc et alienum aut praetermisimus aut secun- 
dum eam regulam protulimus, quam ab ipso frequenter invenimus ad- 

15 firmatam. Si qua sane velut peritis iam et scientibus loquens, dum 
breviter transire vult, obscurius protulit, nos, ut manifestior fieret 
locus, ea quae de ipsa re in aliis eius libris apertius legeramus adie- 
cimus explanationi studentes. Nihil tamen nostrum diximus, sed licet 
in aliis locis dicta, sua tamen sibi reddidimus. 

20 4. Haec autem idcirco in praefatione commonui, ne forte calum- 

1 Cuius — δ ΠΕΡΙ ΑΡΧΩΝ citiert Hieron., Apol. Π Ιό (437) und Cuius — 11 con- 
verteret Rtif., Apol. I 15 (551) — 2 ff vgl. Hieron., Apol. III 12 (466) — 6 v(/l. 
Kol. 1, 16 (άρχαί = principatus) tmd unten I Cap. 7, 1 — 11 Sicubi — 14 f ad- 
firmatam — 19 reddidimus — S. 6, 1 materiani — 13 iramutet citiert Ruf., Apol. 
1 15 (552) — 19 vf/l. Hieron., Apol. III 39 (484: sed sua reddidisse suis) — 
20 Haec — S. 6, 1 materiam — 13 immutet citiert Ruf.. Apol. I 16 (552 f) 

1 caussas Ruf. Apol. 3 corruptos] depravatos Hieron. Apol. 4 malivolisl 
malevolis Ruf. Apol. malitiosis .4* 5 exigitis ut interpretemur Martianay \ ΠΕ- 

periarcon 
PI ΑΡΧΩΝ G Π Ε PI ΑΡΧΩΝ 3P nepiap^co»' ο periarchon arrp"^ periARchon ^i 

β vel^ < ν Ι Principiis] principibus r \ principatibus Α {im Text) BC vrp^ prin- 
cipalibus A'^ [a. R.) γρ- 7 alias < Ruf. Apol. \ oo talibus ibi Ruf. Apol. Del 
8 disputat, in quibus <^ ν 8 f oo nihil invenire potuerunt Ruf. Apol. 10 tra- 
xerunt ACM*vrp^p'^ traxerant BM^corr^ Ruf . Apol. cpntraxerant G 11 f contra 
id] contrarii Ruf. Apol. 12 ab ipso] ab eo rp^p- \ pie de trinitate] so A^ 
a. R., darunter P^ vel perversitate von I. H. 1 3 adulterum ;• 1 alienum] aliud, 
darüber vel aliter A^ \ aut^ <. Α 14 eam <. ν 14 f affirmatum r 17 ea] 
et ea Ruf. Apol. | de < r | eius < γ Ruf. Apol. \ apertius] citius A* 
rectius A'^^orr 17 f adiecimus <i ν 18 nostrum < Α \ dicimus r 18 f licet 
in aliis < J. 19 tamen < i? 20 Haec autem <. Α \ in < » | ne forte < Α 



Q Origenes 

niatores iterum se criminandi putent invenisse materiam. Sed videris 
quid perversi et contentiosi homines agant. Nobis interim tantus labor, 
si tarnen orantibus vobis deus iuverit, idcirco susceptus est, non ut 
calumniosis os (quod fieri non potest, licet forte etiam hoc deus faciet) 
5 clauderemus, sed ut proficere ad scientiam rerum volentibus materiam 
praeberemus. Ulud sane omnem, qui hos Kbros vel descripturus est 
vel lecturus, in conspectu dei patris et filii et Spiritus sancti contestor 
atque convenio per futuri regni fidem, per resurrectionis ex mortuis 
sacramentum, per illum >qui praeparatus est diabolo et angelis eins 

10 aeternum ignem<: sie non illum locum aeterna hereditate possideat, ubi 
est >fletus et Stridor dentium<, et >ubi ignis eorum non extinguetur et 
vermis eornm non morietur<: ne addat aliquid huic scripturae, ne 
auferat, ne inserat, ne immutet, sed conferat cum exemplaribus unde 
scripserit, et emendet ad litteram et distinguat, et inemendatum vel 

15 non distinctum codicem non habeat, ne sensuum difficultas, si distinctus 
codex non sit, maiores obscuritates legentibus generet. 

9f vgl. Matth. 25, 41 — 11 vgl. Matth. 8, 12 u. ö., Lid: 13, 28 — 11 f vgl. 
Jes. 66, 24 (Mark. 9, 48 = 9, 43. 45. 47 Vulg.) 

1 videris] viderint {mis vider in corr il/ij γ Eitf. Apol. Merlin Del 2 et] 
atque Ruf. Apol. 4 calumniosis os] calumniosos Arp^p"^ calumniosi os Β 
faciet] faceret μ Buf. Apol. facere possit ο faciat p2 ({ vel < y 7 lectui-us 
est p2 9 ppj• illum — 12 non morietur < β | per illum — 10 ignem < Α 
Ruf. Apol. \ paratus i• 10 sie] si _p2 | c>o hereditate aeterna j)- \ o^ possi- 
deat hereditate ν {ic. e. seh.) 12 aliquis βμ, ν {ic. e. seh.), jj^p^ 14 emendatum ν 
16 generet] + In omnibus autem qui haec lecturus est, sententiam apostoli cau- 
tissima observatione custodiat, qua dicit {Ϊ Thess. 5, 21): »omnia probantes, quae 
bona sunt tenete<j ß, vgl. Hieroti., Ep. ad Tranquill, e. 2 (Migne SL XXII 606), 
Έ^. ad Pamm. et Ocean. e. 7 [Migne SL XXII 748). 



2ΡΙΓΕΝ0Υ2 ΠΕΡΙ ΑΡΧ2Χ 

Τ0Μ02 ΠΡί2Τ02 

ORIGENIS DE PRINCIPIIS 

LIBER PRIMUS 

δ ΠΡ00Β1Ι0Ν PRAEFATIO. 

1. Ol πεπίΟτενκότες καϊ πεπαομένοι την γάριν καΐ την άληΒ-ειαν 47 
^διίχ. Ίηοον ΧριΟτον^ γεγονεναι, καϊ Χριοτον είναι την άληΟ^ειαν, 
κατά το είρημενον νπ' αντοΰ' »ε/ω εΙμι η άληϋ-εια« 

lOmnes qui credunt et certi sunt quod gratia et veritas per lesum 
10 Christum facta sit, et Christum esse veritatem norunt, secundum quod 
ipse dixit: »Ego sum veritas«,] scientiam quae provocat homines ad 
bene beateque vivendum non aliunde quam ab ipsis Christi verbis 
doctrinaque suscipiunt. Christi autem verbis dicimus non his solum, 
quae homo factus atque in carne positus docuit; et prius namque 

6—8 Frg. 1 (= Z. 9 Omnes— 11 veritas Ruf.) hei Eiiseb. c. Marcel! . I 4 
(Etiseb. Werke IV 23, 12. 14—18 mit Test); Marcell hatte nur die Worte οϊ πε- 
πιατενχότες καΐ πεπεισμένοι [πεπιστενμένοι Cod. Ven.] citiert und Piaton, Gorg. 
ip. 454 D E, doch s. auch Justin, De resurr, δ ρ. 224 ed. Otto III 3) rerglichen — 
6 f e<. 9 f rgl. Joh. 1, 17 u. Orig., In Joh. VI 6 u. Frg. 12 (IV 114, 16 u. 494, 8) — 8 u. 
11 Joh. 14, 6 — 13 ff rgl. Kattenbusch, Das apost. Symbol II 135 ff — 14 f rgl. Orig., 
In Matth. Conim. ser. 28 (Low/. IV 241: Sed non solum in praeseutia, verum etiam 
substantialiter semper Christus praesens fuit et in Mose et in prophetis), In Jes. hom. 
Ιδ. VII 2 (Lom. XIII 246. 289), /« Je)-m. hoin. IX 1 (ΠΙ 64, 10), c. Gels. VI δ. δ1 
(II 74, 23. 122, 20j ii. a. Stellen 

Überschrift: INCIPIT LIBER PRIMUS PERIARCON ORIGENIS EMENDA- 
TÜM Α INCIPIT ORIGENIS PEKIARCHON ID EST DE PRINCIPIIS SIVE PRIN- 
CIPATJBUS μ <: ßa 6 πεπεισμένοι Zahn πεπιστενμένοι Cod. Ven. Marc. 496, vgl. 
Euseb. Werke IV, lier. von Erich Klostermann, S. 23 App. 12 u. 15 9 quod] + et y 



8 Origenes 

Christus dei verbum in Moyse atque in prophetis erat. Nam sine verbo (Pa) 
dei quomodo poterant prophetare de Christo? Ad cuius rei probationem 
non esset difficile ex divinis scripturis ostendere, quomodo vel Moyses 
vel prophetae spiritu Christi repleti vel locuti sunt vel gesserunt omnia 
δ quae gesserunt, nisi studii nobis esset, praesens hoc opus omni qua 
possumus brevitate succingere. Unde sufficere aestimo uno hoc Pauli 
testimonio debere nos uti ex epistula, quam ad Hebraeos scribit, in qua 
ita ait: »Fide magnus factus Moyses negavit se dici filium filiae Pha- 
raonis, magis eligens afflictari cum populo dei quam temporalem habere 

10 peccati iucunditatem, maiores divitias aestimans Aegyptiorum thesauris 
inproperium Christi«. Sed et post adsumptionem eins in caelos quod 
in apostolis suis locutus sit, hoc modo indicat Paulus: »Aut numquid 
probamentum quaeritis eius, qui in me loquitur Christus?« 

2. Quoniam ergo multi ex bis, qui Christo se credere profitentur, 

1δ non solum in parvis et minimis discordant, verum etiam in magnis et 
maximis, id est vel de deo vel de ipso domino Jesu Christo vel de 
spiritu sancto, non solum autem de bis, sed et de aliis creaturis, id est 
vel de dominationibus vel de virtutibus sanctis: propter hoc necessanum 
videtur prius de bis singulis certam lineam manifestamque regulam 

20 ponere, tum deinde etiam de ceteris quaerere. Sicut enim, multis apud Pa 
Graecos et barbaros pollicentibus veritatem, desivimus apud omnes 
eam quaerere, qui eam falsis opiuionibus asserebant, posteaquam credi- 
dimus filium esse dei Christum et ab ipso nobis hanc discendam esse 
persuasimus: ita cum multi sint, qui se putant sentire quae Christi 

25 sunt, et nonnuUi eorum diversa a prioribus sentiant, servetur vero 
ecclesiastica praedicatio per successionis ordinem ab apostolis tradita 
et usque ad praesens in ecclesiis permanens , illa sola credenda est 
veritas, quae in nuUo ab ecclesiastica et apostolica traditione discordat. 

8 Hehr. 11, 24— 26 a — 12 II Kor. 13, 3 — 17 vffl. Schnitter, Origenes 
über die Grundlehren der Qlaiibensivissenschaft S. 2 Än7n. ** — 19 f vgl. Iren., 
Ädv. haer. III 2, 2. 3, 1. 3 {Harvey) und Kattenbusch, Symb. Π 138 — 20 Sicut 
— S. 14, 13 condonatur = Pamphilm, Apol. 1 {Lom. XXIV 304—310) — 26—28 rgl. 
Orig., In Matth. Comm. ser. 46 {Lom. IV 296): Sed nos illis credere non debemus 
nee exire a prima et ecclesiastica traditione nee aliter credere, nisi quemadmodum 
per successionem ecclesiae Dei tradiderunt nobis. 

1 in2<:y 5 quae \ locuti sunt et gess. z-cr?». TFe// 8 Fide] -}- enim σ 11 in- 
properium β (improperium J.fö'-i-ß) «j obprobrium (rü/f«"''' (proprium M*), vgl. 
Κ Rönsch, Itala und Vulgata S. 32 f {u. Collect, phil. p. 105 Wey) 23 cvj dei esse γ 
24 sint qui α sunt qui γ sint illi qui Pa {M* o) 28 et apostolica < Pa 



De principiis I Praef. 1. 2. 3. 4 9 

3. lUud autem scire oportet, quoniam sancti apostoli fidem Christi Pa 
praedicantes de quibusdam quidem, quaecumque necessaria crediderunt, '^^ 
Omnibus credentibus, etiam bis, qui pigriores erga inquisitionem divinae 
scientiae videbantur, manifestissime tradiderunt, rationem sciKcet asser- 

δ tionis eorum relinquentes ab bis inquirendam, qui Spiritus dona excel- 
lentia mererentur et praecipue sermonis, sapieutiae et scientiae gratiam 
per ipsum sanctum spiritum percepissent; de aliis vero dixerunt quidem 
quia sint, quomodo autem aut unde sint, siluerunt, profecto ut studio- 
siores quique ex posteris suis, qui amatores essent sapientiae, exercitium 
10 habere possent, in quo ingenii sui fructum ostenderent, hi videHcet, qui 
dignos se et capaces ad recipiendam sapientiam praepararent. 

4. Species vero eorum, quae per praedicationem apostoHcam mani- Jan 
feste traduntur, istae sunt. Primo, quod unus est deus, qui omnia 
creavit atque composuit, quique, cum nihil esset, esse fecit universa, 

15 deus a prima creatura et conditione mundi, omnium iustorum deus, 
Adam Abel Seth Enos Enoch Noe Sem Abraham Isaac lacob duodecim 
patriarcharum Moysei et prophetarum; et quod hie deus in novissimis 
diebus, sieut per prophetas suos ante projmiserat, misit dominum 48 

1 t£ vgl. X. B. Oriri. c. Gels. III 52 (1 248, 17: ίιμΰς γαρ οαη διναμις πάντα 
ηράττυμεν ί-περ τον φρονίμυιν άνδρϋ)ν γενέσ&αι τον σνλλογον ημών, και τα εν 
ημΐν μάλιστα καλά καΐ &εΐα τότε τολμώμεν εν τοις προς το κοινόν διαλόγοις φέ- 
ρειν εις μέσον, οτ' ενπορονμεν συνετών ακροατών άποκρίπτομεν δε καΐ παρα- 
σιωπώμεν τα βα&ντερα, έπάν απλονοτερονς ^ειορωμεν τονς σννερχομένονς και 
δεομένονς λόγων τροπικώς ονομαζόμενων »y«;««); Clemens Alex., Strom. V 10, ü6 
(II 370, 8 St.) und Hahn, Bibl. d. Symb.s § 8 S. 11—13 — 5 f vr/l. I Kor. 12, 7. 8 

— 12 zu Cap. 4—10 vgl. Orig., In Jäh. XXXII 16. 187—194. XX 30, 269—272, 
In Matth. Comm. ser. 33 {Lom. IV 251 f), In Ep. ad Tit. Frg. [Lom. V 285—290) 

— 12 Species — S. 14, 13 condonatur = Anonymus, De incamatione Verbi ad 
Januarium {Aiigustin. Opp. ed. Bened. iom. VIII App. p. 47) — 13 vgl. Hertnae 
Pastor, Mand. I 1: Πρώτον πάντων πίοτεναον ΰτι εΙς έατιν ύ θεός, ό τα πάντα 
κτίσας καΐ καταρτίσας και ποιήσας έκ τον μι) υντος εις το είναι τα πά^,ντα {soweit 
citiert von Orig., In Joh. XXXII 16, 187) tind Katienbusch, Symb. II 138 A. 5. 877 
A.ö — 17— S. 10,2 vgl. Joel S, 1 oder Hehr. 1, 1: έπ' έσχατων των ήμερων {Orig. 
ΠΙ 277, 1); Matth. 15, 24. 28, 19 — 17 f vgl. Kattenbusch a. a. 0. S. 251 A. 14 

1 autem] tarnen Pa 3 credentibus < / 5 f excellentiora ο 6 mereren- 
tur < Pa 1 gratiam < Pa 7 cvd spiritum sanctum A* SPa j percepissent] 
percipere merebantur Pa i) qui u. essent < Pa 10 ostenderent] ost^ndere 
valerentPa 11 ad recipiendam sapientiam /9 y sapientiae ^ Ρα | praeparent vi 
14 cum nihil esset] ex nullis Pa \ esset] essent Jati 



10 Origenes 

lesum Christum, primo quidem vocaturum Lsrahel, seciindo vero etiam Pa 
gentes post perfidiam j)opuli lsrahel. Hie deus iustus et bonus, pater 
domini nostri lesu Christi, legem et prophetas et eyangelia ipse dedit, 
qui et apostolorum deus est et veteris ac novi testamenti. 
5 Tum deinde quia Christus lesus, ipse qui venit, ante omnem crea- 

turam natus ex patre est. Qui cum in omnium conditione patri 
ministrasset, »per ipsum« namque »omnia facta sunt«, novissimis tem- 
poribus se ipsum exinaniens homo factus est, incarnatus est, cum deus 
esset, et homo factus mansit quod erat, deus. Corpus assumsit nostro 
10 corpori simile, eo solo differens, quod natum ex virgine et spiritu sancto 
est. Et quoniam hie lesus Christus natus et passus est in veritate, et 
non per phantasiam, communem hanc mortem vere mortuus; vere enim 

5 — S. 11, 10 vgl. Euet, Origeniana II 2 qu. 2 — 5 f rgl. z. B. Ch-ig. c. Gels. 
VIII 13 (II 231, 3: τον νΐόν τον &εοϋ, ούτω δη και τον γεννη&έντα από τοιούτον 
πατρός), In Jäh. II 4 (IV 58, 4: μαν^ανόντο^ν ημών δια των λεγομένων [Joh. 1, 1] 
οτι πρεσβύτερος ό λόγος των απ' αργής γενομένων ήν). II 10 (IV 65, 22: μόνον 
τον μονογενοΐς φύαει νίοϋ άργήΒ^εν τνγχάνοντος) tmd Hilarms Pict., De trin. ΧΠ 26 
{Migne SL X 449: Natum itaque unigenitum Deum, sed natum ante aetema tempora 
confitemur) — 6 vgl. Hieron., Ep. ad Avil. 2 {Migne SL ΧΧΠ 1060): ut est ülud, 
et statim in primo volumiue: Christum filium Dei non natum esse, sed 
factum {= γεν^μόν) — 6f vgl. On'g. c. Gels. VI 60 (II 130, 21: λέγοντες τον 
μεν προσεχώς δτ]μιονργόν είναι τον νιόν τον &εον, ?.όγον και ώσπερει αντονργόν 
τον κόσμον). II 9 (1 136, Iff). V 12 (Π 14, 3), In Joh. 1 19 (IV 23, 17). II 3 (IV 55, 14: 
πασι τοις λοιποΐς 9-εοΐς διάκονον είναι τής θεότητος τον &εόν ?.όγον). II 10 (IV 
65, 29: τής ειρημέν?]ς νλ7]ς των χαρισμάτων ενεργονμένης μεν από τον &εον, δια- 
κονονμένης όε νπό τον χριατον). II 30 (IV 87, 26) und Schnitxer, S. 4f Änm. ** 
— 7 Joh. 1, 3 — 7 f vgl. Ilebr. 1, 1. Phil. 2, 7 — 9 f vgl. Orig., In Luc. hom. 17 
{Lom. V 148: tale, quäle nos, corpus habuisse, ut per similitudinem corporis etiam 
nostra coi-pora redimeret a peccatis), c. Gels. I 66 (I 119, 19). 1 69 (I 123, 11 ff). 

11 23 (I 152, 23). II 31 (I 158, 28) — 10 vgl. Orig., In Joh. XXXII 16 (IV 452, 4): 
εκ παρ8•ένον τί/ς Μαρίας καΐ αγίον πνεύματος τήν γένεαιν άνείλ7]φεν — 11 vgl. 
Kattenbuseh, Symb. Π 893 J.. 42 — 11 f vgl. Orig., In Joh. Frg. 53 (IV 527, 18: δοκήσει 
αντόν ανθ^ρωπον αλλ' ονκ ά?.η&εία αντόν γεγονεναι), c Gels. II 16 ίΐ 145, 8: δοκήσει 
τόν Ίησονν ταντα πεπονθ^έναι ον πεπονθ^ότα) — 12 vgl. Orig., Exltort. 39 (Ι 37, 9f) 

1 vocaturum] vocatur G*M vocatur deus σ 2 gentes] deus gentium σ 4 ac] 

et Pa 5 oo lesus Christus Jan \ ipse < Jan (> in omni Jan \ condi- 

tionem γ 8 est^ < σ 9 deus] + et σ 10 natus Ρα (Go) 11 hie] + Deus 

Jan I et2 < Jan 12 per phantasiam] per imaginem [= δοκήσει, s. Test.] Pa 

mortem] + sustinuit σΡα{α) \ mortuus] -f- est Jan 



De principiis I Praef. 4. δ 11 

et a mortuis resurrexit et post resurrectionem conversatus cum disci- Ρλ 
τ . , , Jan 

puiis SUIS assumtus est. 

Tum deinde honore ac dignitate patri ac filio sociatum tradiderunt 
spiritum sanctum. In hoc non iam manifeste discernitur, utrum natus 
δ aut innatus, vel filius etiam ipse dei habendus sit, necne; sed inquirenda 
iam ista pro viribus sunt de sancta scriptura et sagaci perquisitione 
investiganda. Sane quod iste Spiritus sanctus unumquemque sanctorum 
vel prophetarum vel apostolorum inspiraverit, et non alius spiritus in 
veteribus, alius vero in bis, qui in adventu Christi inspirati sunt, fuerit, 
10 manifestissime in ecclesia praedicatur. 

δ. Post haec iam quod anima substantiam vitamque habeus pro- 

3 — 5 vgl. besonders Orig., In Joh. Π 10 (IV 6δ, 1δ: 7)μεΐς μίντοι γε τρεις 
υποστάσεις πειΘ^όμενοι τνγχάνειν, τον πατέρα και τον νιόν καΐ το αγιον πνεύμα 
. . . προσιέμεΟ-α το πάντων δια τον λόγου γενομένων το αγιον πνεύμα πάντων 
είναι τιμιώτερον . . . καΐ τάίχα αυτή ΙστΧν ή αιτία τοΰ μή καΐ αυτό υίόν χρηματί- 
ζειν τον β-εοϋ); Hieron., Ερ. ad Avit. 2 [Migne SL XXII lOGO: Tertiuiu dignitate 
et honore post Patrena et Filium adserit Spiritum sanctum. De quo 
cum ignorare se dicat, utrum factus sit an in£ectus[^ γενητός η άγένητο ς, 
nicht, wie Ruf. las, γεννητος ή άγέννητος, vgl. Orig. α. α. Ο. IV Οδ, 1 u. δ: γενη- 
τόν — άγέννητον und Epiphan., Haer. G4, 8], in posterioribus quid sentiret expressit, 
nihil absque solo Deo Patre infectum esse confirmans; dazu Orig. a.a. 0. 
IV 6δ, 17: άγέννητον μηδέν έτερον τον πατρύς είναι πιστεύοντες [d. h. Orig.) u. 
c. Geis. VI 17 (Π 88, 21 : οντε γαρ τον άγένητον και πάσης γενητής φύσεως πρω- 
τότοκον κατ' άξίαν είδεναι τις δύναται ώς ό γεννήσας αυτόν πατήρ). ΠΙ 34 (Ι 
231, 7); Hiiet, Origen. \12 qu. 2, 21—24; Schnitzer S. 6f Anm. * und Denis, De la 
philos. d'Origene, Paris 1884, p. 2^ A. 2 — 4f vgl. Hilarius, De Trin. XII δδ 
{Migne SL IL AQ^): Neque, quia te solum innascibilem et imigenitum ex te natum 
tfciens genitum tamen Spiritum sanctum non dicturus sim, dicam umquam creatum 
— 7 f vgl. Orig., In Joh. II 10 (IV 6δ, 26: οίμαι δε το αγιον πνεύμα την, Vv' ού- 
τως εΐπω, νλην των από &εον χαρισμάτων παρέχειν τοις δι' αντό καιτ^ιν μετοχίιν 
αυτόν χρηματϊζονσιν άγίοις). XXVIII 1δ (IV 408, 4), In Jerem. hom. XIX (III 
1G6, δ), c. Cels. Ι 44 (Ι 94, 22). VI 19 (Π 89, 29) — 11— S. 12, 4 vgl. ζ. Β. Orig., De 
or. 29, 13 (Π 387, 26): ήγοΰμαι d>) τον &εόν εκάστην λογικ7)ν οίκονομεϊν ψνχήν, άφο- 
ρώντα εις τήν άίδιον αυτής ζωήν, άει εχουσαν τό αντεξονσιον καΐ παρά r?)v ιδίαν αΐτίαν 
yjxoi iv τοις κρείττοσι κατ' έπανάβασιν εως της ακρότητας τών άγαΒ^ών γινομένην^η 
καταβαίνονσαν διαφόρως έξ απροσεξίας έπΙ την τοσήνδε ή τοσήνδε της κακίας /νσιν. 

1 conversatus] -f est Ρα(Μ*σ) 2 suis] + et in celum Ρα{σ) 3 Tunc γ 

deinde] demum natura Jan | ac^J et Pa \ tradidit Jan 4 In hoc — 7 in- 

vestiganda <; Jan \ oo iam non γ 5 t>o dei ipso γ S) in adventiim Pa 

10 in ecclesiis Pa Del, ob richtig'^ vgl. unten S. 14, 10 11 oo anima quod iam Jan 



12 Origenes 

priam, cum ex hoc mundo discesserit , pro suis meritis dispensabitur, Pa 
sive vitae aeternae ac beatitudinis hereditate potitura, si hoc ei sua 
gesta praestiterint, sive igni aeterno ac suppKciis mancipanda, si in hoc 
eam scelerum culpa detorserit; sed et quia erit tempus resurrectionis 
δ mortuorum, cum corpus hoc, quod nunc »in corruptione seminatur. 
surget in incorruptione«, et quod »seminatur in ignominia, surget in 
gloria«. 

Est et illud definitum in ecclesiastica praedicatione, omnem animam 
rationabilem esse liberi arbitrii et voluntatis; esse quoque ei certamen 
10 adversum diabolum et angelos eins contrariasque virtutes, ex eo quod 
ilH peccatis eam onerare contendant, nos vero si recte consulteque 
vivamus, ab huiuscemodi labe exuere nos conemur. Unde et conse- 
qaens est intellegere, non nos necessitati esse subiectos, ut omni modo, 
etiamsi nolimus, vel mala vel bona agere cogamur. Si enim nostri 



2—4 v(il. Orig. c. Geh. III 31 (I 228, 20). VIII 48. 52 (II 263, 13. 268, 2) — 
4 f rgl. Katfenbusch, Sijmb. II 137 f Α 4 — 5—7 vgl. I ΛΌ/•. lö, 42.43 — 8—12 vgl. 
Orig., De or. 29, 2 (II 382, 20). 22, 4 (II 349, 9), In Matth. ser. 83 {Lom. IV 414) 
II. unten III 1 — 8f vgl. Orig. e. Gels. IV 83 (I 354, 11: ομοειδή είναι πάοαν ψνχήν 
wird bestritten). III 69 (Ι 261, 12: μίαν φναιν επισταμένοι πάσης ?.ογικής ψν///ς). 
IV 58. 89 (Ι 330, 31. 301, 6 — 13: ή των άνθ-ρώπων — των αλόγων ζωών rpv/i]) — 
9—11 vgl. Orig., De or. 13, 3 (II 327, 10 ff), c. Gels. VIII 6. 25 (II 225, 22. 241, 31: 
άγγελοι τον διαβόλου), In Joh. X 32 (IV 206, 17: των αντικειμένων δυνάμεων) — 
10 f vgl. Orig., In Joh. XX 40 (IV 383, 2): διαλαμβάνουσα' [die Ghrisfen] περί 
των παρά τον υρ&όν λόγον νπ^ άν&ρώπων πραττομένων, ως ον χωρίς δαιμονίων 
η οποιωνδήποτε δυνάμεων αντικειμένων των τοιούτων έπιτελονμένο)ν — 13 vgl. 
Orig., In Jerem. kam. XX 2 (III 178, 16: 'ίνα μη κατά ανάγκην το άγαθ^όν τίνος 
TJ, αλλά κατά το βκονσιον αντον), In Joh. ΧΧΧΙί 16 (IV 451, 31: οτι αυτεξούσιοι 
δντες κολαζόμεθ-α μεν εφ' οίς άμαρτάνομεν, τιμώμεθ-α δε έφ' οις εν πράττομεν). 
In Joh. Frg. 43 (IV 518, 13: αυτεξούσιοι οντες οϊ αν&ρωποι τω προαίρεαιν 
ελενθ^έραν εχειν); rgl. auch Methodiiis, Περί τον αυτεξουσίου S. 47 ed. Bomr. 
(= Dial. d. Adam. ed. ran de Sande Bahh. S. 160, 3: ov της (fΰσεως ανάγκη, κρα- 
τούμενος) 



1 oo discesserit mundo Jan 3 sive iieterno supplicio mancipanda Jan 

4 eam] eandem Jaji \ quia < Jan 5 nunc <. Pa 9 c>o esse ration. LPaJan 

rationalem Jan 10 adversus ÄJan 11 cv^ peccatis eam illi Ja7i 12 labe] 

clade Pa{a) <; Pa{GM) \ ού nos exuere Jan 13 omni modo] omnino Jan 

14 CND vel bona vel mala Jan 



De principiis I Praef. δ. 6 13 

arbitrii sumus, inpugnare nos fortasse possint aliquae virtutes ad Pa 
peccatum et aliae iuvare ad salutem, non tarnen necessitate cogimur 
vel recte agere vel male; quod fieri arbitrantur bi, qui stellarum cur- 
sum et motus causam dicunt humanorum esse gestorum. non solum 
5 eorum, quae extra arbitrii accidunt Kbertatem, sed et eorum, quae in 
nostra sunt posita potestate. 

De anima vero utrum ex seminis traduce ducatur, ita ut ratio 
ipsius vel substantia inserta ipsis corporalibus seminibus habeatur, an 
vero aliud habeat initium, et hoc ipsum initium si genitum est aut non 

10 genitum, vel certe si extrinsecas eorpori inditur, necne: non satis mani- 
festa praedicatione distinguitur. 

6. De diabolo quoque et angeKs eins contrariisque virtutibus eccle- 
siastica praedicatio docuit quoniam sint quidem haec, quae autem sint 
vel quomodo sint, non satis clare exposuit. Apud plurimos tamen ista 

15 habetur opinio, quod angelus fuerit iste diabolus, et apostata effectus 
quam plnrimos angelorum secum declinare persuaserit, qui et nunc 
usque angeK ipsius nuucupantur. 



If vgl S. 12, 9—11 u. Orir/., De or. 27, 12 (II 371, 9: τι υκνονμεν παοα- 
δέξαοθ^αι tut γε πασών των övvaßsojv κρεαιόνυ)ν καΐ χειρόνων και επΙ των αν- 
θρώπων το δύναα&αι τρέφεσ&αι από πάντων τούτων ενα εκαατον ήμών^ — 
3 — 6 vffl. On'g., In Matth. XIII 6 {Lom. III 221: πάντες booi παρά τ?) ν των άστρων 
σχέσιν φασίν είναι τ»)ν αΐτίαν πάντο)ν των επί γΤ/ς, είτε κα&ολικών εΐ'τε και των 
καθ-' εκαστον σνμπτωμάτο)ν), c Gels. V 6. 12 und 21 (Π 22, 22), Phüokal. Cai^. 
XXIII [ρ. 187—212 Roh) und Ρ. Wendland, Philos Schrift über die Vorsehung 
S. 28 f. 34 f) — 7—10 vgl. Orig. c. Cels. IV 30 (I 300, 9: και ως ai ψνχαΐ ητοι 
άγέννητοι ονσαι καΐ μΐ} νπο &εον κτιαθ-εΐσαι όιακοαμοϋΐ'ται νπ' αντον καΐ άμεί• 
βοναι σώματα, ή σνσπαρεΐσαι τοις σώμασιν επιδιαμένονσιν ή ονκ επιδιαμένονσιν), 
In Joh. II 30 (IV 87, 11), In Ερ. ad Tit. Frg. {Lom. V 291 = XXIV 398: si quis 
rationem humanae animae inquirat, cum de ea neque quod ex seminis traduce 
ducatur neque quod honorabilior et antiquior corporum conipage sit, tradiderit 
ecclesiastica regula) und Rufin, Apol. ad Anastas. 6 [Migne SL XXI 026); 
Hieron. c. Joh. Hieros. 22 [Migne SL XXIII 372); Huet, Origen. II 2 qu. G, 11 — 
12 vgl. oben S. 12, 9-11 — 15—17 rgl. Orig. c. Cels. VI 44. 45 (II 115, 13. 
116, 21) 

1 possint Αμ possunt ßM^c^'rPaiOM^corr^Jan possent σΡα{Μ*σ) 3 hi < Pa 
4 solum < Pa 5 et < PaJan 6 oo posita sunt γΡα{0*)Ιαη 9 oo est 
genitum Jan 10 non < PaiMo) 12 quoque < Fa 14 velj aut Jan 17 us- 
que <. Jan 



14 Origenes 

7. Est praeterea et illud in ecclesiastica praedicatione, quod mun- (Pa) 
dus iste factus sit et a certo tempore coeperit et sit pro ipsa siii corrup- ^' 
tione solvendus. Quid tarnen ante hunc mundum fuerit, aut quid post 
mundum erit, iam non pro manifesto multis innotuit. Non enim evi- 

5 dens de his in ecclesiastica praedicatione sermo profertur. 

8. Tum deinde quod per spiritum dei scripturae conscriptae sint 
et sensum habeant non eum solum, qui in manifesto est, sed et alium 
quendam latentem quam plurimos. Formae enim sunt haec quae de- 
scripta sunt | sacramentorum quorundam et divinarum rerum imagines. 49 

10 De quo totius ecclesiae una sententia est, esse quidem omnem legem 
spiritalem, non tarnen ea, quae spirat lex, esse omnibus nota nisi his 
solis, quibus gratia spiritus sancti in verbo sapientiae ac scientiae 
condonatur. 

"Ονομα άϋωμάτον ουκ ϊΰαοιν ου μόνον οΙ πολλοί, αλλ' ουΟε η 



1δ 



γραφή. 



[Appellatio autem άοωμάτου (id est incorporei) non solum apud 
multos alios, verum etiam apud nostras scripturas inusitata est et in- 
cognita.3 Si vero quis velit nobis proferre ex illo libello, qui Petri 

1 — 3 vgl. K:B. Orig. c. Gels. I 37 (I 89, 2: tt γαρ γενητύς εατιν ο κόσμος). 
IV 9 (Ι 280, 18: ει δ' έπιστήσεταί τις χρόνος, περιγράφων τον κόαμον άναγκαίαν 
περιγραφ^ιν τω αυτόν άρχην ίσχηκέναι, και επιστήσεταί τι τέλος τω κόσμιο καΐ 
μετά το τέλος δικαία περί πάντων κρίσις). IV 21 (Ι 291, 10: ουκ άρνονμεΟ^α ονν 
το καθ-ύρσιον πνρ καΐ τ?)ν τον κόσμου φΟ-οραν επί κα&αιρέαει της κακίας και ανακοι- 
νώσει τον παντός). In Joh. Ι 26 (IV 33, 13) — β vgl. unten IV 1, 9 (= Philokal. 
Cap. 19;?, 16, 1 Rob) : εξ έπιπνοίας τον άγίον πνεύματος βονλήματι τον πατρός 
των όλων δια ^Ιησον Χρίστου ταύτας [seil, τας ίερας βίβλονς] άναγεγράφθ^αι — 

7 f vgl. unten IV 11 ff 11. Bedepenning, Origenes I 299 ff — lOf vgl. Rum. 7, 14 — 
12 vgl. I Kor. 12, 8 — 14 f Frg. 2 (= Z. 16 Appellatio — 17 f incognita Rtif.) des 
Antipater v. Bostra adv. Orig. hei Joh. Dam., Sacra parall. (11 770 ed. Lc Quien-, 
XU άσώματον vgl. ir. B. Orig., In Gen. hom. 1, 13 {Lom. VIII 121 f), In Joh. XIII 
22 (IV 246,4: πνευματικόν, όπερ έστΙ νοητόν καΐ ως μεν αϊ γραφαΐ αν λέγοιεν 
άόρατον, ως J' αν"Ελληνες υνομάσαιεν άσώματον), De or. 27, 8 (U 367, 13) η. 
Gregor. Nyss., De an. et resurr. {Migne SGr XLVI 49^: το δε άσώματον νοερόν 
πάντως) — 18 f vgl. Ε. ν. DobschüL•, Das Kerijgma Petri {TU XI 1. 1893) S. 82-S4 

1 c^ et praeterea Jaii 3 f post uiundum] postmodum Jan 4 00 non iaiu 
Jan 4 f evidenter Pa 5 cv) in eccles. de bis praed. Pa 6 deinde] demuni Jan 

8 plurimum Ρα{σ) 8 f descripta sunt] scripta sunt Pa describuntur Jan 10 una 
sententia est] unus est sensus Pa 11 omnibus] hominibus Jan 11 f his solis] 
iis solum Jan 16 asomatu Λ asomati β γ 



De principiis I Praef. 7. 8. 9 15 

Doctrina appellatur, ubi salvator videtur ad discipulos dicere: »Non 
sum daemonium incorporeum«, primo respondendum est ei quoniam 
liber ipse inter Kbros ecelesiastieos non habetur, et ostendendum quia 
neque Petri est ipsa scriptura neque alterius cuiusquam, qui spiritu 
δ dei fuerit inspiratus. Quod etiamsi ipsum concederetiir, non idem sen- 
sus inibi ex isto sermone άοωμάτου indicatur, qui a graecis vel genti- 
libus auctoribus ostenditur, cum de incorporea natura a philosophis 
disputatur. In hoc enim Kbello >incorporeuni daemoniuin< dixit pro eo, 
quod ipse ille quicumque est habitus vel circumscriptio daemonici cor- 

10 poris non est similis huic nostro crassiori et visibili corpori ; sed secun- 
dum sensum eius, qui composuit illam scripturam, intellegendum est 
quod dixit, id est non se habere tale corpus quäle habent daemones 
(quod est naturaliter subtile quoddam et velut aura tenue, et propter 
hoc vel putatur a multis vel dicitur incorporeum), sed habere se corpus 

15 soHdum et palpabile. In consuetudine vero hominum omne, quod tale 
non fuerit, incorporeum a simplicioribus vel imperitioribus nominatur; 
velut si quis aerem istum quo fruimur incorporeum dicat, quoniam 
quidem non est tale corpus, ut conprehendi ac teneri possit urgentique 
resistere. 

20 9. Quaeremus tamen si vel alio nomine res ipsa, quam graeci philo- 

sophi άοώματον (id est incorporeum) dicunt, in sanctis scripturis 
invenitur. Dens quoque ipse quomodo intellegi debeat requirendum 
est, corporeus et secundum aliquem habitum deformatus, an alterius 
naturae quam corpora sunt, quod utique in praedicatione nostra mani- 

25 feste non designatur. Eadem quoque etiam de Christo et de sancto 
spiritu requirenda sunt, sed et de omni anima atque omni rationabili 
natura nihilominus requirendum est. 

If griechisch bei Ignatius ad Smyrn. 3: οτι ovx είμΙ δαιμόνων άαωματον, 
vgl. Schnitzer S. 9 Anm. ** und A. Hügenfeld, Novum Test, extra can. ree. IV 57. 62 — 
20 ί vgl. Orig., De or. 27, 8 (Π 367, 13 ff) u. Geffekm, Zwei griech. Apolog. S. 89 
— 22 vgl. Orig. c. Gels. VI 64 (II 135, 4: tV evQsQ-y, πότερον inixeiva οναίας 
ιατ\ πρεσβεία και δυνάμει υ Θ^εος . . . . η καΐ αυτός εστίν ονσία). VII 27 (178, 13: 
σα(ρώς γαρ άοώματον φααιν οι λύγοι τον Θ-εόν). VII 38. 66 (Π 188, 11. 216, 4) 
η. Schnitzer S. 10 f Αη7η. *, der Orig. c. Gels. VIII 49 (II 265, 4: ονδε γαρ κα&' 
ημάς σώμα ο &εός' "να μ}] περιπέσωμεν οις περιπίπτονσιν άτόποις οι τα Ζ7)νωνος 
και Χρυσίππου φΰοσοφοΰντες) u. Sei. in Gen. 1, 26 [Lom. VIII 49) citiert 

(> inibi α ibi y | ivsomafci L \ vel α et γ i) circumscriptus y 
12 habere < y 20 quaerimus Α 21 asomatum L | incorpoream Del 



16 Origenes 

10. ^Ev τω κηρνγματί καΐ το είναι τινας άγγίλονς καΐ δυνάμεις ^P^) 
κρείττονας. λειτονργικας της οωτηρίας των άν&ροίπων. παραδέόοται' 
ποτέ όε έκτίο&ί]θαν καΐ τίνα τα περί αντονς, ονόαμώς τις εοαφηνιοεν. 

[[Est etiam illud in ecclesiastica praedicatione, esse angelos dei Pa 
δ quosdam et virtutes bonas, qui ei ministrant ad salutem hominum con- 
summandam ; sed quando isti creati sint, vel quales, aut quomodo sint, 
non satis in manifesto distinguitur.J De sole autem et luna et stellis, 
utrum animantia sint an sine anima, manifeste non traditur. 

Oportet igitur velut elementis ac fundamentis huiusmodi uti secun- 
10 dum mandatum, quod dicit: »Inluminate vobis lumen scientiae«, omnem 
qui cupit seriem quandam et corpus ex borum omnium ratione perficere, 
ut manifestis et necessariis assertionibus de singulis quibusque quid sit 
in vero rimetur, et unum, ut diximus, corjDus efficiat exemplis et affir- 
mationibus, vel bis, quas in sanctis scripturis invenerit, vel quas ex con- 
15 sequentiae ipsius indagine ac recti tenore reppererit. 



«'. Περί ctaTQOi. 

CAPUT PRIMÜM 

De deo. 

1. Scio quoniam conabuntur quidam etiam secundum scripturas 
20 nostras dicere deum corpus esse, quoniam inveniunt scriptum esse apud 

1 — 3 Frg. 3 (== Z. 4 Est — 7 distinguitur Ruf.) des Antipater v. Bostra adv. 
Oriff. bei Joh. Dam., Sacra parall. (II 770 ed. Le Quien) mit den einleit. Worten: 
και πάλιν οτι — 1 xu Gap. 10 vgl. Huet, Origen. II 2 qu. ö, 11 — 13 — 4 Est — 
15 reppererit = Painphil.,Apol.l {Lom.XXLY 310 f) U7id Anonym., ad Januar. pAS — 
7f rgl. Orig. c. Gels. V 10 (II 11, 13: uneQ xal oi ev ονρανώ αστέρες ζωά είαι 
?.ογικα και απονδαΐα καΐ έφωτίοθ-ησαν τω φωτΐ »της Yvdjasojg" νπό της σοφίας 
U. Test.), In Jerem. hom. Χ 6 (III 76, 21) — 10 Hos. 10, 12 — 16 xu der griech. 
Überschrift {bei Photins, Bibl. God. VIII ^.4» ed. Bekker) vgl. unten Ϊ Gap. 5, 1 a. A. 
und Gap. 7, 1 a. A. Photius a. a. 0. jo. 3^ B. encähnt aus dem Inhalt ron a' ß' γ' 
nur: τον μεν viöv νπό τον πατρός πεποιήσ&αι λέγο)ν, το δε πνενμα νπό τον νΐον, 
καΐ διήκειν μεν τον πατέρα δια πάντων των υντων, τον δε νίόν μέχρι των λογικών 
μόνων, το δε πνενμα μέχρι μόνων των αεσωσμένων. — 19 — S. 17, 17 xu πνρ, πνενμα, 
φως = ό &εός vgl. besonders Orig., In Joh. XIII 21 (IV 244 f ) und Denis, Orig. p. 77 ff 
— 19 f vgl. Orig., In Oen. Sei. (Lom. VIIUO) — 20 vgl. oben I Praef. 9, unten Π Gap. 4, 3 

1 άγγέ?.ονς (&εον> Koe 5 quae Jan \ ministrent Pa 7 distinguitur 
aPaJan designatur γ | De sole — 8 traditur < Jan 8 an sine anima] an 
exanima Ρα (3/5) aut exanima Pa{G Ab) 9 ac] vel y 10 omnem] eum Pa omnis 
Jan 14 bis] iis Jan 14 f ex consequentiae] consequenter Jan 



De principiis I Praef. 10. Cap. 1, 1. 2 17 

Moysen quidem: »Deus noster ignis consumens est«, in evangelio vero 
secundum lohannem: »Deus spiritus est, et eos qui adorant eum, in 
spiritu et veritate oportet adorare«. Ignis vero et spiritus non aliud 
apud eos quam corjius esse putabitur. Quos interrogare volo, quid 
5 dicant de eo quod scriptum est, quia >deus lux est<, sicut lohannes in 
epistola sua dicit: »Deus lux est, et tenebrae non sunt in eo«. Ista 
nempe >lux est<, >quae inluminat< omnem sensum eorum, qui possunt 
capere veritatem, sicut in tricesimo quinto psalmo dicitur: »In lumine 
tuo videbimus lumen«. Quid enim aliud lumen dei dicendum est, in 

10 quo quis videt lumen, nisi virtus dei, per quam quis inluminatus vel 
veritatem rerum omnium pervidet vel ipsum deum cognoscit, qui veritas 
appellatur? Tale est ergo quod dicitur: »In lumine tuo videbimus 
lumen«, hoc est, in verbo tuo et sapientia tua, qui est filius tuus, in 
ipso te videbimus patrem, Numquidnam quia lumen nominatur, simile 

lö putabitur solis huius lumini? Et quomodo vel levis aHquis dabitur 
intellectus, ut ex isto quis corjjorali lumine causam scientiae capiat et 
veritatis inveniat intellectum? 

2. Si ergo adquiescunt huic assertioni nostrae, quam de natura 50 
luminis ipsa ratio demonstravit, et fatentur non posse corpus intellegi 

20 deum secundum luminis intellectum, similis quoque ratio etiam de ^igni 
consumenti< dabitur. Quid enim consumit deus secundum hoc quod >ignis< 
est? Numquidnam putabitur consumere materiam corporalem, ut est 
>lignum vel faenum vel stipula<? Et quid in hoc dignum de dei laudi- 
bus dicitur, si deus ignis est huiuscemodi materias consumens? Sed 

25 [si] consideremus quia deus consumit quidem et exterminat, sed con- 
sumit malas mentium cogitationes, consumit gesta turpia, consumit 
desideria peccati, cum se credentium mentibus inserit et eas animas, 
quae verbi eius ac sapicntiae efficiuntur capaces, una cum filio suo 
inhabitans secundum quod dictum est: »Ego et pater veniemus et 

1 Deut. 4, 24 — 2 Joh. 4, 24 — 3 f vgl. Orig. c. Gels. VI 71 (II 141, 3) — 
6 I Joh. 1, 5 — 7 vgl. Joh. 1,9 Kl — 8 u. 12 Fsal. 35, 10 — 20 f vgl. Deut. 4, 24 

— 21— S. 18, 2 vgl. Orig. c. Gels. IV 13 (I 283, 4: επάν ovv λί-γιμαι »ηΐ-ρ« ύναι 
"χαταιαλϊσκον, ζητονμεν, τίνα πρέπει νπό &εον καταναλίακεσΘαι, και φαμεν υτι 
τίΐν κακίαν καΐ τα «π' αυτής πραττύμενα καΐ τροπικώς λεγόμενα »ξνλα« είναι 
και »χύρτον« και "καλάμην καταναλίακει ό &εός ως πϋρ κτλ.). VI 70. 72 — 
23 rgl. Ι Kor. 3, 12 — 27— S. 18, 1 vgl. Orig., In Jerem. hoyn. VIII 1 (III 55, 21) 

— 29 Joh. 14, 23, vgl. xur Fonn des Gitats Orig., In Jerern. hom. VIII 1 (11 1 55, 23) 

1 est < α 9 dei < J. 19 demonsfcrabit α 23 stipula AB stipulam Gy 
; [de] Koe naclt Del 25 [si] Koe nach Del sie (/// Kl 

OrigenesV. 2 



18 



Origenes 



mansionem apud eum faciemus«, omnibus eorum vitiis passionibusque 
consumtis purum sibi eas seque dignum efficit templum. 

Sed et bis, qui per hoc quod dictum est quoniam »deus Spiritus 
est« corpus esse arbitrantur deum, hoc modo respondendum est. Con- 
5 suetudo est scripturae sanctae, cum aliquid contrarium corpori huic 
crassiori et solidiori designare vult, spiritum nominare, sicut dicit: 
»Littera occidit, spiritus autem vivificat«. In quo sine dubio per litteram 
corporalia significat, per spiritum intellectualia , quae et spiritalia dici- 
mus. Apostolus quoque ita dicit: »Usque in hodiernum autem, cum 

30 legitur Moyses, velamen est positum super cor eorum; cum autem 
conversus quis fuerit ad dominum, auferetur velamen; ubi autem domini 
Spiritus, ibi libertas«. Donec enim quis non se converterit ad intelle- 
gentiam spiritalem, >velamen est positum super cor< eins, quo yelamine, 
id est intellegentia crassiore, scriptura ipsa velari dicitur vel putatur: 

15 et hoc est quod ait superpositum esse velamen vultui Moysi, cum 
loqueretur ad populum, id est, cum lex vulgo recitatur. Si autem 
'convertamus nos ad dominum<, ubi est et verbum dei, et ubi spiritus 
sanctus revelat scientiam spiritalem, tunc >auferetur velamen<, et tunc 
>revelata facie< in scripturis sanctis >gloriam domini speculamur*. 

20 3. Sed et cum de spiritu sancto multi sancti participant, non 

utique corpus aliquod intellegi potest spiritus sanctus, quod divisum 
in partes corporales percipiat unusquisque sanctorum; sed virtus pro- 
fecto sanctificans est, cuius participium habere dicuntur omnes, qui per 
eins gratiam sanctificari meruerint. Et ut facilius quod dicimus possit 

25 intellegi, ex rebus quamvis inparibus sumamus exemplum. Multi sunt 
qui disciplinae sive artis medicinae participant, et numquid putandum 
est omnes eos, qui medicinae participant, corporis alicuius, quod medi- 

3 Joh. 4, 24 — 4—6 vgl. Orig. c. Gels. VI 70 (II 140, 12): προς γαρ άνη- 
oiuoTo?.}jv των αΙοΟ-ητών έ'θ-ος τ^ 7?«^ '^ά νοητά υνομάΊΐ,ΐΐν πνεύματα και 
πνευματικά {dann folgt dasselbe Gitat tvie hier Z. T) — 7 Π Kor. 3, 6 — 
7f vgl. Orig. c. Gels. VI 70 (II 140, 16): »γράμμα« μεν την αίσθ•ητι)ν ώνύμασβν 
εκδοχί]ν των &είων γραμμάτων, »πνεύμα« δε τ^ν νοητήν — 9 II Koi: 3, 15 — 17 

— 12—19 vgl. Orig., In Jerem. hom. V 8 (III 37, 18), c. Gels. V 60 (U 63, 29) u. ö. 

— 15f vgl. Exod. 34, 35 — 20—24 ob Act. 2, 3f vorschicebtl vgl. oben S. 11, 7—9 
und Orig. e. Gels. VI 70 (II 139, 29: «ει γαρ 6 θεός μεταδϊδωσι τοις δνναμένοις 
μετέχειν αυτόν τοϋ ίδιον πνεύματος, ου κατ' άποτομι^ν καΐ διαίρεαιν εγγινομένον 
τοις άξίοις. ονδε γαρ αώμα το κα&' ημάς πνεύμα), 1η Num. hom. Λ' Ι 2 {Lotn.X 47) 

— 22—24 vgl. Orig., In Joh. XXVIII 17 (IV 411, 16 f) «. ebenda Frg. 37 (IV 513) 



2 oo seque dignum eas Α 6 designari μ 
tur α μ recitaretur σ 19 speculabimur Del 24 f 



9 oo dicit ita γ 16 recita- 
possit intellegi quod dicimus γ 



De principiis I Cap. 1, 2. 3. 4 19 

cina dicitur, in medio positi sibi auferre particulas et ita eius partici- 
piüm sumere? an potius intellegendum est quod quicumque promptis 
paratisque nientibus intellectum artis ipsius disciplinaeque percipiimt, 
hi medicinae participare dicantur? Sed haec non omnimodis similia 
5 exempla putanda sunt de medicina sancto spiritui comparata; sed ad 
hoc tantummodo conprobandum , quia non continuo corpus putandum 
est id, cuius participatio habetur a plurimis. Spiritus enim sanctus 
longe differt a medicinae ratione vel disciplina, pro eo quod sanctus 
Spiritus subsistentia est intellectuaKs et proprie subsistit et extat: nihil 

10 autem tale est medicina. 

4. Sed et ad ipsum iam sermonem evangelii transeundum est, ubi 
scriptum est quia »deus Spiritus est«, et ostendendum est quam conse- 
quenter his quae diximus intellegi debeat. Interrogemus namque quando 
ista dixerit salvator noster vel apud quem vel cum quid quaereretur. 

lö Invenimus sine dubio quod ad Samaritanam mulier em loquens ista 
protulerit, eam quae putabat quod in monte Garizin secundum Sama- 
ritanorum opinionem adorari oporteret deum, dicens quoniam »deus 
Spiritus est«. Quaerebat enim ab eo Samaritana mulier. putans eum 
unum esse ex ludaeis, utrum >in Hierosolymis< adorari oporteret deum, 

20 aut >in hoc monte<; et ita dicebat: »Patres nostri omnes in hoc monte 
adoraverunt, et tos dicitis quia in Hierosolymis est locus, ubi oportet 
adorare«. Ad haec ergo quae opinabatur Samaritana, putans quod ex 
locorum corporalium praerogativa minus recte vel recte adorabitur 
deus aut a ludaeis in Hierosolymis aut a Samaritanis in monte Garizin, 

25 respondit salvator recedendum esse a praesumptione corporalium loco- 
rum huic qui vult deum sequi, et ita ait: »Yenit hora ut veri adora- 
tores neque in Hierosolymis neque in hoc monte adorent patrem. Deus 
Spiritus est, et eos qui adorant eum, in spiritu et veritate oportet 
adorare«. Et vide quam consequenter veritatem spiritui sociavit, ut ad 

i) von Sclmitxer (der Oriff., In Joh. 1 23. II δ. X 21, e. Cels. Mll 12 ler- 
f/leicht) S .15 Änm.* so xuriicküberseizf: ντΐόστααίς iazi νοητοί και νψίαταται ιδίως 
τε και υπάρχει, vgl. auch Orig., In Lue. hom. XXV (Lom. V 182), In Kum. hoin. 
XII 1 (Lom. X 127) — 12 u. 17 Joh. 4, 24 — 18-20 vgl. Joh. 4, 9. 20 — 
20 Joh. 4, 20 — 25 vgl. Joh. 4, 21 — 26 Joh. 4, 21. 23. 24. 

8 fcv) Spiritus sanctus γ 9 subsistentia β μ subsistentia σ substantia Α {vgl. 
Orig., In Joh. Frg. 37, S. 513, 12 Pr. σημαίνει δε τοΐτο και ονσίαν είναι το πνεύμα) 
11 et < 7 19 oporteret Α μ oportet β α 20 aut] an /9 21 f (vi adoran^ 
oportet γ 21 opoiteat AB 23 vel recte] vel rite α Del, doch vgl. unten III 
Cap. 1, G a. A. \ adorabatur aDel 26 veniet ο \ ut] quando α 



20 Origenes 

distinctionem quidem corporum >spiritum< nominaret, ad distinctionem (Pa) 
vero umbrae vel imaginis >veritatem<. Qui enim adorabant in Hierosolymis, 
>umbrae et imagini caelestium deservientes< non veritati neque spiritui 
adorabant deum; similiter autem et hi, qui adorabant in monte Garizin. 
5 5. Omni igitur sensu, qui corporeum aliquid de deo intellegi Pa 

suggerit, prout potuimus, confutato, dicimus secundum veritatem qui- 
dem deum inconprehensibilem esse atque inaestimabilem. Si quid enim 
illud est, quod sentire vel intellegere de deo potuerimus, multis longe ] 
modis eum meliorem esse ab eo quod sensimus necesse est credi. Sicut 51 

10 enim si videamus aliquem vix posse scintillam luminis aut brevissimae 
lucernae lumen aspicere et eum, cuius acies oculorum plus luminis 
capere quam supra diximus non yalet, si velimus de claritate ac splen- 
dore solis edocere, nonne oportebit nos ei dicere quia omni hoc lumine 
quod vides ineffabiliter et inaestimabiliter melior ac praestantior solis 

15 est splendor? — ita mens nostra cum intra carnis et sanguinis claustra 
concluditur et pro talis materiae participatione hebetior atque obtusior 
redditur, licet ad comparationem naturae corporeae longe praecellens 
habeatur, tamen cum ad incorporea nititur atque eorum riioatur intui- 
tum, tunc scintillae alicuius aut lucernae vix obtinet locum. Quid 

20 autem in Omnibus intellectualibus, id est incorporeis, tam praestans 
Omnibus, tam ineffabiliter atque inaestimabiliter praecellens quam deus? 
cuius utique natura acie humanae mentis intendi atque intueri, quamvis 
ea sit purissima mens ac limpidissima, non potest. 

6. Verum non videtur absurdum, si ad evidentiorem rei manifesta- 

3 rgl. Hehr. 8, 5 Weij Kl — 5 Omni — S. 22, 3 constare = Pamphil, Äpol. 2 
(Lom. XXIV 321—323) — 7 vgl. unten II Cap. 4, 3. IV Cap. 4, 8; Glemem AI, 
Strom. V 12 (II 380, 16 St.) — 9—15 rgl Orig. e. Gels. V 11 (II 11, 23), In Joh. II 17 
(IV 74, 14) — 15—23 vgl. Orig. c. Gels. VI 17 (1188,3: οτι αφανή και άγνωστα 
iari τα κατ άξίαν νοη&ίντα αν περί τον &εοϋ, άποκρνψαντος εαυτόν οιονεί iv 
σκότω τοις μή φέρονσι τάς της γνώοεως αντοϋ μαρμαρνγάς μηδέ δνναμένοις αυτόν 
όραν πη μεν δια τον μιασμόν τον νοϋ, σώματι >ταπεινώσεως< ανθρώπων ένδεδε- 
μενού, π^ δε δια την βραχντέραν δνναμιν αντοϋ της κατανοήσεως τον θ^εον). 
VIII 32 (Π 247, 25: ον χωρηταΐ νω, τω ετι ίνδεδεμένω θ^νητω σώματι), In Joh. II 30 
(IV 87, 12: 'ψυχής .... όιά ποικίλας αιτίας ^νδονμενης ααρκΐ και α'ίματί); Glemens 
ΑΙ., Strom. V 1 (II 330, 2 St.) 

3 non veritate neque spiritu O, s. S. 19, 28 4 deum] dominum γ \ et hi 
Acori- β et hü J^* hi y 5 corporeum] corporale Pa 11 et eum] et eius A* et G 
13 oportebat γ 14 quod] quo A*B*GM 17 licet] ilicet Pa 18 habetur Ρα 
I cum] c in Gorr. Α Anm. γ \%t co eorum intuitum rimatur Pa 19 aut < Pa 
21 atque inaestimabiliter J.i a. R. <. G 23 ea < Pa 



De principiis I Cap. 1, 4. δ. 6 21 

tionem etiam alia utamiir similitudiue. Interdum ocuK nostri ipsam (Pa) 
natiiram lueis, id. est substantiam soKs, intueri non possunt; splendorem 
vero eius vel radios fenestris forte vel quibuslibet luminum brevibus 
receptaculis infusos intuentes, considerare ex bis possumus, fomes ipse 
5 ac fons quantus sit corporei luminis. Ita ergo quasi radii quidam sunt 
dei naturae opera divinae providentiae et ars universitatis huius ad 
comparationem ipsius substantiae eius ac naturae. Quia ergo mens 
nostra ipsum per se ipsam deum sicut est non potest intueri, ex pulchri- 
tudine operum et decore creaturarum parentem universitatis intellegit. 

10 Non ergo corpus aliquod aut in corpore esse putandus est deus, 

sed intellectualis natura simplex, nihil omnino in se adiunctionis ad- 
mittens; uti ne maius aliquid et inferius in se habere credatur, sed ut 
sit ex omni parte μονάς, et ut ita dicam ενάς, et mens ac fons, ex quo 
initium totius intellectualis naturae vel mentis est. Mens vero ut mo- 

15 veatur vel operetur, non indiget loco corporeo neque sensibili magni- 
tudine vel corporali habitu aut colore, neque aHo uUo prorsus indiget 
horum, quae corporis vel materiae propria sunt. Propter quod natura 
illa simplex et tota mens ut moveatur vel operetur aliquid, nihil dila- 
tionis aut cunctationis habere potest, ne per huiusmodi adiunctionem 

20 circumseribi vel iuhiberi aüquatenus videatur divinae naturae simplicitas, 

6—9 vgl. Qeffcken, Zwei griech. Äpol. 5. 33 f — 11 vgl. On'g., In Joh. 
XIX β (IV 305, 16: ενιδεΐν τ^ οναία ή τ^ νπερέκεινα τής ουσίας δνιάμει καΐ (ρνσει 
τον &εον). Ι 20 (IV 24, 23: ό &εός μεν ονν πάντη εν εατι καΐ απλονν), c Geis. 
VII 38 (Π 188, 11: νουν τοίννν η ^ι^κεινα νον καΐ ουσίας λέγοντες είναι απλονν 
καΐ άόρατον και άσώματον τον των υλών &εόν) tmd Earnack, Dogmengesch. Ρ 667 
Ä. ι — 13 f vgl. Clemens AL, Strom. V 11 (II 374, 9 St. mit Test.); Orig., In Joh. 
V 5 (IV 102, 34: ουδαμοϋ γαρ // μονάς, καΐ ονδαμον το ανμφωνον και. εν). Frg. 13 
(IV 490, 24: αντος ων και ί, νόησις καΐ το νοονμενον); Justinian, Sgnodal- 
schreihen {Mansi IX 536 D: ο γύρ τοι Πν&αγύρας άρχ}]ν των πάντων εφηαεν είναι 
τι)ν μονάδα); Stob. Eclog. Ι 58 (Ι 34, 22 W.: ΙΙνθ^αγόρας των άρχων τ//ν μεν μο- 
νάδα »εόν και τάγα»όν) — 14 f vgl. Clemens ΑΙ., Strom. V 11 (II 374, 18-20 St.); 
Orig. c. Cels. VII 34 (II 184, 14); Gregor. Nyss., De anima et resurr. tom. III 
/). 211 Α ed. Morelli, Paris 1638 — 15—17 vgl. Orig., De or. 27, 8 (II 367, 16), 
i: Cels. VI (54 (11 134, 15: ου γάρ (ρησί τις ημών οτι μετέχει σχήματος ό &εός η 
χρώματος, αλλ' ονδε κινήαεο}ς μετέχει); Philo, De post. Gain. 9 (Ι 231 Μ., II 7 We.) 
und Ilennecke, Die Apol. d. Arist., Index S. 53 1) 

1 nostri < Pa 3 forte < y 4 ex bis < Fa 5 ac] vel Pa <» universitatis α 
veritatisy 7 ipsius < Ρα | eius < Ρα | 8 per se ipsam] per se ipsum .1 Ρα per se /9 
»icuti -Λ ί> intelligat σ 11 oo in se omnino y 12 et] aut /voe 13 nionas α 
MONAS y 1 enasaENASy Ib vel <Pa, dafür et Pa{Ab)dtirchGorr. 1« aut« vel y 



22 Origenes 

uti ne quod est principium omnium, compositum inveniatur et diversum, Pa) 
et sit multa, non unum, quod oportet totius corporeae admixtionis 
alienum una sola, ut ita dixerira, deitatis specie constare. 

Quia autem mens non indigeat loco, ut secundum naturam suam 
5 moveatur, certum est etiam ex nostrae mentis contemplatione. Haec 
enim si in sua mensura consistat, nee ex qualibet causa aliquid ei ob- 
tunsionis eveniat, nihil umquam ex locorum diversitate tardabitur, quo- 
minus suis motibus agat; neque rursum ex locorum qualitate augmentum 
aliquod vel incrementum mobilitatis adquiret. Quodsi obtendat aHquis. 

10 verbi gratia, quia navigantibus et fluctibus maris iactatis minus ali- 
quanto mens vigeat quam vigere in terris solet, non eos ex loci diver- 
sitate id pati, sed ex corporis commotione vel conturbatione credendum 
est, cui mens adiuncta est vel inserta. Videtur enim velut contra 
naturam in mari degere corpus humanum, et propter hoc velut quadam 

15 sui inaequalitate motus mentis inconposite inordinateque suscipere et 
acuminis eius ictus obtunsiore ministerio dispensare, non minus quam 
si qui etiam in terra positi febribus urgeantur; quorum certum est 
quod, si minus aliquid per vim febrium mens suum servet officium, 
non loci culpam, sed morbum corporis esse causandum, per quem 

20 perturbatum corpus atque confusum nequaquam notis ac naturalibus 
Hneis solita menti dependit officia, quoniam quidem nos homines animal 
sumus compositum ex corporis animaeque concursu; hoc enim modo 
habitare nos super terras possibile fuit. Deum vero, qui omnium 
initium est, compositum esse non est putandum; ne forte priora ipso 

25 principio esse inveniantur elementa, ex quibus compositum est omne 
quicquid illud est quod compositum dieitur. 

1—3 rr/l. Clemens ΑΙ., Strom. V 12 (Π 380, 20tf6Y.) — '2\i rr/l. Clemens 
ΑΙ., Strom. IV 2G (II 321, 20 St.); Orig. c. Cels. VI 63 (II 133, 18: τον avv 
&έτον άνθ-ρώπον τώ χείρονί μέρει, ?.έγω δε τ Λ ανψατϊ). VII 24 (Π 176, δ). 
VIII 23 (Π 240, 18), In Matth. XVII 27 (Lowi'lV 140: οννεατήκαμεν εκ χριχης καΐ 
αώματος' νπερκείαΟ^ω δε ννν λι'γειν, υτι κάΙ εκ πνεύματος, denn erst der >T^eriectuä 
liomo< besteht aus >caiO, aniiua, spiritus<, vr/l. Iren., Adr. haer. V 9, I = Π 342 
Earvey; die Dreiteihmr/ ebenda V 6 = II 333 ff H. und unten IV Cap. 1, 11 = Philoka/. 
I 11, p. 18, 9 Bob.) — 23—26 rr/l. Orig. c. Gels. VI 63 (II 133, 24: ανάγκη οίν- 
d -ετον είναι τύν &εον καΐ οιονεί σννεστώτα και αυτόν εκ ψνχί/ς και σώματος); 
Gregor. Nyss., De anima et resurr. [ed. Morelli, Paris 1638 tom. III p. 186 5: ov 
γαρ άλλο τι το υώμά εοτιν ει μη ανιδρομίι τών στοιχείων) 

2 sit] si Ρα | quid Ρα 9 adquii-it Β^οη-γ ίο et] vel .1 13 velut] ut (getilgt) 
il/' <; (7 esse σ 14 propter hoc « propterea y 18 servet J. servat,? non servet y 191oci] 
mentis β 20 turbatum γ 24 initium < γ \ initium est] est compositor α 



De principiis I Cap. 1, 6. 7 23 

Sed nee magnitudine corporali mens indiget, iit agat aliquid vel 
moveatur, sicut oculus, cum in maiora quidem corpora intuendo diffun- 
ditur, ad parva vero et exigua coartatur et adstringitur ad videndum. 
Indiget sane mens magnitudine intellegibili, quia non corporaliter, sed 
5 intellegibiliter crescit. Non enim corporalibus incrementis simul cum 
corpore mens usque ad vicesimum vel tricesimum annum aetatis augetur, 
sed eruditionibus atque exercitiis | adhibitis acumen quidem elimatur δ: 
ingenii, quaeque sunt ei insita ad intellegentiam provocantur, et capax 
maioris efficitur intellectus non corporalibus incrementis aucta, sed 

10 eruditionis exercitiis elimata. Quae idcirco non statim a puero vel a 
nativitate recipere potest, quia invalida adhuc et inbecilla membrorum 
conpago, quibus velut organis ad exercitium sui mens utitur, neque 
operandi vim sustentare valet neque percipiendae disciplinae exhibere 
sufficit facultatem. 

15 7. Si qui autem sunt qui mentem ipsam animamque corpus esse 

arbitrentur, velim mihi responderent, quomodo tantarum rerum, tarn 
difficiUum tamque subtilium, rationes assertionesque recipiat. Unde ei 
virtus memoriae, unde rerum invisibilium contemplatio, unde certe in- 
corporaUum intellectus corpori inest? Quomodo natura corporea di- 

20 sciplinas artium, rerum contemplationes rationesque rimatur? Unde 
etiam divina dogmata, quae manifeste incorporea sunt, sentire atque 
intellegere potest? Nisi si forte aliquis putet quod, sicut forma ista cor- 
porea et habitus ipse aurium vel oculorum coufert aliquid ad audien- 
dum et ad videndum, et ut singula membra, quae a deo formata sunt, 

25 liabent aliquid oportuuitatis etiam ex ipsa formae qualitate ad hoc, 
quod agere naturaliter instituta sunt: ita etiam habitum animae vel 
mentis intellegi debere arbitretur quasi apte accommodeque formatum 
ad hoc, ut de singulis sentiat vel intellegat atque ut vitahbus motibus 
moveatur. Verum qualem colorem mentis secundum hoc, quod mens 

30 est et intellegibihter movetur, describere quis posset aut dicere, non 
adverto. 

15 vgl. Ori(j., Exitort. ad mart. 47 (142, 29: πείσμα λαβών περί ουσίας λογι- 
κής χρνχής ώς έχοναης τι συγγενές &εώ' νοερά γαρ βκάτερα και αόρατα και . . . 
ασώματα), c Geis. VII 32 (Π 182, 31: ;/ xy εαυτής φύσει ασώματος και αόρατος 
ψυχή); unten Ι Cap. 7, 1. II Cap. 2, 1. 2. Gap. 10, 1. 2 tmd Huet, Griffen. II 2 qu. 
f), 13. 15 — 24—26 vgl. Griff., In Jerem. hom. Fn/. II 2 (III 197, 25): εκαστον 
μέλος τον σώματος ημών ιπί τινι έργω νπυ τον τεχνίτον Θ^εον γεγενηται. 

1« respondeant Koe 22 nisi si β Μ nisi AG α 27 arbitrentur L \ 
commodeque β accommodatcque Del 30 possit Koc 



24 Origenes 

Adhuc ad confirmationem atque explanationem eorum, quae de (Ruf) 
mente vel anima diximus, eo quod praestantior sit totius naturae cor- 
poreae, etiam haec addi possunt. Unicuique corporeo sensui substantia 
quaedam sensibilis subiacet proprie, in quam ipse sensus corporalis 

5 intenditur. Verbi gratia, visui subiacent colores habitus magnitudo, 
auditiii voces et sonus, odoratui nidores boni vel mali, gustui sapores, 
tactui calida vel frigida, dura vel moUia, aspera vel levia. Horum 
autem sensuum, de quibus supra diximus, quia multo melior sensus sit 
mentis, omnibus darum est. Quomodo ergo non videtur absurdum, 

10 bis quidem, quae inferiora sunt, substantias esse subiectas ad inten- 
dendum. huic autem virtuti, quae melior est, id est mentis sensui, 
nihil omnino subici substantiale, sed esse intelleetualis naturae virtutem 
corporibus accidentem vel consequentem? Quod qui dieunt, sine dubio 
in contumeliam eins substantiae, quae in ipsis melior est, baec profe- 

10 runt; immo vero ex hoc etiam ad ipsum deum refertur iniuria, cum 
putant eum per naturam corpoream posse intellegi, quo scilicet secun- 
dum ipsos corpus sit et illud, quod per corpus potest intellegi vel 
sentiri; et nolunt hoc intellegi, quod propinquitas quaedam sit• menti 
ad deum, cuius ipsa mens intelleetualis imago sit, et per hoc possit 

20 aliquid de deitatis sentire natura, maxime si expurgatior ac segregatior 
sit a materia corporali. 

8. Verum istae assertiones minus fortasse auctoritatis habere vide- Ruf 
antur apud eos, qui ex sanctis scripturis de rebus divinis institui volunt 

3—7 t^fji Philo, De opif. mundi 20 {p. 14 M., I 20, IG— 19 Colin: εκάστη [seil. 
αίσ&ήσει] μέντοι ηροσένειμεν δ ποιών καΐ εξαιρέιονς ί'λας και κριτήριον ι'όιον, ω 
δικάσει τα νποπίπτοντα' χρώματα μεν [?/] ορααις, φωνάς δε ακοή, χνλονς δε γεΰαις, 
καΐ οσφρηοις ατμούς, μαλακότητας δε καΐ σκληρότητας και 'όσα &ερμα ή ψνχρά 
λειότητάς τε καΐ τραχύτητας αφή), De plant, ρ. 349 Μ. II 159 f We. — 15—21 vgl. 
oben S. 23, 15 u. Orig. e. Gels. VI 69 (Π 139, 10: «λλ« και ό &εος καϋ•' ήμας τω 
μεν μή είναι αώμα αόρατος έατιν τοις δε ^εωρητικοΐς καρδία &εωρητός, τοντέστι 
νώ, καρδία δε ου τ^ τνχονσ^ αλλά τ^ κα&αρα), In Joh. Frg. 18 (IV 494 f) — 
22 Verum — S. 27, 1 cognoscere citiert Buf., Apol. I 17 {Migne SL XXI 554 f) 
und bemerkt dann [xu Z. 22 ff oder tm S. 26, 6 ff?] I 18 (XXI 556): etiamsi aliqua 
verba in Graeco incautius fortasse posita declinavimus . . ., vgl. Huet, Origen. Π 2 
qii. 2, 17. 18 und Schmher S. 21 Amn. * 

4 proprio ABo propriae Clf propria G 6 nidores] + et γ | mali] 4- 
odores y 7 levia] lenea B* lenia B'^GM^eorrAb lania li* 8 cxj sit sensus γ 
11 esti <.GM* est, id < σ 20 ac α et y 22 fortassis γ 



De principiis I Cap. 1, 7. S 25 

et inde sibi approbari quaeruut, quomodo natura dei supereminet cor- Ruf 
porum naturam. Vide ergo si non etiam apostolus hoc idem ait, cum 
de Christo loquitur dicens: »Qui est imago invisibilis dei, primogenitus 
omnis creaturae«. Non enim, ut quidam putant, natura dei alicui visi- 
5 bilis est et aliis invisibilis; non enim dixit apostolus >imago invisibilis 
dei< hominibus aut >iuvisibilis< peccatoribus, sed valde constauter pro- 
nuntiat de ipsa natura dei dicens »imago invisibilis dei«. Sed et Johannes 
in evangelio dicens : »Deum nemo vidit umquam« manifeste declarat 
Omnibus, qui intellegere possunt, quia nulla natura est, cui visibilis sit 

10 deus; non quasi qui visibilis quidem sit per naturam et velut fragilioris 
creaturae evadat atque excedat aspectum, | sed quoniam naturaliter 53 
videri impossibilis est. 

Quodsi requiras a me, quid etiam de ipso unigenito sentiam, si ne 
ipsi quidem visibilem dicam naturam dei, quae naturaliter >invisibilis< est: 

15 non tibi statim vel impium videatur esse vel absurdum; rationem quippe 
dabimus consequenter. (Sicut enim incongruum est dicere quod possit Hier 

3—8 beide Citate auch sonst verbunden, rrjl. x. B. Orig. c. Cels. VII 27 (II 
178, 14) — 3 ^/. 7 Kol. 1, 15 — 8 Joh. 1, 18 — 9—12 rr/l. Orig., In Joh. Frg. 13 
(IV 495, 8): ονόε γαρ ai άιωτάτω όννάμεις Q-eöv όρώσιν, ου δια τ^ν σφών άαΟ^έ- 
vsiav άλλα όιά τ/) ν τον Θ^εον άσωματότητα. — 13 Quodsi — 16 consequenter 
citiert Bufin nochmals Apol. I 19 {Migne SL XXI 556) — 15 vgl. Ruf., Apol. 
I 20 (XXI 558) — 16 Sicut — S. 26, 2 filium = Hieron. c. Joh. Hieros. c. 7 {Migne 
SL ΧΧΠΙ 360), ron mir nach Schnitzer S. 21 hier eingefügt; dazu stimmt Justinian, 
Ep. ad Mennam {Mansi IX 489 B: προστέ&ειταί δε και τοντο τ?] εαντον ασέβεια, 
ειπών μηδέ [Ι. μήτί] τον ιών δίναο&αι τον πατέρα ιδεΐν, μηδέ το αγιον πνεύμα 
τον νϊόν); femer vgl. Hieron. α. α. Ο. c 9 (ρ. 362: Filius non videt Pafcrem, et 
Filium non videt Spiritus sanctus), Apol. Π 11 b (Migne SL XXIII 434) und Ep. 
adAvit.2 (i^ί^V/we XXII 1060: Deum Patrem per naturam invisibilem etiam a Filio 
non videri); daxu Epiphan., Haer. 64,4 (vgl. 64,73): Φάσκει γαρ ούτος, τολμήσας 
δίϊ9-εν κατά τήν άρχί/ν λέγειν, πρώτον μεν οτι ο νίός ο μονογενείς υράν τον πα- 
τέρα ον δϊναται, «Αλ' οντε το πνεύμα τον νιόν δύναται ϋ^εάσασθ^αι, οντε μίιν άγ- 
γελοι το πνεύμα, οντε οι αν&ρωποι τους αγγέλους, και αΰτη πρώτη αυτού η 
πτώσις (ähnlich Ancorat. 63: πώς ουκ άπηξίωαεν Ώριγένης ειπείν οτι ονχ υρα τύν 
πατι'ρα 6 υΧός; αλλά φηαιν ώς ον δύναται όραν τον πατέρα δ υϊύς, και το 

1 et inde α Εκ f. Apol. etiam inde (Ι ctitim de Μ* etiam que M^con- etiam de 
bis α 5 non enim L quia non Ruf. Apol. 10 oo sit quidem Ruf. Apol. 11 crea- 
turae L naturae Ruf. Apol. 12 impossibilis est ΑΟμΑΙ impossibile est BS 
Ruf. Apol. 13 Quodsi] Sed si Ruf. Apol.^ \ requiras] requiris Ruf Apol.- 
14 cv> dei naturam Ruf. Apol.^ \ quae] qui Ruf. Apol.- 



26 Origenes 

filius videre patrem, ita inconveniens est opinari quod spiritus sanchis 
possit videre iilium.) Aliud est videre, aliud cognoscere: videri et Ruf 
videre corporum res est, cognosci et cognoscere intellectualis naturae 
est. Quicquid ergo proprium corporum est, hoc nee de patre nee de 
δ filio sentiendum est; quod vero ad naturam pertinet deitatis, hoc inter 
patrem et filium constat. Denique etiam ipse in evangelio non dixit 
quia >nemo vidit patrem nisi filius neque filium nisi pater<, sed ait: 
»Nemo novit filium nisi pater, neque patrem quis novit nisi filius«. 
Ex quo manifeste indicatur quod quicquid inter corporeas naturas 

10 videre et videri dicitur, hoc inter patrem et filium cognoscere dicitur 
et cognosci, per virtutem scientiae, non per visibilitatis fragilitatem. 
Quia ergo de incorporea natura et invisibili nee videre proprie dicitur 
nee videri, ideirco neque pater a filio neque filius a patre videri in 
evangelio dicitur, sed agnosci. 

lö 9. Quodsi proponat nobis aliquis, quare dictum est: »Beati mundo 

corde, quoniam ipsi deum videbunt«, multo magis etiam ex hoc, ut 
ego arbitror, assertio nostra firmabitur; nam quid aliud est »corde 
deum videre<, nisi secundum id, quod supra exposuimus, mente eum 

äyLOV πνεύμα ov δύναται Ιδεΐν τον νίόν. καΐτίάλιν ο\ άγγελοι ον δύνανται 
ίδεΐν το αγιον πνενμα, και οϊ ανΟ-ρωποι ον δίνανται Ιδεΐν τονς άγγέλονς. Sind 
die ]Vorte οΐ άγγελοι — τονς άγγέλονς wirklich ans Περί άρχοΐν entnommen, so 
doch u'ohl nicht aus dieser Stelle). Rufin citiert Apol. I 19 {Mü/ne SL XXI δδΟ) 
dasselbe Fragment so: quia sicut Filius Patrem non videt, ita nee Spiritus 
sanctus videt Filium «7s Übersetzung seiner Gegner, die behaupteten: in Graeco 
ita haberi {ebenda c. 20 p. 558); vgl. auch Kattenbusch, Das apost. Symbol II S9öi 
2 — 4 rgl. Orig., In Joh. Frg. 13 (IV 494, 25 : Διττον τον &εωρεΐν οντος, αίοΟ^η- 
τικον τε και νοητικού, το μεν των σωμάτων το δε των ασωμάτων εατίν άντιλη- 
πτικόν). XIX 6. XXXII 29 (IV 305, 3 ff. 475, δ), c Gels. MI 44 (Π 194, 29) — 
8 Matth. 11, 27 — 15 Matth. 5, 8 — 17 f rgl. oben Gap. 1, δ. 6 und Orig. c. 
Gels. VII 33 (II 184, 2): το γαρ γινώακον d -εόν ουκ ύ(ρΘ-αλμός έστι σώματος άλλα 
νους, ορών το >κατ εΙκονα< τον κτίσαντος και το δννάμενον γηώακειν Θ-εόν πρό- 
νοια Θ^εον άνειληφώς. και το όρων δε Θ^εόι• κα'^αρά εστί καρδία {es folgt dann 
Matth. 5, 8) 

2 Aliud] + quidem Buf. Äpol. | cognoscere] noscere Ruf. Apol. 3 res 
<: Ruf. Apol., vielleicht zu tilgen | cognosci et cognoscere] nosci et noscere 
Ruf. Apol. 10 eti] vel Ruf. Apol. 10 f cognoscere — cognosci] noscere — nosci 
Ruf. Apol. 1 4 agnosci] nosci Ruf. Apol. 1 5 mundo A* Cy Ruf Apol. {vgl. 
S. 27, 12) mundi A^cn-ß 16 etiam < Α Ruf Apol. 17 f cv3 deum videre corde γ 
18 id < Ruf Apol. 



De priucipiis I Cap. 1, 8. 9. Cap. 2, 1 27 

intellegere atque eognoscere ? Frequenter namque sensibilium mem- 
brorum uomina ad animam referuntur ita, ut >oculis eordis< videre dicatur, 
id est virtute intellegentiae aliquid intellectuale conicere. Sic et audire 
auribus dicitur, cum sensum intellegentiae profundioris advertit. Sic 
δ et uti eam posse dentibus dicimus, cum mandit et comedit panem 
vitae, qui de caelo descendit. Similiter et ceteris uti membrorum 
officiis dicitur, quae ex corporali appellatione translata virtutibus animae 
coaptantur, sicut et Salomon dicit: »Sensum divinum invenies«. Sciebat 
namque duo genera esse sensuum in nobis, unum genus sensuum mor- 

10 tale, corruptibile, humanum, aliud genus immortale et intellectuale. 
quod nunc >divinum< nominavit. Hoc ergo sensu divino non oculorum. 
sed >cordis mundi,< quae est mens, deus videri ab bis, qui digni sunt, 
potest. Cor sane pro mente, id est pro intellectuali virtute norainari 
in Omnibus scripturis novis ac veteribus abundanter invenies. 

15 Hoc igitur modo quamvis louge inferius quam dignum est, utpote 

pro infirmitate humanae intellegentiae naturam dei intellegentes, nunc 
quid sibi nomen Christi velit videamus. 



ß.' Περί Χρίστου. 

CAPUT SECUNDUM 

20 De Christo. 

1. Primo illud nos scire oportet, quod alia est in Christo deitatis eins 
natura, quod est unigenitus filius patris, et alia humana natura, quam 

2 Tffl. EpJies. 1, 18 ( Wey) u. Orig., In Joh. XXVIII 4 (IV 393, 1: τονζ όφ&αλμονς 
τ//ς 'ψνχής), c. Gels. VII 44 (Π 19δ, 29: μναας τονς τής αία&ήσεως όφ&αλμονς καΐ έγεί- 
ρας τονς τής χρνχής) — 3 f vffl. ρ:. Β. Ori;/., De or. 13, 4 (U 328, 14): άκονοναι τον 
ηνενματικον νόμον ώοΐ πνενματικοΐς — δ f ΐ(/1. Joh. 6, 32 f. δΟ ί" tind Orig., In 
Matth. Comm. ser. 85 (Loni. IV 417: quoniam panis est verbum iustitiae, quam 
manducantes animae nutriuntiir) — 8 Prot. 2, δ; vgl. unten IV 37 u.E., Schnitxer 
S. 22 Anm. * und Orig. c. Gels. VII 34 (11 184 f) — 12 vgl. Matth. 5, 8 — 12f rgl. 
Orig. c. Gels. VI 09 (II 139, 11), In Joh. Frg. 13 (IV 49δ, 10—14) — 21 vgl. Orig., 
In Joh. XIX 2 (IV 299, 14: υτι ο σοηί]ρ ότε μεν περί εαντον ώς ηερί άν&ρώηον 
διαλέγεται, υτε όε ώς περί Θ-ειοτίρας φύσεως και ήνωμίνης τ>] άγενήτω τον πατρός 
φνοει), ο. Gels. III 28 (Ι 22(3,13: ορώσιν υτι άτι' εκείνον ^ρξατο d -εία καΐ ανθρω- 
πινή σνννφαίνεσ&αι ([ύσις). VII 17 (II 108, 1δ) 

7 corporali] Corpora ili* corporea Ο Μ' ''"'■'' corporum (7 10 et intellectuale < )' 
1 7 O.J sibi velit nomen Christi γ 18 Überschrift griech. bei Phot., Cod. VIII p. 4a B. 



28 Origenes 

in novissimis temporibus pro dispensatione suscepit. Propter quod (Pa) 
videndum primo est, quid sit unigenitus filius dei, qui multis quidem 
et diversis nominibus pro rebus vel opinionibus appellantium nuneu- 
patur, Sapieutia namque dicitur, sicut et Salomon dixit ex persona 
5 sapientiae: »Dominus creavit me initium viarum suarum in opera sua, 
priusquam aliquid faceret, ante saecula fundavit me. In initio prius- 
quam terram faceret, priusquam prodirent fontes aquarum, antequam 
firmarentur montes, ante omnes autem colles generat me«. Dicitur 
autem et primogenitus, sicut dicit apostolus Paulus: »Qui est primo- 

10 genitus omnis creaturae«. Xec tamen alius est primogenitus per naturam 
quam sapientia, sed unus atque idem est. Denique et apostolus Paulus 
dicit: »Christus dei virtus et dei sapientia«. 

2. Nemo tamen putet aliquid nos insubstantivum dicere, cum eum 
>dei sapientiam^ nominamus; id est, ut exempli causa finxerim, quod 

15 eum non velut animal quoddam sapiens, sed rem aliquam, quae sapientes 
efficiat, intellegamus , praebentem se et mentibus inserentem eorum, 
qui capaces virtutum eins atque intellegentiae fiunt. Si ergo semel Pa 
recte receptum est, unigenitum fiKum dei >sapientiam eius< esse sub- 
stantialiter subsistentem , nescio si iam ultra evagari sensus noster 

20 debeat ad suspicandum, ne forte ipsa νπόοταοις (id est substantia) eius 
corporeum aliquid habeat, cum omne, quod corporeum est, vel habitu 

2 f ir/l. Orirj., In Joh. I 21. 22 (IV 25-2S) — 5 Prov. 8, 22-25 — 9 Kol 
1, 15 — 12 I Kor. 1, 24 — 17 Si ergo — S. 30, 2 sapientiam = Ρα»ϊ;?Λϊ7.. Apol. 3 
(Lom. XXIV 329 f) — 17-19 rgl. Orig., In Joh. X 37 (IV 212, 17 ff), De or. 15, 1 
(11 334, 4 f) — 18 r;jl. Orig., In Joh. VI 38 (IV 140, 13: π^ρΐ τον νϊον τον &εοϋ, τον 
?.όγον, όι' ον τ« πάντα γέγονεν, νφεατηκότος οναιοιδώς κατά το ίποκεΐμενον, τον 
αντον οντος τ^ αοφία). Ι 34 (IV 43, 20), c Geis. VIII 12 (II 229 230), De or. 27, 12 
(Π 371, 7) — 20 f vgl. Seeberg, Dogmengesch. I 416 Ä. 1. 427 Ä. 3 — 20 die 
Worte: id est substantia sind tcoM,wie oben Praef. 9 die Worte: id est incoii>oreum 
?<. ä. Ziisatx Rufins\ Orig. braucht νπόοτααις und ουσία χ. Β. In Joh. 1 24 (IV 29, 24: 
καΐ κατά τοντο νπόοτασιν αντω . . . ον διδόααιν ονόε οναίαν αντον οαφηνΐζονσιν) 
nicht als völlig identische Begriffe; vgl. aber Loofs, Leitf. x. Sind. d. DG.* S. 194 
^. 8 — 21 f vgl. oben Gap. 1, 6 

2 oo est primo γ 4 f ex persona sapientiae <i γ δ initium] in initium 
G initio M* inicio S, vgl. unten S. 30, 7 | in opera sua <. G 6f prius- 
quam terram faceret < (7 7 prodirent α producerent M* produceret GM^c^rra 
8 autem] enim G | generat ßilo, vgl. Orig., In Jereni. hom. IX 4 (III 70, 23f ) A7 
generavit AG 9 Paulus <γ 12 virtus] + est -i 1 4 ut < J.5 20 ipsa α ipiya γ 
Ιδία vermutet Del | ypostasis L \ ίπόατασις id est < Pa | substantia] xu sub- 
sistentia eorr. A^ subsistentia P«, vgl. unt. S. 30, 2. 32, 16 u. Gap. 2, 8 a. A. 



J 



De principiis 1 Cap. 2, 1. 2 29 

vel colore vel magnitudiue desiguetur. Et quis iimquam sani sensus ^^ , 
habitum vel colorem aut mensurae magnitu dinem in sapientia requi- 54 
sivit per hoc, quod sapientia est? Quomodo autem extra huius sapientiae 
generationem fuisse aliquando deum patrem, vel ad punctum momenti ali- 
5 cuius, potest quis sentire vel credere, qui tarnen pium aliquid de deo intelle- 
gere noverit vel sentire? Aut enim non potuisse deum dicet generare 
sapientiam, antequam generaret, ut eam quae ante non erat postea genuerit 
ut esset, aut potuisse quidem et, quod dici quoque de deo nefas est, 
noluisse generare; quod utrumque et absurdum esse et impium omnibus 

10 patet, id est, ut aut ex eo quod non potuit deus proficeret ut posset. 
aut cum posset dissimularet ac differret generare sapientiam. Propter 
quod nos semper deum patrem novimus unigeniti tilii sui, ex ipso qui- Jan 
dem nati et quod est ab ipso trahentis, sine ullo tamen initio, non 
solum eo, quod aKquibus temporum spatüs distingui potest, sed ne illo 

15 quidem, quod sola apud semet ipsam mens intueri solet et nudo, ut 
ita dixerim, intellectu atque animo conspicari. Extra omne ergo quod 

3 — 5 vgl. Orig., In Gen. comm. I Frg. hei PamphiL, Apol. 3 {Lotti. VIII 4. 
XXIV 328 = Euseb. c. Marcell. I 4, S. 22, 11 Kl.: ov γαρ υ θεός 7ΐατ?}ρ elvui 
ηρξατο xoj?.voßSvo?, ως oi γινόμενοι πατέρες ανθ-ρωποι, νπό τον μ/] δννασθ^αί πω 
πατέρες είναι, ει γαρ άεΐ τέλειος 6 Θ^εός, καΐ πύρεατιν αντω δίναμις τον πατέρα 
αντόν είναι, και καλόν αντόν είναι πατέρα τοιούτον νϊον, (τί) αναβάλλεται και 
τον καλόν εαυτόν ατερϊακει και, ώς εατιν ειπείν, εξ ον δύναται πατι/ρ είναι, ον 
(γίνεται πατήρ,; τό αντό μέντοι γε καΐ περί τον άγίον πνεύματος ?.εκτέον), In 
Joh. XIX 6 (IV 30δ, 10: ό Ο-εωρών τ>]ν σοψΐαν, ^ν εκτισεν ό θ-εός προ των αιώνων 
εις έργα αντον); Method. bei PL•t., Cod. 2So {ρ. 302a, SO Β.), abgedr. bei Bonwetsch, 
Method. r. Ol. S. 341, unfen I Cap. 4t>. ΙΛ" Cap. 4,1 und Hamack, Dogmengesck. Ρ 672 — 
12 nos semper — S. 63, 7 ολΆ^ξ,ηνϋ. = Anonymus, De incarn. Verbi ad Janicarium 
{Augustin, Opp. ed. Ben. tom. VIII p. 48 — 53) — 12 f vgl. Orig., In Jerem. kam. 
IX 4 {III 70, 14: υτι ονχΐ έγέννησεν ό πατήρ τόν νιόν και άπέλναεν αντόν υ πατήρ 
από τΤ/ς γενέσεως αντον, αλλ' άεΐ γέννα ανιόν . . . [Ζ. 21) ει ονν υ αωτί^ρ άεΐ 
γεννάται, και δια τοντο λέγει [Fror. 8, 2δ] . . . και άε\ γεννάται ό αωτηρ νπό τον 
πατρός); Hilarius, De Trin. XII 23 {Migne 5LX447: Quod si semper Patri pro- 
prium est quod semper est pater). 32 {ebenda 453: Aut enim non semper Pater, 
si non semper et Filius; aut si semper Pater, semper et Filius) zind unten Cap. 2, 4, 
S. 32, 15 ff (= Pamphil., Apol. 3 [Lom. XXIV 333], worauf die citierte Stelle aus 
den Jeremialwmilien folgt) 

3 hoc < Ρα 8 ut < Prt | esset] esse Pa{G) < Ρα (Λ/^^σ) | dici 
quoque α dici γ ne dici quidem Pa{GM) nee suspicari quidem Pa{a) | nefas] 
fas Pa 10 aut < Ρα 11 aut] et ex eo Pa(GM*S) 



30 Origenes 

vel dici vel intellegi potest initium generatam esse credendum est CPa) 
sapientiam. In hac ipsa ergo sapientiae subsistentia quia omnis virtus 
ac deformatio futurae inerat creaturae, vel eorum quae principaliter 
exsistunt yel eorum quae accidunt consequenter, virtute praeseientiae 
5 praeformata atque disposita: pro his ipsis, quae in ipsa sapientia velut 
descriptae ac praefiguratae fuerant, ereaturis se ipsam per Salomonem 
dicit ereatam esse sapientia >initium viarum< dei, continens scilicet in 
semet ipsa universae creaturae vel initia vel rationes vel species. 

3. Quali autem modo intelleximus sapientiam >initium viarum^ dei 

10 esse, et quomodo creata esse dicitur, species scilicet in se et rationes 
totius praeformans et continens creaturae: hoc modo etiam verbum dei 
eam esse intellegendum est per hoc, quod ipsa ceteris omnibus, id est uni- 
versae creaturae, mysteriorum et arcanorum rationem, quae utique intra 
dei sapientiam continentur, aperiat; et per hoc verbum dicitur, quia sit 

15 tamquam arcanorum mentis interpres. Unde et recte mihi dictus videtur 
sermo ille, qui in Actibus Pauli scriptus est, quia »hie est verbum ani- 
mal vivens«. Johannes vero excelsius et praeclarius in initio evangelii 
sui dicit, propria definitione deum esse definiens verbum, dicens: »Et 
deus erat verbum, et hoc erat in initio apud deum«. Qui autem initium Pa 

2—8 rgl. Orirj. c. Gels. V 39 (II 43, 22: οτι τον δίύτερον &εόν ονκ άλλο τι 
?.€γομεν ij τ/)ν περιεκτικί/ν πασών αρετών άρετι^ν καΐ τον περιεκτικον παντός οι- 
τινοοονν λόγον των κατά φνοιν καΐ προηγουμένως γεγενημένων και εις χρήσιμοι- 
τον παντός λόγον οντινα τ^ Ίησον μάλιστα παρά πασαν ψνχήν ψνχ?'/ ωκειώσθ^αι 
καΐ ηνώσ&αϊ φαμεν, μόνον τελεαος χωρήσαι όεδννημένου την ακραν μετοχην τον 
αντολόγον καΐ τής αντοσοψίας καΐ τής αντοδικαιοσννης) , In Gant. Gant. Gonim. III 
[Lom. XV 48) imd Denis, De la philos. d'Orig. p. 93 — 16 vffl. Griff., In Joh. 
XX 12 (IV 342, 5), In Jerem. hom. XX 1 (ΙΠ 176. 177); Hebr. 4, 12 und Harnack. 
TU NF V 3 5. 102 ff; Harnack u. Garl Schmidt, Die alten Petrusacten TU NF 
IX 1 S. 83; Acta Paidi, her. von Garl Schmidt, Lpx. 1905, S. 108 f. 161 f. 198; 
Corssen, ZntW IV 1903 S. 41 — 18 Joh. 1, 1. 2 — 19 Qui — S. 31, 4 potest 
= Pamphil, Apol. 3 [Lom. XXIV 331) 

1 f CV3 sapientiaru credendum est Jan 2 quia α quod γ 3 deformatio] 

formatio β δ hisl iis Jan 6 descriptae ac praefiguratae God. Pemig. bei Del, 

sua 
descripta ac praefigurata LJan \ ipsa Jan 7 dixit Jan 8 initia] intua 
[so'\ u. a. R. initia A^ initium xu initia corr M^ 8 rationes α formes Jli* fonnas 
gtjlficorrj.ft forma ^' 10 rationes α initia γ 14 continetur Jan \ quia] quod 
Jan 15 Unde — 17 vivens < Jan 17 vero excelsius et praeclai-ius < Jan 
18 dicit < Jayi \ dicens] dicit Jan 19f cva dat initium Jan 



De principiis 1 Cap. 2, 2. 3. 4 31 

dat verbo dei vel sapientiae dei, intuere ne magis in ipsum ingenitum Pa 
patrem impietatem suam iactet, cum eum neget seraper patrem fuisse 
et genuisse verbum et habuisse sapientiam in omnibus anterioribus vel 
temporibus vel saeculis, vel si Cjuid illud est quod nominari potest. 
5 4. Hie ergo filius etiam omnium quae sunt veritas est et vita; et recte. 

Nam quomodo viverent quae facta sunt, nisi ex vita? vel quomodo 
veritate constarent ea quae sunt, nisi ex veritate descenderent? vel 
quomodo rationabiles esse possent substantiae, nisi verbum vel ratio 
praecederet? vel quomodo sapientes, nisi esset sapientia? Verum quo- 

10 niam futurum erat ut etiam deciderent aliqui a vita et mortem sibi 
ipsi consciscerent ex eo ipso, quod a vita deciderent (non enim aliud 
est mors quam a vita discedere), et utique non esset consequens ut ea, quae 
semel ad vivendum fuerant procreata a deo, penitus deperirent, oportuit 
ante mortem esse talem virtutem, quae futuram dissolveret mortem 

lö et esset resurrectio, quae in domino et salvatore nostro formata est, quae 
resurrectio in ipsa dei sapientia et verbo ac vita consisteret. Tum deinde 
quoniam futurum erat ut aliqui ex bis, qui creati sunt, pro eo quod 
non naturaliter, id est substantialiter, inesset eis bonum sed accidens, 
non valentes inconvertibiles et incommutabiles permanere ac semper in 



δ— S. 32, 4 i-fjl. Orvj., In Joh. I 21. 87 (lY 26, 2. 47, 15), c. Geis. YU 16 
(II 167, 22) — δ tyl. Joh. 14, 6 — 6—9 rr/l. Orig., In Joh. II 18 (lY 75, 4j. 
Yl 38 (lY 14(3, 13), De or. 27, 2 (II 364, 23: τι όε λόγον ry χρνχτι τροφιμώτερον, 
ή τί της αοφίας τον &εον τω νώ τον χωρονντος αυτήν τιμιώτερον; τι δε άληθ-είας 
τ^ λογική ψίοει καταλληλότεροι' ;) — 9-16 vffL Orig., In Joh. XX 39 (1Λ" 380, 27). 
XXXII 18 (IV 457, 6: πλειόνων γαρ αρχόντων γενομένων, εις πέπτιοκεν, ω πάρα- 
πληοίο}ς μιμούμενοι τήν εκείνον πτώαιν πίπτοναιν οϊ αμαρτάνοντες .... άποτιε- 
αόντες της μακαριότητος, ον προηγονμένως οντες ανθ-ρωποι, ώς άνθρωποι άπο9-νή- 
ακονσιν). Ι 37 (ΙΥ 47, 16: και παρά το ποιεΐν άποτί^εοΟ^αι τ}]ν νεκρότητα τονς 
γνησίως αντω προοιόντας καΐ άναλαμβάνειν καινότητα ζωής άνισταμένονς »ανά- 
οτασις" καλείται); Joh. 11, 25. 6, 51 — 17 f vgl. Orig. c. Gels. lY 45 (I 318, 4). 
VI 44 (11 114, 18: ov γαρ oiov τ' ην ομοίως είναι τω οναιωδώς άγα&ώ άγα&ον τό 
■κατά ανμβεβηκός και ^ξ ετιιγενήματος άγα&ήν) 



1 intuere] intueatiir Ρα(θ) 3 in omnibus <. Ρα 4 illud] ob aliud? vgl. 
X. B. Orig. c. Gels. VII 16 (II 168, 10) δ vita] + et via Jan, vielleicht richtig, 
s. unten S. 32, 7 8 rationales Jan 9 quomodo] + possent esse Jan | sa- 
liientes α Jan sapiens μ saperent α | Verum — .S". 32. 2 deciderent < Jan 



19 valentes « volentes γ 



32 Ongenes 

eisdem bouis aequa ac moderata libratione durare , sed conversi atque (Pa) 
mutati de statu suo deciderent, via factus est verbum dei ac sa- 
pientia. Quae via idcirco dicitur, quod ad patrem dueit eos, qui incedunt 
per eam. 
5 Quaecumque ergo diximus de sapientia dei, liaec convenienter apta- 

buntur et intellegentur etiam pro eo quod filius dei vita est et pro 
eo quod verbum est et pro eo quod veritas est et pro eo quod via est 
et pro eo quod resurrectio est, quia hae omnes appellationes ex operibus 
eius ac virtutibus nominatae sunt, et in nulla harum vel levi opinione in- 

10 tellegi corporale aliquid potest, quod vel magnitudinem designare videatur 
vel habitum | vel colorem. Verum quoniam hi, qui apud nos videntur homi- 55 
num filii vel ceterorum animalium, semini eorum a quibus seminati sunt 
respondent vel earum in quarum utero formantur ac nutriuntur, habentes 
ex his quicquid illud est, quod in lucem hanc assumunt ac deferunt 

15 processuri: infandum est et inlicitum deum patrem in generatione uni- Pa 
geniti filii sui atque in subsistentia eius exaequare alicui vel hominum 
vel aliorum animantium generanti; sed necesse est exceptum aliquid 
esse et deo dignum, cuius nulla prorsus comparatio non in rebus so- 
lum sed ne in eogitatione quidem vel sensu inveniri potest, ut humana 

20 cogitatio possit adpraebendere quomodo ingenitus deus pater efficitur 



2-4 vgl Orig., In Joh. XXXII 7 (IV 437, 5—12); Joh. 14, 6 — ß— 8 rgl. 
Joh. 14, 6. 11, 25 — 8f vgl. Orig., In Jerem. hom. IX 4 (III 70, 18): Zaov εατ'ιν 
το φως ποιητικόν τον απαυγάσματος, επΙ τοσούτον γεννάται το απαύγασμα της 
δόξης τον &εον. — 11—15 vgl. Orig., In Joh. XX δ (IV 332, 29), c Gels. \ 20 
(II 22, 3) — 15 infandum — S. 33, 2 filius est = Pamphil., Apol. 3 (Lo?«. XXIV 
333 f) — 17 f vgl. Orig. c. Cels. II 69 (I 191, 11): ωσπερ ?) γένεσις αντον καθ^α- 
ρωτέρα πάσης γενι'σεως ήν — 19— S. 33, 1 vgl. Orig. c. Cels. VIII 14 (II 231, 17): 
και ονδεν απρεπές έστιν εν τω λόγω ονδε άνάρμοστον &εω, τοιούτον νΐόν μονο- 
γενή νφιστάντι . . . νιος υ τοιοϋτος τον άγεννήτον Ο-εον εστί και πατρός. 



2 factum est Jan; vielleicht urspr. factus est (Logos sive) verbum | ac] 
et Jan ' 5 dixerimus Ja« 6 intellegentur αΟ*ΛΡ<Όη• intelleguntur G "■'"■'' il/* 
intelliguntur σ \ oo etiam hinter haec Z. 5 Jan 7 et pro eo quod via est < }' 
10 cvD vel quod Ja« | Yiaetur GM* σ llVei-um<y | hi] ii Jan llfcvsfilä 
hominum videntur Jan 13 vel] + etiam Jan j earam] eis β \ habentes 
α hahent γ 15 infandam] 4- autem γΡα KJ subsistentia L substantia PaJan 
17 generati γ 



De principiis I Cap. 2, 4. 5 33 

unigeniti filii. Est namque ita aeterua ac sempiterna generatio, sicut Jan 
splendor generatur ex luce. Non enim per adoptiouem Spiritus filius 
fit extrinsecus, sed natura fiKus est. 

5. Videaruus tarnen quomodo haec quae dicimus etiam divinae 
5 scripturae auctoritate muniantur. Ait apostolus Paulus unigenitum 
filium >imaginem esse dei invisibilis<, et >primogenituni< eum esse >totius 
creaturae<; ad Hebraeos vero scribens dicit de eo quia sit »splendor 
gloriae et figura expressa substantiae eins«. Invenimus nihilominus etiam 
in Sapientia quae dicitur Salomonis descriptionem quandam de dei sapientia 
10 hoc modo scriptam: »Yapor est euim« inquit »virtutis dei et απόρροια . 

If rgl. oben S. 10, δ f 29, 13. Seeberg, Dogmengesch. I 415 und Orig., In 
Jerem. hom. IX 4 (III 70, 14: οτι ονχΐ έγεννησεν ό πατ^ρ τον νΐόν καΐ άπελναεν 
αυτόν δ πεαήρ από Ttjq γενέσεως αντον, ά?.λ' άεΐ γεννά αυτόν ... το άπαίγασμα 
της δόξης ονχΐ άπαξ γεγέννηται καΐ οϋχΐ γεννάται' . . . ει οϋν ό σοη}]ρ άεΐ γεν- 
νάται . . [Prov. 8, 2δ] . . . καΐ άεΐ γεννάται ό σωτ))ρ νπό τοϋ πατρός), In Joh. 
Frg. 2 (IV 486, 6: «λλ« ζω// S -εός ων γεννά ζω?;ν, ώς καΐ σοφός σοφίαν και δυ- 
νατός δΰναμιν), In Ερ. ad Hebr. Frg. 1 (Lom. V 297 = Pamphil., Äpol. 3, Lom. 
XXIV 328: Lux autem aeterna quid aliud sentiendum est quam Deus pater? qui 
nunquam fuit, quando lux quidem esset, splendor vero ei non adesset; neque enim 
lux sine splendore suo unquam intellegi potest. Quod si verum est, nunquam est, 
quando Filius non Filius fuit. Erat autem non . . innatus . ., sed sicut ingenitae 
lacis splendor ipsam illam lucem initium habens ac fontem, natus quidem ex ipsa; 
sed non erat quando non erat). Der Vergleich ergab sieh aus Weish. Sal. 7, 26. 
Hebr. 1, 3 von selbst — 2 f vgl. Rom. 8, 15 und Orig., In Joh. V Frg. {Lom. V 
305 f), In Jerem. hom. I 10 (1118,28), In Isai.l Frg. {Lotn. Xill 2S5 = Pamphil., 
Äpol.ö, Low. XXIV 371: Christus vero, sicut per hoc, quod Christus est, Christos 
facit, ita et per hoc, quod Filius Dei est, et Filius proprius et unigenitus, omnes 
eos, qui percipiunt ab eo spiritum adoptionis, filios Dei facit); Ruf., De adult. libr. 
Orig. {Lom.. XXV 384, 7: aut itenim qui Fatrem et Filium unius substantiae, quod 
Graece όμοούσιον dicitur, designavit, in consequentibus statim capitulis alterius 
esse substantiae et creatum poterat dicere eum, quem paulo ante de ipsa natura 
Dei Patris pronuntiaverat natum?); Schnitzer S. 27 Anm..* — ^fi Die folgenden 
Ausführungen in Abschn. 5—13 scheint Athanas., Or. I contra Arianos e. 20 tf 
(I 1 424 ff ed. Ben.) benutxt x-u haben — 6 rgl. Rol. 1, 15 — 7 f Hebr. 1, 3 — 
10 u. S. 34, 2 Weish. Sal. 7, 25 f — 10 f vgl. Orig., In Joh. XIII 25 (IV 249, 31: καΐ 
απόρροια ειλικρινής της παντοκρατορικής δόξης αντοϋ), anders c Cete. VIII 14 (II 231,13: 
απόρροια δε της τον παντοκράτορας δόξης εΙλικρινής), vgl. ebenda III 72 (Ι 263, 28) 

1 cv:* ita namque Jan 3 fit] sit AG fuit M* 6 oo invisibilis Dei Jan 
7 oo de eo"" dicit Jan \ quia] quod Jan 8 oo etiam nihilominus Jan 
10 aijörroea α ΑΠΟΡΡΟΙΑ G απόΓρόϊα Μα 

Ο rigeues V. 3 



34 Ori genes 

(id est manatio) gloriae omnipotentis purissima«. Ideo ergo »nihil Ji 
in eam commaculatum< incidere potest. »Splendor est enim lucis 
aeternae et speculum inmaculatum inoperationis dei et imago bonitatis 
eins.« >Sapientiam vero dei< dicimus, sicut superius diximus, sub- 
5 sistentiani habentem non alibi nisi in eo, qui est initium omnium, 
ex quo et nata est. Quae sapientia quia ipse est, qui est solus natura 
filius, idcirco et >umgenitus< dicitur, 

6. Videamus sane quid intellegi debeat etiam de hoc, quod >imago 
invisibilis dei< dicitur, ut et per hoc advertamus quomodo deus recte 

10 >pater< dicitur filii sui; et consideremus primo ex his, quae consuetudine 
hominum imagines appellari solent. Imago interdum dicitur ea, quae 
in materia aliqua, id est ligni vel lapidis, depingi vel exculpi solet; 
interdum imago dicitur eins, qui genuit, is, qui natus est, cum in nuUo 
similitudinum liniamenta eius, qui genuit, in eo, qui natus est, menti- 

15 untur. Puto ergo posse priori quidem exemplo aptari eum, qui >ad 
imaginem et similitudinem dei< factus est, hominem, de quo diligentius 
deo favente, cum locum ipsum in Genesi exponere coeperimus, vide- 
bimus. 

Secundae vero comparationi imago iilii dei, de quo nunc sermo 

20 est, comparari potest etiam secundum hoc, quod >invisibilis dei imago< 
invisibilis est, sicut secundum historiam dicimus imaginem Adae esse 
filium eius Seth. Ita etiam scriptum est: »Et genuit Adam Seth secun- 
dum imaginem suam et secundum speciem suam«. Quae imago etiam 

4 vgl. oben Cap. 2, 2 — 8 f vf/l. Kol. 1, 15 — 10 vgl. etwa Matth. 11, 27. 
Kol. 1, 3. 12. 13. Eebr. 1, 5. Rom. 15, 6 u. ähnl. Stellen. — 15 f vgl. Gen. 1, 26 und 
Orig., Sei. in Gen. {Lom. VIII 49— öl), In Gen. hom. 1 13 {Lom. VIII 121) — 20 vgl. 
Kol. 1, 15 — 22 Gen. 5, 3 — 23- S. 35, 6 vgl. Orig., In Joh. XIII 36 (IV 260 f) — 
23— S. 35, 3 tgl. Eilarius, De Trin. VIIl 51 {Migne SL X274): Sentisne iam quid 
sit esse imaginem Dei? Creari utique omnia in eo per eum. Cum in eo creantur 
omnia, intellige etiam eum, cuius imago est, creantem in eo omnia. Cum autem 
quae in eo creantur, per ipsum creantur, in hoc quoque, qui imago est, naturam 
eius, cuius imago est, inesse cognosce. 

1 id est manatio < / | emanatio Jan | gloria Ma \ Ideo u Idcirco γ 
2 cv) commac. in eam Jati 3 inoperationis α Jli*a operationis GMf^orr 4 dei 
dicimus Α dicimus β didicimus γ 6 et < Jan \ quae AJan quaeque βγ 8 de- 
beat < Jan 9 dei <. Αγ \ et < Jan 10 his] iis Jan 12 sculpi Ja« 13 in 
nuUo] rnxWü. Jan-ESS 14 similitudinem M'' Jan -Text 16 dei] + primus Jan 
20 f o^ invisibilis imago Jan 22 etiam] enim .lan 



De principiis I Cap. 2, δ. 6 35 

naturae ac substantiae patris et filii continet unitatem. Si enim >omnia (Pa) 
quae facit pater, haec et filius facit siniiliter<, in eo quod omaia ita ^^ 
facit filius sicut pater, imago patris deformatur in filio, qui utique 
natus ex eo est velut quaedam voluntas eins ex mente procedens. Et 
5 ideo ego arbitror quod sufficere debeat voluntas patris ad subsistendum Pa 
hoc, quod vult pater. Volens enim non alia via utitur, nisi quae consilio 
voluntatis profertur. Ita ergo et filii ab eo subsistentia generatur. 

Quod necesse est inprimis suscipi ab bis, qui nihil ingenitum, 
id est innatum, praeter solum deum patrem fatentur. Observandum 

10 namque est, ne quis incurrat in illas absurdas fabulas eorum, qui pro- 
lationes quasdam sibi ipsi depingunt, ut divinam naturam in partes 
vocent et deum patrem quantum in se est dividant, cum hoc de in- 
corporea natura vel leviter suspicari non solum extremae impietatis sit, 
verum etiam ultimae insipientiae, nee omnino vel ad intellege ntiam conse- 

15 quens, ut incorporeae naturae substantialis divisio possit intellegi. Magis 
ergo sicut voluntas procedit e mente et neque partem aliquam mentis 

1 f ?y. Joh. 5, 19 c _ 2—4 vßl. Orirj., In Joh. XIII 36 (IV 261, 11): μόνος 

6ε ό νϊος παν το ί^έλημα ποιεί χωρί/σας τον πατρός' όιόπερ καΐ εΐκών αίτον 

(Ζ. 24) καΐ τάχα δια ταντα είχών εατιν τον &εον τον άοράτον χαΐ γαρ το εν αντώ 
9•έ?.7]μα εΐκών τον πρόηον θελήματος. — 3f vgl. Clemens ΑΙ., Strom. Vi; 6,3 (II 
329, 20 St.: ό γαρ τον πατρός των όλων λόγος ονχ οντός εστίν ό προφορικός, 
οοψία δε και χρηστότης φανερωτύτη τον &εον δίναμίς τε αν παγκρατί}ς και τω 
ΙΙντι χ^εΐα, ονδε τοις μή όμολογοναιν ακατανόητος, θέλημα παντοκρατορικόν), Paed. 
III 12; 98, 1 (Ι 2S9, 28 St.: άγαθ-οϋ πατρός άγαθ-όν βονλημα, σοφία γνήσιος); Ter- 
tiilL, De or. 4 ι α. Ε.: Ipse [d. h. Christus] erat voluntas et potestas patris) imd 
Schnitzer S. 28 Änm.** — δ ego — S. 36, 7 lumen = Pampliil., Äpol. 5 {Lofn. 
XXIV 359 f) — 8f vffl. Hieron., Ep. ad Avit. 2 {Mirjne SL XXII 1061: nihil 
absque solo Deo Patre infectum esse confinnans); Orig., In Joh. II 10 (Ιλ'^ 
65, 17: xai άγέννητον μηδέν έτερον τον πατρός είναι πιστείοντες) und oben 
S. 11, 3—5 — 10—12 vgl. Justin, Dial. c. Tryph. 128 {vol. II 460 Otto: ειπών 
τήν δίναμιν ταίτην γεγεννήσ^αι από τον πατρός δννάμει και βονλ^ αντον, αλλ' 
ον κατά άποτομήν, ως άπομεριζομίνης τής τον πατρός ονσίας, όποια τά άλλα 
πάντα μεριζόμενα και τεμνόμενα οι• τά αντά εστίν α και πρΙν τμηθ^ήναή und die 
anderen vmiMayor, Clement ο f Alex. Mise. BookNll, London 1902, p.2W) cilierten Stellen. 

1 et] ac Jan 2 facit^J fecit Jan | cv3 similiter facit Jan (= ομοίως ποιεί 
Orig., In Joh. ΧΠΙ 36, IV 261, 23) 2f oo quod ita fecit omnia Jan 3 formatur β 
7 voluntatis σ Ρα (σ) Jan voluntas αμΡα[μ\ \ cvj et ab eo Filii Pa \ subsi- 
stentia] substantia Jan 9 c<o fatontur patrem Jan 11 i]isis Jan 14 vel <C γ 
ad < Jan 1 ß oo mentis aliquam Jan 



36 Origenes 

secat neque ab ea separatur aut clividitur: tali quadam specie putandus iPa) 
est pater filium genuisse, imaginem scilicet suam, ut sicut ipse est in- ^^" 
Yisibilis per naturam, ita imaginem quoque invisibilem genuerit. 

Verbum enim est | filius, et ideo nihil in eo sensibile intellegendum 56 
δ est; sapientia est, et in sapientia nihil corporeum suspicandum est: 
»lumen est verum, quod inluminat omnem hominem venientem in hunc 
mundum«, sed nihil habet commune ad solis huius lumen. >lmago< 
ergo est >invisibilis dei< patris salvator noster, quantum ad ipsum qui- 
dem patrem >Yeritas<, quantum autem ad nos, quibus revelat patrem, 

10 >imago< est, '^γενόμενοι το'ιννν 7)μεΐς κατ' εικόνα^ τον νίον πρωτό- 
τυπου ώς άληΰ-είαν εχομεν των εν ημίν καλών τύπων, αντος δε 
6 νίός, όπερ ημείς έομεν προς αυτόν, τοιοϋτός εοτι προς τον πατέρα, 
άλήϋ-ειαν τνγχάνοντα"^ per quam cognoscimus >patrem<, quem nemo 
alius >novit nisi filius et cui voluerit filius revelare<. Kevelat 

15 autem per hoc, quod ipse intellegitur. Α quo enim ipse fuerit intel- 



4 f vgl. oben Cap. 2, 3 — δ rr/l. oben Cap. 2, 1. 2 — 6 Joh. 1,9— 7 f vgl. 
ΚυΙ. 1, 15 und oben Cap. 2, 5 — 7 — 10 von Rufin absichtlich geändert, vgl. Hieron., 
Ep. ad Avit. 2 {Migne SL XXII 1060: Filium, qui sit imago invisibilis 
Patris, couparatum Pati'i non esse veritatem; apud nos autem, qui 
Dei omnipotentis non possumus recipere veritatem, imaginariam 
veritatem videri, ut maiestas ac magnitudo maioris quodammodo circumscripta 
sentiatur in Filio), dessen Worte durch einen Anonymus bei Photins, Cod. 117 
{p. 92a, 33 B.) bestätigt iverden, tvo als letxier von 15 Vorwürfen gegen Orig. steht: 
οτι ή εΐκών τον 9-εον ως προς εκείνον ον έστιν είκών, καΟ•^ 8 εικών, ουκ εατιν 
ά?.ήϋ•εια. Ferner gehört hierher Theophil. ΑΙ., Ep. synod. e. 2 bei Hieron., Ep. 92 
{Migne SL XXII 762: quod Filius nobis comparatus sit veritas, Patri 
conlatus mendacium, dies Wort tvohl rhetor. Übertreibung des Hier.); vgl. 
Schnitzer S. 30 A. *, aber auch Huet, Origen. II 2 qu. 2, 16; Denis, De la phil. 
d'Orig.p. 350 ^.1 — 9 vgl. Joh. 14, 6 — 10—14 vgl. Matih.n, 27 — 10-13 Frg. *4 
{fehlt bei Rufin) bei Jastinian, Ep. ad Mennam (Mansi IX 525, vgl. 489 Bj, von 
mir vermutungsweise hier eingeschoben, vgl. d. Einleit. J5 V 2 — 14 — S. 87, 1 vgl. 
Orig., In Joh. XIX 6 (IV 305, 7: επείπερ ό τον λόγον τε0^εωρτικο}ς τον ϋ-εοϋ θ-εωρεΐ 
τον θ-εόν, avaßahojv άπυ τον λόγον προς τον &εόν' άμήχανον δέ έατιν μί/ άηό τον 
λόγον ^εωρήααι τον »εόν). XXXII 29 (IV 475, 5), c Gels. VII 43. 44 (II 194, 
6—195, 12) 

1 ■ quadam] quidem Jan 2 f 00 invisibilis est Ja7i 3 ita] + per Pa {μ) 
5 eet3 <Pa{Ga) 12 ο νιος < Cod. Ath. 



De principiis I Cap. 2, 6. 7 37 

lectus, consequenter intellegitur et pater, secundum hoc quod ipse dixit : Jan 
>Qiii ine Yidit, vidit et patrem«.-«- ^^^^f^^i-^^jj.^^ 

7. Sed quoniam sermonem Pauli inseruimus de Christo dicentis 
5 in eo quod ait quia »splendor est gloriae dei et figura expressa sub- 
stantiae eius«, quid ex hoc sentiendum sit videamus. »Deus lux est« 
secundum lohannem. >Splendor< ergo huius lucis est unigenitus filius, 
ex ipso inseparabiliter velut splendor ex luce procedens et inluminans 
universam creaturam. Secundum haec namque, quae superius exposui- 

10 mus, quomodo >via< sit et ducat ad patrem, et quomodo >verbum< sit 
arcana sapientiae ac scientiae mysteria interpretans ac proferens ratio- 
nabili creaturae, quomodo etiam >Teritas< vel >vita< est vel >resurrectio<, 
consequenter intellegere debemus etiam splendoris opus; per splendorem 
namque quid sit lux ipsa agnoscitur et sentitur. Qui splendor fragili- 

15 bus se et infirmis mortaHum oculis placidius ac lenius offerens et pau- 
latim velut edocens et adsuescens claritatem luminis pati, cum ab eis 
dimoverit omne quod visum obducit et impedit, secundum quod dixit 
dominus: »Eice trabem de oculo tuo«, capaces eos efficit ad suscipien- 
dam gloriam lucis, etiam in hoc velut quidam >mediator hominum ac 

20 lucis< effectus. 

2 Joh. 14, 9 — 2 f iji der von mir angenommenen Lücke stand uahrsckeinlich 
das Frg. des Hierou,, Ep. ad Aiit.2 {Migne ,S'Z/ XXIIlüGO: Deum patrem esse 
lumen inconpreliejnsibile. Christum conlatione Patris splendorem 
esse perparvum, qui apud nos pro inbecillitate nostra magnus esse 
videatur) u. vermutlich tvas Theophil. AI., Ep. synod. 2 bei Hieron. Ep. 92 [Migne 
SL XXII 762: Et rursum: Quantum differt Paulus et Petrus aSalvatore, 
tanto Salvator minor est Patrei citiert; vgl. die Einleit. Β Y2 — 5 Eebr. 

1, 3 — 6 I Joh. 1, δ - 7 f vgl. Weish. Sal. 7, 26 und x. B. Orig., In Joh. XIII 25 
iIV 249, 29: xal απαύγασμα ov τον θ-εον, άλλα της δόξης αντον καΐ τον άϊδίον 
φωτός αντον), In Ep. ad Ro7n. II δ {Lom. VI 86); Frg. Epist. Dionysii AI. ad 
Dionys. Rom. bei Athanas., Ep. de Sentent. Dionys. 15 p. 253 ed. Ben. {abgedr. bei 
Eouth, Bell. s. ΠΙ2 390 f) «. TertulL, Apol. c. 21 — 8 vgl. oben S. 33, 1 f — .8 f vgl. 
Joh. 1, 9 — 9—12 vgl. oben Cap. 2, 4 — 14—16 vgl. Orig. c. Gels. VI 67 (II 
187,18): εμψυχον δε τιγ/άνον το άλη&ινόν (fώς επίσταται, τίνι μεν δεικτέον εσται 
τάς μαρμαηιγας τίνι δε φως — 18 Matth. 7, δ {Ltik. 6, 42ι — 19 f vgl. Ι Tiyn. 

2, δ Weg κι 

2 c^ vidit me Jan δ quod γ Jan quo u 6 ex^ de Jan 7 huius < Jan 
7 est — 8 ex luce < Jan 9 haec] hoc Jan \ quae < Jan 11 ac^] et Jan 
12 resurrectio] -f- est Jan 14 cognoscitur Jan 16 pati < γ 



38 Origenes 

8. Verum quoniam non solum >spleudur gloriae< esse dicitur ab Jan 
apostolo, sed et >iigura expressa substantiae vel subsistentiae eius<, non 
mihi videtur otiosi esse intellectus advertere, quomodo alia praeter 
ipsam dei substantiam vel subsistentiam, quaecumque illa substantia vel 

5 subsistentia dicitur, >figura substantiae eius< esse dicatur. Et vide ne 
forte, quoniam filius dei, qui et verbum eins et sapientia dicitur et 
qui solus novit patrem, et >revelat quibus vult<, id est qui capaces 
verbi ipsius et sapientiae fiunt, secundum hoc ipsum, quod intellegi 
atque agnosci faeit deum, >figuram substantiae vel subsistentiae eius< 

10 dicatur exprimere: id est cum in semet ipsa primum describit sapientia 
ea, quae revelare vult ceteris, ex quibus ab illis agnoscitur et intelle- 
gitur deus, et haec dicatur >iigura expressa substantiae dei<. 

Ut autem plenius adhuc intellegatur quomodo salvator >figura est 
substantiae vel subsistentiae dei<, utamur etiam exemplo, quod quamvis 

15 rem non plene nee proprie significet de qua agimus, tamen ad hoc 
solum videatur assumtum, quod >exinauiens se filius. qui erat in forma 
dei-^, per ipsam sui exinanitionem studet nobis >deitatis plenitudinem' 
d.emonstrare. Verbi causa, si facta esset aliqua statua talis, quae 
magnitudine sui Universum orbem terrae teneret et pro sui immensitate 

20 considerari a nullo posset, fieret autem alia statua membrorum habitu 
ac vultus liuiamentis, specie ac materia per omnia similis absque 
magnitudinis immensitate, pro eo ut qui illam immensam considerare 
atque intueri non possent, haue videntes, illam se vidisse confiderent. 
pro eo quod omnia vel membrorum vel vultus liniamenta vel ipsam 

25 speciem materiamque similitudine prorsus indiscreta servaret: tali qua- 
dam similitudine >exinaniens< se filius de aequalitate patris et viam 

If. 5. 9. 12. 13 f vgl Hehr. 1, 3 — 7 rgl. Matth. 11, 27 — 10—12 vrjl. 
Orig. c. Gels. VII 17 (II 168, 15) — KJf vgl. Phil. 2, 7. 6 und die Verwendung dieser 
Stelle in ähnlichem Gedankengang bei Orig., In Gen. hom. 113 {Lom. VIII 123) — 
17 vgl. Kol. 2, 9 Kl — 18—25' vgl. Hieron., Ep. ad Ar it. 2 {Migne SL ΧΧΐΐ 1060: 
Duarum statuarum maioris et parvulae, uniiis quae luundum inpleat 
et magnitudine sua quodammodo invisibilis sit, et alterius quae sub 
oculos cadat, ponit exemplum: priori Patrem, posteriori Filiura conparans> 
und Huet, Origen. II 2 ?«. 2, 8 — 26 vgl. Phil. 2, 7 

4 substantiam vel subsistentiam Jan substantiam γ subsistentiam α \ ye\-\ 
haec vel jU 6 f oo qui et Jan 7 quibus « cui y 8 fiunt] atque fuerint 
Jan 9 cognosci Ja/t | oo deum facit Jan 10 in < y 11 ea < Jan 
cognoscitur Ja» 17 per] + se y | studuit Ja« | divinitatis Jan 18 causa] 
gratia Jan 21 omnia] + priori σ 24 veP] id est Jan | veP < y 26 filius] -f- Dei 
Jan I de} dei Merlin 



De principiis 1 Cap. 2, 8. 9 39 

uobis cognitionis eius ostendens, >figura expressa substantiae eins* efti- J^m 
citur; uti qui in magnitudine deitatis suae positam gloriam merae lucis 
non poteramus aspicere, per hoc quod nobis >splendor< ef'fi citur, in- 
tuendae lucis divinae viam per splendoris capiamus aspectum. Con- 
5 paratio sane de sbatuis, quasi in rebus materialibus posita, ad nihil 
aliud recipiatur quam ad hoc, quod filius dei brevissimae insertus 
humani corporis formae ex operum virtutisque similitudine dei patris 
in se inmensam atque invisibilem magnitudinem designabat per hoc, 
quod dicebat ad discipulos suos quia »qui me vidit, vidit et patrera« 

10 et »ego et pater unum sumus«. Quibus et illud simile intellegenduni 
est, quod ait quia »pater in me, et ego in patre«. 

9. Videamus nunc etiam illud qualiter sentiendum est, quod in 
Sapientia Salomonis scriptum legimus, qui ita ait de sapientia quia 
»vapor est quidam yirtutis dei et απόρροια (id est raanatio) omnipo- 

15 tentis gloriae purissima et splendor lucis aeternae et speculum inma- 
culatum inoperationis sive virtutis dei et imago bonitatis eius«. 
Quinque igitur haec de deo deiinieus ex singulis quibusque certa 
quaeldara inesse sapientiae dei designat; >virtutem< namque >dei< nominat 57 
et >gloriam< et >lucem aeternam< et >inoperationem< et >bouitatem<. Ait 

20 autem sapientiam >vaporem< esse non gloriae omnipotentis neque aeternae 
lucis nee inoperationis patris nee bonitatis eius, neque enim conveniens 

1 — 4 vgl. Heb)•. 1, 3 — 6 f vf/l. Euseh., h. e. 1 13, 20: καΐ πώς έταπείνωσεν 
εαυτόν και άπέ&ετο καΐ εαμίκρννεν αντον τίιν Ο-εότητα — 9 Joh. 14, 9 — 10 Joh. 
10, 30 — 11 Joh. 10, 38; vgl. Orig., In Jerem. hom. X 7 (III 77, 9—12), In Joh. 
XX 18 (IV 350, 24) — 14 Weish. Sal. 7, 25. 2ΰ — 20— S. 40, δ rgl. Orig., In 
Ep. ad Hebr. Frg. bei Pamphil., Apol. 5 (Lom. XXIV 358 f = V 299 f): >Vaporis< 
enim nomen inducens hoc ideo de rebus corporalibus assumsit, ut vel ex parte 
aliqua intelligere possiiuus quomodo Christus, qui est Sapientia, secundum simili- 
tudinem eius vaporis, qui de substantia aliqua coi^orea procedit, aic etiam ipse 
ut quidam vapor exoiitur de virtute ipsius Dei: sie et Sapientia ex eo procedens 
ex ipsa substantia Dei gencratur. 

2 uti] ut GJan hi Β \ deitatis] divinitatis Jan-HSS claritatis Jan-Texf 
merae α Jan mirae γ 3 c>o splendor nobis Jan 4 t>o divinae lucis Jan 
(i recipitur γ \ insertus ßO-aJati incertus 0*M inservitus Α 7 dei «< / 
8 atque α Jan ad Μ ac et α ί) ^^o vidit me Ja)i 11 in patrej in eo Jan 
14 απόρροια Jan aporroea L \ id est manatio <'. γ \ emauatio Jan {wie 
oben S. 34, 1) 1(1 inoperationis sive virtutis Doppelübersetxung Rußns von ενερ- 
γείας, vgl. Orig. c. Gels. VIII 14 (II 231, 15) 17 Quinque] quique Αγ \ haee] 
hie γ 19 inoperationem BG^yJan, vgl. Z. 16. 21; operationem AG''"^'' 



40 Origenes 

erat alicui horum adscribi vaporem; sed cum omni proprietate ait (Pa) 
»virtutis dei vaporem< esse sapieutiam. Intellegenda est ergo »virtus " 
dei<, qua viget, qua omnia visibilia et invisibilia vel iustituit vel con- 
tiuet vel gubernat, qua ad omnia sufticiens est, quorum providentiam 
Γ) gerit, quibus velut unita omnibus adest. Huius ergo totius >virtutis« 
tantae et tam inmensae >vapor< et, ut ita dixerim, vigor ipse in propria 
subsistentia effectus quamvis ex ipsa virtute velut voluntas ex mente 
procedat, tarnen et ipsa voluntas dei nihilominus dei virtus efticitur. 
Efficitur ergo virtus altera in sua proprietate subsistens, ut ait sermo Pa 

10 scripturae, »vapor quidam< primae et ingenitae >virtutis dei<, hoc qui- 
dem quod est inde trahens; non est autem quando non fuerit. 

8i enim quis voluerit dicere quasi prius non cxtiterit, sed postea 
ad subsisteutiam vcnerit, dicat causam, quare (|ui eam subsistere tecit 
pater ante hoc non fecerit. Quodsi aliquod semel initium dederit, 

15 quo initio >vapor' iste ex dei virtute processerit, iterum intorrogabimus, 
quare non et ante illud quod dixit initium; et ita semper de anterioribus 
inquirentes et verbo iuterrogationis ascendentes perveniemus in illum 

2 ί ?/ virtus (= όνναμις) vgl. Orig., In Ep. ad Rotn. 1 5 [Lom, VI 24) und 
Clemens AI, Hypotyp, Frg. 23 (III 202, 20 St., erhalten bei PhoL, Bibl. Cod. 109, 
p. 89a, 26 Ä: άλλα όύναμίς τις τον &εοϋ, οίον απόρροια τον λόγον αντον, νονς 
γενόμενος τάς των άνθ•ρώπων καρδίας όιαπεφοίτηκε) — 2 — δ rgl. Orig., Τη Jerem. 
hont. Villi (lll 55, 12: χωρίς oh τής δυνάμεως τον &εον ούχ οΙοΐ τέ έσμεν έπιτε- 
λέσαι ταντα, <5σ« ου κατά >τό φρόνημα έστιν τΖ/ς σαρκός<), In Joh. XX 15 (IV 346, 8: 
οπό τής εκείνον [seil, τον Ο^εον] δυνάμεως ένυπαρχοναης αννω έγγινομένον τον 
μηκέτι δννασΘ^αι άμαρτάνειν) — 7f ygl. oben S. 35, 4 — 9 Efficitur — S. 41, 7 di- 
cenda est = Paniphil., Apol. 8 {Lom. XXIV 331 f) — ?> vgl. Orig. c. Gels. VIII 12 
(II 229, 31: &ρΐ]ακενομεν ovv τύν πατέρα τής άληθ-είας καΐ τυν vidv τήν άλή&ειαν, 
οντά δνο τή νποστάσει πράγματα, ^ν δε τ^ ομόνοια και τ^ συμφωνία και ry ταν- 
τότητι τον βονλήματος). Τη Joh. Χ 37 (IV 212, 13—19) — 10. 15 η. S. 41, 3f 
vgl. Weish. Sal. 7, 25 — 11 vgl. Orig., Tn Ep. ad Ecbr. Frg. bei Pamphil., Apol. 3 
{Lom. XXIV 328 V 297), Tu Ep. ad Born. I 5 {Lom. VI 22 f: Factus est autem sine 
dubio id, quod prius uou erat, secuuduru carnem; secuiiduni spiritum vero erat 
prius, et non erat quando non erat); Orig. bei Äthanas., De dccrct. Xir. si/nod. 
c. 27 (1 1 p. 232 f cd. Ben.) und unten IV Cap. 4, 1 (28) 

4 qua] quia Mo Jan 5 unita β Jan uni ita Ay 12 cv. dicere voluerit Jan 
13 subsisteutiam] substanciam P« (σ) | subsistere fecit] substituit Ρα 14 oo hoc 
ante Jan \ semel] semen Ρα{μ) tarnen Ρα{σ) \ «^ initium semel Jan 15 quo 
initio] quo Pa{G) quod Pa{Ma) \ eo virtute dei Jan \ interrogalntur Pa 
17 uerveniamus Pa 



De principiis I Cap. 2, 9. 10 41 



intellectum. ut quoniam semper et p<jterat deua et vrjlebat. mimgnam (^^) 

vel decuerit vel causa aKqua exiatere potuerit, ut non hoc, quod bomun 

volebat, semper habuerit. Ex quo ostenditur semper fuisse vaporem 

istum Tirtutis dei, nullum babentem initium. niai ipaum. deum, iieque 

5 enim decebat aliud esse initium nisi ipsum, unde et est et naacitur, 

deum, Secundum apostolum vero dicentem quia >C'liristus dei virtas< 

est. iam noa solum >vapor virtutis dei<, sed virtus ex virtute dicenda est, 

10. Videamus etiam de eo quod dictum est, quoniam »aporrhoea 

est (id est manatio) purisaima gloriae omnipotentia « , et prius quidem. 

lü consideremus quid est >gloria omnipotentis-, tum deinde etiam quid sit 

eiua >apörrhoea< sentiemus. Quem^dmodum pater non poteat eaae quis. 

si filius non sit, neque dominus esse quis poteat sine posseaaione vel 

1—4 rfj/. oben S. 29, 13f — l—i rrjL Clemens AL, Strom. V 14 (Π 421, 7 St)i 
ώς άίδιος ή τον θ-εον ευπούα τυγχάνει καΐ εις πάντας έξ αρχής άνάρχον Ι'αη άτεχ- 
νώς ή φυσική όικαιοσύνη , κατ' άξίαν εκάστου γένους γενομένη, ονκ άρξαμένη 
ποτέ' ον γαρ αρχήν τον κύριος και άγαΟ•ος είναι εΐλψρεν ο θ•εός ών αεί ο έστιν, 
οίδε μήν παίσεταί ποτέ άγαΟ-οποιών, καν εις τέλος άγάγ^ έκαστα. — ft vgl. Ι Kor. 
1. 24 — 8 Weish. Sal. 7, 2δ; vgl. zu den folgenden Ausfüknmgen Oenh^ De la 
phil. d'Orig. p. 1,53 — 11— S. 42, 20 vgl. Jakthod., Περί των γενητών hei FbetiiiS. 
Cod. 235, p. 302», 32 B.: ει ονκ εστί δημιουργός ανεν δημιουργημάτων ή ποιητής 
ανεν ποιημάτων ονδε παντοκράτωρ ανεν τών κρατονμένων (τον γαρ δημιονργόν 
δια τα δημιουργήματα ανάγκη καΐ τον ποιητήν δια. τα ποιήματα και τον παντο- 
κηάτοοα δια τα κρατούμενα λέγεσΟ-αι ., ανάγκη εξ αρχής αντά υπό τον Ο-εον γε- 
γενήσΟ•αι, και μή είναι χρονον, οτε ονκ ήν ταντα. ει γαρ ήν χρόνος, 7)τε ουκ ην 
τα ποιήματα, (-πει των ποιημάτων μή όντων ονδε ποιητής έστιν, οοα οων άσεβες 
ακολονθ-εΐ. άλλα καΐ άλλοιοϋσ^αι και μεταβάλλειν τον άτοετντον και άναλλοΐωτην 
σνμβήσεται ί)•εόν. ει γαρ νστερον πεποίηκε το πάν. δήλον υτι από τον μή ποιεΐν 
εις το ποιεΐν μετέβαλε' τοντο δε άτοπον μετά τών προειρημένων ονκ αρα δυ- 
νατόν λέγειν μή είναι άναρχον καΐ σνναιδιον τώ &εω το πάν. — 11 f vgl. Orig., 
In Joh. X 37 (TV 212, IS): υτι ανάγκη τον viuv πατρός είναι ν'ών, και τον πατέρα 
ν ων πατέρα. 

1 cv; semper hinte?• deua Jan | et^ < / 2 decnit . . . potiüt Pa \ o^ bo- 
num quod C \ bonum] -)- et Ρα(μ) -+- est et Ραίσ), vielleicht i.it danach .io xu 
corr.: ut non hoc bonum, quod et poterat et Tolebat (seil, habere), äem.per hab. 
4 initium < Pa(M), a. R. Pa(G^) \ Neque ^ non Jan 5 enim <: γ ii. d. Z. A^ \ 
iercebatl 4- ei C | aliud] -|- ei Ρα(ϋ/<τ) | et^ < PaJan 8 Videomua — S. 42, 
-:4f puriseima < Jan 9 id est manatio <: γ 12 si filius non :4it Aß ή filins ei 
non Bit C si filius ait G*M niai filiua sit Ο'^σ 



42 Origenes 

servo: ita ne omuipotens quidem deus dici potest, si non sint in quos 'Jan) 
exerceat potentatum ; et ideo ut omnipotens ostendatur deus, omnia 
subsistere necesse est. Nam si quis est qui velit vel saecula aliqua 
transisse vel spatia vel quodcumque illud nominare vult, cum nonduni 
5 facta essent quae facta sunt, sine dubio hoc ostendet, quod in illis vel 
saeculis vel spatiis omnipotens non erat deus et postmodum omnipotens 
factus est, ex quo habere coepit in quos ageret potentatum: et per 
hoc videbitur profectum quendam accepisse et ex inferioribus ad meliora 
venisse, si quidem melius esse non dubitatur, esse eum omnipotentem 

10 quam nou esse. 

Πώς öl• ουκ άτοπον το μη Ιχοντά τι των πραπόντων αυτω τον 58 
&^ε6ν εΙς το εχε/.ν έλιβν&έναί; ει δε ουκ εοτιν οτε παντοκράτωρ ουκ 
ην, άεΐ είναι δει ταΰτα, δι α παντοκράτο)ρ εοτί. καΐ άεΐ ην υπ αυτόν 
κρατούμενα, αρχοντι αυτω χροίμενα 

15 [[Et quomodo non videtur absurdum, ut cum non haberet aliquid 

ex bis deus, quae eum habere dignum erat, postmodum per profectum 
quendam in hoc venerit ut haberet? Quodsi numquam est quando 
non omnipotens fuerit, necessario subsistere oportet etiam ea, per quae 
omnipotens dicitur, et semper habuerit in quibus exercuerit potentatum 

20 et quae fuerint ab ipso vel rege vel principe moderata;J de quibus 
plenius in locis propriis, in quibus de creaturis eins disputandum fuerit. 
disseremus. Sed et nunc strictim licet, tamen admonere necessarium 
puto, quoniam quidem quaestio nobis de sapientia agitatur, quemad- 
modum >aporrhoea< vel manatio sit sapientia >gloriae omnipotentis puris- 

2ö sima<, ne videatur alicui anterior esse in deo omnipotentis appellatio Jan 
nativitate sapientiae, per quam pater vocatur, quoniam dicta est >apor- 
rhoea omnipotentis gloriae purissima< esse sapientia, quae est filius dei. 
Audiat qui haec ita vult suspicari quod manifeste scriptura pronuntiat 

liXU omnipotens [παντοκράτωρ] vfjL Harnack, Dogmenfjesch. l^ 676 loid 
KaUenhusch, Das apost. Symbol II 139 Ä. 6 — 11—14 Frg. δ {= Ζ. 1δ Et quo- 
modo — Ζ. 20 moderata Ruf.) bei Jnstinian, Ep. ad Mennani {Mansi IX 528: im 
Cod. Äthous Überschrift: + οτι ονναΐδια τώ &ώ τα κτίαματα' (κ τον ä λόγον τον 
περί άρχων [+ βιβλίου Maust]) — 21 vgl. imten Cap. 4, 8— 5 — 24. 26 f u. 
S. 43, 5 f vgl. Weish. Sal. 7, 25 

5 ostendit γ δ f vel saeculis < y 7 ageret potentatum β μ Ab agere po- 
tentatum iS' agere pote (poterat corr. A-) potentatum A* 12 et Cod. Ath. έπεί 
Mansi 15 videbitur ßS 19 et] ut Koe \ habuit A7 24 vel manatio < γ 
25 ne] + autem Ja7i [der hier ivieder beginnt) 27 quae] qui Jan 28 cv:• pro- 
nuntiat Scriptura 4- divina Jan 



De priiicipiis I Cap. 2, 10 43 

dicens quia »omnia in sapientia fecisti«, et evangelium docet quia Jan 
»omnia per ipsum facta sunt, et sine ipso factum est nihil«, et in- 
tellegat ex hoc quia non potest antiquior esse in deo omnipotentis 
appellatio quam patris; per filium etenim omnipotens est pater. 
δ Sed quoniam gloriam dixit esse >omnipotentis<, cuius >gloriae apor- 

rhoea< est sapientia, hoc intellegi datur, quod etiam in omnipotentiae 
gloria societatem habeat sapientia, per quam deus omnipotens dicitur. 
Per sapientiam enim, quae est Christus, tenet deus omnium potentatum. 
non solum dominantis auctoritate, verum etiam subiectorum spontaneo 

10 famulatu. Ut autem unam eandemque omnipotentiam patris ac filii 
esse cognoscas, sicut unus atque idem est cum patre deus et dominus, 
audi hoc modo lohannem in Apocalypsi dicentem: »Haec dicit dominus 
deus, qui est et qui erat et qui venturus est omnipotens«. Qui enim 
>venturus est<, quis est alius nisi Christus? Et sicut nemo debet offendi. 

15 cum deus sit pater, quod etiam salvator >deus< est: ita et cum >omni- 
potens< dicitur pater, nullus debet ofPendi, quod etiam filius dei >omni- 
potens< dicitur. Hoc namque modo verum erit illud, quod ipse dicit 
ad patrem quia »omnia mea tua sunt et tua mea, et glorificatus sum 
in eis«. Si vero omnia quae patris sunt, Christi sunt, inter omnia vero 

20 quae est pater, est etiam >omnipotens«., sine dubio etiam unigenitus 
filius esse debet >omnipotens<, ut omnia quae habet pater etiam filius 
habeat. »Et glorificatus sum« inquit »in eis«. »In nomine« enim 
»lesu omne genu flectetur caelestium et terrestrium et infernorum, et 
omnis lingua confitebitur quoniam dominus lesus in gloria est dei 

2δ patris«. Igitur >aporrhoea gloriae dei< secundum hoc, quod >omnipotens< 
est, pura ac limpida ipsa sapientia est dei, glorificata tamquam >apor- 
rhoea< omnipotentiae vel gloriae. 

Ut autem manifestius intellegatur, quae sit >gloria< omnipotentiae. 

1 Psal. 103, 24 — 2 Joh. 1, 3 — 2-4 vgl. Orig., In Joh. \l 38 (IV 146, 16—18) 
— 12 Apok. Joh. 1, 8 — 18 u. 22 Joh. 17, 10 — 19—22 vgl. Orig., Sei. in Psal. 
(Loni. XI 400): "ΑΘ^ρει δη ovv υηως εις τον νηάρχοντα αντω πλοντον κατά φνοιν 
άνειαι, και μετά σαρκός, εΐ γάρ ήσαν οι εν κόσμω τον πατρός, κατά τίνα τρόπον 
νοη9•εΐεν αν τον συμβουλεύοντος αντω λόγον τοιγάρτοι καΐ ϊφαακε' {Joh. 17, 10) — 
22 Phil. 2, 10. 11 — 2δ IT vgl. Weish. Sal. 7, 2δ 

2f intelliget .Tan ;j antiquior Jan Del antiquius Λ-βγ antiquus A* 
3 f CN3 appell. omnip. Jan 8 enim < Jan \ quae Jan Merlin Del, vgl. S. 42, 27 ; 
qui L 13 et* < .Jan 17 dixit γ 19 vero'] ergo CJan 20 unigenitus] -j- Dei 
Jan 23 et' < .Jan 24 quoniam] quia Jan \ est < α 26 dei < γ 



44 OrijfiMios 

ctiani hatu- addinnis. Denis paior »oniiiipotons* est oo (piod poli-ntafiuu Jan 
uninimn ionoi, id est caeli et terrae, solis et liinae et stellarum et (tin- 
ninni quac in ipsis sunt. Horuni autem ^»otcntainni tierit per verlnnn 
snnni, (pioniam >in nomine lesn onine genn fiectitur caelestinni et ter- 

,') restrinm et infernornni•. Et si ►onine gen\i tieetitur« lesti, sine dubio 
lesus est, >cui subieeta sunt oninia<, et ipse est cjui ]>otentatum ajxil in 
oiunibus, et »per quem subieeta sunt, patri oninia-; per sapientiani nani- 
(jue. id est verbo ac ratione, non vi ae neeessitate, subieeta sunt. Kl 
ideo in eo ipso, quo obtinet oninia, gloria sua est; et baee est onini- 

1(1 potentiae >purissinia ae limpidissima gloria-, cuni ratione et sapienlia. 
non vi ae neeessitate, euneta subieeta siinl. »INirissinia vero ae Ιΐηηη- 
dissima g]oria< sapientiae satis eonvenienter dietuni est ad distinetioneui 
eins gloriae, quae non ])ura nee sineera gloria dieitur. Oninis eniiu 
natura, tjuae convertibilis est et eoniniutal)ilis, etianisi gloritieetur in 

15 operibus institiae vel sapientiae, per boe i])s\iui (piod aeeidentem liabet 
iustitiani vel sapientiam. et quod boe (juod aeeiilit etiam decidere 
potest, gloria eins sineera diei ae lini)>ida non ]>otest. Sapientia vm» 
dei, quae est unigmitus lilius eins, quoniani in oninibus ineonvertibilis 
est et ineommutabilis, et substanliale in eo onine l)()n\ini est. (juod 

20 utique mutari aut converti imiii(|ii:nii jKitcst. idiirco pura c-ins ac sin- 
eera gloria praedieatur. 

11. Tertio dieitur sapientia esse »splendor lueis aeteruae-; euius 
rei virtutem iam in praeee dentibus exposuimus, euiu solis similitudinem 6• 
et radiorum eins s]5lendorem introduxinius et pro viribus uostris osten- 

25 dinnis, (piomodo boe deberet intellegi. Addenius tarnen etiani boe 

1 fr rf/l. llwl, ()riiin,. II '_> qu. 1,1.2 — 2 f Jv//. l\,i). 145, 6 Wnj — 4f rqi. 
Phil 2, 10 — 6f vijl 1 Kur. 15, 27 f A7 — 8 τηΐ oben S. 12, 13 ff - 17f »7/• 
oben S. 43, 8 — 22 /y//. Weish. Sal 7. 25 mul oben S. 30, 15 — 28 ?-//. »l-eu 
Oap. 1, .S'. 21, 1 ü' 

2 tenoat Jan \ solii* et bniao ft stellannii luaris .hm 8 in ipsis; in «ms 
Jon 4 llectitnr Acorr CGM^'^'' flectit A*B fl.>ct*>tm• M*a \ et < Jan 4f Λ 
terrostrium et infernonn« <. ημ 5 ¥Λ <: Jan 7 o^> i>atri sunt .Λί» 8 ac . . . ao 
et ... et Jan 1) quo] qnod Jan 10 etl ac Jan 11 no'l aut Jan \ ounctai 
4- ei σ 18 jinra nee sineera Jau pure nee Mincore L, »v//. X. 17. 2() f | «MÜm η 
vero γ \i oo et, tommiit. est Jan \ glorificatur γ lÄ ipeuin] 4- tami'n cj 
1({ h(i<• qui)d α < (x/iJan, rtjl. unten I Cap. 8, 3 a. K. \ dii^cedere Jan 1 7 diei <; γ 

cvi HC litn]»ida dici Jan \ lira])idisKima y, doeh νηΐ. S. 43, 2β | n«Mi] esüi• 
mm <j 18 quar• Merlin DeJ, r(jl. oben S. 42, 27. 43,8; qui LJan | eiue < Ο Jan 
li> o^ bonum est omnc j• 20 antl nc .7(7»> 21 jrlorii»^ -f- <'i"*' •^''" 22 Tertii> — 8.4.^,1 
im\im <; J(ni 



Do principiirt 1 Cap. 2, 10. 11. 12 45 

umiin. Seiiipiternum vel aet(3riium pruprie dieitur (piod neque iriitiuni l^'^ c 
ut esset liabuit, ueque cessare umquam potest esse quod est. Hoc 
autom desigiiatur apud. lohamieni, cum dieit quoiiiam »deus lux est«. 
>Splendür< autem lucis eius sapientia sua est, non solum secuudum 
fj quod lux est, sed et secundum id, quod sempiterna lux est, ita ut 
aeternus et aeteruitatis splendor sit sapientia sua. Quod si integre 
intollegatur, manifeste declarat quia subsistentia tilii ab ipso patre de- 
scendit, sed non temporaliter ne({ue ab uUo alio initio nisi, ut diximus, 
ab ipso deo. 

10 12. Sed et >speculum inmaculatum 8νεργ£ίας< (id est inoperationis) 

dei esse sapientia nominatur. Ergo inoperatio virtutis dei quae 
sit, ])rinH intellegenda est; quae est vigor quidam, ut ita dixerim, 
per quem iuoperatur pater, vel cum creat vel cum providet vel 
cum iudicat vel cum singula quaeque in tempore suo disponit atque 

15 dispensat. Sicut ergo in speculo omnibus raotibus atque oranibus 
actibus, quibus is qui speculum intuetur movetur vel agit, isdem ipsis 
etiam ea imago, quae per speculum deformatur, actibus et motibus 
commovetur vel agit, in nullo prorsus declinans: ita etiam sapientia 
de se vult intellegi, cum >speculum immaculatum pateruae virtutis- 

20 iiiop(!rationis(|ne nominatur; sicut et dominus lesus Christus, qui est 
Haj)ientia dei, de semet ipso pronuutiat dicens quia »opera quae 
f;u'it pater, haec etiam filius facit similiter«. Kt iterum dicit quoniam 
»iioti potest a sc filius f;icere (|uic(j[uam, nisi (juud vidcrit patreiu facieu- 

1 Sempiternuiu — 5) aeo == PamphiL, Apol. 3 {Lom. XXIV 332 f); rffl. Theo- 
f/nosl, Frr/. [bei Gramer, Cai. VF, Suppl. e cod. Paris. 238, p. 361: ουκ εξω&Η' τις 
iatlv ^φενρεχ)•εΐαα η την νΙοϋ ούαΐα, ονδε L• μη υντων έηειαήχΟ-η, αλλά έχ τ/]ς τον 
πατρός ονσίας εφν, ως τον φωτός τύ άπανγααμα. καΐ οντε αυτός έστιν υ πατ^ιρ 
οντε αλλότριος, άλλα απόρροια τζ/ς τοϋ πατρός ουσίας' ως γαρ μίνων υ ίΐλιος ΰ 
αυτός ου μειονται ταϊς ^κχεομεναις ΰτι' αυτοϋ αυγαΐς, ούτως ονδε ή ουσία τοΐ• 
πατρός άλλοίωσιν υπΐμεινεν, εικόνα εαυτής εχονσα τόν ν\όν) — 3 1 Joh. 1, δ; vgl. 
oben Gap. 2, 7, -S'. 37, Gf — 10 vf /ί. Weis/i. Hai. 7, 25 und oben Gap. 2, 9, Ä 3Ü, 
15 f — 21 Joh. 5, 19, vfiL S. 4(5, 9 f 

i! nequc. I nee, ,/α// :{ (iiioiiiiiiu] (juiii ./ί/η 4 seciindnin — 5 et<;.7«/i δ sod — lux 
est < Ρα I et<j' | id < y <*» aeternus et < Ρα | sua</'a 7 subsfcantia Ja?; 
10 ("iVeW/ae μ eueptiae Ah in«i)tiao .S' energias Α Inergias G enoigia ii virtutis 
./rtij-IISS, vrfl. /j. 19 | id cai <i Jan 15 orgo] eniiu Jan 15f atque oiuiiibus 
iu'.tibus β Jan ii,cfcil)U8 .4 < y 1(5 isdciii AOM''">'>' hisdem ßM*a 17 et] vel Jan 
Ü() iiiopcratioMiriipie μ Ab operationiHque aS inoperationis Dei Jan *2()f cv> qui äny. 
])(ίϊ est Jan 2ii titiani) + et Jan 28 cv) Filius a Hometipaü facere Jan 



46 Origenes ^ 

tem«. Quoniam ergo in nullo prorsus filius a j^atre virtute operum Jan 
inmutatur ac differt. nee aliud est opus filii quam patris, sed unus 
atque idem. ut ita dicam, etiam motus in omnibus est: idcirco >spe- j 

culum< eum >immaculatuin< nominaTit, ut per hoc nulla omnino dissi- 
δ militudo filii intellegatur ad patrem. Ea sane quae secundum simili- 
tudinem vel imitationem discipuli ad magistrum a quibusdam dicta 
sunt, vel quod in materia corporali ea a filio fiant, quae a patre in 
substantiis spiritalibus prius fuerint deformata, convenire quomodo pos- 
sunt. cum in evangelio filius dicatur non similia facere, sed eadem 
10 >similiter facere<? 

13. Superest quid sit >imago bonitatis eius< inquirere, in quo 
eadem, ut opinor, intellegi convenit, quae superius de imagine ea, quae 
per speculum deformatur. expressimus. Principalis namque bonitas 

2 f vffl. Orifj., In Lee. hora. XIII 4 Lom. IX 404f ), In Joh. XIll 36 (IV 261, 24) — 
htvgl. Orif/., In Joh.XX17 (IV 349, 21): καΐ γαρ εμφαίνεται ή πρυς &εον όμοιότης καΐ 
μίμηοίς αντον . . . iv τω άγαπώνη τοις έ/βροίς εαντοϋ και προσενχομίνω υπέρ 
των διωκύντων ανιόν. — 7 f rgl. die oben Gap. 2, 2, S. 80, 2—8 dargelegte An- 
sicht des Origenes und dessen Comm. in Gant. Gant. lU (Lom. XV 47 i): Paulus 
apostolus nos docet quod invisibilia Dei ex visibilibus intelligantur, et ea, quae 
non videntur, ex eorum, quae videntur, ratione et similitudine contemplentur, 
ostendens per hoc quod visibilis hie mundus de invisibili doceat, et exemplaria I 

quaedam coelestium contineat positio ista terrena Et fortassis sicut ho- ' 

minem Dens ad imaginem et similitudinem suam fecit, ita etiam ceteras creaturas j 

ad alias quasdam coelestes imagines per similitudinem condidit . . . Die Gegner \ 

unterscheiden sich also dadurch ron Origenes, daß sie dem Sohn eine Schöpfung, 

die der des Vaters ähnlich ist, xuschreiben — 9f vgl. Joh. δ, 19 — 11 tgl. Weisk. , 

Sal. 7, 26 — 12 f vgl. oben Gap. 2, 12, >S•. 4δ, 1δ ff — 13— S. 47, 10 vgl. Hieron.. 

Ep. ad Avit. 2 (Migne SL XXII 1060: Deum Patrem omnipotentem appellat j 

bonum et perfectae bonitatis. Filium non esse bonum, sed auram 

quandam et imaginem bonitatis, ut non dicatur absolute bonus, sed 

cum additamento >pastor bonus< et caetera). Ahnlieh Orig., In Maith. XV 10 

[Lom. III 346 t: Χρη δε εΐδέναι οτι έντανθ^α [Matth. 19, 171 μεν κυρίως το άγαθ-όν 

επί τον &εον τέτακται μόνον . . . . ώς το τεταγμένον *άγα&ό;^ όνομα επί τον ι 

9εοϋ [Mark. 10, 18. Li(k. 18, 19], //// αν ταχθ-ήναι και εφ" έτερον τινός .... και ό ι 

αωτήρ δε, ως εστίν »εΐκών τον &εον τον άοράτον [ΚοΙ. 1, Ιό], όντως καΐ >τΓ/ς « 

άγα&ότητος αντον είκών< [Weisk. Sal. 7,26] και παντός δε τον νποδεεοτέρον, ω 

3f speculum eum' speculum cum Μ* speculum M^corr speculo meo A* o^ eum 
speculum ./an 4 omnino < Jan 5 ad patrem] a patre CJ/'c</rr Ja/? | Ea — 8fpos- 
sunt <; Jan 9 o>3 non dicatur Jan 12 ea <i Go 13 formatur α Jan J 



De principiis I Cap. 2. 12. 13^ 47 

sine dubio pater est: ex qua filius natus, qui per omnia imago est Jan 
patris, jLprocul dubio etiam >bonitatis eius< convenienter >imago< dicetur.J 
. . . ovTOJ τοίννν ηγούμαι κα\ επϊ τον οωτήρος καλώς αν λεγβήθεοϋ•αι 
ότι >εΙ'/.ών αγαΘ^ότητος τον ϋ^εον< εοτιν, αλλ ονχ αντοαγαϋ^όν. καΐ 
δ τάχα καΐ ο νιος άγα&ος άλλ^ ουχ ως άτιλ,ώς άγα&ός. και ωοπερ >είκών 
έοτι τον θ-εον τον άοράτον< καΐ κατά τοντο ϋ^εός, άλκ ον περί ον 
λέγει αντος 6 Χριοτος τ>ϊνα γινώοκωοί οε τον μόνον ά/.ηθ^ινόν ϋ^εόν<ί, 
όντως >είκών της αγα&ότητος< α//' ονχ ως ο πατήρ άπαραλ/.άκτως 
άγαϋ-ός .... Νοη enim alia aliqua secunda bonitas existit in filio 

10 praeter eam, quae est in patre. Unde et recte ipse salvator in evan- 
gelio dicit quoniam »nemo bonus nisi unus deus pater«, quo scilicet 
per hoc intellegatur filius non esse alterius >bonitatis<. sed illius solius, 
quae in patre est; cuius recte >imago< appellatur, quia neque aliunde 
est nisi ex ipsa principali bonitate, ne altera bonitas quam ea quae in 

15 patre est videatur in filio, neque aliqua dissimilitudo aut distantia 
bonitatis in filio est. Propter quod non debet velut blasphemiae ali- 
quod genus putari in eo quod dictum est quia »nemo bonus nisi unus 
deus pater«, ut propterea putetur vel Christus vel Spiritus sanctus 

εφαρμόζεται >j >άγα&όι< (fwvt], άλλο σημαινύμειον έχει το trr' αιτοϋ λεγόμειον. 
εϊπερ ως μεν προς τον τιατέρα είκών Ιατη• άγα9^ότητος, ως δε προς τα λ.οιπα υπέρ 
ή τον πατρός άγα&ότης προς αντόν . . . πλείων γαρ ή νπερο/η προς τα υποδεέστερα 
άγα&α εν τω αωτηρι, κα&ό εατιν >είκών τής άγα9-ότητος< aiiov τον θ^εον, ηπερ η 
νπεροχη τον Θ^εον, οντος άγαμου, προς τον είπόντα αωτήρα [Joh. 14, 28", δντα 
προς ετέρονς χαΐ >εΙκόνα τής άγα&ότητος τον 9^εοϋ<). Vyl. auch In Ερ. ad liom. 
VIII 4 {Lom. VII 21όΐ und Hiiet, Orv/en. II 2 qii. 2, 15 

3—9 Frcj. ö {= Z.2 procul dubio — dicetiu• Ruf., das Übrige hat Ruf. weg- 
gelassen imd tcohl deshalb enim ZAigesetxt; der Übergang war vielleicht so: Wenn nun 
auch der Sohn nur >aura quaedam et imago bonitatis Dei<: [Hieran.] ist und des- 
halb mit einem Zusatz >pastor bonus< usw. [Eieron.] genannt wird, so findet sich 
doch in ihm keine >secunda bonitas< [Ruf.] usic) bei Jastinian. Ep. ad Memmm 
(Mansi IX 525) — ^ u. 8 vgl. Weish. Sal. 7, 26 — 5f vgl. KoL 1, 15 — 7 Joh. 
17, 3 — 11 Mark. 10, 18 {Luk. 18, 19), vgl. x. B. Orig.. In Joh. I 35 (IV 45, 11) und 
Hautsch, Die Evangelieneitate des Origenes, ύ'. 112f — 17 Mark. 10, 18 {Luk. 18, 19) 

1 pater est < 7 | natus] + est σ | imago — 2 convenienter < Jan 
2 dicitur JaJi 5 νιος Cod. Ath. νϊος Mansi ( ώς απλώς Mansi {vgl. Anonym, 
bei Phot., Cod. 117: καΐ μί} είναι αντυν απλώς άγα&όν) ως υ Cod. Ath. 8 τής 
άγα&ότητος Cod. Ath. άγα^ότητος Maitsi 11 quoniam] quin Jan | pater < Ja» 
14 nel nee ßJati 15 videtur Jan 18 pater < Jan 



48 Origenes 

negari quod >bonus< sit; sed, ut superius diximus, principalis bonitas Jan 
in deo patre sentienda est, ex quo vel filius natus vel spiritus sanctus 
procedens sine dubio bonitatis eins naturam in se refert, quae est in 
eo fönte, de quo vel natus est filius vel procedit spiritus sanctus. 
5 Jam vero si qua alia >bona< in scripturis dicuntur, vel angelus 

vel homo vel servus vel thesaurus vel cor bonum vel arbor bona, haec 
omnia | abusive dicuntur, accidentem, non substantialem in se continentia 60 
bonitatem. Multum autem est et alterius vel operis vel temporis, 
congregare omnes fiKi dei appellationes, verbi causa, quomodo vel 
10 lumen verum est vel ostium vel iustitia vel sanctificatio vel redemptio 
et alia innumera, et quibus ex causis vel virtutibus vel afPectibus 
unumquodque borum nominetur, exponere. Sed contenti bis, de quibus 
superius disseruimus, consequenter etiam reüqua perquiramus. 



γ'. Περί άγίον :Ίί:νενματοζ. 

ΐδ CAPUT TEKTlUxM 

De spiritu sancto. 

1. Consequens igitur est nunc, ut de spiritu sancto quam possu- 
mus breviter requiramus. Et omnes quidem qui quoquomodo provi- 
dentiam esse sentiunt, deum esse ingenitum, qui universa creavit atque 
20 disposuit, confitentur eumque parentem universitatis agnoscunt. Huic 
tarnen esse filium non nos soU pronuntiamus, quamvis satis boc et 
mirum et incredulum videatur bis, qui apud Graecos vel barbaros philo- 

1 vgl. oben S. 46, 13 — 3 f vgl. oben *S. 21, 13f — 5f vgl. {Tob. δ, 22. 
II Makk. 15, 23 El) Matth. 7, 17 f. 12, 35. 25, 21. 23. Luk. 6, 45. 8, 15 und Orig., 
In Joh. VI 19 (IV 128, 15—17), In Luc. hom. XII {Lom. V 126—128), In Ep. ad 
Rom. I 18 {Lom. VI 56 f) — 9—11 %u den appellationes filii dei vgl. Orig., In 
Joh. I 21—24 (IV 26—30); Wey vergleicht auch Archiv f. lat. Lexihogr. XIV (1906) 
481 — \1ft7iu Gap. 3 vgl. Didymus, De spir. s. {lat. tlbers. von Hieron., Migne 
SL ΧΧΠΙ 103ff) tmd Harnack, Dogmengesch. Ρ 674f — 19 f vgl. oben Cap. 2, 6, 
S. 35, 8 f 

3 eins < Jan \ refert γ fert α Jan \ est -< Jan 4 procedit] procedens 
est Jan 6 bonum] Hominum Jan 11 ex < 7 | vel virtutibus vel affectibus 
< y 14 Überschrift griech. bei Phot., Cod. VIII />. 4a 5. 17 c^ est igitur Jan 
\ ut < Jan 20 agnoscunt] intelligunt Jan 22 velj et γ 



I 



De principiis I Cap. 2, 13. Cap. 3, 1. 2 49 

sophari videntur; tarnen a nonnullis etiam ipsorum habita eius videtur (Pa) 
opinio, cum verbo dei vel ratione creata esse omnia confitentur. Nos 
vero secundum fidem doctrinae eius, quam divinitus adspiratam pro 
certo habemus, eminentiorem divinioremque rationem de filio dei nullius 
5 alterius possibilitatis esse credimus exponere atque in hominum cogni- 
tionem proferre, nisi eius solius scripturae, quae a spiritu sancto in- 
spirata est, id est evangelicae atque apostolicae nee non legis ac prophe- 
tarum, sicut ipse Christus asseruit. De subsistentia vero spiritus sancti 
ne suspicionem quidem uUam habere quis potuit praeter eos, qui in 

10 lege et prophetis versati sunt, vel eos, qui se Christo credere profitentur. 
Nam de deo quidem patre quamvis digne proloqui nemo valeat, tarnen 
possibile est intellectum aliquem capi ex occasione visibilium creatu- 
rarum et ex bis, quae humana mens naturaliter sentit; insuper etiam 
de scripturis sanctis confirmari possibile est, Sed et de filio dei, 

15 quamvis >nemo noverit filium nisi pater<, tamen ex divinis scripturis 
etiam de ipso qualiter sentiri debeat, mens humana formatur, non solum 
ex novo, sed etiam ex veteri testamento per ea, quae a sanctis gesta 
ad Christum figuraliter referuntur, ex quibus adverti vel divina eius 
natura vel humana, quae ab eo assumpta est, potest. 

20 -• De spiritu vero sancto quia sit, multae nos scripturae docuerunt, Pa 

sicut David in quinquagesimo psalmo dicit: »Et spiritum sanctum 
tuum ne auferas a me«, et in Danihelo dicitur: »Spiritus sanctus, qui 
est in te«. In novo vero testamento abundantibus testimonüs edocemur, 
cum Spiritus sanctus super Christum descendisse perscribitur, et cum 

25 ipse dominus insuiflavit in apostolos post resurrectionem , dicens: 



2 vgl. Piatun, Tim. 8 p. ÜB; Zeller, Phil. d. Gr. II 13, 646. III 13, 812. III 23, 
371 ff. 538 ff — 3 f vgl. unten IV Gap. 1, 1 ff — 7 f vgl. etiva Luk. 24, 25—27. Jo/i. 
5, 39 — 12 vgl. oben Cap. 1, 6, S. 21, 7—9 — 15 vgl. Matth. 11, 27 — 20 De 
spiritu — S. 50, 13 in inimo = Pamphil. , Apol. 4 {Lom. XXIV 338 — 340) — 
21 Psal. 50, 13b — 22 Dan. (Θ) 4, 6 — 24 vgl. Matth. 3, 16 (Par.) — 25 Joh. 20, 22 

1 a Α Jan &n C <. Βγ | oo videtur eius Jan 3 inspiratam Jan 4 di- 
vinioremque] divisionemque μ divitioremque σ 6 c^ scripturae solius Jan | ii 
Spiritu sancto Jan ab spiritu sancto γ a sancto spiritu α 7 c>o apost. atque 
evangel. Jan \ ac] et Jan 8 subsistentia] substantia Jan 9 ne] nee Jan 
I quidem <iJan 10 se] + in Ja« | profitentur α Jan confitentur γ 11 digne] 
•quidem y 18 oo figur, ad Christum Jan 18 f cnj natura eius Jan 19 fxi est ass. 
Jan 20 quia] quod Jan | sit] est I^a 22 danihelo Α*βμ danihele J^itwa 
23 cv> in te est Jan 24 Christum] eum Jan \ describitur Α scribitur Ja?i 
Origenes V. 4 



50 Origenes 

»Accipite spiritum | sanctum«, et ad Mariam dicitur ab angelo: »Spiritus 61 
sanctus veniet super te«; Paulus vero docet quia »nemo potest dicere (j^^^ 
dominum lesura nisi in spiritu sancto«; et in Actibus apostolorum >per 
inpositionem manuum apostolicarum spiritus sanctus dabatur< in bap- 
5 tismo. Ex quibus omnibus didieimus, tantae esse et auctoritatis et 
dignitatis substantiam spiritus sancti, ut salutare baptismum non aliter 
nisi excellentissimae omnium trinitatis auctoritate, id est patris et filii 
et spiritus sancti cognominatione compleatur, et ingenito deo patri et 
unigenito eius filio nomen quoque sancti spiritus copuletur. Quis ergo 

10 non obstupescat, quanta maiestas sit spiritus sancti, cum >eum qui j 

dixerit verbum in filium hominis<, audiat sperare veniam posse, >eum | 

vero qui in spiritum sanctum blasphemaverit. veniam non habere neque 
in praesenti saeculo neque in futuro<? 

3. Quod autem a deo universa creata sint, nee sit ulla substantia, 

15 quae non ab eo hoc ipsum ut esset acceperit, ex multis totius scrip- 



1 Luk. 1, 35 — 2 I Kor. 12, 3 — 3 vgl. Act. 8, 18 — 6—9 rgl Matth. 
28, 19 — 6—8 vrjl. Orifj., In Joh. VI 33 (IV 142,27: οΰτως και το δια τον ύδα- 
τος λοντρόν, ονμβολον τνγχάνον καθ^αρσίον ψνχής πάντα ρνπον τον από κακίας 
άποπλννομένης, ονδεν ήττον και καθ-^ αντό τω βμπαρέχοντι εαντον τ?] &ειότητι τ Γ/ς 
δυνάμεως των τής προσκννητϊ/ς τριάδος επικλήσεων έστιν η χαρισμάτων Ο-εϊων 
άρχίι καΐ πηγή), Frg. 36 (IV 512, 20— 23j, In Isai. hom. IV 1 {Lom. XIII 2G0: non 
iis sufficit semel clamare liSanctus« neque bis, sed perfectum numerum Trinitatis 
assumunt, ut multitudinem sanctitatis manifestent Dei, quae est trinae sanctitatis 
repetita communitas, sanctitas patris, sanctitas unigeniti filii et Spiritus sancti 
und Seeberg, Dogmengesch. I 420 — 6 f vgl. Orig., In Jerem. hom. II 3 (III 19, 14,: 
μακάριος οϋν 6 βαπτιζόμενος iv αγίω πνενματι. — 9—13 vgl. Dtdymtis, De spir. s. 63 
{bei Hieron., Migne SL XXIII 153 f j und Athanas., Ep. IV ad Serap. 9 f (I 1 702 f 
ed. Ben.: Ώριγίνης . . και Θεόγνωστος . . . ταντην είναι τί;ν εις το αγιον πνεϋμα 
βλασφημίαν λέγοντες, όταν οι καταξιωθ-έντες έν τω βαπτίσματι τής δωρεάς τον 
αγίον πνεύματος παλινδρομήσωσιν εις το αμαρτάνειν. δια τοντο γαρ μηδέ αφεαιν 
αντονς λήχρεσθ-αί φασι, κα&ά και δ Πανλος εν Tf/ προς Εβραίους [6, 4 — 6] λέγει 
κτλ.) — 10—13 vgl. Matth. 12, 32 tmd Hautsch, Eimigeliencitate S. 33 f 

2 superveniet in te Jan \ docet α Jan dicet M* Aicii M^'^o^'' G σ 3 Domi- 
nus Jesus Jan 5 didieimus] dicimus A*B \ et* < Jan 5 f et dignitatis 
< y 6 substantiam] subsistentiam J.w•'" | oo spiritus sancti substantiam Jan 
1 baptisma Jan 8 ingenito] innato Pa 9 oo spiritus sancti Jan 10 stupescafc 
Jan 1 eum < Jan 11 audiat] audeat A*Pa{M*GcorrS)Jan \ oo posse 
veniam Jan 14 Quod — S. 51, 9 describuntur < Jan \ sint α sunt γ 



I 



De principiis I Cap. 3, 2. 3 51 

turae adsertionibus conprobatur, repudiatis atque depulsis bis, quae a ι Pal 
quibusdam falso perhibentur, vel de materia deo coaeterua vel de in- 
genitis animabus, quibus non tarn subsistendi naturam, quam vitae 
qualitatem atcjue ordinem a deo insitum volunt. Narn et in eo libello 
5 qui >Pastoris< dicitur, >angeli paenitentiae<, quem Hermas conscripsit, ita 
refertur: »Primo omnium crede quia unus est deus, qui omnia creavit 
atque conposuit; qui cum nihil esset prius, esse feeit omnia; qui est 
omnia capiens, ipse yero a nemine capitur«. Sed et in Enoeh libro bis 
similia describuntur. Verum tamen usque ad praesens nulluni sermonem Pa 
10 in scripturis sanctis invenire potuimus, per quem spiritus sanctus 
factura esse vel creatura dieeretur, ne eo quidem modo quo de sa- 
pientia referre Salomonem supra edocuimus , vel quae de vita vel 
verbo aliisque appellationibus lilii dei intellegenda esse tractavimus. 

2. 4—6 vr/l. Orifj., In Joh. I 17 itV 22, 14: το εξ υποκείμενης ύλης, άρχη 
παρά τοις άγένητον αντι^ν επιαταμένοις, άλλ' ον παρ' ήμΐν τοις πει^^ομένοις οτι 
εξ ουκ όντων τα ιίντα εποίηαεν ο θ^εός, ώ^ . . . καΐ ό της μετανοίας άγγελος εν 
τω Ποιμένι ίδίδαξε . Die »quidam« sind u-ohl Onostiker, besonders der roti Orifj. 
oft bekämpfte Marcion; vgl. Tertull. adv. Marc. {Ho: si et ille miiadum ex aliqua 
materia subiacente molitus est innata et infecta et contemporali Deo I und Hilgen- 
feld, Ketxerr/esch. s. r. Htjle — Μ vgl. Orig. c. Cels. IV 30 (I 300, 7: καΐ προς 
άλλήλυνς δίαλεγομένων [seil, φιλοσόφων) περί τον, τίνα τρόπον σννέστη τα 8λα 
χαΐ γέγονεν ό ουρανός καΐ γη καΐ τα εν αντοΐς πάντα, καΐ ό)ς αϊ ψνχαΐ ήτοι άγέν- 
νητοι ονσαι καΐ μη υπό &εοϋ κτιαθ-εΤσαι διακοσμούνται υπ' αντοϋ καΐ άμείβονσι 
σώματα, η σνσπαρεΐσαι τοις οώμασιν επιδιαμένονσιν η ουκ επιδιαμένονσιν) und 
Ruf., ΑροΙ. ad Anastas. 6 [Migne SL XXI 626 : alii [seil, asserunt ] quod factas iam 
oüm, id est tunc, cum omnia Deus creavit ex nihilo, nunc eas iudicio suo dispenset 
in coi-pore. Hoc sentit et Origenes et nonnulli alii Graecorum) — 5 vgl. Her- 
mas, Vis. ö, 7 (8) u. Cleincns AI., Strom, l 17, 85 (II δδ, 12 St. ό ποιμήν, ό άγ- 
γελος της μετανοίας) ΚΙ — β Herrn., Mand. 1, vgl. unten IV Cap. 2, 4 (11) — 
8 vgl. Henoeh Cap. 2—5 — 9 Verum tamen — 11 dieeretur = P(?/w/;/«7. , Apol. 4 
{Lom. XXIV 340) — 9—11 frei citiert von Ruf, De adult. libr. Orig. (Lom. XXV 
384): nusquam inveniii in omni Scriptura, ubi Spiritus sanctus factus vel creatus 
esse dieeretur {diese Stelle citiert Hieron., Apol. adr. Ruf. II 15. Migne SL XXIII 
458) — 12 vgl. oben Cap. 2, 1 u. 4. 9—13 

3 f vitae qualitatem α ut aequalitatem μ aut aequalitatem σ δ conscripsit 
γ conscribit AB sci-ibit C 8 bis < y 9 Verum tamen] verum in bis Omnibus β 
10 oo scs sps γ 11 ue] + in Jan 12 quae de] quod de Α quo de C Jan-HS S 
quod Β 

4* 



52 Origenes 

***** οτι μεν ουν παν, ο τι ποτΐ παρά τον πατέρα καΐ &ε6ν των όλων fJan) 
γενητόν εοτιν, εκ της αυτής ακολουθίας πει&όμε&α * * * λειτουργικά 
ζώα ***** * >Spiritus< igitur >del•, qui >super aquas ferebatur<, 
sicut scriptum est, >iii principio< facturae mundi, puto quod non sit alius 
5 quam spiritus sanctus, secundum quod ego intellegere possum, sicut et 
cum ipsa loca exponeremus, ostendimus, non tamen secundum historiam, 
sed secundum intellegentiam spiritalem. 

4. Quidam sane ex praecessoribus nostris in novo testamento obser- 
varunt quod, sicubi spiritus nominatur sine adiectione ea, quae designet 

10 quaüs sit spiritus, de sancto spiritu debeat intellegi, ut puta: »Fructus 
autem spiritus est Caritas, gaudium, pax« et cetera. Item et ibi: ^Cum 
coeperitis spiritu, nunc carne perficimini«. Nos yero etiam in veteri 
testamento putamus distinctionem istam posse servari, sicut cum dicit: 
»Qui dat spiritum populo, qui est super terram, et spiritum bis, qui 

15 calcant eam«. Sine dubio enim omnis >qui calcat terram<, id est ter- 
rena et corporalia, particeps est spiritus sancti, a deo eum accipiens. 
"Ελεγε όε 6 '^Εβραίος τά εν τω Ήοαΐα όνο Σεραφϊμ ί^απτέρυγα, κεκραγότα 

1 Die Lücke [vgl. Einl. Β V 2) hat enthalten, was Ruf., De adult. {Loin. XXV 
384) so umschreibt: inter ceteras creataras factum esse Spiiitum sanctum, und 
was Epiphan. [Haer. 64, δ: καΐ το ηνεϋμα το αγιον κτιστόν εισηγήαατο), Justinian, 
Ερ. ad Mennam {Mansi IX 489: ozt ό νΙός και το αγιον πνεύμα κτίσματα εισιν) 
und andere hier als ketzerisch bezeichnen. Schnitzer S, 43 f füllt die Lücke so aus : 
(Gleicliwohl müssen wir annehmen, daß auch der heilige Geist, wenn nach Joh. 
1, 3 durch den Logos Alles gemacht ist, durch ebendenselben geschalten sei.) 
Jedenfalls gehört aber Frg. *7 [Red. 6) = Justinian, Ep. ad Mennam {Matisi IX 
528) seinem Inhalt nach und weil es dem wnten Z. 17 fif siclier fixierten Frg. 8 (7) 
kurz vorausgeht, mit in diese Lücke. Es wird so eingeleitet: οτι μετά τον viov 
καΐ το αγιον ηνα κτίσμα ειπών, σννηρίθ-μησε τοις άλλοις κτίσμασι. διό και λει- 
τουργικά αυτά ζώα καλεί, εκ τον δ [Δ aus Α verschrieben] λόγον τον περί 
άρχων (+ βιβλίου Mansi). Also sind außh die Worte λειτουργικά ζώα hier ron 
Orig. gebraucht icorden — 3f rgl. Gen. 1, 2. 1 — ht nicht erhalten — 10 Gal. 
5, 22 — 11 Gal. 3, 3 — 14 Jes. 42, 5 — 17— S. 53, 4 Frg. 8 (= S. 53, 4 Di- 
cebat — 10 debere Riif.) bei Justinian, Ep. ad Mennam {Mansi IX 528); vgl. Orig., 
In Isai. hom. I 2 [Lom. ΧΠΙ 242) und Antipater r. Bostra bei Johannes Dam., 
Sacra Par. [ed. Le Quien II 771: περί μεν γάρ τοι τών ΧερονβΙμ η των ΣεραφΙμ 
ονδεν δυνάμε&α λέγειν διά το μα&εΐν τον συγγραφέα παρά τον Εβραίου, ΰστις 



8 praedecessoribus Jan 8 f observaverunt Ja7i 10 cvs de spu sco BγJan 
j debeat β deberet Α debetur μ debet σ debere Jan 12 nunc < Jan | perfi- 
cimini] consummamini Jon 



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De principiis I Cap. 3, 3. 4 53 

έτερον Λ-ρός το έτερον καΐ λέγοντα' ^αγως αγως άγιος χνριος Σαβαώϋ^* . Jan) 
τον μονογενή είναι τον ϋ-εον χαΐ το πνεύμα το αγιον. ημείς όε 
οίόμεϋ-α ότι καΐ το εν τή ωδή Άμβακονμ• ^εν μέοω όνο ζφων 
γνωθϋ-ήθ7]•ϊ περί ΧριΟτον καΐ άγίον πνεύματος εϊρηται. PDicebat autem 
δ et Hebraeus magister quod duo illa Seraphin, quae in Esaia senis alis 
describuntur clamantia adinvicem et dicentia: »Sanctus sanctus sanctus 
dominus Sabaoth«, de unigenito filio dei et de spiritu saneto essent 
intellegenda. Nos vero putamus etiam illud, quod in cantico Am- 
bacum dictum est: »In medio duorum animalium« (vel »duarum vita- 

10 rum«) »cognosceris«, de Christo et de spiritu saneto sentiri debere.] 
Omnis enim scientia de patre , >revelante filio< , in spiritu saneto 
cognoscitur. ut ambo haec, quae seeundum propbetam vel >animantia< 
vel >vitae< dicuntur, causa seientiae dei patris existant. Sicut enim de 
filio dicitur quia »nemo novit patrem nisi filius et cui voluerit filius 

15 revelare«, haec eadem etiam de spiritu saneto dicit apostolus, cum ait: 
»Nobis autem revelavit deus per spiritum suum; spiritus enim omnia 
scrutatur, etiam alta dei«. Sed et rursus in evangelio de divinis ac 
profundioribus doctrinis eommemorans salvator quae nondum eapere 
poterant discipuli sui, ita ait ad apostolos: »Adhuc multa habeo quae 

20 vobis dicam, sed non potestis illa modo eapere; cum autem venerit 
paracletus spiritus sanctus, qui ex patre procedit. ille vos doeebit 
omnia, et commonebit vos omnia, quae dixi vobis«. Et ita sentiendum 

xai εατιν 6 παρ' αντον σημαίνόμενος '^Εβραΐος, ΰτι ό νίός και το πνεύμα το αγιον 
τοντοις αημειοννται [so Schnitzer für σεμνύνεται, Le Quicn Ι. σημαίνονται] •, femer 
Bieron., In Isai. III, über Jes. 6, 2 [Mir/ne SL XXIV 94 f : Impie ergo quidam duo 
Serapliim Filium et Spiritum sanctum intellegit, cum iuxta evangelistam loannem 
et Paulum apostolum Füium Dei visum in maiestate regnantis, et Spiritum sanctum 
locutum esse doceamus. Quidam Latinonim duo Seraphim vetus et novum In- 
Btrumentum intelligunt, quae tantum de praesenti saeculo loquuntur), vgl. auch 
Ep. ad Pamm. et Ocean. c. 3 [Migne SL XXII 745) u. Ep. ad Vigilant. c. 2 y^AUgne 
6XXXII 603) in. Tract. in Es.Yll—l beiMorin,Ä}iecd.MQreds.m3[lQ03] 119ff WeyKT) 

1. 6 Jes. 6, 3 — 3. 9f Habac. 3, 3 — 13 ff vgl. Hiiet, Origen. II 2 qit. 
2, 20 — 14 Matth. 11, 27 — 16 I Kor. 2, 10 — 19 Job. 16, 12. 13. 14, 26 il5, 26 = 

3 TÖ < Mansi 4 εϊρηται < Mansi | Dicebat — 13 existant < Jan 
7 f essent intelligenda Merlin Del esset intellegendum L 8 f ambacum AB ab- 
bacum G* Μ abbacuc GGcorr χ ο animantia Αγ animalia β 14 novit] vidit σ 
15 dicit] docet ßJa7> 19 f habeo quae vobis dicam] habeo vobis dicere Jan 
21 paracletus β paraclitus Α consolator yJan \ a Patre Jan 22 vos] über 
d. Z. A^ < yJan 



54 Origenes 

est quod sicut filius, qui solus cognoscit patrem, revelat cui vult: ita (Pa) 
et Spiritus sanctus, qui solus >scrutatur etiam alta dei^, revelat deum cui °^ 
vult. »Spiritus enim ubi vult spirat.« 

Neque enim putan dum est quod etiam spiritus >filio revelante< cogno- 62 
5 seit. Si enim >revelante filio< cognoscit patrem spiritus sanctus. ergo ex igno- 
rantia ad scientiam venit; quod utique et impium pariter et stultum est, 
sanctum spiritum confiteri et ignorantiam ei adscribere. Xon enim cum 
aliud aliquid esset antea quam spiritus sanctus, per profectum venit in hoc, 
ut esset spiritus sanctus ; ut quis audeat dicere quia tunc quidem, cumnon- 

10 dum esset spiritus sanctus, ignorabat patrem, postea vero quam recepit 
scientiam, etiam spiritus sanctus efFectus est; quod si esset, numquam 
utique in unitate trinitatis, id est dei patris inconvertibilis et filii eius, 
etiam ipse spiritus sanctus haberetur, nisi quia et ipse semper erat spiritus 
sanctus. Hoc sane quod dicimus, vel »semper« vel >erat« vel si quod 

15 aKud tale temporalis significationis nomen adseiscimus, simpliciter et 
cum venia accipiendum est, quoniam nominum quidem horum signifi- 
cationes temporales sunt, ea autem de quibus loquimur tractatu qui- 
dem sermonis temporaliter nominantur, natura autem sui omnem intelle- 
gentiam sensus temporalis excedunt. 

20 5. Kectum tarnen videtur inquirere quid causae sit, quod qui Pa 

>regeneratur per deum< in salutem opus habet et patre et filio et spiritu 

1 vgl. Matth. 11, 27 — 2 vgl. I Kor. 2, 10 — S Joh. 3, 8 — δ Si— 14 sanc- 
tuB = Pamphü., Apol. 4 {Lom. XXIV 340) — 12 igl. Orig., In Joh. X 39 (IV 216, 31: 
τον εν αΐωνίψ xy τριάδι ανγγενοϋς διαστήματος). VI 33 (IV 142, 30: των τής 
ηροσκννητής τριάδος επικλήσεων) ιι. α. Stellen bei Seeberg, Dogniengesch. Ρ 420 — 
13 f rgl. Orig., In Num. hom. XI 8 {Low. X 120): Puto ergo quod sanctus Spi- 
ritus ita sanctus sit, ut non sit sanctificatus. Non enim ei estrinsecus et aliunde 
accessit sanctificatio, quae ante non fuerat, sed semper fuit sanctus, nee initium 
sanctitas eius accepit. — 14—19 rgl. Orig., In Joh. Frg. 1 (IV 483, 19): των δε 
ρημάτων τας κυρίας σημασίας εκλαμβάνειν ον δει επί τών^άιδίων. ϋτε μεν γαρ τα 
σημαινόμενα \νπό τούτων χρόνω ονμμετρονμένην έχει τήν νπαρξιν, το Ήν (το) 
μηκέτ' ον αλλά ποτέ νπαρξιν \νπάρξαν lioe^ σημαίνει, ομοίως το ^Εστι δηλοΐ το 
νυν υπάρχον, ως το Εσται το μέλλον νπάρξαι. αλλ' επεί ό λόγος τοΐ• Θ^εον άίδιός 
εστί, τνγχάνων &εός, τά ρήματα επ' αντον ον μετά τον προσσημαίνειν χρόνον 
εκλαμβάνειν «ϊεΓ . . . — 20 Rectum — S. 57, 1 Christus = Patnphil., Apol. 4 (Lom. 
XXIV 341—343) — 21 rgl. I Pctr. 1, 3 Kl 

5 enim <; Pa | oo Filio revelante Jan 7 cv> ερϊα scfii γ Jan 8 «^ ali- 
quid aliud Jan \ ante Jan 9 oo ut spir. s. esset Jan 11 etiam < y 12 in 
unitate Jan in unitatem L | inconvertibilis < Jan-HSS 13 ipse» < Jan 
semper < Jan 1 7 ea] ecce Jan 20 Rectum — S. 60, 23 coeperamus < Jan 



De principiis I Cap. 3, 4. δ 55 

sancto, non percepturus salutem, nisi sit integra trinitas; nee possibile Pa 
sit partieipem fieri patris vel filii sine spiritu sancto. De quibus dis- 
eutientes sine dubio necessarium erit ut operationem specialem Spiritus 
sancti et specialem patris ac iilii describamus. [οτι] 6 μεν &ε6ς και 

2 njl. Orirj., In Jerem. hom. XVllI 9 illl 163, 10— 19; — 4— S. Ö6, 8 Frg.% 
{ton Ruf. Keggelassen) hei Jnstinian, Ep. ad Mennam {Mansi IX ö24 mit der 
Ubcrschrift:"OTi 'ήττων 6 νϊός τον πατρός και το πνεϋμα τον νίοϋ, εχ τον πρώτον 
λύγον τον περί αρχών βιβλίου) als erste βλασφημία ί= 8 Red.), Paraphrase und 
Ericeiterung von Ζ. 4—5'. 56, δ hei Athanas., Ep. IV ad Serap. 10 (I 1 p. 702 ed. Bened.\ ; 
rgl. Einl. Β V 2, Theophil AI, Ep. pasch. II 13 hei Eieron. Ep. XCVIII 13 [Migne 
SL XXII 801. 802 i wid Hieron., Ep. ad Ävit. 2 {Migne SL XXTI 1061: Filium 
quoque minorem a Patre eo quod secundus ab illo sit, et Spiritum sanctum 
inferiorem a Filio in sanctis quibusque versari. Atque hoc ordine maio- 
rem Patris fortitudinem esse quam Filii et Spiritus sancti. Et rur- 
sum maiorem Filii fortitudinem esse quam Spiritus sancti, et conse- 
quenter ipsius sancti Spiritus maiorem esse virtutem ceteris, quae sancta 
dicuntur). Vgl. hierzu Justin, Apol. I 13 er δεντίρα χώρα . . .); Orig. c. Gels. 
V 39 (U 43, 22: καν δεύτερον ovv λεγωμεν &εόν, ϊατωοαν οτι τον δεντερον ϋ-εόν 
ονχ άλλο τι λέγομεν η τ^ν περιεκτιχί}ν πασών αρετών άρετήι• καΐ τυν περιεκτικον 
παντός οντινοσονν λόγον των κατά φναιν και προηγουμένως γεγενημένων και εις 
χρήαιμον τον παντός λόγον). VIII 1δ (Π 233, 6: σαψίος γαρ ήμεΐς, οι λέγοντες 
τον πάντα κτϊααντος και τον αίαΟ^ητον κόσμον είναι, φαμεν τον vibv ονκ ισχνρό- 
τερον τον πατρός αλλ' νποδεέστερον); Frg. hei Leonf. Byz., De sectis, Act. X 4 
[Migne SGr LXXXVI 1, 1264: οτι 6 ν\ός ή μείζων έστΙ τον πατρός η ελάττων η 
ίσος. ει ονν δείξω οτι ονδε [Ι. οντε] μείζων έστΙν ονδε [Ι. οντε] ίσος, δήλον οτι 
ελάττων εστίν); Τη Isai. Ι Frg. {= Pamphil., Apol. δ, Lom. XXIV 371: sed nobis 
unus est Dens Pater, ex quo omnia. ünus ergo est vems Dens, qui, ut ita dixerim, 
praestator est deitatis, et unus Christus factor Christorum, et unus Spiritus sanctus, 
qui per singulas animas sanctorum facit Spiritum sanctum); Hilarius, De Trin. 
III 12 {Migne SL X 82: Et quis non Patrem potiorem confitebitur, ut ingenitum 
a genito, ut patrem a filio, ut eum qui miserit ab eo qui missus sit, ut volentem 
ab eo qui oboediat?). IX 06 {ehenda 327: Maior itaque Pater est, dum pater est; 
sed Filius, dum filius est, minor non est. Nativitas Filii patrem constituit maio- 
rem: minorem vero Filium esse nativitatis natura non i)atituri, Tract. in Psal. 138, 17 
i Migne SL IX 801 : Est enim Pater maior Filio, sed ut pater filio, generatione non 
genere: filius enim est et ex eo exivit), De Tri». XII 54 {Migne SL X 468: Nam dum 
ex te est, secundus a te est) und oben S. 33, 2 f, daxu Huef, Origen. II qu. 2. 27. 28 

2 sit] + esse Pa (σι | fieri] filii Pa{M) HIHI vel Pa{G) filii vel Pa ^σ) 4 et specia- 
lem patris acj epecialem patris vel Ρα(μ) specialem etiam patris vel Pa{a) | \οτι] Koe 



56 . Origenes 

πατήρ ΰννέχων τα πάντα φ&άνει εις ϊχαοτον των όντων, μεταδιδονς Pa 
εχάοτω άπο τον Ιδίου το είναι, όπερ εοτίν, ελαττόνως δε πάρα τον 
πατέρα 6 νιος φ&άνων έπϊ μόνα τα λογικά {δεύτερος γάρ έοτι τον 
πατρός), ετι δε ηττόνως το πνενμα το άγων έπϊ μόνονς τονς άγίονς 
5 διΐχνονμενον ωοτε κατά τοντο μείζων η δνναμις τον πατρός παρά 
τον νΐον και το πνενμα το αγιον, πλείων δε ή τοΰ νίον παρά το 
πνενμα το αγιον, και πάλιν διαφέρονοα μάλλον τον άγίον πνεύ- 
ματος η δνναμις παρά τά άλλα άγια. Arbitror igitur Operationen! 
quidem esse patris et filii tarn in sanctis quam in peccatoribus, 

10 f in hominibus rationabilibus et in mutis animalibus, sed et in bis, 
quae sine anima sunt, et in omnibus omnino quae sunt; Operationen! 
vero Spiritus sancti nequaquam prorsus incidere vel in ea, quae sine 
anima sunt, vel in ea, quae animantia quidem sed muta sunt, sed 
ne in illis quidem inveniri, qui rationabiles quidem sunt sed >in 

15 malitia positi< nee omnino ad meliora conversi. In illis autem solis 
esse arbitror opus Spiritus sancti, qui iam se ad meliora convertunt 
et >per vias Christi iesu< incedunt, id est qui sunt >in bonis actibus< et 
in deo permanent<. 

6. Quia autem operatio patris et filii et in sanctis et in pecca- 

20 toribus sit, manifestatur ex eo quod omnes, qui rationabiles sunt, verbi 
dei, id est rationis, participes sunt et per hoc velut semina quaedam 

14—18 rffl. unten Gap. 3, 8 tmd Orig., In Joh. XXVIII 15 (IV 40S, 13: οντω 
δε ζητήσεως αξιόν έοτιν το ηερί τον άγίον πνεύματος ει δύναται είναι καΐ εν 
αμαρτωλω ψνχ^ι, c Gels. VII 8 (II 160, 26: πλ^ν καΐ ννν ετι ϊχνη εστίν αντον 
[seil, τον αγίου πνεύματος] παρ' ολίγοις, τας ψνχάς τώ λόγω και ταϊς κατ' αντον 
πράξεσι κεκα&αρμένοις) — 14 f vgl. IJoh. 5, 19 — 17 vgl. Ι Kor. 4, 17 — vgl. 
Ephes. 2, 10 — 18 vgl. Mich. 7, 7. I Joh. 4, 13 u. ä. St. 

2 οπέρ εστίν God. Äth., vgl. Antipater r. Bostra bei Joh. Dam., Sacra Par. 
God. Rupef. {p 7A1 D ed. Le Quien: επειδή άπο&έσ9-αι το είναι όπερ εστί [seil, η 
άίδιος ονσία, ή μόνος έστι ^εός, τοντεατι πατήρ και νιος και αγιον πνενμα] κατά 
φύαιν αδύνατον), ω γάρ έστιν, α. Ε. ισ. ών γάρ εστίν ilansi \ ελαττον, α. Β. 
ελάττον Mansi 4 ϊμτον Mansi 10 οο in ratioii. hom. Ρα \ f iu hominibus] 
in Omnibus Semler [bei Bedep. S. 127 Ä. 6), aber die Stelle ist so noch nicht heil; 
ich vermute: operationem quidem esse patris et filii in omnibus rationabilibus, 
tarn in sanctis quam in peccatoribus, (patris autem et in mutis animalibus etc. 
11. 12 f sine anima] exanima Pa 15 autem] <. μ igitur σ 16 esse < Ρα[μ) 
CO hinter arbitror Ρα(σ) 17 bonis] novis Pa 18 permanentes Pa{G) 19 Quia] 
Quoniam Pa | filii] + est Pa 20 sifc < Pa 21 dei < γ 



De principiis I Cap. 3, 5. G 57 

insita sibi gerunt sapientiae et iustitiae, quod est Christus. Ex eo (Pa) 
autem, qui vere est, qui dixit per Moysen: »Ego sum qui sum«, omnia 
quae sunt participium trahunt; quae participatio dei patris pervenit in 
omnes tarn iustos quam peecatores et rationabiles atque irrationabiles 

5 et in omnia omnino quae sunt. Ostendit sane et apostolus Paulus quod 
omnes habeant participium Christi, dicens: »Xe dixeris in corde tuo: 
quis ascendet in caelum, id est Christum deducere? aut quis descendet 
in abyssum, id est Christum a mortuis revocare? Sed quid dicit 
scriptura? Prope te est verbum valde in ore tuo et in corde tuo«. 

10 Ex quo >in corde< omnium esse significat Christum secundum id, quod 
>verbum< vel ratio est, cuius participio rationabiles sunt. Sed et illud, 
quod in evangelio dictum est: >Nisi venissem et locutus essem eis, 
peccatum non haberent; nunc autem excusationem non habent pro 
peccato suo« his, qui rationem norunt, usque ad quod tempus >pec- 

15 catum< homo non habeat et ex qua aetate obnoxius »peceato< sit, 
manifestum est et patet quomodo ex participatione verbi vel rationis 
homines >peccatum habere< dicuntur: videHcet ex quo intellectus atque 
scientiae capaces effecti, cum iam eis boni vel mali discretionem ratio 
intrinsecus inserta suggesserit; et cum scire iam coeperint quid sit 

20 malum, si | faciunt illud, >peccato< efficiuntur obnoxii. Et hoc est quod 63 
dixit quia »excusationem non habent homines pro peccato suo<, ex quo 
eis divinus sermo vel ratio ostendere coeperit in corde discretionem 
boni ac mali, ut per hanc debeant refugere et cavere quod malum est, 
et quia >scienti bonum et non facienti« inquit > peccatum est illi<. 

25 Item quod omnes homines non sunt extra communionem dei, hoc modo 
evangelium docet, dicente salvatore: »Regnum dei cum observatione 
non venit, neque dicent: ecce hie aut ibi; sed regnum dei intra vos 
est«. Sed et illud videndum est, ne forte eadem significet quod in 

1 Ex eo — δ quae sunt] rr/l Pampkil., Äpol. 4: {Lom. XXIV 343): Sed 
et hoc ipsum, quod est et pemianet omnis creatura, operatio est Dei patris, qui 
dixit: «Ego sum qui sum», quae pervenit super omnes. Ipse est enim, «qui solem 
suum oriri iubet super bonos et malos, et pluit super iustos et iniustos« {Matth. 
5, 45). Bufin hat also dieselbe Stelle hier und dort ganx verschieden übersetzt — 
2 Exod. 3, 14 — β Föm. 10, G. 7. 8 {Deut. 30, 12. 14) — 12 Joh. 15, 22 — 
24 Jak. 4, 17 — 2ß lAfk. 17, 20. 21 



1 iustitiae] scientiae Pa{G Mf^orrg) inscientiae Pa{M*) 3 paiiicipium tra 
hunt α participant y i) valde < γ 11 participio α participatio G*M* pii 
patione β i corr 3/1 »n- ^ 15 sit Ab Del fit A,uS fiat β 24 inquit < γ 



artici- 



58 Origenes 

Genesi scriptum est. cum ait: »Et insufflavit in faciem eius spiramentum 
vitae, et factus est homo in animam Tivam«. Quod si generaliter in 
omnes homines datum esse intellegitur, omnes homines habent parti- 
cipium dei: [7.] si vero hoc de spiritu dei dictum intellegendum est. 
δ quoniam et Adam prophetasse de nonnullis invenitur, ergo iam non 
generaliter sed sanctis quibusque datum accipi potest. 

7. Denique etiam diluvii tempore cum >omnis caro corrupisset 
viam dei<, tamquam de indignis et peccatoribus scriptum est dixisse 
deum: »Non permanebit Spiritus meus in hominibus istis in aeternum. 

10 propter quod caro sunt«. In quo manifeste ostenditur quod ab in- 
dignis quibusque aufertur spiritus dei. In psalmis quoque scribitur: 
»Auf eres spiritum eorum, et deficient et in terram suam revertentur. 
Emittes spiritum tuum, et creabuntur, et renoTabis faciem terrae«, quod 
manifeste de sancto spiritu designatur, qui ablatis atque extinctis pecca- 

15 toribus et indignis ipse sibi novum populum >creet< et >renovet faciem 
terrae<, cum per gratiam spiritus >deponentes yeterem hominem cum 
actibus suis<, >in noyitate vitae coeperint ambulare<. Et ideo conpe- 
tenter de eo dicitur quia non in omnibus neque in bis. qui >caro sunt<. 
sed in bis, quorum >terra renovata< fuerit, spiritus sanctus habitabit. 

20 Denique idcirco ^er inpositionem manuum apostolorum< post baptismi 
gratiam et renovationem >sanctus spiritus tradebatur<. Sed et salvator 
noster post resurrectionem, cum >vetera iam transissent et facta fuissent 
omnia nova<, ^novus ipse homo< et >primogenitus ex mortuis<, renovatis 
quoque per fidem suae resurrectionis apostolis ait: ^Accipite spiritum 

2ö sanctum«. Hoc est nimirum quod et ipse salvator dominus in evan- 
geüo designabat, cum >vinum novum in utres mitti posse veteres< dene- 

1 Gen. 2, 7 — δ rr/l. On'r/., In Cant. II [Loi7i. XIV 418 : Inter prophetas 
autem numeratur et Adam, quia »magnum mysterium« prophetavit in Christo et 
in ecclesia, dicens : ι Gen. 2, 24 1. Evidenter enim de his dictis eius dicit Apostolus 
quia [Ejyhes. δ, 32); Clemens ΑΙ., Strom. I 21; 135, 3 (II 84, δ .SY.i: παρά '^Εβραίοις 
δε οι προφήταί δυνάμει &εον και. ίπιπνοία, προ μεν τον νόμον 'Αδάμ επί τε της 
γυναικός επί τε τής ζωών ονομασίας προΘ^εαπίαας. — 7 f ι gl. Gen. 6, 12 Kl — 
9 Gen. 6, 3 — 12 Psal. 103, 29. 30, n/l. den rp-iech. Text Orig., In Joh. ΧΠΙ 24 
lIV 247, 23) — 16f vgl. Kol. 3, 9. Rom. 6, 4 — 19 igl. Psal. 103, 29 — 
20 f vgl. Act. 8, 18. Tit. 3, δ — 22 f vgl. Π Kor. δ, 17 — 23 vgl. Ephes. 2, 15. 
Kol. 1. 18 — 24 Joh. 20, 22 — 26 f rgl. Maith. 9, 17 Par. 

1 spiramentum c inspiramen μ inspirationem σ 12 auferes Β α aufers μ 
auferet C aufert Α 13 emittes Del emites Α emitte β γ 21 renovationem α 
revelationem γ \ sanctus spiritus J^ i? J.Ä «^ spiritus sanctus CS eancti spiritus« 



De principiis I Cap. 3, 6. 7 59 

gabat, sed iubebat >utres fieri novos<. id est homines >ia novitate vitae (Pa) 
ambulare<, iit yiniim noYum. id est spiritus sancti gratiae susciperent 
novitatem. 

Hoc ergo paeto operatio virtutis dei patris et filii indiscrete super 
ö omnem protenditur creaturam. spiritus vero sancti participationem a Pa 
sanctis tantummodo haberi invenimus. Propter quod dicitur: »Xemo 
potest dicere dotuinum lesum nisi in spiritu sancto«. Et vix aliquando 
ipsi apostoli digni habentur audire: »Accipietis virtutem superveniente 
in TOS spiritu sancto«. Propter quod et consequens puto quia >qui 

10 peccaverit quidem in tilium hominis venia dignus est< pro eo quod is, 
qui verbi (vel rationis) est particeps. si desinat rationabiliter vivere, 
videtur in ignorantiam vel stultitiam decidisse et propter hoc veniam 
promereri: qui autem iam dignus habitus est sancti spiritus parti- 
cipatione et retro fuerit conversus, hie re ipsa et opere >blasphemasse 

15 dicitur in spiritum sanctum<. 

Xe quis sane existimet nos ex eo quod diximus spiritum sanctum 
solis sanctis praestari, patris vero et filii beneficia vel inoperationes 
pervenire >ad bonos et malos et iustos et iniustos<, praetulisse per hoc 
patri et filio spiritum sanctum vel maiorem eius per hoc asserere digni- 

20 tatem: quod utique valde inconsequens est. Proprietäten! naraque 

1 f vgl. Rom. ti, 4 — -l- f rgl. oben S. 56, 8—11 — 5 spiritus — 15 sanctum 
= Pampkil., Äpol. 4 iLoni. XXIV 344) — δ f vgl. Orig., In Joh. XXXII 8 lIV 437, 31: 
ηδη γαρ ωρα τον αγίον πνεύματος επιδημήσαιτος τοις μαθ^ηταΐς ήν, γενομενοις 
καθ-αροΐς καΐ νιψαμένοις τονς πόδας καΐ ηδη εχοναιν ετοίμονς αντονς και ώραίονς 
προς το εν τω πνενματι εναγγελίζεσί>(α τα άγαθ-άι. XXVIII 15 ilV 408, 9 ff ι, In 
Num. Iwm. \l 3 /^ow. X48: Requiescit enim spii-itus Dei in iis, qui mundo sunt 
corde, et in üs, qui jmiificant animas suas a peccato) und oben Cap. 3, δ, 5. 56, 4f 

— 6 lAV. 12, 3 — 8 Act. 1, 8 — 9—15 vgl. Matth. 12, 32. 31. Mark. 3, 29 

— 13—15 vgl. Orig., In Joh. XXVIII 15 (IV 408, 17: καΐ τάχα επεί οι μετά το 
τνχείν αντον αμαρτάνοντες ονκ αν τνγχάνοιεν άφέοεως, δια τοϋτο λέγεται περί 
τών προ τον ΰγίον πνεύματος τινι ημαρτημένων το \Maflh. 12, 31»ι• περί δε τών 
μετά το τνχείν αγίον πνεύματος έπταικότων το [Mark. 3, 29 -j- Mafth. 12, 32). 
βλασφημεί γαρ εργοις και λόγοις αμαρτίας εις το παρυν πνενμα αγιον 6 και πα- 
ρόντος αντον εν τξ ψνχζ, αμαρτάνων) und oben Cap. 3, 2, S. 50. 9—13 — 13 f vgl. 
Ilcbr. •;, 4—0 ?) Λ7 — Κι f vgl. oben S. 50, 1—5 - 18 vgl. Matth. 5, 45 Kl 

8 supervenientem C* d' Ma supervenientis d"^ <: Pa \) spiritu sanctoj 
spB Ici G'^Pa 10 quidem < Pa 13 oo est habitus Pa 14 et^j si α 18 et•] 
+ ad JC'•'^'^'' 



50 Origenes 

gratiae eius operisque descripsimus. Porro autem nihil in trinitate iJan) 
maius minusve dicendum est, cum unus deitatis fons >verbo< ac ratione 
sua teneat universa, >spiritu vero oris sui< quae digna sunt sancti- 
ficatione sanctificet, sicut in psalmo scriptum est: »Verbo domini caeli 
δ firmati sunt, et spiritu oris eius omnis virtus eorum«. Est namque 
etiam dei patris quaedam inoperatio praecipua praeter illam, quam 
Omnibus ut essent naturaliter praestitit. Est et domini lesu Christi 
praecipuum quoddam ministerium in eos, quibus naturaliter ut ratio- 
nabiles sint confert, per quod ad hoc quod sunt praestatur eis ut bene 

10 sint. Est alia quoque etiam Spiritus sancti gratia, quae dignis praestatur, 
ministrata quidem per Christum, inoperata autem a patre secundum 
meritum eorum, qui capaces eius efficiuntur. Quod manifestissime in- 
dicat apostolus Paulus, unam eandemque virtutem trinitatis exponens 
in eo cum dicit: »Divisiones autem sunt donorum, | idem autem spiritus; 64 

lö et divisiones sunt ministeriorum, idem autem dominus; et divisiones 
sunt operationum, idem autem deus, qui operatur omnia in omnibus. 
Unicuique autem datur manifestatio spiritus secundum id quod expedit«. 
Ex quo manifestissime designatur quod nuUa est in trinitate discretio, 
sed hoc, quod >donum spiritus< dicitur, ministratur per filium et in- 

20 operatur per deum patrem. »Omnia autem operatur unus atque idem 
spiritus, dividens unicuique prout vult«. 

8. His igitur de unitate patris et filii ae spiritus sancti protestatis, 
redeamus nunc ad eum ordinem, quem disserere coeperamus. Deus Jan 
pater omnibus praestat ut sint, participatio vero Christi secundum id, 

1 Porro — δ eorura hält SchnitTier S. 49 Atim. * für eine Interpolation Rufins; 
vgl. auch Denis, De la phil. d'Ori(jene p. 431 Ä. 1 u. Loofs, Leitf. %. Stud. d. DG* 
S. 196; femer Oryj., In Num. hom. XII 1 (Lom. X 127). Jedenfalls besteht xwischen 
dem ersten Satx hier und dem griech. Frg. oben S. δδ, 4 — S. δβ, 8 ein Widerspruch. 

— 2—4 vgl. Gregor. Nyss., Quod non sint tres dei {ed. Morelli III 22 Ä, Migne SGr 
XLV Ι2δ C): άλλα näoa ενέργεια ή Ο^εύ&εν επί την κτίαιν διήκοναα και κατά τάς 
πολντρόπονς εννοίας ονομαζόμενη εκ πατρός άφορμαται καΙ δια τον νίον πρόεισι 
χαΐ iv τω πνενματι τω αγίω τελεωϋται. — 4 Psal. 32, 6 — 10—12 vgl. Orig. 
In Joh. II 10 (IV 6δ, 29: της είρημένης νλης των χαρισμάτων ενεργούμενης μεν, 
από τον Θ-εον, διακονονμένης δε νπύ τον χριστοί, [νφεατώσης δε κατά το αγιον 
πνενμα, es folgt Ι Kor. 12, 4-6) tmd oben Praef. 4, *?. 11, 7 f; Gap. 1, 3, S. 18, 20 ff 

— 14 I Kor. 12, 4—7 — 18 vgl. oben Z. 1 f — 20 l Kor. 12, 11 — 23— S. 61, 3 
vgl. oben Gap. 3, δ, Ν. δδ, 4 — δ6, 4 

5 namque < y 14 cum α dum γ \ autem < y 19 ministratur α 
manifestatur γ 



De principiis 1 Cap. 3, 7. 8 61 

quod verbum (vel ratio) est, facit ea esse rationabilia. Ex quo conse- Jan 
quens est ea vel laude digna esse vel culpa, quia et virtutis et malitiae 
sunt capacia. Propter hoc consequenter adest etiam gratia Spiritus 
sancti, ut ea quae substantialiter sancta non sunt, participatione ipsius 
5 sancta efficiantur. Cum ergo primo ut sint habeant ex deo patre, 
secundo ut rationabilia sint habeant ex yerbo, tertio ut sancta sint 
habeant ex spiritu sancto: rursum Christi secundum hoc, quod >iustitia< 
dei est, capacia efficiuntur ea, quae iam sanctificata ante fuerint per 
spiritum sanctum; et qui in hunc gradum proficere meruerint per 

10 sanctificationem Spiritus sancti, consequuntur nihilominus donum sa- 
pientiae secundum virtutem inoperationis spiritus dei. Et hoc puto 
Paulum dicere, cum ait quibusdam >sermonem dari sapientiae, aHis 
sermonem scientiae secundum eundem spiritum<. Et designans unam- 
quamque discretionem donorum, refert omnia ad universitatis fontem 

15 et dicit: »Divisiones sunt inoperationum, sed unus deus, qui operatur 
omnia in omnibus«. Unde et inoperatio patris, quae esse praestat 
Omnibus, clarior ac magnificentior invenitur, cum unusquisque per 
participationem Christi secundum id, quod >sapientia< est, et secundum 
id, quod scientia est et >sanctificatio< est, proficit et in altiores pro- 

20 fectuum gradus venit; et per hoc quod participatione spiritus sancti sancti- 

3—7 vgl. Orig., In Joh. Π 10 (IV 6δ, 18— 21j. XIII 36 (IV 261, 12—18) und 
Seeberg, Oogrmngesch. I 420 — 7 t<. 18 f vgl. I Kor. 1, 30 — 12 f vgl. I Κστ. 12, 8 
— 15 IKor. 12, 6 — \%l vgl. oben Cap. 2, 1—3 und Orig., In Joh. I 34 (IV 
44, 1: Τύ παραπλήσιον δε xal περί άγιασμον και άπολντρώσεως νοητ^ον αυτός 
μεν γαρ αγιασμός, υ&εν oc άγιοι αγιάζονται, ήμΐν ό Ίηαοΐς γεγένηται χαΐ 
άπολντρωαις• έκαστος δε ημών εκείνο) τω αγιασμω αγιάζεται) — 19fiF vgl. 
χ. Β. Orig., In Joh. ΧΤΧ 6 (IV 305, 17: καΐ τάχα γε ωσπερ κατά τόν ναόν άνα• 
βαθ^μοί τίνες ήσαν, δι' ών είστ^ει τις εις τα άγια των αγίων, όντως οι πάντες ΐ}μών 
άναβαθ-μοί ό μονογενής εατιν τον &εον• καΐ ωσπερ τών άναβαθ-μών ό μεν εστίν 
πρώτος επΙ τα κάτω, ό δε τούτον ανωτέρω, και οϊτως εφεξής μέχρι τον άνωτάτω. 
Οντως οι μεν πάντες είσΐν άναβα&μοί ό σωτήρ' ό δε οίον πρώτος κατωτέρω το 
avS -ρώπινον αντον). Π 18 (IV 76, 2 — 8). Ι 27 (IV 3δ, 4: και επεί έν τώ πατρί ονκ 
εστί γενέσθ-αι η πάρα τώ πατρΙ μ) φ9•άσαντα πρώτον κάτω9-εν άναβαΐνοντα επΙ 
την τον νιου Θ-εότητα, δι' ης τις χειραγωγη&ήναι δνναται και έπΙ τήν πατρικην 
μακαριότητα, Θ-νρα ό σωτίιρ άναγέγραπται) , In Num. hom. ΧΧΥΪΙ δ {I^m. Χ Sil f) 

2 eti < y 9 proficere meruerint] jirofecere Jan 10 consequuntur aJati 
consequentur γ 12 cvj dari sermonem Jati | aliis βσίαη, vgl. unten II Cap. 
1,S a. A.iiiii Αμ 15 dicat Jon | Divisiones] + enim Ja« | co inoper. sunt Ja« 



62 Origenes 

ficatus est quis, purior ac sincerior effectus, dignius recipit sapientiae Jan 
ac scientiae gratiam, ut depulsis omnibus expurgatisque pollutionis atque 
ignorantiae maculis, tantum profectum sinceritatis ac piiritatis accipiat. 
ut hoc quod accepit a deo ut esset tale sit, quäle deo dignum est 
δ [eo], qui ut esset pure utique praestitit ac perfecte; ut tarn dignum sit 
id quod est, quam est ille qui id esse fecit. Ita namque et virtutem 
semper esse atque in aeternum manere percipiet a deo is, qui talis 
est, qualem eum voluit esse ille qui fecit. Quod ut accidat et ut in- 
desinenter atque inseparabiliter adsint ei, qui est, ea, quae ab ipso 

10 facta sunt, sapientiae id opus est instruere atque erudire ea et ad 
perfectionem perducere ex spiritus sancti confirmatione atque indesi- 
nenti sanctificatione, per quam solam deum capere possunt. 

Ita ergo indesinenti erga nos opere patris et filii et spiritus sancti 
per singulos quosque profectuum gradus instaurato, yix si forte ali- 

15 quando intueri possumus sanctam et beatam vitam; in qua, cum post 
agones multos in eam perveniri potuerit, ita perdurare debemus, ut 
nuUa umquam nos boni illius satietas capiat, sed quanto magis de illa 
beatitudine percipimus, tanto magis in nobis vel dilatetur eins desi- 
derium vel augeatur, dum semper ardentius et capacius patrem et 

20 ülium ac spiritum sanctum vel capimus vel tenemus. Si autem ali- 

2f rrjl. Orig.^ In Joh. Frg. 54 lIV 528, 28 1 : χα&αίρει \scil. ό Ίησονς• δε την 
ιρνχην των ρνπααμάτο}ν, fjV αμαρτημάτων κατερρνηωσεν μολναμός χαΐ λογισμός 
ζοφώόης δνααεβονντων δοξασμάτων. — 6 f vgl. Huet, Origen., Π 2 qu. 7, 18 — 
8—15 vgl. Orig., De or. 25, 1. 2 (II 357, 3 ff. 358, 16: όδενομεν δε επΙ τήν τελει- 
ότητα), Εοώοτ1.39 (137, 2: «λλ« ποιονντες το Μλημα τον Θ-εον άξιοι γίνεσθ-ε τον 
εν γενέα^αι αμα νϊώ χαΐ πατρί χαΐ άγίω πνενματι κατά τίμ- τον αωτήρος ευχ^ν 
λίγοντος [Joh. 17, 21]), In Joh. XX 33 (IV 370, 20: τότε γενόμενοι εκ τον &εον 
καΐ τα ρήματα άκονονσιν αντον, ονκέτι απλονατερον πιστεύοντες μόνον άλ/.' ^δη 
και διορατικώτερον κατανοονντες τα τη:; Ο^εοαεβεία; πράγματα — 1δ f vgl. unten 
II [ Cap. 2—4 

1 dignius α Jan dignus y \ sapientiam Jan δ [eo] Koe nach M^<:<>>''' < Jan 
utique α α Jan itaque μ | cv3 utique pure Jan 9 adsint Αγ assistant β Jan 
11 perducere] - adducere Jati \ ex Del et L •< Jan 12 solam β solum ÄγJan 
deum < Jan 13 Ita] Hoc loc Ras.) G \ opera Jati 14 instaurata Jan | si 
<; Jan 16 f in qua ... in eam] in quam Ja7i 16 cvs multos agones Jan 
in eam γ in ea///// Α ad eam C ad eadem Β | perveniri potuerit] pervenire 
potuerimus Jan 18 percipiemus Jan 18 f cvj desiderium eins Ja7i 19 et^] ac 
Jan 20 ac] et Jan 20 f cvj satietas aliquando Jan 



1 



De principiis I Cap. 3, 8. Cap. 4. 1 63 

quando satietas cepit aliquem ex his, qui in summo perfectoque con- ι Janj 
stiterunt gradu. non arbitror quod ad subitum quis evacuetur ac decidat. 
sed paulatim et per partes defluere eum necesse est (ita ut fieri possit 
interdum. si brevis aliquis lapsus acciderit, ut cito resipiscat atque in 
5 se revertatur). non penitus ruere. sed revocare pedem et redire ad 
statum sumn ac rursum statuere posse id. quod per neglegentiam 
fuerat elapsum. 



[CAPUT QUARTUM 
De imminutione vel lapsu.j 

10 1. Ut autem istam deminutionem vel lapsum eorum, qui se negle- 

gentius egerint. ostendamus. etiam similitudine alicuius exempli uti 
non videtur absurdum. Igitur si sit aKquis qui peritia vel arte, verbi 
gratia geometriae aut medicinae. paulatim faerit inbutus usquequo per- 
venerit ad perfectum, multo scilicet tempore institutionibus atque exer- 

15 citiis semet ipsum informans. ut ad integrum supradictae artis assumeret 
disciplinam: huic numquam profecto accidere poterit, ut cum peritus 
dormierit. evigilet imperitus. Xon enim ea, quae per laesionem ali- 
quam vel debiUtatem accidunt. in medium adducere aut commemorare 
nunc convenit; neque enim similitudini propositae exemploque con- 

20 veniunt. Secundum id ergo, quod proposuimus. geometres ille vel 
medicus donec exercet se in meditationibus artis suae et rationabilibus 
institutis, perraanet apud | eum etiam scientia disciplinae ; si vero dissi- (J5 
mulet ab exercitiis et neglegat ab industria. paulatim per neglegentiam 
primo pauca excidunt, tum deinde etiam plura, et ita per multum 

25 tempus abeunt omnia in oblivionem, atque universa ex memoria penitus 
abolentur. Potest sane fieri, ut cum decidere ab initio coeperit et 
parva adhuc corrumpi neglegentia. si resuscitetur et citius in semet 
ipsum revertatur, reparet ea, quae adhuc nuper amissa sunt, et recolat 
ea, quae ab eo fuerant tenui adhuc abolitione sublata. Transferamus 

7 Mit elapsum mdif/t Anojiym. ad Jan. p. 53,. vf/l. oben S. 29, 12 — 8 f die 
Überschrift — uenn überhaupt von Riifin verfaßt — leitet keinen neuen Abschnitt 
ein, vgl. S.&i, 17 — S. 65, 4; Orig. spricht hier im allgemeinen "de natura ratiunabili' 
iS. 65, 4fl tind von den Wohltaten, die diese durch die Trinität erhält. 

1 cepit β ceperit Jan coepit Α capifc }' 1 f coastiterint α Jan 2 ac] atque 
Jan 4 si ^ ufc Α ut si yJan \ co lapsus aliquis Jan \ ut Α et ßyJan 
7 elapsum α Jan lapsum γ 13 f pervenerit α venerit γ 



64 Origenes 

nunc haec ad eos, qui dei se scientiae ac sapientiae dediderunt, cuius 
eruditio atque industria inconparabilibus omnes reliquas disciplinas 
supereminet modis, et secundum propositae simiKtudinis formam vel 
quae sit adsumptio scientiae, vel quae sit eins aboKtio contemplemur; 
5 maxime cum audiamus ab apostolo quod de perfectis dicitur, quia 
>facie ad faciem< gloriam domini >ex mysteriorum revelationibus< spe- 
culabuntur. *******-x-*****-)e•************ 

(Cunctas rationabiles creaturas incorporales et invisibiles, si negle- Hier 
10 gentiores fuerint, paulatim ad inferiora labi et iuxta qualitates locorum, 
ad quae defluunt, adsumere sibi corpora, verbi gratia primum aetherea, 
deinde aerea, cumque ad viciniam terrae pervenerint, crassioribus cor- 
poribus circumdari, novissime humanis carnibus alligari. ***** 
Grandis neglegentiae atque desidiae est, in tantum unumquemque de- 
15 fluere atque evacuari, ut ad vitia veniens inrationabilium iumentorum 
possit crasso corpore conligari.) 

2. Verum nos volentes divina in nos beneficia demonstrare, quae 

6 vgl. I Kor. 13, 12. Rom. 16, 25 — 7 hier fehlt m. E. die tveitere Aus- 
führung von: quae sit adsumptio scientiae und quae sit eius abolitio {Z. 4), die 
schon oben S. 62, 20 — S, 63, 7 begonnen war. Über den Inhalt des zweiten Punktes 
berichtet Hieron. e. Joh. Hieros. 16 {Migne SL XXIII 868, mit der Einführung ι 
an Origenis doctrina sit vera, qui dixit: cunctas etc.) und gibt daraus Ep. ad Avit. % 
{Migne SLXX{llQ<a\ nach den Worten: Cumque venisset ad rationabiles crea- 
turas et dixisset eas ρ e r neglegentiam ad terrena corpora esse dilapsas,^ 
etiam haec addidit) ein tcortlicfies Frg. (Grandis — conligari). Vielleicht gehört 
hierher atieh Hieron. c. Joh. Hieros. 19 {Migne SL XXIII 370: Docet Origenes 
per scalam Jacob [öen. 28, 12; vgl. hierzu Orig. c. Ce/s. "VI 21, 'Nikephoros-Catene 
I S4Q u. Philo, De somn. I 22, 133 ff p. 641 f M] paulatim rationabiles crea- 
turas ad ultimum gradum, id est ad carnem et sanguinem descendere 
etc., vgl. ebenda c. 17, 369) — 9—16 vgl. Piaton, Phaedr. c. 25 p. 24ß B—D, 
Karpokratianer bei Iren., Adv. haer. I 20, 2 (I 207 f Harvey : transmigrationes in 

Corpora cogantur iterum mitti in corpus), Orig. c. Gels. I 20. IV 40. 92r 

(I 71, 23. 313 f. 365, 8). VII 5 (II 156, 25) und P. Wendland, HeUenist. röm. Kultur, 
S. 116 f. 166 Α 3 — 15 f vgl. Phot., Cod. 117: τας λογικάς φναεις εις αλόγων 
είσχρίνεσθ^αι σώματα und unten Gap. 8, Α α. Ε. — 17 — S. 65, 2 vgl. Orig., In JoL• 
VI 33 (IV 142, 27: τό δια τον νδατος λοντρόν, .... ονδεν ήττον χαί χα9•' αϊτό- 
τω έμπαρέχοντι εαντύν τ^ &ειότητι της δυνάμεως των της ποοαχννητϊ/ς τριάδος: 
επιχλήσεών εατιν ή χαρισμάτων Ο^είων άρχ}] χαΐ πηγή) und oben Gap. 3, 5 

1 οο se dei γ 5 quia α quod γ 17 nos^ < α 



De principiis I Cap. -i, 1. 2. 3 65 

nobis per patrem et filium et spiritum sanctum praebentur. quae 
trinitas totius est sanctitatis fons, excessu quodam asi haec diximus 
et sermonem de anima quia inciderat, strictim licet, contingendum 
putavimus, vicinum utpote locum de natura rationabili disserentes. 
5 Opportuaius tarnen in loco proprio de omni rationabili natura, quae in 
tria genera speciesque distinguitur , deo nobis per lesum Christum et 
spiritum sanctum concedente, disputabimus. 

[De creaturis vel conditionibus.] 

3. Hanc ergo beatam et άρχικην, id est principatum omnium 

10 gerentem (δνναμιν) dicimus trinitatem. Hie est bonus deus et benignus 

omnium pater, simul et ευεργετική όύναμις et 07]μιονργίχη, id est 

bene faciendi virtus et creandi ac providendi. Quas virtutes dei ab- 

5 vgl. miten Cap. 5, 1 — 8 Der Abschnitt De creaturis vel conditionibus, 
nelcher nur in α erhalten und aus Ο in der Bihliotheca Gasinensis tom. V p. 143 f 
abgedruckt, in γ aber wohl absichtlich getilgt ist und in den früheren Ausgaben 
fehlt, gehört wie der vorige De iruminutione vel lapsu im griech. Original noch zu 
Cap. 4, rgl. unten Gap. 5, 1 a. A. {S. 68, 19 ff) U7id die Einleit. Β l 2 — 9 «m 
άρχικήν vgl. Orig., In Matth. XV 31 (Lom. III 393: τ« κάτο} τής αρχικής τριάδος). 
In Joh. Χ 18 (IV 189, 2: των κορνφαιοτάτων καΐ αρχικών δογμάτων) — 10 vgl. 
den Anonym, bei P/iot., Cod. 117: (Ongenes) την των προαώπων τριάδα . . . πα- 
ραατήααι — 11 vgl. Orig. c. Gels. V Ιδ (Π 16, 19: «λλ' ώς Q^eöv είεργ^την των 
χρ^ζόντιον . . .), In Sam. Ι Frg. 4 (ΙΠ 29δ. 26: inl 6s d -εοϋ χειρ μεν το δημιονρ- 
γικόν), In Joh. Frg. 1 (IV 48δ, 8: ήΟ^έληαεν ονν άναλαβεΐν αντη ?) αοφϊα αχέσιν 
δημιονργικήν προς τά εαόμενα καΐ τοντό εατι το δηλονμενον δια τοϋ >εκτΙα9•αι< 
αντί/ν >άρχ}}ν οδών τοϋ &εοΰ< {cgi. Prov. 8, 22), καΟ•^ ας όδονς διαπορείετια ουσιών 
διακύαμιον προνοονμενος, ευεργετών, χαριζόμενος έν ταντ^ τζ σοφία κτισΟ^είατ^ 

προς τά δημιουργήματα ύ δημιουργικός λόγος) und Anathefti. VI der Const. 

Syn. a. Ö43 {Hahn, Bibl, d. Symb.^ S. 228: «λλ' ο νους, ov φααι δημιουργικόν, 
προϋπάρχων τον κόαμου και το είναι αυτω τω κόσμο) παρέχων) — 12 — S. 66, 14 
vgl. Method. bei Photins, Cod. 285 ρ. 302 a, 30 5. [bei Bomcetsch , Method. v. Ol. 
N. 341), der folgendes Fragment des Origenes citiert: υτι ό^Ω,ριγένης, δν Κένταυρον 
καλεί, έλεγε σνναΐδιον είναι τώ μόνω σοψώ καΐ άπροαδεεΐ &εώ το πάν. εψασκε 
γάρ' Ει ουκ εστί δημιουργός άνευ δημιουργημάτων ή ποιητ>ις ανεν ποιημάτων 
ούδε τιμντοκράτωρ ανεν τών κρατουμένων [τόν γαρ δημιονργόν δια τά δημιονρ- 

9 άρχικήν] archiceu β archien Α 10 δΐναμιν Koe, vgl. witen S. 81, 4 

et Α ac β 11 euergetiee AC inergice Β \ dynamis α | demiurgice /9 de- 

miurgite Α 

Origenes V. 5 



66 Origenes 

surdum simul et impium est putare vel ad niomentum aliquod ali- 
quando faisse otiosas. InKcitum namque est vel leviter suspicari 
has virtutes, quibus principaliter sicut dignum est intellegitur deus, 
cessasse aliquando ab operibus sibi dignis et fuisse immobiles. 

5 Neque euim extrinsecas inpeditas eas esse putandum est, quae in 
deo sunt, immo quae deus sunt, neque rursum, cum nihil obsisteret, 
vel piguisse eas agere et operari quae se digna erant vel dissimu- 
lasse credendum est. Et ideo nullum prorsus momentum sentiri 
potest, quo non virtus illa benefica bene fecerit. Unde consequens 

10 est fuisse semper quibus bene faceret, conditionibus videlicet vel 
creaturis suis, et bene faciens ordine et merito in bis sua beneficia 
virtute providentiae dispensaret. Et per hoc consequens videtur 
quod neque conditor neque beneficus neque providens deus aKquando 
non fuerit. 

15 4. Sed rursum in hoc humana intellegentia hebetatur atque con- 

γήματα ανάγκη καΐ τον ποιητί^ν δια. τα ποιήματα και τον παντοκράτορα δια τα 
κρατούμενα λέγεσ&αι), ανάγκη εξ αρχής αντά νπό τον &εον γεγεν?~]α{^αι, και μή 
είναι χρόνον οτε ονκ ήν ταντα. ει γαρ ήν χρόνος, οτε ονκ ήν τα ποιήματα, επει 
των ποιημάτων μ}] όντων ονδε ποιητής εστίν, ορα οίον άσεβες άκο?.ονθ•εΐ. άλ).α 
και άλλοιονσΟ^αι και μεταβάλλειν τον ατρεπτον και άναλλοίωτον σνμβήσεται θ-εόν. 
εΐ γαρ ύστερον πεποίηκε το παν, δήλον οτι από τον μ}ι ποιεΐν εις το ποιεΐν μετέ- 
βαλε' τοντο δε άτοπον μετά των προειρημένων' ονκ αρα δννατον λέγειν μή είναι 
άναρχον καΐ ανναΐδιον τω ϋ-εω το παν. Vgl. oben Gap. 2, 2. 3. 9. 10 {besonders 
S. 41, 11—42, 20), unten III Gap. 5, 3 

12 — 14 fffl. die Behandlung desselben Problems bei Augustin, De civ. Dei 
XU 16 (15): (An ut Deus semper etiam dominus fuisse intellegatur, credendum 
sit creaturam quoque numquam defuisse cui dominaretur, et quo modo dicatur 
semper creatum quod dici non potest coaeternum) . . . Quapropter si Deus semper 
dominus fuit, semper habuit creaturam suo dominatui servientem; verum tameu 
non de ipso genitam, sed ab ipso de nihilo factam nee ei coaeternam; erat quippe 
ante illam, quamvis nuUo tempore sine illa, non eam spatio transcurrente, sed 
manente perpetuitate praecedens. Sed hoc si respondero eis qui requirunt, quo 
modo semper creator, semper dominus fuit, si creatura serviens non semper fuit, 
aut quo modo creata est et non potius creatori coaeterna est, si semper fuit: 
vereor ne facilius iudicer adfirmare quod nescio, quam docei'e quod scio. Ähnlich 
ebenda XI 5. 6 

a 

1 c>o est simul et impium Β 2 otiosis A^ odiosas G 4 cessasse β ces- 

sare Α 11 et^ < J. 



De principiis I Cap. 4, 3. 4. δ 67 

stringitur, quomodo possit intellegi semper ex quo deus est fuisse etiam 
creaturas et sine initio, ut ita dixerim, substitisse eas, quae utique 
sine dubio creatae esse atque a deo factae credendae sunt. Cum ergo 
haec inter se humauarum cogitationum atque intellectuum pugna sit, 

5 rationibus utrubique validissimis occurrentibus ac repugnantibus et 
contemplantis sensum in partem suam quamque torquentibus, nobis 
pro exiguo ac brevissimo sensus nostri captu illud occurrit, quod sine 
omni pietatis periculo confitendum est: deum quidem patrem semper 
fuisse, semper habentem unigenitum filium, qui simul et sapientia 

10 secundum ea, quae supra exposuimus, appellatur. Haec ergo ipsa est 
sapientia, cui semper >adgaudebat< deus >orbe perfecto<, ut per hoc etiam 
semper laetari intellegatur deus. In hac igitur sapientia, quae semper 
erat cum patre, descripta semper inerat ac formata conditio, et num- 
quam erat quando eorum, quae futura erant, praefiguratio apud sapieu- 

15 tiam non erat. 

δ. Et hoc modo fortassis pro nostra infirmitate pium aliquid 
de deo sentire videbimur, ut neque ingenitas et coaeternas deo 
creaturas dicamus, neque rursum cum nihil boni prius egerit 
deus, in id ut ageret esse conversum; cum verus sit ille sermo, 

20 qui scriptus est quia »omnia in sapientia fecisti«. Et si utique >in 
2f rgl. Orig., In Joh. I 17 (IV 22, 15): ^μΐν τοις πειΘ-ομένοις οτι ig ονκ υν• 
των τα υντα εποίησεν ό θ-εός. — 8 f vgl. oben Gap. 2, 10 — 9 f vgl. oben Gap. 
2, 2. 3 — 11 f rgl. Fror. 8, 30 f (Ephes. 3, 10 f); Orig., In Joh. I 9 (IV 14, 26: 
TL δε δει περί σοφίας λέγειν, ήν »εκτισεν ό 0•ευς άρχην οδών αντον εις έργα αν- 
τοϋ«, ί/ >προσι'χαιρεν.: υ πατήρ αντής, ενενφραινόμενος τω >πολνποιχΙλω< νοητω 
κάλλει αντής) und Method., Περί τον αντεξονσίον Cap. XXII 9 (S. Qli ed. Bonnetsch: 
εγώ δε και πριν δημιονργόν γενεο9-αι τυν &εον τον κόαμον τονδε, έψ^ οις εμελλεν 
ποιεΐν τέρπεαΘ-αι λέγω' ονδε γαρ ηργει ονδέποτε, τώ λογιαμω άνατνπονμενος έν 
εαντω το κάλλος αντον της τέχνης . . . τύ έργον αντής ανωθ-εν τή δννάμει φέ- 
ροντος) — 12 f vgl. Orig., In Joh. Frg. 1 (IV 484, 17: εν άρχ^ τών ορατών τε 
καΐ αοράτων κτισμάτων ην ο λόγος, πύντυ}ν αντών ών αρχή τε και ποιητής' εν 
Χριστώ γαρ «εκτίσθ-η τα πάντα«), c Gels. II 9 (Ι 13ΰ, 1: τούτω γάρ φαμεν έν τζ 
κατά Μωϊαέα κοσμοποιΐα προστάττοντα τον πατέρα είρηκέναι τό' 'γενηθ-ήτω φώς« 
.... προσταχ&έντα δε τον λόγον πεποιηκέναι πάντα, οσα ό πατήρ αντώ ένετεί- 
λατο) — 19 flf vgl. Orosius, De errore Priscill. et Origenist. {Augustin, ed. Ben. 
tom. VIII Col. 432 G: omnia aniequam facta apparerent, semper in Dei sapientia 
facta mansisse . . . »Deus enim quaecuuique fecit faciendo non coepit«, s. S. 68, 14f ) 
20 Psal. 103, 24 

3 creata G \ credenda A^ 4 haec] häe A^ 10 ipsa AG ipse Β 13 ac 
praoformata Koe, s. S. 30, 5. 11. GS, 2 

5* 



ßg Origenes 

sapientia omnia< facta sunt, cum sapientia semper fuerit, secundum 
praefigurationem et praeformationem semper erant >in sapientia< 
ea, quae protinus etiam substantialiter facta sunt. Et hoc opinor 
Salomonem sentientem vel intellegentem dicere in Ecclesiaste: »quid 

5 est quod factum est? hoc ipsum quod futurum est; et quid est 
quod creatum est? hoc ipsum quod creandum est. Et nihil recens 
sub sole. Si quis quid loquetur et dicet: ecce novum est hoc, iam 
fuit id in saecuKs, quae fuerunt ante nos«. Si ergo singula, quae >sub 
sole< sunt, fuerunt iam in illis >saeculis, quae fuerunt ante nos<, cum 

10 »nihil recens sit sub sole<, πάντα τα γένη και τα είδη αεί ην, άλλο;; 
δέ τις ερεΐ καΐ το καϋ^ εν άρι&μφ• πλην εχατέρως δηλοΰται οτι ουκ 
ηρξατο 6 &ε6ς δημιονργεϊν άργηΟας ποτέ. [sine dubio omhia vel 
genera vel species fuerunt semper, et fortassis etiam per singula. 
Verum tarnen omnimodo hoc est, quod ostenditur, quod non deus 

15 conditor aliquando esse coeperit, cum ante non fuerit.] 



d'. Περί λογί'λών φνοειον. 

CAPUT QUINTUM 

De rationabilibus naturis. 

1. Post eam dissertionem, quam de patre et iilio et spiritu sancto, 

20 quantum valuimus, breviter digessimus, consequens est etiam de naturis 

rationabilibus ac de speciebus earum et ordinibus vel officiis tarn 

sanctarum quam etiam malignarum virtutum, sed et de his, qui inter 

4 Pred. Sal. 1, 9. 10, rcjl. unten III Gap. δ, 3 dasselbe Gitat in teilweise anderer 
Form — 10—12 Frr/. 10 (3 Eed. = Z. 12 sine dubio — 15 non fuerit Fuf.) bei 
Justinian, Ep. ad Mennani (Mansi IX 528, rgl. 489 D: πάντα τα γένη και τα είδη 
ανναΐδιά εατι τω ^fw); rgl. Philos Schrift über die Vorsehung ed. Wendland S. Α f 
und oben Gap. 2, 2. 3. 10 — 16 Zu der griech. Überschrift {bei Phot., Cod. ΛΊΙΙ 
p. 4a B.) vgl. oben S. IG und unten Gap. 7, 1 — 20—22 vgl. Or>g., In Joh. I 31 
αν 38, 17—30) 

10 f άλλος δι τις] αλλ' ον δή τις Mansi α. Ε. ηοη ita de singularibus diffe- 
rentibus numero dixerifc quispiam rers. lat. 11 άριθ^μώ Eoe άριθ^μον God. Ath. 
Mansi; rgl. unten II Gap. 9, 1: quod praedefinito aliquo apud se numero eas {seil. 
creaturas] fecit ... | δηλοννται Mansi i. T. δηλοΰται Mansi a. P. declarantur 
vers. lat. ostenditur Puf. 20 quantum Merlin Del quam L 



De principiis I Cap. 4, δ. Cap. 5, 1 ß9 

has id est bonas et malas medii quidam sunt et adhuc in agone atque 
in certamine positi, pauca disserere. Quam plurima nomina in sanctis 
seripturis invenimus ordinum quorundam atque officiorum tarn sancto- 
rum quam etiam contrariorum , quae nomina prius proponentes, tum 
5 deinde quid sibi velit eorum significatio, pro viribus nostris discutere 
pertemptabimus. 

Sunt quidam saucti angeli dei. quos Paulus >ministeriales spiritus< 
appellat >ad ministerium destinatos propter eos, qui hereditatem capient 
in salutem<. Apud ipsum quoque sanctum Paulum invenimus, nescio 

10 unde sumentem, eognominantem tamen quasdam >sedes et dominationes 
et principatus et potestates<, et post enumerationem herum velut alia 
adhuc quaedam rationabilia officia atque ordines esse sentiens praeter 
eos, quos supra dixerat, ait de salvatore: »Qui est super omnem princi- 
patum et potestatem et virtutem et dominationem et omne nomen, 

15 quod nominatur non solum in hoc saeculo sed etiam in futuro<. Ex 
quo videlicet ostendit esse quaedam praeter haec, quae commemoravit, 
quae >nominentur quidem in hoc saeculo<, non tamen ab ipso enumerata 
nunc fuerint, forte nee ab alio aliquo intellecta; esse vero alia, quae 
>in hoc quidem saeculo< non >nominentur<, Λη futuro< tamen nomina- 

20 buntur. 

7 fif XU den folfienden Ausführungen bis Ende des Gap. V vgl. Phot., Bibl. 
Cod. 8 7^. 3b. 4a ß.: ihyst 6ε και Άλλα παραλογώτατα και δνσσεβείας πλήρη• μετ- 
εμψυχώσεις τε γαρ /.ηρωδεΐ και εμψίχονς τονς αστέρας και έτερα τοί>τοις παρα- 
πλήσια und Hieron. c. Joh. Hieros. c. 17 {Migne SL XXIII 369 j: In libris enim 
περί άρχων et angelos et thronos et dominationes, potestates et reetores mundi 
et tenebranim et »omne nomen, quod nominatur non solum in praesenti saeculo 
sed in futuro« (Ep/ies. 1, 21), dicit animas esse eorum corporum, quae vel desiderio 
vel ministerio susceperint. — 7 — i) vgl. Hebr. 1, 14 — 9 f hierzu scheint ein 
Citat des Äntipater v. Bostra, Adv. Orir/. {bei Joh. Dam., Sacra Par. ed. Le Qnien II 
769 E: πόθ-εν λαβών [seil. Παν?.ος] διάφορα καταριΟ-μεΐ τάγματα των ουρανίων 
δυνάμεων) χιι gehören — 10 f vgl. ΚοΙ. 1, 16 — 13 Ephes. 1, 21 — 15 — 20 vgl. 
Orig., In Joh. I 31 (IV 38, 19: δια δε το »''Υπέρ πάν όνομα υνομαζόμενον ον μό- 
νον iv τούτω τω αίώνι άλλα και έν τω μέλί.οντι* και άλλα παρά ταϋτα ον πάνυ 
σννήβ-ως ημΤν ονομαζόμενα δει πιστενειν είναι λογικά, .... και επι πάσι &νητόν 
λογικον υ ύν&ρωποςΐ Α7 nrgleicht auch Orig., In EphfS. 1, 21 {Cat. ed. Gramer 
VI 133) 

2 nomina α namque γ 6 pertemptabimus AG pertemtabimus Μ tempta- 
bimus temtabimus Β 12 officia < γ 



70 Origenes 

[De contrariis virtutibus.] 

2. Tum deinde sciendum est quia omne quod rationabile est et 
rationis terminos statutaque declinat, sine dubio per praeΛ^aricationem 
recti iustique efficitur in peccato. Est ergo omnis creatura rationabilis 

δ laudis et culpae capax; laudis, si secundum rationem, quam in se habet, 
ad meliora proficiat, culpae, si rationem recti tenoremque declinet; 
propter quod recte etiam poenis ac suppliciis subiacet. Quod etiam de 
ipso diabolo et bis, qui cum ipso sunt et dicuntur eins angeli, sentien- 
dum est. Exponendae tarnen sunt etiam appellationes eorum, ut 

10 sciamus, quae sint ista de quibus nobis sermo movendus est. 

Diaboli igitur nomen et Satanae et maligni in multis scripturae 
locis designatur, qui et inimicus dei esse describitur. Necnon et qui- 
dam >angeli diaboli< nominantur, sed et >princeps mundi huius<, qui 
utrum ipse sit diabolus an alius quis, nondum manifeste declaratum 

15 est. >Principes< quoque >huius mundi< quidam dicuntur >sapientiam< 
quandam habentes quae >destruetur<; sed utrum ipsi sint isti >principes<, 
qui et iUi sunt >principatus, adversum quos nobis est conluctatio<, an 
alii sint, non facile mihi ab aliquo pronuntiandum yidetur. Post >prin- 
cipatus< autem etiam >potestates< quaedam nominantur, >adversum quas 

20 conluctatio nobis est< et agon geritur, sed et >adyersus principes mundi 
huius< et >rectores tenebrarum harum<; quaedam etiam >spiritalia mali- 
tiae in caelestibus< ab ipso Paulo nominantur. Quid autem dicendum 
est etiam de >spiritibus malignis< et de >daemonibus inmundis<, qui in 
evangeliis nominantur? Tum | deinde appellantur etiam quaedam simili 

25 nomine >caelestia<, sed quae dicuntur >genu flectere vel esse flexura in 
nomine lesu<, sed et >terrestria et iDferna<, quae per ordinem Paulus 
enumerat. 

In eo sane loco, in quo de rationabiKbus naturis disserimus, reti- 

2—7 vrjl. Philo, De opif. m. 24 p. 17 M. (S. 25 ed. Cohn); Justin, Apol. 143. 
Π 7. 8; Earnack, Dogmenr/esch. I* 675 f und Oeffcken, Zwei (/riech. Apol. S. 102 f 
— 7 f u. 12 f vr/l. Matth. 25, 41. Apok. Joh. 12, 7 ff — 11— S. 71, 9 vgl. Hieron., Gomm. 
in Exech. 28, 1—10 ij). 328), wo lermutlieh Orig. xu Grunde liegt. Kl — 11 vgl. 
%. B. Apok. Joh. 12, 9. 20, 2. 10. Matth. 13, 19 — 12 rgl. Matth. 13, 39 — 13 rgl. 
Joh. 12,31. 14,30. IG, 11 — 15 f vgl. I Kor. 2, 6 — 17—22 rgl. Ephes. 6, 12 
{I Kor. 2, 6. 8. Kol 1, 16) — 23 vgl. x. B. Luk. 7, 21. 4, 33 — 25—27 tgl. Phil. 2, 10 

2 vor Tum Rubrimi : De contrariis virtutibus L, doch vgl. Z. 28 8 «^ angeli 
eius γ 10 nobis < / 12 f oo et angeli quidam γ 17 adversus γ 23 spi- 
ritibus AB spiritalibus Cy \ qui Α quae ßy 



De principiis I Cap. δ, 2. 3 71 

cere non convenit ne de nobis quideni hominibus, qui utique et ipsi 
>rationabile esse animal< dicimar; sed ne illud quidem otiose praetere- 
undum est, quod etiam de nobis ipsis hominibus diΛ^ersi quidam ordines 
nominantur, cum dicitur »pars domini« »populus eins lacob, funiculus 

δ hereditatis eins Israhel« , pars autem angelorum dicuntur ceterae 
nationes, quoniam quidem »cum divideret excelsus gentes et dispergeret 
filios Adam, statuit fines gentium secundum numerum angelorum dei«. 
Et ideo simul cum ceteris rationabilibus naturis etiam humanae animae 
ratio pervidenda est. 

lu 3. Igitur tot et tantis ordinum ofliciorumque nominibus cogno- 

minatis, quibus eertum est subesse substantias, requirendum est, utrum 
conditor et creator omnium deus quosdam quidem ex bis ita sanetos 
fecerit ac beatos, ut nihil possint recipere omnino contrarium, et quos- 
dam ita fecerit, ut possint tam virtutis quam malitiae effici capaces; 

15 aut si putandum est quod alios ita fecerit, ut omnino incapaces sint 
ad virtutem, et alios malitiam quidem nequaquam posse recipere, 
solummodo autem posse in beatitudine permanere, alios vero tales, 
qui possint utraque recipere, üt autem etiam ex ipsis nominibus prima 
nobis inquisitio moveatur, consideremus si >sancti angeli<, ex quo sunt, 

20 semper sancti fuerunt et sancti sunt sanctique erunt, et neque rece- 
perunt umquam neque recipere poterunt peccati locum. Tum deinde 
etiam hi, qui sancti >principatus< appellantur, consideremus si statim 
ut creati a deo sunt, principatum exercere coeperunt in aliquos, qui 
eis essent subiecti, et illos tales creatos et ad hoc factos, ut essent 

25 subditi et subiecti. Simiüter autem et >potestates< quae appellantur 
utrum tales et in hoc ipsum creatae sunt, ut exercerent potestatem, an 
meritum aKquod istud est et praemium virtutis, per quod ad potestatem 
istam dignitatemque venerunt. Necnon et hi, qui >throni< (vel sedes) 
appellantur, an istam beatitudinis sedem stabilitatemque simul cum 

30 substantiae suae prolatione meruerint, ut ex voluntate sola hoc possi- 
deant creatoris; vel quae appellantur >dominationes< hoc. quod domi- 

2 vgl. Orig. c. Gels. VIII 69 (II 28G, 1δ: χαίρει γαρ ανμφωνία των λογίχών ζωών 
υ &εός), In Joh. XX 28 (IV 364, 32: άμήγανον είναι λογικόν τι τνγχάνον ζώον 
περί πάντων ψενδοδοξεΐν) — 4 μ. 6 Deut. 32, 9. 8 — 10 ff vgl. Mayor, Clement 
of Alex. Mise. VI! Notes p. 210, 4 und Huet, Origen. II 2 qu. 7, 2. qu. 5, 11 — 
19 rgl. %. B. Mark. 8, 38 Kl — 22 ff vgl. Kol. 1, 16 

2 oo animal esse γ δ autem <. γ 20 neque α numquam γ 21 um- 
quam < α Ι recipere /possunt auf» poterunt Koe \ poterunt « potucrunt γ 
23 principatum] + a deo γ 



72 Origenes 

nantur, non per profectus sui meritum eis fuerit additum, sed con- 
ditionis praerogativa donatiim sit et ideo sit ab eis inseparabile quo- 
dammodo ac naturale. 

Quod utique si ita recipiamus, ut putentur sancti angeli et sanctae 

δ potestates et beatae sedes gloriosaeque virtutes et magnificae domi- 
nationes substantialiter potestates istas ac dignitates et glorias possi- 
dere: consequens sine dubio videbitur etiam ea, quae in contrariis 
officiis nominata sunt, ad hunc modum intellegi debere; ita ut princi- 
patus illi, >adversum quos est nobis conluctatio<, illud ipsum obluctans 

10 ac resistens omni bono propositum non postmodum recepisse declinantes 
a bono per arbitrii libertatem putentur, sed cum ipsis simul substantia- 
Kter extitisse; similiter etiam potestates et virtutes, nee esse in eis 
iuniorem substantia sua posterioremque malitiam; ilKs quoque, quos 
>mundi tenebrarum rectores et principes< appellavit, hoc quod princi- 

15 pantur et obtinent tenebras, non ex perversitate propositi, sed ex con- 
ditionis necessitate descendere. Eadem quoque etiam de >spiritalibus 
nequitiae< et de >spiritibus malignis< et >daemonibus inmundis< conse- 
quentiae ipsius ratio coget intellegi. 

Quodsi haec ita de malis contrariisque virtutibus intellegi videtur 

20 absurdum, sicut certe absurdum est, ut causa malitiae ipsarum, remota 
ab arbitrii sui proposito, conditori earum necessario adscribatur: quo- 
modo non etiam de bonis sanctisque virtutibus cogimur similia con- 
fiteri, id est quia non substantiale sit in ipsis bonum, quod utique in 
solo Christo et in spiritu sancto evidenter ostendimus, sine dubio uti- 

2ö que et in patre. Non enim trinitatis natura habere aliquid con- 

8 f. 14. 16 f vgl. Ephes. 6, 12 — 17 vgl. oben 5.70,23 — 19—8.73,6 
Tfjl. Theoi)hil. Alex., Ep. pasch. Π 12 (= Ep. XCVIII bei Hieron., Migne SL XXII 800: 
quod Principatus, Potestates, Forfcitudines, Thrones ac Dominationes non ab initio 
in boc conditas refert [seil. Orig.j, sed post creationem sui aliquo honore dignas 
iactas, et aliis suis [sui Wey] similibus propter neglegentiam ad inferiora delapsis, 
has inclytis nominibus appellatas, und ebenda p. 801 ga?}x ähnlich); ferner Ruf. 
Palaest., De fide 22 (Migne HL XXI 1184) — 23—25 rgl. Orig. c. Gels. VI 44 
(II 114,18: oi γαρ οΙόν τ' ήν ομοίως είναι τω οναιωδώς άγα&ώ άγα&όν το κατά 
ονμβέβηκός καΐ έξ έπιγενήματος άγα&όν), oben Gap. 2, 13 taid unten Gap. 6, 2 
— 25 f vgl. oben S. 85, 10 ff. 60, 1 ff 

6 et < y i^gloriasque 3iifw/•) 7 consequens α consequenter γ 9 illud Merlin 
Del illum L \ obluctans Merlin Del obluctantem βγ conluctantem Ä 10 resistens 
Merlin Del resistentem L 11 simul] + videatur β 13 Ulis β Uli Αγ 17 spi- 
ritibus (s. oben S. 70, 23) ABS spiritalibus GμAb 19 malis α malignis γ 23 non 
Acorr < βγ 



De principiis I Cap. 5, 3. 4 73 

positionis ostensa est, ut haec ei consequenter videantur accidere. 
ünde superest ut in omni creatura sui operis suorumque motuum fuerit 
quod virtutes istae, quae vel principatum agere in aliis vel potestatem 
exercere vel dominationem videntur, ex merito, et non per couditionis 
5 praerogativam praelatae sint et superpositae his, quibus praeesse vel 
bis, in quos potestatem exercere dicuntur. 

4. Sed ne de tantis ac tarn difficilibus rebus consequentiae solius 
ratio ne invitati videamur asserere atque ex coniecturis tantummodo 
in assensum cogere auditores, videamus si quas etiam de scripturis 

10 sanctis possimus assertiones assumere, quarum auctoritate haec credi- 
biKus adstruantur. Et primo quidem de malis virtutibus quid sancta 
scriptura contineat, proferemus; tum deinde etiam de ceteris investi- 67 
gabimus, secundum quod dominus nos fuerit inluminare dignatus, ut 
in rebus tarn difficiHbus quid magis veritati sit proximum, vel quid 

15 secundum pietatis regulam opinandum sit, consequamur. 

Invenimus namque in Hiezechihel propbeta duas quasdam prophetias 
scriptas esse ad principem Tyri, quarum prima fortasse videatur alicui, 
antequam audiat et secundam, dici de homine aliquo, qui prineeps 
fuerit Tyriorum. Et ideo nunc Interim nihil ex prima illa sumemus; 

20 secunda vero quoniam evidentissime talis est, ut nihil prorsus de 
homine, sed de virtute aliqua superiore intellegi debeat, quae delapsa 
fuerit a superioribus et in inferiora ac deteriora deiecta, ex ipsa defere- 
raus exemplum, ex quo manifestissime demonstretur contrarias istas 
maUgnasque virtutes non natura tales esse conditas vel creatas, sed de 

20 raeKoribus venisse in peius atque in deterius esse conversas; beatas 
quoque illas virtutes non esse taHs naturae, quae contrarium recipere 
non possit, si velit ac neglegat et status sui beatitudinem non omni 

3 f v(/l. Orig., In Jesu Nave hom. XXIII 3 [Lom. XI 196) — 6 hinter di- 
cuntur nimmt Schnitxer S. 56 f eine Lücke an, die ich schon S. 64, 7 ansetze — 
14rf rgl. unten III Gap. 1, 7. Cap. 5, 3. IV Cap. 3, 14 (26) und Kattenbuseh, Das 
apost. Symbol II 143. 145 Λ. 17 — 16 Exech. c. 26. 28 — 21— S. 74, 1 rgl. 
unten III Cap. 2 und Orig., In Num. hojn. X 1 {Lom. X 93— 96j, Ep. ad Rom. V 10 
[Lom. VI 408: ita potest fieri ut, in quoeunque statu fuerit anima et in quacun- 
que perfectione virtutum, quoniam virtus mutabilis est, lapsum possit incurrere, 
ut sicut a vitiis ad virtutem, ita et a virtutibus inclinetur ad vitia). 

1 eiZi}' et ^1 C 7 f consequentia solius rationis Α 9 quas α quidy 10 pos- 
simus Jl possumus βγ \ assertiones α adsertiones "//' ü/' adsertionis Ga 19 su- 
memus α sumamus γ 24 natura tales] naturales Cy 27 si velit ac neglegat] si 
forte se neglegat β \ ac] aut Koe 



74 Origenes 

cautela custodiat. Si enim is, qui dicitur >princeps Tyri<, refertur quia 
inter >sarLctos< erat et >inmaculatus< erat et in >paradiso dei< constitutus, 
>corona quoque decoris ac pulchritudinis exornatus<, is, inquam, qui 
talis erat, quomodo inferior aliquo sanctorum fuisse putandus est? 
δ >Corona enim decoris ac pulchritudinis< ipse fuisse et in >paradiso dei< 
>inmaculatus< ambulasse describitur; et quomodo ab aliquo putari potest 
quod iste talis non unus fuerit de illis sanctis beatisque virtutibus, 
quas utique in beatitudine positas , non alio quam tali honore prae- 
ditas esse credendum est? 

10 Sed videamus tandem, quid etiam ipsa prophetiae verba nos do- 

ceant. » Et factus est « iuquit » sermo domini ad me , dicens : Fili 
hominis, accipe lamentum super principem Tyri et die ei: Haec dicit 
dominus deus: Tu signaculum similitudinis et Corona decoris in deliciis 
paradisi dei fuisti; omni lapide vel gemma bona exornatus es, et in- 

15 dutus sardio et topazio et smaragdo et carbunculo et sapphiro et 
iaspide, argento et auro insertis, et achate et amethysto et chrysolito 
et beryllo et onychino; auro quoque replesti thesauros tuos et promp- 
tuaria tua in temet ipso. Ex qua die creatus es (tu) cum Cherubin, 
posui te in monte sancto dei. Fuisti in medio lapidum igneorum, 

20 fuisti inmaculatus tu in diebus tuis, ex qua die creatus es tu, donec cum 
inventae sunt iniquitates in te; ex multitudine negotiationis tuae replesti 
promptuaria tua iniquitate et peccasti et vulneratus es a monte dei. 
Et eiecit te Cherub de medio lapidum igneorum; elatum est cor tuum 
in decore tuo, corrupta est disciplina tua cum pulchritudine tua; propter 

25 multitudinem peccatorum tuorum in terram proieci te coram regibus; 
dedi te in ostentationem atque inlusionem propter multitudinem pecca- 
torum tuorum et iniquitatum tuarum: ex negotiatione tua poUuisti sancta 
tua. Et educam ignem de medio tui, et comedet te, et dabo te in cinerem 
ac favillam super terram in conspectu omnium videntium te; et omnes, 

11 Exech. 28, 11—19; vgl. hierxu Orig., In Exech. (28, 12. 13) hom. XIII {Lom. 
XIV 160—174) [und Hieron., Comm. in Exech. 28, 11—19, p. 332. 334. 335. A7] 

3 iuquam <. γ 8f praeditas] praedicatas μ praedictas Ab 14 vel gemma 
ivohl %ur Erklärung von Rufin hinzugefügt, vgl. oben S. 39, lö 15 topazio] to- 
padio Α topatio GS \ zmaragdo AB \ saphyro Α Ab sapphyro Β saphiro CS 
16 liaspide Α J insertis] xal λιγνριον LXX | amoetysto Α amathusto GM* ame- 
thisto GM^corr 17 berillo Ασ byrillo G beruUio μ \ onichino AG ο onichyno G 
18 (tu) Koe, vgl. miten S. 75, δ ii. av LXX-HSS 20 tu'] tui Α 20 donec cum] 
donec ßGa, dock vgl. itog ov LXX-HSS 23 eieci ASi^crr | cenib AM* 
■ igneorum α ignitorum γ 27 iniquitatium Β μ 



De principiis I Cap. 5, 4. δ 75 

qui sciebant te in gentibus, maerebunt super te. Perditio efFectus es, 
et non subsistes ultra in aeternum tempus«. 

Haec cum ita dicta sint, quis est qui audiens: »Tu signaculum 
similitudinis et Corona decoris in delicüs paradisi dei fuisti« vel audiens 

δ quod »ex quo creatus es tu cum Cherubin, posui te in monte sancto 
dei« ultra sensum suum poterit relaxare, ut de aüquo hominum vel 
sanctorum, non dicam Tyri principe, haec dicta esse suspicetur? aut 
quos >lapides igneos< putabit, in quorum >medio< homo aHquis conver- 
sari potuerit? aut quis >inmaculatus<: ab ipsa >die qua creatus est< in- 

10 tellegi poterit, in quo postea aliquando iniustitiae in ipso >inventae 
sint<, et tunc >in terram proiectus esse< dicatur? Quod utique signi- 
ficat quia de eo dicitur, qui cum non esset in terra, >in terram pro- 
iectus est<, cuius etiam >sancta polluta esse< dicuntur. Haec quidem 
de principe Tyri ex prophetia Hiezechiel, quae in adversariam vir- 

1δ tutemjreferuntur ostendimus, per quae manifestissime demonstratur quod 
sancta antea virtus haec fuerit ac beata, de qua beatitudine, ex quo 
in ea ='inventa est iniquitas<, ruerit in terramque demersa sit, et non 
per naturam conditionemque talis extiterit, — arbitramur ergo dici haec 
de angelo quodam, qui Tyriorum gentis dispensandae sit sortitus offi- 

20 cium, cui etiam animae eorum procurandae videntür esse commissae. 
Quam sane Tyrum, vel quas Tyriorum animas sentire debeamus, utrum 
hanc, quae in Foenices provinciae regionibus sita est, | an aHam aü- 68 
quam, cuius haec quam in terris novimus forma est, et animas 
Tyriorum utrum horum, an eorum qui domestici sunt illius Tyri, quae 

2δ spiritaüter intellegitur, in hoc loco non videtur requirendum; ne forte 
velut in transitu de tantis et tarn absconditis rebus videamur inquirere, 
quod utique proprium vel opus exigit vel laborem. 

5. Rursum tamen etiam de alia virtute contraria ab Esaia pro- 

3 Exech. 28, 12. 13 — δ Exech. 28, 14 — 8 f njl. Exech. 28, 14. 16 — 
9-11 i'ffl. Exech, 28, 1 δ — 11 fif rffl. Exech. 28, 17—13 vgl. Ex£ch. 28, 18 — 
18—20 tgl. Orig., In Joh. XX 21 (IV 3Ö3, 19: προς 8v παραθεμένος τύ (Exech. 
28, 19) είρημένον iv τω ^Ιεζεκιήλ περί τίνος δια τήν κακίαν μεταβεβληκότυς εις τυ 
γενί'σ&αι αντόν άπώλειαν). ΧΧΧΙΙ 18 (IV 4ό7, 6: πλειόνων γαρ αρχόντων γενομέ- 
vüjv, εις π^πτωκεν, ώ παραπ?.ηαίως μιμούμενοι τήν ίκείνον πτώοιν πΐπτονσιν οι 
αμαρτάνοντες), c Gels. VI 44 (Π 115, 8—20) und Huet, Ongen. II 2 qu. 5, 26 — 
21—25 vgl. Orig., In Joh. X 41 (IV 218, 31), In Exech. hom. XIII 1 [Lom. XIV 
160— 1G4) und unten IV Cap. 3, 7 (25 [22]) 

15 referenda Koc 16 antea α ante γ \ de qua] quae de Kw 22 foenicis 
α foniciß μ fenieis σ 



76 Origenes 

pheta taKa quaedam docemur. Ait enim: »Quomodo cecidit de caelo 
Lucifer, qui mane oriebatur? Confractus est et conlisus ad terram 
qui inmittebat ad omnes gentes. Tu vero dixisti in sensu tuo: Ascen- 
dam in caelura, supra Stellas caeli ponam thronum meum, sedebo in 
5 monte excelso supra montes excelsos, qui sunt ad aquilonem, ascendam 
super nubes, ero similis altissimo. Nunc autem in ioierunm demergeris 
et in fundamenta terrae. Qui te yiderint admirabuntur super te et 
dicent: Hie est homo, qui exacerbabat totam terram. qui movebat 
reges, qui fecit Universum orbem terrae desertum, qui urbes destruxit 

10 nee eos qui in vinculis sunt resolvit. Omnes reges gentium dormierunt 
in honore, unusquisque in domo sua: tu vero proicieris in montibus 
sieut mortuus exseerabilis eum multis mortuis, qui transfossi sunt 
gladiis et descenderunt in infernum. Sieut vestimentum sanguine con- 
cretum et infeetum non erit mundum, ita ne tu quidem eris mundus 

15 pro eo quod terram meam perdidisti et populum meum occidisti; non 
manebis in aeternum tempus, semen pessimum. Praepara filios tuos 
ad interfectionem pro peceatis patris tui, uti ne resurgant et terram 
hereditate possideant et repleant terram bellis. Et insurgam in eos, 
dieit dominus Sabaotb, et deperire faeiam nomen ipsorum et reliquias 

20 et semen eorum«. 

Manifestissime etiam per baec ostenditur >eeeidisse de caelo< is 
utique, qui prius erat >Lucifer< et >qui mane oriebatur<. Si enim, ut 
putant aliqui, natura tenebrarum erat, quomodo ante fuisse >Lueifer- 
dicitur? Vel quomodo poterat >oriri mane< qui nihil in se habebat 

2ö ex luce? Sed et salvator docet nos de diabolo dieens: »Ecee video 
Satanan ceeidisse de caelo sieut fulgur« ; lux enim erat aliquando. 

1 Jes. U, 12—22 — 21—24 r[il. Jes. 14, 12 — 25 Luk. 10, 18; ähnlicher 
Gedankengang hei Orig., In Exech. hom. I 3 [Lom. XIV 14f): Serpens hostis est 
contrarius veritati. Contrarius autem non a principio creatus est . . . neque fuit 
ab initio maledictus . . . ita et serpens fuit aliquando non serpens, cum in para- 
diso deliciarum moraretur. Unde postea corruens ob peccata meruit audire: {Exech. 
28, 12. 13. 15, s. oben S. 74, 13 f. 20 f). De quo etiam lob memorat quia in 
conspectu omnipotentis Dei superbierit. »Cecidit quippe de coelo Lucifer . . .« 
Vide consonantiam prophetici evangelicique sermonis {Jes. 14, 12 verglichen mit 
Luk. 10, 18, tvie oben) .... Hie iam intelligendum est, quomodo per arbitrii 
libertatem alii ad bonorum conscenderint summitatem, alii corruerint in malitiae 
profundum. 

4 thronum meum α sedem meam γ 6 demergeris] καταβήο^ LXX 9 terrae 
< y (?<. Hieron.- Comm. Kl) 12 transforati sunt G 17 uti ne βγ ut hinc Α 



De principiis I Cap. δ, δ 77 

Sed et dominus noster, qui >veritas< est, gloriosi adveutus sui potentiam 
nihilominus >fulguri< conparavit dicens: »Sicut enim fiilgur a summo 
caeli fulget usque ad summum caeli, ita erit et adventus filii hominis«. 
Et hunc nihilominus fulguri comparat et dicit eum de caelo cecidisse, 
ü ut ostenderet per hoc fuisse et ipsum aliquando in caelo, habuisse 
locum inter sanctos, participasse de hac luce, de qua omnes sancti 
participant, ex qua et >angeli lucis< efficiuntur et apostoli >lux mundi< 
dicuntur a domino. Hoc ergo modo erat etiam iste lux aliquando, 
antequam praevaricaretur et caderet in hunc locum et >gloria eins con- 

10 verteretur in pulverem<, quod est proprie impiorum, sicut et propheta 
dixit, ex quo et >princeps huius mundi<, id est terrenae habitationis, 
appellatus est: principatum namque egit in eos, qui eius malitiae 
obsecuti sunt, quoniam quidem »totus hie mundus« (mundum autem 
nunc terrenum istum appello locum) »in maligno positus est«, in 

15 hoc scilicet apostata. Quod autem >apostata< sit iste (id est refuga), 
etiam dominus in lob ita dicit: »Adduces autem in hämo draconem 
apostatam« (id est refugam). Certum est autem quia draco ipse dia- 
bolus intellegitur. 

Si ergo contrariae virtutes >refugae< nominanfur et >inmacu- 

20 latae< aliquando fuisse dicuntur, inmaculatum autem esse praeter 
patrem et filium et spiritum sanctum nuUi substantialiter inest, 
sed sanctitas in omni creatura accidens res est (quod autem accidit, 
et decidere potest), 6t istae virtutes contrariae inmaculatae ali- 
quando fuerunt, et inter illas utique fuerunt, quae adhuc inmacu- 

2δ latae permanent: per hoc ostenditur neque substantialiter vel natura- 
liter esse aliquem inmaculatum neque substantialiter esse pollutum. 

1 vgl Joh. 14, 6. 17, 17 — 2 Matth. 24, 27 — 7 vgl. II Kor. 11, 14. Act. 
12, 7 — 7f r(/l. Matth. δ, 14 — 9—13 vgl. oben Gap. 5, 2, ^. 70, 7—9 — 
9f vgl. Jes. 14, 11 f — 11 vgl. Joh. 12, 31. 16, 11 - 11—14 vgl. Orig., In Gen. 
Gomm. III 2 {= Philokal. ed. Rob. p. 69, 10): οτι άντΙ τών πίριγείων καΐ των άν- 
&ρωπίνων τοντο ονιως έχει τω Ιωάννη [d. h. Ι Jo}i. 5, 19] εϊρηται κτλ. — 13 f Ι Joh. 
δ, 19; vgl. Orig. e. Gels. VI δ9 (Π 129,23: μάλιστα δ' έν τώ κατά Ίωάννιμ• εναγ- 
γελίω πολλάκις εατιν ενρεΐν κόαμον τον ηερίγειον όνομαζύμενον τόπον), In Joh. 
XIX 20 (IV 321, 1δ), In Ερ. ad Rom. III 1 {Lom. VI 167 f ) — 1€ Hioh 40, 20 — 
22 vgl. Orig., In Jerem. hom. XVII 4 (III 147, 10: βι'βηλος γινόμενος καταλείπει 
ύγιααμόν). In Joh. Frg. 10 (IV 492, 26: τονς έφ' αγιότητα ^ρχομίνονς) 

3 caeli fulget usque ad summum <. γ 5 et ipsuiu] < μ eum ο 14 est] 



d caeh iulget usque ad summum < γ 
+ et γ 15 scilicet < y 19 refugae < γ 



78 Origenes 

Et per hoc consequens est in nobis esse atque in nostris motibus, 
ut vel beati et sancti simus, vel per desidiam et neglegentiam ex 
beatitudine in malitiam perditionemque vergamus in tantum, ut nimius 
profectus (ut ita dixerim) malitiae, si qui eo usque sui neglexerit, usque 
δ in eum deveniat statum, ut ea quae dicitur contraria virtus efficiatur. 



CAPUT SEXTUM 69 

De fine vel consummatione. 

1. Finis vel consummatio rerum perfectarum consummatarumque 
esse videtur indicium. Quae res etiam nos in hoc loco commonet quod 

10 ad haec tarn ardua et difficiüa intellegenda, si quis ille est qui legendi 
horum et talia cognoscendi desiderium ceperit, perfectum et eruditum 
sensum debet adhibere; ne forte si aut nuUum usum in huiuscemodi 
quaestionibus habuit, vana quaedam haec illi et superflua videantur, 
aut si iam praeiudicatum et praeventum in aliis animum gerit, haere- 

15 tica haec et contra fidem ecclesiasticam putet, non tarn ratione con- 
vincens quam animi sui praeiudicio definiens. Quae quidem etiam a 
nobis cum magno metu et cautela dicuntur, discutientibus magis et 
pertractantibus quam pro certo ac definito statuentibus. Indicatum 
namque a nobis in superioribus est, quae sint de quibus manifesto 

20 dogmate terminandum sit; quod et pro viribus fecisse nos puto, cum 
de trinitate loqueremur; de his vero disputandi specie magis quam 
deiiniendi, prout possumus, exercemur. 

1 Et per — δ efficiatur i??//! [der ungenmi über setxt hat) = YL\QT(iVi,, Ep. adAiit. 3 
(Mjrwe 5Z/ XXII 1061): Quibus, iuquit, moti disputationibus arbitramur 
sponte sua alios esse in numero sanctorum et ministerio Dei, alios 
ob culpam propriam de sanctimonia corruentes in tantam neglegen- 
tiam corruisse, ut etiam in contrarias fortitudines verterentur. 
Schnitzer S. 61 läßt dagegen Ruf. auf Hieron. folgen — Über das 6. Cap. vgl. das 
wohl XU ungünstige Urteil Denis', De la phil. d^Orig. p. 351 — 19 vgl. oben Praef. 
3—10 — 20f rgl. oben Gap. 1—3 

3 vergamus] mergamur G 4 eo usque ß in tantum γ Of Überschrift < Α 
14 animum — S. 84, 25 illis < M, da xivei Blätter herausgeschnitten sind, vgl. die 
Einleit. Β l\ 21 de his vero] < γ Nunc autem Merlin Del 



De principiis I Cap. δ, ö. Cap. 6, 1. 2 79 

Fiuis ergo mundi et consummatio dabitur, cum unusquisque pro 
merito peccatorum etiam poenis subicietur; quod tempus deiis solus 
agnoscit, quando unusquisque quod meretur expendet. In unam sane 
finem putamus quod bonitas dei per Christum suum universam revocet 
δ creaturam, subactis ac subditis etiam inimicis. Sic enim dicit sancta 
scriptura: »Dixit dominus domino meo: sede a dextris meis, donec 
ponam inimicos tuos scabellum pedum tuorum«. Quodsi minus nobis 
manifestum est, quid in hoc indicet propheticus sermo, a Paulo apostolo 
discamus apertius dicente quia »oportet Christum regnare, donec ponat 

10 omnes inimicos suos sub pedibus suis«. Quodsi ne ista quidem apostoli 
tam aperta sententia satis nos edocuit, quid sit >inimicos poni sub 
pedibus<, audi adhuc eum in consequentibus : »Oportet enim ei subiecta 
esse omnia«. Quae ergo est subiectio, qua Christo >omnia debent esse 
subiecta<? Ego arbitror quia haec ipsa, qua nos quoque optamus ei 

1δ esse subiecti. qua subiecti ei sunt et apostoli et omnes sancti, qui 

secuti sunt Christum. Subiectionis enim nomen, qua Christo subicimur, 

salutem quae a Christo est indicat subiectorum; sicut et David dicebat: 

»Nonne deo subiecta erit anima mea? ab ipso enim salutare meum«. 

2. Talem igitur finem videntes, cum >omnes inimici subiecti erunt 

20 Christo<, et cum >novissimus inimicus destruetur mors<, et cum >tradetur 
a Christo, cui omnia subiecta sunt, regnum deo et patri<: ab isto, in- 
quam, tali fine rerum contemplemur initia. Semper enim similis est 

If vgl. oben Gap. 5, 2, S. 70, 7 und Orig. c. Gels. IV 99 (I 373, 17: oi δε 
άμελήααντ£ς των επιστρεπτιχών λόγυη> δίκας κατ^ άξίαν τίσωσιν), In Jerem. hom. 
XX 2 (III 178, 28: κολάσεις, ας έκαστος κατά την άξίαν κολασ&ήοεται) — 2f rgl. 
Matth. 24, 36 {Mark. 13, 32) — 3—10 vgl. die ähnliehe Gedankenfolge bei Orig., 
In Joh. VI ö7 (IV 166, 6—13) und Hnei, Origen. II 2 qu. 11, 9. qu. 3, 30 — 6 Psal. 
109, 1 — 9 IKor. 1δ, 2δ — 12f vgl. I Kor. 1δ, 27. 2S — 18 Psal. 61, 1 — 
19—21 vgl. I Kor. 1δ, 24—27 — 21— S. 80, 2 vgl. Orig., In Joh. XIII 37 (IV 262, 3δ : 
>άρ'/β}ν< δε λέγω . . . τι)ν άντιδιαατελλομένην τέλει καΐ παρακειμένην πρώτω, ϊν' ωαπερ 
τώ άνθ^ρώπίο αρχή τις τον είναι h τω παραδείαω ην, το τέλος {δε} δια τι)ν παρά• 
βαοιν τάχα iv αδον κάτω ^ τινι τοιοντω χωρίω, οντω και εκά(ατο) των αποπε- 
πτωκύτων οικεία τις αρχή τνγχάν^ δεδομένη), e. Gels. VIII 72 (II 289, 8) — 
22 Semper — S. 80, δ revocantur von Ruf. ungenau und lückenhaft übersetxt; xiir 
Gorrectur und Ergänximg dient Anaihem. XV der Gonst. Sgn. a. ö43 {Hahn, Bibl. 
d. Symb.^ S. 229: ως τ»> αρχήν τ»> αυτήν είναι τω τέλει) und Hieron., Ερ. ad 

8 a < 7 10 suos < y 11 poni] ponit .1 ponis Β 18 subiecta γ suV)- 
dita α (νποταγήαεται Orig., Sei. in Psal., Loni. XII 380, subiecta est In Excch. 
hom. I 1δ, Lom. XIV 30) 20 novissimus inimica 0^ {M fehlt) 



80 Origencs 

iinis initiis; et ideo sicut unus omnium finis, ita unum omnium intellegi 
debet initium; et sicut multorura unus finis, ita ab uno initio multae 
differentiae ac varietates, quae rursum per bonitatem dei, per sub- 
iectionem Christi atque unitatem spiritus sancti in unum finem, qui sit 
5 initio similis, revocantur, oranes scilicet hi, qui >in nomine lesu genu 
flectentes< per hoc ipsum subiectionis suae insignia declararunt, qui 
sunt >caelestium et terrestrium et inf'ernorum<; in quibus tribus signifi- 
cationibus omnis universitas indieatur, hi videlicet, qui ab illo uno 
initio pro suis unusquisque motibus varie acti per diversos ordines 

10 pro merito dispensati sunt; non enim in his bonitas substantialiter 
inerat, sicut in deo et Christo eins et in spiritu sancto. In hac enim 
sola trinitate, quae est auctor omnium, bonitas substantialiter inest; 
ceteri vero accidentem eam ac deeidentem habent, et tunc sunt in 
beatitudine, cum de sanctitate et sapientia ac de ipsa deitate participant. 

15 'Εζ, ίδιας αίτιας των μη προοεχόντων ΙαντοΙς άγρύπνως γίνον- 

Aiit.% {Migne SL XXII 1061: Rursiimque nasci ex fine principium et ex 
pi'incipio finem, et ita cuncta variari, ut et qui nunc homo est, possit 
in alio mundo daemon fieri, et qui daemon est, si neglegentius 
egerit, in crassiora Corpora religetur, id est homo fiat. Sieque permiscefc 
omnia, ut de archangelo possit diabolus fieri, et rursum diabolus in angelum re- 
vertatur). Derselbe Gedanke Ep. ad Pamm. et Oeean. LXXXIV 7 {Migne SL XXII 
749: post multa saecula atque unam omnium restitutionem id ipsum fore Gabrielem 
quod diaboliim, Paulum quod Caipham, virgines quod prostibulas). Eufin hat also 
die Ansicht von der wiederholten Welterneuerung und der damit verbundenen Um- 
nandlung der φύσεις λογικαί gemäß ihrem Verdienst als anstößig übergangen. 
Da Hieron. nicht wörtlich citiert, erscheint eine sichere Herstellung ausgeschlossen. 
Vermtälieh sind seine Worte hinter varietates S. 80, 3 einzuschalten; Schnitzer, 
S. 63^.* fügt liier den 1. Satz des Hieron., u. z/car hinter initium »S. 80, 2 ein. 

5 — 7 vgl. Phil. 2, 10 — 7 f Hiernach werden im folgenden drei Gruppen 
unterschieden 1) die Beharrenden {S. 81, 18 ff), 2) die Gefallenen aber nicht Ver- 
lorenen {S. 81 , 11—18. 2,1— S. 82, 3), 3) die gänzlich Abgefallenen (S. 82, 20-S. 83, 4), 
/•gl. das griech. Frg. u. Schnitzer, .S', 65 J.. — lOf vgl. oben Gap. 5, 5, S. 11, 20 ff 
Wtvgl. oben Gap. 4, 3, S. 65, 9 f — 13 f vgl. Orig., Exhort. AI (I 43, 11—18), 
c. Gels. III 47 (I 243, 24—28) — 15 Frg. 11 (Red. 9) bei Justiniau, Ep. ad Men- 
nam {Mansi IX 528), mit der Überschrift: Περί της προνπάρξεως των χρνχών, ix 
τον πρώτον λόγον τον περί αρχών βιβλίον, = S. 81, 11 Si vero — S. 82, 5 in- 
stitutum Puf, der teils ericeitert, teils ausgelassen hat. 

9 varie acti AB varietati G varie actibus G (M fehlt) et varietatibus σ 
12 bonitatis G*a 14 et α ac ί?σ 



De principiis I Cap. ü, 2 81 

ται τάγ^ίον η βραόιον μεταπτώοεις, καΐ tjtl πλεΐον ?/ επ Ιλαττον. 
ώς άπο ταντης της αιτίας, κρίοει &εία ϋνμπαραμετρούοί] τοις εκάϋτον 
βελτίοΟιΐ' η χείροΟί κινημαοι χαΐ το κατ αξίαν, ο μεν τις εξει εν τγι 
έΰομένΐ] όιακοομήοει τάξιν άγγελικην η όνναμιν άργ^ικην η εξονοίαν 

5 την επί τίνων η ϋ-ρόνον τον έπΙ βαοιλενομενων η κνρείαν την 
κατά όονλων' οι δε αν πάνν τι εκπεοόντες την νπυ τοις ειρημενοις 
οίκονομίαν τε καΐ βοήϋ-ειαν εξονοι. και οντω κατά μεν το πλείοτον 
άπο των ύπο τάς αρχάς και έξονοίας και τονς θρόνους και τάς 
κυριότητας ταχ&^έντων, εοϋ•' ότε όε και απ' αυτών, ουοτηοεται το 

10 των άνϋρώπων γένος εν τω καθ•' ενα κόομω 

[Si vero ab huiuscemodi participatione neglegant atque dissimulent, 
tunc vitio propriae desidiae alius citius alius tardius, plus alius alius minus, 
ipse sibi causa sui lapsus vel casus efficitur. Et quoniam, ut diximus, casus 
iste vel lapsus, quo de statu suo unusquisque declinat, quam plurimam 

15 in se habet diversitatem pro mentis ac propositi motibus, quod aKus levius, 
aKus vero gravius ad inferiora declinat : in hoc iam iustum iudicium dei 
providentiae est, ut unicuique secundum diversitatem motuum pro 
merito sui decessus et commotiolnis occurrat. Ex his sane, qui in illo 70 
initio permanserunt, quod futuro fini simile esse descripsimus, quidam 

20 ex ipsis in ordinatione ac dispensatione mundi ordinem angeKcum 
sortiuntur, alii virtutum, alii principatuum, alii potestatum (quo in eos 
videlicet exerceant potestatem, qui >habere super Caput indigent pote- 
statem<), alii thronorum ordinem, id est iudicandi vel regendi eos, qui 
hoc indigent, habentes officium, aKi dominationem, sine dubio super 

25 servos; quae omnia eis pro merito et profectibus suis, quibus in dei 
participationem imitationemque profecerant, aequo iustoque iudicio 
divina contulit Providentia. Hi vero qui de statu primae beatitudinis 
moti quidem sunt, non tarnen inremediabiliter moti, illis quos supra 

4 f. Sfu. 20—25 ιγ/ί. Kol. 1, 16 — 22 ffjl. I Kor. 11, 10 Kl — 11 Hi vero 
— S. 82, 6 erit = Hieron., Ep. ad Arit. 3 {Migne SL ΧΧΠ 1061 f): Qui vero 
fluctuaverint et motis pedibus nequaquam omnino corruerint, subi- 
cientur dispensandi et regendi atque ad meliora guberuandi Prin- 
cipatibus, Potestatibus, Thronis, Dominationibus; et forsitan ex his 
horaiuum constabit gonus in uno aliquo ex mundis, quandd iusta 
Esaiam >caelum et terra nova< fient. 

1 μεταητώσεις Mansi a. B. μεταηιπτοναης Cod. Ath. u. Maust i. T. | xai 

< Cod. Ath. η Koe 5 &ρόνον τών έπιβαοιλβνυμένων Mansi 6 νπύ Cod. Ath. 

inl Mansi 7 rt < Cod. Ath. \ ούτως Mansi 9 ταγβίντων Koe τάχα δξ Mansi 

<. Cod. Ath. I Ol• <. Mansi \ «π' αντών Cod. Ath. άντ' αυτών Mansi 12 alius* 

Merlin Del vel L 14 quo de] quod G quo a σ 21 quo α quod γ 
Origenes V. (^; 



82 Origenes 

descripsimus sanctis beatisque ordiniVjus dispensandi subiecti sunt ac 
regendi; quorum adiutorio usi et institutionibus ac discipKnis salutaribus 
reformati, redire ac restitui ad statum suae beatitudinis possint. Ex 
quibus aestimo, prout ego sentire possum, hunc ordinem humani generis 

δ institutumj qui utique in futuro saeculo vel in supervenientibus sae- 
culis, cum >caelum novum et terra nova< secundum Esaiam erit, resti- 
tuetur in illam unitatem, quam promittit dominus lesus dicens ad 
deum patrem de discipulis suis: »Non pro istis rogo solis, sed et pro 
Omnibus qui credituri sunt per yerbum eorum in me, ut omnes unum 

10 sint, sicut ego in te, pater, et tu in me, ita et isti in nobis unum 
sint«; et iterum ubi ait: »Ut sint unum, sicut nos sumus unum, ego 
in ipsis, et tu in me, ut sint et ipsi consummati in uno«; et sicut 
confirmat nihilominus etiam Paulus apostolus dicens: »Donec occurra- 
mus omnes in unitatem fidei in virum perfectum, in mensuram aetatis 

15 plenitudinis Christi«; et sicut idem apostolus iam nos etiam in praesenti 
Yita in ecclesia positos, in qua utique futuri regni est imitatio, ad hanc 
eandem unitatis similitudinem cohortatur dicens: »Ut eadem dicatis 
omnes, et non sint in vobis Schismata, sitis autem perfecti in uno 
eodemque sensu atque in una eademque sententia«. 

20 3. Sciendum tamen est quosdam eorum, qui ex illo uno principio, 

quod supra diximus, dilapsi sunt, in tantam indignitatem ac maütiam 
se dedisse, ut non solum indigni habiti sint institutione hac vel eru- 
ditione, qua per carnem humanum genus adiutorio caelestium virtutum 
instituitur atque eruditur, sed e contrario etiam adversarii et repu- 

25 gnantes his, qui erudiuntur atque imbuuntur, existant. Unde et agones 
quosdam atque certamina omnis haec habet vita mortalium, reluctanti- 

β vgl. Jes. 65, 17 (G6, 22) — 8 Joh. 17, 20. 21 — 11 Joh. 17, 22. 23 — 
13 Ephes. 4, 13 — 17 1 Kor. 1, 10 — 20 quosdam — 25 existant und S. 83, 2 f 
diabolus — malitiae] vr/l. Hieron., Ep. ad Avil. 3 {Migne SL XXII 1062): Qui 
ve.ro non fuerint meriti, ut per genus hominum revertantur ad pristi- 
num statum, fient >diabolus et angeli eius< et pessimi daemones, ac 
pro varietate meritorum in singulis mundis diversa officia sortientur. 
Rufin hat also wieder gekürzt und verändert. Zu dem. Fall der Engel vgl. Clemens 
AI., Strom. VII 7, 46 (III 34, 28 ff St., dazu Mayor in seiner Ausg. p. 270) — 
25— S. 83, 4 vgl. Ephes. 6, 12 tmd Orig. c. Geis. VIII 34 (Π 250, G), De or. 26, 5. 
29, 2 (II 362. 382) 

2 adiutorio κ auditorio Ga 8 solum S 11 \xVi AG^^orr ibi ßG*a 16 imi- 
tatio α forma γ 20 eomm <i γ \ illo < y 22 non solum α <. aG 25 ex- 
sistant Dei existunt L 



De principiis I Cap. 6, 2. 3 83 

bus scilicet et repugnantibus adversum nos his, qui sine ullo respectu 
de statu meliore dilapsi sunt, qui appellantur >diabolus et angeli eius< 
ceterique ordines malitiae, quos apostolus de contrarüs virtutibus 
nominavit. 
5 Οίμαι όε όνναϋϋ-αι άπο των νποτεταγμενων τοις γ^είροϋιν άρχαΐς 

και εξονοίαις χαϊ κοομοκράτορϋι, καθ•' εκαϋτον κόομον η τινάς κόομονς, 
ένίονς τάχιον, ευεργέτου μ ε'νονς καΙ βουληϋομενους εξ αυτών μετα- 

βαλείν, ύυμπληρώοείν ποτέ ανθρωπότητα 

Pam vero si aliqui ex bis ordinibus, qui sub principatu diaboli 
10 agunt ac malitiae eius obtemperant, poterunt aliquando in futuris 

2 vgl. oben S. 70, 7f — 5—8 Frg. 12 {Red. 10) bei Justinian, Ep. ad Men- 
na?n {Mansi IX 529) init der Überschrift: Έκ τον αντοΰ λόγον, otl εΐ μεταβάλλουν 
εηΐ το κρεΐττον οι δαίμονες, ανμπληρώαοναί ποτέ άνθ^ρωπότητα = 9 latn vero 
— S. 84, 1 ad bonitatem Ruf., vgl. S. 81, 7 — 10 zmd die S. 82 citierte Stelle des Hieroii. 
Rußn wieder l^icL•nhaft — 9 lam vero — S, 84, 21 perpetitur] vgl. Hieron., Ep. 
ad Ävit. 3 (Migne SL XXII 1062): Ipsosque daemones ac rectores tene- 
brarum in aliquo mundo velmundis, si voluerint ad naeliora converti, 
fieri homines et sie ad antiquum redire principium; ita dumtaxat, 
ut per supplicia atque tormenta, quae vel multo vel brevi tempore 
sustinuerint, in hominum eruditi [erudita Godd.] corporibus rursum 
veniant ad angelorum fastigia. Ex quo consequenti ratione mon- 
strari omnes rationabiles creaturas ex omnibus posse fieri, nonsemel 
et subito sed frequentius; nosque et angelos futuros et daemones, si 
egerimus neglegentius; et rursum daemones, si voluerint capere vir- 
tutes, pervenire ad angelicam dignitatem. Vgl. hiermit Hieron. c. Joh. 
Hieros. c. 19 (Migne SL XXIU 370): quasi non et ipsi daemones iuxta Origenem 
animae sint aerei corporis et ex daemonibus postea, si resipuerint, humanae ani- 
mae sint futuri. Ebenda c. 16 (368): ipsosque daemones, qui proprio arbitrio cum 
principe suo diabolo de Dei ministerio recesserunt, si paululum resipiscere coeperint, 
humana carne vestiri, ut acta deinceps poenitentia post resurrectionem oodem 
circulo, quo in camem venerant, revertantur ad viciniam Dei, liberati etiam aereis 
aethereisque corporibus, et tunc omnia genua curvent Deo coelestium, terrestrium 
et infernorum u. c. 7 (360), endlich Hieron., Dial. adv. Pelag. I 28 {Migne SL 
XXIII 522); Ruf., Äpol. I 10 {Migne SL XXI 547f); Augustin, De civ. Dei XXI 17 
und oben S. 64, 9—13 — 10 f rgl. unten III Gap. 1, 21. 6 

5 δννασ&αι ά7ΐο(δεΐξαι) Koe β f ^ τινας κόσμοις, ί^νίονς τάχιον God. Ath. w. 
Mansi i. Ί., Ι'σ. τίνος κόσμου νΰονς Mansi α. R., τάχα νύας ένίονς Red, 10 mili- 
tiae J. Ι poterunt <S poterint aO^co^Ab poterant G* 



84 Origenes 

saeculis converti ad bonitatem,]] pro eo quocl inest in ipsis liberi 
facultas arbitrii, an vero permanens et inveterata malitia velut in 
naturam quandam ex consuetudine convertatur : etiam tu qui legis pro- 
bate, si omnimodis neque in bis >quae videntur temporalibus< saeculis 
5 neque in bis >quae non videntur< et >aeterna sunt< penitus pars 
ista ab illa etiam finali unitate ac convenientia discrepabit. Interim 
tamen tam in bis =>quae videntur< et '■temporal•ibus< saeculis quam in iUis 
>quae non videntur< et >aeterna sunt< omnes isti pro ordine, pro ratione, 
pro modo et meritorum diguitatibus dispensantur: ut in primis aüi, 

10 aUi in secundis, nonnulli etiam in ultimis temporibus et per maiora 
ac graviora | supj)licia nee non et diuturna ac multis, ut ita dicam. 71 
saeculis tolerata asperioribus emendationibus rej)arati et restituti eru- 
ditionibus primo angelicis tum deinde etiam superiorum graduum virtuti- 
bus, ut sie per singula ad superiora provecti usque ad ea quae sunt >invisi- 

15 bilia< et >aeterna< perveniant, singulis videlicet quibusque caelestium virtu- 
tum officiis quadam eruditionum specie peragratis. Ex quo, ut opinor, hoc 
consequentia ipsa videtur ostendere, unamquamque rationabilem natu- 
ram posse ab uno in alterum ordinem transeuntem per singulos in 
omnes, et ab omnibus in singulos pervenire, dum accessus profectuum 

20 defectuumve varios pro motibus vel conatibus propriis unusquisque 
pro liberi arbitrii facultate perpetitur. 

4. Quoniam sane >visibiHa< quaedam dicit esse Paulus et >tempo- 
ralia<, alia vero praeter baec >invisibil•ia< et >aeterna<, quaerimus quo- 
modo baec >quae videntur< >temporalia< sint: utrumne pro eo quod 

25 nihil omnino post hoc erunt in omnibus illis futuris spatiis ac saeculis. 
quibus dispersio illa unius principii atque divisio ad unum et eundem 
finem ac similitudinem reparatur, an pro eo quod habitus quidem 
eorum >quae videntur- transeat, non tamen etiam substantia eorum 
omnimodis corrumpatur. Et Paulus quidem videtur id quod posterius 

4 f. 7. 8 vgl. II Kor. 4, 18 — 6—12 vgl Matjor, Clement of AI. Strom. Nil 
p. CVI xti p. 217 — 11 ^u diuturna rgl. Hiiet, Origen. II 2 qu. 11, 26 und unten 
II Gap. 10 — 14 — 21 vgl. Hieran., Ep. ad Pamm. et OceaJi. 7 [Migne SL 
XXU 749) : et post multa saecula atque unam omnium restitutionem id ipsum fore 
Gabrielem quod Diabolum, Paulum quod Caipham, virgines quod prostibulas — 
14 f. 22—24. 28 vgl. II Kor. 4, 18 

1 inest ^G<t est /? | in ipsis AC et in ipsis Β in illis γ 24 sint Cy 
sunt AB 25 hoc α haec γ ( futuris spatiis ac saeculis α futuris spatii sae- 
culis {d. /4. SAG vor SAE übersehen) μ futuri spatiis saeculi ο 28 etiam sub- 
stantia < γ I eorum2] eanim μ <. α 



De principiis I Cap. 6, 3. 4. Cap. 7, 1 85 

diximus confirmare, cum dicit: »Transiet enim habitus huius mundi«. 
Sed et David cum dicit: »Caeli peribunt, tu autem permanebis, et 
omnes sicut vestimentum veterescent, et sicut amictum mutabis eos, 
sicut vestimentum mutabuntur«, eadem videtur ostendere. Si enim 
5 >mutabuntur caeli<, utique non >perit< quod >mutatur<; et si >habitus 
huius mundi transit<, non omnimodis exterminatio vel perditio sub- 
stantiae materialis osteuditur, sed inmutatio quaedam fit qualitatis 
atque >habitus< transformatio. Esaias quoque cum per prophetiam dicit 
quia »erit caelum novum et terra nova«, similem sine dubio suggerit 

10 intellectum. Innovatio namque >caeli et terrae< et transmutatio >habitus 
huius mundi< et inmutatio >caelorum< bis sine dubio praeparabitur, qui 
per illam viam, quam supra ostendimus, iter agentes ad illum >finem< 
beatitudinis tendunt, cui etiam ipsi >inimici subiciendi< dicuntur, in quo 
>fine< >omnia< et >in omnibus esse dicitur deus<. In hoc >fine< si qui 

lü materialem naturam, id est corpoream, penitus interituram putet, nullo 
omnino genere intellectui meo occurrere potest, quomodo tot et tantae 
substantiae vitam agere ac subsistere sine corporibus possint, cum 
solius dei, id est patris et filii ac spiritus sancti naturae id proprium 
sit, ut sine materiali substantia et absque uUa corporeae adiectionis 

20 societate intellegatur existere. Alius fortasse dicet quoniam in illo 
fine omnis substantia corporalis ita pura erit atque purgata, ut aetheris 
in modum et caelestis cuiusdam jmritatis ac sinceritatis possit intellegi. 
Oertius tamen qualiter se habitura sit res, seit solus deus, et si qui 
eins per Christum et spiritum sanctum >amici< sunt. 



2δ CAPUT SEPTIMUM 

De incorporeis et corporibus, 

1, Haec quidem, quae superius disseruimus, generali nobis sermone 
digesta sint, per consequentiae magis intellectum quam definito dog- 

1 I Kor. 7, 31 — 2 Psal. 101, 27 — i) Jes. 6δ, 17 — 12 vjl. oben S. 
84, 7—10 — 12—14 vgl. I Kor. 15, 24, 25. 28 — 14 vgl. unten UI Gap. ü — 15. 
20—22 »y/, Hieron., Ep. ad Ävit. 4^ (Migne SLXXU 1062): Corporales quoque 
substantias penitus dilapsuras, aut carte in fine omnium hoc esse 
futura Corpora, quod nunc est aer [ether Cod. B] et caelum et si quod 
aliud corpus sincerius et purius intellegi potest. — 23 f tgl. Joh. 15, 15, 
Jak. 2, 23 — 27 d.h. i?i Gap. 5 u. 6; Orig. beginnt hier einen neuen Abschnitt, 
aber ohne besondere Überschrift (ä. B. Περί άαωμάτων καΐ σωμάτων oder: Περί 
ήλίον χαΐ αελι'ινης καΐ αστέρων^ s. S. 86, 26j 

1 transiet Αγ transibit β 4 sicut vestimentum] et β 23 oo deus solus γ 
28 consequentiae α consequentia AI consequentiam Go 



86 Origenes 

mate pertractata atque discussa de rationabilibus naturis, post eum locum 
quem de patre et fiKo et spiritu sancto pro nostris viribus exposuimus. 
Nunc ergo videamus quae sint, de quibus disserere in consequentibas 
convenit secundum dogma nostrum, id est secundum ecelesiae fidem. 
5 Omnes animae atque omnes rationabiles naturae factae sunt vel 

creatae, sive sanctae illae sint, sive nequam; quae omnes secundum 
propriam naturam incorporeae sunt, sed et per hoc ipsum, quod incor- 
poreae sunt, nihilominus factae sunt; quoniam quidem >omnia a deo 
per Christum facta sunt<, sicut generaliter lohannes docet in evangelio 

10 dicens: »In principio erat verbum, et verbum erat apud deum, et deus 
erat verbum. Hoc erat in principio apud deum. Omnia per ipsum 
facta sunt, et sine ipso factum est nihil«. Per species autem ac 
numeros ordinemque describens ea, quae facta sunt, Paulus apostolus 
hoc modo disserit, quo ostendat omnia facta esse per Christum, dicens: 

15 »Et omnia in ipso creata sunt, quae in caelis sunt et quae in terra, 
sive visibiHa sive invisibiHa, sive sedes sive dominationes sive principatus 
sive potestates, omnia per ipsum et in ipso creata sunt, et ipse est 
ante omnes, et ipse est caput«. Manifeste ergo >in Christo et per 
Christum facta esse omnia et creata< pronuntiat, sive >visibilia<, quae 

20 sunt corporaKa, sive >invisibilia<, quae non alia esse arbitror quam in- 
corporeas substantivasque virtutes. Horum autem quae vel corporea 
vel incorporea generaliter dixerat, ut mihi videtur, | in sequentibus 
enumerat species, id est >sedes dominationes principatus potestates 
virtutes<. 

20 2. Haec autem nobis praedicta sint volentibus per ordinem ad 

inquisitionem solis ac lunae vel stellarum per consequentiae indaginem 
pervenire: utrum etiam ipsa inter >princij)atus< haben conveniat pro eo 
quod dicuntur >in άρχάς< (id est >m principatum<) >diei facta vel noctis*, 
an putanda sint istum solum habere >principatum diei ac noctis<, quas 

30 inluminandi officium gerunt , non tarnen sint de illo ordine atque 
officio >principatuum< principes. [2.] Verumtamen cum dicitur quia 
>omnia per ipsum facta sunt*, et >in ipso creata sunt omnia, sive quae 

4 vgl. oben Praef. 9. 10 — 10 Joh. 1, 1—3 — 15 Kol. 1, 16— IS — 28 rpl. 
Gen. 1, 16 — 31— S. 87, 1 vgl Joh. 1, 3. Kol. 1, 16 

6 illae •<. βγ 21 substantivasque μ substantivas quae Β substantibasque 
C* substantiasque Α substantiasque S subas atque Ab \ coi-pora A, vgl. oben 
die Überschrift 26 ac α et y | per consequentiae indaginem α per conse- 
quentiam γ 28 in archas α INPXAC γ 29 solum ßMa solem AG 30 inlu- 
minandi [vgl. S. 92, 19) α inluminando γ 



De principiis I Cap. 7, 1. 2. 3 87 

in caelis suat sive quae in terra<, non potest dubitari quod etiam ea, 
quae >in firmamento< sunt, quod caelum utique appellatur, in quo 
>luminaria ista posita esse< dicuntur, inter caelestia numerentur. Tum 
deinde cum omnia facta esse vel creata, et in bis quae facta sunt nihil 
5 esse, quod non bonum malumque recipiat atque utriusque capax sit, 
evidenter sermo disputationis invenerit: quomodo putabitur consequens 
quod etiam nostrorum quidam de sole et luna vel sideribus opinantur, 
ut inconvertibiles sint et contrarii incapaces? Idque nonnulli etiam 
de angelis sanctis, haeretici vero etiam de animabus, quae apud illos 

10 >spiritales naturae< appellantur, aestimaverunt. 

Primo ergo videamus, quid ipsa ratio de sole et luna ac stellis 
inveniat, si rectum est quod quidam putant, convertibiHtatis eos esse 
alienos; et quantum fieri potest de sanctis scripturis primo adhibeatur 
assertio. lob namque ita videtur ostendere, quod non solum stellae 

15 possint subditae esse peccatis, verum etiam quod >mundae non sint-= a 
contagione peccati. Ita namque scriptum est: »Stellae quoque non 
sunt mundae in conspectu eins«. Quod non utique de corporis earum 
splendore sentitur, verbi causa, ut si diceremus: Vestimentum non est 
mundum; quod si ita intellegatur, ad conditoris sine dubio revocatur 

20 iniuriam, si quid inmundum in splendore earum corporis accusetur. 
Si enim per industriam suam neque lucidius sibi corpus assumere neque 
minus purum per desidiam potuerunt, cur quasi >non mundae< >stellae< 
culpentur, si neque quia mundae sunt laudabuntur? 

3. Sed ut manifestius hoc intellegi possit, etiam illud primo de- 

2ü bemus inquirere, si animantia haec esse et rationabiHa intellegi fas 

2 f tgl. Gen. 1, 17 — 9 f vgl. Hilgenfeld, Ketxergesch. S. 511. 538 — 11 ff vgl. 
Philo, De somn. I 22 p. 641 M. (III 234 f ed. Wendl.) und Harnack, Dogmengesch. 
14 677; P. Wendland, Hellenist, röm. Kultur, S. ΙΠ — 14 f vgl. Orig., In Joh. 
I 35 (IV 45, 26: ονκ ετι δε και νπερ άλλον τινύς παρά τον ανΘ-ρωπον εν άμαρ• 
τήμασι γεγενημενον, οίον νπερ αστρίον, ονδε των άστρων πάντως κα&αρών όντων 
ενώπιον τον &εον, ώς iv τω Ίώβ άνέγνωμεν [Hieb 25, δ], ει μ)) αρα νπερβολικώς 
τοντο εΐρηται), In Ερ. ad Rom. III 6 {Lom. VI 194 f) — 16 Hiob 25, 5 — 25 f vgl. 
Ruf. Palaest., De fide 19 {Migite SL XXI 1132): Nunc vero de Sole simul et Luna 
ceterisque luminibus oportet exponam. Haec enim nonnulli, mentis errore decepti, 
animalia rationabilia esse dixerunfc [». B. Pseudo-Arist. Περί κόσμου 2 ρ. 391b, 16: 
πλήρης δε ων (seil, ονρανύς) σωμάτων ^είων, α δ^ καλεΐν άστρα ειώ&αμεν, vgl. 

1 sunt <. Οσ 3 Tum α Tunc γ 9 animabus] animalibus Ä 13 primo 
α primum γ 15 possint α possunt γ 11 c^ Non quod γ 18 f Vestimentum 
non est mundum] indumentum earum non esse mundum β 22 purmn < γ 



88 Origenes 

est; tum deinde utrum animae ipsaruin pariter cum ipsis corporibus 
extiterint, an anteriores corporibus videantur; sed et post consum- 
mationem saeculi si intellegendum est eas relaxandas esse corporibus, 
et sicut nos cessamus ab hac vita, ita etiam ipsae a mundi inlumi- 
natione cessabunt. Quamvis liaec inquirere audaeiae cuiusdam videatur, 
tamen quoniam captandae veritatis studio provocamur, quae possibilia 
nobis sunt secundum gratiam spiritus sancti scrutari et pertemptare 
non videtur absurdum. 

Putamus ergo posse ea per hoc animantia designari, quod et man- 

10 data dicuntur accipere a deo, quod utique non nisi rationabilibus ani- 
mantibus fieri solet. Ait ergo * * * mandatum: »Ego autem omnibus 
stellis praecepi«. Quae sunt autem ista praecepta? scilicet ut unum- 
quodque astrum suo ordine suisque cursibus indultae sibi quantitatis 
splendorem praebeant mundo. Aliis enim hi, qui vocantur planetae, 

15 moventur ordinibus, aliis hi, quos απλανείς vocant. In quo illud mani- 

Zeller, Phil. d. Gr. III 13 ,5'. 190. ΠΙ 23 S. 566]. Quorum dementiam etiam nefarius 
Origenes secutus est, qui cum vellet ex divina Scriptura exemplum sumere, quae 
ibi de luminaribus optime dicta fuerant, haec ipse perperam, ut sibi libitum est, 
ausus est vertere. 

9 vffl. Orig. c. Cels. V 11 (II 12, 11 : πει&όμενοι δε καΐ αυτόν ήλων καΐ οελή- 
νην και άατέρας ενχεσθ^αι τω επΙ πασι &εώ δια τον μονογενούς αντον), De or. 7 
(Π 316, 6 ούτως νποληπτέον τω εφ' ήμΐν ηλΐον καΐ σελήνης και άστρων . . δια• 
τεταχέναι >πάντα τον κόσμον τον ονρανον< καΐ τ/)»' των ϋστριον αρμονίως τω 
παντί πορείαν και κίνησιν), In Jerem. hom. Χ 6 (ΙΠ 76, 21), In Joh. Ι 26 (IV 32, 30) 
— 11 Jes. 45, 12, vgl. hierzu Orig., In Num. hom. XV 3 [Lom. X 177) — 14 f vgl. 
Orig. c. Cels. VIII 52 (II 267, 18: όρώντες τον κόσμον και την εν αντω τεταγμένην 
ονρανοϋ και των εν τ^ άπλανεΐ κίνησιν των τε φερομένων εναντίως τ^ τον κόσμον 
κινήσει λεγομένων πλανήτων τάξιν); Celsus bei Orig. VI 22 (II 92, 3: των δύο 
των εν ονρανώ περιόδίον, της τε άηλανονς και της εις τους πλανήτας αν νενε- 
μημενης) 

4 ita] si ita jM sie σ 5 quamvis] -f- enim β 8 videatur Α 11 * * * man- 
datum] nach Euf. Palaest., De fide 19 {Migne SL XXI 1133: Adiecit etiam Origenes 
illud [rorJier Hiob 25, 5 citiert], quod a propheta David dictum est [Psal. 102, 18] 
necnon etiam illud, quod Dens dixit ad prophetam Esaiam [Jes. 45, 12] . . . Dicit 
enim quod luminaria dudum fuerint intellectus et sensus, et quia neglegenter ver- 
sati sunt, sua postmodum virtute privati, ad ignea ista damnati sunt coi-pora, ut super 
terram luceant) scheint hier Psal. 102, 18b : et memores sunt mandatorum ipsius, ad 
faciendum ea [Vulg.] ausgefallen %u sein 15 «πλανεΓς] aplanis AG*- γ aplanes Β 



De principiis I Cap. 7, 3. 4 89 

festissime ostenditur, quod neque motus ullius corporis sine anima effici 
potest, neque quae animantia sunt, possunt aliquando esse sine motu. 
Stellae vero cum tanto ordine ac tanta ratione moveantur, ut in nullo 
prorsus aliquando cursus earum visus sit impeditus, quomodo non ultra 
δ omnem stoliditatem est tantum ordinem tantamque disciplinae ac rationis . 
observantiam dicere ab inrationabilibus exigi vel expleri? Apud Hie- 
remiam sane etiara ^regina caeK< luna esse nominatur, Quodsi ani- 
mantes sunt stellae et rationabiles animantes, sine dubio videbitur inter 
eas etiam profectus aliqui et decessus. Hoc enim quod ait lob: »Et 

10 stellae non sunt mundae in conspectu eius« talem mihi quendam in- 
dicare videtur intellectum. 

4. lam vero ea, quae animantia esse et rationabiKa consequentia 
disputationis invenit, utrum cum corporibus pariter animata videantur 
eo in tempore, cum dicit scriptura quia »fecit deus duo luminaria 

15 magna, luminare maius in principatum diei et luminare minus in princi- 
patum noctis, et Stellas«, an non cum ipsis corporibus, sed extrinsecus 
tactis iam corporibus inseruerit spiritum, pervidendum est. Ego qui- 

If vgl. Orig. c. Gels. VI 48 (Π 120, 2: ωσπερ ψνχή ζωοποιεΐ καΐ κινεί το 
αώμα ον πεφνκός «φ' εαντον κινεΐσθ-αι ζωτικώς), De or. VI 1 (Π 311 f ) und unten 
III Gap. 1, 2 — 6 f vgl. Jerem. 51 (44), 17—19. 25 — 7 f vgl. Orig. c Gels. V 10 
(II 11, 13: εΐ'περ και oi εν ονρανω αστέρες ζώά είσι λογικά και απονδαΐα και 
εφωτίαΘ-ησαν τω >φιοτι τής γνώσεως< νπο της σοφίας, ήτις εστίν >άπανγασμα φω- 
τός άιδίον<. και γαρ το μεν αίσ&ητόν φως αυτών έργον εστί τον ιών όλων δη- 
μιουργού' το δε νοητόν τάχα καΐ αυτών και εκ τοΰ έν αυτοΐς αυτεξουσίου έλη- 
λν&ός), In Matth. ΧΙΠ 6 (Lam. III 221) und Htiet, Origen. II 2 qu. 8, 1. 4 ~ 9 Hiob 
25, 5; vgl. Orig., In Ep. ad Born. III 6 {Lom. VI 194 f " stellae autem non sant 
mundae coram ipso« [vgl. ob. S. 87, 16] ... ad comparationem vero Dei mundae esse 
non possunt) — 12 ff vgl. xii7n 4. Abschnitt: Theophil. ΑΙ., Ep. pasch. Π 10 bei 
Hieron. Ep. XCVIII {Migne SL XXII 800: Denique sol et luna, duo magna 
luminaria, et stellae reliquae antequam hoc essent, in quod eas creatas quoti- 
diani cursus tgstatur officium, non erant absque corporibus nee propter 
aliquas causas simplicitatem pristinam relinquentes corporibus cir- 
cumdatae sunt, ut ille somniat, . . . Nee animae in coelorum regionibus 
aliquid peccaverunt et idcirco in corpora relegatae sunt) imdBasilius, 
Heocaem. III a. E. {cit. von Justinian, Ep. ad Menn., Mansi IX 513 E. Diese Aus- 
führungen haben ivohl eher im Gen.-Gomm. des Orig. als in Περί αρχών gestanden) 
— 14 Gen. 1, 16 — l&t vgl. oben Praef. 5, -S'. 13, 10 

1 ullius (7^uwr ülius Α*Βγ 8 et < y 9 Et ^ [vgl. oben S. 87, 16) < βγ 
11 videbitur Α 13 oo animata ]iariter γ 17 corporibus] + et .A | inse- 
ruerit α inseruit γ 



90 Origenes 

dem suspicor extrinsecus insert.um esse spiritum, sed operae pretium 
videbitur de scripturis hoc ostendere. Nam per coniecturam facilis 
assertio esse videbitur, scripturarum autem testimonüs utique difficilius 
adfirmatur. Nam per coniecturas ita possibile est ostendi. Si hominis 
δ anima, quae utique inferior est, dum hominis est anima, non cum cor- 
poribus ficta, sed proprie et extrinsecus probatur inserta, multo | magis 73 
eorum animantium, quae caelestia designantur. Nam quantum ad 
homines spectat, quomodo cum corpore simul ficta anima videbitur 
eins, qui >in Yentre fratrem suum subplantavit*, id est lacob? Aut quo- 

10 modo simul cum corpore ficta est anima vel plasmata eius, qui adhuc 
>in ventre matris suae positus, repletus est spiritu sancto<? lohannem 
dico >tripudiantem in matris utero<, et magna se exultatione iactantem 
pro eo quod salutationis vox Mariae ad aures Elisabeth suae matris 
advenerat. Quomodo simul cum corpore ficta est et plasmata etiam 

15 ilHus anima, qui >antequam in utero formaretur, notus esse dicitur deo<, 
et >antequam de vulva procederet, sanctificatus ab eo est<? Ne forte non 
iudicio neque pro meritis replere ahquos videatur deus spiritu sancto 
et sanctificare non merito. Et quomodo effugiemus illam vocem, qua 
ait: »Numquid iniustitia est apud deum? Absit«, vel iUud: »Numquid 

20 personarum acceptio est apud deum?« Hoc enim consequitur eam 
defensionem, quae animas subsistere simul cum corporibus adseverat. 
(Solem quoque et lunam et astra cetera esse animantia; immo quo- Hier 

9 vgl. Gen. 25, 22. 26 — 10—14 vgl. Luk. 1, 41 — 15 f vgl. Jerem, 1, 5 — 
19 Böm. 9, 14 — 19 f Rom. 2, 11 — 22—8,91,4 am Hieroa., Ep. ad Avit. 4 
{Migne SL XXII 1062) hier mit Schnitzer S.7S eingeschaltet. Denn da auf vestitos 
(S. 91, 4) bei Hieron. folgt: >Omiiem creaturam< secundum apostolum (Rom. 8, 20. 21) 
>vaiiitati esse subiectam et liberari in revelationem filionim Dei<, n-as dem Anfang 
von Abschnitt 5 entspricht, so muß das bei Rieron. Vorhergehende am Ende von 
Abschnitt 4 gestamlen haben. Vgl. ferner Phot., Cod. 106 (p. 87 ^ B. über Tlieognost. 
ΑΙ.: περί αγγΐ,λων xal δαιμόνων ομοίως έχείνω [seil. Ώριγένει] κενολογεΐ και σώ- 
ματα αντοΐς λεπτά άμφιέννναιν), Cod. 8 (ρ. 4» Β. και έμψνχονς τονς αστέρας); 
Hieron., c. Joh. Eieros. c. 17 (Migne SL XXUI 369: Solem quoque ipsum et lunam 
et omnium astrorum chonim esse animas rationabUium quondam et incorporalium 
creaturarum, quae nunc >Tanitati subiectae<, ignitis videlicet corporibus, 
quae nos imperiti et rüdes luminaria mundi appellamus, >liberabuntur 
a Servitute corruptionis in libertatem gloriae filiorum Dei<. Unde et omnis >creatura 
congemiscit et parturit<, etApostolus deplorat dicens (i?ö?». 7, 24): »lufelix 

6 proprie et AC propriae Μ proprie BGa 8 spectat] exspectat Α'^Βγ 
18 merito. Et] merito est sed Α 20 co acceptio personarum / 



De principiis I Cap. 7, 4. 5 91 

modo nos homines ob quaedam peccata his sumus circumdati cor- 
poribus, quae crassa sunt et pinguia, sie et caeK luminaria taKa vel 
talia accepisse corpora, ut vel plus vel minus luceant; et daemones ob 
maiora delicta aerio corpore esse vestitos.) ότι öh πρεοβυτέρα η 
δ ψνχτ/ τον ηλίου της ενδέοεως αντοΰ της εις το οώμα, μετά το Ονλ- 
λογίοαοϋ^αι εκ ονγκρίοεως άν&ρώτίον τ^ς :7Γρός αντον καΐ εντενϋ-εν 
άπο των γραφών οΐμαι άχοοείξαι όνναϋϋ-αι. [Quantum ergo ex con- 
paratione humani status conici potest, consequens puto multo magis 
haec de caelestibus sentienda, quae etiam in hominibus ratio ipsa et 
10 scripturae auctoritas videtur ostendere.J 

δ. Sed videamus si qua proprie etiam de ipsis caelestibus signi- 
ficantia apud scripturam sanctam possumus invenire. Paulus apostolus 
ita ait: quoniam, inquit, »vanitati creatura subiecta est non volens, 
sed propter eum qui subiecit in spe, quia et ipsa creatura liberabitur 

ego homo, quis me liberabit de corpore mortis huius?«) = S. 89, 12 bis 
92, 7 Ruf., bei dem das gesperrt Gedruckte fehlt und wohl S. 92, 19 tmd 7 {vgl. 
c. Gels. VII 50 [Π 201, 10]) einzufügen ist; endlich Justinian, I^p. ad Mennam 
{Mansi IX 513.0: το ?.βγΒΐν τον ονρανόν και τον ηλιον και τ^ν σελήνην 
και τονς αστέρας και τα νόατα τα. επάνω τών ουρανών εμψνχα και 
?.ογικάς τ ίνας είναι όννάμεις, vielleicht Ζ. 22 anstelle e^^on Solem — animantia 
einzusetzen) und Anathem. 111 der Gonst. Stjn. a. 543 {Hahn, Bibl. d. Sijmb.^ S. 228) 

4—7 Frg. 13 {Bed. 11 = if. 7 Quantum — 10 ostendere i?2</;) bei Justinian, 
Ep. ad Mennam {Mansi IX 532) mit der Überschrift: Έκ τον πρώτον λόγον τον 
αντον βίβλίον, οτι ϊμχρνχος υ ήλιος και η αεληνη και οί αστέρες. Schnitzer hat 
S. 73 den Schluß des 4. Abschnittes von S. 90, 20 ab passend so hergestellt: »Dieß 
•wäre aber die Folge der Annahme, daß die Seelen zugleich mit den Körpern ins 
Daseyn treten. Nun sind auch die Gestirne vernünftige Wesen, sie müssen also 
ebenfalls vorhanden gewesen seyn, ehe sie in Körper kamen; ja wie wir Menschen 
um gewisser Vergehen willen mit diesen dichten und trägen Körpern bekleidet 
wurden, so mögen wohl auch die Sternenwesen diesen oder jenen Körper mit mehr 
oder weniger Klarheit bekommen haben. Und jene Thronen und Gewalten und 
Kräfte bewohnen wohl diejenigen Körper, die sie nach Wunsche oder zum Dienste 
erhalten haben. Die Dämonen dagegen sind wegen ihren schweren Vergehen an 
Luftkörper gebunden. Soviel wir also aus der A'ergleichung des Menschen mit 
den Gestirnen erschließen können, hatte die Seele der Sonne ihr Daseyn vor ihrer 
Einkleidung in den Körper.« Vgl. oben S. 87, 11 ff — 13 Böm. 8, 20. 21; vgl. 
zum Folgenden Orig., In Ep. ad Born. VII 4. 5 [Lom. VII 93—113) 

8 conici α concipi γ 11 si qua — 11 f significantia .4 si quam — significan- 
tiam β γ 12 possimuß Α* 



92 Origenes 

a Servitute corruptionis in libertatem gloriae filiorum dei«. Cui, obsecro, 
>vanitati< creatura subiecta est, vel quae >creatura<, vel quomodo >non 
volens<, vel sub qua >spe<? quo autem modo >ipsa creatura liberabitur 
a Servitute corruptionis<? Sed et alibi ipse apostolus dicit: »Nain 
5 exspectatio creaturae revelationem filiorum dei exspectat«. Et iterum 
alibi ait: »Non solum autem, sed et ipsa creatura congemescit et con- 
dolet usque nunc«. Unde inquirendum est, qui sit gemitus eins, vel 
qui sint dolores eius. Et primo ergo videamus quae est >vanitas<, cui 
>creatura subiecta esU. Ego quidem arbitror non aliam esse vanitatem 

10 quam corpora; nam licet aetherium sit corpus astrorum, tamen materiale 
est. Unde et Salomon mihi videtur universam corpoream naturam 
velut onerosam quodammodo et vigorem spirituum retardantem hoc 
modo compellare: »Vanitas vanitatum, omnia vanitas, dixit Ecclesiastes, 
omnia vanitas«. »Kespexi enim« inquit »et vidi universa quae sub sole 

15 sunt, et ecce omnia vanitas«. 

Huic ergo >vanitati creatura subiecta est<, illa praecipue creatura, 
quae utique maximum in hoc mundo et egregium operis sui obtinet 
principatum; id est, sol et luna et stellae >vanitati subiecta< dicuntur, 
corporibus indita atque ad inluminandi officium humano generi deputata. 

4 Rom. S, 19 — 6 Rom. 8, 23. 22, vgl. hierzu Orig., In Ep. ad Rom. VII δ 
[Lom. VII 104) — 8—11 vgl. Orig., In Ep. ad Rom. VII 4 {Lom. VII 98: quae 
est ista vanitas . . . Mihi videtur quod de hac inateriali et corruptibili corporis 
substantia ista dicantur . . . p. 101: vide ipsius solis et lunae ac stellaruta coeli 
et totius mundi ministeria quomodo subiecta sunt vanitati), In Joh. 1 17 (IV 21, 21: 
καΐ γαρ η ψνχί] τον ηλΐον εν σώματι και πάσα ή κτίαις [dann Rom. 8, 22. 20. Phil. 
1, 24. 23 citiert]), c. Gels. VII 65 (U 214, 25), Exhort. 7 (I 9, 13: vvv και αυτός 
[seil. η?.ίθς] ένδεδεμένος φ&αρτώ σώματι) und unten III Cap. 2 — 10 f vgl. 
Orig., In Joh. l 26 (IV 32, 14: πλείονς γαρ οϊ ηόνοι και επισφαλής ή ζωή των εν 
σαρκΐ χαΐ αίματι πάρα τονς εν αί9-ερίω σώματι, ουκ αν των εν ουρανω φωστήρων 
εν τω άναλαβεΐν τα γήϊνα σώματα ακινδύνως καΐ πάντως άναμαρτήτως διάνυσαν- 
των τήν ένταν&α ζωήν) und Titus ν. Bostra c. Manich. Ι {bei Joh. Dam., Sacra 
Par. II p. 763 G ed. Le Quien: ήλιος γοΰν και σελήνη και πάς υ ουράνιος χορός 
σώμα μεν καθ-όλον τυγχάνει, αάρξ δε ουδαμώς) — 13 Pred. Sal. 1, 2. 14 — 
19 vgl. Gen. 1, 17. 18 tmd Ruf. Palaest., De fule 20 {Migne SL XXI 1133: ideo 
posuit luminaria in firmamento iu signa, ut eorum huiusmodi motus nobis fata 
nostra significent). Vielleicht gehöreti diese Worte hierher und sind von Rufin ab- 
sichtlich übergangen worden; vgl. unten III Gap. 3, 3 

1 in libertatem Ασ in libertate β μ 6 autem] -(- nos γ 7 inquirendus 
est L 13 vanitatum AOcorrg yanitatium G*ii* vanitantium ßM^eurr 



De principiis I Cap. 7, δ 93 

Et »non« inquit »volens creatura haec yanitati subiecta est«. Xon 
enim voluntate exhibendum suscepit minist erium >vanitati<, sed quoniam 
volebat ille, qui subiciebat, >propter eum. qui subiecit<, promittentem 
bis, qui non voluntate >Yanitati< subdebantur, quod expleto magnifici 
5 operis ministerio >liberabuntur ab bac Servitute corruptionis et vanitatis<, 
eum redemptionis >gloriae filiorum dei< tempus advenerit. Qua >spe< 
accepta, et quam promissionem conplendam sperans universa >creatura 
congemescit< nunc interim utpote etiam affectum habens erga eos, 
quibus ministrat et >condolet< per patientiam, quae promissa sunt 

10 sperans. 

Intuere illud quoque, si forte aptari potest etiam illa vox Pauli 
bis, qui licet non volentes, pro voluntate tamen eins »qui subiecit< et 
pro repromissionum >spe vanitati subiecti sunt<, qua ait: »Optarem 
enim resolvi (vel »redire«) et esse cum Christo; multo enim me- 

15 lius«. νομίζο) γαρ ότι λεγοί αν 6 ήλιος ότι χάλλιον τ>άναλνθαι καΐ 
ονν Χριοτφ είναι' πολλω γαρ μάλλον κρεϊοοον^. και 6 μεν Πανλος' 
»άλλα το επιμένειν τι] ααρκΐ άναγκαιότερον δι νμάζ^, 6 όε ήλιος' >το 
επιμένειν< τω ονρανίω τοντω Οο^ματι >αναγκαιοτερον< δια >την αποκα- 
λνψιν των τέκνων τον &εοΰ<. τα δε αυτά και :περϊ αελήνης καϊ των 

20 λοιπών άοτέρων λεκτεον. [Puto enim quia simiKter possit etiam sol 
dicere quia »optarem resolvi (vel »redire«) et esse cum Christo; multo 
enim melius«. Et Paulus quidem addit: »Sed permanere in carne 
magis necessarium propter vos«; sol vero potest dicere: >Permanere< 
autem in hoc caelesti et lucido corpore >magis necessarium< propter 

20 >revelationem filiorum dei<. Eadem sane etiam de luna et steUis sen- 
tienda sunt ac dicenda.J 

Videamus nunc quae sit etiam >libertas creaturae<, vel quae >ab- 74 
solutio servitutis<. (In fine atque in consummatione mundi quando Hier 

1 Eö?n. 8, 20 — 5-9 rgl. Rom. 8, 21. 22 — 13. 15. 1 7. (21. 22) Phil. 1, 23. 24, 
i-ffl. Orif)., In Ep. ad Rom. VII 4 [Lom. VII 100), In Exod. hom. I 4 {Lom. IX 8) tind 
imtenll Cap.ll,b — 15—20 Erg. 14 (Äed. 12 = Puto Z. 20 — dicenda Z.2ijRuf.) 
bei Jastinian, Ep. ad Mennam [Mansi IX ό32) — 18 f. (24 f) vgl. Rom. 8, 19 — 
28— S. 94, 9 In fine — fiant von Uieron., Ep. ad Avit. 4 {Migne SL XXII 1062 f ) 
mit den einleit. Worten citiert: Ac ne quis putet nostrum esse quod dicimus, ipsius 
verba ponamus; Schnitxer hat S. 75 A. ** gexeigt, daß das Erg. hierher gehört. 

13 qua ABM'^'"'^ quam COM* cum ο 14 resolvi vel <i α 15 dem Erg. 
geht bei Mansi und Red. Κύλλιον — μάλλον κρεϊααον {Phil. 1, 23) voraus <. Cod. 
Ath. I γαρ < Cod. Ath. \ «v] καν (s. Z. 20) Kl \ υτι"- < Mansi 19 καΡΙ 
+ περί Mansi 20 άατίρων < Cod. Ath. 



94 Origenes 

velut de quibusdam repagulis atque carceribus missae fuerint a domino 
animae et rationabiles creaturae, alias earum tardius incedere ob 
segnitiem, alias pernici volare cursu propter industriam. Cumque 
omnes liberum habeant arbitrium et sponte sua vel virtutes possint 
5 capere vel vitia, illae multo in peiori condicione erunt quam nunc 
sunt, hae ad meliorem statum pervenient, quia diversi motus et variae 
voluntates in utramque partem diversum accipient statum, id est ut et 
angeli homines vel daemones, et rursum ex bis bomines vel angeli 
fiant.) Cum >tradiderit Christus regnum deo et patri<, tunc etiam ista 
10 animantia cum prius regni Christi fuerint effecta, simul cum omni 
regno etiam patri regnanda tradentur; ut cum >deus erit omnia in 
omnibus<, etiam ista cum sint ex >omnibus<, sit et in istis >deus< sicut 
>in omnibus<. 



CAPUT OCTAVUM 

15 De angelis. 

1. Simili quoque ratione etiam de angelis utendum puto nee aesti- 
mandum quoniam fortuito accidat, ut illi angelo illud iniungatur offi- 
cium, verbi gratia, ut Hafaelo curandi et medendi opus, Gabrielo bel- 
lorum Providentia, Michaelo mortalium preces supplicationesque curare. 

20 Haec enim officia promeruisse eos non aliter putandum est, quam ex 
suis quemque meritis et pro studiis ac virtutibus, quae ante mundi 
istius conpagem gesserint, suscepisse; tum deinde in archangelico ordine 
illud vel illud officii genus unicuique deputatum; alios vero in ange- 
lorum ordine meruisse describi et agere sub illo vel illo archangelo 

25 (aut sub illo) vel illo duce vel principe ordinis sui. Quae omnia, ut 
diximus, non fortuito neque indiscrete, sed aptissimo et iustissimo dei 
iudicio ordinata sunt et pro meritis disposita ipso iudicante et pro- 

9—13 vgl. 1 Kor. 15, 24. 28 — 17—19 vgl. Henoch c. 40, 9 und Orig. e. 
Gels. I 25 (I 76, 9: των αγγέλων τον &εοϋ' ών δ μβν τις Μιχα>]λ έτερος δε Γαβριή?. 
και άλλος 'Ραφα^ιλ καλείται, φερωννμως τοις πράγμαοιν, α διακονοννται κατά βον- 
λημα τον Θ^εον των υ?.ων έν τω παντί), In Jesu Nave hom. XXIII 4 [Loin. XI 197) 
— 18f vgl. Orig., In Num. hom. XIV 2 {Lom. X 163 f) — 22—25 vgl. Orig., 
In Joh. I 31 (IV 38, 26—39, 6), In Num. hom. XIV 2 {Lom. X 163 f ) 

10 regni β μ regnum Aa 22 gesserit AC 23 f augeloruui α archange- 
lorum γ 24 ordine AG'' -Μ ordinem ßG*a 25 xaut sub illo> Koe 



De principiis I Cap. 7, δ. Cap. 8, 1 95 

bante; ut illi quidem angelo Ephesioriim committi ecclesia debeat, illi 
vero alii Smyrnensium, et ille quidem angelus ut sit Petri, alius vero 
ut sit Pauli; tum deinde per singulos >minimorum<, qui sunt in ecclesia, 
qui vel qui adscribi singulis debeant angeli, qui etiam cotidie >videant 
5 faciem dei<, sed et quis debeat esse angelus, qui circumdet >in circuitu 
timentium deum<. Quae utique omnia non casu neque fortuito geri, 
neque quia naturaliter tales facti sint, aestimandum est, ne etiam in 
hoc factoris inaequalitas accusetur; sed pro meritis et virtutibus ac pro 
uniuscuiusque vigore et ingenio deferri a iustissimo et aequissimo modera- 
10 tore omnium credendum est deo. ***************** 

* * * * ovy. ηρξατο 6 ϋ-εος δημιονργΐΐν καΙ τους νόας * * * jrpo 



If vgl. Apok. Joh. 2, 1. 8; Orig., In Luc. hom. XXIII (Lom. V 177), In Num. 
hom. XI 4 {Lom. X 113) tmd Euet, Origen. II 2 qic. δ, 27 — 2 f vgl. Act. 12, 7 ff. 
27, 23f — 3—5 vgl. Matth. 18, 10 — hi vgl. Psal. 33, 8 — lOfif sj?i der von 
mir angenommenen großen Lücke vgl. die Einleit. G II 2. Hierher gehören m. E. 
außer Frg. 1δ und einigen hier passenden Prophetenstellen noch Erörterungen 
über Ursprung und Wohnimg der guten und bösen Engelmächte; vgl. Hieron., In 
Ep. ad Ephes. I (IV 327, vgl. 39δ, Marl. ι qui ante conditionem mundi ani- 
mas putant cum Angelis et ceteris virtutum nominibus in coelesti lerusalem 
fuißse versatas), Apol. II 8 (Migne SL XXIII 430: alii factas [seil, animas] 
iam olim, id est tunc, cum omnia Deus creavit ex nihilo, nunc eas iudicio suo 
nasci dispenset in corpore. Hoc sentit et Origenes et nonnulli alii Graecorum) 
und ebenda I 22 (416); endlich Theophil. ΑΙ., Ep. synod. e. 2 {Migne SL XXII 763: 
Et inter liaec quasi doloris impatiens, clamante populo: "Quae sursum est 
lerusalem libera est« [Oal. 4, 26, vgl. unten IV Cap. 3, 6], nihil in ea purum, 
nihil a vitiis liberum et perpetua securum virtute contendit. Dieses Frg. 
geht den Worten: Sicut — cibis S. 97, 8—11 voraus und ist wohl entweder in der 
Lücice S. 97, 7, oder oben S. 9ö, 14 einzufügen) — 14 ovx Υ]ρξατο — S. 98, 5 
αημαίνονταί = Frg. *1δ] Versuch einer teilweisen Wiederherstellung des hier 
fehlenden Abschnittes aus einzelnen, mehr oder weniger ivörtlich überlieferten Citaten. 
Den Inhalt geben an: Epiphan., Haer. 64,4 {εΐαΐ δε και άλλαι αντον πτώσεις μεί- 
ζονς, τΐ}ν rpvx'jv γαρ τ>)ν άνθ-ρωπείαν λι^γει προνπάρχειν, αγγέλους δε τοντονς είναι 
χαΐ δυνάμεις άνω, iv αμαρτίαις δε άμπλακηαάσας και τούτου ένεκεν εις τιμωρίαν 
εις τοϋτο τό αώμα κατακεκλειαμένας, vgl. Haer. 64, 73); Antipater ν. Bostrn, Adr. 

2 vero2 < γ 



96 Origenes 

των αΙώνων νόες ηοαν πάντες χαϋ-αροί, και οι δαίμονες και αι ψνχαϊ 
και οι άγγελοι, λειτουργούντες τω ϋ^εω και τάς εντολας αντον 
ποιονντες. 6 δε διάβολος εις ων επειδή το αντεξονοιον είχεν, ηβον- 
λ.ήϋ-η άντιοτηναι τω &εω, και άπώοατο αυτόν ο ϋ-εός. ΰνναπεοτηοαν 

δ δε αντώ πάϋαι αι άλλαι δυνάμεις, καΐ οι μεν πάνυ άμαρτηοαντες, 
δαίμονες εγένοντο' οι δε ετι ελαττον, άγγελοι' οι δε ετι έλαττον, 
άργβγγελοι ' καΐ όντως εφεξής εκαΟτος προς την οίκείαν άμαρτίαν 
άπέλαβεν. νπελείποντο δε αι ψυχαί, αΐτινες ονδε τοϋαντα ηοαν άμαρ- 
τηϋαΟαι, ίνα δαίμονες γένωνται, ονδε πάλιν οντω κονφοτέρως, ίνα 

10 άγγελοι γένωνται. εποίηοεν ονν (6 ϋ-εος) τον παρόντα κόομον, και 
την ψυχην ουνέδηοε τω οώματι προς κόλαϋιν. ονδε γαρ >προοωπο- 
ληπτης 6 ϋ•εός<, ΐνα πάντα ταντα μιας φνοεως οντά {πάντα γαρ 
λογικά ειοι τα άϋ-άνάτα) τους μεν ποιηοοι δαίμονας, τους δε ^ρυγ^άς, 
τους δε αγγέλους ' αλλά όήλον ότι εκαΟτον προς ο ήμαρτε τιμωρού- 

1δ μένος, τον μεν έποίηοε δαίμονα, τον δε ψνχήν, τον δε άγγελον. ει 
μη γαρ ην τοντο, και προϋπϊ]ρχον αί ψυχαί, δια τι τινάς μεν των 
νεωΟτΙ τεχ&έντων ευρίοκομεν τυφλούς, μηδέν άμαρτήοαντας, άλλους 
δε μηδέν έχοντας κακόν τικτομένους; άλλα δηλον ότι προϋπηργόν 

Orig. {beiJoh. Barn., Sacra Par. ed. Le Quien II 770 J.: όπως τε προ τοντον ήσαν, 
καΐ πώς ηρξαντο κινεΐσ&αι οι νόες. και πώς έπεσαν εις διάφορα σώματα καΐ γε- 
γόνασι διάφορα τάγματα ουρανίων τε χαΐ επιγείων und 770 Β: πώς τε τάξεως και 
γνώσεως μετέσχον, και πώς μετέπεσαν, και εις πόοας διαφοράς διΐ]ρέθ•ησαν)•, Theo- 
phil. ΑΙ., Ερ. synod. c. 2 {Migne SL XXII 763: De angelis quoque temeraria aliqua 
confinxit, ut cuncta in coelo ministeria servitutis Dei non sint in coelo creata. 
sed diversis lapsibus et ruinis varia officiorum sortiti sunt nomina; causasque veteres 
praecessisse, quibus creverint vel decreverint) ; Hieron., Ep. ad Avit. 4 {Migne SL 
XXII 10ü3: quos [seil, angelum, animam, daemonem] unius asserit esse naturae, 
sed diversarum voluntatum) und Apol. I 23 {Migne SL XXIII 416 f: de angelis et 
Seraphim et Cherubim dicere daemones et homines fieri) — 14 ονκ — νόας 
= Antipater ν. Bostra, Adv. Orig. p. 1Ί0 Β — 14 προ — S. 97, If απολαμβάνει 
= Leont. Brjx., De seetis, Act. X 5 {Migm SOr LXXXVI 1, 1265 — 14— S. 97, 3 
vgl. Hieron., Apol. I 22 {Migne SL XXIII 416: qui [seil. Origenes] antequam mundus 
fieret, animas dicit esse electas propter sanctitatem et nuUum vitium peccatorum) 

1 f vgl. Athanas., Quaest. ad Antioch. XVI (II 271 Ε ed. Bened.: ov μήν δε 
άγγελος ποτέ ήν »/ ψυχή, ως οίΏριγενιασταΙ μν&ενονται) — 11 f vgl. Act. 10, 34 
— 18 f vgl. Theophil. ΑΙ., Ep. synod. c. 2 {Migne SL XXII 763: causasque veteres 
praecessisse, quibus creverint vel decreverint) 

10 (o &εός) Koe 13 τα] και Koe 14 προς] παρ' Koe 



J 



De principiis I Cap. 8. 1 97 

Τίνες άμαρτίαι ταΐς ψνχαϊς, αφ ών ίκάοτ?] πρυς την αξίαν απολαμ- 
βάνει, πέμπονται όε άπο ϋ-εον προς τιμωρίαν, όπως εντανϋ-α 
πρώτην κρίοιν νποδέξωνται. όιόπερ καΐ δέμας κέχ?.ηται το οώμα 
δια το δεδέοθ-αι την χρνχην εν τω οώματι. 

δ ζΑλλα) της προτέρας μακαριότητος άποοτάντες δια την τον πρώτον 

ητταν την γενομένην εν αντοϊς εις διάφορα τάγματα οωματωϋ-έντες 
άπεμερίοϋ-ηοαν (καϊ) γεγόναοιν άπο νόων άγγελοι, αρχάγγελοι * * * * 
Sicut daemones nidore hostiarum assidentes ans gentilium pascebantur, 
ita et angeli sanguine victimarum, quas spiritualium typus immolat 

10 Israel, (et) fumo thymiamatis delectati, yersabantur prope altaria et 
liuiuscemodi alebantur ei bis. άποοτάντες δε κατά την γενομένην 
νέαν γραφην της τον &εον ενώοεως, άργ^ειν τε καϊ κνριενειν των 
έπΙ πλείω οαλεν&έντων λαγόντες καϊ »εις διακονίαν άποοτελλομενοι 
δια τους μέλλ.οντας κληρονομεΐν Οωτηρίαν«, αντοί ταύτης ααλενθ^έντες 

1δ καϊ δεόμενοι τον έπανάξοντος. * * * μη ϋ^έλειν επιτάττειν αντοίς, 
ωοτε επανελ&εΐν αντονς εις την άρχ7/&εν τελείαν μακαριότητα' επι- 
ταττόμενοι γαρ >δννατοι ίοχνι< τνγχάνονοι κατά τον προφητην >ποι- 
εϊν τον λόγον αντον< καϊ >άχονειν της φωνής των λ,όγων αντον<' 
άιρενδης γαρ ?) τον πνεύματος μαρτνρία. * * εζηλωΟαν διά τους 

20 άπολέοαντας το >καλον< παρά τον κνρίον καταβληϋ-εν Όπέρμα<, καϊ 

1 — 4 vgl. Theophil. ΑΙ. Frg. {aus Cat. in Gen. Cod. rerj. 810 bei Sirmond, ad 
Ruf. Pal. libr. de fide, opp. I 292 = Migne SGr LXV 65: οτι ου ii' αμαρτίας, 
ως ^Ωριγένει εδοξε, καταβεβλημέναι αΧ ψνχαΐ σώμαοι αννεπλάκησαν) 
2 πέμπονται — 4 σώματι = Epiphan., Hacr. 64, 4; vgl. Justinian, Synodalschreiben 
(Mansi IX 536 DE: ο&εν ό Πλάτων δέμας το αώμα και σήμα έκάλεαεν, ως οιονεί 
της ψυχής έν τοντω δεδεμένης καΐ τεθ^αμμένης, das erste falsch; %um xtveiten 
[οήμα] vgl. Grat. p. 400 BG. Gorg. p. 493 A, zu δεδεμένης: Phaed. p. 82 DE) — 
5 της προτέρας — 7 αρχάγγελοι = Antipater ν. Bostra, Adv. Orig. [bei Joh. Dam., 
Sacra Par. ed. Le Quien II 770 C, die eingeschalteten Worte εις δ. τ. α. άπεμερί• 
σ&ησαν ebenda ρ. 771 Ε) — 7 die Lücke ist nach ΚοΙ. 1, 16 u. ähnl. Stellen aus- 
zufüllen, vgl. oben S. 69, 2 ff — 8 Sicut — 11 cibis = Theophil. AI, Ep. synod. 
c. 2 {Migne SL XXII 763) — 11 «Troarfivrec — S. 98, 2 άπο βαλόντ ες = Anti- 
pater ν. Bostra α. α. Ο. ρ. 770 (7-771 ^ — 13 Eebr. \,UKl — 1 7 f vgl. Psal. 102, 20 
— 19 vgl. Joh. 5, 32(?) und Antipater a. a. 0. ρ. 771 D: της ιδίας άξιας άποοτέ^ντας 
καΐ κατάπτωσιν νπομεΐναντας έπΙ τοσαύτ^ δόξ^ μαρτνρεΐσ&αι νπό τοΰ πνεύματος 
αγίου {die Worte stellen vor ει δε δννατοί S. 98, 2) — 20 vgl. Matth. 13, 24 

2 πέμπονται] πέμπεοΘ^αι Epiphan. 3 διόπερ] + ψηαί Epiphan. 5 (Αλλα) Koe 

Ι προτέρας] πρώτης Antipater bei der Wiederholung der Stelle p. 771 Ε 7 {καϊ) Koe 

10 (et> Koe 12 νέαν γραφών] αναστροφών Koe, s. ob. Ζ. öf 14 Γαντ7;ς] ταύτη Koe 
Origenes V. 7 



98 Origenes 

την αντών όιόρθ^ωΟιν ίπηραπηναι πάρα τον κυρίου έζητουν, αυτοί 
τον πρώτου οπέρματος την καϋ^αρότητα άποβαλόντες. ει όε >δυνατοϊ 
ίθχυι< τυγγάνουϋί ποιείν το &ελημα τον ϋ^εον, καϊ ζητοΰοιν άπολέοϋ^αι 
τους άοεβείς, όιά την προς το ϋ^εΐον εννοιαν καϊ εμπροοί^εν παρί- 
δ αταϋ&αί καϊ λειτονργείν καϊ εκ όεξίών είναι ϋ^εον οημαίνονται. * 

[De bis, qui naturas esse spiritales diversas adfirmant.j 

2. * * ne forte incurramus in illas ineptas atque impias fabulas 
eorum, qui naturas spiritales diversas et ob boc a diversis conditoribus 

10 institutas tarn in caelestibus quam etiam inter animas bominum fingunt, 
dum et uni eidemque conditori diversas naturas rationabilium crea- 
turarum adscribi videtur absurdum, sicut vere absurdum est, et causam 
tamen in eis diversitatis ignorant. Aiunt enim consequens non videri 
ut unus atque idem conditor, nulla extante causa meritorum, aliis 

15 potestatem dominationis iniungat, abos subiciat dominantibus , abis 
tribuat principatum, alios subiectos esse principibus faciat. Quae uti- 
que omnia, ut ego aestimo, consequentia rationis buius, quam supra 
exposuimus, redarguit atque confutat, per quam causa diversitatis ac 
varietatis in singuHs quibusque creaturis ostenditur ex ipsarum motibus 

20 vel ardentioribus vel pigrioribus, secundum virtutem vel secundum 
mabtiam, non ex dispensantis inaequalitate descendere. 

Sed quo facilius baec ita esse in caelestibus agnoscantur, de bis 
quae inter bomines gesta sunt vel geruntur, proferamus exempla, ut 
consequenter ex >visibiUbus etiam invisibiHa< contemplemur. Paulum vel 

25 Petrum sine dubio >spiritalis naturae< fuisse confirmant. Cum ergo 
multa contra pietatem egisse Paulus inveniatur in eo, >quod persecutus 
est ecclesiam dei^, cumque Petrus peccatum tam grave commiserit, ut 

2 d δε — 5 αημαίνονται = Antijmter α. α. Ο. ρ. 771 DE — 2 f vgl. Psal. 
102, 20 — 4f vol. etu-a Liik. 1, 19. Hcbr. 1, 14(?) Kl — 8 flf vgl. Iren., Adv. haer. 
Π 8. 39. III 6. IV 1 {Harvey) und Schmtxer S. 77 Ä. ** — 9 f vgl. Orig., In Joh. 

11 14. XIII 16 (IV 70, 3. 240, 9) — 11 ί vgl. oben Gap. 5, 8 Ä 72f — 24 vgl. 
Kol. 1, 16(?)ϋΓ/ — 25 vgl. I Κστ. 2, IZSKl — 25—27 vgl. I Kor. 15, 9. Gal. 1, 13 
— 27— S. 99, 2 vgl. Matth. 20, 69—72. Joh. 18, 17 

3 «πολεσθ-Κί] άηολέσαι Koe 7 Überschrift] De his — adfiiinant Βιώκατη in 
ß, im Text Αγ \ De bis] + vero α \ cvs qui diversas nat. esse spir. adfinn. β 
1 diversas < Α \ adfirmant] + aliquid dicatnus σ 8 * * ne forte] vermut- 
lich ist ein Ausdruck tvie Cavendum autem est oder nur Sed oder Ac ausgefallen 

in 

12 adscribi] + eis Koe 13 in eis α eius G ////////eins Μ eins σ 20 vel pigri- 
oribus < y 21 malitiam] + et β 22 agnoscatur A^ 26 multa < γ 



l 



De principiis 1 Cap. 8, 1. 2. 3 99 

>ancilla ostiaria< interrogante se cum iaramento adfirmaverit nescire se (Pa) 
qui sit Christus: quomodo isti, qui secundum illos spiritales sunt, in 
peccata huiuscemodi corruerunt, maxime cum soleant frequenter 
asserere et dicere quoniam »non potest arbor bona malos fructus 
Sfacere«? Et si utique >arbor bona non potest malos fructus facere<, 
secundum ipsos vero de radice bonae arboris erant Paulus et Petrus: 
quomodo istos >fructus< tarn >malos< attulisse putandi sunt? Quodsi 
responderint ea, quae comminisci solent, quoniam non Paulus perse- 
cutus est, sed alius nescio quis, qui erat in Paulo, neque Petrus negavit, 

10 sed alius negavit in Petro: quare Paulus, si nihil peccaverat, dixit 
quia »non sum dignus vocari apostolus, quoniam persecutus sum 
ecclesiam dei«? cur autem et Petrus alio peccante ipse >flet ama- 
rissime<? Ex quo omnes quidem illorum ineptiae arguentur. 

3. Secundum nos vero nihil est in omni rationabili creatura, quod Pa 

15 non tam boni quam mali sit capax. Sed non continuo, quia dicimus 
nuUam esse naturam, quae non possit recipere malum, idcirco con- 
firmamus omnem naturam recepisse malum, id est malam effectam; 
sed sicut est dicere quia omnis hominis natura recipit ut possit navi- 
gare, non tamen ex eo etiam omnis homo navigabit, et iterum omni 

20 homini | possibile est discere artem grammaticam vel medicinam, non 75 
tamen idcirco ostenditur omnis homo vel medicus esse vel grammaticus: 
ita si dicimus nullam esse naturam, quae non possit recipere malum, 
non tamen continuo etiam recepisse malum designatur; et rursum 
nulla natura est, quae non recipiat bonum, et tamen non idcirco omnis 

25 natura probabitur recepisse quod bonum est. Secundum nos namque 
ne diabolus quidem ipse incapax fuit boni, non tamen idcirco quia 

4 Matfh. 7, 18 [lAik. 6, 43j — 11 l Kor. 15, 9 — 12 f vgl. Matth. 26, 75. 
Luk. 22, 62 — 14 Secundum nos — 25 bonum est = Pamphil., Äpol. 4 {Lom. 
XXIV 336 f) — 14 f vgl. oben S. 61, 2 f. 70, 4ff — 25 f vgl. Hieron., Ep. ad Avit. 4 
{Migne SL XXII 1068: adserens diabolum non incapacem esse vivtutis et 
tamen necdum velle capere virtutem und Orig., In Exod. hom. \lll 6 {Lom. 
IX 104 f ), In Jud. hom. VIII 4 {Lom. XI 273 : possibile esse, etiam angelos tene- 
branim transfigurare se in angelos lucis) und oben S. 70, 7 f 

7 malos α pessimos γ 12 fiet] fleret Β flevifc α 14 Secundum — 15 capax] 
Nulla ergo natura est, secundum quod nos sentimus, quae non possit recipere 
malum Pa 15 Sed — 16 malum < Pa {doch Mcorr a. P.) 16 idcirco] + non 
Pa {Mcorr) 17 malam] malum APa{a) 18 sed < y 1ί) navigavit A*Pa 
{QM*a) 23 et rursum — 25 bonum est aus Pa eingefügt, < L 24 non idcirco 
Pa{G) idcirco non Pa{a) idcirco Pa{M) 

7* 



100 Origenes 

potiiit recipere bonum, etiam volait vel virtiiti operam dedit. Sicut (Pa) 
enim per haec, quae de prophetis exempla protuKmus, edocetur, fuit 
aliquando bonus, cum >irL paradiso dei< >in medio Cherubin< versaretur. 
all διάβολος όέδεικταί οτι τοιούτος μεν ονκ εχτίοϋ-η, εξ Ιό'ιας όε 

δ πον?]ρίας εις τοντο χατέπεοε ' δηλον οΰν ότι κάκεΐνοι εξ ίδιας άν- 

δραγαΟ^ίας εις τοντο ηλϋον 

jTSicut ergo iste liabuit quidem in se vel yirtutis recipiendae vel malitiae 
facultatem et a virtute declinans tota se mente convertit ad malum: 
ita etiam ceterae creaturae cum utriusque habeant facultatem, pro 

10 arbitrii libertate refugientes malum, adhaerent bono.J 

Nulla ergo natura est, quae non recipiat bonum vel malum, excepta Pa 
dei natura, quae bonorum omnium fons est, et Christi; sapientia enim 
est, et sapientia stultitiam utique recipere non potest; et iustitia est, 
iustitia autem numquam profecto iniustitiam capiet; et verbum est vel 

15 ratio, quae utique inrationabilis effici non potest; sed et lux est, et 
lucem certum est quod >tenebrae non conpraehendant<. Similiter quo- 
que et natura Spiritus sancti, quae sancta est, non recipit poUutionem; 
naturaliter enim vel substantialiter sancta est. Si qua autem aHa 
natura sancta est, ex assumptione hoc vel inspiratione spiritus sancti 

20 habet, ut sanctificetur, non ex sua natura hoc possidens, sed accidens 
sibi, propter quod et decidere potest quod accidit. Ita et iustitiam 
accidentem quis habere potest, unde et decidere eam possibile est. 
Sed et sapientiam quis accidentem nihilominus habet, quamvis in nostra 
sit positum potestate, studio nostro et vitae merito, si sapientiae operam 

25 demus, effici sapientes, et si semper id studii geramus, semper sapientiae 
participemus, et id nobis vel plus vel minus accidat sive pro vitae 

2 vgl. oben Gap. 5, 4. 5; andere, Stellen haben vermutlich am Ende des Ab- 
schnittes De angelis gestanden, s. oben S. 95, 10 fi' — 3 vgl. Exeeh. 28, \Zi Kl — 
4 — 6 Frg. (16) des Antipater von Bostra {bei Joh. Dam., Sacra Par. II 771 Ε ed. 
Le Quien) = Sicufc Z. 7 — 10 bono Ruf., von Schnitzer S. 78 schon oben S. 98, 18 
eingefügt — 11 Nulla — S. 101, 1 quantitate == PamphiL, Apol. 4 {Lom. XXIV 
337 f) — 11 f vgl. oben S. 65, 10 ff — 12—16 vgl. oben Gap. 2 — 15f vgl. 
Joh. 1, 5 — 16—20 vgl. oben Gap. 3, 8 — 20 f vgl. oben S. 77, 22 f 

7 sicut γ ut AG <. Β 10 refugientes α fugientes γ 11 bonum vel <. Pa, 
doch über der Zeile Pa{M<^^) 12 bonorum omnium fons] fons omnium Pa 
12 f enim est] cvd est enim A* est Pa 13 c>o utique stultitiam Pa 16 lucem] 
lumen Pa{G) 16 f quoque] autem Pa 21 sibi < Pa 25 et] ob ut? Koe \ 
\ά <i γ I geramus] + si Pa{ö) \ sapientiae γΡα de sapientia α 26 parti- 
cipamus Pa | accedat Pa 26 f sive — sive] vel — vel Pa 



1 



De principiis I Cap. 8, 3. 4 101 

merito sive pro studii quantitate. Benignitas enim dei secundum quod 
se dignum est, provocat omnia et adtrahit ad beatum finem illum, ubi 
decidit et >aufugit omnis dolor et tristitia et gemitus<. 

4. Puto ergo, secundum quod mihi videtur, quod praecedens dis- 
δ putatio sufficienter ostenderit quod non indiscreto vel fortuito aliquo 
casu isti principatus teneant principatum vel ceteri ordines suum quis- 
que sortiatur officium, sed pro meritis suis gradum dignitatis huius 
adepti sunt, licet non sit nostrum vel scire vel quaerere, qui ilK actus 
fuerint, per quos in istum ordinem venire meruerint. Sed hoc tantum 

10 scire sufficit ad dei aequitatem et iustitiam demonstrandam, quia secun- 
dum sententiam apostoU PauK »personarum acceptio non est apud 
deum«, quin potius omnia pro meritis singulorum profectibusque dis- 
pensat. Neque ergo angelorum officium nisi ex merito constat, neque 
potestates nisi ex profectu suo agunt potestatem, neque quae nominantur 

15 sedes, id est iudicandi vel regendi potestates, id nisi ex meritis ad- 
ministrant, neque dominationes contra meritum dominantur, et est 
unus iste summus et excellentissimus ordo in caelestibus rationabiKs 
creaturae gloriosa officiorum varietate dispositus. 

Similiter sane etiam de adversarüs virtutibus sentiendum est, quae 

20 se in id loci atque officii praebuerunt, ut hoc quod vel >principatus< 
vel >potestates< vel >mundi rectores tenebrarum< vel >spiritalia nequitiae< 
vel "Spiritus mal•igni< vel >daemonia inmunda* sunt, non substantiaHter 
id habeant, neque quia tales creati sint, sed pro motibus suis et pro- 
fectibus, quibus in scelere profecerunt, hos in malitia sortiti sunt gradus. 

25 Et est alter iste ordo rationabiKs creaturae, qui se ita praeceps 
nequitiae dedit, ut revocari nolit magis quam non possit, dum scelerum 
rabies iam Hbido est et delectat. 

Tertius vero creaturae rationaVjilis ordo est eorum spirituum, qui 
ad humanuni genus replendum apti iudicantur a deo. id est animae 

30 hominum, ex quibus per profectum etiam in illum angelorum ordinem 
quosdam videmus assumi, iUos videlicet, qui >filii dei< facti fuerint vel 

1 f vr/l Rom. 2, 4 — '2 t vgl. Jcs. 3ö, 10 — 11 Rom. 2, 11 — 13—24 i-gl. oben 
Gap. ü, 3 — 20—23 vgl. Ephes. 6, 12 loid oben S. 77, 25 f — 22 r(jl. x. B. 
Luk. 7, 21. 4, 33 und oben S. 70, 23 — 28 f rr/l. oben S. 81, 9 f. 83, 71 — 31 u. 
S. 102, 3 vgl. X. B. Rom. 8, 14. 16. 19. 21 

2 illum < α 6 isti α vel 7 ] vel ceteri — 7 officium <. αμ 15 po- 
testates Merlin Del potestas L 18 creaturae] + et J. 24 in malitia α malitiae γ 
28 eorum spirituum, qui α earum, quae γ 29 ad < y | apte γ \ a doo 
<. γ 30 ex quibus 00 hinler ordinem γ 



102 Origenes 

>filii resurrectionis<, vel hi, qui derelinquentes tenebras dilexerint lucem 
et facti fuerint >filii lucis<, vel qui omnem pugnam superantes et 
>pacifici< effecti, >iilii pacis< ac >filii dei< fiunt, vel hi, qui mortificantes 
membra sua quae sunt super terram et transcendentes non solum cor- 
δ poream naturam, verum etiam animae ipsius ambiguos fragilesque 
motus >adiunxerint se doinino<, facti ex integro Spiritus, ut sint cum 
illo >unus spiritus< semper, cum ipso singula quaeque discernentes, usque- 
quo perveniant in hoc, ut perfecta effecti >spiritales omnia discernant< 
per hoc, quod in omni sanctitate inluminati sensum per verbum et 
10 sapientiam dei a nuUo possint penitus discerni. *** -χ- ******* 

^εϋ^νη TLva των ψυχών άποτίΟ^εται εν Ιόιαζονο?] τινϊ πολιτεία 

προς την εν οοίματι ζωήν βιοτενοντα εν τω λεπτώ τε καΐ ευκίνητο) 

της φυοεως εαυτών τη τοϋ παντός Ονμπεριπολοΰντος δινηΟει. προ- 

15 κεΐϋϋ^αι δε κάκεί τά τε της κακίας καΐ της αρετής υποδείγματα, καΐ 

1 vr/l. Ulk. 20, 3G — 1 f vgl. χ. Β. Uik. 16, 8 — 3 vfjl. [Matth. δ, 9 Κ1\ Lnlc. 
10, 6 — 3—8 vgl. Rom. 8, 13 [I Kor. G, 17. 2, 15 Kl] — 12 ϊ^νη — S. 104, 7 γίνεται 
[nicht wörtliches) Frg. * 17 a, rermutiingsweise hier eingefügt. Hauptquelle wohl Piaton, 
Phaedr. c. 24—29 p. 245—249 — 12 ε&νη — S. 103, 16 φύσεως = Gregor. Nyss., 
De an. et resurr. {Migne SGr XL VI 112 C— 113 Z>), vgl. d. Einleit. Β Ύ S — 
12 f vgl. die Parallele bei Gregor. Nyss., De hom. opif. 28 [Migne SGr XLIV 229 SC: 
καΒ-άπερ τινά δημον tv ίδιαζοίσ^] πολιτεία τας ψνχάς προνψεατάναι) und bei Justi• 
nian, Ep. ad Mcnnam. [Mansi IX 513 jBC: //v, ψηαί, τιρό σώματος ή rpxr/Ji εν οι- 
ρανοΐς προοϋσα)., Synodalschreiben [ebenda ρ. öSQD—537 ΛΒ) — 14 f προχεΐσ&αι 
— S. 103, 2 άπείρατον aus Gregor. Nyss., De hom. opif. 28 ρ. 229 C xur Ergänxung 
hier eingefügt; dort folgt hinter άπείρατον die Parallele', ει δε και άπορρν^ της τον 
άγαθ-ον μετονσίας, προς τον τ^δε βίον κατολισ&αίνειν και όντως εν σώματι γίνεσ&αι, 
vgl. hierzu Cyrillcitat bei Justinian, Ep. ad Mennam [Mansi IX 212 B: προνπάρχονσιν 
«i ψνχαΐ των σωμάτων, και άηο αγιασμοί) παρηνέχθ-ησαν εις ίπι&νμίας πονηρας 
και άπέατησαν &εον. και ταύτης ένεκα της αιτίας κατεδίκαοεν αντας καΐ έσωμά- 
τωσεν, και ειοιν ώς εν δεσμοηηρίω εν σαρκί. Ähnlich Justinian ebenda Qo. 513 C: 
κάκεΐσε, φησίν, άμαρτήσασαν εν φνλακ^ κατήγγισε, τουτέστιν εν τω σώματι). Dei• 
aus Piaton, Phaed. ρ. 67 AD. 62 5 stammende Vergleich schon vor Orig., vgl. x. B. 
Karpokratianer bei Iren., Adv. haer. I 20, 2 (I 208 f Harvey: . . . tradere tales 
animas, uti in alia corpora includat: corpus enim dicunt esse carcerem) und bei 
Tertull., De an. 35 ; ferner bei Orig. u. Späteren vielfach bexeugt, s. Theophil. ΑΙ., 
Ep. pasch. I 18 [Migne SL ΧΧΠ 787). Ill 12 [ebenda p. 823) ; Method., De resurr. 

1 derelinquentes α derelinquerunt GM* dereliquerunt Ab dereliquerint M^corrS 
6 adiunxerint 5 adiunxenint υ μ Ab 8 perfecte Ca \ spiritales α sps tales μ 
spitaales σ 



De principiis I Cap. S, 4 103 

παραμένονΟαν μεν hv τω καλώ την ψνχην της προς το ΰώμα θνμ- 
πλο'/.ης μένειν άπείρατον. ροπή όέ τινι ττ] προς καχίαν πτερορ- 
ρνονοας τάς ψνχάς εν οώμαΰί γίνεο&αι, πρώτον μεν άνΟ•ρωπ{ίν)οις, 
εΐϋ•^ όντως δια της προς τα άλογα τών παθ^ών ομιλίας μετά (την) 
δ τοϋ άνΟ-ρωπίνον βίον εγχώρηοιν άποκτηνονο&αι, κάκεΐϋ-εν μέχρι της 
φνοικης ταύτης χαΐ άναιοϋ^ητον χαταπίπτειν ζωΤ^ς, ως το τη φνοει 
λεπτον καΐ ενκίνητον, όπερ έοτίν η ψνχη, πρώτον μεν έμβρι&ές τε 
καΐ κατωφερες γίνεΟ&αι, τοις άν&ρωπίνοις οώμαοι δια κακίας είοοι- 
κιζόμενον είτα της λογικής δυνάμεως άποοβεο&είοης τοις άλόγοις 

10 έμβιοτενειν " έκεΐ&εν δε και της τοιαύτης τών αίο&ήοεων χάριτος 
άφαιρε&είοης, την άναίοϋ^ητον ταντην ζωήν την εν φυτοΐς μεταλαμ- 
βάνειν' άπο τούτου δε πάλιν δια τών αυτών άνιέναι βα&μών, καΐ 
προς ονράνιον χόίρον άποκα&ίοταοϋ-αι. (ρ. 113 CD) εντεϋΟ-εν δι 
αρετής πτεροφνηϋαοαι μετεοοροποροΰοιν , εκεϊϋ-εν δε δια κακίας τών 

1δ πτερών εκπιπτ όντων χαμαιπετεΐς πρόογειοι γίνονται, τη παχύτητι 
της υλικής καταμιγνύμεναι φύοεως. 

ει γαρ διά τίνος κακίας άποοπαοϋ-εϊΰα της νψηλοτέρας η ψνχή 
πολιτείας, μετά το άπαξ γεύοαοϋ-αι τοϋ οωματιχον βίου πάλιν άν- 
θρωπος γίνεται, έμπαϋ-εοτερος δε πάντως ό εν ΟαρχΙ βίος όμολο- 

20 γεϊται παρά τον άίδιον και άοώματον, ανάγκη παοα την εν τω τοι- 
ούτω γινομένην βίω, εν ω πλείους αΐ προς το άμαρτάνειν είοϊν άφορμαί, 
εν πλείονί τε κακία γενεο&αι καΐ εμπαϋ-έοτερον η πρότερον διατε- 
ϋ^ήναι. άν&ρωπίνης δε ψυχής πά&ος η προς το άλογόν Ιοτιν όμοί- 
ωοις. τούτω δε προΟοιχειωΟ^εΐοαν αυτήν, εΙς κτηνώδη φύΰιν μεταρ- 

{ed. Bonicetsch S. 76: So ist eine gewisse Folteifkammer] und ein Gefängnis der 
Leib -wegen der Übertretung) ; Gregor. Nyss., De an. {ed. Morelli 1638 tom. II 
p. 111 jl, Mir/n e SGrXLY 217 Β G: ονχ ως εν τόπω τω σώματι λι'γεται είναι, αλλ' 
ώς εν Ο'/ίοει, και xy τίρύς τι ροπ^ [s. ο. Ζ. 2] και διαθ-ίοει δεδέσ&αι φαμεν νπύ 
τοΐ• αώματος την ^ρνχήν); Augustin, De cir. Dei XI 23 

5 vrjl. unten S. 104, Of — 9—11 vgl. Hieron., Apol. 120 {Migne SL XXIII 
418: Origeni tuo licet tractare de μετεμψυχώσει) — 12 xu βαθ-μών vgl. Gregor. 
Nyss., De an. {Migne SGr. XLV 221 J.: τους γαρ βα&μονς τών ψυχών καΐ τάς 
αναβάσεις, ας Ώριγένης εισάγει = Nemes., De nat. hom. 3, Migne SGr XL 608); 
Auf/ustin, De civ. Dei XXI 17 [u. F. Bitsch, De Platonicormn qitaestionibus quibus- 
dam Vcrgilianis, Berl. 1911 Diss. Weg] — 17 ει γαρ — S. 104, 7 γίνεται = Gregor. 
Nyss., De hom. opif. 28 {Migne SGr XLIV 232 Β C) 

3 αώμααι Koe σώματι Gregor. Nyss. \ άν^ρωπ{ίν οις Koe 4 νΤ?)ν Koe 
18 το] + κα^ώς φάση• Gregor. Nyss. 



104 Origenes 

ρνηναί' άπαξ, δε δια κακίας οόεύονοαν μηδέ εν άλόγφ γενομένην, 
της επΙ το κακόν προόδου ληξαί ποτέ. ή γαρ τον κακόν οτάοις 
άρχη της κατ άρετην εοτιν ορμής ' άρετη δε εν άλόγοις ουκ εοτιν. 
ονκονν άεΐ προς το χείρον εξ ανάγκης άλλοιο}&7]θεται, πάντοτε προς 

5 το άτιμότερον προϊονΟα και άεΐ το χείρον της εν ij έοτί φνοεως 
εξενρίοκουοα. ωοπερ δε τον λογικού το αίοΟ^ητον νποβεβηκεν, οντο) 
καΐ από τούτον επΙ τό άναίοϋ^ητον ή μετάπτωοις γίνεται* 

'^Η χρνχη άπορρέονοα τον καλόν και τη κακία προϋκλινομενη καϊ 76 
επϊ πλείον εν ταντχι γινομένη, ει μη νποϋτρέφοι, νπό της άνοιας 

10 άποκτηνονται καϊ νπό της πονηρίας άποΟ-ηριονται * 4ί• -ί^^ * * καϊ 
αιρεΐται προς τό άλογωϋ•ήναι καϊ τόν εννδρον, ϊν' όντως εϊπω, βίον' 
και τάχα κατ' άξίαν της επϊ πλείον άποπτώοεως της κακίαζ Ινδνεται 
οώμα (τοι)ονδε η τοιονδε αλόγον ζώον 

1 f vgl. Gregor. Nyss., De an. et resurr. {Migne SGr XL VI 89 B: ei ovv πάσης 
κακίας η ψνχη κα&αρεναειεν, εν τω καλώ πάντως εσται) — 8 — 13 Frg. IIb (Red. 
13) bei Justinian, Ep. ad Mennam [Mansi IX 529) mit der Überschrift im Cod. Ath.: 
8τί καΐ τον εννδρον εσθ•' οτε α\ρεΐται βίον ή χρνχή und der falschen Angabe: εκ 
τον δευτέρου λόγου dort und bei Mansi (wo + τοϋ περί αρχών βιβλίου) = S. ΐΟδ, 1 
lila — 5 devolvantur Ruf., vgl. Gregor, Nyss., De an. et resurr. (Migne SOr XL VI 
108 B: τ»)ν ßi>r>)v ανά μέρος άνθ-ρώπον τε και άλογου ψνχην διοριζόμενοι γΐνεσ&αι, 
μετενδυομένην τα σώματα και προς τό άρέσκον άεΐ μεταβαίνονσαν, ή πτηνόν η 
εννδρον ή χερσαΐόν τι ζώον γινομένην μετά τον ανϋ-ρωπον, και πάλιν άπό τούτων 
προς τήν άνθ-ρωπίνην επανιέναι φίσιν). Die Ζ. 10 angedeutete Lücke füllt Schnitzer 
S. 82 so aus: (ϋηά wie wir oben an dem Beispiele des Drachen gesehen, der im 
Meere haust (Eiob 40, 20)), vgl. oben S. 77, 15 ff u. unten das Eieron.-Gitat. An 
ζώου Ζ. 13 schließe7i die bei Schnitxer fehlenden Zeilen S. 105, 5—11 an. Vgl. xu 
dem griech. Frg. Hieron., Ep. ad Avil. 4 [Migne SL XXII 1063): ad extremum 
{d. h. des I. Buchs) sermone latissimo disputavit angelum sive animam aut carte 
daemonem (quos unius asserit esse naturae sed diversarum voluntatum) 
pro magnitudine neglegentiae et stultitiae iumentum posse fieri, et 
pro dolore poenarum et ignis ardore [kann in der Lücke Z. 10 gestanden 
haben] magis eligere ut brutum animal sit et in aquis habitet ac 
fluctibus et corpus adsumere huius vel illius pecoris, ut nobis non 

S προσκλιναμένη Mansi 10 * * *] καϊ μετ^ ό?.ίγα Cod. Ath. ΐΐ. Mansi 11 ß/.o- 
γη&ήναι Koe 12 άποπτώσεως] πτόσεως Mansi i. T. [εκπτώσεως a.R.) 13 σώμα 
Cod. Ath. u. Mansi a. R. [σώματα Mansi i. T.) \ (τοι}ονδε η, vgl. huius vel illius 
Hieron. und τοϊσδε ή τοΐσδε unten IV 3, 10 (26 [23]) ustc, Koe ουδε^ Mansi i. T. 
υδαρή Mansi a. R. ή Cod. Ath. | oo ζώον άλόγον Mansi 



De principiis I Cap. S, 4 105 

pila sane nos nequaquam recipienda censemus, quae a quibusdam (Pa) 
superfluo vel perquiri vel adstrui solent, id est quod animae in tantum 
sui decessum veniant, ut naturae rationabiKs ac dignitatis oblitae etiam 
in ordinem inrationabilium animantium vel bestiarum yel pecudum 
5 devolvantur;] pro quibus etiam quasdam ex scripturis commentitias 
afferre adstructiones solent , id est quod vel pecus , cui se mulier 
contra naturam subiecerit, in reatum pariter cum muHere devocetur 
ac lapidari pariter iubeatur, vel quod >taurus cormpeta< lapidari 
nihilominus praecipitur; sed et quod Balaam asina, >os eius deo 

10 aperiente<, locuta est, et »subiugale mutum in hominum voce respondens 
arguit prophetae dementiam«. Sed haec, quantum ad nos pertinet, Pa 
non sint dogmata, sed discussionis gratia dicta sint et abiciantur. Pro 
eo autem solo dicta sunt, ne videatur quaestio mota non esse discussa. 
Verumtamen suo in loco et tempore confutato hoc perverso dogmate 

15 atque depulso, ea quae de scripturis sanctis ab illis prolata sunt, qua- 
liter intellegi debeant exponemus. 

solum quadrupedum, sed et piscium corpora sint timenda. Vffl. Piaton, Phaedr. 
p. 249 5: evQ^a και εις θ^ηρϊον βίον ανθρωπινή χρνχί] άψικνΰται κτλ.., Huet, Origen. 
II 2 qu. 6, 17—19 imd Denis, Dr la phil. d'Origme S. 190 ff 

6—8 vgl. Lev. 20, 16 — 8 f vgl. Exod. 21, 29 — 9—11 vgl. Num. 22, 28—30 
— 10 nPefr. 2, 16 — 11 Sed haec— 13 discussa Pa {Lom. XXIV 404 f), Quas 
nos non solum non suscipimus, sed et omnes has assertiones eorum contra fidem 
nostram venientes refutamus atque respuimus L; daß Bufin hier ganz ungenau, 
in der Apologie des Pamphilus aber genauer übersetzt hat, beweist Hieron., Ep. 
ad Avit. 4 (Migne SL XXII 1063): Et ad extremum ne teneretur Pythagorici dog- 
matis reus, qui asserit μετεμψνχωαιν, post tarn nefandam disputationem, qua 
lectoris animum vulneravit, Haec, inquit, iuxta nostram sententiamnon 
sint dogmata, sed quaesita tantum atque proiecta, ne penitus in- 
tractata viderentur. 

i 
2 perquiri α requiri γ 14 suo in loco α uolo co G uplo co J/' suo et loco α 



ί>ΡΙΓΕΝ0Υ2 ΠΕΡΙ ΑΡΧΏΝ 

TÜM02 λεύτερος 

OEIGENIS DE PRINCIPIIS 

LEBER SECUNDUS 



5 «'. Περί κόσμον aal των tr αντο) 'λτιύμάτων. 

CAPUT PKIMUM 

De mundo. 

1. Consequens nunc videtur, licet omnia, quae superiore libello 7] 
disserta sunt, de mundo atque eius ordinatione disserta sint, proprie 

10 tamen pauca de ipso mundo repetere, id est de initio eius ac fine vel 
bis, quae inter initium ac finem eius per divinam providentiam dispen- 
santur, seu de his, quae ante mundum vel post mundum putantur. 

In quo hoc primum evidenter apparet, quod omnis status eius, 
qui est varius ac diversus, ex rationabilibus et divinioribus naturis et 

15 ex diversis corporibus constet, sed et ex mutis animantibus, id est 
feris bestiis et pecudibus et avibus atque omnibus, quae in aquis vivunt, 
tum deinde ex locis, id est caeli vel caelorum et terrae vel aquae, sed 
et ex eo qui medius est aere, vel quem aetberem dicunt, atque ex 

1 7 f vgl. Orig., In Joh. XIX 22 (IV 323, 31), c. Gels. VI 59 (II 129, IS) 

1 Der griech. Überschrift {bei Phot., Bibl. Cod. S ^j. 4a B.) entspricht die 
Mein.: EXPLICIT • PERHl ARGON • ORIGENIS LIBER • I • INCIPIT LIBER-II- 
Α FINIT PERIARCHON ORIGENIS LIBER PRIMVS. INCIPIT LIBER IL μ 
5 — 7 die grieeh. Capitelüberschrift nach Phot., die tat. nach Z. 10, < Ay, erweitert 
in β 12 quae ante mundum facta vel post mundum facienda put. σ Del 15 et 
< y 18 quem] + et GS 



De principiis II Cap. 1, 1. 2 107 

Omnibus, quae procednnt vel nascuntur ex terra, οντω όη ποιχιλω- 
τάτον κόομον τνγχάνοντος καΐ τοΰαντα διάφορα λογιχά περι- 
έχοντος, * * * τι άλλο χρη λίγειν αίτιον γεγονίναι τον νποοτηναι 
αντον * * * * η το ποικίλον της άποπτώοεως των ουχ ομοίως της 

δ ίνάδος απορρεόντων; 

[[Cum ergo tauta sit mundi varietas, atque in ipsis rationabilibus ani- 
mantibus sit tanta diversitas,] propter quam etiam omnis reliqua varietas 
ac diversitas putanda est extitisse: [[quam causam aliam dici oportebit 
qua mundus extiterit.J praecipue si intueamur illum finem, per quem 

10 omnia restituenda in statum initii sui libro superiore dissertum est; 
quod utique si consequenter dictum videtur, [[quam aliam, ut diximus, 
causam putabimus tantae buius mundi diversitatis , nisi diversitatem 
ac varietatem motuum atque prolapsuum eorum, qui ab illa initii 
unitate atque concordia, in qua a deo primitus procreati sunt, decide- 

lö runtj et ab illo bonitatis statu commoti atque distracti, diversis dehinc 
animorum motibus ac desideriis agitati, unum illud et indiscretum 
naturae suae bonum pro intentionis suae diversitate in varias deduxerunt 
mentium qualitates? 

2. Deus vero per inefPabilem sapientiae suae artem omnia, quae 

20 quoquomodo liunt, ad utile aKquid et ad communem omnium trans- 
formans ac reparans profectum, bas ipsas creaturas, quae a semet ipsis 
in tantum animorum varietate distabant, in unum quendam revocat 
operis studiique consensum, ut diversis licet motibus animorum, unius 
tarnen mundi plenitudinem perfectionemque consumment, atque ad 

25 unum perfectionis finem varietas ipsa mentium tendat. Una namque 
virtus est, quae omnem mundi diversitatem constringit et continet 
atque in unum opus varios agit motus, ne scilicet tam inmensum 
mundi opus discidiis solveretur animorum. Et propter hoc opinamur 
parentem omnium deum pro salute universarum creaturarum suanim 

30 per ineffabilem verbi sui ac sapientiae rationem ita haec singula dispen- 

1—5 Frg. 18 {Red. II 1 = Z. (3 Cum — 14 f deciderunt Ruf.) hei Jnstinian, 
Ep. ad Mennam (Mansi IX 529) mit der Überschrift: περί της των ανω&εν εις 
σώμα καταγωγής, vgl. die Einleit. Β Υ 2 — 7 f vgl. oben <5. 80, 2f — 9 f vgl. 
oben S.79f — 25—28 vgl.• Orig. c. Gels. IV 54 (I 327, 23): oxi ovfih' άτοπον 
τόν έξ ανόμοιων οννεατηκύτα κύαμον νπό ενός γεγονέναι τεχνίτον, ονμφερόντως 
τω υλω τάς διαφοράς τών εΙδο)ν κατασκενάζοντος. 

3 * * *] hierher gehört Ζ. 7 propter — 8 extitisse Ruf., vgl. Schnitxer S. 85 
A.** 4 * * * *] die lÄicL• durch Ruf. ergänxt, Z. 9 praecipue — 11 videtur, 
rgl. Schnitxer a. a. 0. 11 diximus γ dixi « 21 ac reparans < γ 



108 Origenes 

sasse, ut et singuli quique spiritus vel animi, vel quoquomodo appel- 
landae sunt rationabiles subsistentiae. non contra arbitrii libertatem 
vi in aliud quam motus mentis suae ageret cogerentur , et per hoc 
adimi ab bis videretur liberi facultas arbitrü (quod utique qualitatem 
δ iam naturae ipsius inmutabat), et diversi motus propositi earum ad 
unius mundi consonantiam conpetenter atque utiliter aptarentur, dum 
aliae iuvari indigent, aliae iuvare possunt, aliae vero proficientibus 
certamina atque agones movere, in quibus eorum probabilior haberetur 
industria et certior post victoriam reparati gradus statio teneretur, 

10 quae per difficultates laborantium constitisset. 

3. Quamvis ergo in diversis sit officiis ordinatus, non tarnen dis- 
sonans atque a se discrepans mundi totius intellegendus est status; 
sed >sicut corpus nostrum unum ex multis membris< aptatum est et ab 
una anima continetur, ita et Universum mundum velut animal quod- 

15 dam inmensum atque inmane opinandum puto, quod quasi ab una 
anima virtute dei | ac ratione teneatur. Quod etiam a sancta scriptura 
indicari arbitror per illud, quod dictum est per prophetam: »Nonne 
caelum et terram ego repleo, dicit dominus?« et iterum: »Caelum 
mihi sedes, terra autem scabellum pedum meorum«, et quod sal- 

20 vator dixit, cum ait non iurandum »neque per caelum, quia sedes 
est dei, neque per terram, quia scabellum est pedum eius«, sed et 
illud, quod ait Paulus, cum apud Athenienses contiouaretur, dicens 
quoniam »in ipso vivimus et movemur et sumus«. Quomodo enim >in 
deo vivimus et movemur et sumus<, nisi quod virtute sua iiniversum 

25 constringit et continet mundum? Quomodo autem >caelum sedes dei 
est et terra scabellum pedum eius<, sicut salvator ipse pronuntiat, nisi 
quia et in caelo et in terra virtus eius replet universa, sicut et dicit: 
»Nonne caelum et terram ego repleo, dicit dominus?« Quod ergo 
parens omnium deus Universum mundum virtutis suae plenitudine 

30 repleat atque contineat, ex bis quae ostendimus non puto quemquam 
difficulter annuere. 

13 — 16 vgl. Ρίαίωι, Tim. c. 6 p. SO AB ; Zeller, Phil. d. Gr. Π 13, 
646—664; Schmekel, Die Phil. d. mittl. Stoa S. 424 ff; Denis, De laphü. d'Origene 
p. 106 Α 4—13 vgl. l Kor. 12, 12 — 17. 28 Jerem. 23, 24 — 18 Jes. 66, 1 
— 20 f vgl. Matth. ö, 34f — 23 Act. 17, 28 — 25 f vgl. Matth. 5, 34 f 

1 quoquomodo] quomodo J. CS' * 3 vi — cogerentur] vgl. Schnitzer S. 86 
A. ** I agere AB j et] ut (?) Koe 4 oo arbitrii facultas γ δ et] ut β 
8 movere Koe moverent L movent Merlin Del 28 Nonne — dicit < γ | quod 
ergo α quomodo γ 



De priucipiis II Cap. 1, 2. 3. 4 109 

lam sane quoniam diversos motus rationabilium ereaturarum 
Tariasque sententias causam dedisse diversitatis mundo huic sermo 
superioris disputationis ostendit, videndum est ne forte similis initio 
exitus quoque huic mundo conveniat. Dubium enim non est quin 
δ finis ipsius in multa adhuc diversitate ac varietate reperiendus sit, quae 
utique yarietas in huius mundi fine depraehensa causas rursum diversi- 
tatum alterius mundi post hunc futuri occasionesque praestabit, quo 
scilicet huius mundi finis initium sit futuri. 

4. Quodsi haec ita esse ordo disputationis invenit, consequens 

10 nunc yidetur, quoniam mundi diversitas sine corporibus subsistere non 
potest, naturae corporeae discutere rationem. Ex rebus ipsis apparet 
quod diversam variamque permutationem recipiat natura corporea, ita 
ut possit ex Omnibus in omnia transformari; sicut, verbi gratia dixerim, 
lignum in ignem vertitur et ignis in fumum et fumus in aerem; sed 

lö et olei liquor in ignem mutatur. Escae quoque ipsae vel hominum 
vel animalium nonne eandem permutationis causam declarant? Nam 
quodcumque illud est, quod per cibum sumpserimus, in corporis nostri 
substantiam vertitur. Sed et qualiter aqua mutetur in terram vel in 
aerem et aer rursus in ignem vel ignis in aerem vel aer in aquam. 

20 quamvis non sit difficultas exponere, tamen in praesenti loco sufficit 
ea tantummodo commemorasse volenti corporalis materiae discutere 
rationem. Materiam ergo intellegimus quae subiecta est corporibus, 
id est ex qua inditis atque insertis qualitatibus corpora subsistunt. 

2 f vfjl. oben S. 107, 6ff — 3—8 vf/l. oben S. 79, 3 ff. 21 ff — 18 f vgl. Orig., 
In Joh. XIII 40 (IV 266, 15), In Jerem. hom. X 6 (III 76, 15) und Zeller, Phil. d. Gr. 
III 13, 149. 182 ff — 22-S. 110, 4 vgl. Orig., In Joh. XIII 61 (IV 293, 18: ώς 
νποχειμένον τινός κοινον της των σωμάτων και ασωμάτων φύσεως, όπερ μένει, 
ωσπερ μένειν φασί το νλικόν οι περί ταντα δεινοί των ποιοτήτων μεταβαλλουσών 
εις άφ&αραίαν). 21 (IV 245, 5: ει δε παν σώμα νλικόν έχει φίσιν τω ίδίω λόγω 
[= propria rationc 5. 110, 3] αποιον τνγχάνονσαν, τρεπτην δε και ά?.λοιωτί]ν και ίί' 
όλων μεταβλητών και ποιότητας χωρούσαν), c Geis. III 41 (Ι 237, 12: τοις υπό 
Ελλήνων λεγομένοις περί της τω ίδίω λόγω άποίον νλης, ποιότητας άμφιακομένης, 
οποίας ό δημιουργός βονλεται αντη περιτιΘ^έναι). IV 57 (Ι 330, 7: περί δε τον την 
νποκειμένην νλην δεκτικην είναι ποιοτήτων, ών ό δημιουργός βονλεται, πάντες οι 
πρόνοιαν παραδεξάμενοι κατασκευάζομεν). VI 77 (Π 146, 19), In Genes. Gomm. 
Frg. {Lom. VIII 5), De or. 27, 8 (11 367, 13 ff mit Test.) und Zeller, Phil. d. Gr. 
II 13, 605 ff; Daehne, Jüd.-alex. Religionsphil. I 183—192 

7 quo — 8 futuri < y 13 posset AC 



110 Origenes 

Qualitates autem qiiattuor dicimus: calidam, frigidam, aridam, humidam. 
Quae quattuor qualitates vX7j, id est materiae, insertae (quae materia 
propria ratione extra has esse invenitur quas supra diximus qualitates) 
diversas corporum species efficiunt. Haec tarnen materia quamvis, ut 
5 supra diximus, secundum suam propriam rationem sine qualitatibus 
sit, numquam tarnen subsistere extra qualitates invenitur. 

Hanc ergo materiam, quae tanta ac talis est, ut et sufficere ad 
omnia mundi Corpora, quae esse deus voluit, queat et conditori ad 
quascumque formas velit ac species famularetur in omnibus et serviret, 

10 recipiens in se qualitates, quas ipse voluisset imponere, nescio quomodo 
tanti et tales viri ingenitam, id est non ab ipso deo factam conditore 
omnium putaverunt, sed fortuitam quandam eins naturam virtutemque 
dixerunt. Et miror quomodo isti culpent eos, qui vel opificem deum 
vel providentiam huius universitatis negant, et impie eos sentire 

lö arguant, quod tantum mundi opus arbitrentur sine opifice vel provisore 
constare, cum ipsi quoque similem culpam impietatis incurrant, in- 
genitam dicentes esse materiam deoque ingenito coaeternam. Secun- 
dum hanc enim eorum rationem si ponamus verbi gratia materiam 
non fuisse, ut isti asserunt dicentes quia deus non potuerit aliquid 

20 facere, cum nihil esset, sine dubio futurus erat otiosus, materiam non 
habens ex qua posset operari, quam ei non sua provisione, sed fortuito 
sentiunt adfuisse; et videtur eis quod hoc, quod fortuito inventum est, 
sufficere ei potuerit ad tanti operis molem et ad suae virtutis potentiam, 
quod totius sapientiae suae suscipiens rationem distingueretur ac for- 

2δ maretur ad mundum. Quod mihi perabsurdum videtur et eorum esse 
hominum, qui virtutem atque intellegentiam ingenitae naturae penitus 

1 vijl. Anathcm. VI der Const. Syn. a. 543 {Hahn, Bibl. d. Symbole^ S. 228 : 
OZL 6 κόσμος πρεσβυτέρα της υπάρξεως αυτοϋ στοιχεία έχων ενυπόοτατα, ξηρόν, 
νγρόν, &ερμόν, χρνχρόν) tmd Zeller, Phil. d. Gr. II 2^, 439 ff — l\f£ xii υλη άγέ- 
νητος vgl. Orig. c. Gels. IV 60 (I 332, 9—13 mit Test.), Pkilokal. Gap. 24 p. 212 ff 
Bob.; Harnack, Dogmengesch. I^ 677 A. 6; Zeller, Phil. d. Gr. II is, 666 fl'. II 23, 432 f; 
W. Möller, Gesch. d. Kosmologie S. 537 f — 20 f vgl. oben S. 65, 12 ff — 23—25 vgl. 
unten II Gap. 9, 1 

2 vAj;] yla Α ylae Β yle G YAN μ yäü σ 6 qualitates α qualitate μ qua- 
litatem σ 13 dixerunt C'^''»"/ duxerunt ABC* 14 negant α non negant γ 
15 arguant Koe arguunt L 18 enim eorum α ergo MS<. GAb 19 non2 < γ 
21 posset M^corr possit α GM* α 22 et < y | quod^ <i β 23 potuerit γ 
poterit Α potuisse β 



De principiis II Cap. 1, 4. δ. Cap. 2, 1 111 

ignorent. Sed ut rationem rerum possimus diligentius iutueri, con- 
cedatur paulisper non fuisse materiam, et deum, cum nihil esset prius, 
fecisse ut essent ea, quae esse voluit: quid putabimus? quia meliorem 
aut maiorem aut alterius generis materiam facturus esset deus, quam 
δ ex sua virtute ac sapientia proferebat, ut esset quae ante non fuerat, 
an inferiorem et deteriorem, an similem atque eandem ut est illa, 
quam isti ingenitam dicunt? Et puto cuivis facillime pateat intellectus, 
quod neque melior neque inferior potuisset mundi formas speciesque 
suscipere, nisi talis fuisset, qualis ista est quae suscepit. Et quomodo 

10 ergo non yidebitur impium id ingenitum dicere, quod si factum a | deo 
credatur, tale sine dubio invenitur, quäle et illud est, quod ingenitum 
dicitur. 

5, Ut autem etiam ex scripturarum auctoritate haec ita se habere 
credamus, audi quomodo in Machabeorum libris, ubi mater Septem 

1δ martyrum unum ex filüs suis cohortatur ad toleranda tormenta, de 
hoc dogmate confirmatur; ait enim: »Rogo te, fili, respice ad caelum 
et terram et omnia, quae in eis sunt, et videns haec scito quia deus 
haec cum non essent, fecit«. Sed et in Libro Pastoris in primo man- 
dato ita ait: »Primo omnium crede quia unus est deus, qui omnia 

20 creavit atque conposuit et fecit ex eo quod nihil erat, ut essent uni- 
versa«. Fortassis ad hoc respicit etiam illud, quod in psalmis dictum 
est quia »ipse dixit, et facta sunt; ipse mandavit, et creata sunt«. 
Nam quod ait quia »ipse dixit, et facta sunt« yidetur ostendere sub- 
stantiam dici eorum, quae sunt; quod vero ait: »mandavit, et creata 

25 sunt« de quaütatibus dictum videtur, quibus substantia ipsa formata est. 



CAPUT SECUNDUM 
De perpetuitate corporeae naturae. 

1. Hoc in loco quaerere solent quidam, utrum sicut unigenitum 

filium generat pater et sanctum spiritum profert, non quasi qui ante 

30 non erat, sed quia origo et fons filii vel spiritus sancti pater est, et 

nihil in his anterius posteriusve intellegi potest, ita etiam inter ratio- 

1(> II Makk. 7, 28 — 19 Hermas, Mand. I 1, vrjl. oben I Praef. 4, ^'. 9, 13 

— 22. 23. 24 Psal. 148, 5, vgl. Orig. c. Gels. II 9 (I 13G, 9). VI 60 (II 130, 20) 

— 28—31 vgl. oben I Praef. 4 ti. Cap. 3, 7 — 30 vgl. oben S. 60, 2—4 

16 ad caelum α caelum γ 17 omnia α ad omnia γ 20 erant μ Ab 
28 unigenitum aS'^^^ ingenitum γ 



^■^2 Origenes 

nabiles natiiras et materiam corporalem similis quaedam societas vel 
propinquitas possit intellegi. Quam rem ut pleuius atque intentius 
investigent, illuc solent initium disputationis inflectere. ut inquirant, si 
haec ipsa natura corporea, quae spiritalium et rationabilium mentium 
5 vitas fert et continet motus, pari cum ipsis aeternitate perduret, an 
vero absoluta interibit et exolescet. Quod ut possit scrupulosius de- 
praehendi, requirendum primo videtur, si possibile est penitus incor- 
poreas remanere rationabiles naturas, cum ad summum sanctitatis ac 
beatitudinis venerint, quod mihi quidem difficillimum et paene inpos- 

10 sibile yidetur; an necesse est eas semper coniunctas esse corporibus. 
Si ergo posset quis ostendere rationem, qua possibile esset eas omni- 
modis carere corporibus, consequens videbatur quod natura corporea 
ex nihilo per interyalla temporum procreata sicut, cum non esset, 
effecta est, ita et esse desineret, cum usus eins ministerii praeterisset. 

15 2. Si vero inpossibile est hoc ullo modo adfirmari, id est quod 

yivere praeter corpus possit ulla alia natura praeter patrem et filium 
et spiritum sanctum, necessitas consequentiae ac rationis coartat in- 
tellegi principaliter quidem creatas esse rationabiles naturas, materialem 
vero substantiam opinione quidem et intellectu solo separari ab eis et 

20 pro ipsis vel post ipsas effectam videri, sed numquam sine ipsa eas 
vel vixisse vel vivere: soKus namque trinitatis incorporea vita existere 
recte putabitur. Ut ergo superius diximus, materialis ista substantia 
huius modi habens naturam, quae ex omnibus ad omnia transformetur, 
cum ad inferiores quosque trahitur, in crassiorem corporis statum 

25 solidioremque formatur, ita ut visibiles istas mundi species variasque 

16 f vgl. Clemens AI., Excerpta ex Theod. 10 (III 109, 16«.): αλλ' ονδε τα 
πνευματικά καΐ νοερά ονδε οι αρχάγγελοι (οΰίίέ' οι πρωτόκτιστοι ονδε μήν ονδ 
αντός άμορφος καΐ άνείδεος και άαχημάτιστος καΐ άαώματός εστίν, άλλα και μορ• 
φήν έχει ιδίαν και οώμα άνα λόγον τής υπεροχής τών πνευματικών απάντων, ως 
δε καΐ oi πρωτόκτιστοι άνα λόγον τής υπεροχής τών νπ^ αυτούς ουσιών und Huet, 
Origen. II 2 qu. 6, 14 — 18 vgl. oben I Gap. 7, 1 — 18 f vgl. oben I Οαφ. 2, 2 
— 21 f vgl. Ambros., De Abraham II 8, 58 [Migne SL XIV 506): Nos autem nihil 
materialis compositionis immune atque alieuum putamus praeter illam solam 
venerandae Trinitatis substantiam, quae vere pura ac simplex sincerae impermistae- 
que naturae est; tmd hinten III Gap. 6 — 22 rgl. oben S. 109, 11 ff 

2 Quam rem < y 6 exolescet α peribit γ 6 f depraehendi, requirendum 
α depraehondere, querendum γ 21 namque A^corrßy numquam A* 23 habens 
α habent G*M* habet Gcorr^fcorrj 



De principiis II Cap. 2, 1. 2. Cap. 3, 1 113 

distinguat; cum vero perfectioribus ministrat et beatioribus, in fulgore 
>caelestium corporum< micat et >spiritalis corporis< indumentis vel >angelos 
dei< vel >filios resurrectionis< exornat, ex quibus omnibus diversus ac 
varius unius mundi conplebitur status. 

5 Verum haec si plenius discutere libet, oportebit adtentius et diK- 

gentius cum omni metu dei et reverentia perscrutari scripturas divinas, si 
qui forte in bis de talibus arcanus et reconditus sensus, si quid in abs- 
consis et reconditis (>sancto spiritu demonstrante< bis, qui digni sunt) 
poterit inveniri, cum plura testimonia de hac ipsa specie fuerint con- 

10 gregata. 



CAPUT TEETIUM 

De initio mundi et causis eins. 

1. Superest ut post haec requiramus, utrum ante bunc mundum, 
qui nunc est, mundus alius fuerit, et si fuit, utrum talis fuerit, qualis 

1 f i-r/l. oben I Cap. 6, 4 — 2 i(/l. I Kor. 15, 40. 44 und Schnüxer, S. 90 f Ä. **, 
der S. 91 ,4. * Method. {beiPkot, Bibl. Cod. 234/). 299 a , 36 B.) vergleicht: βονλεται τοί- 
vvv υ Ώριγ('νης την μεν avTijv σάρκα μή άποκαϋ-ίστασθ-αί τ^ ^>νχ^, τήν δε ποιαν 
εκάατον μορφήν, κατά το είδος το τί]ν οάρκα καΐ ννν χαρακτήριζαν, εν ετέρω πνευμα- 
τικό) έντετνπωμενην άναατήαεαθ^αι σώματι. — 2 f rgiL [Matth. 22, 30 Kl] Luk. 20, 36 
— 8 vrjl. Hebr. 9, 8 — 13 ff xzi dem 1. Abschnitt v(jl. Hieron., Ep. ad Avil. 5 {Migne 
SL XXII 1063: In secundo aiitem libro mundos asserit innuinerabiles, non 
iuxta Epicurum uno tempore plurimos et sui similes, sed post alterius mundi 
finem alterius esse principium. Et ante hunc nostrum mundum alium 
fuisse mundum, et post hunc alium rursum futurum, et post illum 
alium, rursumque ceteros post ceteros. Et addubitat utrum futurus 
sit mundus alteri mundo ita ex omni parte consimilis, ut nullointer 
se distare videantur, an certe numciuam mundus alteri mundo ex 
toto indiscretus et similis sit futurus). Vgl. Theophil. AL, Ep. pasch. I 9 
bei Hieron. Ep. 96 {Migne SL XXII 780: Nee quisquam hominum crebrius 

6f si qui β si quid Α γ 7 f si quid in absconsis et reconditis] vielleicht 
Variante xu si qui forte — sensus Z. 6f oder tcillkürliche Veränderung Rufins, so 
daß der Text richtiger so gelautet hätte: si qui forte in bis de talibus tarn abs- 
consis et reconditis arcanus et reconditus sensus . . . poterit inveniri; rgl. Orig. 
c. Gels. VII 60 (II 210, 24tfj 8 reconditis] + sennonibus Del 

Origenes V. 8 



j[j^4 Origenes 

iste, qui nunc est, an paulo difFerentior vel inferior; aut omnino non 
fuerit mundus, sed tale aliquid fuerit, qualem intellegimus illum post 
omnia >finem< futurum, >cum tradetur regnum deo et patri<: qui nihilo- 
minus alterius mundi fuerit finis, illius scilicet, post quem hie mundus 
5 coepit, lapsus autem varius intellectualium naturarum provocaverit 
deum ad istam variam diversamque mundi conditionem. Sed et illud 
similiter requirendum puto, ] utrum post hunc mundum curatio aliqua 80 
et emendatio futura sit, asperior quidem et doloris plena erga eos, 
qui verbo dei oboedire noluerunt, per eruditionem vero rationabilem- 

10 que institutionem, per quam possent ad locupletiorem proficere veritatis 
intellectum hi, qui in praesenti iam vita in baec se studia dediderunt 
et mentibus purgatiores effecti, capaces iam binc divinae sapientiae 
perrexerunt, et si post baec statim finis omnium consequetur; an pro 
correctione et emendatione eorum, qui talibus indigent, alius rursum 

15 mundus erit, yel similis buic, qui nunc est, vel boc melior aut etiam 
multo deterior; et quabscumque ille erit post bunc mundus, quam diu 
erit, aut si omnino erit; et si erit aliquando cum nullus usquam sit 
mundus, aut si fuit aliquando cum mundus omnino non fuerit; aut si 
fuerunt plures vel erunt, aut si accidat aliquando, ut alter alteri 

20 aequalis et similis per omnia atque indiscretus eveniat. 

2. Ut ergo manifestius appareat, utrum materia corporaKs per 
intervalla subsistat et, sicut non fuit antequam fieret, iterum resolvatur 
ut non sit, videamus primo si fieri potest, ut vivat aliquis sine corpore. 
Si enim potest aliquis vivere sine corpore, possunt et omnia esse sine 

25 corpore; omnia enim ad unum finem tendere superior tractatus edocuit. 
Si autem omnia possunt carere corporibus, sine dubio non erit sub- 
stantia corporalis, cuius usus nullus existet. Et quomodo sentiemus 

moritur, quod Origenes ausus est scribere, Stoicoruin impiissimum dogma divi- 
narum cupiens scripturarum auctoritate fiiinare) ; Aiigustm., De civ. Dei XI 5. ΧΠ 12 ; 
Denis, De laphil. dOriri.p. 179 A. 1. 351 und Windelband, Lehrb. d. Gesch. d. Phil Λ 
S. 214. 

3 vgl I Kor. 15, 24 — 18 f vgl Clemens AI, Eypotyp. Frg. 23 (ΙΠ 202, 12 St:), 
erhalten bei Phot., Cod. 109 {p. 89a, 16 B.): ετι δε μετεμψνχώσεις xal ηολλονς 
προ τον ^Αδαμ κόσμους τερατενεται. — 25 vgl oben S. 107, 23tf — 26 Si — 27 existet 
= Hieron., Ep. ad Av^t. 5 {Migne SL XXII 1063 f: Rursumque post modicum 
»Si omnia« inquit, »ut ipse disputationis ordo conpellit, sine corpore 
vixerint, consumetur corporalis universa natura, et redigetur in 

8 futura sit α erit y 11 hi] bis Weg 13 et si α et y | λμ AB jlj! ac C 
ac y 14 f oo mundus rursum γ 17 aut si omnino erit < }' 19 ob accidit? 



De pi-incipiis II Cap. 3, 1. 2 11^5 

illiid. quod apostoliis dixit in his locis, in quibus de resurrectione dis- 
piitat mortuorum, cum ait: »Necesse est autem corruptibile hoc induere 
incorruptionem, et mortale hoc induere inmortalitatem. Cum autem 
corruptibile hoc induerit incorruptionem, et mortale hoc induerit in- 
δ mortalitatem, tunc fiet sermo, qui scriptus est: Absorpta est mors in 
victoria: ubi est, mors, victoria tua? ubi est, mors, aculeus tuus? 
aculeus autem mortis peccatum, virtus vero peccati lex«. Talern ergo 
quendam suggerere videtur apostolus intellectum. Quod enim ait: 
»corruptibile hoc« et »mortale hoc« , velut tangentis et ostendentis 

10 affectu, cui alü convenit nisi materiae corporali? Haec ergo materia 
corporis, quae nunc corruptibilis est, >induet incorruptionem<, cum per- 
fecta anima et dogmatibus incorruptionis instructa uti eo coeperit. 

Et nolo mireris si yelut indumentum corporis perfectam animam 
dicimus, quae propter verbum dei et sapientiam eins nunc >incorruptio< 

15 nominatur; cum ipse utique qui est dominus et creator auimae Christus 
lesus indumentum sanctis esse dicatur, sicut apostolus dicit: »Indulte 
vos dominum lesum Christum«. Sicut ergo Christus indumentum est 
animae, ita intellegibili quadam ratione etiam anima indumentum esse 

nihilum quae aliquando est facta denihilo; eritque tempus quo usus 
eius iterum necessarius sit«). Hierxtt stimmt Theophil. ΑΙ., Ep. pasch. I 17 
bei Hieron. Ep. 96 {Mifjne SL XXII 787: Nam si natura corporea vana 
est et futilis iuxta Origenis errorem), ferner Ep. syn. 2 hei Hieron. Ep. 92 
(il/?V7?2e .S'L XXII 763 : Quid loquar de resurrectione mortuorum, in qua perspicue 
blasphemat et dicit quod post multos saeculorum recursus corpora nostra 
paulatim redigantur in nihilum et in auram tenuem dissolvantur; 
ac ne parvum hoc putaremus, adiecit: Resurgens corpus non solum cor- 
ruptibile sed mortale erit) und Ep. pasch. I 13 bei Hieron. Ep. 96 {Migne 
SL XXII 783: ut audeat dicere corpora nostra suscitatum quidem iri, 
sed sie ut corruptelae rursus ac morti subiaceant . . ., eoenrfa I 15, J9. 785: 
Dicit corpora quae resurgunt post multa saecula in nihilum dissol- 
veada nee futura aliquid, nisi cum de coelorum mansionibus animae 
ad inferiora dilapsae indiguerint novis, quae alia rursum flaut, 
prioribus omnino deletis, ähnlieh auch Ep. pasch. II 1\, ;;. 800); Rnfnis 
Übersetzung ist also hier imgenau und lückenhaft. 

1 I Kor. 15, 53—56 — 16 Rom. 13, 14 

3 Cum — 4f inmortalitatem über d. Z. A^ <i C 6 ubi est^ α absorta est 
OM* absortus est ilf 2 ^ 7 yero β γ autem J. 9 tangentis α angentis j' 12 dog- 
matibus] δεΐγμασι verm. im gricch. Text Schtiit'ner, S. 94 -4. * | eo α eos μ 
eis σ 1 7 oo '^V^ ihm μ (Christum < σ) 



llß Origenes 

dicitur corporis. Ornamentum enim eius est Celans et contegens eius 
mortalem naturam. Tale est ergo quod dicitur: »Necesse est cor- 
ruptibile hoc induere incorruptionem«, ut si diceret: necesse est naturam 
hanc corruptibilem corporis indumentum accipere incorruptionis, ani- 
δ mam liabentem in se incorruptionem, pro eo yidelicet quod induta est 
Christum, qui est sapientia et verbum dei. Cum autem vitae partici- 
payerit corpus hoc, quod aliquando gloriosius habebimus, tunc ad id 
quod inmortale est accedit, ut etiam incorruptibile fiat. Si quid nam- 
que mortale est, hoc continno et corruptibile est; non tarnen si quid 

10 corruptibile est, hoc etiam mortale dici potest. Denique lapidem vel 
lignum corruptibile quidem dicimus, non tamen etiam mortale conse- 
quenter dicemus, numquam enim vixit. Corpus vero quoniam vitae 
participat, ex eo quod separari ab eo vita potest et separatur, conse- 
quenter mortale nominamus et secundum alium quoque intellectum 

15 etiam corruptibile dicimus. 

IMira ergo ratione sanctus apostolus (ad) generalem primo causam 
respiciens materiae corporaKs, cuius materiae anima usum semper habet 
in qualibet qualitate positae, nunc quidem carnali postmodum vero 
subtiliori et jjuriori, quae spiritalis appellatur, ait: »Necesse est cor- 

20 ruptibile hoc induere incorruptionem«; secundo vero ad specialem cor- 
poris respiciens causam ait: »Necesse est mortale hoc induere inmor- 
tahtatem«. >Incorruptio< autem et >inmortalitas< quid aliud erit nisi 
sapientia et verbum et iustitia dei, quae formant animam et induunt 
et exornant? Et ita fit ut dicatur quia >corruptibile incorruptionem 

25 induit, et mortale induit inniortalitatem<. Nunc enim etiamsi valde 
proficiamus, tamen quoniam >ex parte cognoscimus et ex parte prophe- 
tamus< et >per speculum in aenigmate videmus< ea ipsa, quae videmur 
intellegere, nondum >corruptum hoc induit incorruptionem<, neque 

2 I Kor. 15, 53 — 5f tgl. oben I Cap. 3, 6. 2, 1—3 — 7—10 vifl. Orig. e. Geis. 
V 19. \ll 32 (U 21, 1. 183, 12), In Joh. XIII 61 (IV 293, 21: ov ταντόν δά έατιν {το} 
τ/)ν φΟ-αρτί]ν φναιν ίνδίίο&αι άφθ^αραίαν, και το τήν φ^αοτήν φίοιν μΐταβάλλειν 
εις άφ&αρσίαν. τά δ' αντά καΐ περί τής S -νητής λεκτέον, ον μεταβαλ?.ονσης μεν 
εΙς άΒ^αναοίαν, ενδνομένης δε αντήν) und oben S. 114, 26 f — 19. 21 η. S. 117, 5 
ι Kor. 15, 53 — 22—24 vgl Orig., De or. 27,9 (II 369, 21: τής ίδιας ά&ανασίας, 
άθ^άνατος γαρ ό λόγος τον ϋ-εον, μεταδιδονς τώ έοΘ-ίοντι αντον), In Joh. Π 17 
(IV 75, 2: οτε ονδε ό χριστός εαχε τήν τον πατρός άθ-ανααΐαν; εγείοατο γαρ ίηερ 
παντός &ανάτον) und oben S. 56, 20 ff — 24 f. 28 vgl. I Kor. 15, 53 — 26 f rgL 
1 Kor. 13, 9. 12 

3 ut si] ac si J5J.O 12 numquam enim vixit -< Λγ 16 ^ad Merlin Del 



De principiis II Cap. 3, 2. 3 117 

>ηιοι•ί3ΐθ< ab >inmortalitate< circumdatur; et quoniam sine | dubio in longius 81 
protrahitur nostra haec in corpore eruditio: videlicet usque quo ipsa 
Corpora nostra, quibus eircuindati sumus, propter verbum dei et 
sapientiam ac perfectam iustitiam incorruptionem inmortalitatemque 
δ mereantur, propterea dicitur: »Necesse est corruptibile hoc induere 
incorruptionem, et mortale hoc induere inmortalitatem«. 

'Λ. Verumtamen hi, qui putant posse umquam extra corpora vitam 
ducere rationabiles creaturas, possunt in hoc loco talia quaedam movere. 
Si verum est quod >corruptibile hoc induet incorruptionem, et mortale 

10 hoc induet inmortalitatem, et quod absorbeatur mors in finem<, non 
aliud quam materialem naturam exterminandam declarat, in qua operari 
mors aliquid poterat, dum hi, qui in corpore sunt, per naturam materiae 
corporalis mentis acumen videntur obtundi. Si vero extra corpus sint, 
tunc omnem molestiam huiuscemodi perturbationis effugient. Sed 

15 quoniam non ad subitum omne indumentum corporeum effugere poterant, 
prius in subtilioribus ac purioribus inmorari corporibus aestimandi sunt, 
quae ultra nee a >morte< vinci nee >aculeo mortis< conpungi praevaleant, 
ut ita demum paulatim cessante natura materiali et >absorbeatur mors< 
et exterminetur >in finem<, atque omnis eins >aculeus< penitus retun- 

20 datur per divinam gratiam, cuius capax effecta est anima et >incor- 
ruptionem< atque >inmortalitatem< meruit adipisci. Et tunc merito dicetur 
ab Omnibus: »Ubi est, mors, victoria tua? ubi est, mors, aculeus tuus? 
Aculeus autem mortis peccatum est«. Si ergo haec habere conse- 

9 Si — 12 poterat = Hieron., Ep. ad Avit. δ {Migne SL XXU 1004): Et in 
consequentibus : *Sin autem, ut ratione et Scripturarum auctoritate uion- 
stratum est, corruptivum hoc induerit incorruptionem. et mortale 
hoc induerit inmortalitatem, absorbebitur mors in victoriam, et 
corruptio in incorruptionem, et forsitan omnis natura eorporea 
tolletur e medio, in qua sola potest mors operari« — \){vgl.\Kor. 
1δ, δ3. δ4 und Huet, Origen. II 2 qu. G, 2. 12 — 1 δ f vgl. Titus v. Bostra c. 
Manich. I {bei Joh. Dam., Sacra Par. II 703 C ed. Le Quien): αλλ' tv τΛ μακαρίω 
ταύτας taea^ai των σο/ζομένων τάς ψνχάς, άπεύ.ηφνίας μεν τύ σίμφντον ανταϊς 
ΰώμα, ου μεντοι βαρν καΐ γεώδες καΐ ααρκικής έπιθ^νμίας γίμον, κα^άπερ τ^ν 
^Q'/Ji^'y ^^ε δι/ προσήκον ην τω άγώνι της αρετής ένενδοκιμΤ/σαι ταΐταις. — 
17—19 cgi. ι Kor. 15, 54. δδ — 22 Ι ivor. 1 δ, 5δ. 56 — 23 Si — S. 119, δ οοη- 
firmant = Hieron., Ep. ad Avit. δ {Migne SL XXII 1064): Et post paululum: 
»Si hacf uon sunt contraria fidei, forsitan sine corporibus aliquando 

12 hi] hü Α his α 13 videtur σ 14 onincm «il/'f"'' omni (iM' vm- 
nino »• 21 dicetur β dicitur Ay 



118 Origenes 

quentiam videntur. reliquum est ut sfcatus nobis aliquando incorporeus 
futurus esse credatur; quod si recipitur et omnes subiciendi Christo 
esse dicuntur, necesse est ut omnibus et hoc deferatur, in quos per- 
venit Christi subiectio; ει όε τα νποτεταγμένα τω ΧριΟτφ νποταγη- 
5 οεται επϊ τελεί και τω ϋ^εφ, πάντες απο&ήοονται τα οώματα' y.di 
οίμαι ότι τότε. εις το μη όν εοται άνάλνοις της των οωμάτων φνοεως, 
νποΟτηοομένης δεύτερον, εάν πάλιν λογικά νποκαταβη. |quia omnes. 
qui subiecti sunt Christo, in fine quoque subiecti erunt deo patri, cui 
regnum traditurus dicitur Christus, et ita videtur, ut tunc etiam usus 

10 corporum cesset. Si autem cessat, in nihilum redit sicut et antea 
non erat. 

Sed yideamus quid eis oceurrat. qui haec ita asserunt. Videbitur 
enim esse necessarium ut, si exterminata fuerit natura corporea. secundo 
iterum reparanda sit et creanda: possibile enim yidetur ut rationabiles 

15 naturae. a quibus numquam aufertur liberi facultas arbitrii. possint 
iterum aliquibus motibus subiacerej, indulgente hoc ipsum deo, ne forte, 
si inmobilem semper teueant statum. ignorent se dei gratia et non sua 
virtute in illo fine beatitudinis constitisse; quos motus sine dubio 
rursum varietas corporum et diversitas prosequetur, ex qua mundus 

vivemus. Sin autem qui perfecte subiectus est Christo absque cor- 
pore intellegitur, omnes autem subiciendi sunt Christo, et nos er imus 
sine corporibus, quando ei ad perfectum subiecti fuerimus-i. Et in 
eodem loco: »Si subiecti fuerint omnes Ueo, omnes deposituri sunt 
Corpora, et tunc corporalium rerum universa natura solvetur in ni- 
hilum; quae, si secundo necessitas postularit, ob lapsum rationa- 
bilium creaturarum rursus existet [existens Codd. ΖΪΖ> existent God.B'. Deus 
enim in certamen et luctamen animas dereliquit, ut intellegant 
plenam consummatamque victoriam non ex propria se fortitudine, 
sed ex Dei gratia consecutas. Et idcirco arbitror pro rarietate cau- 
sarum diversos mundos fieri, et elidi errores eorum, qui similes sui 
mundos esse contendunt«. 

2—9 i-gl. IKor. 15, 27. 28. 24 — 4—7 Frr/. 19 {Red. 112. bei Justinian, 
Ep. ad Mentmm {Mansi IX 529) mit der Überschrift: Έκ τον αϊτοί• λόγον, οτι 
ϊαται τελεία ?) [< }) Cod. Äth.] των σωμάτων άηύθ^εοις = Ζ.1 quia — 16 subiacere 
Ruf., es stimmt genau mit Hieron. (*Si subiecti fuerint — mrsus existet«) überein 
— 12 if vgl. Deytis, De la phil. dOrig. p. 383 ^.1; Eieron., Ep. LV ad Amand. 5 
{Migne SL XXII 564, tro Rilar. Pict. c. Arian. XI citiert uird) 

1 nobis « noster γ \ νποτεταγμένα. Cod. Ath. Mansi i. T. νποτκγΐτντα 
Mansi a. R. Red. 



De principiis II Cap. 3, 3. 4 119 

semper adornatur. nee umquam poterit miindus nisi ex varietate ac 
diversitate constare; quod effici nullo genere potest extra materiam 
corporalem. 

4. lam vero qui indissimiles sibi mundos ac per omnia pares ali- 
δ quando evenire confirmant, nescio quibus id possint adserere docu- 
mentis. Si enim per omnia similis mundo mundus dicitur, erit ut 
iterum Adam vel Eva eadem faciant quae feeerunt; idem iterum (erit• 
diluYium, atque idem Moyses rursum populum sexcenta milia numero 
educet ex Aegypto, ludas quoque bis dominum tradet, Paulus secundo 

10 lapidantium Stephanum vestimenta servabit, et omnia, quae in hac Tita 
gesta sunt, iterum gerenda dicentur: quod non puto ratione aliqua 
posse firmari, si arbitrii libertate aguntur animae et vel profectus suos 
vel decessus pro voluntatis suae sustinent potestate. Xon enim cursu 
aliquo in eosdem se circulos post multa saecula revolvente aguntur 

15 animae, ut hoc aut ülud vel agant vel cupiant. sed quocumque 
proprii ingenü libertas | intenderit. illo gestorum suorum dirigunt 82 
cursum. 

Tale autem est quod ab istis dicitur, ut si qui velit adserere quod 
frumenti medimnum si profundatur in terram, potest fieri ut iidem et 

20 penitus indiscreti secundo accidant casus granorum, ita ut unumquod- 
que granum iuxta id profusum iaceat secundo, quo primo aliquando 
deiectum est, et eodem ordine eisdemque dispersum sit signis, quibus 
fuerat primo diffusum; quod utique in innumerabilibus medimni granis 
inpossibile est prorsus accidere, etiamsi per inmensa saecula indesinenter 

■_'5 ac iugiter effundantur. Ita ergo mihi inpossibile videtur eodem ordine 
eisdemque modis nascentium ac morientium atque agentium quid secundo 
mundum posse reparari; sed inmutationibus non minimis diversos 
posse mundos existere, ita ut pro manifestis quibusque causis melior 
Status sit alterius mundi et pro alüs inferior et pro aliis medius 

30 quidam status. Qui autem vel numerus vel modus hie sit, ego me 
nescire fateor. Si qui autem posset ostendere, libentius discerem. 

6ff ry. Orirj. c. Gels. IV 67. 68 (1337, 6 ff. 338, 3 ff). V 20. 21 II 21. 23 ff); 
Oleinens ÄL, Strom. V 1 ill 332, 2iSt. mit Test.); Euseb., Werke III 2, p. 91*, 4 
und Denis, De la phil. dOrifi. p. 328 .4.1; Schmekel, Die Phil. d. mittl. Sfoa 
S. 18S-190. 



Β CN3 similis per omnia γ \ mundo < y 7 erit) Merlin Del 9 educefc 
Merlin Del educat β γ deducat Α 18 autem α enim / 21 quo β γ quod Α 
2 δ effundantur BMa fffundatur .IC'^^ 30 vel' < γ \ ego < γ 



120 Origenea 

δ. Verumtamen multorum saeculorum finis esse dicitur hie mundus, 
qui et ipse >saeculum< dicitur. Docet autem sanctus apostolus quod 
Christus in eo saeculo, quod ante hoc fuit, non est passus, sed ne 
in illo quidem, quod ante ipsum fuit; et nescio si enumerare sufficiam, 
5 quanta fuerint anteriora saecula, in quibus passus non est. Ex quibus 
autem sermonibus Pauli ad occasionem huius intellegentiae venerim, 
proferam; ait enim: »Nunc vero semel in eonsummatione saeculorum 
ad refellendum peccatum per hostiam sui manifestatus est«. Semel 
enim ait eum >hostiam< eifectum et >in eonsummatione saeculorum ad 

10 refellendum peccatum esse manifestatum<. Quod autem post hoc sae- 
culum, cj[uod ad consummationem aliorum saeculorum dicitur factum, 
erunt alia »saecula supervenientia<, manifeste ab ipso Paulo didicimus 
dicente: »Ut ostenderet in saeculis supervenientibus superabundantes 
divitias gratiae suae in bonitate super nos«. Non dixit: in saeculo 

15 supervenienteneque: in duobus saeculis, sed> in saeculis supervenientibus<; 
unde arbitror multa saecula indicio sermonis istius declarari. 

Si vero est aliquid saeculis maius (ita ut in creaturis quidem 
saecula intellegantur, in aliis vero, quae excedunt et supergrediuntur 
visibiles creaturas, * *), quod erit forte in >restitutione omnium<, cum 

20 ad perfectum finem universa pervenient: id fortasse plus aUquid esse 
quam saeculum intellegendum est, in quo erit omnium consummatio. 
Movet me autem in hoc seripturae sanctae auctoritas, quae dicit: »In 
saeculum, et adhuc«; >adhuc< enim quod dicit, plus aliquid sine dubio 
quam saeculum vult intellegi; et vide ne illud quod dicit salvator quia 

25 »volo ubi ego sum ut et isti ibi sint mecum« et »sicut ego et tu unum 
sumus, ut et isti in nobis unum sint« ostendere videatur plus aliquid 
quam est saeculum vel saecula, forte etiam plus quam est >saeeula sae- 
culorum<, id videlicet cum iam non in saeculo sunt omnia, sed >omnia 
et in Omnibus deus<. 

2 vgl. z. B. Weish. Sal. 13, 9 — 2 ff vgl. Huet, Origen. Π 2 qu. 3, 23. 24 — 
3—10 dagegen vgl. Hieron., Apol. I 20 {Migne SL XXIII 413 f : Origeni tuo licet 
. . . Christumque dicere saepe passum et saepius passurum, ut quod semel profuit, 
semper prosit assumptum) und unten IV Cap. 3, 14 (26) — 7 Hebr. 9, 26 — 
13 Ephes. 2, 7 — 19 vgl. Act. 3, 21 Kl — 22 ί vgl. Psal. 113, 26. 120, 8. 124, 2. 
130, 3 — 25 Joh. 17, 24 — 25 f Joh. 17, 21 — 27 f cgi. r.. B. Gal. 1, δ. I Tim. 1, 17 
— 28 f vgl. I Kor. 15, 28 

4 in < AC 9 eum < y 15 sed in saeculis < j' 11 co aliquid est γ 
i ut α et σ < ;M | quidem α quidam G quadam ΛΡ quaedam σ 19 * *j viel- 
leicht (maius aliquid saeculis) Koe 20 pervenient Merlin Del perveniunt L 
25 ut < y 28 f omnia et < y 



De principiis II Cap. 3, δ. 6 121 

6. His pro nostris viribus de mundi ratione dissertis, non videtur 
incongruum etiam ipsius mundi appellatio quid sibi veKt inquirere: 
quae appellatio in scripturis sanctis diversa significans frequenter 
ostenditur. Quod enim latine mundum dicimus, graece κόομος appel- 
5 latur; κόομος autem non solum mundum, sed et ornamentum signi- 
ficat. Deuique in Esaia ubi ad >principes filias Sion< increpationis 
sermo dirigitur, et dicit: »Pro ornamento capitis aurei calvitium 
habebis propter opera tua« , ornamentum ibi eo nomine quo mundum 
appellavit, id est κόαμον. Dicitur etiam in indumento pontificis mundi 

10 ratio contineri, sicut in Sajsientia Salomonis invenimus, cum dicit quia 
»in vestimento poderis erat universus mundus«. Mundus dicitur etiam 
noster cum habitatoribus suis orbis iste terrarum, sicut cum scriptura 
dicit quia »omnis mundus in maligno positus est«. Meminit sane 
Clemens, apostolorum discipulus, etiam eorum, quos άντίχ&ονας Graeci 

15 nominarunt, atque alias partes orbis terrae * , ad quas neque nostrorum 
quisquam accedere potest, neque ex illis, qui ibi sunt, quisquam transire 
ad nos, quos et ipsos mundos appellavit, cum ait: »Oceanus iutrans- 
meabilis est hominibus et hi, qui trans ipsum sunt mundi, qui his 
eisdem dominatoris dei dispositionibus gubernantur«. 

20 Dicitur mundus etiam ista universitas, quae ex caelo constat et 

terra, sicut Paulus ait: »Transiet enim habitus huius mundi«. Designat 
sane et alium quendam mundum praeter hunc visibilem etiam dominus 
et salvator noster, quem re vera describere ac designare difficile est; 
ait namque: »Ego non sum ex hoc mundo«. Tamquam enim qui ex 

25 alio quodam esset mundo, ita dixit | quia »non sum ex hoc mundo«. 
Cuius mundi difficilem nobis esse expositionem idcirco praediximus. 

1—4 vffl. Orig., In Matth. XIII 20 {Lom. III 248 ff) — β vgl Jes. 3, 17 Kl 
— 7 Jes. 3, 24 — 11 Weisk. Hai. 18, 24 — 13 I Joh. 5, 19 — 13—17 vgl 
Clemens ad Gor. I 20, 5: aßvaaon• τε άνεξιχνίαοτα καΐ νερτέρων ανεκδιήγητα κλί- 
ματα τοις αντοΐς αννάχεται προατάγμααιν — 17 Clemens ad Cor. Ι 20, 8: ωκεα- 
νός άπΐραντος άν&ρώποις καΐ οϊ μετ^ αντον κόαμοι ταΐς ανταΐς ταγαΐς τον 
δεσπότον διεν&ννονται — 21 Ι Kor. 7. 31 — 21. 25 Jo/i. 17, 14. 16; rgl Huef, 
Origen. II 2 qii. 3, 10 

4 enimö<;«jU 4f Λτόσ.ωος a. ;ίόσ^ος] cosmos a. cosmosc/iOCTiVÖC? a. cosmos γ 
5 luuncluui β mundus Αγ 5f hinter significat nimmt Schnitxer, S. 99 A. ** den 
Ausfall von Schriftstellcn an, ivo κόσμος = ornamentum ist, vgl. Orig., In Matth. 
XIII 20 [Lom. III 248) 9 cosmon « KOCMON γ 14 anticthonas ^* C AN- 
ΤΙΧΘΟΝΑΟ Β γ 15 hinter terrae scheint ein Verbuni, x. B. dicit oder memoiat. 
zu feltkn \ nostrorum βγ nostrum Α 18 rgl S. 122, 15 f; Orig. las also: 
κόσμοι, ο'ΐ ... διενΟ^. 24 ex η de γ 



122 Origenes 

ne forte aliquibus praebeatur occasio illius intellegentiae, qua putent 
nos imagines quasdam, quas Graeci iötag nominant, adfirmare: quod 
utique a nostris rationibus alienum est, mundum incorporeum dicere, 
in sola mentis fantasia vel cogitationum lubrico consistentem; et quo- 
δ modo vel salvatorem inde esse vel sanctos quosque illuc ituros poterunt 
adfirmare, non video. Verumtameu praeclarius aliquid et splendidius, 
quam iste praesens est mundus, iudicari a salvatore non dubium est, 
in quem etiam credentes in se tendere provocat et hortatur. Sed utrum 
mundus iste, quem sentiri vult, separatus ab hoc sit aliquis longeque 

10 divisus vel loco vel qualitate vel gloria, an gloria quidem et qualitate 
praecellat, intra huius tamen mundi circumscriptionem cohibeatur, quod 
et mihi magis verisimile videtur, incertum tamen est et, ut ego arbitror, 
humanis adhuc cogitationibus et mentibus inusitatum. Ex bis tamen, 
quae Clemens visus est indicare cum dicit: »Oceanus intransmeabilis 

15 hominibus et hi mundi, qui post ipsum sunt«, mundos, (>qui) post 
ipsum sunt<, pluraliter nominans, quos et eadem dei summi providentia 
agi regique significat, semina quaedam nobis huiuscemodi intellegentiae 
videtur adspergere, quo jjutetur omnis quidem universitas eorum. quae 
sunt atque subsistunt, caelestium et siipercaelestium, terrenorum inferno- 

20 rumque, unus et perfectus mundus generaliter dici, intra quem vel a 
quo ceteri, hi qui illi insunt, putandi sunt contineri. 

Unde quidam volunt globum lunae vel solis ceterorumque astrorum, 
quae πλανήτας vocant, per singula mundos nominari; sed et ipsum 
supereminentem quem dicunt απλανή globum, proprie nihilominus 

25 mundum appellari volunt. Denique etiam Baruch prophetae librum in 
adsertionis huius testimonium vocant, quod ibi de Septem mundis vel 

3 f rgl. Orif/., In Num. hom. XXVIII 2 \Lom. X 366 f) und untm IV 24 (22) — 
β— 8 vgl. Joh. 17, 24 — \^ Clemens ad Gor. I 20, 8 — 22—25 vgl. Orig. c. Gels. 
VIII 52 (II 267, 18—20) — 19 vgl. Phil. 2, 10 — 25 fif nicht in dem an Jeremia 
angeschlossenen Buch Baruch; in der griech. erhaltenen, von M. R. James iTexts 
and Stndies V 1 1897] herausgegebenen Bartichapokalgpse {vgl. Pseudepigraphen des 
ATs. her. voii Kautxsch S. 446 — 457) larden dem Baruch fünf Himmel gexeigt. 

2 ideas AG EIJEäG B [IJEAC G iäeac Mo [doch ydeas S a. P. Ab über 
d. Z.) 3 rationibus <i γ 7 a < Gß 8 in quem α in quod μ in quo σ 11 co- 
hibeatur α cohibetur γ 15 \ψα) Merlin Del 16 sunt <. βγ 19 et supercaelestium 
<y 21 hi (hü A) qui illi insunt J. 5 si qui illi sunt Cy 22 ceterorumque astro- 
rum α ceterorum μ ceterorumque α 23 quae α GM* quas Meorr quos 5 que Ab 
planetas AG, Β α. Rand, γ nÄANHeÄG Β i. Text 24 aplane AG, Β a. Rand. Mo 
AUAAISH Β i. Text APLANE G 



De principiis II Cap. 3, 123 

caelis evidentius indicetur. Esse tarnen super illam οφαΐραν, quam 
ajrXav?] dicunt, volunt aKam, quam, sicut apud nos caelum continet 
omnia, quae sub caelo sunt, ita illam dicunt inmensa quadam sui 
magnitudine et ineffabili conplexu spatia universarum spherarum ambitu 
5 magnificentiore constringere; ita ut omnia intra ipsam ita sint, sicut 
est haec nostra terra sub caelo: quae etiam in scripturis sanctis >terra 
bona< et >terra viventium< creditur nominari, habens suum caelum 
illud, quod superius diximus, in quo caelo sanctorum nomina scribi vel 
scripta esse a salvatore dicuntur; c[uo caelo cohibetur illa >terra< atque 

10 concluditur, quam salvator in evangelio >mansuetis< et mitibus repro- 
mittit. Ex illius namqne terrae nomine etiam haue nostram, cui 
>arida< prius nomen fuerat, cognominatam A'olunt, sicut et >firmamentum< 
hoc >caelum< illius caeli vocabulo nuncupatum est. Verum de huius- 
cemodi opinionibus plenius in illo loco tractavimus, cum requireremus. 

15 quid esset quod »In principio fecit deus caelum et terram«. Aliud 
enim >caelum< atque alia >terra< indicatur esse quam illud ^firmameu- 
tum<, quod post biduum factum dicitur, vel >arida<, c^uae postmodum 
>terra< nominatur. 

1—6 vgl. Cicero, De rcp. VI 17 {Somn. Seip. 4: novem tibi orbibus vel potius 
globis conexa sunt omnia, quorum unus est caelestis, extimus, qui reliquos omnis 
conplectitur) ; Gregor•. Nyss., In IJexaem. {Migne SGr XLIV 117: η πώς δια την 
αηειρον της απλανούς σφαίρας των περιγείων νπόοτασιν εν μέοω τον παντός δια- 
οτήματος τ>)ν ηλιακών φίσιν ?) μεγάλη τον Θ-εοΐ- αοφία κατέταξεν) und Eedepenning, 
Origenes II 340 f — 6f vgl. Exod. 3, 8 {Orig. c. Cels. VII 28. 81). Lulc. 8, 8 ίί. 
Jerem. 11, 19. Psal. 26, 13. 141, 6; dazu Orig., In Num. hom. XXVI 5 {Lom. X 329), 
In Lev. hom. XV 2 {Lom. IX 424), In Psal. 36, 30 hom. V 4 {Lom. XII 226 f ) — 
8 f vgl. lAik. 10, 20 — 9—13 vgl. Matth. δ, 4. Gm. 1, 10. 8 und Orig., In Psal. 
hom. II 4 {Ijom. XII 173 f: Est et alia quaedam terra illa, de qua Scriptura dicit, 
fluens lac et mel, quam Salvator in Evangeliis repromittit mansuetis, dicens: 
jibeati mansueti, quoniam ipsi possidebunt terram«. Haec nostra, quam habitamus, 
proprio vocabulo >arida< appellatur, sicut et coelum istud, quod intuemur, proprie 
fii-mamentura dicitur. Ex a])pellatione vero alterius coeli etiam istud firmamentum 
coeli nomen accepit, sicut edocet scriptura Geneseos [1, 8]), In Num. hom. XXVI 5 
{Lom. X 328 f) — 14 nicht erhalten; vgl. xu caelum — firmamentum Orig., In 
Oen. hom. I 1. 2 {Lom. VIII 106-108) - 15 Gen. 1. 1 — 16 f vgl. Gen. 1, 6 f 
— 11 1 vgl. Gm. 1, 9ϊ 

1 indicetur α indicatur / | ΟΦΑΙΡΛΝ Β i. Text spheram Α sporam />' 
a. Rand γ feram C 2 aplane L 3 illam dicunt α illa dioant γ 4 iii>horii- 
rum AB s'i feranim C sperarum γ 8 diximus < γ 



;j^24 Orlgenes 

Sane hoc quod dicunt quidam de hoc mundo, quoniam corrup- 
tibilis quidem est ex eo quod factus est, nee tarnen corrumpitur, quia 
corruptione fortior ac yalidior est yoluntas dei, qui fecit eum et continet 
illum, ne ei >corruptio dominetur<, rectius ista sentiri possunt de eo 
δ mundo, quem απλανή spheram supra diximus, quia ex voiuntate dei 
nequaquam >corruptioni subiaceat<, pro eo quod nee causas corruptionis 
accepit. Sanctorum quippe est et ad liquidum purificatorum mundus 
ille, non etiam impiorum, sicut iste noster. Videndum autem est ne 
forte in hoc respiciens apostolus dixerit: »Prospicientibus nobis non 

10 ea quae videntur, sed quae non videntur. Quae enim videntur tempo- 
ralia sunt, quae autem non videntur aeterna sunt. Seimus autem 
quoniam, si terrestris domus nostrae huius habitationis dissolyatur, 
aedificationem a deo habemus, domum non manu factam, aeternam in 
caelis«. Cum enim alibi dicat: »Quia videbo caelos opera digitorum 

15 tuorum«, et de omnibus visibilibus per prophetam deus dixit quia 
»manus mea fecit haec omnia«, istam >aeternam domum<, quam sanctis 
repromittit in caeKs, >manu factam non esse< pronuntiat, difPerentiam 
sine dubio creaturae in his >quae videntur< et in his >quae non videntur< 
ostendens. Non enim idem intellegitur quod dicit >ea quae non 

20 videntur< et ea quae inyisibilia sunt. Ea namque quae sunt invisibilia. 
non solum non videntur, sed ne naturam quidem habent, ut videri 
possint, quae Graeci άοοψατα, id est incorporea, appellarunt: haec 
autem, de quibus Paulus dixit: »Quae non videntur«, naturam quidem 
habent, ut videri possint, nondum tarnen videri ab his. quibus promit- 

25 tuntur, exponit, 

4—6 vgl Böm. 8, 20. 21 — 5 rgl. oben S. 123, If — 7 f vgl. Orig., In Joh. 
XIX 22 (IV 323, 33): κόσμος, iv φ ίοτιν τα ,«»/ βλεπόμενσ.• καΐ όλον τοντο κόσμος 
αόρατος, κόσμος ον βλεπόμενος, καΐ νοητός κόσμος, ον τ?'/ 9-ia και τω κάλλει 
ενόχρονται οι καθ-αροί τ^ καρδία — 9. 23 II Κο?: 4, 18. δ, 1 — 14 Psal. 8, 4; 
vgl. Hieron., Ερ. CVI, 7 {Migne SL XXII 840): De octavo Psalmo. ^Quoniam videbo 
coelos tuos [Psai. 8, 4]«. Et dicitis quod »tuos^ in Graeco non habeat. Verum est; 
sed in Hebraeo legitur Samacha, quod inteiiiretatur »coelos tuos« et de editioue 
Theodotionis in Septuaginta interpretibus additum est sub asterisco — 16 vgl. 
Jes. 66, 2 — 19 f vgl. Orig. c. Geis. VI 59 (11 130, 1 1 — 22 rgl. oben S. 14, 14 

2 ex eo] eo ipso β 5 quem Acorr quam A* βγ \ ΑΠΛΑΝΗ speram Β 
aplanes feram A* aplane sferam C aplane speram Acorr]\Jcs APLA^E speram h 
9 dixerit β dixit Αγ 12 nostrae α nostra γ \ habitationis Βγ habitatio AC 
22 AGP.MATA Μ ΑοΩΜΑΤΑ Β ACH^ÄTA G asömäta AG. Ab über d. Z. 

aC£«/7////ea Ah i. Text aewac-Vaia S 



De principüs II Cap. 3, 6. 7 125 

7, His igitur tribus opinionibus de fine omniiim et de summa 
beatitudine prout sentire potuimus adumbratis, unusquisque legentium 
apiid semet ipsum diligentius et scrupulosius iudicet, si potest aliqua 
harum probari vel eligi. | Dictum est enim quod vel ineorporea vita 84 
δ agi posse putanda sit, posteaquam Christo >fuerint subiecta omnia< et 
per Christum deo patri, cum erit >omnia et in omnibus deus<; vel cum 
nihilominus Christo >fuerint universa subiecta< et per Christum deo, 
cum quo et >unus spiritus< secundum hoc, quod spiritus sunt naturae 
rationabiles, fiunt, tunc ipsa quoque substantia corporalis optimis ac 

l(j purissimis spiritibus sociata pro assumentium vel qualitate vel meritis 
in aetherium statum permutata, secundum quod apostolus dicit: »Et 
uos inmutabimur«, refulgebit; aut certe cj^uod eorum >quae videntur< 
habitu praetereunte et omni corruptibiHtate decussa atque purgata 
omnique hoc mundi statu, in quo πλανητών dicuntur sphaerae, super- 

15 gresso atque superato, supra illam, quae απλανής dicitur, sphaeram 
jjiorum ac beatorum statio collocatur, quasi in >terra bona< et >terra 
vivorum^, quam >mansueti< et mites >hereditate percipient^; cuius est 

1 His — S. 126, 2 appellatur = Hieron., Ep. ad Avit. δ. 6 [^Migne SL XXII 1064) : 
Et iteram: Triplex ergo suspicio nobis de fine suggeritur, e quibus 
quae vera et melior sit, lector inquirat. Aut enim sine corpore vi- 
vemus, cum subiecti Christo subiciemur Deo. et Dens fuerit omnia 
in omnibus; aut quomodo Christo subiecta cum ipso Christo subi- 
cientur Deo et in unum foedus artabnntur, ita omnis substantia 
redigetur in optimam qualitatem et dissolvetur in aetherem [etre 
Co(L Β aeternum Codd. IID], quod purioris simpliciorisque naturae est; 
aut certe sphaera illa, quam supra appellavimus «πλαν^, etquicquid 
illius circulo continetur dissolvetur in nihilum, illa vero, qua άντι- 
ζώνη ipsa tenetur et cingitur, vocabitur >terra bona<, nee non et 
altera sphaera, quae hanc ipsam terram circumambit vertigine et 
dicitur caelum, in sanctorum habitaculum servabitur. 6. Cum haec 
dicat, nonne manifestissime gentium sequitur errores et philosoj'horum delira- 
menta simplicitati ingerit Christianae? — 5—8 rr/l. 1 Kor. 1δ, 27. 28 [6, 17 KP^ — 
11 IKor. 1δ, Ö2 — 12 vffl. II Kor. 4, 18 — 15 f rr/l. Huet, Griffen. II 2 qu. 
11, 11 — 1(5 f rffl. oben S. 123, 6 f — 17 vgl. Matth. ö, 4 

13 et <; -4/ 14 omnique α omniaque Μ omnia quae Ο omnia que in σ 



1 ΠΑΑΝΗΊϋΝ Β planetum ACQ Μ* planete M'^'^^r planetarum σ | spherae Α 
sferae Β sfere G sperae μ spere σ 1δ illam « illa γ \ AUAANHG Β AITANHG 
AITAANHG Μ aplanes AG, Ab über d. Z. aPFäNNG Ab i. Text aRTaXNG S 
I sferam AB speram γ <. G 17 percipient α percipiant α μ 



126 Origenes 

caelum illud, quod ambitu magnificentiore ipsam illam circumdat et (Pa) 
continet terram, quod vere caelum et principaliter appellatur, in quo 
caelo vel terra finis omnium atque perfectio tuta ac fidissima possit 
statione consistere, quo scilicet vel f hi qui post correptionem castigatio- 
5 mim, quas pro delictis pertulerant purgationis obtentu, expletis 
Omnibus atque depensis, terrae illius habitaculum mereantur, hi vero, 
qui verbo dei oboedientes fuerunt ac sapientiae eius iam hinc capaces 
se obtemperantesque praebuerunt, caeli illius vel >caelorum promereri 
regna< dicantur, et ita dignius conpleatur illud, quod dictum est: »Beati 

10 mansueti, quia ipsi hereditate possidebunt terram« et »Beati pauperes 
spiritu, quoniam ipsi hereditatem capient regni caelorum« et quod 
dixit in psalmo: »Et exaltabit te, ut heredites terram«. Ad hanc etenim 
terram descendi dicitur, ad illam autem, quae in alto est, >exaltari<. 
Hoc ergo modo videtur quasi iter quoddam sanctorum profectibus 

15 aperiri ab illa terra ad illos caelos, ut non tam permanere in illa terra 
quam liabitare videantur, transituri scilicet. cum in id quoque profe- 
cerint, ad >hereditatem regni caelorum<. 



ß'. "Οτι Είς &εόζ ι^όμον nai :τροφ7μών, x«t οτι ο αντο<$ naXaiüi 

20 CAPUT QUAKTUM 

Quia unus est deus legis et prophetarum et domini nostri lesu Christi pater. 

1. His per ordinem prout potuimus breviter digestis, consequens Pa, 
est secundum id, quod ex initio proposuimus, confutare etiam eos, qui 

2—6 vgl. oben I Cap. 6 — 7 f rr/l. oben S. 114, 12 f — 8f lyl. Matth. ö, 3. 10 
— 9 Matth. 5, 4 — 10 Matth. 5, 3 — 12 Psal. 36, 34b; vrjL hierxu Orig., In 
Psal. hom. V 4 {Lovi. XII 226 f) — IS %u Cap. IV vgl. Orig., In Jerem. hom. IX 1 
(III 64, 20), De or. 29, 12 (II 387, 6); ^tur gr. Überschrift {aus Phot., BibL, Cod. 8 
p. 4a B.) unten II Gap. 7, 1 a. Ä. — 22 His — S. 127, 19 praebitorem = Pam- 
phil., Äpol. 2 {Lom. XXIV 324 f ) — 23 f vgl. oben I Praef. 4, Ä. 10, 2—4 

4 t hi qui] impii (s. S. 124, 8) Koe 8 obtemperantes γ 10 quia α quo- 
niam γ 11 hereditatem α hereditate γ 11 regni — 12 heredites < Ga 12 ut 
■ heredites α (= τοϋ καταχληρονομήσαι, Orig. c. Gels. VII 29, II 181, 1) et hereditate 
capies Μ 21 lat. Überschrift: deus] SFS Α \ nostri < Cy 23 proposuimus] 
propositum est Pa 



De principiis II Cap. 3, 7, Cap. 4, 1 127 

putant alium deuin esse patrem domini nostri lesu Christi praeter (Pal 
illum. qui Moysi respousa legis dabat vel prophetas mittebat, qui est 
deus patrum Abraham, Isaac et lacob. Oportet enim primo in hac 
nos fidei ratione firmari. Considerandum ergo est illud, quod fre- 
5 quenter in evangeliis dicitur et singuKs quibusque domini et salvatoris 
nostri gestis adiungitur: Ȇt impleatur quod dictum est per pro- 
phetam« illum vel illum, cum manifestum sit quia prophetae illius 
s,unt dei, qui mundum fecit. Ex ipsa ergo consequentia concluditur 
quoniam qui prophetas misit, de Christo quae praedicenda erant ipse 

10 praedixit. Et dubium non est quod haec non alienus quis ab eo, sed 
pater ipsius praedicebat. Sed et illud, quod frequenter exempla de 
veteri testamento a salvatore proferuntur vel ab apostolis eins, non 
aliud indicat nisi quod auctoritas veteribus a salvatore et ab eins disci- 
pulis adhibetur. Sed et illud, quod ad benignitatem provocans disei- 

15 pulos suos salvator dicit: »Estote perfecti, sicut et pater vester caelestis 
perfectus est, qui solem suum oriri iubet super bonos et malos, et 
pluit super iustos et iniustos«, cuivis etiam exiguae intellegentiae viro 
evidentissimum suggerit intellectum, quod non alium ad imitandum pro- 
pouit discipulis suis deum nisi factorem caeli et imbrium praebitorem. 

20 Quod autem dicit quia orantes oporteat dicere: »Pater noster, qui 

in caelis es«, quid aliud videtur ostendere, nisi deum in melioribus 
mundi, id est creaturae suae, partibus requirendum? Sed et (quod) de 
iuramentis optima quaedam statuta definiens ait non oportere >iurare< 
»neque per caelum, quia sedes est dei, neque per terram, quia sca- 

25 bellum est pedum eins«, nonne apertissime videtur propheticis vocibus 
consonare, quibus dicitur: »Caelum mihi sedes est, terra autem scabellum 
pedum meorum«? Sed et >ae templo< eiciens eos, qui vendebant >boves 
et oves et columbas<, eifundens quoque >mensas nummulariorum< et 
dicens: »ToUite ista hinc, et nolite facere domutn patris mei domum 

30 nego|tiationis«, >patrem< sine dubio deum dicebat eum, cuius nomini 85 

1 ff rr/l. XU den fulf/enclen Ausführungen besonders Orig. e. Gels. V Gl. 62 
{mit Test.), Jn Ep. ad Tit. Frrj. {Loni. V 285—288) ti. Hilgenfeld, Ketxerf/esch. S. 39. 
43. 327. 347 tf. 5261. 536—543 — 6 vgl. x. B. Matth. 2, 15. 4, 14. 8, 17 — 
15 Matth. 5, 48. 45 — 20 Matth. 6, 9 — 23 vgl. Matth. 5, 34. 35 — 26 Jes. 
66, 1 — 27 f vgl. Joh. 2, 14. 15 — 29 Joh. 2, 16 

2 qui] + vel Pa 4 c>o est ergo y 5 et] + in Pa 7 vel] et Pa \ quia 
< Pa I prophetam Pa{OM<:o^) 8 sunt < Pa \ Ex] ea ^1 Et σ 9 prae- 
dicenda] praedicanda AB gerenda Pa 12 ab <. (1 α 17 cuivis ßSPa cuiut; 
AßAb 19 caeli] solis Pa 21 es Βμ es Α est Co 22 et < ^1 | .quod 
Del 26 est < jM 5 30 deum < γ 



128 Origenes 

magnificum Salomon extruxerat templum, Sed et illucl. quod ait: »Xou 
legistis quod dictum est a deo ad Moysen: Ego deus Abraham et deus 
Isaac et deus lacob? non est autem deus mortuorum sed viventium«, 
manifestissime nos docet quoniam deum patriarcharum, pro eo quod 
δ sancti essent et viverent, >deum< appellabat >viventium<, illum scilicet, 
qui dixerat in prophetis: »Ego sum deus, et non est deus praeter me«. 
Sciens namque salvator >deum Abraham« eum esse, qui in lege seriptus 
est, et ipsum esse, qui dicit quia »ego sum deus, et non est deus 
praeter me«, si quidem ipsum illum esse patrem fatetur, qui ignorat 

10 alium esse super se deum, sicut haeretici putant: absurde eum patrem 
pronuntiat qui eminentiorem ignorat deum. Si vero non quidem 
ignorat, sed fallit dicens non esse alium >deum praeter se<, multo magis 
absurdum est, si mendacem suum patrem fatetur. Ex quibus omuibus 
in hanc indaginem sensus adducitur, quia alium nesciat patrem nisi 

15 omnium conditorem et creatorem deum. 

2. Longum erit si ex omnibus evangeliorum locis testimonia con- 
gregemus, quibus unus atque idem deus legis et evangeliorum esse 
doceatur. Contingemus tamen breviter etiam de Actibus apostolorum, 
ubi Stephanus et apostoli preces suas dirigunt ad eum deum, >qui fecit 

20 caelum et terram< et qui locutus est per os sanctorum prophetarum 
suorum, ipsum dicentes >deum Abraham, Isaac et Iacob<, deum qui 
eduxit populum suum de terra Aegypti. Quae sententiae seusum 
nostrum sine dubio ad creatoris dirigunt fidem et affectum eius inserunt 
his, qui haec pie de eo fideüterque didicerint; sicut et ipse salvator 

2δ cum interrogatus esset, >quod mandatum malus esset omnium in lege<, 
respondit dicens: »DiHges dominum deum tuum ex toto corde tuo et 
ex tota anima tua et ex tota mente tua. Secundum autem simile huic: 
DiHges proximum tuum sicut te ipsum«. Et his addidit quia »in istis 
duobus mandatis omnis lex pendet et prophetae«. Quomodo ergo ei. quem 

30 erudiebat atque in discipulatum producebat, hoc mandatum ante omnia 

mandata commendat, per quod sine dubio in deum legis eius coucilia- 

retur affectus, eo quod ipsis his verbis haec fuerant a lege praedicata? 

Sed concedatur contra has omnes evidentissimas adprobationes quia 

de alio nescio quo deo dicit salvator: »Diliges dominum deum tuum 

1 Matth. 22, 31. 32 — 6. 8 Jes. 46, 9—10 d. h. Valcndnianer, vrjl. Iren. 
bei ΕρψΗαη. in Oehlers Corp. haer. II 1, 348 Kl — 19—22 vgl. Act. 3, 13. δ, 30. 7, 2. 
32. 34. 4, 24 — 24 f i-gl. Mark. 12, 28 u. Matth. 22, 36 — 26. 34 Matth. 22, 37. 39 

{Mark. 12, 30. 31) — 28 Matth. 22, 40 

7 qui — 8 esse < y 14 quia] qui Α qua Koe 22 eduxit Β duxit Α 
eduxerit Ογ 24 didicerunt Ah 



De prinoipiis II Cap. 4, 1. 2 129 

ex toto corde tuo« et reliqua quae dicta sunt. Et quomodo, si lex et 
prophetae creatoris sunt, sicut dicunt, id est alterius dei praeter eum, 
quem aiunt bonum, consequenter dictum videbitur id quod addidit, 
>legera et prophetas in bis duobus pendere mandatis<? Quomodo enim 

5 quod alienum et peregrinum a deo est, pendebit in deo ? Paulus autem 
dicens: »Grratias ago deo meo, cui servio a proavis meis in conscientia 
pura,« dilucide osteudit quia non ad aliquem novum deum ad 
Christum venerit. Quos enim aKos >proavos-= Pauli oportebit intellegi 
nisi eos, de quibus ipse dicit: »Hebraei sunt, et ego; Israbelitae sunt, 

10 et ego«? Sed et praefatio ipsa epistolae eins ad Romanos nonne haec 
eadem bis, qui intellegere Pauli litteras norunt , diligenter ostendit, 
quem deum praedicat Paulus? Ait enim: »Paulus servus lesu Christi, 
voeatus apostolus, segregatus in evangelium dei, quod ante promiserat 
per prophetas suos in scripturis sanctis de fibo suo, qui factus est ei 

15 ex semine David seeundum carnem, qui praedestinatus est filius dei in 
virtute seeundum spiritum sanctificationis ex resurrectione mortuorum 
lesu Christi domini nostri« et cetera. Sed et illud quod ait: »Non 
obturabis os bovi trituranti; numquid de bubus cura est deo? An 
propter nos utique dicit? Propter nos enim scriptum est quoniam in 

20 spe debet qui arat arare, et qui triturat sub spe percipiendi« ; in quo 
evidenter ostendit quia qui legem dedit deus >propter nos<, id est 
propter apostolos dicit: »Non obturabis os bovi trituranti«, cui >cura 
erat non boum<, sed apostolorum, qui Christi evangelium praedicabant. 
In aliis quoque promissionem legis amplectens Paulus ipse ita ait: 

25 »Honora patrem et matrera, quod est mandatum primum in promissione, 
ut bene sit tibi, et longaevus sis super terram, terram bonam, quam 



1 — 3 vgl. Orig., In Jerem. hom. X5 (III 75, 15: ειι ζητονμεν, ει άγαθ-ός υ θ-εός 
εστίν ο τυν νόμον και τονς προφήτας δεόωκώς). XII 5 (III 91, 20: οί άπυ των 
αϊρίαεων λέγοντες' οράς τον δημιονργόν οίος εατι; τον των προφητών &εόν, ος 
φησιν' »ου φείσομαι καΐ ονκ οίκτειρήαω από διαφθοράς αυτών•; πώς δύναται 
οντος είναι «χαθ-ός;), De or. 29, 12 (Π 387, 6) — 4 vgl. Matth. 22, 40 — β II Tim. 
1, 3 — 9 II Kor. 11, 22 — 12 Ram. 1, 1—4 — 17. 22 I Kor. 9, 9. 10 — 25 F^j^he^. 
6, 2. 3 [Exod. 20, 12 1 

r> et ]ioregriniim -< γ \ inpendebit Α (> f in conscientiam puram γ 
7 adfj sed ad α Del, elier (conversus) ad Koe 11 ostendit βγ, s. o. Z.7; ostendet Λ 

13 promiserat A, vgl. Orig., In Ep. ad Rom. I 4 [Lo7n. VI 20); promisit βγ 

14 ei < GMa 15 destinatus est AC 18 obturabitis Α 20 spe^] + fructus σ, 
aber vgl. Orig. c. Gels. IV 49 (1 322, 15: και ό άλοών επ' ίλπίδι του μετίχειν) 

OrigenesV. 9 



130 Ongenes 

dominus deus tuus dabit tibi«. Per quae sine dubio placere sibi legem 
et deum legis atque eius promissa pronuntiat. 

3. Sed quoniam solent interdum huius haeresis adsertores per de- 
ceptiosa quaedam sophismata simpliciorum quorumque corda decipere, 
5 absurdum non puto si etiam ea, quae in adsertionibus suis proferre 
solent, proponentes, subreptionem eorum ac mendacia confutemus. 
Aiunt igitur: Scriptum est: »deum nemo vidit umquam«; ille autera 
deus, quem Moyses praedicat, et ab ipso Moyse visus est et antea a 
patribus eius; is vero, qui a salvatore adnuntiatur, a nuUo penitus visus 

10 est. Interrogemus ergo eos et nos, si hunc quem fatentur deum et 
alium esse eum dicunt quam creatorem deum, yisibilem esse an invi- 
sibilem dicunt. Et si quidem dixerint quia visibiHs est, | praeter hoc, 8 β 
quod contra scripturae sententiam venire arguentur, quae dicit de sal- 
vatore quia »imago est invisibilis dei, primogenitus omnis creaturae«, 

15 incurrent etiam in illud absurdum, quod deum corporeum esse dicant. 
Non enim aliter videri quid potest nisi per habitum et magnitudinem 
et colorem, quae sunt specialia corporum. Et si corpus esse pronun- 
tietur deus, quoniam omne corpus ex materia est, invenietur et deus 
esse ex materia; quodsi ex materia sit, materia autem sine dubio 

20 corruptibiKs est, erit ergo iam secundum illos corruptibilis deus. Eur- 
sum id quoque interrogabimus eos: Materia facta est aut ingenita, id 
e*st infecta? Et si quidem dixerint quia infecta est, id est ingenita, 
requiremus ab eis, si materiae pars quidem aliqua deus, pars autem 
mundus est. Si vero responderint de materia quia facta est, sine dubio 

25 consequetur, ut eum, quem deum dicunt, factum esse fateantur; quod 
utique nee ipsorum nee nostra ratio admittit. 

Sed dicent: Invisibilis est deus. Et quid agetis? Si invisibilem 
eum dicitis per naturam, neque salvatori debet esse visibiHs. Quin immo 
et videri deus pater Christi dicitur, quoniam »qui vidit« inquit »filium, 

7 Joh. 1, 18 — 14 Kol 1, 15 — 15—18 vgl oben S. 15,22ff — 18—24 rr/l. 
Orig. c. Gels. IV 60. 61 (I 332, 4—333, 11) und oben II Cap. 1, 4, unten III Gap. 1, 2 
— 27 Sed— 28 visibi]is= Hieron., Ep. ad Avil. 6 {Migne SL XXII 1064): Et in 
eodem libro: Restat ut invisibilis sit Deus. Si autem invisibilis per 
naturam est, neque Salvatori visibilis erit, fy/. oie/il Ca/). 8 — 29 Jo//.14,9 

2 pronuntiat] + DE EO QUOD SQRIPTÜM EST DEUM NEMO YIDIT 
UMQUAM Rubrum A, dasselbe Z. 6 hinler confutemus /? < }' 8 antea α ante γ 
10 deum und 11 eum über d. Z. J.^, aber eum ist nicht zu tilgen 21 id• < γ 
23 aliqua α alia γ 27 dicunt Α | agitis Α \ Si] quia si Β quia G 
29 f vidit — vidit α μ, vgl. oben I Cap. 2, 6 u. 8 a. E., unten .s'. 131, 2f ; videt — videt σ 



De principiis II Cap. 4, 2. 3. 4 131 

vidit et patrem«. Quod utique vos quidem vehementer angustat, a 
nobis vero rectius non pro videndo sed pro intellegendo sentitur. Qui 
enim intellexerit filium, ille intellexit et patrem. Hoc ergo modo etiam 
Moyses deum vidisse putandus est, non oculis eum carnalibus intuens, 
δ sed visu cordis ac sensu mentis intellegens, et hoc ex parte aliqua. 
Manifestum est enim quia »faciem« inquit »meam non videbis« (is 
scilicet, qui Moysi responsa praebebat), »sed posteriora mea«. Quae 
utique cum eo sunt intellegenda sacramento, quo intellegi convenit 
dicta divina, abiectis profecto illis et spretis anilibus fabulis, quae de 

lü anterioribus dei ab imperitis, posterioribusque finguntur. Ne qui sane 
nos impium aliquid sensisse arbitretur, quod diximus quia nee salvatori 
visibilis est pater, sed consideret quali distinctione adversum haereticos 
agentes utimur. Diximus enim quod aliud sit videre et videri, et aliud 
nosse et nosci vel cognoscere atque cognosci. Igitur videre et videii 

15 corporum res est, quod utique nee patri nee fiüo nee spiritui saneto 
iüter se invicem conpetenter aptabitur. Natura enim trinitatis modum 
visionis excedit, his quae in corpore sunt, id est omnibus rehquis 
creaturis qualitatem inter se invicem visionis indulgens; incorporeae 
vero naturae et prineipaHter intellectuaü nihil aliud convenit nisi nosse 

20 vel nosci, sicut et salvator ipse pronuntiat dicens quia »nemo novit 
fiHum nisi pater, neque patrem quis novit nisi filius, et cui voluerit 
fiHus revelare«. Manifestum ergo est quia non dixit: Nemo vidit patrem 
nisi filius, sed: »Nemo novit patrem nisi filius«. 

4. Si vero propter illa, quae dicuntur in veteri testamento, quod 

25 vel irascitur deus vel paenitet, vel si qua alia humani affeetus passio 
designatur, materiam sibi ad confutandos nos praeberi putant, adfirmantes 
deum penitus inpassibilem atque his omnibus carentem affectibus sen- 
tiendum: ostendendum est eis etiam in evangeücis parabohs haberi 
similia, cum dicit quia is, Kj[ui plantavit vineam< et >locavit eam colo- 

30 nis<, qui coloni missos ad se servos interemerunt, ad ultimum etiam 
fiHum ad se missum occiderunt, iratus dicitur abstulisse vineam ab eis 
et malos colonos male perditum dedisse et vineam colonis aliis tradi- 

6 Exod. 33, 23 — 13f r(/l. oben I Cap. 1, 8 — 20 3iatth. 11, 27 — 24 ff rr/l. 
Pohlenx, Vom Zorne Gottes (Forsch, x. Rel. u. Lü. d. A. u. NTs her. r. Boiisset u. 
Gunkel Π. 12) ,S'. 21. 31 tf — 21)— S. 132, 1 vf/l. Matth. 21, 33-41 

3 ille < γ \ intellexit AB μ intellexerit G intelliget α 10 ne qui 
sane J. C ne quis sane Β Ab neque sane μ^ Neque sane quis Merlin Del 12 sed 
< y 22 M. 23 patrem < α 28 habere γ 30 qui] quia Α 

9* 



132 Origenes 

disse, qui >redderent ei fructus in tempore suo<. Sed et illos cives, 
qui profecto patre famiKas >accipere sibi regiiura< »legatos miserunt 
post eum dicentes: Nolumus eum regnare super nos«, impetrato regno 
regressus pater familias et iratus interfici coram se iubet et civitatem 
5 eorum igne consumi. Sed nos sive in veteri sive in novo testamento, 
cum de ira dei legimus, non secundum litteram quae dicuntur adver- 
timus. sed spiritalem intellectum requirimus in talibus, ut ita sentiamus. 
sicut intellegere de deo dignum est. De quibus secundum parvitatem 
sensus nostri cum secundi psalmi exponeremus illum versiculum. in 
10 quo ait: »Tunc loquetur ad eos in ira sua, et in furore suo conturbabit 
eos«. prout potuimus. quaüter hoc intellegi deberet, ostendimus. 



CAPUT QUINTUM 

De iusto et bono. 

1. Verum quoniam movet etiam illud quosdam, quod principes 
15 istius baeresis divisionem quandam fecisse sibi videntur, qua dixerint 
aKud esse iustum, aliud bonum, et hac divisione etiam in divinitate 
usi sunt, adfirmantes bonum quidem deum esse patrem domini nostri 
lesu Christi, et non iustum, iustum vero legis et prophetarum deum, 
nee tarnen bonum: huic quaestioni respondere quam potero breviter 
20 necessarium puto. 

Aestimant igitur bonitatem affectum talem quendam esse, quo bene 

fieri Omnibus debeat, j etiamsi indignus sit is, cui beneficium datur, 87 

nee bene consequi mereatur; sed, ut mihi videtur, non recte taU usi 

sunt definitione, putantes non fieri bene huic, cui austerum vel triste 

25 aHquid inferatur. lustitiam yero putarunt affectum esse talem, qui 

1—5 vgl Ltd: 19, 12—14. 27 — 2 Luk. 19, 14 — 5—8 rgl. x. B. Orig., In Jerem. 
hom. XVIII 6 (III 160, 12: εάν άχοίογις &νμόν &εον xai δργήν αντον, μή νόμιζε 
την υργ?]ν και τον ϋ-νμόν πά&η είναι &εον). XX 1 (III 176, 10: Πάντα τα άναγε- 
γραμμένα ηερί τον θ-εον χαν άηεμφαίνοντα αντόθ-εν y, χρί] άξια νοήααι είναι 
&εον άγαθ-ον κτ?..), hi Joh. Frg. δ1 (IV δ2δ, 26) — 9 nicht erhalten, doch vgl. 
Sei. in Psal. 2, δ [Lom. XI 398 f ) und Hüar. Pict., Traet. in Π. Psal. 13 {Migne- 
SL IX 268 f) — 10 Psal. 2, δ — 14fif %u Gap. V vgl Tertull., Adr. Marc. I— III 
iind Hügenfeld, Ketxergeseh. S. Ö26£F 

1 fi-uctus^a fructum y, vgl Orig., In Matth. XVII 6. 7 {Lom. IV 93 ff', ico- 
durch der Plural bestätigt w. 5 consumi α consumit γ 19 bonum] + etiam β 
i huic /? cui Α μ cuique σ 21 quo AB quod Cy 25 inferatur α infeiiur γ 



De piincipiis II Cap. 4, 4. Cap. δ, 1. 2 133 

unicuique prout meretur retribuat. Sed et in hoc rursum definitionis 
suae sensimi non recte interpretantur. Putant enim quia quod iustum 
est malis mala faciat, bonis bona, id est, ut secundum sensum ipsorum 
iustus maKs non videatur bene yelle, sed velut odio quodam ferri ad- 
δ versum eos; et colligunt sicubi forte in scripturis veteris testamenti 
inveniunt historiam referentem, verbi causa, de diluvii poenis et eorum, 
qui in eo exiincti referuntur, vel cum Sodoma et Gomorra ignei sul- 
pbureique imbris vastatione populantur, vel cum in deserto pro peccatis 
suis omnes decidunt, ita ut nullus ex bis, qui de Aegypto fuerant pro- 

10 fecti, inveniatur terram repromissionis intrare praeter lesum et Chaleb. 
De novo autem testamento misericordiae ac pietatis congregant verba, 
quibus a salvatore discipuli informantur, et quibus pronuntiari videtur 
quia >nemo bonus praeter unum sit deum patrem<; et per hoc ausi 
sunt bonum quidem deum nominare patrem salvatoris lesu Christi, 

1δ aHum autem esse dicunt mundi deum, quem iustum eis, non etiam 
bonum placuit appellare. 

2. Α quibus primo illud exigendum puto, si secundum suam defi- 
nitionem iustum possunt ostendere conditorem punientem quidem pro 
meritis vel eos. qui diluvii tempore perierunt, vel Sodomitas vel eos. 

20 qui ex Aegypto profecti fuerant, cum videamus interdum multo ne- 
quiora et scelerosiora committi flagitia quam fuerunt illa, pro quibus 
hi quos supra diximus interempti sunt, et nondum tamen videmus 
unumquemque peccantium poenam luere meritorum; numquidnam bo- 
num dicent efPectum eum, qui aliquando iustus erat? au potius illud 

2δ putabunt, quod iustus quidem est nunc, sed patienter fert humana de- 
licta, tunc vero ne iustus quidem erat, qui innocentes parvulos et lac- 
tantes simul cum inmanibus et impüs gigantibus extinguebat? Sed 
haec ita sentiunt. quoniam nihil audire ultra litteram norunt; aHoquin 
ostendant quomodo iustum est secundum Htteram >in tertiam et quar- 

30 tam progeniem parentum reddi peccata in sinu fiüorum et in fiUos 
filiorum ipsorum post ipsos<. Α nobis autem talia ista non secundum 
litteram intelleguntur, sed sicut Hiezechihel docuit >parabolam< eam 

β vfjl. Gen. 7, 4. 21—23 — 7 f vgl. Gen. 19, 24. 2δ — 8-10 vgl. Xiivi. 
14, 11—24. 30 — 11 f vgl. x. B. Matth. 5, 4. 7. 9. 44-47 — 13 vgl. Mark. 10, 18. Luk. 
18, 19 und Haiitsch, Evangeliencitate S. 112f — 19 t vgl. oben Z. 6—10 — 26 f vgl. Gen. 
<j, 4. 7. 17. 21 ff Kl - 29—31 vgl. Exod. 20, ö. 34, 7. Deut. 5, 9 [tc. Orig., Sei. in Exod. 
20, δ f, In Exod. hom. VIII G [Loyn. VIII 325 ff. IX 103 ff) S] — 32 vgl. Exech. 18, 2. 3 

14 deum < y 15 c^ dicunt esse γ 17 primo α primum γ 21 scele- 
rosiora α scelestiora γ \ fuerunt α (fuerint^^) fuerant y 22 et < / 27 Sed] 
+ et ^ 



134 Origenes 

dicens, requirimus quid introrsus significet ipsa parabola. Sed et illud 
debent ostendere, quomodo iustus sit et >pro meritis unicuique retribuens<, 
qui punit terrenos et diabolum, cum nihil dignum poena commiserint; 
non enim poterant, si secundum istos naturae malae et perditae erant. 

5 aliquid boni agere. Nam et quod iudicem eum dicunt, non tarn gesto- 
rum quam naturarum iudex videtur, quippe si natura mala bene facere 
non potest, nee bona male. 

Tum deinde eum quem bonum dicunt, si ad omnes bonus est, sine 
dubio et ad eos qui perituri sunt bonus est; et quomodo non eos sal- 

10 vat? Si non Yult, iam non erit bonus; si vult et non potest, omni- 
potens non erit. Quin potius audiant in evangeliis patrem domini 
nostri lesu Christi >ignem praeparantem diabolo et angelis eius<. Et 
quomodo istud opus tam poenale, tam triste secundum sensum istorum 
boni dei videbitur? Sed et ipse salvator boni dei filius in evangeliis 

15 protestatur et dicit quia »si signa et prodigia facta fuissent in Tyro 
et Sidone, olim in sacco et cinere sfedentes paenitentiam egissent«. Et 
cum proximus utique ipsis urbibus accessisset ac >fines< earum fuisset 
ingressus, cur quaeso declinat civitates ipsas ingredi et praestare eis 
>signorum ac prodigiorum< copiam, si eas bis gestis >in sacco et cinere< 

20 certum erat >acturas esse paenitentiam<? Quod utique cum non facit, 
sine dubio perditioni eas relinquit, quas malae et perditae naturae non 
esse ipse evangeKi indicat sermo, qui eas potuisse paenitere designat. 
Sed et in quadam evangelii nihilominus parabola Ingrediens rex videre 
discumbentes<, qui fuerant invitati, >vidit quendam non indutum nup- 

25 tialibus indumentis<, »et ait ei: Amice, quomodo introisti huc non 
habens indumentum nuptiale? Tunc ait ministris: Ligantes ei pedes 
et manus mittite eum foras in tenebras exteriores, ibi erit fletus et 
Stridor dentium«. Dicant nobis: quis est iste >rex, qui ingressus est 
videre discumbentes et inveniens inter eos quendam sordidis indumentis 

30 iubet eum vinctum per ministros suos in tenebras exteriores detrudi<, 
numquidnam ille est, quem iustum dicunt? Et quomodo >bonos ac 
malos< iusserat invitari, nee merita a ministris sciscitari praeceperat? 

2 v(jl. Psal. ül, 13 — 3 u. 12 vgl. Matth. 25, 41 — 15 Matth. 11, 21 — 
17 f vfjl. Matth. 15, 21f A7 — 23—25 tgl. Matth. 22, 11 — 25 Matth. 22, 12.13 — 
29 f vgl. Orig., Jn Matth. XVII 24 (Loni. IV 1341) — 31 f vgl. Matth. 22, lü 

2 quomodo] + si σ (quomodo + is verm. Koe) \ retribuens γ, vgl. S. 135, If; 
tribuens α 5 tam] ////iam A* iam ßG 8 Tum α Tunc γ 13 tam2 „M quam 
Ga 16 egissent α agentes (?M* agerent 3/icar)(j \% cur] quur Β ciixum Α 
19 ac prodigioram <. y 22 eas α eos γ 24 indutum α vestitum γ 25 in- 
troisti buc α huc intrasti γ 30 in tenebras exteriores < y 31 ac α et γ 



De principiis Π Cap. 5, 2. 3 135 

Per quod utique non iusti alicuius, ut isti dicunt. et >pro meritis retri- 
buentis^, sed erga omnes indiscretae benignitatis indicatur affectus. Si 
vero necesse est hoc de bono deo, id est vel de Christo Tel de patre 
Christi intellegi, quid aliud est quod iusto deo obiciunt, immo quid 
5 tale est quod in deo legis criminantur, quäle est ut eum, qui ab his 
>servis< quos ipse miserat >vocare< >bonos et malos< fuerat invitatus, 
iuberet eum pro sordidioribus indumentis >vinctum manibus pedibusque 
in exteriores tenebras praecipitari<'? 

3. Et haec quidem sufficere debent, quae ex auctoritate adsumsi- 88 

10 mus scripturarum ad refellenda ea, quae haeretici obtendere solent. 
Non tarnen indecens videbitur, si etiam ex ratione ipsius consequentiae 
paueis agamus cum eis. Interrogamus ergo eos, si norunt quae ratio 
apud homines virtutis ac malitiae habeatur, et si videtur esse conse- 
quens, ut virtutes dicamus in deo vel, ut ipsis yidetur, in duobus istis 

lö düs. Respondeant hoc quoque, si videtur eis bonitas virtus esse ahqua, 
quod puto quia sine dubio fatebuntur. quid etiam dicent de iustitia? 
Numquam profecto, ut mihi videtur, ita desipient, ut iustitiam negent 
esse virtutem. Ergo si bonum virtus et iustitia virtus est, sine dubio 
iustitia bonitas est. Si vero dixerint non esse bonum iustitiam, superest 

20 ut aut malum sit, aut indifferens. Et quidem dicentibus malum esse 
iustitiam respondere ineptum puto; videbor enim vel insanis sermoni- 
bus vel mente motis hominibus respondere. Malum enim quomodo 
videbitur id, quod bonis bona retribuere potest, sicut etiam ipsi faten- 
tur? Si vero indifferens dixerint, consequens est ut, cum iustitia in- 

25 differens sit, et sobrietas et prudentia et omnes reliquae virtutes in- 
differentes habeantur. Et quid respondebimus Paulo dicenti: >Si qua 
virtus, si qua laus, haec cogitate, quae et didicistis et accepistis et 
audistis et vidistis in me«? 

Dicant ergo perscrutantes scripturas divinas quae sunt singulae 

30 virtutes, et non subripiant in hoc, quod dicunt quia is deus, >qui uni- 
cuique secundum meritum retribuit<, odio malorum retribuit maus mala 
et non pro eo, quod austerioribus curari indigent medicamentis hi qui 

1 f. 30 f vgVPsal. 61, 13 — 5—8 vgl. Matth. 22, 9—18 — 9 flf vgl. Hamack, 
Dogmengesch. Ρ 668 f — 26 Phil. 4, 8. 9 — 32— S. 136, 2 vgl. Orig. c. Geis. IV 72 
(I 341, 9: ^Οργΐ]ν μϊν ovr δνομάζομεν d -εοϋ, ov πάθ^ος δ' αντον αίτην είναι 
φαμεν αλλά τι παραλαμβανύμενον εις την δια αχνθ^ρωποτέρων αγωγών παΐδενσιν 
τοις τα τοαάδε χαΐ τοιάδε ημαρτηκόσιν). III 7δ (Ι 267, 16: παριατάντι δε είναι 
τίνα <(.άρμακα Ιπιατρετιτιχα τονς από Θ^εοϋ τοις φανλοις προσαγοκένον; πόνοις 
και τάς κολάσεις), In Jerem. hom. XX 3 (III 180, 26 

7 eum < 5 14 in deo1 in dno Α Ab 21> Discant Merlin Dd 



136 Oiigenes 

deliquerunt, et propterea his adhibet ea, quae emendationis prospectu 
ad praesens videntur sensum doloris inferre. Non legunt quid scriptum 
sit de spe eorum, qui in diluvio perempti sunt, de qua spe Petrus in 
prima epistola sua ita ait: »Quia Christus mortuus quidem carne, vivi- 

ö ficatus autem spiritu; in quo pergens praedicavit his spiritibus, qui in 
carcere tenebantur, qui increduli fuerunt aliquando, cum expectaret dei 
patientia in diebus Noe, cum fabricaretur arca, in qua pauci, id est 
octo animae salvae factae sunt per aquam, quod et vos simili forma 
nunc baptisma salvos facit«. De Sodoma autem et Gomorra dicant 

10 nobis, si credunt creatoris dei esse propheticas voces, eius scilicet, qui 
refertur super eos >ignis et sulphuris imbrem pluisse<: quid de ipsis 
dicit Hiezechiel propheta? »Kestituetur« inquit »Sodoma in antiquum«. 
Quomodo autem affligens eos, qui poena digni sunt, non pro bono 
afPKgit? Qui etiam ad Chaldaeam dicit: >Habes carbones ignis, sede 

15 super eos, ipsi erunt tibi adiutorio«. Sed et de his, qui in deserto 
ceciderunt, audiant quid in septuagesimo septimo psalmo, qui Asaph 
superscribitur, referatur; ait enim: »Cum occideret eos, tunc exqmre- 
bant eum«. Non dixit quia aliis interfectis alii requirebant eum, sed 
ait quia hi, qui occidebantur, talis erat eorum interitus, ut mortificati 

20 >requirerent< deum. Ex quibus omnibus constat unum eundemque esse 
iustum et bonum legis et evangeliorum deum, et bene facere cum 
iustitia et cum bonitate punire, quia nee bonum sine iusto nee iustum 
sine bono dignitatem divinae potest indicare naturae. 

Addemus adhue etiam haec, versutiis eorum eonpellentibus nos. 

25 Si aKud est iustum quam bonum, quoniam bono malum contrarium 
est et iusto iniustum, sine dubio et iniustum aliud erit quam malum; 
et sicut iustus apud vos non est bonus, ita neque iniustus erit malus; 
et rursum, sicut bonus non est iustus, ita et malus non erit iniustus. 
Quomodo autem non videtur absurdum, ut deo quidem bono contrarius 

30 sit malus, deo autem iusto, quem inferiorem a bono dicunt, contrarius 

4 I Petr. 3, 18—21 — 11 vgl. Oen. 19, 24 — 12 Exech. 16, 55—11 Jes. 
47, 14. lö; vgl. hierzu dengriech. Text, Orig. c. Gels. V 15. VI 56 (II 16, 21. 127, 14) 
— 17 Psal. 77, 34 a 

3 eoram α illoruin γ 4 prima < γ \ mortuus] morfcificatus i== ^ara- 
τω&είς) β 6f expectaret di patientia (= άπεξεδέχετο ή τον &εον μακοο&νμία, 
vgl. Orig., In Joh. VI 35, IV 144, 15) β expectaret di patientiam A^ expectarent 
di patientia μ exspectarent di patientiam α 13 quomodo « Quod γ 1β sep- 
timo <. γ 26 iniustum^] iustum γ 29 quomodo « Quod μ Cui a, rgl. oben 
Z. 12, 30 a < 7 



De piincipiis II Cap. ö, 3. 4 137 

nemo sit? Xon enim sicut Satanas est, qui malus dicitur, ita est ali- 
quis alius, qui dicatur iniustus. Quid ergo est? Eeascendamus ea, 
quae descendimus. Non poterunt dieere quia malus non etiam iniustus 
sit et iniustus malus. Quodsi in istis contrariis indissociabiHter inhaeret 
5 vel malo iniustitia, vel iniustitiae malum, sine dubio et bonus indisso- 
ciabilis erit iusto, et iustus bono: ut sicut unam eandemque nequitiam 
malitiae et iniustitiae dicimus, ita et bonitatis ac iustitiae virtutem 
unam eandemque teneamus. 

4. Sed iterum ad scripturae nos revocant verba, proferentes illam 

10 suam famosissimam quaestionem. Aiunt namque: Scriptum est quia 
»non potest arbor bona malos fructus facere, neque arbor mala bonos 
fructus facere; ex fructu enim arbor cognoscitur«. Quid ergo est? 
aiunt. Qualis >arbor< sit lex, >ex fructibus< suis, id est ex praeceptorum 
sermonibus declaratur. Si enim >bona< inveniatur >lex<, sine dubio et 

15 qui dedit eam bonus deus esse creditur; si vero >iusta< magis quam 
bona, iustus etiam legislator putabitur deus. Paulus apostolus nuUa 
circuitione usus ait: »Lex ergo bona est, et mandatum sanctum et 
iustum et bonum«. Ex quibus manifestum est quia Paulus non istorum 
litteras didicerat, qui iustum a bono separant, sed ab eo deo fuerat 

20 instructus et eius dei spiritu fuerat inluminatus, qui simul et >sanctus 
et bonus et iustus< est; per cuius ille spiritum loquens dicebat >man- 
datum legis esse sanctum et iustum et bonum<. Et ut evidentius supra 
iustitiam et sanctitatem bonitatem magis inesse ostenderet in mandato, 
repetito sermone pro bis tribus solam protulit bonitatem, dicens: >Quod 

25 ergo bonum est | mihi mors est? absit«. Sciens quippe bonitatem g«) 
genus esse virtutum, iustitiam vero vel sanctitatem species generis, et 
ideo, cum in superioribus genus simul ac species nominasset, repetens 
sermonem ad solum genus retorsit. Sed et in consequentibus: »Pecca- 
tum« inquit »per bonum mihi operatum est mortem«. In quo id per 

30 genus concludit, quod superius per species exposuerat. Hoc namque 
modo intellegendum est etiam illud, quod dictum est: »Bonus homo 

OflF vgl. Hippohjt, Philosoph. X 19 A7 — 11 Matth. 7, 18. 12, 33 Pö;•.; vgl 
Orig., In Joh. ΧΠΙ 11 (IV 23C, 9) — 14 f. 20—22 vgl. Rom. 7, 12 — 17 Böm. 
7, 12; vgl. Orig. c. Gels. VII 20 (II 172, 21: ώστε δ μεν νόμος άγιος χιλ.), In 
Ερ. ad Born. VI 8 {Lom. VII 41. 49: Itaque lex quidem sancta) — 19 f vgl. 
I Kor. 2, 12 f — 24. 28 Mm. 7, 13 — 31 Luk. 6, 45 Par. 

3 descendimus ο ascendimus y \ Non] + enim Merlin Del 11 bona — 
arbor <. γ 1 1 f oo fructus bonos Α 17 circumitione .4.* C circumscribti/////oue 
B, vgl. unten S. 140, 22. 30 23 ostenderet] + et y 26 et<.5' 30 f e>o modo 
namque γ 



138 Origenes 

de bono thesauro cordis sui profert bonum, et malus de malo profert 
malum«. Genus namque assumsit etiam hie in >bono< vel >malo<, osten- 
dens sine dubio in >bono homine< esse et iustitiani et sobrietatem et 
prudentiam et pietatem et omne quod vel dici >bonum< vel intellegi 
δ potest. Similiter autem et >malum hominem< dixit, qui sine dubio 
esset et iniustus et inpurus et impius et omnia, quae per partes >homi- 
nem maluni< deformant; sicut enim sine his nequitiis nemo aliquem 
>malum hominem< putat, nee esse >malus< potest, ita et sine illis virtu- 
tibus certum est quod nemo esse putabitur >bonus<, 

10 Superest eis adhuc etiam illud, quod velut proprie sibi datum 

scutum putant, quod dixit dominus in evangelio: »Nemo bonus nisi 
unus deus pater«, dicentes hoc esse proprium vocabulum patris Christi, 
qui tamen alius sit a creatore omnium deo, cui creatori bonitatis nul- 
lam dederit appellationem. Videamus ergo si in veteri testamento deus 

15 prophetarum et mundi creator ac legislator non dicitur >bonus<. Et 
quid est quod dicit in psalmis: »Quam bonus Israhel deus rectis corde« 
et »Dicat nunc Israhel quoniam bonus, quoniam in saeculum miseri- 
cordia eins«. Et in Lamentationibus Hieremiae scriptum est: »Bonus 
dominus his qui sustinent eum, animae quae requirit eum«. Sicut ergo 

20 »bonus< in veteri testamento frequenter dicitur deus, ita etiam >iustus< 
in evangeliis appellatur domini nostri lesu Christi pater. Denique in 
evangelio secundum lohannem orans ipse dominus noster ad patrem 
dicit: »Pater iuste, et mundus te non agnovit«. Et ne forte dicant 
quia etiam mundi creatorem pro adsumptione carnis patrem vocabat et 

25 ipsum >iustum< nominabat, excluduntur ab eo sermone, qui statim pro- 
sequitur; ait enim: »Et mundus te non agnovit«. Secundum ipsos enim 
bonum solum deum mundus ignorat; nam conditorem suum verissime 
recognoscit, domino ipso dicente.quia >mundus quod suum est diligit<. 
Aperte ergo is, quem putant bonum deum, >iustus< esse in evangeliis 

30 dicitur. Ex otio sane licebit plura testimonia congregare, sicubi in 
novo testamento pater domini nostri lesu Christi >iustus< appellatur, 

11 Mark. 10, 18. Liik. 18, 18; rrjl oben S. 133, 13 [und über Marcions Be- 
handlung der Stelle: Epiphan. in Oehlers Corp. haer. II 1 S. 57(3. 620 u. Eippolyf, 
Philosoph. VII 31, über die der Naassmer ebenda Υ 7 Kl] — 16 Psal. 72, 1 — 
17 Psal. 117, 2 — 18 Klaffel. Jerem. 3, 25 — 23. 26 Joh. 17, 25 — 28 rfjl. 
Joh. 15, 19 

1 malus] + homo GG., v(jl. Z. 5 16 oo deus israhel γ 19 das α ds γ 
\ animae M^corr anime α anima β GM* < Ä \ requiiet Μ*σ 23 et^ < Β 
[G fehlt] ο Ι agnovit α cognovit γ 25 nominabat α uominavit γ 26 agnovit 
α cognovit γ 29 is Β [G fehlt] GM* Ab his M^cm-rS /// Α 



De pi-incipiis II Cap. 5, 4. Cap. 6, 1 139 

et in yeteri testamento caeli ac terrae creator >bonus< dicitur. ut pluri- (Pai 
bus testimoniis convicti haeretici aliquando forte erubescant. 



y'. Περί riji τον ύο)τΓιρο<ί «ΐ'βΐ'Ο-ρω.τήσδωί. 

CAPUT SEXTUM 

5 De incarnatione Christi. 

1. Tempus est bis decursis repetere nos de incarnatione domiui et 
salvatoris nostri, quomodo vel homo factus est vel inter bomines con- 
versatus est. Pro viribus igitur nostris perexiguis considerata ex Ps 
operum suorum magis quam ex nostri sensus contemplatione divina 

10 natura, intuitisque nihilominus ereaturis eins visibilibus, fide quoque 
invisibilibus contemplatis , quia non omnia vel oculis videre potest 
humana fragilitas vel ratione conplecti, pro eo quod omnium rationa- 
bibum infirmius et fragilius animal nos sumus bomines (])raestantiora 
enim sunt ea, quae vel in caelo vel super caelos babentur): superest 

15 nt barum omnium creaturarum et dei medium, id est >mediatorem< 
quaeramus. quem Paulus apostolus >primogenitum omnis creaturae< 
pronuntiat. Videntes quoque nos ea, quae de eius maiestate in scrip- 
turis sanctis referuntur, et intuentes quod »imago invisibilis dei< et 
»primogenitus omnis creaturae« dicatur, et quod »in ipso creata sunt 

20 omnia visibiba et invisibilia, sive tbroni sive dominationes sive princi- 
patus sive potestates, omnia per ipsum et in ipso creata sunt, et ipse 
est ante omnes, et omnia illi constant«, qui est >caput omnium<, solus 

If if/l. Orig., In Jerem. hom. VI 3 iIlI 50, 12 : των αμαρταιόντων oi μεν 
άκοίοντίξ 7.όγονς ελεγκτικούς επί τ^ αμαρτία ερνθ^ριώοιν — 3 die fjr. Lberschrift 
aus Phot., Bibl. Cod. 8 p. 4:^ B. — 8 Pro viribus — S. 140, 12 pertinent = Pamphil., 
Apol. 3 {Lom. XXIV 325) — 15 vgl. [I Tim.2,öKlu.] Orig. c. Gels. III 34 (I 231, 7: 
αντώ ως διαμεταξν ΰντος τής τον άγενήτον και τη; των γενητών πάντων φναεω; 
κτλ.) — 16 vgl. ΚοΙ. 1, 1δ — 18. 19 ΚοΙ. 1, Ιδ. 16. 17 — 22 vgl. Ι Kor. 11, 3 

1 et α etiam μ et etiam α δ lat. Überschrift] ΧΡΙ β μ DNI Α 7 f vel 
inter homines conversatus est < γ, doch vgl. S. 140, Ιδί" 10 f fide quoque in- 
visibilibus < Pa {doch über d. Z. ili», dafür rursumque σ) 11 contemplatis] con- 
templantes Pa\Ga) 12 pro <. Pa 13 nos < Pa 17 quoque Α GM* α enim 
ßM^forrPa I nos < 5 Ρα 18 et2 < Ρα 19 sunt] sint Pa 20 omnia] -f- sive 
quae in caelis sive quae in ten-a sunt Pa, vgl. oben I Cap. 7, 2 a. Α., unten II Cap. 
9, 4 a. A. 22 illi] in illo PaiG) 



140 Origenes 

habens >caput< deum patrem, sicut scriptum est: »Caput autem Christi (Pa) 
deus«; pervidentes etiam quod scriptum est quoniam »nemo novit 
patrem nisi filius, ueque filium quis novit nisi pater« (quis enim potest 
nosse quae sit >sapientia< nisi qui genuit eam? aut quis ad liquidum 
5 quae sit >veritas< novit nisi veritatis pater? quis certe universam >Yerbi< 
sui naturam atque ipsius >dei< quae ex deo est investigare potuit nisi 
solus deus, >apud quem erat verbum<?): pro certo habere debemus quod 
hoc verbum (sive ratio dicenda est), hanc sapientiam, hanc veritatem 
nullus alius >nisi solus pater novit<, de quo scriptum est: »Ne ipsum 

10 quidem mundum capere arbitror libros qui scriberentur«, de gloria 
scilicet et maiestate filii dei. Inpossibile namque est litteris committere 
ea, quae ad salvatoris gloriam pertinent. 

His igitur tantis ac talibus de natura filii dei consideratis, cum 
summa ammiratione obstupescimus quod eminens omnium ista natura 

15 >exinaniens< se de statu maiestatis suae homo factus sit et inter homines 
conversatus sit, sicut >gratia labiis eins infusa< testatur, et sicut ei testi- 
monium reddit pater caelestis, et ut signis quoque et prodigiis variisque 
ab eo gestis virtutibus confirmatur. Qui etiam ante praesentiam suam 
hanc, quam ostendit in corpore, praecursores et nuntios adventus sui 

20 misit prophetas; j)ost ascensionem vero suam in caelos san ctos aposto- 90 
los divinitatis suae virtute repletos homines vel ex publicanis vel ex 
piscatoribus imperitos et indoctos circumire fecit orbem terrarum. ut 
ex omni gente atque ex omnibus populis piorum plebem in se creden- 
tium congregarent. 

25 2. Verum ex omnibus de eo miraculis et magnificis illud penitus 

ammirationem humanae mentis excedit, nee invenit mortalis intellegen- 
tiae fragilitas, quomodo sentire vel intellegere possit quod tanta illa 
potentia divinae maiestatis, ipsum illud patris verbum atque ipsa sa- 
pientia dei, in qua >creata sunt omnia visibilia et invisibilia*. intra 

30 circumscriptionem eins hominis, qui apparuit in ludaea, fuisse credeuda 
sit, sed et ingressa esse dei sapientia vulvam feminae et nasci parvulus 

1 IKor. 11, 3 — 2 Matth. 11, 27; vffl. oben S. 131,20 — 4—8 vgl. ohni I 
Gap. 2, 1. 4 — 5—7 vgl. Joh. 1, 1 — 9 Joh. 21, 25 — \ht vgl. Phil. 2, 7 — 
16 vgl. Psal. 44, 3 Wey — 16f vgl. Matth. 3, 17 Par. — 22 f vgl. Matth. 28, 19 
— 29 vgl. Kol. 1, 16 

2 deus] + vel Pa 3 f c>o nosse potest Pa 6 quae] qui Pa 7 proi Unde 
pro Pa 9 solus < Ρα | de quo] + sicut Pa 10 capere] + posse Pa{Ga) 
+ potest {doch getilgt) Pa{M) 10 f de gloria scilicet et] de gloria et de Pa{GM*a) 
de gloria scilicet et de Pa{M^eorr) 11 est < c 25 magnificis] magnificentiis 
Merlin Del 31 ingressam esse dei sapientiam Aa \ parvnlum α 



De principüs II Cap. 6, 1. 2. 3 141 

et vagitum emittere ad similitudinem plorantiiim parvulorum; tum (Jan) 
deinde quod et in morte conturbari refertur, ut ipse etiam profitetur 
dicens: »Tristis est anima mea usque ad mortem « ; et ad ultimum quod 
usque ad eam quae inter homines indignissima habetur adductus est 
5 mortem, licet post tertiam surrexerit diem. Cum ergo quaedam in eo 
ita videamus humana, ut nihil a communi mortalium fragilitate distare 
videantur, quaedam ita divina, quae nulli alii nisi illi primae et ineffabili 
naturae conveniant deitatis, haeret humani intellectus angustia et tantae 
ammirationis stupore perculsa, quo decHnet, quid teneat, quo se con- 

10 vertat, ignorat. Si deum sentiat, mortalem videt; si hominem putet, 
devicto mortis regno cum spoliis redeuntem a mortuis cernit. Propter 
quod cum omni metu et reverentia contemplandum est, ut in uno 
eodemque ita utriusque naturae veritas demonstretur, ut neque aliquid 
indignum et indecens in divina illa et ineffabili substantia sentiatur, 

15 neque rursum quae gesta sunt f'alsis inlusa imaginibus aestimentur. 
Quae quidem in aures huiuanas proferre et sermonibus explicare, longe 
vires vel meriti nostri vel ingenii ac sermonis excedit. Arbitror autem 
quia etiam sanctorum apostolorum supergrediatur mensuram; quin immo 
fortassis etiam totius creaturae caelestium virtutum eminentior est 

20 sacramenti istius explanatio. De quo nos non temeritate aliqua, sed 
quoniam ordo loci poposcit, ea magis quae fides nostra continet, quam 
quae humanae rationis adsertio vindicare solet, quam paucissimis pro- 
feremus, suspiciones potius nostras quam manifestas aliquas adfirma- 
tiones in medium proferentes. 

25 3. Igitur unigenitus filius dei, per quem >omnia facta esse visibilia Jan 

et invisibilia< in superioribus sermo disputationis edocuit, secundum 
scripturae sententiam et fecit omnia et >quae fecit diligit<. Nam cum 
>invisibilis dei< ipse sit >imago< invisibilis, participationem sui universis 
rationabilibus creaturis invisibiliter praebuit ita, ut tantum ex eo unus- 

3 Matth. 26, 38 Par. — 4 f vrjl. Celsus bei Orig. VII 53 (II 203, 28) und Orif/., 
In Joh. XXVIII 18 (IV 412, 31), In Jerem. hovi. XIV 6 (III 112, 12) — 5-8 vgl. 
■ X. B. Orig., In Joh. XIX 2 (IV 299, 14). XXXU 16 (IV 452, 2) una Sceberg, Dogmen- 
gesch. I 423 f — 15 vgl. Orig. c. Gels. IV 19 (I 288, 20) — 25 Igitur — S. 147, 19 
recipiantur = Anoiiym. ad Januar. {Augustin., Opp. ed. Ben. tarn. VIII App., 
Col. 56-58, vgl. du Einl. BIY 2 — 2b t vgl. Kol. 1, 16 und oben S. 86, 5—21 — 
27 vgl. Weish. Sal. 11, 24 — 28 vgl. Kol. l, 1δ — 28 f vgl. oben I Cap. 3, 5. 6 

5 surrexit Λσ 5 f in eo ita] neophita Α 9 quo' βΜσ quod AG quid Koe 
14 in] < AG de Β 21 poposcit α poscifc γ deposcit Mi^linDel 25 filius < γ 
2(» docuit γ 



j^42 Origeneß 

quisque participii sumeret, quanto erga eum dilectionis inhaesisset ad- Jan 
fectu. Verum cum pro liberi arbitrii facultate varietas unumquemque 
ac diversitas habuisset animorum, ut alius ardentiore, alius tenuiore 
et exiliere erga auctorem suum amore teneretur, illa anima, de qua 
5 dixit lesus quia »nemo aufert a me animam meam«, ab initio creaturae 
et deinceps inseparabiKter ei atque indissociabiliter inhaerens, utpote 
sapientiae et verbo dei et yeritati ac luci verae, et tota totum reci- 
piens atque in eius lucem splendoremque ipsa cedens, facta est cum 
ipso principaliter unus Spiritus, sicut et apostolus bis, qui eam imitari 

lü deberent, promittit, quia »qui se iungit domino, unus Spiritus est«. 
Hac ergo substantia animae inter deum carnemque mediante (nOn enim 
possibile erat dei naturam corpori sine mediatore misceri) nascitur, ut 
diximus, deus-homo, illa substantia media existente, cui utique contra 
naturam non erat corpus assumere. Sed neque rursum anima illa, 

15 utpote substantia rationabilis, contra naturam habuit capere deum. in 

4 ff vf)L Earnack, Dogmengesch. Ρ 687 J.. 3 — 4 illa anima — 6 inhaereus 
= Hieron., Ep. ad Avit. 6 {Migne SL XXII 1064 f): Et in inferioribus : Nulla 
alia anima, quae ad corpus descendit humanum, puram et germanam 
similitudinem signi in se prioris expressit nisi illa, de qua Salvator 
loquitar (Jb/i. 10, 18): »Nemo tollit animam meam a me, sed ego ponam 
eam a me ipso«. Rufin hat gekürxt — 5 Joh. 10, 18 — δ — S vgl. Orig. c. Gds. 
ΠΙ 28. 41 (I 226, 13 f. 237, 7). VI 47. VII 17 (II 119, 4. 168, lö), In Joh. I 32 
(IV 42, 12). XX 19 (IV 351, 25), Jn Ep. ad Born. III 8 {Lom. VI 207. 212), In 
Lev. hom. XII 6 {Lojn. IX 395: Valde enim puram, valde mundam et sinceram 
reqxiirit animam, quam sibi iungat, quia {es folgt I Kor. 6, 17], vgl. oben Hieron.) 
und oben S. 32, δ ff — 8 — S. 143, 17 vgl. Anathem. 8. 9 der Const. Syn. a. 543 
(Hahn, Bihl. d. Symb.^ S. 229: (8) Ei' τις μί} λίγει τον ϋ-εόν ?.όγον . . . χνρίως 
Χριατόν, άλλα καταχρηστικώς δια τον, ως φασι, κενώσαντα εαντόν νονν, ώς σννημ- 
μένον αντώ τω &εω λόγω και κυρίως λεγόμενον Χριατόν ... (9) ονχ ό λόγος τον 
θ-εοΰ ααρκω&είς σαρκι εμψυχωμένη ψνχξ λογικτ] και νοερά κατελή?.ν&εν εις τον 
αδην καΐ πάλιν εις τον ουρανόν δ αυτός άναβέβηκεν, αλλ' ό παρ' αντοΐς λεγόμενος 
νους, 8ν άαεβονντες λέγουοι κυρίως Χριατόν, ττ] της μονάδος γνώσει πεποιημένον) — 

10 Ι Kor. 6, 17 — 13 vgl. Orig. c. Gels. I 66 (I 119, 21 : σνν&ετόν τι χρήμα φαμεν 
αυτόν γεγονέναι). II 9 (Ι 136, 31: εν γαρ μάλιστα μετά τ/)ν οίκονομίαν γεγένηται 
προς τον λόγον τον &εοΰ ή ψνχί] καΐ το σώμα Ίησον .... 137, 3 εν έστι τό 
ποτέ αίν&ετον προς τον λόγον τον Ο-εον) — 14 f vgl. unten IV Cap. 4, 4 (31) 

4 CV3 suum auctorem Jan 5 lesus α Jan difs / δ f ab initio creaturae et 
deinceps < Jan 6 ei < Jan 7 cvi verbo et sapientiae dei Jan | vera γ 

11 hac] haec.G 1δ deum < Jan 




De principüs Π Ci?. •■', 3. 4 143 

quem, ut superius dbriinus. Teint iiL_, Terbtnn et sapiuntiani et veri- Jaa 
tatem tota fam cesserat. JJnde et merito pro eo qnod vel tota esset 
in filio aei τβΐ totum in se caperet Ιτίπιτ η aeL etfam qssa enm ea qiiaiiL 
asstunserat came dei filins et dei virtus, Cknstos et djsi sapientia ap- 
' pellatiir; et mrsxini dei filtasy ^ger quem omnia ereata sant«. lesos 
Clinstiis et filins haizmiis nasiastaämR, Xam. et filins ää :ηθ3Ηπχπ9 esse 
lücitnr. pro ea scilicet natnra, qusM- nEflirteiiE Έώ%Θ» lecipere pöteiaä;; 
et filins hominis appellatnr. ψά »TeBkttEus im da patris giöiä 
sanctis angeüs* praedicatnr. Et Itae de eaxisa per ormweaa: 

10 tarn diTina natnra humanis TOCabnKs appellatnr^ qj: 
diTinae nuncnpationis insignäbos deeGrator. Magis 
de nllo aüo dici potest qnod sei^tnm est qnäa 
nna. et iam non snnt dno. sed earo nna«. 
cum anima >in came nna< esse^ qnam. τΐτ em 

15 et >anns spiritos* esse enm deo eni Biagjs 
qnae se ita deo per dilectionem. roioak, oi 
dicatnr? 

4. Jia τοντο xcl aifd-gmjroc γέγσνε Χρβ&τός. i§. an^ageflhyerreic 
τούτον τνχων. ως μαρτνρ€ϊ ο ΐΐρο<ιρτ[τ^ς λέγω^ν ^ri^ajofsrnz Ö ua t a» - 

20 αίνην χαι εμίαηϋας άνομίαν öta τοντο ixQiod ύ€ & ^Stfc. φ ^eie βϋτ 
ϊλαωΐ' άγαλλίάΰεως :ταρα. τονς μετόχονς öoi*«. ε:χρεΊεε ό^ τάτ /Οζ^έ- 
ποτε χεχωρίΰμένον τον μονογετοϊς ϋνγχρ'ηματίΰα τφ μο•ΤΌγ^»Έί xei 

övvoo^c.od^rii'ai αντώ 

[[<^od antem dileetionis perfeetio et meri affectns sineerifeas hmse 

25 ei inseparabüem cnm deo tecerit nnitateirL ita nt non fortuifea faesik 

ant 1 enm personae aceeptione animae eins assnuLpdo. sed rEitTi-^ 
. snamm ei merito delata. andi ad eam propiietam; dieenteni: »DÜe:^ - 
institiam et odisti iniquitatem: propterea nnxit te deos^ deifötaas <ύΜέ<ι> 

2— 4f i-yi. OH;;, e. Cels. Ύ 39 ill 43, 22) — & ff^. Äji. 1, m imc£ Ontj, Λ. Cels. 
Π 9 (I 136, li — S f er/L Matth. 16, 2T Piir. — li Mztth. 1% 5. β , 'ü^flt i fit^ 
— l»f B>;L IKor. 6, 17 — 18—23 Fnj. 20 (S?ui. Π 3) bei JastuiaB. Sp. ad 
Mennam [yiami IS 328) mit der Überschuß: ix τον SevTU^ttü λύγσν τον xs^c 
άρχΰητ βιβλίον' οτι ψιλόν &vd-Q<o-xov λεγξΐ τον χύρων (^^• λ»^. wla.ov Μνο*' = 
24 Qaod — 5. l-tt, 1 imis Ruf., der den letzten 5αέχ. des jrieeL• Fnttjment» üöeryekc, 
vgl. Schmixer ,5. 122 JL. * — 1». 27 Psal. U, S — 2« P'/L I Bstr. 1. 17 

1 in- yieriin Del 2 qaod vel Jan vel qa-?d α quod y $ cum. ea iniant -/ 
Jan com ea qua β μ com qua JL -1 Chxistus < Jan S ««>? m. glorta d«fi patas• 
Jan 11 cv; auncop. divinae Jan \% cnj ona earo Jam \ euim. <. Jtrt 
24 Quod — 27 dicentem] propheta iliceate Jan 24 meri AC taeribi Β γ 



Ι 



j^44 Origenes 

laetitiae prae participibus tms«.J Dilectionis igitur merito unguitur Jan 
>oleo laetitiae<, id est anima cum verbo dei Christus efficitur. >Ungi< 
namque >oleo laetitiae< non aliud intellegitur quam spiritu sancto repleri. 
Quod autem >prae participibus< dixit, indicat quia non gratia Spiritus 
ö sicut prophetis ei data est, sed ipsius verbi dei in ea substantialis inerat 
>plenitudo<, sicut et apostolus dixit: »In quo inhabitat omnis plenitudo 
deitatis corporaliter«. Denique propter hoc non solum dixit: »Dilexisti 
iustitiam«, sed addidit »et odisti iniquitatem«. >Odisse< enim >iniqui- 
tatem< illud est, quod scriptura dicit de eo quia »peccatum non fecit, 

10 nee inventus est dolus in ore eins«, et quod ait: »Temptatus per omnia 
pro similitudine absque peccato«. Sed et ipse dominus dicit: »Quis 
vestrum me arguit de peccato?« Et iterum ipse dicit de se: »Ecce 
venit mundi huius princeps et in me non invenit quidquam«. Quae 
omnia nuUum in eo peccati sensum indicant extitisse. Quod ut pro- 

15 pheta evidentius designaret, quia numquam eum >iniquitatis< sensus in- 
trasset, ait: »Priusquam sciret puer vocare patrem aut matrem. avertit 
se ab iniquitate«. 

δ. Quodsi alicui difficile id videbitur, pro eo quod rationabilem 
animam esse in Christo supra ostendimus, quam utique animarum 

20 naturam boni malique capacem per omnes disputationes nostras fre- 
quenter ostendimus : hoc modo rei huius explanabitur difiicultas. Natu- 
ram quidem animae ilKus hanc fuisse, quae est omnium animarum. 
non potest dubitari; alioquin nee dici anima potuit, si vere non fuit 
anima. Verum quoniam honi malique eligendi facultas omnibus praesto 

25 est, haec anima, quae Christi est. ita elegit >diKgere iustitiam<, ut pro 
inmensitate dilectionis inconvertibiliter ei atque inseparabiliter inhae- 
reret, ita ut propositi firmitas et afFectus inmensitas et dilectionis in- ■ 
extinguibilis calor omnem sensum conversionis atque inmutationis 

4f vrjl. Rom. 12, G — 6 Kol 2, — 7 PsaL 44, 8 — 9 Jcs. 53. 9 — 
10 Eebr. 4, 15 — 11 Joh. 8, 46 — 12 Joh. 14, 30 — 16 Jr.s. 8, 4. 7, IG — 

18 f vgl. oben S. 142, 14 f — 20 f vgl. oben S. 99, 14 f — 25— S. 145, 1 vgl. Orig., 
In Lev. hom. XII 4 {Lom. IX 390-392) vnd Huet, Origen. II 2 qu. 3, 6 

1 igiturj ergo Jan δ ei Jan <. L 6 dixit γ Jan dicit α 7 deitatis di- 
vinitatis Jan 8 addidit AG α Jan addit Β μ 9 illud est β Jan est illud α illud 
Λ μ Ι quia] Qui Jan [10 Tentatum Jan 11 sed — 12 de peccato < Jan 
13 CS3 princeps mundi huius Jan 15 numquam] -f- in Jan 18 id < γ Jan 

19 quam] cum Jan 19 f cv3 natui-am anim. Jan 21 cvj huius rei Jan 26 co ei 
inconvertibiliter Ja» 26 f adhaereret Jöw 27 f inextingiiibilis] inexpugnabüis y 
2S atque inmutationis < Jan 



De principiiö Π Cap. 6, 4. δ. 6 14") 

abscideret, ut quod in arbitrio erat positum, longi usus afFectu iam versum Jan 
sit in naturam; ita et fuisse quidem in Christo humana et rationabilis 
anima credenda est, et nulluni sensum vel possibilitatem eam putan- 
dum est habuisse peccati. 
5 6. Ad pleniorem tarnen rei explanationem non videtur absurdum, 

si etiam similitudine aliqua utamur, licet in re tarn ardua tamque dif- 
ficili ne exemplis quidem uti commodis copia est. Tamen ut absque 
aliquo praeiudicio dicamus, ferri metallum capax est et frigoris et 
caloris; si ergo massa aliqua ferri semper in igne sit posita, omnibus 

10 suis poris omnibusque venis ignem recipiens et tota ignis effecta, si 
neque ignis ab ea cesset aliquando neque ipsa ab igne separetur: num- 
quidnam dicemus hanc, quae natura quidem ferri massa est, in igne 
positam et indesinenter ardentem posse frigus aliquando recipere? 
Quin immo (quod verius est) magis eam, sicut in fornacibus saepe fieri 

15 oculis deprehendimus, totam ignem efPectam dicimus, quia nee aliud 
in ea nisi ignis cernitur; sed et si qui contingere atque adtrectare 
temtaverit, non ferri, sed ignis vim sentiet. Hoc ergo modo etiam 
illa anima, quae quasi ferrum in igne sie semper in verbo, semper in 
sapientia, semper in deo posita est, omne quod agit, quod sentit, quod 

'20 intellegit, deus est: et ideo nee convertibilis aut mutabilis dici potest, 
quae inconvertibilitatem ex verbi dei unitate indesinenter ignita pos- 
sedit. Ad omnes denique sanetos calor aliquis verbi dei putandus est 
pervenisse; in hac autem anima ignis ipse divinus substantialiter requie- 
visse credendus est, ex quo ad ceteros calor aliquis yenerit, Denique 

2ö quod dixit quia »unxit te deus, deus tuus oleo laetitiae prae participi- 
bus tuis«, ostendit quod aliter ista anima >oleo laetitiae<, id est verbo 
dei et sapientia, unguitur et aliter >participes< eins, id est sancti pro- 
phetae et apostoli. IIb enim >in odore unguentorum< eins >cucurrisse< 
dicuntur, ista autem anima vasculum unguenti ipsius fuit, ex cuius 

22—24 ^y. Orif/. c. Cels. 111 28 (1 226, 14j: iV ;y άν»(>ωπίνη {seil, φίαι;) 
Tj] προς τυ &ειότερον κοινωνία γίνηται Ο^εία ουκ εν μύνω τω 'Ιησοϋ άλλα καΐ Tiäac 
τοΐ; μετά τον πιστενειν άναλαμβάνονοί βίον, ον Ίησοϋς ^δίδαξεν — 25 Psa Λ 44, 8, 
rr/l. oben S. 143, 28 — 28 rrjl. Hohe/. 1, 4 

1 abscinderefc Jan \ ut] et γ \ effectu verm. Denis, De la pliil. dOrif/. 
p. 172 .1. 1 7 uti] abuti Β abhuti C <. Α 9 sit < Jan 11 oo ab ea iguis 
Jan 11 f numquid Jan 13 cv3 aliquando frigus Jan 14 magis eam] massam 
Jan 16 si quis Ja» 16 f contrectare adtentaverit Jan 20 aut] nee Ja« 
21 f possidebit Ja;i 22 aliqui ^J?(?ii* 26 cvj ista anima aliter Ja« 29 autem] 
vero Jan 

Origenes V. iQ 



146 Origenes 

>flagrantia< participantes digni quique prophetae fiebant e!: apostoli. Jan 
Sicut ergo alius est unguenti odor et alia est unguenti substantia, ita 
aKud Christus, et aliud participes sui. Et sicut vas ipsum quod sub- 
stantiam continet unguenti, nullo genere potest aliquid recipere foetoris, 
δ hi vero, qui ex odore eins participant, si se paulo longius a >flagrantia< 
eins removerint, possibile est ut incidentem recipiant foetorem: ita 
Christus velut yas ipsum, in quo erat unguenti substantia, inpossibile 
fuit ut contrarium reciperet odorem; participes vero eins quam proximi 
fuerint vasculo, tarn odoris erunt participes et capaces. 

10 7. Arbitror sane etiam Hieremiam prophetam intellegentem, quae 92 

sit in eo natura dei sapientiae, quae etiam haec, quam pro salute 
mundi susceperat, dixisse: »Spiritus vultus nostri Christus dominus, 
cuius diximus quod in umbra eins vivemus in gentibus«. Pro eo enim 
quod sicut umbra corporis nostri inseparabilis est a corpore et inde- 

15 clinabiüter motus ac gestus corporis suscipit et gerit, puto eum animae 
Christi opus ac motus, quae ei inseparabiliter inhaerebat et pro motu 
eins ac voluntate cuncta perpetrabat, ostendere volentem, >umbram< 
Christi domini hanc vocasse, >in qua umbra< nos >viveremus in 
gentibus<. In huius namque assumtionis sacramento gentes vivunt, 

20 quae imitantes eam per fidem perveniunt ad salutem. Sed et David 
dicens: »Memor esto opprobrii mei, domine, quo exprobraverunt me 
in commutatione Christi tui«, similia mihi videtur ostendere. Et 
Paulus quid aliud sentit, cum dicit: »Vita nostra abscondita est cum 
Christo in deo«? Et quidem in alio loco dicit: »Aut documentum 

25 quaeritis eins, qui in me loquitur Christus?« Et nunc Christum >in 
deo< dicit >absconditum<, Cuius rei intellectus nisi talis aliquis indi- 
cetur, qualem per >umbram< Christi a propheta significatum esse supra 
diximus, fortassis etiam hoc sensum humanae mentis excedit. Sed et 

1. 5 vgl. Hohel. 1, 3 — 12 Klagel Jerem. 4, 20 — 21 Psal. 88, 51. 52 
— 23 Kol. 3, 3; vgl. OHg., In Job. XX 39 (IV 380, 30: Ή ζω;) ημών κίκρνπται 
ονν τω χριστώ έν τώ θ-εώ), In Mattk. Gomm. XII 33 [Lom. III 182), In Ep. ad 
Rom. V 10 {Lmn. VI 400) — 24 II Kor. 13, 3 

1 fragi-antia Jan Merlin Üagrantia Αμ8 fraglantia β Ab 2 est^ < Jan 
3 aliud 1] + est Ja7i 7 Christus] anima Christi Jan \ ipsum < Jan \ erat] 
inerat Jan \ o^ substantia unguenti Jan 13 cuius β GM* cui Α Μ '^o'''' α Jan, 
vgl. tmten IV 25 15 suscepit J. Jan | et] ac Jan 16 motum Jan j quae] 
qui Jan 20 veniunt Jan 21 quo] quod γ 22 in commutationem Jan 24: Et 
quidem] Et quid enim Jan \ Aut documentum] An doctrinam Jan-HSS 26 in- 
tellectus] + est difficilis Jati 26 f iudicetur Jan 28 hoc] hunc γ 



De principiis II Cap. 6, 6. 7. Cap. 7, 1 147 

quam plurima alia in scripturis divinis de 'umbrae< significantia vide- Jan) 
mus inserta, ut illud in evangelio secundum Lucam, cum dicit Gabrihel 
ad Mariam: »Spiritus domini veniet super te, et virtus altissimi obum- 
brabit tibi«. Et apostolus de lege dicit quia »similitudini et umbrae 
δ deserviunt caelestium« hi, qui carnalem habent circumcisionem. Et 
alibi dieitur: »Xonne umbra est vita nostra super terram?« Si ergo 
et lex quae super terras est >umbra< est, et >vita< omnis >nostra< quae 
est super terras >umbra< est, et in >umbra< Christi >vivemus inter gentes<: 
videndum est ne harum omnium veritas umbrarum in illa revelatione 

10 noscatur, cum iam non >per speculum et in aenigmate, sed facie ad 
iaciem< sancti quique gloriam dei et rerum causas ac veritatem specu- 
lari merebuntur. Cuius veritatis accepto iam >pignore< per spiritum 
sanctum dicebat apostolus: »Etiam si cognovimus Christum secundum 
carnem aliquando, sed nunc iam non novimus«. 

15 Haec interim nobis ad praesens de rebus tarn difficilibus dispu- 

tantibus, id est de incarnatione et de deitate Christi, occurrere potu- 
erunt. Si quis sane melius aliquid potuerit invenire et evidentioribus 
de scripturis sanctis assertionibus confirmare quae dicit, illa potius 
quam haec recipiantur. 



20 ö'. "Οτι TÖ avTÖ ^νίνμα tr ?Io)ö8i y,cu roü άλλοις :tqo(fi]xiu^ 
κ«ί ayioi<i ά:τοθτόλοι>ί. 

CAPUT SEPTIMUM 

De spiritu sancto. 

1. Quia ergo post primas illas dissertiones, quas de patre et ülio 

25 et spiritu sancto in initiis secundum quod res poposcerat exposuimus, 

Visum est rursum repetere nos debere et ostendere quod deus idem 

3 Luk. 1, 35 — 4 Hehr. 8, 5 — 6 Hioh S, 9 b — 10 f vgl. I Kor. 13, 12 
— 12 vgl. II Kor. 5, 5 A7 — 13 II Kor. 5, 16 — 16 et de deitate ist nach 
Schnitzer, S. 126 A. * ivahrscheinlich Zusatx Rufins — 19 mit recipiantur endigt 
Jan —20 täte griech. Überschrift {Phot., Bibl. Corf.8p.4a B.) wohlaus S. 148, 10—12 
entnommen — 2it rgl. oben l Cap. 1—3 — 26— S. 148, 2 vgl. oben II Gap. 4. 5 

6 CV3 Nonne vita nostra umbra est super Jan 7 terras Λ C ten-a Β μ terram 
α Jan 8 terras] ten-am Jan 9 cnj omnium harum Jan 10 non < Jan 11 qui- 
que] + et Jan 13 Etiam] Et Ja« 16 de^ < Jan 

10* 



148 Origenes 

esset Creator et conditor mundi et pater domini nostri lesu Christi, id (Pa) 
est legis et prophetarum atque eyangeliorum unus atque idem deus, 
tum deinde etiam de Christo, quod is, qui verbum et sapientia dei 
superius fuerat ostensus, etiam qualiter homo faetus est in consequen- 
δ tibus debiiit demonstrari: siiperest ut etiam de spiritu sancto quam 
possumus breviter repetamus. ^ 

Tempus est ergo nunc de spiritu sancto nos pro viribus pauca Pa 
disserere, quem dominus et salvator noster in evangelio secundum 
lohannem >paracletum< nominavit. Sicut enim idem ipse deus atque 

lu idem ipse Christus, ita idem ipse et spiritus sanctus est, qui et in pro- 
phetis et in apostolis fuit, id est sive in illis, qui ante adventum Christi 
deo crediderunt, sive in his, qui per Christum confugerunt ad deum. 
Et duos quidem deos ausos esse haereticos dicere et duos Christos 
audivimus, duos autem spiritus sanctos numquam cognovimus ab aliquo 

15 praedicari. Quomodo enim hoc de scripturis poterunt affirmare, aut 
quam differentiam dare poterunt inter spiritum sanctum et spiritum 
sanctum? si tarnen definitio aliqua aut descriptio inveniri potest spiri- 
tus sancti. Nam ut concedamus Marcioni vel Valentino posse differen- 
tias deitatis inducere et aliam boni naturam aliam yero iusti describere, 

20 quid excogitabit aut quid inveniet, ut differentiam sancti spiritus intro- 
ducat? Nihil ergo illos posse ad indicium qualiscumque differentiae 
arbitror invenire. 

3 — 5 vgl. oben II Cap. 6 — 7 Tempus — 15 praedicari = Pamphil., Äpol. 4 
{Lom. XXIV 335) — 8 f vgl. Joh. 14, 16. 26. 15, 26. 16, 7 — 13 tgl. oben S. 120, 23 ff 
— 13 f vgl. Clemens AI, Hypotijp. Frg. 23 aus Phot., Bibl. Cod. 109 (III 202, 16— 2267. , ; 
Augustin c. Faust. XII 11 {Manichcier) ; Bousset, Hauptprobleme d. Gnosis S. 274 f 
und Hartiack, Dogtnengesch. Ρ 282 f. 285 f — 14 f vgl. Canon, apost. (49 (48 j: El' 
τις επίοκοηος η πρεσβύτερος κατά την τον χνρίον όιάταξιν μί} βαπτίο^ εις πατέρα 
καΐ viov και αγιον πνενμα, «λλ' εις τρεις άναρχους η τρεις νίονς ή τρεις πάρα- 
κλήτονς, κα&αιρείσΘω); Orig., In Ερ. ad Tit. Frg. {Lom. V 287 f: Sed et si qui 
sunt, qui Spiritum sanctum alium quidem dicant esse, qui fuit in Prophetis, aüurn 
autem, qui fuit in Apostolis Domini nostri lesu Christi, unum atque idem delictum 
imjiietatis admittunt, quod illi qui, quantum in se est, naturam Deitatis secant et 
scindunt, dicentes unum Legis et alterum Evangeliorum Deum) und Barnack, 
Dugmengesch. Ρ 669 J.. 2 — 18 f vgl. Orig., In Ep. ad Tit. Frg. [Lom. V 285) 

3 tum α Tunc γ 7 Tempus est — 8 disserere] Tempus est nunc nos pro 
viribus de Spiritu sancto pauca describere Pa <. β 9 paracletum A*ßM*Pa 
paraclitum.4c<'ii-(; paraclytum Gikfico'"'', ebenso tmten »S. 150, 11. 12 usic. 10 tv> sanctus 
spiritus AB | et^j etiam Pa 12 ad deum] ad eum Pa 14 c^ audivimus 
vor ausos esse Z. \^ Pa \ cognovimus] audivimus Pa 15 hoc] haec β <. Α 



De principiis II Cap. 7, 1. 2 149 

2. Nos vero aestimamus quod participationem eins similiter ut 
sapientiae dei et verbi dei abscjiie ulla diiferentia creatura rationabilis 
omnis assumat. Video tarnen quod praecipuus spiritus sancti adventus 
ad homines post ascensionem Christi in caelos magis quam ante ad- 
δ ventum eius declaretur. Antea namque solis prophetis et paucis, si 
qui forte in populo meruisset, donum sancti spiritus praebebatur; post 
adventum vero salvatoris scriptum est >adimpletum esse illud, quod 
dictum fuerat in propheta Iohel<, quia »erit in novissimis diebus, et 
effundam de spiritu meo super omnem carnem, et proph etabunt«; quod 

10 utique tale est sicut illud, quod ait: »Omnes gentes servient ei«. Per ■ 
gratiam | ergo sancti spiritus cum reliquis quam plurimis etiam illud 93 
magnificentissimum demonstratur, quod ea, quae in prophetis scripta 
sunt vel in lege Moysi, pauci tunc * , id est ipsi prophetae et vix sicubi 
unus ex omni populo superare poterat intellectum corjjoreum et maius 

1Γ) aliquid sentire, id est spiritale quid poterat intellegere in lege vel 
prophetis; nunc autem innumerae sunt multitudines credentium, qui 
licet non omnes possint per ordinem atque ad liquidum spiritalis in- 
tellegentiae explanare consequentiam , tamen omnes paene persuasum 
habent quod neque circumcisio corporaüter intellegi debeat neque 

20 otium sabbati vel sanguinis effusio pecoris, neque quod de his Moysi 
responsa darentur a deo: qui utique sensus dubium non est quod 
spiritus sancti virtute omnibus suggeratur. 

1—3 vgl. oben S. δδ, 2ff — 7 f vfjl. Act. 2, 16 — S Act. 2, 17. Joel 3, 1 (2, 28) 
— 10 Psal. 71, IIb — 13—16 vgl. x.B. Orirj. c. Gels. ΥΠ 34 (II 184, 17}, In 
Matth. Comm. ser. 27 {Lom. IV 232: Spiritualis enim et propheticus sensus Scrip- 
turae celatus est in historia rei propositae, ut omnis Scriptura a mediocribus 
quidem secundum histoiiam intelligatur, a spiritualibus autem et perfectis secundum 
mysterium spirituale), unten IN [Cap. 2, 2 (9) a. A. (η γραφή κατά τα πνβνματικά μι) 
νενοημένη «λλ' ώς προς το ψι?.όν γράμμα εξειλημμέν?]) und Redcpeniiing, Orig. 
Ι 297 ff — 16 vgl. Orig. c. Gels. III 9 (I 210, δ: Λ« το π/.η^ος των τΐροσερχομέ- 
νων τφ λόγω). VII 26 (Π 177, 23: τ« Χρίοτιανών ηνξησε καΐ όσημεραι εις π?.ηθ^ος 
ηδη δε καΐ ηαρρησίαν επιδέδωκε), In Gant. II [Lom, XIV 376: ecclesiae innumerae 
tamen sunt, quae per orbem terrae diffusae sunt, atque immensae congregationes 
ac multitudines populorum) — 18—21 tgl. Orig. c. Gels. II 7 (I 133, 13: ή άνόσιον 
μεν το άφιατάνειν σωματικής περιτομής και σωματικού σαββάτον και σωματικών 
εορτών) — 1ί)-21 rgl. Gen. 17, 10—14. Exod. 31, 12-17. Lei: 1. 3. 4. 17. 23 

8 et < y 13 tunc *] vielleicht tunc (intellegebant) Koe 15 sentire < / 
' spiritale γ spiritalem sensum [urspr. wohl Randnote ) α \ quid poterat < β 
18 paene < γ 



15U Origenes 

3. Sicut autem multi sunt intellectus de Christo, qui utique quamvis 
>sapientia< sit, non tarnen in omnibus sajiientiae agit aut obtinet vim 
nisi in his, qui in ipso sapientiae student (neque cum >medicus< dicatur. 
erga omnes quasi medicus agit, sed erga illos tantum, qui aegritudinis 
5 suae intellecto languore confugiunt ad misericordiam eins, ut possint 
consequi sanitatem): ita arbitror etiam de spiritu sancto, in quo 
omnis est natura donorum. >Aliis< namque praebetur >per spiritum 
sermo sapientiae, aliis sermo scientiae, aliis fides<; et ita per singulos, 
qui eum capere possunt, hoc efficitur vel hoc intellegitur ipse Spiritus, 

10 quo indiget ille, qui eum participare meruerit. Quas divisiones ac 
difFerentias non advertentes hi, qui >paracletum< eum in evangelio au- 
diunt nominari, neque considerantes ex quo opere vel actu >paracletus< 
nominetur, vilibus eum nescio quibus spiritibus compararunt et per 
hoc conturbare conati sunt ecclesias Christi, ita ut dissensiones fratri- 

15 bus non modicas generarent. Evangelium vero tantae eum potentiae 
ac maiestatis ostendit, ut dicat apostolos >non posse capere< adhuc ea, 
quae volebat eos docere salvator, nisi >cum advenerit spiritus sanctus<, 
qui se eorum animabus infundens inluminare eos possit de ratione ac 
fide trinitatis. Isti vero pro imperitia intellectus sui, qua non solum 

20 ipsi quod rectum est consequenter non valent exponere, sed ne his 
quidem quae a nobis dicuntur possunt audientiam commodare, miuora 
de eius deitate quam dignum est sentientes, erroribus se ac deceptio- 
nibus tradiderunt. erratico magis spiritu depravati quam sancti spiritus 

If vgl. oben I Cap. 2, Iff — 3 tgl. Matth. 9, 12 Par. — 7 — 10 vgl. Orig., 
In Joh. II 10 (IV 65, 26): οΐμαι ob το άγων πνενμα τήν, α•' όντως εϊπω, νλην 
των από &εον χαρισμάτων παρέχειν τοις δι' αντό καΐ τίιν μετοχ!}ν αντον χοημα- 
τίζονσιν αγίοις, της είρημένης νλης των χαρισμάτων ενεργούμενης μεν από τον 
&εον, διακονονμένης δε νπδ τον χριστον, νφεστώσης δε κατά το αγιον πνενμα. — 
7 f vgl. Ι Kor. 12, 8. 9 — 11 vgl. obm S. 148, 8f — 15—19 vgl. Joh. 16, 12—14 
— 18 qui — 19 trinitatis hält Schnitter /S'. 128f J.. *** für Zusatz Rufins — 
22— S. 151, 4 vgL Orig., In Matth. XV 30 {Lom. Ilt 392j: Kai ει τοιαντά γε εζτ]- 
τονν κατά τί]ν Ίησον φωνήν από τον παρακλήτον πάντες οί το κατά ^ωάννην 
εναγγέλιον άναγινώσκοντες, οίκ αν προαέαχον τινές, ως παρακλήτω, πνεϊμασι 
πλάνης καΐ διδασκαλίαις δαιμονίων . . . ώστε τα της πλάνης πνείματα καΐ τά 
δαιμόνια άναγορεΰσαι τω μεγάλω τον παρακλήτον ονόματι. 

3 in ipso α in ipsa γ 6 ita arbitror etiam de sp. s.j uohl nach Analogie 
von sentio de aliquo, da multi sunt intellectus Z. 1 nicht gut ergänxt ncrdeti 
kann; doch vgl. unten S. 171, 9 17 adveniret β 18 posset ßcorrM^ 



De principiis II Cap. 7, 3. 4 151 

institutionibus eruditi, secundum quod apostolus dixit: »Doctrinam 
spirituum daemonioruni sequentes, prohibentium nubere« »ad interitiim 
et ruinam multorum« »et inportune se abstinere a cibis«, ut per osten- 
tationem acrioris observantiae seducant animas innocentum. 
5 4. Oportet ergo nos scire quia >paracletus< est spiritus sanctus, 

docens maiora quam voce proferri possunt et, ut ita dixerim, quae 
»ineffabilia sunt< et »quae non licet homini loqui«, id est quae indicari 
humano sermone non possunt. Quod autem ait »non licet«, pro eo 
quod >non potest< dictum sentimus a Paulo, sicut et ibi , ubi ait: 

10 »Omnia licent, sed non omnia expediunt; omnia licent, sed non omnia 
aedificant«. Ea enim, quorum potestas nobis est, propter quod habere 
ea possumus, >licere< nobis dicit. >Paracletus< vero quod dicitur spiritus 
sanctus, a consolatione dicitur (παράκληΟίς enim latine consolatio ap- 
pellatur); si quis namque de spiritu sancto participare meruerit, co- 

15 gnitis ineffabilibus sacramentis consolationem sine dubio et laetitiam 
cordis assumit. Cum enim rationes omnium quae fiunt, quare vel 
qualiter fiant, spiritu indicante cognoverit, in nullo utique conturbari 
eins anima poterit aut ullum sensum maeroris accipere; nee in aliquo 
terretur, cum verbo dei et sapientiae eins inhaerens >dominum lesum 

20 dicit in spiritu sancto<. 

Verum quoniam >paracleti< fecimus mentionem et pro viribus 
nostris qualiter de eo sentiri debeat exposuimus, dicitur autem etiam 
salvator noster >paracletus< in epistola lohannis, cum dicit: »Si quis 
nostrum peccaverit, paracletum habemus ad patrem, lesum Christum 

20 iustum, et ipse est repropitiatio pro peccatis nostris« : consideremus ne 
forte aliud hie signifieet haec appellatio >paracleti< de salvatore, aliud 
de spiritu sancto. Videtur enim de salvatore >paraeletus< dici depre- 

1—4 I Ti}7i. 4, 1. 3 [+ L/ik. 2, 34 Wei/], vrjl s. 5. Oi-vj., Tn Ep. ad Rom. 
IX 2. X δ [Lom. VII 295. 385) — 7—9 v(jl. II Kor. 12, 4 — 10 I Kor. 10, 23 — 
16—18 vfjl. Joh. 14, 26. 27 — l^fvgl. I Kor. 12, 8 — 23 m. S. 152, 3 I Joh. 2, 1. 2 — 
27— S. 152, 5 vgl. Orig. c. Gels. III 34 (I 281, 7: μετ^ ευχών, ας προαάγομεν αντώ 
ως διαμεταξν υντος τής τον άγενήτον και της των γενητών πάντων φύσεως, και 
φέροντος μεν ήμΐν τάς από τον πατρός ενεργεαίας διακομίζοντας rf' ημών τρόπον 
άρχιερέως τάς ενχάς προς τον ίηΐ πααι θ^εόν), In Lei: hom. VII 2 {Lom. ΤΧ 291: 
Salvator meus luget etiam nunc peccata mea. Salvator nieus laetari non potest, 
donec ego in iniquitate peiinaneo. Quare non potest? Quia ipse est advocatus 
pro peccatis nostris apud patrem 'es foh/t I Joh. 2, 1. 2]) 

9 a Paulo] aplo μ ab apostolo α \ ibi ubi (l ibi aMa 13 paraclesis «/ 
paraclisis A<:orr paraclysis M^corr i« assumsit Α 18 ullum] illum A* nullum γ 



152 Origenes 

cator, utrumque enim significat in graeco >paracletns<, et >C(jnsolator< 
et >deprecator<. Propter eum ergo qui subsequitur sermonem, quo ait 
quia »ipse est repropitiatio pro peccatis nostris«, magis in salvatore 
nomen >paracleti< pro deprecatore intellegendum videtur; deprecari 
δ enim patrem >pro peccatis nostris< dicitur. De spiritu vero sancto 
>paracletus< >consolator< debet intellegi, pro eo quod consolationem 
praestat animabiis, quibus aperit et revelat sensum scientiae spiritalis. 



CAPUT OCTAVUM 

10 De anima. 

1. Post haec iam ordo deposeit nos etiam de anima generaliter 
inquirere et ab inferioribus incipientes ad superiora conscendere. Esse 
namque animas in singulis quibusque animalibus, etiam in bis quae in 
aquis degunt, a nullo arbitror dubitari, Nam et | communis hoc om- 94 

15 nium servat opinio, et confirmatio sanctae scripturae auctoritatis acce- 
dit, cum dicitur quia »fecit deus cetos magnos et omnem animam 
animantium repentium, quae produxerunt aquae secundum genus 
eorum«. Ex communi vero rationis intellegentia confirmatur etiam ab 
bis, qui definitionem animae certis determinant verbis. Definitur 

20 namque anima hoc modo, quia sit substantia φανταΟτικη et ορμΊμικι], 
quod latine, licet non tarn proprie explanetur, dici tamen potest >sen- 
sibilis et mobilis^. Quod utique convenit etiam de omnibus animalibus 
dici et bis, quae in aquis degunt: sed et in volucribus eadem definitio 

8f 'κ,Η Cap. VIII vffl. PamphiL, Äpol. 8 [Lo7n. XXIV 397: Nusquam prorsus 
librum proprie de Anima scriptum edidit) und Orig., In Joh. VI 14 (IV 123, 31: 
προηγουμένως δε iv άλλοις επιμελέατερον εξεταοτέον και επΙ πλεΐον τον λόγον 
ερεννητέον τον περί της ουσίας της ψυχής και τής άρχΐ/ς της συστάσεως αυτής και 
της εις το γήϊνον σώμα είσκρίσειος αυτής κτλ.) und Harnack, Dogmengesch. Ρ 6S0 
Α. 1. Die griech. Überschrift aus Phot., Cod. 8 p. 4:^ B. — 16 Gen. 1, 21 — 
20 vgl. Aristot., De anima III 9 p. 432; Philo, Leg. Alleg. II 7, 23 \p. 71 M., 
I 95, 15 Gohn: ψιχ») δέ εστί φύσις προσειληφνΐα φαντασίαν και όρμήν); TerhtlL, 
De cm. c. 14—16 

7 aperit et α aperte γ 20 fantastice et onnetice ßM (-ae et -ae A) 
FANTÄSTlCE ET ÖRMETITE G {σ mit kleinen Buchst.) 21 tarn α tarnen γ 



De princiiiiis II Cap. 7, 4. Cap. S, 1 153 

animae convenienter ostenditur. Addit sane scriptura etiani alterius 
sententiae aiictoritatem, cum dicit: »Xon mandueabitis sanguinem, 
quia anima totius carnis sanguis eins est, et non mandueabitis animam 
cum carnibus«: in quo evidentissime >sanguinera< omnium animalium 
5 >animam< ipsorum esse designat. lam vero si quis requirat, quoniam 
>animam omnis carnis sanguinem eius esse< dixit, de apibus et vespis 
et formicis sed et de bis, quae in aquis sunt, ostreis vel cocleis et 
quaecumque sunt alia, quae carent sanguine et esse animantia mani- 
festissime demonstrantur: respondendum est quoniam in huiuscemodi 

10 animantibus quam in ceteris vim habet rubri sanguinis vigor, hanc vim 
obtinet in istis humor ille, qui inest in eis, licet alterius sit coloris: 
nihil enim refert, qui sit color, dummodo substantia sit vitalis. De 
iumentis vero vel pecudibus quod animantia sint, etiam apud communem 
opinionem nulla dubitatio est. Evidens tarnen est et scripturae divinae 

lO sententia, cum dicit deus: »Produeat terra animam vivam secundum 
genus, quadrupedia et repentia et bestias terrae secundum genus«. 
lam vero de homine quamvis nuUi dubium sit nee requirere aliquis 
possit, tarnen et scriptura divina designat quod >deus in faciem eius 
inspiraverit spiramentum vitae, et factus sit homo in animam vivam<. 

20 Superest de angelico ordine requirere, utrum et ipsi animas 

habeant an animae sint, vel de ceteris divinis caelestibusque virtutilnis 
sed et de contrariis potestatibus. Auctoritatem quidem scripturae 
divinae nusquam ullam invenimus quod vel angeli, vel si qui sunt 
divini >spiritus ministri< dei, vel animas habere vel animae dicantur; 

25 animantia tarnen esse a quam plurimis sentiuntur. De deo autem in- 
venimus scriptum esse ita: »Et ponam animam meam super animam 
illam, quae manducaverit sanguinem, et eradicabo eam de populo suo« 
et item alibi: ?>Neomenias vestras et sabbata et diem magnum acceptum 
non habeo. leiunia et ferias et dies festos vestros odit anima mea«. 

30 Et in vicesimo primo psalmo de Christo (certum est enim quia ex 
persona ipsius iste psalmus adscribitur, sicut evangelium contestatur) 
ita dictum est: »Tu autem, domine, ne longe facias auxilium tuum. 
ad defensionem meam respice, eripe a framea animam meam et de 

2 Lev. 17, 14—15 Gen. 1, 24 — 17 rr/l. Method. hei Phot., Bibl. Cod. 
284, p. 293 a, 34 Ä: 6 d' ^Ωριγένηζ τ?)ν ψν /Jjv μόνην ελεγίν ανθ^^ωπον, ώς ό 
Πλάτων — 18 f rr/l. Gen. 2, 7 — 20 ff v[/L Hiiet, Origen. II 2 qu. 5, 6 — 24 rr,L 
Hcbr. 1, 14 Kl — 2ß Lev. 17, 10; vrjl. Griff., In Ep. ad Born. II 13 iLom. VI 128i 
— 28 Jcs. 1, 13. 14 — 31 vgl. Matth. 27, m Par. — 32 Psal. 21, 20. 21 

14 et] ex C < .4 18 posset γ 1ί) inspiravit γ \ inspiiamentum Α 
spiraculum .S' | sit α est γ 24 animae esse^ Koe 32 longe] elonge Α 



154 Origenes 

manu canis iinicam meam«. Quamvis et multa alia sint testimonia de 
anima Christi in carne positi. 

2. Sed de Christi quidem anima omnem nobis adimet quaestionem 
ratio incarnationis occurrens. Sicut enim vere carnem habuit, ita vere 
δ et animam habuit. De eo vero, quod >dei anima< in scripturis nomi- 
natur, qualiter intellegi debeat, et sentire et proferre difficile est; 
semel enim simplicem illam naturam et absque ullius adiectionis per- 
mixtione profitemur; tarnen, quoquomodo sentiendum est, nominari 
interim >dei anima< videtur: de Christo vero nee dubitatur. Et ideo 

10 non mihi videtur absurdum etiam de sanctis angelis ceterisque cae- 
lestibus virtutibus tale aliquid vel dicere vel sentire, si quidem defi- 
nitio illa animae etiam in ipsos videtur incurrere. Quis enim ratio- 
nabiliter sensibiles eos esse vel mobiles potent denegare? Quodsi recta 
ista videtur esse definitio, quod substantia rationabiliter sensibilis et 

15 mobilis anima dicatur, videtur haec eadem definitio etiam ad angelos 
pertinere. Quid enim aliud in illis quam sensus rationabilis et motus 
est? Quorum autem una definitionis ratio est, horum sine dubio et 
eadem substantia est. Paulus sane apostolus esse quendam >animalem 
hominem< significat, quem negat >ea quae sunt spiritus dei< posse >re- 

20 cipere<, sed >stultam< ei videri dicit spiritus sancti doctrinam, nee >posse 
eum intellegere quod spiritaliter diseernatur<. Sed et in alio loco ait 
>seminari eorpus animale<, et >surgere corpus spiritale*. ostendens in 
resurrectione iustorum nihil animale futurum in his, qui vitam meruerint 
beatorum. Et ideo requirimus ne forte substantia aliqua sit, quae 

25 secundum hoe, quod anima est, inperfecta sit. Verum utrum propterea 
inperfeeta sit, quod a perfeetione deeidit, an talis a deo faeta sit, cum 
per ordinem singula discuti eoeperint, requiremus. Si enim >animaKs 
homo non reeipit quae sunt spiritus dei<, et pro eo, quod >αηΙιηαΗ8< 
est, melioris naturae, id est divinae, intellegentiam reeipere non potest, 

30 hae fortasse de causa evidentius nos Paulus docere volens, quid sit per 

3 %u dem Abschnitt de Christi anima gehört vielleicht icas von dem Anonymus 
bei Phot., Cod. 117 als 6. Vorwurf der Gegner des Orig. bezeichnet tcird: oxi i) 
τον οωτήρος ψνχϊ] ή τον Ιίδάμ ήν; vgl. femer Hieron., ΑροΙ. adv. Euf. II 4 
{Migne SL XXIII 427) — 5 vgl. Lev. 17, 10. Jes. 1, 14. 42, 1 {Matth. 12, IS). Excch. 
23, 18. Eabalc. 2, 4. Hiob 31, 39 — 5 ff vgl. Hiiet, Origen. II 2 qu. 5, 6 — 14 f vgl. 
oben S. 152, 20—22 — 18—21 u. 27— S. Ιδδ, 1 vgl. I Aor. 2, 14 — 22-24 vgl. 
I Kor. 15, 44. 50—53 

3 Sed] + et y 23 in his — 24 beatorum < }' 25 sit α est γ \ Verum] 
quod si sit β 26 deeedit γ 



De principiis Π Cap. 8, 1. 2. 3 155 

c|nod >ea, quae sunt spiritus<. id est spiritaKa, intellegere possimus. 
mentem magis quam animam spiritui sancto coniungit et sociat. Haec 
enim eum puto osteudere cum dicit: »Orabo spiritu, orabo et mente: 
psalmum dicam spiritu, psalmum dicam et mente«. Et non dicit quia 
δ auima orabo, sed >spiritu et mente<; et non dicit: anima psallam, sed 
>spiritu psallam et mente<. 

3. Sed fortasse requiritur: Si mens est, quae cum spiritu orat et m 
psallit, et ipsa est, quae et j)erfectionem percipit et salutem, quomodo 
dicit Petrus: »Percipientes finem fidei nostrae salutem animarum no- 

10 strarum« ? Si anima cum spiritu nee orat nee psallit, quomodo spera- , 
bit >salutem<? aut si f eum ad beatitudinem venerit, iam anima non 
dieetur? Sed videamus ne forte possit hoc modo responderi, quia 
ojOJieg >θώθαί το απολωλος< >ΐ)λ&εν< 6 Οωτήρ. οτε μέντοί οώζεται 
>το άπολωλός<, ονκέτι Ιοτϊν άπολωλός, οντο?ς, ει >ϋώοαι< 7/λΰ-ε ψυχ7/ν. 

13 ως >οώϋαί το άπολο)λός<, ουκέτί μένει ψνχ?) ή οωθ-εΐΟα ψνχ?]. Ιτι 
βαοανιοτέον εΐ, ωΟπερ >το απολωλος< iiv οτε ονκ άτΐολώλει καΐ εϋται 

2 ff irjl. Orifj., hl Jvh. XXXII 18 (IV 455, 17;: τηοήαας iv naa?j τ^ YQCi(fü 
διαφοράν ψνχής καΐ πνεύματος καΐ μέσον μέν τι &εωρών είναι τ/)ν ψιχί/ν καΐ 
έπιόεχομένην ά^ετ/)ν καΐ κακίαν, άνεπίόεκτον δε των χειρύνων το ηνεϊμα τον άν- 
ϋ-ρώπον το εν αντω' τα γαρ κάλλιστα καρποί λέγονται είναι τον πνεύματος, ον/ 
ώς αν οίηθ-είη τις τον αγίου, άλλα τον άνθ-ρωπίνον κτλ. — 3 1 Kor. 14, 15 — 
9 Ι Pefr. 1, Π — 10 Si — S. 15ϋ, 12 diceretur = Hieron., Ερ. ad Avit. 6 (Mifjne 
SL XXII 1065): Et in alio loco: Unde cum infinita cautione tractandum 
est, ne forte cum animae salutem fuerint consecutae et ad beatam 
vitam pervenerint, animae esse desistant. Sicut enim venitDominus 
atque Salvator quaerere et salvum facere quod perierat («^7/. 2/WÄ•. 19, 10), 
ut [et Codd.] perditum esse desistat, sie anima quae perierat et ob 
cuius salutem venit Dominus, cum salva facta fuerit, anima esse 
cessabit. Illud quoque pariter requirendum, utrum sicut perditum 
aliquando non fuit perditum, et erit tempus quando perditum non 
erit, sie et anima fuerit aliquando non anima, et fore tempus quando 
nequaquam anima perseveret. Vf/l. Schmtxer, S. 134 Α.* — 13— S. 156,2 
Frff. 21 (Bed. II 4) hei Justinian, Ep. ad Mennam (Mansi IX 532) = sicut S. 150, 3 
— diceretar Z. 12 Ruf. = Sicut — perseveret Hieron. a. a. 0. Ruf. hat frei, 
Hieran. rAemlicli r/enau üherset'xt — 13 u. S. 15•.), 3 r.^/. Liik. 19, 10 

1 possumus β 2 spu .1 μ 7 cum < y 10 f speravit AC 11 f cum] etiain 
Κυβ 12 possit Del potest L 14 ει Cod.Ath. ήν Mansi ^v Red. 15 ώς οώσαι το 
άπολωλύς < Cod. Ath. | ^ρνχή'^] + οντε το άπολωλός Mansi, iredcr im Cod. 
At/i. noch von Hieron. Iwxrurß 



156 Origenes 

.τοτέ οτε ουκ törai απολολός, οντο) καϊ η ψυχή t)p ότε ουκ ην 

ιρνχη καϊ ϊοται οτε ουκ εοται ψνχή 

|[sicut salvator venit >salvare qwoa perierat<, et iam cum salvatur, non 
est perditum quod prius perditiim dicebatur: ita fortassis etiam hoc 
5 quod salvatur anima dicitur; cum autem iam salva facta fuerit, ex 
perfectioris partis suae vocabulo nuncupabitur. Sed et illud adici posse 
videbitur quibusdam, quia sicut hoc, quod perditum est, erat sine dubio, 
antequam periret, cum aliud nescio quid erat quam perditum, sicut et 
erit utique cum iam non est perditum: ita etiam anima, qnae perisse 

10 dicitur, videbitur fuisse quid aliquando, cum nondum perisset et propter 
hoc anima diceretur, quae rursum ex perditione liberata potest iterum 
illud esse quod fuit, antequam periret et anima diceretur.J 

Sed et ex ipsa nominis animae significatione, quam in graeco in- 
dicat, visum est nonnullis requirentibus curiosius posse non mediocrem 

15 suggeri intellectum. Nam sermo divinus ignem esse deum dixit, cum 
ait: »Dens noster ignis est consumens«. Sed et de angelorum sub- 
stantia ita ait: »Qui facit angelos suos Spiritus et ministros suos ignem 
urentem«, et alibi: »Apparuit angelus domini in flamma ignis in rubo«. 
Insuper etiam raandatum accepimus, ut simus 'spiritu ferventes<; per 

2(1 quod sine dubio igneum ostenditur et calidum dei verbum. Sed et 
Hieremias propheta audit ab eo, qui sibi responsa dabat: »Ecce dedi 
verba mea in os tuum, ignem«. Sicut ergo >deus ignis est<, et >angeli 
tlamma ignis<, et sancti quique >spiritu ferventes<: ita e contrario hi, 
qui deciderunt a dilectione dei, sine dubio refrixisse in caritate eins 

-δ ac frigidi efFecti esse dicendi sunt. Ait enim et dominus quia »pro 
eo quod multiplicata est iniquitas, refrigescet Caritas multorum«. Sed 
et omnia ea, quaecumque sunt quae adversae potestati in scripturis 
sanctis conparantur, frigida semper invenies. >Serpens< namque et 

13 f vgl. TertulL, De an. c. 27: Et si frigidum nomen est auima Graecorum 

— 16 Hebr. 12, 29 {Deut. 4, 24. 9, 3) — 17 Hebr. 1, 7 {Psal. 103,4), vrjl. Hierou., 
Ep. CVI 6ö [Migne SL XXII 860) Ps. 103, 4: Qui facis Angelos tuos spiritns. 
Pro quo in Graeco invenisse vos dicitis: δ ποιων τονς αγγέλους αντον, id est: 
qui facit Angelos suos. Hieron. zieht also V. 4 die 2. Person vor — 18 Exod. 3. 2 

— 19 vgl. Rom. 12, 11 — 21 Jcrem. 1, 9, vgl. zu ignem Orig. c. Gels. IV 1 
(I 273, 5f) — 23-25 vgl. unten S. 1Ö7, 14-S. 158, 2 — 25 Matth. 24, 12 — 
28 f vgl. Apok. Joh. 12, 9. 20, 2 

3 et iam Koe etiam L Merlin Del (> perfectioris Del perfectiore L 8 et 
< y 23 ferventes J.(;fervent /?(?>«>>•/ pervenit (r*Jl/ 26 refrigescit y 27ea</^ 
I potestatis Β α potestates μ 28 inveniens γ 28 f Seiiiens namque et draco < y 



I 



Α 



De principiis II Cap. 8, 3 157 

>di"aco< diabolus dicitur: quorum quid frigidius invenitur? Sed et in 
aquis regnare dicitur draco, quod utique ad aliquem de malignis spiri- 
tibus retorquetur. et >in mari< eum propbeta esse designat; et alibi 
dieit propbeta quia »inducam gladium sanctum super draconem, ser- 
5 pentem fugientem, super draconem, serpentem perversum, et interficiet 
eum«; et iterum ait: »Etiam si abscesserint ab oculis meis et descen- 
derint iu profundum maris, ibi mandabo draconi et mordebit eos«. 
Sed et in lob >ipse rex esse omnium, quae in aquis sunt<, dicitur. >A 
borea< vero >accendi mala super omnes, qui babitant terram<, propbeta 

10 denuntiat. Boreas autem ventus in scripturis frigidus designatur, sicut 
scriptum est in Sapientia: »Frigidus ventus Boreas«. Quod et ipsum 
sine dubio de diabolo sentiendum est. Si ergo ea quidem, quae sancta 
sunt, ignis et lumen et ferventia nominantur, quae autem contraria 
sunt, frigida, et >caritas< peccatorum dicitur >refrigescere<, requirendum 

1•'* est ne forte et nomen animae, quod graece dicitur ψνχή, a refrige- 
scendo de statu diviniore ac meliore dictum sit et translatum inde, quod 

1 f rr/l. Exrch. 29, 3 und Orig. c. Geis. IV 50 (I 323, 20 f ) — 3 rgl. Exech. 32, 2 

— 4 Jes. 27, 1 — 6 Arnos 9, 3 — 8 vgl Hioh 41, 2ö (26) — 8 f vgl. Jercm. 1, 14 

— 11 Sir. 43, 20 (22); %u in Sapientia vgl. Orig., In Joh. Frg. 74 u. 13li 
(IV 041, 12. 573, 2) — 14 vgl. Matth. 24, 12 — 14-S. 158, 2 vgl. Aristot., De an 
I 2 [p. 405 b, 26: διό καΐ τοις υνόμασιν άκο/.ονθ-ονσιν, οΐ μεν το &ερμυν λέγοντες, 
υτι δια τοντο καΐ το ζην ώνόμασται, οι δε το χρνγρον δια τι)ν άναπνοήν καΐ την 
κατάιΐ'ίξιν κα?.εΐσ&αι ιρυχήν); Epiphan., Hat^. 64, 4 {εΙς ταντα δε καΐ μν&ονς εκ- 
τίθεται, ιρνχήν, γάρ φηαι, δια τοντο καλονμεν, δια το ανωθ-εν έχρϋχΒ-αι. 
μαρτνρίας δε κατά τον ίδιον νουν έπιπ/.άσοεται από τών θείων γραφών, ονχ όν- 
τως έχουσας ονδε όντως έκδεδομένας); Theophil. ΑΙ., Ερ. pasch. 1 bei Hieron. Ερ. 
XCVI17 {Migne /SL XXII 787: qui propter lapsum rationabilium creaturarum Cor- 
pora fieri suspicatur et dicit iuxta Graeci sermonis etymologiam animas idcirco 
vocitatas, quod calorem mentis et in Deum ferventissimae caritatis 
amiserint, ut ex frigore nomen acceperint, ne et Salvatoris animam iisdem 
subiacere naeniis sentiremus) ; ähnlich II 15 (ebenda 803: animam hominis noleui: 
a conditionis exordio sie vocatam, sed ex eo quod quae prius mens et sensus 

erat, frigus neglegentiae et infidelitatis assumpserit Generalis 

enim illius disputatio est animas horainum appellatas ex eo quod calorem 
pristini fervoris amiserint) 

2 draco] + seitens namque et draco /, vgl. S. 156, 2Sf 14 peccatorum αμ mul- 

// 
torum i= Vnlg.) σ \ c^ refrigescere dicitur γ 15 ΨΥΧΝ A^ ΨΥΧΗ BGM- 

isychac C psychi Jl/• über d. Z. l(i inde Merlin Del id est L 



158 Origenes 

ex calore illo naturali et divino refrixisse videatur, et ideo in hoc quo 
nunc est et statu et vocabulo sita sit. (το γαρ ειπείν τον προφητην 
»πρΙν η ταπείνωϋ-ηναί με, εγώ επλημμέληΟα«, εξ αυτής φηοι της ψνχης 
ο λόγος, ως ανω εν ονρανω >επλημμέληοε<, πρΙν η εν τω οώμο.τι 
5 >τεταπεινώοθ•αι<' και το ειπείν ^>έπίθτρεψον ή ψνχη μου εις την 
ανάπαυοίν oov<i ώς τον άνδραγαϋ^ήοαντος ένταν&α εν άγα&οεργία 
επιοτρίφοντος εις την ανο) >άπάπαυ6ίν< δια την αυτοΰ της εργαα'ιας 
όικαιοπραγίαν.) ***-»*-χ•***-χ•************** 
Denique proprie laudabiKter animam poni in scripturis sanctis, 

in require si facile invenias; culpabiliter autem frequenter occurrit, ut ibi: 
»Anima mala perdit eum, qui possidet eain«, et »Anima quae peccat, 
ipsa morietur«. Postea enim quam dictum est: »Omnes aoimae meae 
sunt, sicut anima patris ita anima filü meae sunt«, utique consequens 
videbatur ut diceret: Anima qiiae agit iustitiam, ipsa salvabitur et 

15 >anima quae peccat, ipsa morietur<, Sed nunc videmus quoniam quod 
culpabile quidem est adiunxit ad animam, quod autem laude dignum 
erat reticuit. | [[Videndum ergo est ne forte, sicut diximus ex ipso 9β 
nomine declarari, ab eo quod refrixerit a fervore iustorum et divini 
ignis participatione ψνχη, id est änima, appellata sit, nee tamen amisit 

20 facultatem restituendi se in illum statum fervoris, in quo ex initio fuit. 
Unde et propheta tale aliquid videtur ostendere, clim dicit: »Revertere, 
anima mea, in requiem tuam«. Ex quibus omnibus illud videtur 
ostendi, quod mens de statu ac dignitate sua declinans, effecta yel 

2 — 8 Fr(/. 22 bei Epiphan., Hxier. 64, 4, anschließend an das vorher xu 

5. 157, 140' citieiie. Bei Rufin Lücke, die noch mehr als dieses Frg. entlialtcn xu 
haben seJieint. Vgl. Hieron. c. Joh. Hieros. c. 7 (Migne SL XXIII 360: Secundum, 
quod in lioc corpore, quasi in carce'-e sint, animae religatae, et antequam homo 
fieret in paradiso, inter rationales cveaturas in coelestibus couimoratae sunt. Unde 
postea in consolationeni suam anima loquitur in Psalmis: j>Priusquam humiliarer, 
ego deliqui« [118, 67] et ^Revertere, anima mea, in requiem tuam« [114, 7] et 
»Educ de carcere animam meam« [141, 8] et cetera his similia) tmd ähnliche 
Stellen bei Hieran., Comm. in Ep. ad Ephes. 1 iIV 325 Marl.) — 3 Psal. 118, 67a _ 
δ. 21 Psal. 114, 7a — 6 f vgl. Orig., In Nuni. hayn. 27, 4 {Lom. X 339f) — 11 Sir. 

6, 4 a — 11. 12 Exech. 18, 4 — 17 Videndum ergo est — S. 159, 2 mens Ruf. ist 
vermutungsweise %u ersetzen und %u ergänxen durch die folgenden gricch. Fragmenii 
und das Gitat des Hieron., Ep. ad Avil. (Mignr SL XXII 1065) ; vgl. Einlcit. 
Β Ύ S und Schnitzer, S. 136 A. * 



1 quo Ομ quod ABa 2 et^ <. AG 19 ΨΎΧΗ ΑΒμα psychae G 
amiserit Koe 21 Uudel ideo β 23 affecta γ 



Α 



De principiis II Cap. S, 3 159 

nuncupata est anima; quae si reparata fuerit et correcta. redit in hoc. 
ut sit mensj. *******************-x•****** 

(II) jtavTcov των λογικών την παραγωγην νοας αοωμάτονς καΐ 
δ άυλονς γεγονίναι όίχα jravrog άριϋ^μον και ονόματος, cog Ινάδα πάν- 
των τούτων γενέϋ&αι τ^ ταντότητι της ονοίας και δι;νάμεως και 
ενεργείας καΐ ττ] προς τον ΰ-εον λόγον Ινώοει τε και γνώύει' κόρον 
όε αντας λαβείν της &είας αγάπης και &εωρίας, και προς το χείρον 
τραπήναι κατά την εκάοτον άναλογίαν τϊ]ς επΙ τοντο ροπής, και 

10 είλ?]φέναι οώματα λ.επτομερέϋτερα ?/ παχύτερα και όνομα κληρώοα- 
οΰ^αι όιά το ως ονομάτων οντω καΐ θαυμάτων διαφοράς είναι των 
άνω δυνάμεων καΐ έντεν&εν τονς μεν Χερονβίμ, τονς δε αρχάς καΐ 
εξονοίας η κυριότητας η Θ^ρόνονς και άγγέλ.ους και όΰα εοτίν ον- 
ράνια τάγματα γεγονεναι τε και όνομαοθ^ηναι. ********** 

1δ (III) τον ηλιον καΐ την οεληνην και τονς άοτε'ρας, και αυτά της 

αντης των λογικών ενάδος οντά, εκ παρατροπης της επϊ το χείρον 
γεγονεναι τοϋτο, όπερ εοτίν. ****************** 

4— S. 160, 18 hiicht n-örtliches) Frrj. *23a = Anathem. Π— Via der Const. Syii. 
a. 543 [Hahn, Bibl. d. Symh.^ S. 227 f); vgl. hierzu die, abf/esehen ron einif/eti 
Aicslassungen und Kürxungen, icörtliche Parallele in dem Synodalschreiben Kaiser 
Justinians (Mansi IX 536 Α — (7) und die Einleit. £ V 3. Zu dem seit Piaton 
(Phaedr. p. 245, Pep. X p. 609, Phaed. p. 62—107) viel behandelten Problem der 
Präexistenz der Seele vgl. z. B. Iren., Adv. haer. II 51 (Ί 377 n. 1 Harrey). Frg. 
Syr. 26 (II 455 H.\ xur Fortdatier der Seele ebenda II 55. 56 (I 381—383 H. — 
4f parallel Justinian, Ep. ad Mennam {Mansi 1X492-0: ηρωτον μίν roa:; οναας 
y.ai αγίας δννάμεις); vgl. auch das, uohl dem Gen.-Comm. des Origenes entnommene, 
von Bontcetsch in der Ausg. des Method. Περί αναστάσεως S. 107 Afim. 5 aus Cod. 
Mon. 146 abgedruckte Frg., dessen Anfang lautet: άηίτω γαρ ημών πόρρω ό^ριγένης 
καΐ οϊ τον ώριγέιονς μίσται, των ι,μετίρων η'ΐχών ττρονπαρξιν μνθ^ικώς φαντα- 
ζόμενοί. γεγονιος γαρ εκείνος καΐ ντιάρξας και εις οντότητα έλθ-ών μετά τον 
^δερματίνον γιτώνος^ {vgl. Gen. 3, 21\ ονκ οίδα πό&εν ορμώμενος η παρά τΐνοζ 
τοϋτο λαβών, γνμνονς νόονς προ των χιτώνων πάντ^ άφΟ^άρτονς καΐ 
άνεπιδέκτονς θάνατον καΐ ρείαειος καιβρώσεωςκαίπΰσεωςκαΐνπνον 
τυν άδαμ κ αϊ τ7]ν έναν έδογμάτισεν είναι. — 7f parallel Justinian α. α. Ο. 
P.A92D•. έπειτα κόρον λαβοναας της &εΐας θεωρίας και προς το χείρον τραπείσας^ 
vgl. oben S. 62, IG ff 

8 αγάπης και eingefügt aus Justin, p. 536 Β 9 τροπής Just. ρ. 536 3 
10 j?] + και Just. ρ. 536 Β 1δ τόν] αλλ« μήν και Just. ρ. 536 Β Κ» έκ τής 
έπί τα χείρω τροπής Just. ρ. 536 Β 



160 Origenes 

(IVj τα λογικά τα της ϋ-είας αγάπης άποχρνγέντα χαΐ έντενϋεν 
ψνχας όνομαϋθ^εντα τιμωρίας χάριν οώμαοι παχυτεροις τοις καϋ' 
ημάς ένόν&ηναι καϊ άνΟ-ρώπους ονομαοΟ-ηναι: τα dh επϊ το άκρον 
της κακίας έληλακότα ψνχροΐς καϊ ζοφερούς ένδυ&ηναι αώμαΟι καϊ 
j δαίμονας η ^πνευματικά της πονηρίας« είναι τεκαϊ καλείοϋ^αι. (ουκονν/ 
εκ των προγενεοτέρων αμαρτημάτων λόγω κολάθεο)ς ήτοι τιμωρίας 
εδεξατο το οώμα ι] ψνχή. ****** -χ• -yc *********** -χ- 

(V) εξ αγγελικής μεν καταοτάοεως καϊ άρχαγγελικής ψνχικην 

κατάοταοιν γίνεο&αι, εκ δε ψνχ{ικ)ής δαιμονιώδη χαΐ άν&ρωπίνην. 

10 εκ δε άνϋ^ρωπίνης αγγέλους πάλιν καϊ δαίμονας γίνεο{>αι, καϊ εκαατον 

τάγμα των ουρανίων δυνάμεων η όλον εκ των κάτω η εκ των άνω 

η εκ των άνω καϊ των κάτω ουνεοτηκέναι. ****** * * * * * 

(Via) διττον πεφηνέναι το γένος των δαιμόνων, ουγκροτοίψενον 
εκ τε ψυχών άνθ^ρωπίνων καϊ εκ κρειττόνων καταπιπτόντοίν εις 
15 τοντο πνευμάτων' ενα δε νουν εκ πάοης της δήθ^εν ενάδος των 
λογικών άχίνητον μεΐναι της ϋ-είας αγάπης καϊ θεωρίας, ον ΧριΟτόν 
καϊ βαοιλέα γεγονότα πάντων τών λογικών παραγαγεΐν παΟαν την 
οωματιχήν φύοιν, ουρανόν τε καϊ γήν καϊ τα εν μέοορ. ****** 

τών {δε) λογικών τα άμαρτ'ήοαντα καϊ δια τοντο εκπεοόντα της 
20 εν /} ήϋαν καταοτάοεο^ς, κατά την άναλογίαν τών οικείων αμαρτη- 
μάτων τιμωρίας χάριν ϋώμαΟιν ένεβλ?]ϋ-η, καϊ καϋαιρόμενα πάλιν 
ανάγονται εν η πρότερον ηοαν καταοτάοει, παντελ.ώς την κακίαν 
άποτι&έμενα καϊ τα οώματα. καϊ πάλιν εκ δευτέρου καϊ τρίτου καϊ 
πλεονάκις διαφόροις εμβάλλονται οώμαοι προς τιμωρίαν. (εικός γαρ) 

ίΐ parallel Justinian α, α. Ο.: καϊ olo. τοντο τής &8θν αγάπης άτιοψνγείσας 
καϊ έντενθ^εν χρνχάς υνομασθ^είαας καϊ τιμωρίας χάριν τοις οώμααιν έμβληΟ-είαας, 
πβ. auch Theophil. ΑΙ., Έρ. pasch. II 1δ bei Hieron. Ερ. CXVIII {Mifjtie SL ΧΧΠ 803: 
ergo et illa ex frigore caritatis sortita vocabulum est et pi-ioris Hominis perdidit 
dignitatem) ; Just. p. 536 5 hexeugt den Ausdruck: ψν/άς υνομασ&ίίναι, daher die 
Worte: και εντεν&εν ■ψνχας υνομασ&έντα und τιμωρίας χάριν von mir als Er- 
(jänxung in den Text eingeschaltet — 5 Ephes. 6, 12 Kl Wey — β εκ τών προγ. 

— 1 ή 'ψνχή aus Justinian α. α. Ο. ρ. 512 Ε hier von mir eingefügt — 19 τών 

— S. 161, 2 μέλλοντας = Justinian α. α. Ο. ρ. 4891); vgl. oben S. 113, 13 ff 

1 επΙ πλεΐον τής Just. ρ. 536 Β 3 evöv&tjvai] εμβληΟ^Γμαι Just. ρ. 536 Β 
4 ένδεΟ-ήναι Just. ρ. 536 5 5 (ονκοϋν' Koe 8 μεν Just. ρ. 536 C 9 ψνχιχης 
Just. ρ. 536 C 16 άκ. μεΐναι] άκλόνίμον μεΐναι και άκίνητον Just. ρ. 536 C 
16 f δς και Χριατος βασιλεύς θ•εός και avd -ρωπος γεγονέναι [Ι. γέγονενίλ Just, 
ρ. 536 C 19 {δε"' Koe 24 {είχος γαρ) Koe 



De principiis II Cap. 8, 3 \ßl 

διαφόρους κόομονς ονϋτηναί τε χάί Οννίοταοϋ-αί, τοντο μεν παριλ- 
&όντας τοντο όε μέλλοντας'^'.) * παρά την άπόπτωοιν και την ψνξιν 
την άπο τον ζην τω πνενματι γέγονεν η νυν λεγομένη ψυχή, ονοα 
και δεκτική της επανόδου της εφ' όπερ ην εν αρχή' όπερ νομίζω 
5 λέγεοϋ-αι υπό τον προφήτου εν τω »έπίοτρεψον, ψυχή μου, εις την 
άνάπαυο'ιν 6ου«.' ωοτε όλον τοϋτο είναι νους. (νους, id. est mens, Hier 
corruens facta est anima, et rursum anima instructa virtutibus mens 
liet. Quod et de anima Esau scrutantes possumus invenire, propter 
antiqua peccata eum in deteriori vita esse damnatum. Et de caelesti- 

10 bus reqnirendum est quod non eo tempore, quo factus est mundus, 
solis anima vel quodcumque eam appellari oportet, esse coeperit, sed. 
antequam lucens illud et ardens corpus intraret. De luna et stellis 
similiter sentiamus, quod ex causis praecedentibus licet invitae conpul- 
sae sint >subici vanitati<, ob praemia futurorum non suam facere sed 

15 creatoris voluntatem, a quo in haec officia distributae sunt.) 

2 — 6 detn durch Justiniau , Ep. ad Mennam {Mansi IX 529) erhaltenen 
Frg. 23 b [Red. II 5) gelten im Cod. Ath. die Worte roraus: εκ τον β λόγον, πώς 
νους γέγονεν ψνχή, καΐ ψνχή καΘαρθ^εΐσα γίνεται νονς, die, mit dem Anfang des 
Hieran.- Citats übereinstimmend, dem Origenestext entnoinmen sein können; Red. 
fügt sie in dieser Form, am Ende des Frgs. an: νονς ovv, [Mansi πώς ovv i. T., 
νονς ijv a. R.] γέγονε ψνχή, και tpvyj) κατορ&ω&εΐσα γίνεται νονς, besser vielleicht 
naeh Semler so: πτώσει ovv νονς γέγονε ψνχι'ι, καΐ πάλιν tpv/Jj κατορ9•ίυθ•εΐσα 
γενήσεται νονς. — 5 Psal. 114,7 a• — 6 — 15 = Hieron., Ep. ad Avit. 6 (Migne 
SL• XXII 1065). Hieron. leitet das Gitat mit den Worten ein: Et post multum de 
anima tractatum haec intulit. Vgl. zu?n Anfang die von Bomvetscli [Method., De 
resun•. S. 107 A. 5) abgedrucJcte Stelle aus Anastas. Sinaita — 8f vgl. Mal. 1, 3 
{Rom. 9, 13) imd Orig., De or. 5, 4 (II 310, 5: τι δε άαεβήσας ό Haav μιαεΐται 
πριν γεννηΟ-ηναι;), In Sam. Frg. VI (III 297, 17: ο μεν ^Hauv . . . t/jv έξ αμαρ- 
τίας έχων νεκρότητα και φανών κατά τοϋ Ιακώβ) — 9 — 14 rgl. T//eophil. Αι., Ep. 
pasch. Ι 17 (Migne SL XXII 787: Solis quoque et lunae ac stellarum cursus 
et totius mundi pulcherrimaiu in diversitate consonantiam non asserimus ex 
causis praecedentibus variisque peccatis et animarum vitiis accidisse, 
nee bonitatem Dei multo tempore praestolatam, nt non ante faceret 
visibiles creaturas, nisi invisibiles deliquissent. Nee vanitatem appel- 
lamus substantiam corporalem, ut ille aestimat) i/. oben I Cap. 7, 4. 5 — 
14 vgl. Rom. 8, 20, Orosius, De errore Priscill. et Origenist. (Angusfin, opp. ed. 
Ben. tom. VIII 432^ [p. 157, 2 tf ed. Sclicpss Weg]) — 14f vgl. x. B. Matth. 7, 21 

2 an μι'λλοντας Icann das Frg. 23l> sofort mit einem Übergang, nie Si'f/.ov 
ovv οτι) angeschlossen werden 3 λεγομίνΐ] (Jod. Ath. γενομίνη Mansi Red. 



Origenes V. 11 



i 



162 Origenes 

4. Quod si ita est, decessus ipse mentis ac devolutio videtur mihi 
quod non aequalis omnium sentiendus sit, sed vel plus vel minus in 
animam verti, et aliquas quidem mentes servare aliquid etiam prioris 
vigoris, aliquas yero aut nihil aut perexiguum aliquid. Et inde est 

5 unde inveniuntur quidam statim ab ineunte aetate ardentioris acuminis, 
alii vero tardioris, nonnuUi autem obtunsissimi et penitus indociles 
nasci. Verum tamen quod diximus mentem in animam yerti vel si 
qua aUa quae in hoc videntur aspicere , discutiat apud se qui legit 
diligentius et pertractet; a nobis tamen non putentur velut dogmata 

10 esse prolata, sed tractandi more ac requirendi discussa. 

Addat autem et hoc qui legit ad tractatum, quod etiam de salva- 
toris anima ex his quidem, quae in evangelio scripta sunt, observatur 
quod alia sunt quae ei sub animae nomine adscribuntur, et alia quae 
sub Spiritus nomine deputantur. Nam cum passionem aüquam vel con- 

15 turbationem sui vult indicare, sub nomine animae indicat, cum dicit: 
»Nunc anima mea turbata est« et »Tristis est anima mea usque ad 
mortem« et »Nemo tollit a me animam meam, sed ego pono eam abs 
me«. >ln manus< autem >patris commendat< non animam sed >spiritum<, 
et cum >carnem< dicat >infirmam<, non dicit animam promptam esse 

20 sed >spiritum<; unde videtur quasi medium quiddam esse anima inter 
>carnem infirmam< et >spiritum promptum<. 

5. Sed fortassis occurrat nobis aliquis ex his, de quibus ipsi in 
nostris propositionibus admonuimus, et dicat: Quomodo ergo etiam >dei 
amma< dicitur? Cui respondebimus hoc modo: Quia sicut omnia, quae 

25 corporaliter de deo dicuntur, id est vel digiti vel manus vel brachia 
vel oculi vel os vel pedes, dicimus non haec humana membra, sed vir- 
tutes eius quasdam in his corporeorum membrorum appellationibus 
indicari: ita et esse aliquid aliud putandum est, quod appellatione hac, 



16 Joh. 12, 27 — 16 f Matih. 26, 38 Par. — 17 Joh. 10, 18 — 18 vgl. 
Luk. 23, 46 — 19—21 ^v//. Matth. 26, 41 Par. — 22 f vgl. oben S. 8, 14 ff — 
23f vgl. oben S. 154, 5 ff — 24—28 vgl. Orig., In Joh. XIII 22 (IV 245, 24: ou 
ωσπερ ό(ρ&αλμονς και βλέφαρα καΐ ώτα χεϊράς τε χαΐ βραχίονας και πόδας ενρί- 
άκοντες γεγραμμένα τον &εον, ετι δε καΐ πτέρυγας, μεταλαμβάνομεν εις άλληγορίαν 
τα γεγραμμένα κτλ. mit Test bei Preusehen), In Thren. Frg. 31 (III 250,6), Sei. 
in Gen. 1, 26 {Lom. VIII 49 f); Hilnrius, De Tri?t. X 58 {Migne SL X 389) 

4 f est unde Αγ esse quod β 6 indociles α indocibiles γ 17 a me < Βγ, 
aber vgl. Orig., In Joh. VI 53. XIX 16. Frg. 79 (IV 162, 11. 316, 7. 16. 546, 15), 
c. Gels. Π 16. ΙΠ 32 (I 145, 29. 229, 5) 26 pedes α pes γ 



I 



De principiis II Cap. 8, 4. 5. Cap. 9, 1 



163 



quae >amma dei< dicitur, indicatur. Et si fas est andere nos in tali re 
ampKus aliquid dicere, potest fortasse >anima dei< intellegi unigenitns 
filins eins. Sicnt enim anima per omne corpns inserta movet omnia 
et agit atqne operatnr universa: ita et nnigenitns filins dei, qni est 
5 Yerbum et sapientia eins, pertingit et pervenit ad omnem virtntem dei, 
insertns ei. Et fortassis ob hnins sacramenti indicinm corpns in 
scripturis vel dicitnr dens vel describitnr. Considerandum sane est, ne 
forte possit etiam pro hoc >anima dei< intellegi nnigenitns eins, quoniam 
venit et ipse >in locnm hunc adflictationis< et >in convallem fletns 

10 descendit< et in locnm hnmiHationis nostrae, sicut dicit in psalmo: 
»Quoniam humiHasti nos in loco adflictionis«. Denique scio quosdam 
exponentes illud, quod in evangeüo a salvatore dictum est: »Tristis 
est anima mea nsque ad mortem«, interpretatos esse de apostolis, quos 
velut meHores a reliquo corpore >animam suam< dixerit. Nam quia 

15 multitudo credentium >corpus< ilHus dicitnr, apostolos velut a reKqua 
mnltitndine meliores >animam' eins intellegi debere dixernnt. 

Haec pront potnimus de rationabili anima discutienda magis a 
legentibns quam statuta ac definita protnlimns. De animabus vero 
peeudum ceterorumque mutorum snfficiant illa, qnae absolute superius 

20 diximus. 



CAPUT XONUM 9; 

De mundo et motibus rationabibum creaturarum vel bonarum vel 
malarum et de cansis eornm. 

1. Sed nunc ad propositae disputationis ordinem redeamus et 
2δ intneamur initium creaturae, quodcumque illud initium creautis dei 

1 ff vgl. Meihod. bei Phot , Bibl. Cod. 235 p. 304a ö— 12 J5., der einen ähn- 
lichen Ge^lanken nie Orig. encähnt. — 4 f vgl. oben I Cap. 2, 1 tf — 6 f vgl. 
x.B. Gen. 3, 8 ff. Psal. 10, 4 u. Orig., De or. 23, 3 (II 351, 5 flf ) — 9f vgl. Psal. 
43, 20. 83, 7 — 11 Psal. 43, 20" — 12 Mafth. 2(3, 38 Par. — 15 vgl. I Kor. 10, 17. 
12, 27. Ephes. 4, 12. 5, 30 — 19 f vgl. oben II Cap. S, 1 — 24 vgl. oben S. 106, 
10-12 

4 agit atque α agitat quae μ agitat σ 7 ne] si β 8 possit Del potest L 
9 adflictionis C afflictionis M* | in convallem] vgl. Thes. ling. lat. ed. Aead. 
s. v. I in2 < y 11 afflictationis Β 13 quos Del quo eos L 15 f reliqua 
multitudine α reliquo coi-pore γ 

11* 



164 Origenee 

mens potuerit intueri, kv rfj * επινοονμένγι αρχ(] τοΟοντον * άριϋμον 
τω βουληματι αντοΰ νποοτηϋαι τον d^sov νοερών ανθιών, * * * 
όοον ηόννατο όιαρκβοαι' πεπεραΰμένην γαρ είναι κα\ την όνναμιν 
τον &εον λεκτεον, καϊ μη προφάοει ευφημίας την περιγραφην αυτή:; 
5 χεριαιρετέον. εάν γαρ η άπειρος η ϋ-εία δνναμις, ανάγκη αντην μηΟε 
εαυτην νοείν τη γαρ φύϋει το άπειρον άπερίληπτον. πίποί?]κε 
τοίννν τοοαΰτα, οοων ηόννατο περιόράξαοϋ-αι και εχειν νπο χεϊρα 
καΐ ΟνγκρατεΙν νπο την εαντον πρόνοιαν' ωοπερ και τοοαντην νλην 

κατεοκεναοεν, οοην ηόννατο όιακοομήοαι -.' 

10 Ρη illo ergo initio putandum est tantum numerum rationabiKum 

creaturarum vel intellectualium, vel quoquomodo appellandae sunt quas 
mentes superius dixiinus, fecisse deum, quantum sufficere posse pro- 
spexit, Certum est enim quod praedelinito aliqiio apud se numero eas 
fecit; non enim, ut quidam volunt, finem putandum est non habere 

1 — 9 Frg. 24 {Bed. II 6) δβ* Justinian, Ep. ad Mennam (an xwei Stellen: Mansi 
IX 489 vollständig [= I] tmd von πεπερααμένην — περιαιρετέον und νωι πεποίηκε 

— όιακοαμήααι, daxwischen: χαΐ μετ^ ολίγα IX 525 [= IIj; voraus gehen an der 
I. Stelle die Worte: προστί&ησι δε ταΐς εαντον βλασφημίαις χαΐ τοντο έν τω περί 
άρχων αντον πρώτο) λόγω, έπ* αντής λέξεως ειπών όντως und an der Π. Stelle 
die Worte: ort πεπερασμένη έστΙν ή τον θ^εοϋ καΐ πατρός δνναμις, εκ τον δεύτερον 
λΰγον τον αντον βιβλίου); vgl. Theophil. ΑΙ., Ερ. pasch. II 17 bei Hieran. Ep. CXVIII 
{Migne ÄL XXII 805 f: tot dicens voluntate sua Deum condidisse Tationa- 
biles creaturas, quot poterat gubernare .... Deum tanta fecisse 
dieere rationabilium creaturarum, quanta facere poterat? ... et ait: 
j^Tanta fecit Deus, quanta poterat comprebendere et sibi babere sub- 
iecta suaque Providentia gubernare« [= Z. 6—8] . . . quo modo tanta 
fecisse dicitur, quanta poterat sua virtute comprebendere?); Biif. 
Palaest., De fide 17 (Migjie SL XXI 1131: Origenes . . qui sie dixit: Non omnia 
quae voluit Deus fecit, sed ea tantum, quae potuit continere ac com- 
prebendere) — 11 f vgl. oben S. 162, 3 — 13 ff vgl. Harnack , Dogmen- 
gi'sch. Ρ 668 η. oben S. 68, 11 

1 εν T^ {ovv) επ. ά. τοσούτον (οίητέον") άριΘ-μόν Koe nach Buf. 2 *:• * *] 
vermutlich ist hier das übergangen, was den Worten Biißns Z. 11 vel quoquomodo 

— Z. 12 diximus entspricht 3 Ζοος Koe 4 μί) Mansi I ov Mansi Π Cod. Ath. 
7 τοίννν] γαρ Mansi II | όσων ήδύνατο Mansi II ών εδίνατο Mansi Ι 
εχειν] + αντά Mansi 1 \ χεϊρα Mansi II God. Ath. χεΤρας Mansi Ι 8 σνγκρα- 
τείν] σνγκροτεΐν Mansi Ι | εαντον Mansi II Cod. Ath. αντον Mansi Ι 9 δια- 
κοσμήααι Cod. Ath. tt. Mansi 1\, vgl. Orig. c. Cels.YlAl (11118,29); κατακοσμήσαι 
Matisi I, vgl. Orig., In Joh. XIII 21 (IV 244, 32) 13 praefinito Ca praefinitio G 



i 



De principiis II Cap. 9, 1. 2 165 

creaturas, quia ubi finis non est, nee conpraeheusio ulla vel circum- 
scriptio esse potest. Quodsi fuerit, utique nee contineri vel dispensari 
a deo quae facta sunt poterunt. Naturaliter nenipe quidquid infinitum 
fuerit, et inconpraehensibile erit.J * * * * Porro autem sicut et serip- 
5 tura dicit, »numero et mensura universa« eondidit deus, et idcirco 
>numerus< quidem recte aptabitur rationabilibus creaturis vel mentibus, 
ut tantae sint, quantae a providentia dei et dispensari et regi et con- 
tineri possint. >Mensura< vero materiae corporali consequenter aptabitur; 
quam utique tantam a deo creatam esse credendum est, quantam sibi 

10 seiret ad ornatum mundi posse sufficere. Haec ergo sunt, quae in 
initio, id est ante orünia, a deo creata esse aestimandum est. Quod 
quidem etiam in illo initio, quod Moyses latentius introducit, indicari 
putamus, cum dicit: »In principio feeit deus caelum et terram«. Certum 
est enim quia non de >firmamento< neque de >arida< sed de illo caelo 

15 ac terra dicatur, quorum caelum hoc et terra quam videmus vocabula 
postea mutuata sunt, 

2. Verum quoniam rationabiles istae naturae, quas in initio factas 
supra diximus, faetae sunt cum ante non essent, hoc ipso, quia non erant et 
esse eoeperunt, necessario convertibiles et mutabiles substiterunt, quoniam 

20 quaeeumque illa inerat substantiae earum virtus, non naturaliter inerat 
sed beneiicio conditoris effecta. Quod sunt ergo, non est proprium nee 
sempiternum, sed a deo datum. Non enim semper fuit, et omne quod 
datum est, etiam auferri et recedere potest. Recedendi autem causa 
in eo erit, si non reete et probabiHter dirigatur motus animorum. 

25 Voluntarios enim et liberos motus a se conditis mentibus creator in- 
dulsit, quo scilicet bonum in eis proprium fieret, cum id voluntate 
propria servaretur; sed desidia et laboris taedium in servando bono et 
aversio ac neglegentia meliorum initium dedit recedendi a bono. Recedere 

δ Weisk. Sal. 11, 20 (21) — 13 Gen. 1, 1 — 14 vffl. Gen. 1, 6—10 tmd oben 
Π Cap. 3, 0; Orif/. c. Gels. VI 59 — 17flf vgl. oben I Gap. 8, 3f — 25 f vf//. 
unten III Gap. 1 — 28— S. 166, 11 vffl. Griff., In Joh. II 13 (IV 69, 15: εναντίον 
δε τώ άγαθ-ω το κακόν η το πονηρόν, καΐ εναντίον τω >Οντι< το >ονκ υν<' οίς 
άκολονΟ^εΐ ϋτι το πονηρυν καΐ {το) κακόν >ονκ υν<), c Gels. IV 70 (Ι 339, 2ό: υτι 
σωζομι'νον τον έψ^ ημΐν εκάστο) καν σνγχρήσηται τ^ κακία των φαύλων εις τ/)ν 
διάταξιν τον παντός ό ϋ-εύς κτ?..), In Num. hom. XIV 2 [Lom. Χ 162: quia Dens 
non solum bonis utatur ad opus bonum, sed et malis . . . dann dieselbe Sehriff- 
stelle und derselbe Vergleich icic c. Gels. IV 70) ttml Ilarnaek, Dorjmengesch. I-» 679 

4 •::• * * *] hinter erit felilt die Übersetxung von S. 164 Z. 6 πεπ. — 9 διακ,: 
unrichtig SchnUx^r, S. 139 A. * ti. ** 12 iutroduxit γ 1(> rautata sunt. BGS Ah* 



166 Origenes 

autem a bono non aliud est quam effici in malo. Certum namque 
est malum esse bono carere. Ex quo accidit, ut in quanta mensura 
quis devolveretur a bono, in tantam mensuram malitiae deveniret. In 
quo utique pro motibus suis unaquaeque mens vel amplius vel parcius 
5 bonum neglegens in contrarium boni, quod sine dubio malum est, 
trahebatur. Ex quo videtur semina quaedam et causas varietatis ac 
diversitatis ille omnium conditor accepisse, ut pro diversitate mentiura, 
id est rationabilium creaturarum (quam diversitatem ex ea causa quam 
superius dixinius putandae sunt concepisse), varium ac diversum mun- 

10 dum crearet. Quod autem dicimus varium ac diversum, hoc est quod 
volumus indicare. 

3. Mundum nunc dicimus omne quod est vel super caelos vel in 
caelis vel super terram vel in bis, qui inferi appellantur, vel quaecum- 
que usquam prorsus loca sunt, et hi, qui in ipsis degere nomiuautur: 

15 totum ergo hoc mundus vocatur. In quo mundo quaedam dicuntur 
esse >supercaelestia<, id est in habitationibus beatioribus posita et cor- 
poribus caelestioribus ac splendentioribus indita, et in his ipsis multae 
differentiae ostenduntur; sicut, verbi causa, etiam apostolus dixit quod 
>alia sit gloria solis, alia gloria lunae, alia gloria stellarum<, »Stella 

20 enim ab stella differt in gloria«. Quaedam vero =-terrena< dicuntur, et 
inter ipsa non parva est ditferentia, id est iuter homines; alii namque 
eorum | barbari, alii Graeci, et barbarorum quidam inmaniores et feri. 98 
alii vero mitiores. Et quidam quidem legibus probatissimis utuutur. 
alii vilioribus vel asperioribus, alii quoque inhumanis et ferinis moribus 

25 magis quam legibus utuntur. Et quidam quidem ab initio statim 

If vgl. Ghalcid., In Tim. Hat. Gap. 28ΰ {Mullach, Fr. Phil. Gr. II 2481: 
Consequenter ergo dicemus malitiam esse atque initium malorum non silvam, sed 
carentiam — 3 — 10 vgl. Theophil. ΑΙ., Ep. pasch. II 10 bei Hieron., Ep. XCVIU 
[Migne SL XXII 799: negligentia et motu et fluxu de altioribus ratio- 
nabilium creaturarum provocatum Deum mundi huius coudere diver- 
sitatem . . . propter aliquas causas praecedentes de rationabilibus sensibilia, de 
invisibilibus visibilia, de melioribus peiora prolata ..propter peccata iutelli- 
gibilium creaturarum mundum esse coepisse) u. Ep. pasch. III 12 b> i 
Hieran., Ep. G {Migne SL XXII 823: ruina rationabilium creaturarum esse 
Corpora fabricata) — 3 — 6 vgl. Huet, Origen. II 2 qu. 12, 2 — 8 f vgl. oben Π Cap. 
1, 1—3 — 12—15 vgl oben S. 121, 20 f — 15—17 vgl. Cr ig. c. Gels. III 42. 80 
(I 238, 1. 270, 20 tf). V 4. VI 59 (Π 4, 15—17. 130, 5f) — 19 1 Kor. 15, 41 — 
20 vgl. I Kor. 15, 40 

19 gloria^ < y 23 alii vero mitiores •< γ 



De principiis ΤΙ Cap. 9, 2. 3. 4 167 

nativitatis suae humiliautur et subiecti sunt ac serviliter educantur, vel 
sub dominis vel sub principibus positi vel tyranuis, alii vero liberius 
et rationabilius educantur, aKi sanis corporibus, nonnulli aegris statim 
a prima aetate, alii visu, alii auditu et voce decepti, nonnulli ita nati, 
5 alii statim post nativitatem huiuscemodi sensibus def'raudati vel certe 
iam adulta aetate tale aUquid passi. Et quid refert evolvere me omnes 
atque enumerare humanarum clades miseriarum, a quibus alii liberi, 
alii involuti sunt, cum possit unusquisque etiam apud semet ipsum 
considerare de bis singuKs atque perpendere? Sunt etiam quaedam 

10 invisibiles virtutes, quibus quae super terram sunt, dispensanda com- 
missa sunt; et non parva etiam in ipsis difFerentia esse credenda est, 
sicut et in hominibus invenitur. Sane apostolus Paulus esse quaedam 
etiam >inferna< designat, et in ipsis simili modo sine dubio varietatis 
causa requirenda est. De mutis vero animalibus et volucribus atque 

15 de bis, quae in aquis habitant, requirere superfluum videtur, cum baec 
non principalia sed consequentia accipi debere certum sit. 

4. Quoniam ergo omnia, quae facta sunt, per Christum et in Christo 
facta esse dicuntur, sicut et apostolus Paulus manifestissime designat 
dicens: »Quoniam in ipso et per ipsum creata sunt omnia, sive quae 

20 in caelo sunt, sive quae in terra, visibilia et invisibiba, sive throni 
sive dominationes sive principatus sive potestates: omnia per ipsum et 
in ipso creata sunt«, sed et in evangelio lohannes eadem nihilominus 
ostendit dicens: »in principio erat verbum, et verbum erat apud deum, 
et deus erat verbum; hoc erat in principio apud deum. Omnia per 

25 ipsum facta sunt, et sine ipso factum est nihil«, sed et in psalmis 
scriptum est quia »omnia in sapientia fecisti« : quia ergo Christus, sicut 
verbum et sapientia est, ita etiam >iustitia est<, consequens sine dubio 
erit, ut ea, quae in verbo et sapientia facta sunt, etiam in ea >iustitia<, 
quae est Christus, facta esse dicantur; quo scilicet in his, quae facta 

30 sunt, nihil iniustum, nihil fortuitum videatur, sed omnia ita esse, ut 
aequitatis ac iustitiae regula expetit, doceantur. Quomodo ergo tanta 
ista rerum varietas tantaque diversitas iustissima et aequissima possit 
intellegi, certus sum humauo ingenio vel sermone explicari non posse, 
nisi ipsum verbum ac >sapientiam et iustitiam<, qui est uuigenitus filius 

35 dei, prostrati ac suppliees depraecemur, qui per gratiam suam sensibus 

10 vrjL KoL 1, 16 — 13 igl. Ephes. 4, 9 — 19 Kol. 1, IG — 23 Joh. 1, 1. 
• 2. 3 — 26 Psal. 103, 24 — 27. 28. 34 vgl. I Kor. 1, 30 — 35 f rf/l. Orig., In 
Joh. I 25. Xni 42 (IV 31, 17. 268, 15) 

8 possit AMoorra possefc β GM* 22 et < AC 25 et^ < γ 32 ista < / 



168 



Origenes 



se nostris infundens, >obscura inlumiuare<, clausa patefacere, pandere 
dignetur arcana: si tarnen inveniamur tarn digne vel >petere< vel >quae- 
rere< vel >pulsare<, ut vel petentes accipere mereamur vel quaerentes 
invenire, vel pulsautibus iubeatur aperiri. Non ergo freti nostro in- 

5 genio sed ipsius sapientiae auxilio, quae fecit universa, et iustitiae eius, 
quam inesse creaturis omnibus credimus, interim etiamsi adserere non 
valeraus, ipsius tarnen confisi misericordia inquirere perscrutarique 
temptabimus, quomodo ista tanta varietas niundi atque diversitas omni 
iustitiae ratione constare videatur. Rationem autem dico generalem 

10 dumtaxat; nam specialem singuloram et quaerere imperiti est et reddere 
velle dementis est. 

5. Dicentibus igitur nobis mundum istum in hac varietate positum, 
qua supra exposuimus a deo factum, quem deum et bonum et iustum 
atque aequissimum dicimus, obicere hoc plurimi solent (et hi maxime, 

15 qui ex schola Marcionis ac Valentini et Basilidae venientes adserunt 
diversas esse naturas animarum), quomodo iustitiae dei conveniat mun- 
dum facientis, ut aliis quidem habitaculum in caelis praebeat, et non 
solum bis habitaculum melius praestet, verum etiam gradum aliquem 
celsiorem spectabilioremque concedat, >principatum< aliis indulgeat, aliis 

20 >potestates<, >domiuationes< quoque aliis tribuat, aliis amplissimas sedes 
caelestium tribunalium praestet, eluceant alii rutilantius et coruscent 
fulgore sidereo, >alia sit gloria solis, alia gloria lunae, alia gloria stella- 
rum, Stella ab stella in gloria difFerat<; et, ut simul ac breviter totum 
dicam, si creatori deo nee voluntas summi bonique operis nee per- 

2ö ficiendi facultas deest, quid causae existere potuerit, ut naturas rationa- 
biles creans, id est eos, quibus ut essent ipse extitit causa, celsiores alios 
faceret, alios secundo aut tertio et multis iam inferiores gradibus 
deterioresque procrearet? Tum deinde obiciunt etiam de his, quae in 
terris sunt, quod aliis nascendi sors felicior evenit, ut quis, verbi gratia, 

30 ex Abraham generetur et ex repromissione nascatur, alius quoque ex 
Isaac et Rebecca, quique >adhuc in ventre positus supplantat fratrem 

1—4 rr/l. I Kor. 4, δ. MaWt. 7, 7. 8 Par. und Orir/., Ep. ad Gregor. Thaum. 4, 
De or. 10, 2 (II 321, 8 tf) — 1 f vffl. Cypr. ad. Donat. 4 p. 6, 7 H. Wey — δ vgl. 
Psal 103, 24 — 12fif vgl. oben 1 Cap. 5, 3 tc. 8, 2 — 19—21 rgl. Kol. 1, 16 — 
21—23 vgl. I /vo;•. lö, 41 — 29 f rgl. Gen. 12, 2. 3. FUm. 9, 6—8 — 31 f ^7/. 
Gen. 25, 21—20 ti. Rom. 9, 10-13 

1 se < y δ quae] qui Aa 9 iustitiae α iustitia ac y 12 dicentibus α 
degentibus γ \ igitur α autem 7 1δ ac « et y | adserunt Α asserunt β 
adierunt γ audierunt Cod. Sign, hei Del 22 aliai] alii GM* aliis α 23 ac α 
et γ 23 f cvj dicam totnm 7 30 promissione Α G* \ nasceretm• y 



De principiis II Cap. 9, 4. δ. 6 169 

.suum< et antequam naseatur, >diligi< dicitur a deo: vel hoc ipsiim om- 
nino. quod in Hebraeis quis nascitur, apud quos eruditionem divinae 
legis inveniat, alius vero apud Graecos et ipsos sapientes et non parvae 
eruditionis homines, | iam vero alius apud Aethiopas , quibus vesci 99 
δ humanis carnibus usus est, alii apud Scjthas, apud quos patricidium 
quasi ex lege geritur, vel apud Tauros, ubi hospites immolantur. Aiunt 
ergo nobis: Si haec tanta rerum diversitas nascendique condicio tarn 
varia tamque diversa, in qua causa utique liberi facultas arbitrii locum 
Don habet (non enim quis ipse sibi eligit, ubi vel apud quos vel qua 

10 condicione naseatur), si ergo, inquiunt, haec non facit naturae diversitas 
animarum, id est ut mala natura animae ad gentem nialam destinetur. 
bona autem ad bonas: quid aliud superest, uisi ut fortuito agi ista 
putentur et casu? Quod utique si recipiatur, iam nee a deo f actus esse 
mundus nee a Providentia eins regi credetur, et consequenter nee dei 

lö iudicium de uniuscuiusque gestis videbitur expectandum. In qua re 
quae sit quidem ad liquidum veritas rerum, illius est nosse solius, qui 
>scrutatur omnia, etiam alta dei<. 

<). Nos vero quasi homines, ne haereticorum insolentiam reticendo 
nutriamus, quae pro viribus nostris occurrere nobis possunt ad ea, quae 

20 obtenderunt, hoc modo respondebimus. Bonum esse et iustum et om- 
nipotentem deum creatorem universorum, quibus valuimus ex divinis 
scripturis adsertionibus in superioribus frequenter ostendimus. Hie cum 
>in principio erearet< ea, quae creare voluit, id est rationabiles naturas, 
nullam habuit aliam creandi causam nisi se ipsum, id est bonitatem 

2δ suam. Quia ergo eorum, quae creanda erant, ipse extitit causa, in quo 
neque varietas aliqua neque permutatio neque inpossibilitas inerat, 
aequales creavit omnes ac similes quos creavit, quippe cum nulla ei 
causa varietatis ac diversitatis existeret. Verum quoniam rationabiles 
ipsae creaturae, sicut frequenter ostendimus et in loco suo nihilominus 

30 ostendemus, arbitrii liberi facultate donatae sunt, libertas unumquemque 

4— ß vgl. Orig. c. Gels. V 27. 34—17 vgl. l Kor. 2, 10 — 21 f rgl. oben 
U Cap. 4 M. δ — 22—25 vgl. W. Möller, Gesch. d. Kosmologie, S. 537. Ö47. δδ2 — 
23 i-gl. Gen. 1, 1 — 24 f rgl. Orig., In Joh. XX 23 (IV 357, 11): καΐ ονκ αν 
κα/ών &έ?.ειν ατελές έάααι 6 ποιών >πάντα καλά λίαν<' αΡ.λ' ουδέ ^πινοηθ-ήναι δύ- 
ναται καλΰν fh' /.ειν μη οννεζενγμένης τής κατά το οντω θ-έλειν ενεργείας καλ.ής 
το) καλώ »έλειν. — 29f vgl. oben 1 Cap. 5, 3. 6, 3. 8, 3. Π Cap. 1, 2. 3, 4 tind 
:inkn m Cap. 1 — .'iO— S. 170, 2 rgl. Hmf, Origen. II 2 qu. 7, 12 

9 elegit Λα 14 credetur β creditur Λ γ 22 in superioribus < γ 24 nisi] 
-f- pro])ter γ 25 in quo α in qua γ 27 aequales α aequaliter γ 



170 Origenes 

voluutatis suae vel ad profectum per iniitationem dei provocavit vel ad 
defectiim per neglegentiam traxit. Et haec extitit, sicut et antea iam 
diximus, inter rationabiles creaturas causa diversitatis, non ex condi- 
toris voluntate vel iudicio originem trahens sed propriae libertatis 
5 arbitrio. Deus vero, cui iam creaturam suam pro merito dispensare 
iustum videbatur, diversitates mentium in unius mundi consonantiam 
traxit, quo velut unam >doinum<, in qua inesse deberent >non solum 
vasa aurea et argentea sed et lignea et fictilia, et alia quidem ad 
honorem alia autem ad contumeliam,< ex istis diversis vasis vel animis 

10 vel mentibus adornaret. Et Las causas, ut ego arbitror, mundus iste 
suae diversitatis accepit, dum unumquemque divina Providentia pro 
varietate motuum suorum vel animorum propositique dispensat. Qua 
ratione neque creator iniustus videbitur, cum secundum praecedentes 
causas pro merito unumquemque distribuit, neqae fortuita uniuscuius- 

15 que nascendi vel felicitas vel infelicitas putabitur, vel qualiscumque 
acciderit illa condicio, neque diversi creatores vel diversae naturae 
credentur animarum. 

7. Verum ne scriptura quidem sancta videtur mihi penitus arcani 
huius tacuisse rationem; sicut cum apostolus Paulus de Esau et lacob 

20 disputans ait: »Cum enim nondum nati fuissent neque egissent aliquid 
boni vel mali, ut propositum, quod secundum electionem dei factum 
est, permaneret, non ex operibus sed ex eo, qui vocavit, dictum est 
quia maior serviet minori, sicut scriptum est: lacob dilexi, Esau autem 
odio habui«. Et post haec sibi ipse respondet et dicit: »Quid ergo 

25 dicemus? numquid iniustitia est apud deum?« Et ut nobis occasionem 
praestaret inquirendi de bis et perscrutandi, quomodo haec non extra 
rationem fiant, respondet sibi ipsi et ait: »Absit«. Eadem namque, ut 
mihi videtur, quae de Esau et lacob quaestio proponitur, haberi etiam 
de caelestibus omnibus et de terrestribus creaturis et de infernis potest; 

30 et simiKter mihi videtur, sicut ibi ait: »Cum enim nondum nati fuissent 
neque aliquid egissent boni vel mah«, ita etiam de ceteris omnibus 
dici posse. »Cum enim nondum« creata essent »neque egissent aliquid 
boni vel mali«, >ut secundum electionem propositum dei maneat<, sicut 
putant quidam, facta sunt illa quidem caelestia, haec autem terrestria 

2f tgl. oben S. 165, 25 ff — 7—9 ι gl. II Tim. 2, 20 — 20 Rom. 9, 11— i:! 
- 24. 27 Rom. 9, 14 — 30 Rö7n. 9, 11 — 32 f u. S. 171, 1 f vfjl. Rom. 9, 11 

9 autem <. γ 1β condicio, neque] conditione quae Α μ condicio quae <' 
I vel Del et L 24. 27 respondet Merlin Del respondit L 27 Absit < / 
32 creata essent] create essent α creatae sunt μ 



De principiis Π Cap. 9, 6. 7. 8 171 

et alia inferna »non ex operibus«, ut putant illi, »sed ex eo qui voca- 
vit«. »Quid ergo dicemus«, si haec ita sunt? »Ergo iniustitia est apud 
deum? Absit«. Igitur sicut de Esau et lacob diligentius perscrutatis 
scripturis invenitur quia non est >iniustitia apud deum<, ut >antequam 
5 nascerentur vel agerent aliquid< in hac scilicet vita, >diceretur quia< 
»maior serviet minori«, et ut invenitur non esse >iniustitia< quod et >in 
ventre fratrem suum supplantavit lacob<, si ex praecedentis videlicet 
vitae meritis digne eum >dilectum esse< sentiamus a deo, ita ut et fratri 
praeponi mereretur: ita etiam de caelestibus creaturis, si advertamus 

10 quoniam ista diversitas non est creaturae principium, sed ex praeceden- 
tibus causis pro ; meriti dignitate diversum singulis a conditore ministerii 100 
paratur officium, ex eo profecto quod unusquisque in eo quod mens 
creatus a deo est vel rationabilis spiritus, pro motibus mentis et sen- 
sibus animorum vel plus vel minus sibi ipse meriti paraverit et vel 

15 amabilis deo vel etiam odibilis extiterit; cum tarnen et aliqui ex bis, 
qui melioribus meritis sunt, ad exornandum mundi statum >conpati< 
reliquis et officium praebere inferioribus ordinentur, quo per hoc et 
ipsi participes existant patientiae creatoris, secundum quod apostolus 
ipse ait: »Vanitati enim creatura subiecta est, non volens, sed propter 

20 eum, qui subiecit, in spem«. 

Observantes igitur istam sententiam, quam apostolus de nativitate 
Esau et lacob exponens dixit: »Numquid iniustitia est apud deum? 
Absit«, etiam in omnibus creaturis rectum arbitror hanc eandem de- 
bere sententiam custodiri, quoniam, sicut superius diximus, iustitia 

25 debet creatoris in omnibus apparere. Quae, ut mihi videtur, ita demum 
lucidius ostendetur, si causas diversitatis unusquisque vel caelestium 
vel terrestrium vel infernorum in semet ipso praecedentes nativitatem 
corpoream habere dicatur. Verbo enim dei et sapientia eins creata sunt 
universa, et per ipsius sunt ordinata iustitiam. Per gratiam vero mi- 

30 sericordiae suae omnibus providet atque omnes quibuscumque curari 
possunt remediis hortatur et provocat ad salutem. 

8. Sicut ergo dubium non est in die iudicii futurum quod sepa- 
rentur boni a malis et iusti ab iniustis, et singuli quique pro merito 

2. 22 liüm. 9, 14 — 6 Rom. 9, 12 — 6—8 vfjl. Gen. 25, 22. 23. 2ü — 8. 14 f vul 
Rom. 9, 13 — 16 f vgl. Rom. 8, 22 — li) Rom. 8, 20 — 24 vgl. oben S. 168, δ f 
— 2Si vgl. oben S. 167, 28f — 29 f /gl. Htiet, Origcn. II 2 qu. 7, 16 — 32 f vgl. 
Matth. 25, 32. 33 

10 quoniam α quia γ \ est < y 14 efc < /i y 20 in spem AG(iM*ö 
{wie Cod. Amiat. u. Fuld.) in spe BM«orr^ vgl. oben I Gap. 7, 5, utiten III Cop. 5, 1. -1 
25 debet α deberet γ 26 Oßtenditur ^15 32 f separantur γ 



172 Origenes 

per ea loca quibus digni sunt distribuantur iudicio dei , sicut deo vo- 
lente in consequentibus ostendemus, tale aliquid opinor etiam antea 
iam factum. Omnia enim deus et semper iudicio agere ac dispensare 
credendus est. lUud quoque, quod apostolus docet, dicens quia »in 

5 domo magna non sunt tantummodo vasa aurea et argentea sed et 
lignea et fictilia, et alia quidem ad honorem, alia autem ad contume- 
liam«, et quod addit dicens quia »si qui se expurgaverit, erit vas in 
honorem sanctificatum et utile domino ad omne opus bonum paratum«, 
sine dubio illud ostendit, quia >qui se purgaverit< in hac vita positus, 

10 >ad omne opus bonum< erit >paratus< in futuro; qui autem non se pur- 
gaverit, secundum quantitatem inmunditiae suae erit vas >ad contume- 
liam<, id est indignum. Ita ergo possibile est intellegi etiam antea 
fuisse vasa rationabilia vel purgata vel minus purgata, id est quae se 
ipsa purgaverint aut non purgaverint, et ex hoc unumquodque vas 

15 secundum mensuram puritatis aut impuritatis suae locum vel regionem 
vel condicionem nascendi vel explendi aliquid in hoc mundo accepisse ; 
quae omnia deus usque ad minimum virtute sapientiae suae providens 
atque dinoscens moderamine iudicii sui, aequissima retributione uni- 
versa disposuit, quatenus unicuique pro merito vel succurri vel consuli 

20 deberet. In quo profecto omnis ratio aequitatis ostenditur, dum in- 
aequalitas rerum retributionis meritorum servat aequitatem. Quorum 
meritorum rationes per singulos quosque secundum yeritatem et ad 
liquidum solus ipse cum unigenito verbo ac sapientia sua et sancto suo 
spiritu recognoscit. 



25 ς'. Περί άναστάσείας x«t '/.ολάσεωζ. 

CAPUT DECIMUM 

De resurrectione et iudicio. 

1. Sed quoniam nos sermo commonuit de iudicio futuro et de 
retributione ac suppliciis peccatorum, secundum quod comminantur 

2 vgl. unten Π Cap. 10, 4-8 — 4. 7 Π Ti7n. 2. 20. 21 — 25 Überschrift] 
Περί αναστάσεως. Περί κολάσεως um-ichtig ah ztcei Abschnitte bei Phot., Cod. S 
p.i^B. DE RESVRRECTIONE ET DE IVDICIO AG 

1 qiiibus Merlin Del quae L 2 ante γ 7 addit Βγ addidit AC \ si 
quiä AB α 7 f in honore AB 8 et < y 16 accepisse βγ causam habuisse 
videatur Α 19 disposuit α disponit γ | unicuique α unusquisque γ 



De principiis Π Cap. 9, 8. Cap. 10, 1 173 



sanctae scripturae et ecclesiastica praedicatio continet, eo quod iudicii 
tempore >ignis aeternus«: et >tenebrae exteriores< et >carcer< et >caminus< et 
alia bis similia peccatoribus praeparata sint, videamus quid etiam de 
bis sentiri oporteat. 
δ Sed ut ad baec competenti ordine veniatur, prius mibi videtur de 

resurrectione sermo movendus, ut sciamus quid est illud quod vel ad 
supplicium vel ad requiem ac beatitudinem veniet; de quo et in aliis 
quidem libris, quos de resurrectione scripsimus, plenius disputavimus 
et quid nobis de hoc videretur ostendimus. Sed et nunc propter con- 

10 sequentiam tractatus pauca inde repetere non videtur absurdum, 
maxime propter boc quod offenduntur quidam in ecclesiastica fide, 
quod velut stulte et penitus insipienter de resurrectione credamus, 
praecipue haeretici, quibus hoc modo arbitror respondendum. Si cou- 
fitentur etiam ipsi quia resurrectio sit mortuorum, respondeant nobis: 

15 quid est quod mortuum est, nonne corpus? Corporis ergo resurrectio 
tiet. Tum deinde dicant si utendum putant nobis esse corporibus aut 
non? Arbitror apostolo Paulo dicente quia »seminatur corpus animale, 
resurget corpus spiritale«, istos negare non posse quod »corpus resur- 
gat<, vel quia in resurrectione corporibus utamur. Quid ergo? Si cer- 

20 tum est quia corporibus nobis utendum sit, et >cürpora< ea, quae 
ceciderunt, >resurgere<: praedicantur (non enim proprie resurgere dicitur 
nisi id, quod ante ceciderit), nulK dubium est idcirco ea >resurgere<, 
ut bis iterum ex resurrectione induamur. Alterum ergo haeret ex al- 
tero. I Nam et si resurgunt corpora, sine dubio ad indumentum nostri 101 

1 vr/l. oben .S'. 11, Hfl• — 2 ryl. Matth. 25, 4!. 8, 12. \ Pdr. 3, 19. Maith. 
13, 42 iß — 8 nur u-enige Bruchstücke (Lom. XVII 55 — 64) erhalten; die- 
selbe Schrift citiert Orig. c. Gels. V 20 (II 21, 12). Zum Ersatz vgl. die aus- 
führliche Erklärung von Psal. 1, 5 iovx άναατήσονταί άαεββΐς iv κρίαει χτλ., 
Lom. XI 384—391) — 11 vgl. Fuf., Apol. in Hieron. II 4 {Migne SL XXI 500: 
De resurrectione autem carnis puto in translatione nostra eadem contineri, quae 
in ecclesiis praedicantur) und unten S. 175, 11 ff — 12 vgl. Hieron., Ep. ad Pamm. 
38 (61), bei Lom. XVII 61—64; Orig., De resurr. II Frg. [Lom. XVII 56-58, aus 
Pamphil., Apol.), c. Gels. V 17—19. VII 32. VIII 49. 50, In .¥a«A. XVII 29 (Lo;«. 
IV 144 tf) uM Thomasius, Origenes S. 254—256 — 17 l Kor. 15, 44 — 21 f vgl. 
Phot., Ep. I 8, 15 (Migne SGr CII 645 5: είηερ τοϋ τιεπτωκότος και θανόντος // 
άνάατασις) — 24 f vgl. Ι Kor. 15, 52 f 

8 plenius disputavimus < y 9 videtur / 12 quod β ο quo Α μ 
velut α vel γ 14 sit β MS fifc AG Ab KJ dicant ßM<:orra dicunfc Α GM* 
18 resurgit AC 20 coi-pora ea Ba corpore ea M^ coi-]iorea ea G corporea C* 
Corpora Α corporum C'"'"''' 23 haeret « erat μ erit σ 



174 Origenes 

resurgunt, et si necesse est nos esse in corporibus (sicut certe necesse 
est), non in aliis quam in nostris corporibus esse debemus. Quae si 
verum est quod resurgunt et >spiritaKa< resurgunt, dubium non est 
quin abiecta corruptione et deposita mortalitate resurgere dicantur a 
δ mortuis; alioquin vanum videbitur et superfluum resurgere quem 
a mortuis, ut iterum moriatur. Quod ita deraum intellegi evidentius 
potest, si qui diligenter advertat, quae sit >animalis corporis* qualitas, 
quae in terram seminata >spiritalis corporis* reparet qualitatem. Ex 
>animali< namque >corpore< ipsa virtus resurrectionis et gratia >spiritale 

10 corpus* educit, cum jd ab >indignitate< transmutat ad >gloriam<. 

2. Quoniam ergo haeretici eruditissimi sibi videntur et sapientissimi, 
interrogabimus eos, si omne corpus Schema aliquod habet, id est aliquo 
habitu deformetur. Et si quidem dixerint esse corpus quod non aliquo 
habitu deformetur, imperitissimi omnium atque insipientissimi videbun- 

15 tur. Nullus enim hoc negabit, nisi sit ab omni eruditione penitus 
alienus. Si vero secundum id, quod consequens est, dixerint quia omne 
corpus certo quo habitu deformatur, requiremus ab eis, si possunt 
nobis >spiritalis corporis* habitum demonstrare atque describere; quod 
utique facere nuUo modo poterunt. Sed et differentias eorum, qui 

20 resurgunt, inquiremus ab eis. Quomodo ostendent verum esse illud, 
quod dictum est quia »aKa caro volucrum, alia piscium; et corpora 
caelestia et corpora terrestria; sed alia quidem caelestium gloria, alia 
vero terrestrium, alia gloria solis, alia gloria lunae, alia gloria stellarum, 
Stella enim ab stella difFert. in gloria; ita et resurrectio mortuorum«? 

25 Secundum istam ergo consequentiam caelestium corporum ostendant 
nobis differentias gloriae eorum qui resurgunt, et si ullo genere conati 
fuerint secundum caelestium corporum difPerentias aliquam excogitare 
rationem, quaeremus ab eis, ut etiam secundum terrenorum corporum 

2—5 vgl. IKor. 15, 35—38. 44. 46 und Ornj. c. Geis. V 19 (II 19, 30: >0 
θ^ευς ovv δΐόωσιν εκάστω αώμα, xa&ojg εΘ•έλησει<, ωοπερ επΙ των σπειρομένων 
οντω και επΙ των οϊονεΐ σπειρομένων εν τω άπο^ν^οκειν και καιρώ επιτηδείω 
άναλαμβανόντων εκ των σπειρομένων το περιτι&έμενον εχάστω κατά τί/ν άξίαν 
>σώμα< υπό τον &εοϋ κτλ.) — 7—10, 18 vffl. 1 Kor. 15, 44. 43 — 13—17 rgl. 
Method., De resurr. e. 25, 2 (.S'. 99 ed. Bonwefsck): tV έκαστος ημών και κατά τ))ν 
μορφι)ν δ αντύς φ, καθ-άπερ έλέχθ^η και ^Ωριγένει. — 21 Ι Kor. 15, 39 — 42 

2 Quae] quod Β«οη•σ vel quod A^ α. Ι?. 5 queiu ΑΒ*Ογ quemquam ijw'• 
Del 10 ia<:ÄB illud Koe 12 f cvd habitu aliquo/ 13 deformatur A'oe 14 de- 
formetur γ, rgl. Z. 13. 17; formetur α 17 quo AG GM* quodam Βσ aliquo Jtfi«>rr 
23 aliaij + vero γ 24 enim < GMo \ ita Gy sie AB 



principiis II Cap. 10, 1. 2. 3 



De principiis II Cap. 10, 1. 2. 3 175 

comparationem differentias resurrectionis adsignent. Nos vero ita in- 
tellegimus, quod volens apostolus describere, quanta esset differentia 
eorum, qui resurgent >in gloria<, id est sanctorum, comparationem 
caelestium corporum sumpsit dicens: »Alia gloria soKs, alia gloria lunae, 
δ alia gloria stellarum«. Et iterum volens differentias eorum docere, qui 
in hac vita non expurgati ad resurrectionem venient, id est peccatores, 
de terrenis sumit exemplum dicens: »Alia caro volucrum, alia piscium«. 
Digne etenim sanctis caelestia, terrena peccatoribus comparantur. Haec 
quidem dicta sint adversum eos, qui >resurrectionem mortuorum<, id 

10 est resurrectionem corporum negant. 

3. Nunc vero sermonem convertimus ad nonnullos nostrorum, qui 
vel pro intellectus exiguitate vel explanationis inopia valde vilem et 
abiectum sensum de resurrectione corporis introducunt. Quos inter- 
rogamus, quomodo intellegant >animale corpus< gratia resurrectionis 

lö immutandum et >spiritale< futurum, et quomodo quod >in infirmitate 
seminatur<, resurrecturum sentiant >in virtute<, et quod >in ignobilitate<, 
quomodo >resurgat in gloria<, et quod 'in corruptione<, quomodo ad 
>incorruptionem< transferatur. Quod utique si credunt apostolo quia 
corpus >in gloria et in virtute et in incorruptibilitate< resurgens, >spiri- 

20 tale< iam effectum sit, absurdum videtur et contra apostoli sensum di- 
cere, id rursum >carnis et sanguinis* passionibus implicari, cum mani- 
feste dicat apostolus: »Quoniam caro et sanguis regnum dei non 
possidebunt, neque corruptio incorruptionem possidebit«. Sed et illud 
quomodo accipiunt, quod dicit apostolus quia »omnes autem immuta- 

25 bimur« ? Quae utique immutatio secundum illum ordinem, quem superius 
diximus, expectanda est, in qua sine dubio dignum aliquid divina 

3 vgl. I Kor. 15, 43 — 4 1 Kor. 15, 41 — 7 I Kor. 15, 39 — ί) vgl. 
I Kor. 15, 42 — 14 f rgl. I Kor. 15, 44 — 15—18 vgl. l Kor. 15, 43. 42 — 
18—23 vgl. Pkot., Ep. I 8, 15 {Migne SGr CII 645 AB: "Ετι δε ονδε τα αώματα 
ταΐς χρνχαΐς εβούλοντο σννανίστασθ^αι [seil. ^Ωριγίνης, Δίδυμος, Ενήγριος], γνμνας 
δε αντάς αωμάτυ)ν άνιστώσιν ονκ oi'rf' δ τι και καλούντες άνάατασιν , εϊηερ τον 
ηεητωκότος και θ-ανόντος ή άνάατασις, ουχί δε τον άει εατώτος και έν άφ&αραΐα 
διαμένοντος, οΙόν πέρ έατιν ή ψνχή . . .) — 19 f vgl. Ι Kor. 15, 42^ — 44 — 20 f rgl. 
Eieron., Apol. adv. Ruf. Π 12 {Migne SL XXIII 435) — 22 I Κω: 15, 50 — 
24 I Kor. 15, 51 — 25 rgl. oben S. 174, 7—10 

7 caro α corpora / 11 nonnullum μ 14 intellegunt ΑΟγ 17 resurgat 
(rgl. resurrecfcui-um Z. IG u. resargent Z. 3) Del resurget Merlin, surget βγ (igno- 
bilitate Z. IG — quod in Z. 17 < A) 20 sit α < αμ 24 quod] quo Α quo- 
modo G* 



j^76 Origenes 

gratia sperare nos convenit; quod futurum credimus hoc ordiue quo 
»nudum granum frumenti aut alicuius ceterorum« in terra seminatum 
describit apostolus, cui »deus dat corpus prout voluit«, cum prius 
>granum< ipsum >frumenti< >mortuum f"uerit<. Ita namque etiam nostra 
5 Corpora velut >granum< cadere in terram putanda sunt; quibus insita 
ratio ea, quae substantiam continet corporalem, quamvis emortua fuerint 
Corpora et corrupta atque dispersa, verbo tarnen dei ratio illa ipsa, 
quae semper in substantia corporis salva est, erigat ea de terra et 
restituat ac reparet, sicut ea virtus, quae inest in grano frumenti, post 

10 corruptionem eius ac mortem reparat ac restituit granum in culmi 
corpus et spicae. Et ita bis quidem, qui regni caelorum hereditatem 
consequi merebuntur, ratio illa reparandi corporis, quam supra diximus. 
dei iussu ex terreno et >animali corpore< >corpus< reparat >spiritale<. 
quod habitare possit in caelis; bis vero, qui inferioris meriti fuerint 

15 vel abiectioris aut etiam ultimi et abstrusi, pro uniuscuiusque vitae 
atque animae dignitate etiam gloria corporis et dignitas dabitur: ita 
tarnen ut | etiam eorum, qui ad >ignem aeternum< vel ad >supplicia< 1( 
destinandi svint, per ipsam resurrectionis permutationem ita corpus in- 
corruptum sit quod resurgit, ut ne suppKciis quidem corrumpi valeat 

20 ac dissolvi. it*-K-*-55--K--K******-}f-it***-i7******-äe• 

1—11 rgl. Orig. e. Gels. Ύ 18. 19. 23. VII 32 — 2 I Kor. 15, 37 — 3 1 Kor. 
15, 38 — 4 vgl. 1 Kor. 15, 36 — 5 f t^gl. Denis, De la phil. d'Orig. p. 321 Λ. 4 ii. 
Zeller, Phil. d. Gr. III 13, 130 — 13 vgl. I Kor. 15, 44 uml Orig., Sei. in Psal. 
1, 5 {Lom. XI 388: όντως μέλλοντας κληρονομεΐν βααιλείαν ουρανών χαΐ έν τότιοις 
διαφέροναιν βσεαΟ-αι άναγκαΐον χρ?}σθ^αι aόJμaaι πνενματιχοΐς, ονχΐ τον εϊδονς τον 
προτίρον άφανιζομένον , καν επί το ενδοξότερον γενηται αντον ή τροπή) — 
17 vgl. Matth. 25, 41. 4ß — 20 xur Ansfülhmg der von mir aiigenommenen 
lAicke vgl. Aiiathem. X der Const. Sgn. a. 543 {Hahn, Bihl. d. Symb.^ S. 229: ως 
τυ τον κνρίον εξ άναοτάοεως σώμα αίθ-έριόν τε καΐ οφαιροειδες τω αχήματι, καΐ 
υτι τα τοιαύτα και τα τΓον λοιπών εξ άναοτάσεως εοται αώματα' και υτι αντον 
τον κνρΙον πρώτον άποτι&εμένον το ϊδιον αντον σώμα και πάντων ομοίως εις το 
ανύπαρκτοι '/ωρήοει ή τών οωμάτυ}ν φίαις); Justinian, Synodalschreiben (Mansi 
IX 536 C: ζ. Τ. u-örtl. Par.), Ep. ad Mennam {Mansi IX 516 D: λέγει γαρ υτι εν 
r^ άναατάσει αφαιροέιδ/] εγείρονται τα σώματα τών άν&ρώπων u. ebenda 533 C' 
Phot., Ep. I 8, 15 {Migne SGr CII 645 J^B: "Ετι δε ονδε τα αώματα ταις ψνχαϊ^ 
εβονλοντο οννανίστασ&αι, γνμνάς δε ανιάς οωμάτων άνιστώση; υνκ υιό' ο τι και 
καλονντες άνάστααιν) und Harnack, Dogmengesch. Ι•* Ν. 694 Α. 7 



δ velut] ut J^j5 12 reparandi α praeparandi / 14 habitare α habere ;■ 



Α 



De principiis Π Cap. 10, 3. 4 177 

4. Si ergo ita se habet qualitas eius corporis, quod resurget a iPa) 
inortuis, videamus nunc quid sibi velit >ignis aeterni< comminatio. 
[4.] Invenimus namque in Esaia jDropheta designari uniuscuiusque pro- 
prium esse >ignem< quo punitur; ait enim: »Ambulate in lumine ignis 
ö vestri et in flamma, quam accendistis vobismet ipsis«. Per quos ser- 
mones hoc videtur indicari, quod unusquisque peccatorum >flammam< 
sibi ipse proprii >ignis< >accendat<, et non in aliquem ignem, qui antea 
iam fuerit accensus ab alio Tel ante ipsum substiterit, demergatur. 
Cuius ignis esca atque materia sunt nostra peccata, quae ab apostolo 

10 Paulo >ligna et faenum et stipula< nominantur. Et arbitror quod sicut Pa 
in corpore escae abundantia et qualitas vel quantitas cibi contraria 
febres generat, et febres diversi vel modi vel temporis secundum eam 
mensuram, qua intemperies collecta materiam suggesserit ac fomitem 
febrium (quae materiae quaütas, ex diversa intemperie congregata, 

15 causa vel acerbioris morbi vel prolixioris existit): ita anima cum mul- 

1 XU Abschnitt 4—7 vgl. Orifj. c. Geis. Υ 15. VI 26, In Luc. hom. XIV {Lom. 

V 135 f); Clemens AI, Strom. VII 6, 34 (ΠΙ 27, 5—8 St. mit Test.) und Eamack, 
Dogmengesch. I* 694^.4 — 2 vgl. ob. S. 173, 2, Orig., In Psal. hom. 3, 1 {Lom. XII 181 f) 
und Euet, Origen. II 2 qu. 11, 5 — 4 Jes. 50, 11 — 9 f vgl I Kor. 3, 12 und x-. B. 
Orig., In Jerem. hom. II 3 (lU 20, 1: υ δεόμενος βαπτίαματος τον άπυ ηνρός, όταν 
ΐ?.9-^ επΙ τό πΐρ εκείνο, καΐ το πνρ αντύν δοκιμάζω, καΐ ενρ^ το πϋρ εκείνο ^ξν?.α, 
χΰρτον και καλάμην<, ωατε αντα κατακανααή , c Geis. V 15 (II 16, 6: τό πνρ κα- 
Ο^άρσιον εηάγεταί τω κόαμω, εικός ί' οτι καΙ εκάατω των δεομένων τής δια τον 
τινρός δίκης αμα καΐ ιατρείας' καίοντας μεν και ου κατακαίοντοςτονς μή έχοντας 
νλην δεομένην άναλοναΟ^αι νπ' εκείνον τον τινρός, καίοντος δε και κατακαίοντος 
τονς εν τ^ δια των πράξεων και λόγων και νοημάτων τροπικώς λεγομένη οικοδομή 
>ξνλα, χόρτον ή καλάμην< οίκοδομήααντας) — 10 Et arbitror — S. 178, 12 per 
lesum Christum = PawjoÄi7.,^joo/. 8 (Low. XXIV 392 f) — 15 ita anima — S. 178, 8f 
conpungitur] vgl. Hieron., Ep. ad Avil. Ί {Migne SLXKlllOQö: Ignem quoque 
Gehennae et tormenta, quae Scriptura sancta peccatoribus comminatur, non 
ponit in suppliciis, sed in conscientia peccatorum, quando Dei virtute et 
potentia omnis memoria delictorum ante oculos nostros ponitur. Et 

V eluti exquibusdam seminibus in anima derelictis uni versa vitiorum 
seges exoritur, et quicquid feceramus in vita vel turpe vel impium, 
omnis eorum in conspectu nostro pictura describitur, ac praeteritas 
voluptates mens intuens conscientiae punitur ardore et poenitudinis 
etimulis confoditur). Auf dieselbe Stelle beziehen sich nohl die Worte des 



I 



5 vobismet ipsis <: γ 10 Et arbitror] Ego arbitror Pa 11 vol] et Pa 
13 qua Merlin Del quam LPa \ collectam Merlin Koe \ suggerit BPa 
OrigenesV. 12 



178 Origenes 

titudinem malorum operum et abundantiam in se congregaverit pecca- (Pa) 
torum, conpetenti tempore omnis illa malorum congregatio effervescit 
ad supplicium atque inflammatur ad poenas; cum etiam mens ipsa vel 
conscientia per divinam virtutem omnia in memoriam recipiens, quorum 

5 in semet ipsa signa quaedam ac formas, cum peccaret, expresserat, et 
singulorum, quae vel foede ac turpiter gesserat vel etiam impie com- 
miserat, historiam quandam scelerum suorum ante oculos videbit ex- 
positam: tunc et ipsa conscientia propriis stimulis agitatur atque con- 
pungitur et sui ipsa efficitur accusatrix et testis. Quod ita sensisse 

10 etiam Paulum apostolum puto cum dicit: »Inter se invicem cogitationi- 
bus accusantibus aut etiam defendentibus in die, quo iudicabit deus 
occulta hominum secundum evangelium meum per lesum Christum«. 
Ex quo intellegitur quod circa ipsam animae substantiam tormenta 
quaedam ex ipsis peccatorum noxiis affectibus generantur. 

15 5. Et ne satis tibi difficiKs huius rei intellectus appareat, consi- 

derari possibile est ex bis passionum vitiis, quae animabus accidere 
solent, id est cum vel flammis amoris exuritur anima vel zeK aut 
livoris ignibus maceratur, aut cum irae agitatur insania vel tristitiae 
inmensitate consumitur, quomodo horum malorum nimietates aKquanti 

20 intolerabiliter ferentes, mortem subire quam huiuscemodi cruciatus 
perpeti tolerabilius habuere, Kequires sane si bis, qui vitiorum malis 
istis, quae supra diximus, inretiti sunt nee emendationis aliquid in hac 
vita adhuc positi comparare sibimet potuerunt et ita ex hoc mundo 
abscesserunt, sufficiat illis ad poenam quod illis ipsis perdurantibus in 

25 se noxiis affectibus cruciantur, id est irae vel furoris vel insaniae vel 
maeroris, quorum utique mortiferum virus nuUo in hac vita emenda- 
tionis medicamento mitigatum est; an his affectibus immutatis generalis 
poenae stimuKs vexabuntur. 

Hieron., Gomm. in Ep. ad Ephes. III 5 {xu 5, 6, Miffne SL XXVI ö22: Quia 
igitur sunt plerique, qui dicunt non futura pro peccatis esse supplicia nee extrin- 
secus adhibenda tormenta, sed ipsum peccatum et conscientiani delicti esse pro 
poena) tmd Apol. adv. Ruf. II 7 {Migne SL XXII1429: Ignes auteni aefcenios, quos 
anteiligere soleat Origenes, puto quod te non fugiat, conscientiam videlicet pecca- 
torum et poenitudinem interna cordis urentem) ; vgl. auch Orositis, De errore Pri- 
scill. et Origcnist. {Augiistin. opp. cd Ben. VIII 432 D, S. 156, 9 ff ed. Schepss) 

10 Eöm. 2, 15. 16 — 17 f vgl. ζήλος καΐ φ&όνος Ι Clem. ad Cor. 4, 7ff A7 i>. 
Cyprian, De zelo et Kvore Weg 

2 effervescit] concitatur Pa 3 etiam <: γΡα δ in semet ipsa] in se Pa 
β singulorum] -f- gestorum suorum Pa 7 oculos] -f- suos Pa 11 quo α qua γ 
cum Pa 18 irae α ira γ 



I 



De principiis II Cap. 10, 4. 5. 6 179 



Sed et aliam suppKciorum speciem intellegi arbitror posse, quia (Pa) 
sicut quidem sentimus soluta corporis membra atque a suis invicem 
divulsa conpagibus inmensi doloris generare cruciatum, ita cum anima 
extra ordinem atque conpagem vel eam harmoniam, qua ad bene 

5 agendum et utiliter sentiendum a deo creata est, fuerit inventa nee 
sibimet ipsi rationabilium motuum conpagine consonare, poenam cru- 
ciatumque putanda sit suimet ipsius ferre discidii, et inconstantiae suae 
atque inordinationis sentire supplicium. Quae animae dissolutio atque 
divulsio cum adhibiti ignis ratione fuerit explorata, sine dubio ad 

10 firmiorem sui conpagem instaurationemque solidatur. 

6. Multa sunt etiam alia quae nos latent, quae illi soK cognita Pa 
sunt, qui est medicus animarum nostrarum. Si enim ad corporis sani- 
tatem pro bis vitüs, quae per escam potumque collegimus, necessariam 
habemus interdum austerioris ac mordacioris medicamenti curam, non- 

15 numquam vero, si id vitii qualitas depoposcerit, rigore ferri et sectionis 
asperitate indigemus, quodsi et haec supergressus fuerit morbi modus, 
ad ultimum conceptum vitium etiam ignis exurit: quanto magis intelle- 
gendum est medicum nostrum deum volentem diluere vitia animarum 
nostrarum, quae ex peccatorum et scelerum diversitate collegerant, uti 

20 buiuscemodi poenalibus curis, insuper etiam ignis inferre supplicium 
bis, qui sanitatem animae perdiderunt? 

Cuius rei | imagiues etiam in scripturis sanctis referuntur. Denique 103 
in Deuteronomio sermo divinus peccatoribus comminatur quod >febribus 

3 — 10 vgl. oben S. 177, lö — -S. 178, 8 f — 11 Multa — 21 perdiderunt 
= Pamphil, Apol. 8 (Lom. XXIV 393 f) — 12 ff Der Vergleich Gottes mit einem 
Arxt bei Orig. auch sonst, x. B. In Jerem. hom. XII δ (ΠΙ 92, 19: "/ίε μοι καΐ ίατρόν, 
Ι τίνα τρόηον iav φειδόμενος y τον τί'μνειν ο,τι χρή τέμνειν, εάν φειδόμενος τοϋ 
καντηριάζειν (ο,τι χριι καντηριάζειν . . ., τίνα τρόπον ?) νόσος ανξει καΐ χειρών 
γίνεται, εάν δε τολμηηότερον οίον προσέλθ-^ τ^ το/κρ xcd τ^ καίαει, &εραπενοει 
δια τον μή ελεήααι .... όντως κα.Ι υ &εός ονχ ενα ανθ-ρωηον οικονομεί, αλλ' 
ΰλον τόν κόσμον οικονομεί), c. Gels. ΙΠ 7δ (Ι 267, 14: λόγο), ον διδάακοντι μεν εν 
κολάσεως μοίρα τφ φαίλω άποδίδοσθ^αι άναια^ησίαν ή άλογΐαν, ηαριατήντι δε 
είναι, τίνα φάρμακα επιατρεπτικά τονς άηυ &εον τοις φαίλοις προααγομι^νονς πό- 
νους και τάς κολάσει;;) — 23— S. 180, 3 vgl. Deut. 28, 22. 28. 29 

1 quia] qua (α. Β. vel quia) A^ qua Β 2 sicut quidem σ sicufc quid si 
quid {xu sicut corr) 3D sicut α 4 aiTaoniam L 7 suimet ipsius α sibimet ipsius 
μ sibimet ipsi σ 8 Quae Merlin Del quaeque ΑΒγ quae tamen C 10 con- 
pagem a, vgl. Z. 3f; conpaginem y 11 etiam] autem Pa \ alia •< Ρα 13 col- 
ligimus JV/iw'-ö 17 etiam < Pa 

12* 



180 Orlgenes 

et frigoribus et aurugine< puniantur, et >oculorum vacillationibus et (Pa) 
mentis alienatione et paraj)lexia et caecitate ac debiKtate reiiiura< cru- 
ciandi sint. Si qui ergo ex otio de omni scriptura congreget omnes 
languorum commemorationes, quae in comminatione peccatoribus velut 
5 corporearum aegritudinum appellationibus meniorantur, inveniet quod 
animarum vel yitia vel suppKcia per haec figuraKter indicentur. Ut 
autem intellegamus quia ea ratione, qua medici adiutoria languentibus 
adhibent, ut per curas reparent sanitatem, etiam deus agit circa eos, 
qui lapsi sunt et deciderunt in peccata, indicio est illud, quod per 

10 Hieremiam prophetam iubetur >calix furoris< dei >propinari omnibus 
gentibus<, ut >bibant et insaniant et eyomant<. In quo comminatur di- 
cens quia si qui >noluerit bibere<, non mundabitur. Ex quo utique in- 
tellegitur quod furor yindictae dei ad purgationem proficiat animarum. 
Quoniam autem et ea poena, quae per ignem inferri dicitur, pro Pa 

15 adiutorio intellegitur adhiberi, Esaias docet, qui de Israhel quidem sie 
dicit: »Abluet dominus sordes filiorum et filiarum Sion, et sanguinem 
expurgabit e medio ipsorum spiritu iudicii et spiritu adustionis«. De 
Chaldaeis autem sie dicit: »Habes carbones ignis, sede super eos, hi 
erunt tibi adiutorio <, et in aliis dicit: »Sanctificabit eos dominus in igne 

20 ardentic, et in Malachia propheta ita dicit: »Sedens dominus conflabit 
sicut aurum et argentum populum suum, conflabit et purgabit et fundet 
purgatos filios luda«. 

10—12 vgl. Jerem. 32, 1. 2. 13. 14. 15 (25, 15. 16. 27. 28. 29) imd Hieron., 
Gomm. in Jerem. 25, 15 seqq., eitiert von Erich Klosterman7i, TU. NF. I 3 S. 73 f, 
der auf Orig., In Matth. Gomm. ser. 95 (Lom. IV 440) verweist — 14 Quoniam 
— 22 Juda = PampÄtY., Apol. 8 {Lom. XXIV 894 f) — 16 Jes. 4, 4; vgl hierzu 
Orig., Li Jerem. hom. II 2 (ΠΙ 18, 29): διά τούτο τάς διαφοράς των αμαρτημάτων 
επισταμένος ό εν τω '^Hoata κύριος ορα πώς λέγει το (Jes. 4, 4) und Ε. Kloster- 
mann ebenda S. 19, 2ff — 18 Jes. 47, 14. 15; vgl. oben S. 136, 14 — 19 Jes. 
66, 16 (17) - 20 Mal. 3, 3 

1 aurigine B*G \ facellationibus ΑΒ*Ογ 4 peccatoribus] vgl. W. Schulu. 
Berl. philol. Wochenschr. 1896, Sp. 1363 f; E. Norden, De Min. Fei. aetate et gen. di- 
cendi, Greifswald 1897 i?. 23f ; E.Rohde, Kl. Schriftenll [Tübingen u. Leipz.l^QV) S. 353 
Weg 9 in peccata < α in peccato σ in (? | est] + etiam σ (-f- et Merlin Del) 12 si 
quis σ ] mundabitur α manducabitur um anducabit σ 13 proficiat α proficity 14 et 
ea poena — 16 dicit] peruecessaria poena est ea, quae per ignem inferri dicitur, 
Esaias docens de Israel quidem sie dicit Pa 17 expui-gabit] expugnabit Pa 
{G*M^corr) expugnavit Pa[M*) expurgavit Ρα ( J.6) | adustionis c Ρα ustionis -/ 
18 Habens B*o \ sedes Ga sedebis Pa 20 ardente β \ ita < y Ρα 21 sicut 
aurum et argentum populum suum, conflabit < γ \ purgabit] + eos Pa 



De principiis II Cap. 10, 6. 7. 8 181 

7. Sed et illud, quod de dispensatoribus non bonis in evangelio 
dictum est, qui >dividendi< dicuntur, et >pars eorum cum infidelibus poni<, 
tamquam ea pars, quae ipsorum propria non sit, aliorsum sit mittenda, 
sine dubio genus aliquod indicat poenae eorum, quorum, ut mihi videtur, 
δ separandus ab anima spiritus indicatur, Qui Spiritus si quidem divinae 
natiirae. id est spiritus sanctus intellegendus est, sentiemus hoc dictum 
de dono spiritus sancti: quod sive per baptismum sive per gratiam 
spiritus, cum alicui >sermo sapientiae< vel >sermo scientiae< yel alterius 
cuiusque datus est dono et non recte administratus, id est aut >in terram< 

10 defossus est aut >in sudario< conligatus, auferetur profecto ab anima 
donum spiritus, et >pars< reliqua quae superest, id est animae substantia. 
>cum iniidelibus< ponetur. divisa ac separata ab eo spiritu, cum quo 
>adiungens se domino unus spiritus esse< debuerat. Si vero hoc non de 
dei spiritu, sed de natura ipsius animae intellegendum est, pars eins 

15 melior illa dicetur, quae >ad imaginem< dei >et similitudinem< facta est, 
alia autem >pars< ea, quae postmodum per liberi arbitrii lapsum contra 
naturam primae conditionis et puritatis adsumpta est, quae utique pars 
utpote amica et cara materiae corporalis >cum infidelium< sorte mul- 
tatur. Potest autem etiam tertio sensu illud intellegi de divisione ista, 

20 ut quoniam unicuique fidelium, etiamsi >minimus sit in ecclesia<, adesse 
angelus dicitur, qui et >semper videre faciem dei patris< a salvatore 
perhibetur, et hie, qui utique unum erat cum eo, cui praeerat, si is per 
inoboedientiam efficiatur indignus, auferri ab eo dei angelus dicatur, 
et tunc >pars eius<, id est humanae naturae pars, avulsa a dei parte >cum 

25 infidelibus< deputetur, quoniam commonitiones appositi sibi a deo angeH 
non fideUter custodivit. 

S. Sed et >exteriores tenebras<, ut ego opinor. non tarn aerem aK- 

1—3 vgl. Liik. 12, 42—46 — 2ff r^/. Luk. 12, 4G — 8 vgl. lior. 12, S — 
i> f vgl. Matth. 25, 25. Luk. 19, 20—13 vgl. I Kor. G, 17 Kl — lo vgl. Gen. 1, 26 
— 20— 2(ί vgl. Matth. 18, 10, Orig., in Matth. XIIl δ [Lom. III 219: είτε [l εϊγε] 
ηάααν λεκτίον άν&ρωπίνην ιριχήν νπύ τινι τετάγβαι αγγί?.ω). 27. 28 {ebenda 262: 
ηύτε μεν νπ' αγγέλων ώς μικρός τις και φοβονμενος τον &ευν οικονομείται) usu:, 
oben S. 95, 3 und Htiet, Origen. II 2 qti. 5, 28—30 — 20 vgl. Matth. 11, 11 Par. — 
! 21 vql. Matth. 18, 10—27 vgl. Matth. 8, 12. 22, 13. 25, 30 und oben S. 173, 2 

3 aliorsum sit mittenda α aliorsum mittenda « aliorum summittenda μ 
9 dono Α doni βγ 12 ponitur L 18 icenn cara richtig überliefert ist, muß 
wohl corporali geschr. werden; et cognata [= ανμ(ρνής\ materiae corporali verm. 
Koe I corporalis < y 18 f mutatur Α 20 etiamsi] etiam etsi Α 22 et hie 
< C 23 dicatur] dicitur ΑΟγ 24 a < cr<T 25 deputetur Del deputatur L 



182 Origenes 

quem obscurum et sine uUo lumine intellegendum puto, quam de bis, 

qui profundae ignorantiae tenebris inmersi extra omne rationis et in- 

tellegentiae lumen effecti sunt. Videndum quoque est, ne forte etiam 

illud iste sermo significet, quod sicut sancti Corpora sua, in quibus 

δ sancte et pure in huius vitae babitatione vixerunt, lucida et gloriosa ex 

resurrectione suscipient, ita et impii quique, qui in hac vita errorum 

tenebras et noctem ignorantiae dilexerunt, obscuris et atris post resur- 

rectionem corporibus induantur, ut ea ipsa caligo ignorantiae, quae 

in hoc mundo interiora eorum mentis obsederat , in futuro per 

10 exterius corporis appareat indumentum. (Nisi forte corpus hoc pingue Hier 

atque terrenum »caligo et tenebrae< nominandae sunt, per quod con- 

summato hoc mundo cui necesse fuerit in alium transire mundum, 

rursum nascendi sumet exordia.) *-χ•******-3^**ί^***** 

Similiter quoque etiam de >carcere< sentiendum est. 

(* γίνεται νεκρών άνάοταοις, καϊ γίνεται κόλαοις, αλλ' ονκ άπί- 



10—13 ei?igefUgt aus Hieron., Ερ. ad Avil. 7 {Migne SL XXII 1060), der 
am Schluß so urteilt: Haec dicens perspicue ^εΓε^Μψΰχωσίν Pythagorae Platonisque 
defendit. Deshalb'hat wohl Rufin den Satx ausgelassen; vgl. Schnitzer, S. 157 Λ. * ti. 
Clemens AI., Hypotyp. Frg. 23 ans Phot., Cod. 109 (III 202, 12 St.) — 14 vgl. ob. 5.173,2 
— 15 vielleicht gehört der einleit. Worte wegen {είτα περί της έσομένης κρίαεως χαΐ 
άνταποδόσεως, vgl. oben S. 172, 28 f) das Citat aus Piaton, Plmedr. p. 249 AB hei 
Justinian, Synodalschreiben (1/awsi IX 536 jE) hierher — 16—8.183,5 in die 
von mir angenommene Lücke setze ich vermutungsweise das nicht wörtliche Frg. *2δ 
{γίνεται Ζ. 16 — τάξιν S. 183, 2 = Ι,ωηΙ. Byx., De scctis, Act. X 6 [Migtie SGr 
LXXXVI 1, 1265 77iit der Einleitung: Περί δε της αποκαταστάσεως οντο) δοξάζει 
οτι] und πάντων S. 183, 3 — τάξιν Ζ. 5 = Justinian, Ερ. ad Mennam, Mansi 
IX 517 C). Vgl. Orig., In Matth. Comm. ser. 70 {Lom. lY 374 ff), c. Cels. II 77 
(I 199). V 18 (II 19); Epiphan., Haer. 64, 10—73 (II 597—691 Di., wo die Ansichten 
des Orig. über d. Auferstehung unter Benutxung des Method. u. Orig., Περί αναστά- 
σεως bespr. tv.); Athanas., Quaest. ad Ant. 72 (II 284 Ε ed. Ben.) u. De comm. essent. 
Patris, Filii et Spir. s. (II 25.5(7 ed. Ben.) u. Frg. in Matth. 12, 32 {Migne SOr 
XXVIl 1384 Nr. 21 aus cod. Colb. s. XI, Cat. in Matth.: δια τι λοιπόν έγκ.αλεϊται 
δ ad -λιος ^Ωριγένης, τέλος χηρνττων της κολάσεως) ■und Harnack, Dogmen- 
gesch. Ρ 694 f 



2 omne rationis et α omnes et μ omne σ 12 cui Cod. Vat. u. Berol. cum 
Cod. Turic. Vallarsi 



De principiis II Cap. 10, 8. Cap. 11, 1 183 

ραντος. χολαζομένον γαρ τοΰαώματος κατά μικρόν χαθαίρεται ι) ψνχή, 
καΐ όντως αποκα&Ιοταται εις την αρχαίαν ταξίν. ********* 
πάντων αοεβών άνΟ^ρώττων καϊ προς γε δαιμόνων ?) κόλαοις πέρας 
έχει. καϊ άποχαταΟταΟ^ήοονται άαεβεϊς τ ε καϊ δαίμονες εις την προ- 
τέραν αυτών τάξιν. *) 

Sed sufficiant ista in praesenti loco, quae Interim nunc, ut dicendi 
ordo servaretur, quam paucissimis dicta sunt. 



g'. JJtQi έ:χαγγ8λιών. 104 

CAPUT UNDECIMUM 

10 De repromissionibus, 

1. Videamus nunc breviter quid etiam de repromissionibus sentien- 
dum sit, 

Certum est quia nullum animal omuimodis otiosum atque immobile 
esse potest, sed omni genere moveri et agere semper et velle aKquid 

15 gestit; et hanc inesse uaturam omnibus animantibus manifestum puto. 
Multo ergo magis rationabile animal, id est hominis naturam necesse 
est semper aliquid movere vel agere. Et si quidem immemor sui sit 
et quid se deceat ignoret, circa usus corporales omnis sua movetur 
intentio et per omnes motus suos erga voluptates ac libidines corporis 

20 occupatur; si vero talis sit, qui in commune aliquid curare vel provi- 
dere studeat, aut rei publicae consuleus aut magistratibus parens aut 
quidquid illud est, quod in commune certe prodesse videatur, exercet. 
lara vero si qui taKs sit, ut aliquid melius quam haec, quae corporea 
videntur, intellegat et sapientiae ac scientiae operam navet, sine dubio 

25 erga huiuscemodi studia omnem sui declinabit industriam, quo possit 
inquisita veritate rerum causas rationemque cognoscere. Sicut ergo in 
hac vita alius quidem summum bonum corporis iudicat voluptatem, 

2 v(/l. den ähnlichen, icohl von Oricj. entlehnten Ausdruck: dri άνάοτααίς iativ 
ri εις τό άρχαΐον τής φναεως ημών άηοκατάσταοις bei Gregor. Nyss., De an. et 
resurr. (III 252 5. 257 Ci? ed. Morelli, XL VI 145 1». 156 C ed. Migne SGr) — 
3 — 5 parallel Leont. Byx. a. a. 0.: και τονς δαίμονας δε και αγγέλους λίγει 
άποκα&ίσταο&αι. — S die griech. Überschrift aus Phot., Bibl. Cod. % p. Α,λ B. 
— 25 f vgl. Vergil, Georg. II 490 Weg 

12 ßit] est Α 24 navet C* amet C^ habet ΑΒγ Merlin hal>eat Jkl 25 de- 
clinavit C*y 



184 



Ori genes 



alius vero in commune consulere, alias studiis et intellegentiae operam 
dare : ita requirimus in illa >vita<, quae vera est, quae >abscondita esse-: 
dicitur >cum Christo in deo<, id est in illa aeterna vita, si aliqui talis 
erit nobis vivendi ordo vel status. 
5 2. Quidam ergo laborem quodammodo intellegentiae recusantes et 

superficiem quandam legis litterae consectantes et magis delectationi 
suae quodammodo ac libidini indulgentes, litterae solius discipuli, arbi- 
trantur repromissiones futuras in voluptate et luxuria corporis exspec- 
tandas; et propter hoc praecipue carnes iterum desideraut post resur- 

10 rectionem tales, quibus manducandi et bibendi et omnia, quae carnis 
et sanguinis sunt, agendi nusquam desit facultas, apostoli Pauli de 
resurrectione >spiritalis corporis* sententiam non sequentes. Quibus 
consequenter addunt etiam nuptiarum conventiones et filiorum pro- 
creationes etiam post resurrectionem futuras, fingentes sibimet ipsis 

15 Hierusalem urbem terrenam reaedificandam lapidibus pretiosis in funda- 
menta eins iaciendis, et de >lapide iaspide< muros eius erigendos, et 
propugnacula eius exornanda ex >lapide crystallo<; >peribolum< quoque 
habituram ex >lapidibus electis et variis<, id est >iaspide et sapphiro et 

2f vgl. Kol. 3, 3 — 5—14 vgl. Orig., In Matth. XVII 35 [Lom.. IV 1G7 f : 
xal ωσπερ πλανώνται οι δια το μη τροπολογεΐν τά προφητικά οίόμβνοι μέ?.?.ειν 
ήμας μετά τί]ν άνάατααιν Βο&ίειν και πίνειν αωματικά βρώματα, επεί αί ?.εξεις 
τών γραφών τοιαντα περιέχονσιν, όντως καΐ τά περί γάμων γεγραμμένα καΐ αν- 
δρών και γυναικών τηρονντες έπι. τον ρητον καϊ οίόμενοι σννοναίαις ημάς και 
τότε χρήσεα&αι, δι' ας ονδε σχολάζειν εστί τ^ προσευχή δυνατόν, εν μολνσμώ πως 
όντων και άκα&αρσία τινι τών χρωμένων άφροδισίοις), In Cant. Prolog. {Loni. 
XIV 295: Unde accidit, ut simpliciores quidam nescientes distinguere ac secemere, 
quae sint quae in scriptuiis divinis interiori homini, quae vero exteriori dejiu- 
tanda sint, vocabulorum similitudinibus falsi ad ineptas quasdam fabulas et fig- 
menta inania se eontulerint: ut etiam post resurrectionem cibis corporalibus 
utendum crederent potumque sumendum non solum ex illa vite vera et vivente 
in saecula, verum et ex bis vitibus et fructibus ligni) — 9 f vgl. Gelsus bei 
Orig. V 14. VIII 49 — 12 vgl. I Kor. 15, 44 — 15— S. 185, 2 vgl. Äpok. Joh. 
21, 10—21 — 16—18 vgl. Jcs. 54, 12. Äpok. Joh. 21, 18 — 18— S. 185, 2 vgl. 
Äpok. Joh. 21, 19. 20. Excch. 28, 13 toiid Orig., In Ezech. hom. XIII 2 {Lom. XIV 171) 



3 aliqui Α*Ομ aliquis A^orrBa 6 delectioni Jli• delectationis J.C* di- 
lectioni G vel electioni {offenbar in den Text eingedrungene Variante) ο 7 cnj so- 
lius litterae Ογ 8 luxoria AB [vgl %. B. Archiv f. Lexikugr. XI 1 1900) 245 Weg] 
16 iaspidi xl« 17 exoi-nanda •< y | chi'ystallo α 



De principiis II Cap. 11, 1. 2 185 

chalcedonio et smaragdo et sardio et onyce et chrysolito et chryso- 
prasso et hyacintho et airiethysto<. Tum etiam ministros deKciarum 
suarum dandos sibi >aliemgenas< putant, quos yel >aratores< vel >vinearum 
cultores< habeant vel >structures parietum<, a quibus diruta ipsorum et 
5 conlapsa civitas extruatur; et arbitrautur quod 'facultates gentium ac- 
cipiant ad edendum< et in divitiis eorum dominentur, ut etiam >cameli 
Madian et Gefar veniant< et >afferant eis aurum et thus et lapides pre- 
tiosos<. Et hoc conantur ex auctoritate prophetica confirmare ex bis, 
quae de Hierusalem repromissionibus scripta sunt; ubi etiam dicitur 

10 quia >qui serviunt deo manducabuut et bibent, peccatores autem esu- 
rient et sitient<, et quod »laetitiam agent iusti, impios vero confusio 
possidebit<. Et de novo quoque testamento vocem proferunt salvatoris, 
qua discipulis repromittit de vini laetitia dicens quia »non bibam ex 
hoc iam usquequo bibam illud vobiscum novum in regno patris mei«. 

15 Addunt quoque et illud, quod salvator >beatos< dicit eos, qui nunc 
>esuriunt et sitiunt<, polKcens eis quia >saturabuntur<; et multa aKa ex 
scripturis exempla proferunt, quorum vim figuraliter vel spiritaliter 
intellegi debere non sentiunt. Tum vero secundum formam, quae in 
hac vita est, et secundum mundi huius dispositiones dignitatum vel 

20 ordinum vel eminentias potestatum >reges< se fore >et principes< arbi- 
trantur, sicut sunt isti terreni, propter illud videlicet, quod in evangelio 
dictum est: »Eris potestatem habens super quinque civitates«. Et, ut 
breviter dicam, secundum vitae huius conversationem per omnia simiKa 
esse volunt cuncta, quae de repromissionibus expectantur, id est ut 

2—5 vgl. Jes. 60, 10—12 — 3f vr/l. Jes. 61, δ — 5 f vffl. Jes. δδ, 1. 2. 60, 16. 
61^ (j _ 6f vfflJes. 60, δ. 6 — 9—12 v(/L Jes. 6δ, 13. 14 — 13 Mafth. 26, 29 
— 15f i-f/l. Matth. ö, 6 — 20 vgl %. B. Jerem. 17, 25 Wey — 22 Luk. 19, 17. 19; 
vgl. Orig., In Matth. XIV 12 {Lom. III 296) 

1 chalchedonio Α calcliedonio ΰΜ* calchidonio GM^°'^^ calcedonio α \ 
zmaragdo Β μ \ onyce Β onicae Α oniche G onichino OM'^o^'a onioheno M* 
I ehrysolito Β μ uhiisolito C crisolito Ao | dahinter sind vielleicht Beryll zind 
Topas ausgefallen, vgl. Apoh. Joh. 21, 20 und die oben Test. S. 184, 18— .S. I8ö, 2 
citierte Orig.• Stelle 1 f clirysoprasso Β μ chrisoprasso Α chrissoprasso Ab chryso- 
passo C crisopasso 5 2 yacintho C yachyuto ß* iacincto Α S iachinto μ 3 f vel 
vinearum cultores<}' 7 madiam /9 | gefar {=^ Γαυραρ ^AQ Jt's. 60, 6) ß gesar 
Ma caesar in caedar corr Q^ \ tus A* β 10 serviunt Ογ servient AB 11 f confusio 
possidebit α conpossidebifc μ tristicia possidebit α 13 qua] quia AG 17 vel 
spiritaliter < γ \ spiritaliter] + vel α {in Β getilgt < C) 24 cuncta AB ea G 
omnia γ 



j^SG Origenes 

iterum sit hoc, quocl est. Haec ita sentiunt qui Christo quidem cre- 
dunt. ludaico autem quodam sensu scripturas divinas intellegentes. nihil 
ex his dignum divinis polKcitationibus praesumpserunt. 

3. Hi yero, qui secundum apostolorum sensum theoriam scriptu- 
5 ramm recipiunt, sperant >manducaturos< quidem >esse< sanctos, sed 

>panem Yitae<, qui veritatis et sapientiae cibis nutriat animam et in- 
luminet mentem et potet eam divinae >sapientiae< poculis, sicut dicit 
scriptura divina quia »sapientia praeparavit mensam suam, iugulavit 
victimas suas, miscuit in cratere vinum suum et summa voce clamat: 

10 Devertite ad me et manducate panes, quos paravi vobis, et bibite vinum, 
quod miscui vobis«. Quibus >sapientiae< escis nutrita mens ad integrum 
et perfectum, sicut ex initio factus est homo, >ad | imaginem< dei ac losj 
>similitudinem< reparetur: ut etiamsi quis ex hac vita minus eruditus 
abierit, probabilia tarnen opera detulerit, instrui possit in illa Hierusalem 

15 civitate sanctorum, id est edoceri et informari et ef'fici >lapis vivus<, 
>lapis pretiosus et electus<, pro eo quod fortiter et constanter pertulerit 
agones vitae et certamina pietatis; ibique hoc, quod iam hie praedictum 
est, verius manifestiusqne cognoscet, »quod non in pane solo vivit homo, 
sed in omni verbo, quod procedit de ore dei«. Sed et principes et 

20 rectores intellegendi sunt hi, qui inferiores et regunt et erudiunt et 
edocent atque instituunt ad divina. 

4. Verum si minus haec videntur sperantibus ea dignum mentibus. 
incutere desiderium, paululum repetentes, quam naturalis sit et insita 
animae rei ipsius cupiditas inquiramus, ut ita demum velut species 

2δ ipsas >panis vitae< et qualitatem >vini eius< ac proprietatem principatuum 

5 f vgl. Joh. 6, 32. 33. 35. 51 und Orig., De or. 10, 2. 27, 4 (U 321, 9. 
365, 8 ff), In Joh. XX 43 (IV 386, 27: xal επεί ό κύριος, κα»' 8 μεν άρτος εσύν 
ζών εκ τον ονρανον καταβάς, γενοτός εοτιν, τρόφιμος ών xy ψιχϋ, κα^^ 8 δε 
αοψία έατίν, ορατός εστίν) — 8 Prov. 9, (1). 2. 3. 5 — 12f vgl. Gen. 1, 26, unteti 
III Cap. 6, 1 und Paul Mehlhorn, Die Lehre von der menschl. Freiheit nach Ori- 
genes' περί αρχών {Zeitschr. f. KG. II 2, 1878, S. 247) — 13—15 rgl. Ori{/., Γη 
Num. hom. XXVI 4 {Lom. X 325) — 14 f vgl. Apok. Joh. 21, 2 — 15 f rgl. 
IPetr. 2, 4—6 und Orig. e. Gels. VIII 19 (II 237, 1) — 18 Maüh. 4, 4 \Ikut. 
8, 3) — 25 vgl. Joh. 6, 35. Prov. 9, 2 

2 sensus AG*M* sensum S 5 c>o esse quidem γ 10 devertite AGM^o 
deveritate C divertite BM<^orr 14 possit A^<:orr posset ^* C potest Β potent γ 
17 praedictum] praedicatum Β predicatum Α 18 oo solo pane 5 und A^ [doch 
pane über d. Z.) 21 edocent] edoceant G docent AB \ instituunt] instniunt 
AB 23 quam α quamquam γ 



De priacipiis II Cap. 11, 2. 3. 4 187 

per theoriae consequeatiam describamus. Igitur sieut in artibus bis, 
quae manu adimpleri solent, ratio quidem, quid vel qualiter vel ad 
quos usus fiat, versatur in sensu, efficacia vero operis manuum mi- 
nisterio explicatur: ita in operibus dei, quae ab eo facta sunt, sentien- 
5 dum est quod eorum, quae videmus ab eo facta, ratio et intellegentia 
manet in occulto. Et sicut ea, quae ab artifice facta sunt, cum oculus 
noster Tiderit, si quid praecipue fabre factum perspexerit, continuo qua- 
liter Tel quomodo vel ad quos usus factum sit, ardet animus sciscitari: 
multo amplius et super omnem comparationem eorum, quae a deo 

10 facta pervidemus, inefPabiH desiderio ardet animus agnoscere rationem. 
Quod desiderium, quem amorem sine dubio a deo nobis insitum cre- 
dimus; et sicut oculus naturaKter lucem requirit et visum, et corpus 
nostrum escas et potum desiderat per naturam: ita mens nostra scien- 
dae veritatis dei et rerum causas noscendi proprium ac naturale desi- 

lö derium gerit. Accepimus autem a deo istud desiderium non ad hoc, 
ut nee debeat umquam nee possit expleri; aKoquin frustra a couditore 
deo menti nostrae videbitur >amor veritatis< insertus, si numquam desi- 
derii compos efficitur. Unde et in hac vita qui summo labore piis 
studiis ac religiosis operam dederint, quamvis parva quaeque ex multis 

20 et inmensis divinae scientiae capiant thesauris, tamen hoc ipsum, quod 
animos suos mentemque erga haec occupant atque in hac semet ipsos 
cupiditate praeveniunt, * * multum utilitatis accipiunt ex hoc ipso, 
quod animos suos ad inquirendae veritatis studium amoremque conver- 
tunt et paratiores eos faciunt ad eruditionis futurae capacitatem (sicut, 

25 cum aliquis velit imaginem pingere, si ante futurae formae liniamenta 
tenuis stili adumbratione designet et superponendis vultibus capaces 
praeparet notas , sine dubio per adumbrationem iam inposita prae- 
formatio ad suscipiendos veros illos colores paratior invenitur), si 
modo adumbratio ipsa ac deformatio stilo domini nostri lesu Christi 

30 >in cordis nostri tabulis< perscribatur. Et idcirco fortasse dicitur quia 
»omni habenti dabitur et adicietur«. Unde constat >habentibus< iam 
deformationem quandam in hac vita veritatis et scientiae addendam 
esse etiam pulchritudinem perfectae imaginis in futuro. 

17 vgl. II Thcss. 2, 10 — 19 f v(jl. Kol. 2, 2. 3 — 30 ////. II Kor. 3, 3 — 
31 Matth. 25, 29 

5 quae] ut -4 1β posset ^C 22 * *] die von mir atu/etiommene Lücke 

acquirende 
kann etwa so ergänxt werden: (lucri habent et) 23 inquirendae] lequirend•^ ^1• 

26 tenu